Fundstück: Beleidigende Handpuppe spricht mit jungen Studenten

Das Video wurde schon bei Alles Evolution erwähnt, hat aber mehr Aufmerksamkeit verdient: Eine Handpuppe in Form eines niedlichen aussehenden Hundes spricht mit Leuten und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.

In diesem Fall geht es um Studenten der Universität von New Hampshire. Eingeleitet wird das Video mit abstrus klingenden Zeitungsüberschriften – wer verfolgt hat, was an einigen amerikanischen Universitäten abgeht, den wird das aber gar nicht mehr groß vom Hocker reißen.

In dem Video geht es dann darum, einige der Beklopptheiten dieser College-Käseglocke aufzuzeigen. Nach all den Meldungen über Verbot von „gefährlichen Meinungen“ ist es erfrischend, zu sehen, wie hier reihenweise auch Beleidigungen vom Stapel gelassen werden, weniger wegen des Stils sondern vielmehr aufgrund der Tatsache, dass so etwas überhaupt möglich ist. Offensichtlich hatte dieses Video keinerlei negative Konsequenzen für die Macher.

Triumph the Insult Comic Dog Talks to Young Voters

Zugegeben, es wirkt sehr befremdlich, dass die Studenten sich dafür hergeben, anstatt nach den ersten Minuten bereits zu gehen oder gegen die Leute hinter dem Hund zu protestieren. Ob da Geld im Spiel war?

Zumindest ideologische Einseitigkeit kann man dem Hund nicht vorwerfen: In anderen Videos wird etwa gezeigt, wie gruselig Leute von der politischen Rechten so drauf sind.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Wenn es um Hunde geht, fällt mir sofort dieser Klassiker ein…

Elvis Presley: Hound Dog

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Fundstück: Bianco-Werbung mit Frauengewalt und Männerhass

Gerade gesehen: Eine Schuhfima macht Werbung mit Frauengewalt und Männerhass, und zwar so, dass ich nicht wüsste, das schon einmal in dieser Unverfrorenheit gesehen zu haben. Mal stelle sich das nur mal andersrum vor. Und dann auch noch mit dem Slogan:

Equal pay is not enough! We need more!

It’s more expensive to be a woman than to be a man. Equal pay is not enough! #WomenNeedMore

Schöner kann man weibliche Anspruchshaltung wohl kaum ausdrücken.

Warum ich von der SPD einen weiblichen Kanzlerkandidaten erwartet hätte

Wir sind inzwischen an einem Punkt angelangt, an dem Satiremagazine wie der Postillon bessere Nachrichten bringen als die echten Journalisten. Man lese sich das fiktive Interview mit Sigmar Gabriel durch – da werden die wichtigsten Punkte klar benannt. Wenn man umgekehrt aus dem Aufwachen-Podcast auf die offizielle Berichterstattung schaut und sieht, wie da der SPD-Ortsverein aus der Heimat von Martin Schulz auf dessen Kanzlerkandidator reagiert, dann wirkt das alles nicht nur überflüssig, sondern auch inszeniert (wie Stefan Schulz und Tilo Jung bereits sehr treffend feststellen).

Aber wenn so eine Entscheidung ohnehin von oben herab getroffen wird, ohne die Basis irgendwie einzuspannen, dann könnte man doch noch ganz andere Optionen umsetzen. In einem Punkt sind mir erst die Augen aufgegangen, als ich einen Kommentar von xyz bei Alles Evolution las:

Wenn man dann noch bedenkt, dass die SPD als streng männerhassende Partei schon wieder keine Frau an die Spitze lässt und Martin Schulz auch nicht unbedingt den optischen Bedürfnissen weiblicher Wähler entspricht, könnte das auch noch so manche weibliche Wählerstimme kosten.

Es ist schon fast tragisch. Da plärrt eine wie Frau Schwesig herzzerreißend jahrelang zusammen mit ihrem Wackeldackel Heiko Maas, dass Frauen die bemitleidenswertesten Geschöpfe seien und selbst in der frauenpampernden SPD lässt sich kaum eine Frau finden, die bereit wäre, Verantwortung für den Saftladen zu übernehmen.

Da steckt viel Wahrheit drin: Warum eigentlich nicht Manuela Schwesig antreten lassen und besser sein als die Grünen, die nicht genügend Frauen finden, die politisch arbeiten wollen? Die SPD ist doch für nichtfeministische Männer ohnehin unwählbar und der SPD sind Männer herzlich egal.

Das wäre doch endlich die Gelegenheit, die männliche Gesellschaft überwinden, so wie es im Grundsatzprogramm steht. Schwesig könnte sofort zur Tat schreiten und aufklären, ob eine Frau als Kanzler nicht 20% weniger verdient. In ihrem Kabinett kann sie 50% Frauen in den Ministerposten durchsetzen.

Nach zwei Männern ist es endlich Zeit für einen weiblichen Merkel-Herausforderer. Nur so läßt sich die Quote von mindestens 30% bei den Spitzenpositionen erfüllen!

Für heutige „Linke“ sind Fragen von Klasse oder Gerechtigkeit kein Thema mehr und junge Linke haben ohnehin den Bezug zur Unterschicht verloren. Die SPD kann sich konsequent als Partei der Karrierefrauen und Studienabbrecherinnen präsentieren. Und sollte es trotz allem mit der Wahl nicht klappen, kann die Kandidatin im Zweifelsfall immer noch Vizekanzlerin werden und eine weitere gläserne Decke durchstoßen.

Also, alte Dame SPD, jetzt mal nicht so lahm! Wer dezidiert Frauen fördern will, muss mit gutem Beispiel voranschreiten.

Bitte nicht von sozialromantischen Ausführungen irritieren lassen! Das sind alles nur Sozialdemokraten alter Schule, das erledigt sich von selbst.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? „Wir wählen SPD“ und „Wir sind für Europa“ – ja, da haben wir doch gleich ein passendes Lied für den Wahlkampf!

Funny van Dannen: Luftballon

Fundstück: Magnus Klaue über Critical Hetness und Knutschverbot

Leszek wies in einem Kommentar auf einen älteren Beitrag auf einen Artikel von Magnus Klaue hin, in dem es um „Kritik an dem gender/queer-feministischen Critical Hetness/Knutschverbot-Schwachsinn“ geht. Das halte ich für so erwähnenswert, dass ich die von Leszek zitierten Passagen hier ebenfalls wiedergebe.

Magnus Klaue – Das gelebte Nichts

„Wer noch Zweifel daran hegt, daß der auf ungeteilte Freiheit zielende Anspruch der Frauen- und Homosexuellenbewegung unter den Vorzeichen von Gender und Queerness zugunsten einer identitären Cliquen- und Blockwartpolitik preisgegeben wird, die im Namen von »Definitionsmacht« und »Heteronormativitätskritik« den an sich und der Welt verrückt gewordenen Restsubjekten erlaubt, ihren Voluntarismus mit dem guten Gewissen moralisch Größenwahnsinniger auszuleben, der sollte ein paar Stundenmit der Lektüre des Blogs »Mädchenmannschaft« (maedchenmannschaft.net) verbringen.

(…)

Und »Katze« plaudert sogar offen aus, daß der zerqueerte Feminismus unter dem Alibi von Respekt und Sensibilität die häßlichsten Wünsche autoritärer Pädagoginnen von anno dazumal erfüllt: »Eine Lehrerin hatte zu uns damals in der siebten Klasse mal gesagt, wir sollen doch bitte nicht auf dem Schulhof rumknutschen, das koennte Menschen verletzen, die gerade Liebeskummer o.ae. haben. Damals haben wir ueber sie gelacht, heute kann ich es sehr gut nachvollziehen. Auch wenn man vielleicht nicht direkt weiss, wie man es konkret in die Tat umsetzen soll, so finde ich, allein schon der Schritt des Reflektierens, Hinterfragens und darueber Nachdenkens ein sehr wichtiger. Privilegien sollten immer hinterfragt werden!«
Daß in der vernunftverhafteten Normsprache ein Privileg einen illegitimen Vorteil bezeichnet, der einer dadurch über eine Mehrheit sich erhebenden Minderheit zukommt, und daß es bei dem wichtigtuerisch so genannten »Hinterfragen von Privilegien«, das die Queer-Community betreibt, im Gegenteil darum geht, von einer Mehrheit gepflegte Verhaltensweisen im Namen von Sonderrechten zu sanktionieren, also für das eigene, zum lebensnotwendigen Identitätsmerkmal hypostasierte Minderheitendasein Privilegien zu schaffen, um der »heteronormativen« Mehrheit im Namen minoritärer Empfindlichkeiten allerlei Verhaltensmaßregeln aufzwingen zu dürfen– das sind fast schon Petitessen angesichts der Mischung aus Idiotie und Dreistigkeit, mit der sich geschlechterpolitisch progressiv dünkende Menschen ihr neuerwachtes Verständnis für die Sexualfeindlichkeit der Großelterngeneration bekunden.

(…)

Während die kleinbürgerliche Prüderie das transzendierende Moment des Sexus in der Mahnung, ihn nicht allzu deutlich zur Schau zu stellen, zumindest negativ festhält, zielt die nachbürgerliche Prüderie darauf, alle noch vorhandene Restlust in die Affirmation der totalisierten Lustlosigkeit zu verwandeln, die ohnehin Status quo ist. Deshalb können Queere, obwohl sie Homosexuelle als Minorität politisch mitzuschleppen suchen, auch mit schwulem und lesbischem Begehren letztlich nichts anfangen, einfach, weil es überhaupt noch ein spezifisches, an spezifische Objekte sich heftendes Begehren ist.

(…)

Gemäß der als »Definitionsmacht« kodifizierten Regel, daß jeder Wahn respektiert werden muß, solange die von ihm Befallenen an ihn glauben, ist man der Definition von »Aven« zufolge asexuell, »wenn man sich selbst so sieht«.“

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Bei dem Zeitschriftennamen „konkret“ muss ich an eine Zeile aus dem Refrain folgenden Liedes denken…

Die Fantastischen Vier: Was geht

Fundstück: Körperliche Gewalt gegen politische Gegner wird begrüßt

Straftaten begrüßen gegen unliebsame Personen, nächster Teil: Via Fefe wurde ich darauf aufmerksam, dass den USA derzeit allen Ernstes folgende Frage diskutiert wird: Ist es in Ordnung, einen Nazi ins Gesicht zu schlagen?

Das hat einen realen Hintergrund: Ein gewisser Richard Spencer bekam während eines Interview von einer vermummten Person einen Schlag ins Gesicht.

Nun sind weder Twitter noch Clickbait allgemein ein guter Gradmesser für Moral oder gar das Befinden „des Internets“ allgemein über irgendein Thema. Egal, wie gefestigt große Teile der Internetnutzer sein mögen: Es ist gar nicht anders zu erwarten als dass viele andere Leute so etwas ganz offen abfeiern, so als wäre es der richtige Schritt gegen Nazis.

Tja, auf wessen Niveau will man sich herabbegeben? Wie groß ist denn da noch der moralische Unterschied zwischen geistigen Brandstiftern und Schlägern? Ist da nicht sogar die zivilisatorische Ebene der ideologischen Wegbereiter unterschritten? Gewalt zu tun ist immer noch schlimmer als Hass zu predigen. Das Begrüßen von Straftaten gegen unliebsame Personen war einmal ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal der Barbarei gegenüber der zivilisierten Gesellschaft.

Es fehlt außerdem der frühere Teil der Dynamik: „Wer Nazi ist, bestimme ich!“ Keine Selbstjustiz ohne Selbstgerechtigkeit.

Diesen früheren Teil hatten wir noch vor wenigen Wochen, als es – wie Fefe ebenfalls berichtete – gegen Roland Tichy ging. Auf Metronaut etwa wurden „die Achse des Guten“, „Tichys Einblick“ und Don Alphonso in einem Atemzug genannt:

Publikationen wie Tichys Einblick, Die Achse des Guten und Don Alphonso bei der FAZ sind wichtige Schnittstellen zwischen dem rechten Rand der CDU/CSU und der Neuen Rechten sowie ihrem parteipolitischen Arm, der AfD. Die Rolle dieser Publikationen bei der Normalisierung fremdenfeindlicher, völkischer, nationalistischer und autoritärer Diskurse ist nicht zu unterschätzen.

So, und wenn man jetzt diese Brandmarkung kombiniert mit „Zivilisation gegen Unzivilisierte ist überschätzt“, wo kommt man da hin? (Sollte Don Alphonso tatsächlich so schauerliche Texte schreiben wie den, der auf Tichys Einblick erschienen ist, so wäre mir das entgangen. Falls ich aber nichts verpasst habe, dann wird er gerade auf eine Stufe mit solchen Leuten gestellt.) Es sind nur wenige Glieder in der gedanklichen Kette: Wie weit ist es dann noch, bis Gewalt gegen FAZ-Autoren offen begrüßt wird?

Dabei liegt die Alternative auf der Hand: Eine gesittete Auseinandersetzung führen, andere Leute anständig behandeln, auch wenn sie selbst das nicht tun.

Diesen Weg hat etwa der Blogger stefanolix eingeschlagen, indem er ohne Probleme sowohl eine Diskussion des ursprünglichen Artikels als auch eine Kritik am Boykott ging, das gegen Roland Tichy gerichtet war. Johnny Haeusler brachte einen Gedanken, der eigentlich sehr nahe liegen sollte: Den beanstandeten Originaltext stehenzulassen wäre viel lehrsamer gewesen! Umso wichtiger, wenn er entsprechend kommentiert woanders nach wie vor zu lesen ist. Fürchterliche Texte sollen lesbar bleiben, damit man jederzeit zeigen kann, was an ihnen so schlimm ist.

„Gegen die anderen ist alles erlaubt“ ist das passende Gegenstück zum gestrigen „wenn es unsere Leute machen, ist es in Ordnung. Genau diese Einteilung in Gruppen und das unterschiedliche Bewerten von Taten ist die Erosion der Zivilisation, die mir Angst macht.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Wo sind eigentlich die coolen Vertreter der Freiheit hin, die blöde Leute einfach mal reden und schreiben lassen konnten?

Coldplay: Talk

Fundstück: Postfaktischer Lookismus à la Kanada

…oder „wenn es ein charismatischer Progressiver macht, ist das ja nicht so schlimm“. Gut, es ist nichts Neues: Leuten im eigenen politischen Lager läßt man mehr durchgehen und Charismatiker können mit erstaunlich vielen Dingen durchkommen. Das bringt dann den Riesennachteil mit sich, dass solche Personen an der Spitze auch für objektiv fiese Sachen nicht großartig kritisiert werden. Oder wie ich über Barack Obama und seine Drohnenmorde schrieb:

Die Sache mit der Überwachung und den Drohnen war ja schon immer falsch. Es schienen nur viele gehemmt zu sein, einen jungen, charismatischen Präsidenten dafür zu kritisieren. Spätestens jetzt, wo klar ist, an wen diese Instrumente demnächst gehen, könnte doch auch der letzte aufwachen und darauf kommen, dass Barack Obama der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit da keinen Gefallen getan hat.

Aber warum die USA alleine kritisieren, wenn in Kanada dieser Kniff noch viel besser zieht? Oder wie es Frank Rieger bezogen auf den kanadischen Premierminister im Fnord-Jahresrückblick 2016 (22:42-26:00) ausdrückt: „Justin Trudeau zeichnet sich primär dadurch aus, dass er sehr gut aussieht und offenbar auch sehr nett ist.“ Er habe es dadurch einfacher in der Politik. Wenn man so eine gute Ausstrahlung habe, dann bekomme man eine Menge Sachen durch: Überwachungsstaat, Ölpipelines..

Fnord-Jahresrückblick 2016 (22:42-26:00)

Wie Fefe im Dezember kommentierte, als Trudeau eine umstrittene Pipeline genehmigte:

Der sieht gut aus, hat sein Kabinett genau zur Hälfte mit Frauen bestückt, hat ein paar Mal Virtue Signalling gemacht und jetzt glaubt alle Welt, der sei halt einer der Guten. Und der macht jetzt sowas. Das erzeugt eine Kollision zwischen dem Weltbild („Trudeau ist ein Guter“) und der Realität („Trudeau betreibt aktive Umweltvernichtung“). Ich finde es auffallend, wie sich der Tagesschau-Artikel bemüht, Trudeau nicht zu kritisieren. Achtet mal darauf, ob ihr das auch so empfindet. Da hat sich jemand noch nicht von seinem „der Trudeau ist aber ein Guter“-Weltbild lösen können, selbst als er den Gegenbeweis als Meldung auf dem Tisch hatte.

Und wenige Tage später ging es munter weiter, diesmal betraf es Überwachungsstaat und die Legalisierung von Cannabis (letztere versprochen, aber nicht gehalten).

Dass es vor allem aufs Aussehen ankommt und nicht mehr auf die Taten, das ist postfaktisch. Aber leider ist man davor nicht gefeit, nur weil man dem „richtigen“ politischen Lager angehört oder zu den „Qualitätsjournalisten“. Letzteres ist ein Trauerspiel, denn gerade Medien hätten doch die Aufgabe, hinter einen solchen Schein zu blicken und die Leute aufzuklären.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Die Musikauswahl heute hat mit den Fakten nichts zu tun, kommt aber aus Kanada.

Bryan Adams: Run To You

Fundstück: Private Zensurmaßnahmen treffen internationale BDSM-Community

Fefe veröffentlichte heute einen Hilferuf:

die internationale Dating- und BDSM-Community fetlife.com wird gerade existentiell bedroht. Die 2 Geschäftskonten des Betreibers bei 2 verschiedenen Banken sind gesperrt, auf Betreiben eines Kreditkartenunternehmens, das sich über „blood, needles, and vampirism“ und etwas schwammiger über „Illegal or Immoral“ Inhalte beschwerte. Als erste Maßnahme hat der Betreiber gezwungenermaßen Hunderte Gruppen und Accounts gelöscht, die einschlägige Themen behandeln oder auch nur im Namen trugen. Wohlgemerkt, es geht um sexuelle Fantasien und ausschließlich einvernehmliche Praktiken.

Eigendarstellung des Absenders:

Ich bin im Vorstand von BDSM-Berlin e.V. (bdsm-berlin.de), wir sind ein gemeinnütziger Verein und seit fast 20 Jahren aktiv in Sexualaufklärung, Beratung und Hilfe.

Fefes Kommentar dazu:

Das ist in der Tat eine Sache, über die viel zu wenig gesprochen wird, dass privatisierte Zensurinfrastruktur keinen Rechtsweg offen lässt. Ich habe das ja bei Facebook und Hatespeech schon ein paar Mal angesprochen, aber dass damit jetzt irgendwelche Puritaner anderen Leuten das Ausleben ihrer Sexualität untersagen wollen, das ist ja leider kein großer Schritt mehr von da aus

Es ist ein Beispiel für das, wovor Fefe schon lange gewarnt hat: Was „aus den alleredelsten Motiven“ eingeführt wird, wird dann gegen Randgruppen mit zwielichtigem Image eingesetzt. Arne Hoffmann hatte schon im Jahr 2000 darauf hingewiesen, dass Sadomasochisten allzu lange als „Perverse“ gebrandmarkt worden seien. Jetzt ist es mal wieder soweit, der Grad der Liberalität wird zurückgedreht…

Als eine Macht hinter dem Vorgehen wird ausdrücklich die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM) genannt. Es urteile also niemand voreilig über etwaige „spießige Amerikaner“!

Zum Hintergrund gehört außerdem ein mutmaßlicher Vergewaltigungsfall in Australien: Ein Mitglied der Community mit eigener Fanbasis wird beschuldigt.

Haarsträubend für mich ist, was zum Teil zu den neuen Richtlinien gehört:

Nothing that impairs consent (drugs, alcohol, etc.)

Mit anderen Worten: Gebe ich mir im echten Leben so richtig die Kante und lande mit irgendwem im Bett, geht das. Schreibe ich darüber, selbst wenn ich nur Fantasien darüber habe, geht das nicht. Verkehrte Welt!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Eine Nutzerin wies darauf hin, das ihr Name nichts mit Selbstmord(fantasien) zu tun hätte, sondern ein Liedtitel sei…

INXS: Suicide Blonde