Wenn Frauen herrschen würden …

… wäre natürlich alles besser. Sind eigentlich gerade (mal wieder) Frauen-Selbstbeweihräucherungswochen? Oder ist es Zufall, dass am Mittwoch von der „Tagesschau“ die Politik der Bundesministerinnen Nahles / Schwesig in höchsten Tönen gelobt wird und am Donnerstag fährt das „ZEIT Magazin“ die nächste Breitseite auf mit dem Titel „Frauenrepublik Deutschland“?

In Harmlosigkeit verpackt fängt es an: „Wir wollen ja nur (Gedanken-)spielen!“ könnten die Einleitungszeilen zusammengefasst werden. Für den Leser, der es aber nicht gleich kapiert, in welche Richtung die Reise aus Suggestivfragen und unterschwelligen Botschaften geht, gibt es auch einen Link zu einem deutlicheren Beitrag. Dort dasselbe Prinzip: Erstmal auf harmlos machen („Kinder überlegen sich auch manchmal, wie es wäre, wenn sie das sagen hätten“), aber zwischendurch rutscht es frau dann doch heraus: „Männer waren lange genug an der Macht, und was ist? Kriege, Klimaerwärmung, Raubtierkapitalismus. Jetzt sollen die sich mal unterwerfen!“

Aber der Reihe nach, zurück zum ersten Artikel und einer Auswahl dort vorgebrachten Thesen.

Das Auto

Zitat: „Gäbe es für einen Moment nur Autos, die von Frauen angemeldet haben, sähe es in einem Parkhaus so aus […] klein und wendig“. Aha. Botschaft erkannt: Frauen sind bescheiden, brauchen kein Prestige und fahren umweltbewußt. Doch womit fahren Frauen, wenn der Familienausflug oder der Urlaub innerhalb des eigenen Landes ansteht? Pfercht sich die Familie mit Mann und Kindern, Hund und dem neusten Trend-Kinderwagen in die von ihr als Zweitwagen angemeldete Knutschkugel? Oder ist es dann doch die von Papa angemeldete Limousine / Familienkutsche? Die Antworten sind hoffentlich klar (Botschaft angekommen?).

[Das Beiwerk mit den von Frauen favorisierten Fußballmanschaften, Filmen, der Musik, der Ernährung usw. spare ich mir mal]

Die Politik

Zu erwähnen,  dass „von den Parteien die AfD ohne männliche Stimmen die größten Verluste beklagen würde“ ist natürlich von immenser Wichtigkeit für so gut wie jeden Journalisten. Denn wie jedes Kind weiß, das folgsam die Leitmedien konsumiert, gibt es gute und schlechte politische Ansichten. Daran gibt es keinen Zweifel. Und jeder, der die falsche politischen Ansichten hegt, ist ein irrationaler Wutbürger / Protestwähler / Angsthaber, der nur mal von jemandem mit den richtigen poltischen Ansichten ein paar Erläuterungen bräuchte, damit er wieder sauber tickt. In irgendeiner grauen Vorzeit galt mal, dass jede Stimme gleichwertig ist. Aber heutzutage werden eben Meinungen zu Bauchgefühlen degradiert und unterschwellige Korrelationen konstruiert: welcher Wähler ein „Dummbatz“ ist, weil er falsch wählt und welche Partei ein No-go ist, weil sie nur von „Dummbatzen“ gewählt wird. Lang lebe die an sich gerissene Deutungshoheit. Entschuldigung, liebe Journalisten, ich weiß ja, Sie wollen nur ganz neutral analysieren, wer wen wählt. Reine Neugier, kein Kalkül. Aber ich schweife vom Thema ab … Botschaft des Obigen ist natürlich: Frauen wählen besser und moderner!

Arbeitszeitmodelle

„Frauen wünschen sich im Durchschnitt eine Arbeitszeit von 28 Wochenstunden, derzeit arbeiten sie im Schnitt 30. Jede vierte Frau würde gern mehr arbeiten, als sie es derzeit tut, vor allem Frauen in unfreiwilliger Teilzeitarbeit. Männer hingegen möchten im Durchschnitt 35 Stunden pro Woche arbeiten, verbringen derzeit aber 43 Stunden mit dem Job.“ – Uiuiui … dünnes Eis, ganz dünnes Eis. Wie vertragen sich denn diese Umfrage-Wahrheiten mit den Thesen, dass zu wenig Frauen in Führungspositionen sind, weil die bösen Männer das mit ihren Seilschaften verhindern? Oder schafft man es neuerdings, als Teilzeitarbeitende eine Führungsposition zu bekleiden? Immerhin wollen dann ja wohl 3 von 4 Frauen lieber weniger als mehr Zeit bei der Arbeit verbringen. Und überlegen Sie doch noch mal, liebe Autoren und Autorinnen, wie das in Zusammenhang mit dem unbereinigten Gender-Pay-Gap steht, mit dem Sie so gerne in fetten Schlagzeilen hausieren gehen.

Übrigens: Ihre Kollegin in dem anderen Artikel schrieb: „Denn Frauen verbringen heute anderthalbmal so viel Zeit damit wie Männer, sich um Kinder, ältere und hilfsbedürftige Menschen zu kümmern. Jeden Tag kümmert sich jede Frau um eine Stunde und 27 Minuten mehr, als es ein Mann tut.“ Oh ja, großes Kunststück, wenn man nur 28-30 Stunden arbeitet (ich hoffe mal nicht, dass in diese Berechnung des „mehr Kümmerns“ die Arbeitszeiten als Erzieherin, Krankenschwester usw. eingeflossen sind …).

Und sonst so …

Übrigens ist es zwar richtig, das Männer mehr Verbrechen begehen, aber die Logik:

„Mehr als die Hälfte der Kindstötungen und der „Verletzungen der Fürsorgepflicht“ werden von Frauen verübt. Wer sich mehr um die Kinder kümmert, schadet ihnen offensichtlich auch häufiger. “

werte ich mal als Versuch einer Relativierung. Geht ja gar nicht anders … wer mehr mit Kindern zu tun hat, kommt halt auch häufiger in die Versuchung, sie umzubringen bzw. anderweitig zu schaden?!

Und so läuft es immer in solchen Texten: Sich offen oder unterschwellig als das bessere Geschlecht darstellen, Andeutungen machen, ein paar nebensächliche Mätzchen augenzwinkernd zugeben, allzu Negatives relativieren.

Abschließend:

„Wir haben mal kurz so getan, als spielten Männer mal keine Rolle. Sie müssten sich nicht in Luft auflösen, aber mal die Luft anhalten, nichts sagen, nichts machen, nichts entscheiden. Was wäre dann los in der Frauenrepublik Deutschland? Man könnte sich darauf verlassen, dass der Kompetenzverlust dabei überschaubar bliebe. Um Müllabfuhr und Warenlieferungen müsste man sich keine Gedanken machen.“

Nein, frau müsste sich um viele Dinge keine Gedanken machen, denn sie wären ja bereits vorhanden. Ein kurzer Urlaub aller Männer macht da nichts.

Aber haben Sie sich schon mal die Frage gestellt, was wäre, wenn die Frauen schon seit langer Zeit ohne Männer hätten auskommen müssen?

Viel Spaß in der Steinzeithöhle. Denn eins ist doch wohl gewiß: Schon Frau Feuerstein hat argwöhnisch geguckt, als sich ihr Gatte mit so einer Spinnerei wie dem sogenannten „Rad“ im Hobbykeller beschäftigt hat. Und kommen Sie mir jetzt nicht mit den weiblichen Ausnahmetalenten wie Marie Curie, Lise Meitner usw.

Es sind Männer, die die Welt vorangebracht haben, da beißt die Maus keinen Faden ab, auch wenn von Männern gleichzeitig Unheil ausgeht. Das ist die Kehrseite der Medaille. Die Antriebsfeder des dem Manne innewohnenden Wettbewerbsgedankens, der zu all dem führte, was um uns herum ist, führt auch zu Gewalt, Krieg, Verbrechen. Nein, das ist nicht gutzuheißen, aber auch nicht zu instrumentalisieren für ein beknacktes „wir können eh alles besser“.

Die von den Artikeln aufgeworfene Frage, was denn wohl wäre, würden ausschließlich Frauen das Ruder für eine Zeit übernehmen, wird in den Artikeln so beantwortet, als würde da ein kurzfristiger Betrachtungshorizont ausreichend sein. Und die unlogische Antwort lautet: Es wäre alles beim Alten und gleichzeitig besser. Eine Friede-Freude-Eierkuchenwelt, ökologisch, friedlich und fürsorglicher. Unreflektierter Balsam für die „stets geschundene weibliche Seele“, würdig einer 0815-Frauenzeitschrift, aber nicht einer Institution wie der „ZEIT“. Es ist immer aufs Neue verwunderlich, was für ein Käse da durchgelassen wird. Aber wahrscheinlich gilt da auch: „Wenn ich das nicht schreiben darf, werde ich unterdrückt, böser Chefredakteur“.

 

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Fundstück: MTV und der „typische“ Mann

Noch ein Video, auf das ich durch Zufall gestoßen bin:

‚American Male‘ Short Film | Look Different | MTV

Für diejenigen, die das Genuschel nicht gut verstehen, gibt es Untertitel. Die wesentlichen Botschaften, die man aus dem Film mitnehmen kann:

– Probleme von Männern sind irgendwelche Normen, die man einfach ablegen kann und die nie auf Anforderungen an das wahre Leben beruhen
– Männer sind nie einfach nur Opfer, sondern immer auch Täter, also maximal Opfer und Täter zugleich
– „typische Männer“ sind ziemlich primitiv und abstoßend

Ganz im Sinne der Serie „Spaß mit Männerhass„: Wie sähe ein solcher Film wohl aus, wenn MTV Verallgemeinerungen und Klischees gegen Ausländer, Schwarze oder Juden zelebrieren und als fortschrittlich darstellen wollte? Ich muss es mir nur einen Moment ansatzweise vorstellen, bevor ich innerlich zusammenzucke. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) ist eben nie schön.

Was nicht gezeigt wird: Der Protagonist könnte jederzeit gehen, es zwingt ihn niemand, bei dieser Clique mitzumachen (auch wenn das Verbindungen wohl anders sehen werden); er hat sich für dieses Leben entschieden; wie stark er auf der Party mitmacht, ist jederzeit durch ihn selbst steuerbar. Diese scheinbare Alternativlosigkeit spiegelt das Klagen von den eigentlich hochprivilegierten Frauen wider, wie schwer sie es doch hätten, trotz brotlosem Studium (falls überhaupt abgeschlossen) vom Staat finanziert über die Runden zu kommen, während ihnen die männlichen MINT-Absolventen in der freien Wirtschaft die Karrierestellen wegnehmen, indem sie heimtückisch Überstunden kloppen, Reisezeiten in Kauf nehmen und gefährliche und dreckige Jobs machen.

Tatsächlich gehört der „arme Kerl“, der da so in den gesellschaftlichen Rollen gefangen ist, zu den privilegiertesten Leuten überhaupt: beliebt und erfolgreich unter den Seinen und ständig von extrem attraktiven Frauen umgeben. Ok, letzteres ist ihm eigentlich egal, weil er heimlich homosexuell ist, und die Befürchtung, deswegen von der Umgebung nicht akzeptiert zu werden, ist dann auch tatsächlich etwas, was wirklich einmal ein Problem genannt werden kann. Doch lebt dieser Mann gleichzeitig in der westlichen Hemisphäre, und welche bessere, real existierende Welt gibt es für Homosexuelle? Und wie viele Männer leben in der dargestellten Welt der US-Studentenverbindungen (fraternities)? Das trifft doch selbst unter den amerikanischen Studenten nur auf eine Minderheit zu. Also, wenn dieser Mann ausbrechen wollte, gäbe es Möglichkeiten. Vielleicht wäre dieser eine knackige Typ dann nicht mehr da (obwohl man sich angesichts der Blicke nicht sicher sein kann), aber mit so einem muskulösen Körper sollten Partner zuhauf zu bekommen sein.

Überhaupt, dieser Körperkult in dem Film: Lauter durchtrainierte Männer und gutaussehende Frauen, da wird richtig schön auf die Klischeetube gedrückt. Und das, wo doch eigentlich „alle sind gleich schön“ zum üblichen Wertekanon gehört… aber nein, es ergibt ja einen Sinn: Die Verbindung, wo alle traditionellen Schönheitsidealen entsprechen, das ist die Hölle, in der die Leute eigentlich tief im Innern unglücklich sind.

Das Video zeigt den Hass auf die fraternities, die aus mehreren Gründen besonders gut zum Feindbild taugen: exklusive Runde; überwiegend weiß/männlich/heterosexuell; der Ruf ausufernder Partys, bei denen man es mit den Regeln nicht so genau nimmt (Gegenteil von „safe space“, hier muss man tatsächlich auf sich selbst aufpassen!); Frauen, die sich anscheinend sehr ranschmeißen müssen, um dabei sein zu dürfen, und dabei entsprechend schlank, aufgebrezelt und knapp bekleidet sind. Die Verbindungen sind aber auch Netzwerk- und Karriereschmiede – und damit ein seltenes Beispiel für ein real existierendes Bündnis, um unter sich zu bleiben.

Es wird nicht als Alternative zum Leben im absoluten Klischee dargestellt, wie man stattdessen mit gesellschaftlichen Regeln spielen kann, einige einhält, einige bewusst bricht (und die entsprechenden Nachteile gerne in Kauf nimmt); wie man es sich bei einem hohen Status leisten kann, bestimmte „uncoole“ Dinge zu machen, also nach den Behauptungen aus dem Film ein Hemd mit einer „falschen“ Farbe anzuziehen, das „falsche“ Essen zu mögen, etwas für Kunst übrig zu haben. Es fehlt auch das Element, dass sich Männer unter Freunden auch gerne mit solchen Sachen aufziehen, dass solche Frotzeleien für viele dazugehören; nach dem Motto „seht her, wir können uns auch leichte Beleidungen an den Kopf werden, das zeigt unsere Nähe“.

Und wenn es diese Unterschiede zwischen Frauen und Männern im Schnitt gibt: Was ist daran so schlimm? Niemand schwimmt ständig gegen den Strom. Warum darf man also nicht konform sein und Unterschiedlichkeit von Mann und Frau einfach mal akzeptieren? Die Alternative zur totalen Anpassung ist doch nicht die totale Rebellion, sondern das selbstbestimmte Leben (das dann tatsächlich für viele Unterschiede im Schnitt sorgen kann).

Zu dem „zuviel lesen ist doof“ sei auf Lucas Schoppe verwiesen, der die Realität unter Jungen ganz anders darstellt. Dass Frauen außerhalb von Teenagerkomödien aus den 1980ern auch nicht auf totale Bücherwürmer stehen, sondern eher auf Sportler, scheint auch noch nicht angekommen zu sein.

Und „Musik machen“ sei typisch weiblich? Wieso wird dann beklagt, dass es Frauen in der Musikbranche so schwer hätten? Und wo kommen all die männlichen Metalbands her?

Einen Moment der Wahrheit hat der Film allerdings durch zwei Szenen: Am Anfang übt der Protagonist alleine das an sich völlig schwachsinnige Kunststück, Pingpongbälle in Trinkbecher zu werfen. Angetrunken und von einer lärmenden Meute umgeben inmitten der Party zahlt sich das Training jedoch aus, er schafft es locker und ist der Held.

Das ist in Kurzform der Grund, warum es mehr Männer ganz nach oben schaffen: Man sieht sie eben erst dann, wenn sie erfolgreich sind, und nicht in den endlosen einsamen Stunden vorher, wenn sie das Risiko auf sich nehmen, ihre Zeit mit etwas absolut Sinnlosem zu verplempern.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Eine Band in der „falschen Farbe“ rosa singt gerne übers Feiern…

J.B.O.: Ein Fest

Fundstück: Männer? Ausländer? Alles Kriminelle!

Blogger uepsilonniks zeigt Parallelen in der Hetze gegen Männer und Ausländer auf. Diese liegen auf der Hand, wenn man sich vor Augen hält, dass eine pauschalisierende Abwertung in beiden Fällen nichts anderes als gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) ist.

Es spielt daher keine Rolle, ob man wie die „Frauen gegen Gewalt“ mit einer riesigen Dunkelziffer begangener Vergewaltigungen arbeitet (und die Falschbeschuldigungen einerseits unter die Vergewaltigungen mischt, sie andererseits schön von den Verurteilungen trennt – denn das kann ja gar nicht passieren, dass ein Unschuldiger verurteilt wird!), oder ob man eine Karte mit dem zynischen Namen „Einzelfall-Map“ anlegt, auf der angeblich Straftaten von Ausländern dokumentiert werden und deren Aussage darin besteht, dass es natürlich nicht Einzelfälle sind, sondern uns einfachem Volk das wahre Ausmaß der Kriminalität von Ausländern verschwiegen wird. Uepsilonniks zum einenden Element der Gruppen, die solche Hetze betreiben:

Beide haben neben der Kaltherzigkeit gegenüber Kindern ein weiteres gemeinsam: Sie lieben das Verbrechen Vergewaltigung. Während Sexistinnen jeden siebten Mann zum Vergewaltiger stempeln, sprechen Rassisten liebevoll von „Rapefugees“.
(…)
Gräuelpropaganda Nummer 1 ist das Beschwören einer Flut von Vergewaltigungen. Ein- und dieselbe Sauce, nur das Feindbild unterscheidet sich.

Er verweist praktischerweise auf einen Artikel, der Anti-Ausländer-Karte sachlich auseinandernimmt: Kartenlegen mit kriminellen Ausländern. Der ist in Gänze lesenswert. Besonders beachtlich ist daraus folgende Passage:

Ein weiteres entscheidendes Problem der Karte ist, dass sie sich zwar auf Polizeimeldungen stützt – diese wiederum jedoch in den meisten Fällen einzig auf den Aussagen der vermeintlichen Opfer beruhen.

Heißt also: Die Karte verzeichnet nicht die Fälle, in denen Ausländer (beziehungsweise irgendwie nach Ausländern aussehende Personen) Straftaten verübt haben, sondern: Fälle, in denen das jemand gegenüber der Polizei behauptet hat. Was nicht bedeutet, dass es auch stimmt.

Die Unschuldsvermutung – ja, sie lebt noch! Und genau, wie man sie bei jeder anderen behaupteten Straftat und bei jedem anderen behaupteten Täter anwenden soll, so gilt sie auch bei der Kombination mutmaßliche Vergewaltigung / Mann, egal, was uns da irgendwelche von Hass zerfressenen Leute eintrichtern wollen.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Da es um Hass geht, auch ein Lied über Hass…

Subway to Sally: Wenn Engel hassen

Fundstück: Männliche Ausländer haben eine doppelte Chance, unter Generalverdacht gestellt zu werden

„Wo bleibt da die Chancengleichheit?“, möchte man zynisch hinzufügen. Doch der Reihe nach.

Gerhard kritisiert einen Artikel über Kriminalität von Ausländern von asemann:

Ersetze „Ausländer“ durch „Männer“ und Du hast genau dieselbe femifaschistische Argumentation, die auch [Margarete] Stokowski so gerne hinlegt.

Die „Eine Zeitung“ berichtete kurz zuvor: „Es war schon wieder ein Mann!!!“: Lutz Bachmann fordert nach Mord an Freiburger Studentin Ausweisung aller Männer. Übertroffen hatte das zuvor nur Der Postillon mit seiner Schlagzeile über die Gruppe mit den meisten Verbrechern.

Via Fefe, der über Berichterstattung in gleichen Fall bloggte, stieß ich auf einen Artikel in der Berliner Zeitung, in dem mir einige Abschnitte besonders ins Auge fielen:

„Aber wir dürfen nicht vergessen“, ergänzte [Steffen] Seibert nun, „wir reden von der möglichen Tat eines afghanischen Flüchtlings – nicht von einer ganzen Gruppe von Menschen, die wie er Afghanen oder Flüchtlinge sind.“
(…)
Darum bat auch Freiburgs grüner Oberbürgermeister Dieter Salomon: Man möge „die Herkunft des Täters nicht für Pauschalurteile heranzuziehen“.

Aber das Geschlecht schon? Bzw. man möge bitte die Herkunft des mutmaßlichen (Rechtsstaat!) Täters ignorieren, damit er dann genauso wie inländische Männer unter Generalverdacht gestellt werden kann? Wann hören wir so etwas wie „wir reden von der möglichen Tat eines Mannes – nicht von einer ganzen Gruppe von Menschen, die wie er Männer sind.“?

Die Ruhrbarone haben einen Artikel veröffentlicht, in dem Martin Niewendick genau das Gegenteil getan hat: Er zählt einzelne Taten von Männern gegen Frauen auf und summiert das als „Der Krieg der Männer gegen die Frauen„. Allerdings bekommt er in den Kommentaren ordentlich Gegenwind, gerade von einigen üblichen Verdächtigen hier aus der Blogblase:

Matze:

Soll ich hier jetzt eine Liste starten mit Müttern die ihre Kinder töten und das ganze dann der Krieg der Mütter gegen ihre Kinder nennen? Denn zwischen zwei Drittel und drei Viertel der Kindstötungen werden durch die leiblichen Mütter verübt.

Adrian:

Ein erstaunlich erfolgloser Krieg, bedenkt man, dass Frauen die Mehrheit stellen, länger leben und seltener Opfer von Gewalt werden als Männer.

djadmoros:

Mit demselben Level an verallgemeinernder Dummheit ließe sich schreiben, dass ein Krieg »der Ausländer« gegen »die Deutschen« herrscht oder ein Krieg »der Moslems« gegen »das Abendland«. Aber das wäre dann zweifellos »Hate Speech«.

Ebenso bezeichnende wie weitverbreitete Doppelmoral: Sexismus ist Scheiße, außer gegen Männer. Rassismus ist Scheiße, außer gegen Weiße.

uepsilonniks:

Das was der Autor hier mit Männern macht, machen Rassisten exakt genauso mit Flüchtlingen, Muslimen, Ausländern. Aber hey, der aufrechte Pseudolinke weiß genau zwischen guter und böser Hetze zu unterscheiden…

Und damit schließt sich der Kreis. Ich bin sehr erfreut darüber, dass als Mittel, um sie vor Augen zu führen, „Männer“ und „Ausländer“ in beide Richtungen getauscht werden. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) ist immer abzulehnen. Genau diese Erkenntnis ist es, die ich zum Beispiel mit der Serie „Spaß mit Männerhass“ erzielen möchte.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Wo es sowohl um Ausländer als auch Männer geht…

Foreigner: Growing Up The Hard Way

Fundstück: Das Feindbild weißer Mann

Ein Thema, das ich im Artikel zu den US-Präsidentschaftswahlen nicht mehr angeschnitten habe, war das Narrativ vom weißen Mann, der automatisch böse ist. Es gibt dieses Feindbild in mehreren spezialisierten Varianten – „der weiße heterosexuelle man“ (Abkürzung „WHM“, sehr verbreitet), als Verfeinerung davon „der weiße heterosexuelle cis-Mann“, „weiße junge Männer„, „alte weiße Männer“, „wütende weiße Männer“, „weiße Männer mit niedrigem Bildungsstand“ usw. Wichtig ist dabei, dass sie grundsätzlich gegen den jeweiligen Rest der Welt sind, welcher fortschrittlich ist.

In der Analyse des Wahlergebnisses war entsprechend die Rede vom „weißen Mann mit niedriger Bildung“, der Donald Trump den Wahlsieg ermöglicht habe. Das erinnerte mich doch gleich an die Kommentierung der österreichischen Präsidentschaftswahl:

Genderama vom 26. April

Bei den Wahlen in Österreich haben vor allem Frauen mit Hochschulreife den Kandidaten der Grünen gewählt und Männer ohne Hochschulreife den Kandidaten der FPÖ.

Genderama vom 28. April – ein Leser mit einer interessanten These:

Es soll über verschiedene Ebenen (Geschlecht, Politik, Bildungsstand) hinweg eine negative Analogie geschaffen werden, um gleich zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Es wird gleichzeitig ein Geschlecht und eine Wählerschaft diskreditiert. Die Analogie lautet Rechtpopulistenwähler = Mann = dumm (geringer Bildungsstand). Während es umgekehrt lautet: Grünenwähler = Frau = intelligent (mit Hochschulabschluß). Da gibt man in einem Atemzug die korrekte politische Richtung und das bessere Geschlecht vor.
(…)
Wozu also den Bildungsstand der Wähler bemühen, wenn sich das Wahlverhalten von Frauen und Männern in weiten Teilen gar nicht so sehr unterscheidet und dort, wo es die größten Differenzen gab, der „Geschlechter-Bonus“ eine nicht ungewichtige Rolle gespielt haben dürfte? Richtig: Der einzige Grund liegt darin, im Doppelpack zu diskredtieren.

Seitdem ich das gelesen habe, achte ich darauf. Man schaue etwa auf die Statistiken der Tagesschau (auf „Analysen zur Wahl“ klicken):

  Clinton Trump
Weiße 37 58
Schwarze 88 08
Hispanics 65 29
  Clinton Trump
Männer 41 53
Frauen 54 42
  Clinton Trump
kein College-Abschluss 44 51
College-Abschluss 52 42

(Quelle: Exit poll Edison)

Natürlich gibt es Unterschiede, aber für einen schwarzweiß gezeichneten Krieg entlang der Linien Geschlecht, Hautfarbe, Bildungsstand gibt es keinen Anhaltpunkt. Im Gegenteil, soweit sind die Zahlen gar nicht auseinander! Oder wie es anderswo formuliert wurde:

Fefe, 13.11.2016:

Hier hat keine Übernahme des wütenden weißen Mannes stattgefunden. Die anderen haben auch millionenfach für Trump gestimmt. Insbesondere übrigens die weißen Frauen.

Der Aufwachen-Podcast zeigte das auch in Folge 155 „Blasenplatzen“ (schöner Name!):

Das für einige Unvorstellbare: Frauen wählen Trump! Latinas wählen Trump! Das mit dem Sexismus ist denen nicht so wichtig!

Der Podcast ist in Gänze hörenswert. Ich habe zum Teil laut gelacht.

Lucas Schoppe schreibt ebenfalls eine höchst lesenswerte Analyse. Er pickt dabei noch den Punkt heraus, dass Hillary Clinton im Gegenzug nicht massenweise Schwarze, Hispanics usw. überzeugen konnte, wählen zu gehen.

Man muss dabei bedenken, dass es eine reine Mehrheitswahl war und die Wahlbeteiligung entsprechend niedrig (50%). Es geht also auch darum, wer überhaupt als Wählergruppe mobilisiert werden konnte.

Der eigentlich schon abgeschrieben Mann als relevante Wählergruppe… da läßt sich eine Einschätzung, die aus anderem Anlass gegeben wurde, jetzt wieder hervorkramen:

Genderama vom 12. März:

Vor einigen Jahren hatte die Grüne Renate Künast einen geschlechterpolitisch lichten Moment, den man mit dem kurzzeitigen geistigen Aufflackern von Demenzkranken vergleichen kann. Sie stellte beim Aufkommen der Piratenpartei fest: „Wir hätten mehr machen müssen, um die Wähler zu erreichen, die sich für die Piraten entschieden haben. Und das sind vor allem Männer unter 25 Jahren.“

zum Mythos „Frauen gleich behandeln“

Ein während der Wahl benutzter Kniff („Geschlechterkrieg“, „Männer gegen Frauen“, „Krieg gegen die Frauen“, „Frau = besserer Kandidat“) wird jetzt einfach weitergesponnen: Eine demokratische Wahl zu verlieren wird als Zeichen für die „gläserne Decke“ angesehen. Zum Vergleich: Jemand, der den später siegreichen männlichen Kandidaten während des Wahlkampfes versuchte anzugreifen, durfte entspannt Fernsehinterviews geben. Normalerweise wäre das ein mutmaßlicher Attentäter.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Es war viel die Rede vom „Rust Belt“, den ehemaligen Industriestaaten der USA, die die Wahl entschieden hätten.

Billy Joel: Allentown

Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 15

Bei Stadtmensch-Chronicles wird schön herausgestellt, warum sich der unten beschriebene Test lohnt:

Würde man nämlich derartige Schuldzuweisungen, wie sie von Frauen an Männer gemacht werden, auf andere Peergroups übertragen – etwa Schwarze vs. Weiße, Arier vs. Juden (letzter Vergleich nur aus dramaturgischen Gründen) – dann würde einem die Monstrosität der Vorwürfe geradezu entgegen springen. (…) Würde z.B. ein Politiker Sätze in die Welt streuen wie »Juden sind halbe Wesen« oder »Alle Schwarze sind potenzielle Vergewaltiger«, dann würde es sein sofortiges Karriereende bedeuten und zwar völlig unabhängig vom »Wahrheitsgehalt« oder von nachgeschobenen Entschuldigungen wie etwa »aus dem Zusammenhang gerissen«. Frauen dürfen das anscheinend, insbesondere die feministischen in Funk und Fernsehen.

Ich muss fast immer, wenn ich solche Ungeheuerlichkeiten lesen, laut loslachen. Dass jemand ernsthaft in der Öffentlichkeit solche Aussagen über Ausländer, Schwarze oder Juden tätigt, ist so jenseits von Gut und Böse, dass mich allein Vorstellung daran zum Lachen bringt, weil es einfach zu absurd klingt. Und genau über diese Schiene kann sich die Debatte einschleichen. Wie ich in einem Kommentar unter den letzten Beitrag der Serie schrieb:

Zu erkennen, dass einem derselbe Grütz mit nur ein paar ausgetauschten Wörtern unter verschiedenen Etiketten präsentiert ist, ist schon einmal ein wichtiger Schritt.

Dann noch darauf zu kommen, dass das ja in keinem Fall angemessen ist, ist mein frommer Wunsch an andere. Das wird bestimmt nicht immer klappen (und ich bin mir sicher, da ebenfalls irgendwelche Scheuklappen zu haben), aber wenn ich da nur einen einzigen Menschen zum Nachdenken bringe, hat es sich gelohnt.

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

Fundstücke mit Quellangabe einfach in die Kommentare schreiben!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? „I can’t believe the news today“ – das ist genau meine Reaktion, wenn ich den Test durchführe.

U2: Sunday Bloody Sunday (live)

Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 14

Ein Beispiel für eine ganz klassische männerfeindliche Argumentation zeigt der Stadtmensch in seinem Artikel „Ladenhüter Feminismus“ auf. Er zitiert und kritisiert den Artikel „Der Mann als Wille und Vorstellung“ von Selma Mahlknecht:

Der Feminismus beispielsweise kann per Definition nicht männerfeindlich sein. Er (…) bekämpft nicht den Mann als solchen. Der Feminismus, der eine Welt der Chancengleichheit und Partnerschaftlichkeit einfordert, unterstellt (…), dass Männer sehr wohl dazu in der Lage sind, in einer solchen Welt zu leben. Der Feminismus behauptet, dass Männer offene Haare und Miniröcke aushalten können, dass sie selbst nach Mitternacht und in dunklen Seitengassen fähig sind, Frauen, sogar schöne, unvergewaltigt ihrer Wege gehen zu lassen.

Das Schema dieser gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit lautet:
„Ich habe nichts gegen X, sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten“

Wie Christian Schmidt im gleichnamigen Artikel passend schreibt:

Und es wäre eben auch nicht weniger rassistisch, wenn man sagt, dass man „nichts gegen Schwarze hat, wenn sie eben nicht stehlen und vergewaltigen, sie könnten sich ja ändern“. Weil man eben eine Gruppe verurteilt und ihr bestimmte negative Eigenschaften unterstellt und nur den Einzelnen davon ausnimmt, wenn er sich exkulpiert.

Über diese Stelle musste ich immer lachen, denn sie erinnerte mich an einen Text, den ich vor fast 20 Jahren gelesen habe. Ein Team um Rainer Stenzenberger präsentierte eine Art Seifenoper im Internet mit Namen „Kleine Welt“: Heute mag es technisch trivial klingen, aber 1997 war es Pionierarbeit: Die Serie bestand aus den Texten aus der jeweiligen Perspektive des Charakters, passend bebildert mit Fotos von Schauspielern.

Aus der Riege der jungen Protagonisten stach einer hervor: Herr Schlüter, der Hausmeister. Seine Ansichten waren jenseits von Gut und Böse. Aus dem Gedächtnis heraus: Einmal gab es Krach in der Kneipe, weil sich einer in der Runde abfällig über Schwarze geäußert hatte. Schlüter hatte damals einen schwarzen Angestellten und schilderte, wie er seinem Kumpel fast eine geschallert hätte. Im Brustton der Überzeugung, dass er sich damit gegen Rassismus eingesetzt hätte, erzählte er, was er als Antwort gebrüllt hätte: Die Schwarzen könnten schließlich nichts dafür, dass sie dümmer seien als Weiße!

Es ist einfach ein wunderbares Beispiel für das Denkmuster „Ich habe eine positive Einstellung gegenüber Xsen, schließlich akzeptiere ich, dass sie minderwertig / von Natur aus böse sind“. Weitere Varianten bezogen auf Männer waren bei Alles Evolution zu lesen:

In Diskussionen, in denen es darum geht, ob Feminismus Männerfeindlichkeit ist, stelle ich häufig eine Frage:

Kannst du mir einen Artikel zeigen, der die positive Sicht des Feminismus auf Männer darstellt?
(…)
Tatsächlich habe ich aber als Reaktion hierauf noch keinen wirklich positiven Artikel gezeigt bekommen. Die Artikel haben eher den folgenden Inhalt:

  1. Wir hassen Männer nicht, wir glauben ja, dass Männer besser werden können.
  2. Wir hassen Männer nicht; einige Männer sind gut.
  3. Wir hassen Männer nicht; man kann sie umerziehen.
  4. Wir hassen Männer nicht; wir sind bereit, ihnen zu verzeihen, wenn sie hinreichend büßen und sich ändern.
  5. Mir persönlich bekannte Männer sind durchaus gut; leider sind nicht alle so.
  6. Männer sind nicht das Problem, sondern die Männlichkeit, also das Verhalten des typischen Mannes.
  7. Wie du als Mann aufhören kannst, ein schrecklicher Mann zu sein, indem du ein feministischer Ally wirst und deine Privilegien hinterfragst.

(Rechtschreibung und Zeichensetzung in der Liste leicht angepasst von mir.)

Es lohnt sich, hier einmal ungeschminkt die versteckten Grundannahmen (Präsuppositionen), die in diesen Aussagen enthalten sind, herauszuschreiben, ähnlich wie es Lucas Schoppe bei den „36 Fragen an Männer“ gemacht hat:

  1. Die meisten Männer sind schlecht.
  2. Männer einfach so – ohne Umerziehung – sind nicht zu ertragen.
  3. Männer als Gruppe haben Schuld auf sich geladen und können nicht so bleiben, wie sie sind.
  4. Wenn einzelne Männer gut sind, gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.
  5. Männlichkeit / typisch männliches Verhalten ist schlecht.
  6. Männer müssen sich ausdrücklich von den anderen Männern im allgemeinen distanzieren.

Jedem Menschen einer demographischen Gruppe abzusprechen, dass er einfach so ok ist, wie er ist – das ist schon ein starkes Stück. Aber auch von denjenigen, die nicht pauschal verurteilt werden wollen für das, was sie sind, zu verlangen, sich von den anderen Gruppenmitgliedern abzugrenzen, bevor man überhaupt in Erwägung ziehen kann, sie zu akzeptieren, ist der Hammer.

Aus einem Buch über Nationalsozialismus ist mir die Erzählung eines Zeitzeugen in Erinnerung geblieben, wie über einen fahrenden jüdischen Händler gesprochen wurde: „Das ist der gute Jude. Er ist Jude, aber er betrügt die Leute nicht.“ Natürlich ist das antisemitisch. Wie auch der Zeitzeuge selbst urteilte: Die positive Darstellung des einen wird dazu verwendet, die Gruppe an sich negativ zu charakterisieren.

Wenn man das Eingangszitat umformuliert mit einem Platzhalter, was würde wohl allgemein von diesem „X-ismus“ gehalten?

Der X-ismus beispielsweise kann per Definition nicht fremdenfeindlich sein. Er (…) bekämpft nicht den Ausländer als solchen. Der X-ismus, der eine Welt von Zucht und Ordnung einfordert, unterstellt (…), dass Ausländer sehr wohl dazu in der Lage sind, in einer solchen Welt zu leben. Der X-ismus behauptet, dass Ausländer offene Haare und Miniröcke aushalten können, dass sie selbst nach Mitternacht und in dunklen Seitengassen fähig sind, Deutsche, sogar schöne, unvergewaltigt ihrer Wege gehen zu lassen.

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

Fundstücke mit Quellangabe einfach in die Kommentare schreiben!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Na, zumindest sind einige Lieder mit Hass im Titel sehr melodisch…

The Pretenders: Thin line between love and hate