Warum ich dieses donnernde Schweigen zum Thema mache

MANNdat spricht an, dass das „Bundesforum Männer“ sich bislang nicht zum drohenden Aus der Gewaltschutzwohnung für Männer in Thüringen geäußert hat. Es reit sich damit ein in die allgemeine öffentliche Gleichgültigkeit.

Nun wäre der etwas naive Leser vielleicht verwundert: Moment mal, hat das Bundesforum Männer nicht ein beachtliches Budget und wäre dem Namen nach für die Anliegen von Männern verantwortlich? Ja, dem Namen es – der Praxis nach ist es eine Alibiorganisation, die vor allem dafür sorgt, dass keine andere offizielle Vertretung für die Probleme und Notlagen von Männern hochkommen kann, denn „es gibt doch bereits eine“. Ansonsten geht das Bundesforum Männer immer schön beiseite, wenn Aktivitäten oder zur Sprache bringen in irgendeiner Form Anliegen von Frauen in einem Sachverhalt eine niedrigere Priorität einräumen würde.

Wie Genderama neulich oder Lucas Schoppe schon vor drei Jahren schrieb: Donnerndes Schweigen hat Tradition.

Diese unglaubliche Stille, dieses „sich nicht einsetzen“, diese notwendigen Dinge, die nicht geschehen – sie sind nur schwer sichtbar zu machen, weil es ja nichts gibt, das man zeigen könnte. Deswegen muss das sozusagen „über die Bande“ geschehen: Ein Bedarf, eine Organisation, die eigentlich dafür da werde – und dann die ausbleibende Reaktion.

Insofern ein weiterer Treffer für MANNdat, wenn auch ein bitterer. Ich reihe diesen Sachverhalt ein in die Aktion „Eine Brille für Schwesig„.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Unsichtbare Männer – da fällt mir nur ein Lied ein, das mir ein wenig bessere Laune bereitet.

Queen: Invisible Man

Gastartikel: djadmoros über „The Red Pill“

Der inzwischen mehrfach preisgekrönte Film The Red Pill von Cassie Jaye wurde vor nach Berlin auch in Karlsruhe gezeigt. In den Kommentaren bei Alles Evolution schildert djadmoros seine Eindrücke, denen ich hier noch einmal an hervorgehobener Stelle einen Platz einräumen möchte (so dass wir hier etwas von ihm lesen, auch wenn er sich einen Arbeitsurlaub genommen hat):

Nur kurz im Telegrammstil:

Der Film selbst ist ganz hervorragend und lohnt sich unbedingt! Jaye stellt nicht nur die Positionen der (amerikanischen) Männerrechtsbewegung sachlich dar, sondern lässt auch den simplen Kontrast zu den Ansichten der interviewten Protagonisten der Frauenbewegung (Michael Kimmel, Katherine Spillar, »Big Red« und ein Soziologe, dessen Name ich schon wieder vergessen habe 🙂 ) für sich selbst sprechen, und sie macht ihren eigenen Lernprozess sichtbar. Die ganze Absurdität der feministischen Propaganda gegen die MRAs wird deutlich sichtbar. Ich hatte mir schon im Januar vorab die für das Frühjahr angekündigte DVD bei Amazon bestellt und werde das nicht bereuen.

Die Veranstaltung selbst war mit ungefähr 50 Anwesenden (davon über vierzig Männer und ein halbes Dutzend Frauen) gut besucht und hat den gewählten Raum in etwa gefüllt. Unter anderem waren Franzjörg Krieg vom VAfK Karlsruhe und Bruno Köhler von MANNdat anwesend, zudem ein sehr netter Wikimannia-Autor. Ungefähr ein Drittel der Zuschauer ist unmittelbar nach dem Film gegangen, die übrigen haben noch diskutiert – als ich selbst gegen halb elf gegangen bin, war noch ein gutes Dutzend übrig. Die Diskussion (die durch Moderation ein bißchen strukturierter hätte ablaufen können) kam vom Film schnell auf verschiedene Themen der Väterrechtler und der generellen Feminismuskritik, wobei keiner der Anwesenden feministische Standpunkte verteidigt hat.

Also anschauen, wer ihn sich anschauen kann – und wer sich die DVD zulegt, unterstützt eine Produktion, die es verdient hat!

Mitte diesen Monats sind außerdem noch zwei weitere Besprechungen erschienen, die ich ebenfalls erwähnen möchte:

  1. The Red Pill – eine Filmkritik von Dr. Bruno Köhler bei MANNdat
  2. Schwierigkeiten beim Abbruch von Schweigemauern – Cassie Jayes „The Red Pill“ bei man-tau

Hier im Blog gab es bereits folgenden Artikel zum Thema: „Netzfrauen“ machen Stimmung gegen „The Red Pill“.

MANNdat hatte Kritiken zum Film „The Red Pill” gesammelt.

Sebastian Wessels hat redpillberlin.de ursprünglich für die Berliner Aufführung eingerichtet und bloggt inzwischen dort.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Da die Analogie mit der roten Pille Bezug auf den Film Matrix nimmt, hier ein Stück vom Soundtrack.

Rob D: Clubbed to Death (Kurayamino Mix)

Fundstück: Eine Brille für Schwesig

MANNdat haut in letzter Zeit ordentlich Artikel raus und gibt sich dabei einerseits bissig, liefert andererseits aber auch Fakten. Gute Mischung!

Die neueste Aktion heißt „Eine Brille für Schwesig„. Der Sinn dahinter:

Warum sieht die deutsche Geschlechterpolitik nur Frauen? Vielleicht ist es nur eine Sehschwäche des politischen Establishments. In der Kampagne „Eine Brille für Schwesig“ wollen wir vom Internationalen Frauentag bis zur Bundestagswahl 2017 regelmäßig Denkanstöße liefern, die den Blick auf das unsichtbare Geschlecht immer ein Stückchen weiter schärfen. Die Kampagne können Sie auch auf Facebook oder Twitter verfolgen.

Und so muss man es wohl auch machen: Eigene Inhalte anbieten und gleichzeitig in den sozialen Medien präsent sein.

Der Witz ist: Natürlich braucht Manuela Schwesig keine Brille – was da geschieht, ist alles volle Absicht einer Überzeugungstäterin. Und natürlich wird Schwesig all die Ausführungen nicht lesen – ebensowenig wie sonst jemand vom BMFSFJ. Aber es wird genügend Leute auf der Galerie geben, die all das wahrnehmen werden, inklusive dem Ignorieren durch Ministerin und Ministerium. Insofern hat MANNdat auch eine gute Antwort gefunden auf all die desillusionierten Kritiker, die bemängeln, Aktive würden zu naiv an die Sache gehen.

Mal sehen, was noch unter dem Stichwort bei manndat.de oder dem Hashtag #EineBrilleFürSchwesig bei Twitter erscheint!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Sogar Buddy Hollys Brille hat man in der Zwischenzeit wiedergefunden – da kann es mit einer für Schwesig doch nicht so schwer sein!

Die Ärzte: Buddy Hollys Brille

Fundstück: Till Engel über die Männerrechtsbewegung

Ein junger Mann mit einem kleinen Youtube-Kanal macht ein Video über die Anliegen der Männerrechtsbewegung… und bekommt dafür sogar einen Preis, nämlich den Youlius 2017 in der Kategorie „Menschen und Blogs“, wie Genderama meldete. Gerade weil es ein kleiner Kanal ist, kann ihm ein wenig Aufmerksamkeit nicht schaden:

Till Engel: Wenn FRAUEN Männer schlagen… | Gesellschaftskritik

Das Video kam zustande über Kontakt mit dem Männerrechtler phaislum. Die Quellen werden in der Beschreibung genannt – leider keine Selbstverständlichkeit bei „großen“ Youtube-Kanälen (inklusive politischen Aktivisten), bei denen es auch gerne an der guten Quellenrecherche hapert.

Wie es bei MANNdat heißt:

Diesem jungen Videoblogger gelingt in knapp sechs Minuten das, wozu unzählige staatlich finanzierte geschlechterpolitische Protagonisten bis heute nicht fähig sind, nämlich objektiv die berechtigten Anliegen und Belange von Männerrechtlern ohne Hass und Diffamierung zu resümieren.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Dieser Liedertitel kam mir als erstes den Sinn…

Subway to Sally: Wenn Engel hassen

Fundstücke: Gender Pay Gap

Kurz und bündig – worum geht’s?

Summiert man die Löhne aller Männer und Frauen und bildet den Durchschnitt jeweils für ein Geschlecht, so ist der Unterschied zwischen diesen Durchschnitten der Gender Pay Gap (GPG). Das sind die Fakten, grob, nackt und ohne weitere Erklärung, auf die man sich allgemein einigen kann.

Als ideologischer und politischer Kampfbegriff wird der Gender Pay Gap verwendet, indem er mit zwei zusätzlichen Annahmen verbunden wird:
– Frauen bekämen weniger Lohn für dieselbe Arbeit
– Er sei ein Merkmal für die Diskriminierung von Frauen
Beides gibt der GPG so nicht her.

Aber wie ist die Faktenlage im Detail? Und wie läßt sich der GPG erklären? Dazu dient diese Quellensammlung.

die beste Quelle zuerst

Von Erzählmirnix stammt der beste Artikel zu dem Thema, inklusive dem Phänomen „Gender Equality Paradox„. Wer nur wenig Zeit hat, lese diesen!

Diskriminierungsthese längst erforscht

Bereits 1981 (!) argumentierte der Ökonom Thomas Sowell anhand eigener Forschungsergebnisse gegen die Idee einer allgemeinen Diskriminierung – in der Fernsehsendung Firing Line – „The Economic Lot of Minorities“ (auf Englisch; deutsche Besprechung im Blogartikel).

zwei Videos auf Deutsch

der Doktorant zum Gender Pay Gap
der Doktorant zum Gender Pay Gap, Teil 2

Equal Pay Day

Diesen Tag gibt es doppelt: Als Datum dienen sowohl am 19. März als auch der 02. November.

Bereits der Begriff „Equal Pay Day“ ist ein ideologischer Trick: Durch seine (doppelte!) Existenz und die Namenswahl wird die Idee verbreitet, „gleiche Bezahlung“ sei ein noch nicht erreichtes Ziel. Denn wenn schon so wäre, wozu bräuchte man dann überhaupt so einen Tag?

Das ist eine Steilvorlage für Gratismut. Das Lohngleichheitsgesetz ist reine Symbolpolitik, ohne wirklich etwas tun zu müssen (die politische Variante des „virtue signalling“: zeigen, dass man zu „den Guten“ gehört, ohne etwas riskieren zu müssen).

Statistik-Experten bezeichnen GPG-Behauptung als Unfug

Wie hier im Blog erwähnt, war der GPG Thema der „Unstatistik des Monats“ des RWI – Leibniz-Institutes für Wirtschaftsforschung. Inzwischen war er das sogar zweimal (letztere Meldung gefunden via MANNdat):

Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern? (Unstatistik Nr. 5 vom 03.04.2012)

Nichts dazugelernt – Equal Pay Day weiter falsch (Unstatistik Nr. 53 vom 31.03.2016)

Besserverdienende Frauen klagen gegenüber Männern

MANNdat zitierte und kritisierte Dr. Daniela De Ridder (SPD-Bundestagsabgeordnete), deren Jahresgehalt zum Zeitpunkt ihrer GPG-Behauptung etwa 263.000 EUR betrug, und stellte süffisant fest:

Fakt ist, dass eine Frau Dr. De Ridder Ende Februar schon mehr verdient hat, als ein männlicher Lkw-Fahrer im ganzen Jahr insgesamt verdient.

Der Doktorant kritisierte ein von Rundfunkgebühren finanziertes Video, in dem die sachlich falsche Aussagen von ungleicher Bezahlung wiederholt wird, und wendete sich in einem offenem Brief an die Öffentlich-Rechtlichen. Zwei schöne Zitate aus diesem Brief, die man zusammen lesen sollte:

[Suzie Grime] erklärt, dass die männlichen Zuschauer mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Geld für ihre Arbeit bekommen als sie.

Im einem kurz darauf folgenden Clip unterhält sich Suzie Grime mit einigen Möbelpackern über den Gender Pay Gap.
(…)
Suzie Grimes Gucci Handtasche, welche kurz zuvor im Video sekundenlang deutlich zu sehen ist, überschreitet das verfügbare monatliche Einkommen eines Möbelpackers mit hoher Wahrscheinlichkeit um mehrere Größenordnungen.

Materialsammlungen

von man in the middle – sehr ausführliche Hintergrundinformationen, da bleiben keine Wünsche offen:
Kampfbegriff „Gender Pay Gap“
Berechnung des GPGs
Erklärungsmodelle und Bewertung des GPGs
GPG: Propaganda und Debatten
Ergänzungen und Literatur zum GPG

MANNdat über Feministische Mythen: Lohndiskriminierung

beeindruckende Sammlung an Videos bei Alles Evolution

alle Beiträge zum Stichwort „Gender Pay Gap“ bei Alles Evolution (auch für die Zukunft), darunter:

Der Gender Gap

Berufswahl von Frauen und andere Prioritäten als Beruf

Ausnahmen

  1. der Fall Birkenstock – hier wurde Frauen tatsächlich weniger gezahlt für dieselbe Arbeit
  2. der Fall Janusz Korwin-Mikke – hier vertritt tatsächlich jemand diskriminierende Ansichten

Man achte bei diesen Fällen darauf, wie die Allgemeinheit darauf reagiert!

Diese Materialiensammlung wird weiter ergänzt.

Kurznachrichten vom 31.12.2016

1: Pünktlich vor den nächsten Silvesterfeiern feiert der gute alte Keuschheitsgürtel Wiederauferstehung, diesmal „Safe Shorts“ genannt.

„Steig in deine Safe Shorts, ziehe die ergonomisch verlaufenden reiß- und schneidfesten High-Tech-Schnüre fest, bis die Hose sitzt“, steht es auf der Website. Danach werden die Schnüre am Schließmechanismus fixiert, der an den Sirenen-Poweralarm angeschlossen ist. […] Sollte sich jemand an der Hose der Joggerin zu schaffen machen, geht die Sirene an und jault in einer Lautstärke von 130 Dezibel, was Angreifer in die Flucht schlagen soll. […]

Die Schnüre in der Hose, die übrigens aus demselben Material angefertigt sind wie kugelsichere Westen, sollen sich zumindest von Angreifern nicht ohne Weiteres aufschneiden lassen – angeblich nicht einmal mit einer Heckenschere.

Jetzt bin ich mal gepannt, ob das ein Verkaufsschlager wird.

2: In der Jungle World beschäftigt man sich ebenfalls mit Silvester, aber noch mit dem vergangenen. Hannah Wettig beschreibt darin, „wie der feministische Diskurs die Opfer der Silvesternacht im Stich ließ“.

Feministische Frauen initiierten das Bündnis #ausnahmslos, das sich gegen Sexismus und Rassismus gleichermaßen wenden sollte. Diese zunächst in der Sache plausible Reak­tion mutierte sofort zu einem antirassistischen Abwehrkampf gegen die Opfer. […]

Ohne dass es einen Hauch von Zweifel an der Masse der Zeugenaussagen gab, sagten Protagonistinnen des Bündnisses, man wisse überhaupt nicht, wer die Täter gewesen seien. Die Bloggerin Nadja Shehadeh beleidigte auf dem feministischen Blog Mädchenmannschaft die Opfer als Kartoffeln, die einen Italiener nicht von einem Araber unterscheiden könnten. Etliche Feministinnen im Umkreis des Missy Magazins relativierten das Ereignis, indem sie sinngemäß sagten, dass derartige Übergriffe jedes Jahr auf dem Oktoberfest vorkämen, ohne dass es jemanden störe. Schon im Januar konnte das niemand ernsthaft glauben, der sich auch nur einige wenige Zeugenaussagen angesehen hatte. […]

Es war aber kein linker Stammtisch, der sich mal eben spontan äußerte. Vielmehr war es eine Zäsur in der Geschichte der Frauenbewegung, ein Bruch mit entscheidenden Leitideen des Feminismus. Feministinnen glaubten den Opfern von sexu­eller Gewalt nicht, sondern relativierten die Taten. Wo einige noch die Herkunft der Täter abstritten, wiesen andere schon auf traumatische Fluchterfahrungen hin, um das Handeln der Männer zu erklären. […]

Flüchtlinge als politisch denkende und handelnde Menschen zu sehen, ist das Gegenteil von Rassismus. Trotzdem wird allen, die auf den Islamismus als Ursache hinweisen, Rassismus vorgeworfen – und das deutlich heftiger als denjenigen, die sich um eine Erklärung aus Kultur und Tradition bemühen.

Das hat Gründe: Häufig sind es Vertreterinnen islamischer Organisationen oder sogenannte Feministinnen mit Kopftuch, die antiislamistische Argumentationen als rassistisch geißeln. Ihre Argumente werden von Linken oft übernommen. Dabei sollte klar sein: Sie haben eine Agenda, und die ist ganz bestimmt nicht links.

3: MANNdat hat eine maskulistische Filmkritik von Dr. Bruno Köhler zu einem der letzten ARD-Tatorte mit dem Titel „Wofür es sich zu leben lohnt“ (ausgestrahlt am 4.12.) veröffentlicht. Das Urteil von Köhler:

Das übliche männerfeindlich-sexistische Frauenkino. Gute Opferfrauen gegen böse Tätermänner. Die Macher des Films lassen kein Klischee aus, damit beim Zuschauer zu keinem Zeitpunkt auch nur den Hauch von Zweifel an der Legitimität der brutalen Taten der Protagonistinnen aufkommen könnte. Die Ermordeten entsprechen dem Übelsten, was das derzeit politisch korrekte Feindbild zulässt – der Ausländer hassende Rechtspopulist, dessen Tochter zudem noch mit einem Ausländer anbändelt, der skrupellose, über Leichen gehende Unternehmer, der Hunderte armer Frauen auf dem Gewissen hat, der rücksichtslose, geldgierige Betrüger. Alle sind natürlich böse, alte, weiße Männer. […]

Der Film verherrlicht Gewalt, genauer gesagt, er verherrlicht Frauengewalt gegen Männer.

Merke: Wenn Frauen Gewalt gegen Männer ausüben, ist diese immer moralisch gerechtfertigt. Männer wollen dagegen nur Macht ausüben, wenn ihre Gewalt gegen Frauen geht. Die Klischees in der Filmwirtschaft und im Fernsehen sind seit Jahrzehnten immer dieselben.

4: Die ZEIT interviewt die DJane Susanna Kim und behauptet in ihrem Anreißer:

DJane Susanna Kim aka I am Kim Kong erzählt, wie es ist, professionell Platten aufzulegen. Und warum Frauen hier fehlen.

Na, da bin ich schon gespannt wie ein Flitzebogen, als ich endlich an die entscheidende Frage komme:

Frage: Was denken Sie, warum gibt es, gerade im Hip Hop, so wenig DJanes?

Kim: Ich glaube, dass es gar nicht so wenige DJanes gibt. Früher habe ich das aber auch so wahrgenommen. Umso mehr ich mit der Thematik zu tun habe, umso mehr DJanes lerne ich kennen. Ich habe allerdings das Gefühl, dass es viel mehr DJanes im Elektronischen Bereich gibt als im Hip Hop. Obwohl es mittlerweile einige Frauen gibt, ist der überwiegende Teil immer noch männlich. Genau sagen, woran das liegt, kann ich gar nicht, das finde ich selbst komisch. Vielleicht kommen Frauen nicht so oft drauf, dass man ja auch selbst auflegen kann.

Danke fürs Gespräch, liebe ZEIT, kann ich da nur sagen. Genau das, was versprochen wurde, wurde nicht geliefert.

Das ganze Gespräch macht auf mich den Eindruck, als ob Interviewerin Marcia Scharf unbedingt eine feministische Message herausquetschen wollte. Irgendwas nach dem Schema, die Männer lassen sie nicht richtig ran, Frauen müssen sich doppelt beweisen etc. Kein Wunder, der Artikel erschien ja zuerst bei Edition F. Nur zieht die Interviewte nicht so richtig mit. Auch die eher beschwichtigende Antwort auf die Frage:

Frage: Haben Sie schon negative Erfahrungen gemacht, weil Sie eine Frau sind?

Kim: Manchmal bekomme ich schon zu hören: ,Also für eine Frau bist ja gar nicht so schlecht.‘ Das passiert aber sehr selten – zum Glück.

muss natürlich zu der Artikelüberschrift

„Für eine Frau bist du ganz gut“

destilliert werden.

Nebenbei: Ich kann mich an kein einziges Interview erinnern, in dem ein Mann gefragt worden wäre, ob er in seinem Job negative Erfahrungen gemacht hätte, weil er ein Mann ist. Wahrscheinlich weil ein kleiner Teil denkt, das existiert gar nicht, weil Männer eh immer bevorzugt werden. Und der Rest denkt, da müsste man als Mann eben durch. Oder weil Kindergärtner, Erzieher, Grundschullehrer und Krankenpfleger so selten interviewt werden.

Fundstück: Girls‘ Year bei der Bundeswehr

In einem Kommentar bei „Mein Senf“ warb Christian Schmidt für einen Wehrdienst für Frauen:

man könnte einen Wehrdienst als ultrafeministisch aufziehen:
– lernen kämpfen
– brechen das Gewalt- und Waffenmonopol der Männer
– durchbrechen Geschlechterrollen
– härten sich körperlich und mental ab
– besetzen eine Männerstruktur und machen sie weiblicher
– im Krieg sind bekanntlich Frauen und Kinder die schlimmsten Opfer, eine hohe Frauenbeteiligung erlaubt Kontrolle und Einfluss auf das Kriegsgeschehen und damit auch reduzierung von Vergewaltigungen

Letzterer Punkt bezieht sich natürlich auf ein berühmt-berüchtigtes Zitat von Hillary Clinton, dankenswerterweise durch MANNdat dokumentiert mit Quellangabe und Kommentar in der „Champions League des Sexismus“. Ich hätte übrigens noch als Argument hinzuzufügen: Wenn Frauen wirklich friedliebender sind und an der Macht, kommt es doch gar nicht mehr so häufig zum Krieg! Das ist doch viel effektiver als ein „Sexstreik“!

Kommentator Bombe 20 gab dem Vorschlag noch einen knackigen Namen:

Eure Argumente dafür sind zwar zwingend, aber am Branding müßt Ihr noch arbeiten, wenn die Idee eine Chance auf Erfolg haben soll. Ich spreche mich deshalb ja schon seit Jahren (und zum heutigen Tag besonders passend) für ein Girls‘ Year bei der Bundeswehr aus.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Das folgende Lied bringt die Freuden des Armeedienstes doch perfekt herüber:

Status Quo: In The Army Now