Kurznachrichten vom 18.07.2017

1: Das Gunda-Werner-Institut der grünen Heinrich-Böll-Stiftung hat ein neues WIKI über die bösen „Antifeministen“ gestartet. Für uns ebenso eine wertvolle Hilfe für Links und Vernetzungsmöglichkeiten. 😉

Ich habe ein wenig darauf herum gesurft. Da gibt es inhaltlich sicher viel zu kritisieren, aber das ist mir jetzt zu müßig, um jetzt in Einzelfälle einzusteigen. Das kann gerne wer anders übernehmen. Es wird auch viel über Gestalten referiert, mit denen ich nicht viel gemeinsam habe. Allerdings liegt es natürlich im Interesse der Grünen, den Eindruck zu erwecken, das sei alles rechts bzw. extrem rechts, was diese „Antifeministen“ so treiben.

2: Auf die taz ist wirklich Verlass. Nach der Kölner Silvesternacht, wer waren da die Schuldigen? Natürlich nicht Zuwanderer aus muslimischen Staaten, sondern – Männer. Und nach den Krawallen vom G20 waren es natürlich auch nicht Linksextreme, sondern – Männer. Ja, warum sind wir nicht gleich darauf gekommen? Unter dem Titel „Problematische Kerle: Debatte um toxische Männlichkeit“ walzt Redakteurin Nina Apin eine der feministischen Lieblingserfindungen, nämlich besagte „Toxische Männlichkeit“ aus. Der Artikel beginnt so:

Junge Männer mit entblößten Oberkörpern stürmen wie von Sinnen einer Wand von Polizisten entgegen. Junge Männer mit wutverzerrten Gesichtern schmeißen mit Flaschen, Steinen, Gehwegplatten. Junge Männer treten, völlig enthemmt und aus vollem Halse Beschimpfungen brüllend, gegen Schaufensterscheiben, fackeln Autos ab, plündern Läden.

So geht das ganze 14 Absätze in ähnlichem Stil weiter. In den letzten zwei Absätzen versucht sie dann alibimäßig die Kurve zu kriegen, was aber nicht mehr als ein Feigenblatt ist, um den triefenden Männerhass ein wenig zu kaschieren:

Dringend reden muss man jetzt erst mal über das Verhältnis der radikalen Linken zur Gewaltfrage. […] Vieles an Hamburg war toxisch. Und nur manches davon hatte direkt mit problematischen Kerlen zu tun.

Ja, müsste man. Dumm nur, dass dafür jetzt in diesem Artikel kein Platz mehr ist. Einer der Kommentatoren lässt sich tatsächlich aufs Glatteis führen:

Danke für die die Ehrenrettung für uns Männer, sofern dies gewollt war.

Da weiß man nicht mehr, ob man lachen oder weinen soll, denn das war genau das Gegenteil einer „Ehrenrettung“.

Ich wette darauf, dass bei der nächsten Nazi-Gewalttat ausnahmsweise mal wieder die Ideologie bzw. Sozialisation Schuld sein darf und nicht nur das Geschlecht. Wer hält mit?

3: Ich habe neulich über die Vorgänge im Freiburger Frauenbad berichtet, wo nach einigen Streitereien wieder männliche Bademeister eingesetzt werden. Jetzt gibt es eine Petition dagegen mit dem Ziel, wieder nur weibliche Bademeister zuzulassen:

Der Einsatz von männlichem Personal schließe nicht nur gezielt viele muslimische Frauen aus, sondern treffe auch Frauen, die aufgrund von Gewalterfahrungen oder sich schlicht abseits von alltäglichen Blicken und Übergriffen eine Auszeit wünschten, heißt es weiter in der Petition. „Zu glauben und zu verdeutlichen, Ruhe und Sicherheit im Damenbad nur durch die Präsenz und Aufsicht von männlichem Personal zu leisten, ist zutiefst reaktionär und sexistisch.“

4: Breit in der Presse wurde vergangene Woche über die „Vertrauliche Geburt“ berichtet, die es jetzt seit drei Jahren gibt und die bisher über 300 Frauen genutzt haben, z.B. beim DLF Kultur, der RP und bei der ZEIT. Bei dieser Art der Geburt bleibt die Mutter anonym, allerdings kann das Kind ab dem 16. Geburtstag ihren Namen erfahren. Den Namen des Vaters leider nicht, und dieser kann auch nichts dagegen tun. Die Beiträge thematisieren das unisono noch nicht einmal.

5: Genderama hat am Sonntag über einen von Edition F in der ZEIT übernommenen feministischen Artikel berichtet, der die Frauenquote unterstützt. Eine Studie aus Schweden soll gezeigt haben, dass die Quote auch das Kompetenzlevel der Männer erhöhe in den Posten, die ihnen nicht durch die Frauenquote weggenommen werden. Und woran misst diese Studie die Kompetenz? Ganz einfach: am Einkommen. Eine Kernthese der Studie, die die feministische Autorin bejubelt, mit der die Studie auch steht und fällt, ist also die Korrelation zwischen Einkommen und Kompetenz. Ich finde diese These zwar diskutabel, aber doch leicht abenteuerlich.So einfach ist das sicher nicht.

Aber nochmal zum Mitdenken: Was genau bedeutet das für die Analyse des Gender Pay Gaps, wenn man vom Einkommen auf die Kompetenz schließen kann? Mehrere Kommentatoren bei ZEIT Online weisen dezent darauf hin, dass das doch ein grandioses feministisches Eigentor ist.

6: Nun wirds zweimal Off-Topic, die beiden Themen passen aber hervorragend zusammen: Im Münchener Stadtteil Sendling musste ein alteingesessenes italienisches Restaurant schließen, weil ihm offenbar auf Betreiben zweier SPD-Funktionäre aus dem Sendlinger Bezirksausschuss der Pachtvertrag von der Brauerei gekündigt wurde. Das Vergehen des Wirts: Er hat sich geweigert, ein paar Pegida-Leuten Hausverbot zu erteilen, die sich regelmäßig bei ihm trafen. Wobei diese weder randalierten noch agitierten. Der Wirt meinte dazu:

„Die Leute kamen einzeln. Sie reden unter sich. Soll ich jeden nach seiner Gesinnung fragen? Ich bin Wirt und kein Spion!“

Womit er vollkommen recht hat. Wenn das ein Ausrutscher wäre, wäre das schon schlimm genug, aber diese Art von Gesinnungsterror scheint mir derzeit leider typisch für die SPD zu sein. Ist es jetzt so weit, dass Wirte als Spitzel eingespannt werden, und wenn sie sich weigern, verlieren sie ihre Existenz? Ist es jetzt schon so weit, dass „Rechtspopulisten“ das Recht verwirkt haben, zusammen ein Bier in einer Wirtschaft trinken gehen zu dürfen? Und wer genau waren in dieser Angelegenheit die Fremdenfeinde? Die, die dem italienischen Wirt Umsatz beschert haben, oder die, die ihm die Existenz kaputt gemacht haben? Danisch hat auch was dazu.

7: Am Samstag trafen sich 6000 Anhänger der rechten Szene und feierten im thüringischen Themar ein Rechtsrockfestival. Um so etwas künftig zu vermeiden, will Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) das Versammlungsrecht einschränken. Noch gerade eben haben ebenfalls Linke als Reaktion auf die G20-Krawalle als Lösungsmöglichkeit eine Lockerung des Vermummungsverbots eingefordert.

Für mich klingt das wie: Wenn wir für den Weltfrieden plündern und brandschatzen, dann soll uns bitte möglichst nichts daran hindern, zumindest keine Identifikation durch die Polizei, aber Nazis sollten sich noch nicht mal zum Musikhören und Biertrinken treffen dürfen. Den dezenten Unterschied zwischen den beiden Veranstaltungen, nämlich dass das Nazi-Treffen völlig friedlich und ohne Probleme abgelaufen ist im Gegensatz zu den G20-Randalen, würde man am liebsten unter den Teppich kehren.

Also wenn man schon das Vermummungsverbot abschaffen will mit der Begründung, dass es deeskalierend wirke, weil dann die Polizei diese Straftat nicht mehr verfolgen müsse, wäre es nach dieser Logik nicht auch deeskalierend, wenn man den Hitlergruß wieder legalisieren würde?

Wie da auf der linken Seite der moralische Kompass so dermaßen ins Schleudern geraten ist und man sich mehr und mehr in Freund-Feind- und schwarz-weiß-Kategorien zurückzieht und nur noch die Wagenburg verteidigt, ist schon frappierend. Ihr Linken, egal ob Sozis, Grüne oder „Linke“ oder sonstwie parteilich ungebunden, ehrlich, Ihr habt in diesem Zustand einfach fertig, und das ist elendiglich traurig für mich, weil ich mich eigentlich noch ein wenig zugehörig fühle. Aber in diesem Zustand darf man Euch einfach keine Verantwortung mehr überlassen, so leid es mir tut.

Fundstücke: Gender Pay Gap

Kurz und bündig – worum geht’s?

Summiert man die Löhne aller Männer und Frauen und bildet den Durchschnitt jeweils für ein Geschlecht, so ist der Unterschied zwischen diesen Durchschnitten der Gender Pay Gap (GPG). Das sind die Fakten, grob, nackt und ohne weitere Erklärung, auf die man sich allgemein einigen kann.

Als ideologischer und politischer Kampfbegriff wird der Gender Pay Gap verwendet, indem er mit zwei zusätzlichen Annahmen verbunden wird:
– Frauen bekämen weniger Lohn für dieselbe Arbeit
– Er sei ein Merkmal für die Diskriminierung von Frauen
Beides gibt der GPG so nicht her.

Aber wie ist die Faktenlage im Detail? Und wie läßt sich der GPG erklären? Dazu dient diese Quellensammlung.

die beste Quelle zuerst

Von Erzählmirnix stammt der beste Artikel zu dem Thema, inklusive dem Phänomen „Gender Equality Paradox„. Wer nur wenig Zeit hat, lese diesen!

Diskriminierungsthese längst erforscht

Bereits 1981 (!) argumentierte der Ökonom Thomas Sowell anhand eigener Forschungsergebnisse gegen die Idee einer allgemeinen Diskriminierung – in der Fernsehsendung Firing Line – „The Economic Lot of Minorities“ (auf Englisch; deutsche Besprechung im Blogartikel).

zwei Videos auf Deutsch

der Doktorant zum Gender Pay Gap
der Doktorant zum Gender Pay Gap, Teil 2

Equal Pay Day

Diesen Tag gibt es doppelt: Als Datum dienen sowohl am 19. März als auch der 02. November.

Bereits der Begriff „Equal Pay Day“ ist ein ideologischer Trick: Durch seine (doppelte!) Existenz und die Namenswahl wird die Idee verbreitet, „gleiche Bezahlung“ sei ein noch nicht erreichtes Ziel. Denn wenn schon so wäre, wozu bräuchte man dann überhaupt so einen Tag?

Das ist eine Steilvorlage für Gratismut. Das Lohngleichheitsgesetz ist reine Symbolpolitik, ohne wirklich etwas tun zu müssen (die politische Variante des „virtue signalling“: zeigen, dass man zu „den Guten“ gehört, ohne etwas riskieren zu müssen).

Statistik-Experten bezeichnen GPG-Behauptung als Unfug

Wie hier im Blog erwähnt, war der GPG Thema der „Unstatistik des Monats“ des RWI – Leibniz-Institutes für Wirtschaftsforschung. Inzwischen war er das sogar zweimal (letztere Meldung gefunden via MANNdat):

Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern? (Unstatistik Nr. 5 vom 03.04.2012)

Nichts dazugelernt – Equal Pay Day weiter falsch (Unstatistik Nr. 53 vom 31.03.2016)

Besserverdienende Frauen klagen gegenüber Männern

MANNdat zitierte und kritisierte Dr. Daniela De Ridder (SPD-Bundestagsabgeordnete), deren Jahresgehalt zum Zeitpunkt ihrer GPG-Behauptung etwa 263.000 EUR betrug, und stellte süffisant fest:

Fakt ist, dass eine Frau Dr. De Ridder Ende Februar schon mehr verdient hat, als ein männlicher Lkw-Fahrer im ganzen Jahr insgesamt verdient.

Der Doktorant kritisierte ein von Rundfunkgebühren finanziertes Video, in dem die sachlich falsche Aussagen von ungleicher Bezahlung wiederholt wird, und wendete sich in einem offenem Brief an die Öffentlich-Rechtlichen. Zwei schöne Zitate aus diesem Brief, die man zusammen lesen sollte:

[Suzie Grime] erklärt, dass die männlichen Zuschauer mit großer Wahrscheinlichkeit mehr Geld für ihre Arbeit bekommen als sie.

Im einem kurz darauf folgenden Clip unterhält sich Suzie Grime mit einigen Möbelpackern über den Gender Pay Gap.
(…)
Suzie Grimes Gucci Handtasche, welche kurz zuvor im Video sekundenlang deutlich zu sehen ist, überschreitet das verfügbare monatliche Einkommen eines Möbelpackers mit hoher Wahrscheinlichkeit um mehrere Größenordnungen.

Materialsammlungen

von man in the middle – sehr ausführliche Hintergrundinformationen, da bleiben keine Wünsche offen:
Kampfbegriff „Gender Pay Gap“
Berechnung des GPGs
Erklärungsmodelle und Bewertung des GPGs
GPG: Propaganda und Debatten
Ergänzungen und Literatur zum GPG

MANNdat über Feministische Mythen: Lohndiskriminierung

beeindruckende Sammlung an Videos bei Alles Evolution

alle Beiträge zum Stichwort „Gender Pay Gap“ bei Alles Evolution (auch für die Zukunft), darunter:

Der Gender Gap

Berufswahl von Frauen und andere Prioritäten als Beruf

Ausnahmen

  1. der Fall Birkenstock – hier wurde Frauen tatsächlich weniger gezahlt für dieselbe Arbeit
  2. der Fall Janusz Korwin-Mikke – hier vertritt tatsächlich jemand diskriminierende Ansichten

Man achte bei diesen Fällen darauf, wie die Allgemeinheit darauf reagiert!

Diese Materialiensammlung wird weiter ergänzt.

Fundstück: Gender Pay Gap – der Fall Janusz Korwin-Mikke

Zum Mythos Gender Pay Gap hatte ich zuletzt über den Fall Birkenstock berichtet, bei dem tatsächlich einmal jahrelang Frauen für dieselbe Arbeit weniger gezahlt worden war als Männern. Meine Bewertung seinerzeit:

Das ist – wie man es auch dreht und wendet – genau der Fall, der für den Gender Pay Gap immer behauptet wird. Hier stimmt die Behauptung tatsächlich und auch wenn ich sie im allgemeinen für falsch halte, werde ich mich davor hüten, solche Fälle kleinzureden. Im Gegenteil, die Redlichkeit gebietet es, auch Sachen zu veröffentlichen, die dem eigenen Weltbild widersprechen.

Via Fefe wurde ich vor einigen Tagen auf die folgende Äußerung des polnischen EU-Parlamentariers Janusz Korwin-Mikke aufmerksam. Er soll sinngemäß allen Ernstes gesagt haben:

„Natürlich müssen Frauen weniger verdienen als Männer, weil sie schwächer, kleiner, und weniger intelligent sind.“

Nun muss man bei den Medien vorsichtig sein, ob sie nicht sinnverzerrend zitieren oder Leuten Aussagen in den Mund legen. Also habe ich mal nach einem Mitschnitt gesucht. Hier sehr kurz und knapp die relevante Passage:

Janusz Korwin-Mikke: „Frauen sind weniger intelligent“

Er hat es tatsächlich so gesagt. Mir fällt auch kein Kontext ein, in dem diese Aussage einen Sinn ergeben würde.

Für mich selbst ist die Sache damit schon klar, aber selbstverständlich läßt sich mein kleiner Test auch hier anwenden: Ersetzt man „Frauen“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ (und „Männer“ durch „Inländer“, „Weiße“ bzw. „Arier“), kommt eine fremdenfeindliche, rassistische oder antisemitische Aussage dabei heraus. Natürlich ist das Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) gegen Frauen.

Hier haben wir also in der Tat einen Fall, in dem jemand den Gender Pay Gap mit Sexismus begründet. Allgemein bin ich nicht der Meinung, dass Leute so denken oder handeln, aber ebenso wie der Fall Birkenstock muss das aus Gründen der Redlichkeit veröffentlicht werden.

Die Reaktionen fielen entsprechend aus. Wie die ursprüngliche Berichterstattung vermeldete:

EU-Parlamentspräsident Antonio Tajani teilte am Donnerstag mit, dass er eine Untersuchung eingeleitet habe. Mehrere Abgeordnete hätten ihn auf den Vorfall hingewiesen.

Korwin-Mikke drohen Sanktionen von einer Ermahnung über eine Geldstrafe bis hin zu einem zeitweisen Entzug der Stimmrechte sowie einem vorübergehenden Teilnahmeverbot für Aktivitäten des Parlaments.

Sprich, natürlich trifft er damit nicht auf breite Zustimmung, sondern harsche Ablehnung. Die überwiegende Mehrheit der Menschen findet das eben nicht ok.

Korwin-Mikke gehört keiner Fraktion im EU-Parlament an. In Polen ist er Vorsitzender der konservativen und europaskeptischen Partei Korwin.

Wenn jemand im EU-Parlament, wo sogar die Nationalisten und Rechtspopulisten Fraktionen bilden, alleine ist, und einer Partei angehört, die offenbar nach ihm selbst benannt ist, spricht das Bände: Der Mann gefällt sich in der Rolle als poltriger Provokateur und ist ansonsten ziemlich isoliert. Mit solchen Aussagen bekommt er leicht die Aufmerksamkeit, die er möchte.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Wenn aus Polen schon solch ein Grütz kommt, dann wenigstens zum Ausgleich ein wenig polnische Musik.

Lady Pank: Kryzysowa Narzeczona

Schon sieben Prozent Überwachungsstaat – Lohngleichheitsgesetz und Gender Pay Gap

Es folgt ein Gastartikel von Jonas G.

Wenn es einen toten Winkel gibt, der im Verdacht steht, unfeministische Unmoral zuzulassen, muss dieser ausgeleuchtet werden. In Zeiten des zunehmend autoritären Staatsfeminismus bedeutet das, dass ein Überwachungsstaat eingerichtet werden muss. Die Frauenquote war hierfür ein Anfang. Denn was braucht man, um zu garantieren, dass die gesetzlichen Frauenquoten in privaten Unternehmen durchgesetzt werden? Staatliche Kontrolle. Ein bisschen staatliche Kontrolle privater gesellschaftlicher Bereiche ist noch kein Überwachungsstaat. Aber viel und umfangreiche Kontrolle schon. Und auf diesem Weg befinden wir uns. Denn nun müssen sich die privaten Unternehmen wieder dem Auge des Staates entblößen und man sollte sich auf der Zunge zergehen lassen wofür. Für sieben Prozent irgendetwas.

Für sieben Prozent Steuerhinterziehung? Nein, das wäre ja noch halbwegs nachvollziehbar, denn das Geld gehört ja dem Staat. Für sieben Prozent zu wenig Feuerlöscher? Dafür würde man kein extra Gesetz erlassen, das die Unternehmensfreiheit weiter einschränkt, obwohl sieben Prozent Feuerlöscher zu wenig durchaus schlimme Folgen haben könnten. Nein, es handelt sich um sieben Prozent durchschnittlichen Lohnunterschied zwischen Frau und Mann, deren Ursache man nicht genau kennt und wo die Regierung vermutet, dass sie durch frauendiskriminierende Praktiken in den Unternehmen zustande kommen. Auch das, es sei klar und deutlich festgestellt, ist noch kein Überwachungsstaat. Aber das Lohngleichheitsgesetz, das neue Gesetz zur Beseitigung des bereinigten Gender-Pay-Gaps (bGPG) offenbart ein besorgniserregendes Verständnis von den Aufgaben und den Grenzen staatlicher Gewalt und zeigt damit: Der Überwachungsstaat wird kommen, denn wer vor der Frauenquote nicht zurückgeschreckt ist und danach noch eine zweite Salve auf die Unternehmensfreiheit abfeuert, der wird auch weitere nicht scheuen oder sogar für „überfällig“ halten. Dies eine Gesetz ist zwar nur ein kleines Mosaiksteinchen, das erst mal noch nicht viel anrichten wird, aber das Bild, das entstehen soll, ist schon ungefähr klar und weitere Steinchen werden folgen. Nun haben wir also für sieben Prozent irgendwas schon sieben Prozent Überwachungsstaat. Kurios übrigens, dass der feministische Staat durch das neue Lohngleichheitsgesetz nicht selber überwacht, sondern die Unternehmen verpflichtet, sich selbst zu überwachen und die Kosten für die dadurch entstehende Bürokratie selbst zu tragen. Das wäre so, wie wenn der DDR-Dissident die Wanze, die in seinem Wohnzimmer spioniert (weil die Stasi errechnet hat, dass eine siebenprozentige Wahrscheinlichkeit besteht, dass er Westradio hört) selbst kaufen und einbauen muss. Also liebe Frau Ministerin Schwesig, wie wäre es denn, wenn sie für ihre Marotten, die sie an den privaten Unternehmen auslassen, eine Ausgleichszahlung für den zusätzlichen Papierkram anbieten würden? Das wäre etwas lächerlich aber sehr gerecht.

Früher dachte ich immer, der Überwachungsstaat wird wegen der „Terrorabwehr“ eingeführt. Das wird er auch bestimmt, doch heute glaube ich, dass der feministische Überwachungsstaat noch schneller sein wird. Da wird heutzutage schon mal die gesamte (!) Privatwirtschaft unter den Generalverdacht des „Sexismus“ gestellt. Wie wär’s denn für 2020 mit Überwachungskameras in den Betrieben um „sexistische Kommentare“ und „Belästigung“ am Arbeitsplatz effektiv zu bekämpfen? Das Videomaterial muss von der Regierung und der Frauenbeauftragen des Unternehmens regelmäßig gesichtet werden. Ach so, und die Kameras muss natürlich der Arbeitgeber bezahlen, der kann das allen beschäftigten weißen heterosexuellen Männern dann vom Lohn abziehen, weil noch 0,7% bGPG übrig sind. Dann haben wir endlich Gerechtigkeit. Quatsch, sagen jetzt die sozialdemokratischen bis linksradikalen Gesellschaftsingenieurinnen und Gesellschaftsingenieure, ein bisschen Unfreiheit.. was soll schon passieren, es ist doch für eine gute Sache. Ein braves und fortschrittliches Unternehmen, das peinlich darauf achtet, genug Quotenfrauen vorweisen zu können und keinen statistisch erfassbaren bGPG zu erzeugen, hat ja schließlich nichts zu verbergen! Doch wer die Freiheit aufgibt um Gerechtigkeit herzustellen, wird am Ende beides verlieren. Abgesehen davon, dass „Gerechtigkeit“ hier Ansichtssache ist. Ist die Existenz eines bGPG denn überhaupt ungerecht?

Ich persönlich vermute, dass der bGPG hauptsächlich dadurch zustande kommt, dass Frauen in Gehaltsverhandlungen etwas zurückhaltender sind und auch gar nicht die Absicht haben, maximalen Lohn aus ihrer Arbeit herauszuholen. Traditionellerweise sind ja nicht sie die Hauptverdiener der Familie, sondern der Ehemann. Desweiteren werden Frauen bei schweren körperlichen Arbeiten aus offensichtlichen Gründen vielleicht durchschnittlich weniger bezahlt, was im bGPG nicht unbedingt berechnet wird. Und auch bei nicht körperlichen Arbeiten wird die Leistung des einzelnen Mitarbeiters nun mal zum Glück nicht durch staatliche Statistik, sondern durch den Unternehmer bewertet. Wenn ein Unternehmer hierbei „politisch unkorrekt“ bewertet, muss man diese Entscheidung akzeptieren, anstatt den Unternehmer pauschal unter den Verdacht des „Sexismus“ zu stellen. Es kann ja einfach sein, dass Frauen halt durchschnittlich (durchschnittlich!) etwas weniger oder weniger wertvolle Leistung erbringen und sie dementsprechend bezahlt werden. Das wäre doch kein Weltuntergang. Vielleicht aber ist ein großer Teil dieser sieben Prozentpunkte tatsächlich durch echte Diskriminierung bedingt. Vielleicht aber auch nicht. Wer weiß das schon? Niemand, denn die sieben Prozent sind ja nicht umsonst durch die Statistik nicht erklärt. Kann und muss man so was überhaupt wissen? Ist das nicht eigentlich ziemlich alberne Erbsenzählerei? Die These jedenfalls, dass das alles „Sexismus“ ist, der so fies und verheerend ist, dass der Staat gleich die Unternehmensfreiheit (die ein Grundrecht ist) beschneiden muss um ihn zu bekämpfen, ist
jedenfalls sehr gewagt. Aber warum denken Regierung und Öffentlichkeit so? Weil sie eine
paranoide Angst vor der Sünde des Sexismus haben. Weil ihnen die eigene Moral höher steht, als die Wirtschaftsfreundlichkeit, die politische Vernunft, die Freiheit und letztendlich das Grundgesetz. Und weil sie dumme Materialisten sind, den der Unterschied, ob sie nur einen Flachbildfernseher oder einen Flachbildfernseher mit Sky-Abo haben, äußerst wichtig und hochpolitisch ist. Kurz: Weil sie fortschrittliche Mainstream-Staatsfeministen sind.

Fundstück: Gender Pay Gap – der Fall Birkenstock

Zum Mythos Gender Pay Gap wurde bei Alles Evolution ganz nebenbei folgender Fall erwähnt: Bei einer Tochterfirma von Birkenstock bekamen weibliche Mitarbeiter jahrzehntelang (bis 2012) etwa einen Euro weniger je Stunde. Christian Schmidt beurteilte das so:

Darüber zu reden ist natürlich wirklich dumm und gehört dann auch, wenn tatsächlich das Geschlecht ein Kriterium für einen geringeren Lohn war, ohne das auf den jeweiligen Mitarbeiter geschaut wurde, entsprechend gestraft. Allerdings hatte es sich wohl um Altlasten aus der Vergangenheit des Unternehmes gehandelt, als die männlichen Mitarbeiter auch noch die körperlich anspruchsvolleren Aufgaben erfüllt haben.

Männliche Mitarbeiter bekamen früher eine andere, körperlich schwerere Arbeit, und wurden deswegen besser entlohnt. Inzwischen ist der Grund für die ungleiche Bezahlung weggefallen, es wurde also tatsächlich Frauen für gleiche Arbeit weniger bezahlt.

Das ist – wie man es auch dreht und wendet – genau der Fall, der für den Gender Pay Gap immer behauptet wird. Hier stimmt die Behauptung tatsächlich und auch wenn ich sie im allgemeinen für falsch halte, werde ich mich davor hüten, solche Fälle kleinzureden. Im Gegenteil, die Redlichkeit gebietet es, auch Sachen zu veröffentlichen, die dem eigenen Weltbild widersprechen.

Dass es einen historischen Grund für die echt ungleiche Bezahlung gibt, macht diese zumindest erklärbar – aber kein Stück akzeptabel. Im Gegenteil, da fällt einem doch die Kinnlade runter, wenn ein Unternehmen so schludert! Und ja, schludrig muss man es nennen dürfen, denn das war die Verteidigungslinie des Unternehmens, ansonsten wäre es ja Absicht und das wäre noch schlimmer.

Ich empfehle, den Artikel „Frauen verdienten bei Birkenstock weniger“ ganz zu lesen. Es ist schon sehr peinlich.

Allerdings eignet sich der Fall Birkenstock als Anschauungsmaterial dafür, wie es aussieht, wenn ein wirklicher Gender Pay Gap auftritt: Als die Ungleichheit aufflog, ergab das rund 100 Fälle vor dem Arbeitsgericht.

eckitake5 dazu in den Kommentaren bei Alles Evolution:

Der Fall Birkenstock, der nun auch schon einige Jahre zurückliegt, ist das einzige authentische Beispiel für Lohndiskriminierung, das mir überhaupt bekannt ist. Da haben im Westerwald die Geschäftsführung und der Betriebsrat jahrelang geschlafen und veraltete Tarifverträge durchgeschleppt. Die machen vielleicht gute Schuhe, sind aber sonst wohl nicht so auf Zack.

Dieses Beispiel wird von den Verfechtern des Gender-Pay-Gap nun immer wieder benutzt, um die These von der geschlechtsspezifischen Lohndiskriminierung zu illustrieren. Ansonsten: Nichts. Kein Urteil. Auch keine Reportage oder journalistisches Produkt, das am lebenden Beispiel aufzeigt, wie ungerecht Frauen bezahlt werden.
(…)
Meine Vermutung: Es gibt diese Fälle einfach nicht. Oder nur in winzigen Klitschen, die in irgendeiner Nische werkeln. Oder kennt jemand Beispiele?

Das möchte ich hier gerne wiederholen: Wann immer jemand einen Fall von tatsächlich ungleicher Bezahlung bei gleicher Arbeit findet, bitte hier in die Kommentare packen!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Da es um Schuhe ging…

Depeche Mode: Walking In My Shoes

Nostalgie-Fundstück: Thomas Sowell über das Gender Pay Gap

Zu dem Thema Mythos Gender Pay Gap hatte ich kürzlich noch einen Freakonomics-Beitrag von 2016 erwähnt. In einem früheren Kommentar zum selben Thema hatte Kommentator Matze auf einen Ausschnitt aus einer Fernsehsendung von vor mehreren Jahrzehnten verwiesen. Das fand ich so interessant, dass ich unbedingt die ganze Sendung sehen wollte, auch um den Kontext zu haben.

Firing Line – „The Economic Lot of Minorities“

William F. Buckley Jr. interviewt Thomas Sowell, Autor mehrerer Bücher („Ethnic America“, „Markets and Minorities“). Bei der Dame, die im zweiten Teil der Sendung Fragen stellt, handelt es sich um Harriet F. Pilpel. Sie wird vorgestellt unter anderem als Anwalt und Feministin.

Die Sendung wurde aufgezeichnet am 12. und ausgestrahlt am 15. November 1981 (laut ovguide).

Der Ausschnitt, den ich zuerst gesehen hatte, ist ab ca. 45:30-49:33 zu sehen. Relevant für das Thema ist aber auch 25:02-25:41 – auf diese Passage bezieht sich Sowell später auch ausdrücklich. Die im späteren Teil zitierten Daten sind von 1978.

Ich gebe im folgenden die Aussagen Sowells wieder, wobei ich sie meistens nicht als indirekte Rede kennzeichne. Wo ich mich mit meinem Anmerkungen nicht zurückhalten konnte, habe ich dies in kursiv getan. In einigen Fällen wird an verschiedenen Stellen in der Sendung mehrmals dasselbe Thema angeschnitten. Ich habe diesbezügliche Aussagen soweit es ging zusammengetragen. Es ist also nicht streng chronologisch!

IQ

Der IQ von Schwarzen liegt 15 Punkten unter denen von Weißen. Er erhöht sich mit ihrem sozioökonomischen Aufstieg. Es gibt keinen speziellen „IQ von Schwarzen“ und keine besonderen Faktoren bei ihnen.

Zum Vergleich: Jüdische Soldaten schnitten während des 1. Weltkriegs unterdurchschnittlich in einem Armeetest ab. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich das verändert.

Der IQ (auch einer Gruppe) ist also nicht festgelegt. Es gab in der Vergangenheit Gruppen mit Sprüngen von mehr als 20 Punkten in zwei Generationen.

ethnische Gruppen und Verdienst

Der „angelsächsische“ Anteil der Bevölkerung Amerikas liegt bei 15%. Zwar verdienen sie 105-106% im Vergleich zum Durchschnitt, aber andere Gruppen noch mehr:

Juden 170%
Japaner 132%
Chinesen 112%
Iren 103%
Westindier 94%
Schwarze 62%
Indianer 60%

Hierbei wurde das Alter nicht berücksichtigt. Gerade das wurde vorher als ein Faktor genannt, z.B. dass ältere Schwarze weniger verdienen als ältere Weiße, aber bei den jüngeren sich das angleicht.

Bestimmte Gruppen, die klar diskriminiert wurden, verdienen sogar mehr. Der Durchschnittsverdienst ist also nicht Folge von Diskriminierung.

der Markt als anti-diskriminatorisches Instrument

Buckley wirft dann auch die passende These in den Raum: Der Markt hat überhaupt kein Interesse an Diskriminierung. Sowells Erwiderung: Diskriminierung kostet – und einige Leute werden bereit sein, dafür zu zahlen.

Der Markt muss z.T. stark reguliert werden, um Diskriminierung aufrechtzuerhalten: In Südafrika gibt es Quoten für Weiße und die Firmen versuchten, Schlupflöcher zu finden, um doch mehr Schwarze anzustellen (weil diese weniger kosteten). (Ja, die Diskriminierung wird durch die Quote eingeführt, nicht etwa durch sie beseitigt!)

Typischerweise geht Diskriminierung von Regierungen aus. (Soviel zur Idee „Der Staat soll’s richten.“) Wer nicht auf Profit aus ist, diskriminiert leichter (Bildungssystem, früher z.B. nicht nur gegen Schwarze, sondern auch gegen Juden). Diskriminierung ist pandemisch, verbreitet „wie Sauerstoff“, wenn sie nicht viel kostet. Sport und Unterhaltung, wo es großen Wettbewerb gibt, sind offener.

Gerade weil die Regierung diskriminiert, läßt sich Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt schwer messen. Wenn etwa bestimmte Gruppen nur schlechte Bildung bekommen, dann werden es deren Mitglieder automatisch auf dem Arbeitsmarkt schwerer haben.

Politik, Armee und Universitäten

Als Aufhänger diente die geringe Anzahl von Frauen in hohen politischen Ämtern. Darauf entgegnet Sowell: Regierungen sind nie ein genaues Spiegelbild gesellschaftlicher Gruppen. Das sind Armeen ja ebenfalls nicht! Das gilt auch nicht für Studenten, Doktoranden an Unis.

Dinge wie eine politische Karriere schließen andere Sachen aus, weswegen auch Sowell selbst keine angestrebt hat. Frauen in der Wissenschaft (mit Karriere) sind deutlich seltener verheiratet, häufiger geschieden (als sonstige Frauen oder männliche Wissenschaftler).

Werbung und Fernsehkonsum

Es gibt demographische Analysen über Fernsehkonsum, damit die Werbung stimmt. Die Werbung folgt den Interessen der Leute, nicht umgekehrt. (Soviel zur Allmacht der Werbung!)

Selbst bei Sachen, die vollständig der individuellen Kontrolle von Leuten unterliegen, zeichnen sich große Unterschiede ab. Wo ist das Werteproblem, wenn Leute unterschiedliche Dinge tun (im Unterschied zu „andere Leute davon abhalten, etwas zu tun“)?

Gender Pay Gap, erste Passage (25:02-25:41)

Dinge wie unterdurchschnittlich viele Frauen / Schwarze in politischen Ämtern sagen erst einmal gar nichts. Wenn es Hinweise auf Diskriminierung gibt, dann soll man Beweise vorlegen. Am besten ist es, die vernünftigste Erklärung unter den bekannten Umständen anzunehmen.

Leider wird genau umgekehrt argumentiert: Man schaut auf Prozentzahlen (Politik/Verdienst) und folgert daraus auf Diskriminierung, ohne auf die Bedingungen zu achten.

In Wirklichkeit sollte man gleiches mit gleichem vergleichen, also z.B. Frauen, die dauerhaft Vollzeit arbeiten. Dann verschwinden die Unterschiede, ja, Frauen verdienen sogar z.T. mehr.

Leider werden viele Faktoren üblicherweise nicht berücksichtigt: Begabung, Ausbildung, Alter…

Die Unterschicht selbst entscheiden lassen?

Spannenderweise fragt die Feministin, ob es denn wirklich eine gute Idee sei, bei den armen, ungebildeten Schwarzen die Eltern Entscheidungen treffen zu lassen. (Genau so sieht für mich Arroganz der Eliten aus!) Sowohl Buckley als auch Sowell befürworten eine Entscheidungsfreiheit etwa bei der Bildung. Gerade Sowell plädiert aus eigener und allgemeiner Erfahrung, dass solche Eltern wollen, dass es ihren Kindern besser gehe.

Gender Pay Gap, zweite Passage (45:30-49:33)

Pilpel sieht Diskriminierung gegen Schwarze und Frauen, Sowell verweist auf das, was er vorher gesagt habe. Unter gleichen Umständen verdienen Schwarze sogar mehr. Pilpel behauptet, Frauen verdienten weniger für die gleiche Arbeit, Sowell verneint dies und fordert, gleiches mit gleichem zu vergleichen. Bei gleichen Faktoren verdienen Frauen z.T. mehr.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Die Musik aus der Sendung klingt in besserer Qualität viel schöner!

Brandenburg Concerto No. 2 in F major, BWV 1047 (Freiburger Barockorchester)

Fundstück: Freakonomics über „Gender Pay Gap“

Gefunden via Genderama: Freakonomics berichten über die wahre Geschichte des Gender Pay Gaps. Angenehmerweise gibt es die gesamte Sendung als Text zum Nachlesen.

Die Ökonomin Claudia Goldin zerlegt dabei den Mythos Gender Pay Gap. Die wesentlichen Punkte:

  • Im Großen und Ganzen bekommen Frauen nicht weniger Geld für die gleiche Arbeit.
  • In der Vergangenheit gab es durchaus Diskriminierung, auch etwa gegen Schwarze, bei denen Firmen direkt gesagt haben, dass sie diese nicht einstellen wollen.
  • Direkt nach der Ausbildung sind die Löhne gleich; sobald ein Kind geboren wurde, arbeiten Männer (im Schnitt!) härter.
  • Mehr Zeit haben zu wollen und zeitliche Flexibilität sind ein wesentliche Faktoren für Einkommenseinbußen.
  • Der Wunsch nach Flexibilität spiegelt sich auch in der Stellenwahl wieder.
  • Unterschiedliche Berufe selbst machen aber nur 25% der Unterschiede aus; ein Großteil fällt auf die Arbeitsbedingungen innerhalb desselben Berufes wie Anzahl der geleisteten Stunden zurück.
  • Claudia Goldins Partner hat denselben beruflichen Hintergrund; sie verdienen auch fast gleichviel – sie etwas mehr.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? „Freak“ ist eigentlich ein sehr negatives Wort, spielt in etwa derselben Klasse wie „Creep“. Aber selbst dafür findet sich noch ein Lied…

H-Blockx: Go Freaky

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