Das eskalierte schnell – die Tugendfurie Jasna Strick

Gestern stolperte ich über den Beitrag der Tugendfurie in der Süddeutschen. Ich fand den ziemlich dämlich und wollte dazu noch was schreiben. Aber das haben ziemlich schnell andere getan. Arnes Gastbeitrag zum Beispiel und in den von ihm verlinkten Facebookbeitrag ist allein in den Kommentaren schon alles gesagt. Nicht im Patriarchatsverteiler ist Don Alphonso und sein Beitrag ist auch sehr lesenswert. Er ist wie immer bissig, auf den Punkt und hat gut recherchiert.

Aber eigentlich fasse ich es immer noch nicht. Überprivilegierte Genderistin mit durchschnittlichen Abschluß in Orchideenfach und zweifelhafter Selbstdarstellung im Netz findet mal wieder an den Haaren herbeigezogene Gründe, warum die Gesellschaft so schlecht zu ihr ist. Dabei ist sie doch schon seit ein paar Monaten auf der Suche.

Ich finde es ja ganz gut, daß sich potentielle Arbeitgeber so wahrheitsgetreu im Netz über ihre Kandidatin informieren können, aber im Gegensatz zu anderen bin ich mir ziemlich sicher, daß sie durch ihr Oldboysnetzwerk, äh, feministische Solidaritätsgemeinschaft einen ordentlich bezahlten Job bekommt. Der Stadtfuchs hatte ja mal eine kleine Liste von Frauenvereinen zusammengestellt. Die haben alle Bedarf an netzfeministischen Haterinnen. Und mein Artikel gehört ihrer Meinung wahrscheinlich zu den Beiträgen von Maskus, die ihren Ruf schädigen. Und da hat sie ja einschlägige Kompetenz.

Zum Schluß noch was anderes: Herzlichen Glückwunsch, Adrian! Du hast es in hatr.org hineingeschafft.

Eure Titten werden meine Meinung nicht verhindern. Denn Eure Titten beeindrucken mich nicht 🙂

Klarer Fall von Hass.

Njasch-mjasch – die Krim hat eine hübsche Generalstaatsanwältin!

Diesmal habe ich es – zum Teil erkältungsbedingt – nicht geschafft, rechtzeitig zu meinem Termin einen Blogpost fertig zu stellen. Daher lenke ich heute das geschätzte Publikum in populistischer Weise von meinem Versäumnis ab, indem ich ein munteres Liedlein über die ausnehmend gutaussehende amtierende Generalstaatsanwältin der Krim, Natalja Wladimirowna Poklonskaja, verlinke. Da ich damit – obwohl sie zwischendurch ihre Beine in russischen Schaftstiefeln versteckt – höchst mutmaßlich den Tatbestand der sexistischen Ausbeutung eines weiblichen russischen Staatsbeamten erfülle, bin ich hinsichtlich zu erwartender ruppiger Attacken und Kommentare seit heute Morgen teilmobilisiert und voll abwehrbereit!

Außerdem kann ich euch nicht jedes Mal in den Siebenmeilenstiefeln des Begriffs durchs Theoriegestrüpp jagen.
Weiterlesen „Njasch-mjasch – die Krim hat eine hübsche Generalstaatsanwältin!“

Fundstück: Die typische Romantic Comedy

Das Geschlechterallerlei ist heute ein Jahr alt geworden und beinahe hätte ich die Gelegenheit verpasst, einen Artikel zu schreiben! Bei Alles Evolution wurde neulich noch Der Schleimbeutel erwähnt, da kann ich auf einen weiteren Beitrag der Fernsehsendung „Walulis sieht fern“ hinweisen:

Die typische Romantic Comedy

In der ganzen Folge wird das noch schön eingerahmt (zu sehen zwischen 05:00 und 10:12) mit Einleitung und Nachspiel:

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal mit einem Lied, das „Ein Jahr“ im Titel trägt.

Queen: One Year of Love

Jetzt mit 133 Prozent Sexismus mehr

Tina Grolls letzter Aufkreisch sollte eigentlich noch in meine Sammlung von Kommentaren, die die Schreiber bloßstellen. Der Artikel, der den Busengrabschern dieser Welt einen Freifahrtschein ausgestellt hat. Aber der ist ihr ja insgesamt ziemlich um die Ohren geflogen, unter anderen bei Christian und Bettina Hammer auf Telepolis. Spar ich’s mir.

Daher wollte ich nur kurz vermelden, daß in meinem letzten Beitrag über Alltagssexismus.de jetzt noch viel mehr schröcklicher Sexismus drin ist. In den Kommentaren natürlich, in denen ich noch ein paar Beispiele aufgefangen habe.

Fundstück: Abstruse Goose

Über einen Kommentar bei Alles Evolution bin ich auf „Abstruse Goose“ aufmerksam geworden, eine Comicserie. Einige der Beiträge drehen sich um verschiedene Themen rund ums Geschlechterallerlei. Normalerweise würde ich mehr Details nennen, aber manchmal ist das die Pointe der Comics. Viel Spaß beim Lesen!

The Future of Dating

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal sogar mit zwei Liedern, schließlich wäre das beim letzten Mal wirklich nicht angemessen gewesen. Beim ersten Lied finde ich das Video spannender, beim zweiten den Text.

Alanis Morissette: Precious Illusions

Fettes Brot: Jein

Warum ein Aufkreisch nicht reicht

Alltagssexismus.de. Sexismus ist keine Bagatelle, sondern ein ernsthaftes Problem, das wir nicht akzeptieren wollen.

getriggert von meinem letzten Beitrag hier habe ich mich noch ein bisschen auf der Site umgeschaut. Ja, es sind einige wirklich ernste Fälle dabei. Aber zwischendurch kommen immer wieder Beiträge, die einen irgendwo zwischen Belustigung und Verzweiflung stehen lassen. Bisher hatten wir Frauen ohne Prozentrechnung, Frauen die keine Waschmaschine bedienen können, sowie Frauen die sich darüber beschweren, daß sich alleinerziehende steuerlich besser stellen als Unterhaltszahler. Die feministische Kommentarmoderation ist doch sonst so auf Zack?

http://alltagssexismus.de/posts/view/7977

Produkte

Der Otto-Versand hat momentan ein T-Shirt im Angebot, auf dem steht „In Mathe bin ich nur Deko“ – im Kindersortiment. Auf dem Foto ist ein lächelndes Mädchen abgebildet. Mal ehrlich, wir kommen die darauf, so etwas zu entwerfen/zu verkaufen? Was soll das dem Mädchen sagen, das es gekauft bekommt und tragen soll – du bist ne Null, dass nur Jungs Mathe können, ist doch klar!?! Ich warte auf das Pendant der Frauenkollektion – ein T-Shirt mit der Aufschrift „Im Büro bin ich nur Deko, aber Kaffee kann ich gerne für euch kochen“.

Ein bisschen googeln und da kommt bei raus, daß diese „sexistischen“ Sprüche auch in einer Jungsversion existieren. Und das Leute das Lustig finden.

http://alltagssexismus.de/posts/view/7719

Anonym

Dass ich mich als 12-jährige tatsächlich geschmeichelt fühlte, als der widerliche, alte Reitlehrer mit Unterton in der Stimme während des Unterrichts meinte: „Streck doch mal die Beine besser durch, deine sind ja so schön lang“ – und ich erzählte das tatsächlich stolz meiner Mutter, die sich auch tatsächlich freute, dass ich von runtergekommenen, älteren Männern als „attraktiv“ betrachtet wurde ……….

Das Clooneysyndrom bei der Arbeit? Ageism? Ist man jetzt schon ein schmieriger alter Sack wenn man zu einer 12-Jährigen freundlich ist?

http://alltagssexismus.de/posts/view/7590

Hier haben wir eine gewalttätige Psychopathin, die die Freiheit anderer nicht aushält. Ach Kind, die Schläge tun mir mehr weh als dir…

B.

Mich machts extrem wütend, dass das internet überflutet wird von extrem gewalttätigen pornos, in denen es nur mehr um macht und ausbeutung geht statt darum, verschiedene und vielfältige, konsensuelle zugänge zu sexualität zu zeigen. Und keine*r unternimmt was dagegen, außer irgendwelche christenfundis.
***
Ich hab in meinem leben mit sehr vielen männern geschlafen, weil ich dachte „das gehört sich halt so“ und nicht nein sagen konnte. Mittlerweile fühlt es sich auch mit liebenswürdigen, wertschätzenden männern* so an, als würd ich überrumpelt werden, eine geste war zu schnell oder eine kleine handlung nicht nachgefragt, und ich blocke ab – im moment schlafe ich aus den gründen nur mehr mit frauen* und queers (bin selbst genderqueer, weiblich sozialisiert) weil ich angst habe, dass mit meinem körper noch einmal etwas passiert, was ich nicht will.
***
Neulich auf nem konzert macht eine frau* mit ihrem freund gemeinsam pausenlos widerliche homophobe kommentare ggü meiner freundin u mir, keiner der umstehenden sagt was/greift ein bis ich dann beiden ins gesicht schlage, dann war ruhe. Es fühlt sich nicht toll an, menschen weh tun zu müssen, aber in dem fall wars selbstschutz und ich will solchen arschlöchern keinen raum zugestehen. Trotzdem…ich lauf angespannt wie ein aufgeklapptes messer herum und hab oft (psychosomatisch) rücken- und kopfschmerzen, weil ich mich manchmal „zu viel“ mit feministischen themen auseinandersetze.

Im folgende lesen wir den Aufkreisch einer Frau, die es nicht fassen kann, daß Männer immer noch frei herumlaufen dürfen. Und daß sie Angst vor harmlosen Männern haben muß.

http://alltagssexismus.de/posts/view/8041

Anonym

Gestern war ich auf dem Weg zur Bushaltestelle als ich plötzülich den Atem eine Mannes in meinem Nacken spürte. Er roch nach Schweiss, Bier und Knoblauch.
Seine Schritte wurden immer schneller. Ich dachte schon dartan, mich mit den Möhren vom WOchenmarkt verteidigen zu müssen. Gottseidang stellte sich heraus, dass der Macker auch nur den Bus kriegen wollte.
Damit wollte ich euch vereutlichen, dass die Angst vor sexuellen Übergriffen derart allgegenwärtig ist, dass sie uns Frauen auch in scheinbar alltäglichen Situationen beherrscht.Also nur ein weiteres Mittel der Unterdrückung ist, das Männer zu ihren Gunsten einsetzen.

Keep on fighting Femininjas!

http://alltagssexismus.de/posts/view/8029

Auch der folgende Eintrag beschäftigt sich damit, daß Frauen Angst vor Männern haben. Oder halt, daß sie doch keine Angst vor Männern haben müssen.

Alleinurlauberin

Meine Vorstellungen vom Reisen unterscheiden sich ein bisschen von denen der meisten. Ich fahre einfach mit dem Auto (Transporter) in eine interessante Gegend, schlafe im Auto und schaue mir unterwegs an, was sich Interessantes ergibt, so bin ich unabhängig von Hotelbuchungen, Campingplatz-Öffnungszeiten etc und billiger ist es auch. Dabei interessiere ich mich mehr für Historie (Kirchen, alte Städte und Burgen) und Natur (aber keine Extremtouren) als für Shopping und Nachtleben. Bisher war ich immer nur in Deutschland und Österreich; einmal, im August 1999, bin ich auch nach Ungarn an den Plattensee gefahren, um die Sonnenfinsternis zu erleben, da hier unsicheres Wetter war.
Vor allem aber fahre ich am liebsten allein. Ich habe auch schon allein nächtliche Vollmond-Waldwanderungen unternommen.
Mir ist dabei nie etwas schlimmes passiert.

ABER wenn ich davon erzähle, kommt nebst der Frage, ist das nicht langweilig ganz allein, IMMER noch – mit großer Verwunderung – eine zweite: Hast du nicht Angst, als Frau ganz allein unterwegs?
Um es nochmal klarzustellen: Ich bin in normalen Forstwäldern und in Gebieten mit guter Infrastruktur unterwegs, nicht im Amazonasurwald oder in einem Kriegsgebiet. Dennoch wird davon ausgegangen, dass es für mich als Frau gefährlich sei, so allein zu reisen, und es wird sich über meinen Mut verwundert.
Ich finde es traurig und zutiefst beschämend, dass es noch im 21. Jahrhundert, in unserem tollen zivilisierten Mitteleuropa, offenbar als Normalzustand angesehen wird, dass eine Frau, die allein reist und besonders nachts allein unterwegs ist, sich zu fürchten hat.

Wirkich sexistisch ist natürlich auch, daß Migrantinnen die Möglichkeit haben, schwanger zu werden und eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Äh? Ist das der feministische Flügel der Pegida?

http://alltagssexismus.de/posts/view/8031

Anonym

…dass mir als Migrantin immer wieder geraten wird, einen Deutschen zu heiraten oder schwanger zu werden, um eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. (Und ich habe bereits einen Hochschulabschluss und einen guten Job.)

Und hier war wohl der Zensor pinkeln, wie Fefe sich ausdrücken würde. Ja, Fördermaßnahmen die Eintrittskarten nach Geschlechtsteilen vergeben sind tatsächlich sexistisch. Ob sie das wirklich auch so gesehen hat? Oder wollte sie sich nur über irgendwas aufregen?

http://alltagssexismus.de/posts/view/7984

Karriereknigge für Frauen

Heute in der Zeitung gelesen:

„Karriere-Knigge für Frauen

Im Rahmen der Informationsveranstaltung „Karriere-Knigge für Frauen“ am Dienstag, 12. März, um 9 Uhr im XXX, gibt eine Expertin wichtige Tipps und Hinweise zum Verhalten im Berufsalltag. Der erste Tag im Job und der Umgang mit Kollegen und Vorgesetzten ist ebenso Thema wie der Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern, seriöse Kleidung, moderne Kommunikation, Netzwerke und Small-Talk. Die Veranstaltung ist kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung bei: XXX.“

Aha, seriöse Kleidung … moderne Kommunikation … Netzwerke … Small-Talk. Extra für Frauen – whow! Wie peinlich …

Auch Männer würden davon profitieren, wenn sie wüssten, wie sie sich im Job angemessen verhalten würden. Aber offenbar wissen diese ja intuitiv, wie sie Karriere machen. Vielleicht wäre für sie ein Seminar angemessen, wie man sich einfach korrekt im Job verhält. Damit wäre allen sehr gedient.

http://alltagssexismus.de/posts/view/10479

Die Botschaft für diese Frau ist wohl, daß Männer keine Produkte für Intimhygiene kaufen und nicht mal eine Scheide haben. Das könnte einiges erklären.

Anonym

die 3 Regalmeter mit „Intimwaschlotion – creme, -parfum, -deodorant, …“ in jedem Drogeriemarkt. Bei Budni in Hamburg gibt es derzeit 11 (!) verschiedene Produkte dieser Art, und zwar ausschliesslich für Frauen gedacht. Entsprechende Produkte zur „Intimhygiene“ für Männer gibt es nicht. Botschaft??!?

http://alltagssexismus.de/posts/view/10723

So buchstabiert man Gewaltfrei: F-E-M-I-N-I-S-M-U-S.

la volpe

http://www.das-maennermagazin.com/

Das macht mich als Frau mit gewaltfreier Gesinnung so wütend, dass ich den Betreiber dieser Seite am liebsten grün und blau schlagen würde!

Voll gemein. Keine Wichshefte in Männerklos. #Aufschrei!

http://alltagssexismus.de/posts/view/10814

Aus Hamburg

Nur eine Kleinigkeit: In letzter Zeit habe ich mehrfach auf der Toilette von verschiedenen Lokalen Deo, Haarbürste, Haarspray oä zur freien Verfügung gefunden. Auf den entsprechenden Männertoiletten ist das nicht der Fall. Über Tampons freue ich mich ja bei Bedarf sehr, aber irgendwie stört es mich, dass ich bei den anderen Utensilien erstmal anfange zu überlegen, ob ich gut genug rieche, die Haare sitzen etc. Ist ja sicher nett gemeint, aber ich will doch nur aufs Klo und keine Selbstoptimierung betreiben.

Ach ja. Feminismus. Seufz.

Feminismus und Vernunft

☨auschfrei

Kann es einen rationalen bzw. „vernünftigen“ Feminismus geben?

Es fällt mir schwer, mir das vorzustellen, und es kommt sicherlich darauf an, wie genau man „vernünftig“ in diesem Kontext definieren will.

Um von mir als „vernünftig“ akzeptiert zu werden, müsste er zumindest die folgende, notwendige (nicht jedoch hinreichende) Bedingung erfüllen:

Er dürfte nicht darauf ausgerichtet sein, Männer und Frauen gegeneinander aufzuhetzen, sondern müsste stattdessen auf ein harmonisches Miteinander fokusiert sein.

Aber könnte man solch ein Konstrukt überhaupt noch als „Feminismus“ bezeichnen, wenn auch die Belange von Männern in vergleichbarem Maße berücksichtigt würden?

Ursprünglichen Post anzeigen