Bahar Mustafa wirft hin

Bahar Mustafa, student union welfare and diversity officer at Goldsmiths University, London, die Anfang dieses Jahres dadurch auffiel, dass sie #KillAllWhiteMen twittete und dafür immerhin verhaftet wurde, und außerdem weiße Männer von Versammlungen der Goldsmiths student union (GSU) ausschließen wollte, hat ihren Job aufgegeben. Offensichtlich deshalb, weil sie ihre Chefin, die Präsidentin der GSU, Adrihani Rashid, ebenfalls angegangen ist, und dafür auch beschuldigt wurde. Rashid hatte einen Tag vorher hingeworfen. Im Zuge der Affäre nahmen auch zwei weitere Mitglieder der GSU, Redakteure der Studentenzeitschrift The Leopard, Editor-in-Chief Sabrina Sharif and Comment Editor Zak Thomas ihren Hut.

Im Zuge der Bekanngabe ihres Rücktritts auf Facebook verkündet Mustafa selbstverständlich, das Opfer von „bullying“ und „harassment“ zu sein.

Gleichzeitig verteidigt sie weiter den Hashtag:

‚I never actually tweeted it – but I don’t condemn it either. The #KillAllWhiteMen hashtag is something that a lot of people in the feminist community use to express frustration.‘

She added: ‚I am absolutely for free speech and I think that these people who accuse me have a very misguided understanding of free speech.‘

Free Speech, soso. Man muss schon viel Chuzpe aufbringen, um eine so sexistische und rassistische Parole mit dem Argument von Free Speech zu verteidigen.

Würde Mustafa einen Hashtag #RapeAllWomen auch als Free Speech verteidigen? Selbstverständlich nicht. Mustafa gehört genau zu der Sorte Social Justice Warriors (SJW), die auf der anderen Seite nicht nur so einen üblen Hashtag, sondern auch jegliche sachliche Kritik an ihrer Ideologie als „Hate Speech“ brandmarken und am liebsten verbieten lassen würden. Da ernsthaft das Wort Free Speech (Meinungsfreiheit) in den Mund zu nehmen, ist nur mit ideologischen Scheuklappen zu erklären und grenzt schon an Persönlichkeitsspaltung.

Woher diese Doppelmoral kommt, ahnen wir schon. Sie ist natürlich im Intersektionalitätskonzept begründet, das die Gesellschaft in dichotome Gruppen von privilegierten Mächtigen und marginalisierten Unterdrückten aufteilt. Wird man der Gruppe der Mächtigen zugeteilt, muss man sich nach SJW-Ideologie bei jedem Satz vorsehen, um nicht irgendwie unterdrückend, d.h sexistisch, rassistisch etc. zu sein. Am besten, man hält gleich ganz die Klappe, was den SJW ja auch am liebsten wäre. Gehört man zu den Unterdrückten, darf man sich dagegen so ziemlich alles erlauben, jedenfalls gegenüber der Gruppe der „Mächtigen“. Nochmal ein Zitat von Mustafa:

She denied her initial request was racist or sexist and said in a video statement posted at the time of the first incident that she had received death threats after the row.

She said: ‚I, as an ethnic minority woman, cannot be racist or sexist towards white men, because racism and sexism describe structures of privilege based on race and gender.‘

Was offensichtlich zu jeder unterirdischen Aussage ohne Anstand, zu jeder Beleidigung und Bedrohung legitimiert.

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»Weil der Feminismus nicht euer Problem ist.« Eine Erwiderung auf gleichheitunddifferenzens »Appell an Männerrechtler«

gleichheitunddifferenz hat auf ihrem Blog einen »Appell an Männerrechtler« veröffentlicht, in dem sie kritisiert, dass Männerrechtler sich die falschen Gegner wählen, wenn sie ihr Hauptaugenmerk auf eine Kritik des Feminismus legen:

»Was genau bringt es euch, wütend und oft offen neidisch auf „den Feminismus“ und Mädchen- bzw. Frauenförderung einzudreschen?
Ihr verausgabt euch, vergebt euer ganzes Potential, weil ihr euch in sinnlosen Schattenkämpfen abarbeitet.«

Der Blogpost deutet an, dass der Feminismus im Wesentlichen mit der Menge seiner »Graswurzelprojekte« identisch sei:

»Mädchenprojekte werden deshalb gefördert, weil sich Frauen hingestellt haben und genau das gefordert haben, weil sie sich in Vereinen, in Gremien, in Ausschüssen politisch und außerpolitisch dafür eingesetzt haben. (…) Die weibliche Rolle ist deshalb nicht mehr ganz so starr, weil sich nun bereits weit über ein Jahrhundert mutige Frauen (und Männer) dafür engagiert haben, dass sie geöffnet wird. (…) (D)as alles kam nicht von selbst, sondern es wurde laut gefordert und in jahrzehntelanger Kleinarbeit erkämpft.«

Aus diesem Grund empfiehlt sie der Männerbewegung, diese Strategie einer Graswurzelbewegung in größerem Rahmen als bisher zu adaptieren und den Angriff auf die feministische Ideologie als Energieverschwendung und Wahl des falschen Gegners zu erkennen.

»Weil der Feminismus nicht euer Problem ist. Sondern starre, traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit.«

Ich denke, dass diese Ansicht nicht nur unzutreffend ist, sondern obendrein einer der Gründe, warum es tatsächlich einer ideologiekritischen Männerrechtsbewegung bedarf. Und zwar darum, weil sie trotz ihrer in den Details konzilianten Aussagen repräsentativ für eine öffentliche Meinung steht, die bezüglich der Probleme von Männern in grundsätzlichen Hinsichten ignorant bleibt.

Weiterlesen „»Weil der Feminismus nicht euer Problem ist.« Eine Erwiderung auf gleichheitunddifferenzens »Appell an Männerrechtler«“

Voices of dissent

In den vergangenen Tagen sind v.a. auf Youtube gleich mehrere der surrealsten Ereignissse dokumentiert worden, wie SJWH (Social Justice Witch Hunters) grundlegende Ideen der freiheitlichen Demokratien pervertieren.

Das eine sind die „Proteste“ von Yale Studenten gegen ein Professorenehepaar, Erika und Nicholas Christakis, das in einer E-Mail das freie Recht von Studenten verteidigt hatte, sich zu Halloween auch politisch unkorrekt zu verkleiden.

Im Video, das am 6.11 veröffentlicht wurde, wird der Mann von einer Studentin schrill angeschrien, er solle zurücktreten, weil er eine andere Meinung als sie hat.
Und dann sagt sie den besten aller Sprüche, die eine Studentin überhaupt zu einem Professor sagen kann:
„It is not about creating an intellectual space. It is not. Do you understand that? It is about creating a home here.“ Weiterlesen „Voices of dissent“

Video zeigt erschreckenden Mangel an öffentlichem Eingreifen bei sexueller Belästigung

Lieber Leser, sie müssen jetzt ganz stark sein, die folgenden Videos sind tatsächlich starker Tobak. Betrachten sie diesen Hinweis daher als Triggerwarnung.

Das Video, um das es als erstes geht finde sich in einem Artikel auf der Yahoo news Website.

Szene

Man sieht darin eine durchaus sexy gekleidete Frau, die von einem Typ dafür ziemlich blöd angemacht wird. Weiterlesen „Video zeigt erschreckenden Mangel an öffentlichem Eingreifen bei sexueller Belästigung“

Letztens an der Tür: Feministen

Es folgt ein Gastartikel von Ariellus.

Kennen Sie das? Die Türe klingelt, und schon machen Sie sich auf den Weg. Also, nun, es war kein Besuch angekündigt, und es ist zu spät für die Post – das kann nur bedeuten, dass die Zeugen Jehovas mal wieder vor der Tür stehen. Gott, denken Sie sich, sie sind ja ein geduldiger Mensch, aber mir kann niemand vor die Türe kommen, und mir einfach einen Glauben aufschwatzen. Nein, nein! Sie öffnen trotzdem die Tür, weil Sie schlichtweg zu freundlich sind – und die Zeugen Sie bereits gesehen haben. Wär ja blöd, jetzt wieder weg zu gehen. Na gut. Nachdem Sie die Tür geöffnet haben, sagen zwei freundliche, aber nicht besonders attraktive Frauen:

„Wir möchten mit ihnen über das Patriarchat reden“

Etwas erstaunt sind Sie ja – das Patriarchat? Was ist das jetzt neues? Auf die Frage, ob man Sie hereinbitten würde, antworten Sie mit ja, natürlich.

Die Gläubigen breiten vor ihnen einiges an Papier aus, und ein paar kleine Bücher. „Das Patriarchat ist allumfassend. Das Patriarchat ist allmächtig. Es erfasst unser aller Leben, ohne dass wir es merken oder wollen. Wir können uns auch nicht dagegen wehren“. Die Rednerin nimmt einen tiefen Atemzug. Die andere tätschelt ihr auf die Schulter, und sagt, leise, „trigger dich nicht“. „Ist schon gut“ kommt eine leise Antwort, zwischen schnellen Atemzügen.

Die Rednerin holt tief Luft; neues Feuer glüht in ihren Augen auf, als sie sagt „Das einzige, was das Patriarchat aufhalten kann, ist Feminismus.“ Sie tippt auf ein Buch vor ihr. „Wenn sich Frauen und Männer zusammenschließen und an die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau glauben“, die Frau holt erneut tief Luft und ruft „dann können Mann und Frau gleichberechtigt sein!“

Auf das Widerhallen der siegreichen Worte im Raum folgt verwirrtes Schweigen. Sie denken sich, nun gut, Gleichberechtigung ist nichts schlechtes. Aber, Sie denken sich auch, dass Frauen hierzu erst einmal benachteiligt sein müssten. Sie stellen die Frage, inwiefern Frauen benachteiligt sein müssen.

„Frauen werden durch die Gesellschaft zu Bürgern zweiter Klasse erzogen, und das ist nicht fair! Frauen können genau so viel wie Männer, und das beweisen die Feministinnen jeden Tag!“

Ihnen gefällt der Gedanke, Männer und Frauen gleich zu behandeln, und deswegen fragen Sie begeistert: „Hm, was halten Sie davon Frauen gegen Männer im Sport gleichzusetzen? Beispielsweise könnten doch weibliche Weltmeister im Boxen gegen männliche Weltmeister im Boxen kämpfen.“

Verwirrtes Schweigen folgt der Frage, während die Redeführerin in ihren Zetteln sucht „Wir brauchen mehr Frauen in den harten Wissenschaften, und müssen mehr Frauen dazu bringen, klassische Männerberufe zu erlernen! Denn Frauen sind genau wie Männer, nur die Sozialisierung unterscheidet uns!“

Auch dieser Gedanke gefällt ihnen gut, und Sie fragen nach, wozu Frauen in Männerberufe gebracht werden sollen. „Um Gleichberechtigung zu erreichen!“, schallt es Ihnen entgegen. Sie sind beeindruckt aufgrund des heiligen Eifers, der Ihnen entgegenweht. Sie sagen „Und, welchen Männerberuf haben Sie erobert?“

„Ich bin Master in Genderwissenschaften.“

„Aha.“

Sie betrachten die beiden Feministinnen. Sie scheinen etwas nervös in den Schriften zu blättern, bis eine laut aufschreit: „Der Mann unterdrückt die Frau systemisch! Ein Mann genießt Privilegien, die eine Frau nicht hat, ohne dass er sich diesen bewusst wäre!“

Naja, Sie, als Mann, wollen ja niemanden unterdrücken und sagen den Feministinnen „Nun gut! Welches Recht habe ich denn als Mann, das eine Frau nicht hat?“

Die Stille im Raum hat fast hörbar den Geduldsfaden der Rednerin zerrissen. Die Frauen werden zunehmend ungehalten. „Sei eine starke Feministin, denn du weißt, in der Höhle des Mannes wird das Lamm ängstlich und schwach“, hört man es leise murmeln.

Die Redeführerin, sichtlich angeschlagen, blättert konzentriert in ihren Büchern und Schriften „in der heiligen Schrift muss doch irgendwo ein Argument sein, das ihn überzeugt“, hörte man sie murmeln. Sie überfliegt folgende Zeilen:

„Jener, der ungläubig ist an den Feminismus, den soll Schämung und Schande einherfahren, denn er ist ein Misogynist, und der schlimmste Sünder unter der Sonne. Schimpf und Schande soll ihm durch den Feminismus widerfahren, denn dieser glaubt nicht an die Erlösung durch den Feminismus. Der Ungläubige ist deswegen ein Sünder, da er dem Patriarchat dient, den Männern untertan ist. Dies ist die Anbetung falscher Götzen, und der Feminismus untersagt dies!“

Sie blickt von ihrer Schrift auf, blickt wieder herab um festzustellen, dass der Text selbst misogyn ist, da er die Nomen nach Rechtschreibung gendert.

Sie ist jedoch jetzt wütend genug. „Sie sind bloß ein Frauenhasser, ein ekelhaftes Sexistenschwein, das nicht versteht, dass der Feminismus auch Ihnen gutes bringen will! Wenn sie Scheißsau nur an Gleichberechtigung glauben würden, wären wir alle glücklich!“ Sie wendet sich zur anderen starken und emanzipierten Feministin, und sagt „Lass uns gehen“.

Sie kramen ihr Papier zusammen, und verlassen ohne ein Wort die Wohnung. Etwas verwirrt und durcheinander schauen Sie sich um – Ihnen war nicht bewusst, dass diese einfachen Fragen die Feministen so aufwühlen würden. Ein Zettel fällt Ihnen ins Auge, er scheint ein Flugblatt zu sein, und Sie beginnen Ihn zu lesen:

„Ich, als Ungläubige_r, gelobe hiermit feierlich dem Feminismus zu dienen und in jedem wachen Moment die hier abzulegenden Eide beim Herzen zu befolgen:

1) Feminismus im Himmelreich

Der Feminismus ist meine Erlösung. Er erlöst mich vom Übel der Welt, dem Patriarchat, und gibt mir die Macht, in jeder Situation als Sieger_in gleichberechtigt herauszugehen. Ich verliere mein Ich, und steige auf zum Feminist. Denn der Feminismus leitet mich an, zu einer Welt beizutragen, in der alle gleich und gleichberechtigt sind.

Wisse, Feministin: all deine Probleme sind die Probleme alle Frauen und umgekehrt. Alles was Feminismus nicht gutheißt, ist somit gegen alle Frauen gerichtet, und misogyn. Alles, was misogyn ist, entspricht und entspringt dem Patriarchat. Dies ist Sünde.

2) Der Teufel – das Patriarchat

Als Feministin stehe ich in der Welt dem Patriarchat gegenüber. Dies ist in der Schrift bekannt als das Übel, und der Teufel, und das Patriarchat hat Schlechtes über die Welt gebracht, denn es hat geurteilt zwischen Mann und Frau, zwischen schön und hässlich. Es ist misogyn, denn es verachtet den Wunsch der absoluten Gleichberechtigung des Feminismus, und der Aufhebung aller sozialen, ökonomischen und sexuellen Grenzen.

3) Die unreine, unfeministische Welt

Als Feministin ich von Ungläubigen und Heiden umgeben. Die lediglich ungläubigen Frau_innen und Männer_innen und Andergeschlechtliche_innen erkennen nicht den Teufel im Patriarchat an. Doch auch sie tun das Sündhafte, denn durch Unglauben dienen sie ihm unwillentlich. Feminismus akzeptiert neue Gläubige der Gleichberechtigung jederzeit. Jedoch weiterhin Ungläubige sollen als Aussätzige behandelt werden. Sie sollten ausgeschlossen werden vom Gemeinwohl, und dem Unrat der Straßen beigefügt werden, denn sie sind misogyn, und Feminismus duldet keine Misogynie.

Doch wehe, Feministin! Es gibt solche, die dem Teufel dienen. Männerrechtler und Maskulinisten dienen dem Patriarchat. Sie sind nicht nur Ungläubige, sondern die Heiden. Sie fröhnen dem Laster, und sind voller Sünde. Feminismus ist erzürnt über diese Un-Menschen, und leitet jede Feministin an, Schimpf und Schande über diese regnen zu lassen. Denn die die dem Teufel dienen, haben ihre Menschlichkeit bereits abgelegt. Es ist somit nur gerecht, diese als solche zu behandeln. Feminismus wünscht dies. Wisse: Es ist einen Akt der Nächstenliebe, die Karriere der Un-Menschen zu zerstören, denn dann werden sie die Wahrheit erkennen, in Wohl und Himmelreich des Feminismus.

Denn die dies ist absolut: das Himmelreich der Gleichberechtigung wird kommen. Und der Feminismus wird über die Sünder urteilen und richten. Und jene, die gesündigt haben im Auge des Feminismus, werden ausgeschlossen und in Schimpf und Schande hinfort gejagt, denn sie sind geringer als Tiere. So steht es geschrieben, und so folgt die gute Feministin, Amen.

4) Fürchte dich vor dem Mann.

Ich erkenne an, dass insbesondere der Mann eine Saat des Teufels ist, und als dieser den Kern des Patriarchats in sich trägt. Ich habe ihn daher zu fürchten, und all seine Akte als misogyn einzuschätzen, sofern er nicht als wiedergeborener und reiner Feminist angesehen ist. Ich kontrolliere ihn und halte ihn klein; denn er ist das Spiegelbild des Feindes – das Patriarchat. Als dieser setzt er die Vergewaltigungskultur durch, in der jede Frau jederzeit vergewaltigt werden kann.

Sexuelle Intentionen des Mannes sind oder sind nicht Vergewaltigungsintentionen, abhängig vom Grad der Gleichberechtigung den er in sich zu erkennen gibt.

5) Vergewaltigungskultur

Ich erkenne an, dass das Patriarchat Werkzeuge nutzt, um Frauen klein zu halten. Alle Werkzeuge des Patriarchats sind Vergewaltigung. Sei es Gewalt gegen Frauen, sexuelle Belästigung oder ähnliches.

Vergewaltigung durchzieht die Lüfte die wir atmen, und den Boden auf den wir stehen. Vergewaltigung ist allgegenwärtig und kann sich jederzeit in allem, was insbesondere der Mann tut, manifestieren. Vergewaltigung ist Sünde und soll als diese betrachtet werden. Das Thema anders zu betrachten, sei es humoristisch, ist Häresie und wird von Feminismus bestraft.

In grundsätzlich allem, was die Frau in einem Patriarchat tut, kann dadurch festgestellt werden, dass Vergewaltigung zu einem größeren oder kleineren Grad existiert, denn ohne wahre Gleichberechtigung ist jede Handlung in einem Patriarchat erzwungen, also eine Vergewaltigung der Frau. Feminismus duldet dies nicht.

6) Die heilige Schrift

So erkenne ich feierlich an, dass alles, was ich in diesem Schwur geleistet habe, die Wahrheit und die reine Wahrheit ist. So wahr ich mich dazu bekenne, eine Hure zu sein auf einem Slutwalk, oder zu behaupten, alle sexuelle Interaktion sei buchstäbliche Vergewaltigung, so wahr ist die Schrift, denn mein Feminismus ist nur durch sie definiert.

Alles was der Schrift zuwider läuft, in Wort oder Klang, ist Häresie. Feminismus duldet keine Gotteslästerung, und wird Schimpf und Schande über seine Feinde hernieder regnen lassen, wenn diese es wagen, zu widersprechen, sei es mit Fragen, sogenannten Fakten oder Studien, die anders verlautbaren als die in der Schrift offenbarte Wahrheit.

So gebe ich mein Wohl hin, auf dass das Himmelreich des Feminismus komme, in der alle Gleichberechtigung auf die Frauen hernieder fahre, und dass alles nicht gleichberechtigte unter dem Höllenfeuer der sozialen Ausgrenzung leide, damit alle Menschen die Herrlichkeit des Feminismus erkennen.

Durch mich allein lebt Feminismus, meine Herrin und Göttin, die in der Einigkeit des Heiligen Geistes der Gleichberechtigung mit mir lebt und herrscht in alle Ewigkeit,

Amen„

Etwas verwirrt legen Sie den Flyer beiseite, und setzen sich einen Moment hin.

Vielleicht haben die Zeugen Jehovas Recht. Es gibt doch einen Teufel.

Kinderbräute. Sind das alles gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften?

Angesichts dessen, daß ich hier tatsächlich frage wie die Situation ist, ein vielleicht provokanter Titel. Ich habe hier einen Artikel über Zwangsheiraten auf Spiegel Online gefunden. Und ich hatte mich gewundert, was mit den Ehemännern ist. Freuen die sich über ihre Mädchenbräute? Sind Mädchen ein willkommenes Geschenk für die latent pädophilen Männer? Oder könnte es sein, daß die das vielleicht auch nur so mittelgut finden? Sind tatsächlich die Mädchen die einzigen Opfer hier?

Den Eltern fehlt schlicht das Geld, für Nahrung, Kleidung und Unterhalt ihrer Töchter aufzukommen. Also werden die Kinder verheiratet, damit sie den Haushalt verlassen.

Schon im Untertitel wird „nackte Not“ für die Kinderheirat verantwortlich gemacht — nicht die Männer selbst. Also sind jetzt die Ehemänner alle reich? Oder sind die Familien froh, daß jetzt ein anderer Mann ihre Tochter ernähren muß?

Die meisten Ehemänner verbieten ihren Kinderbräuten zudem den Schulbesuch. […]
Nur wenige Mädchen sind so durchsetzungsstark wie Waad. Die 13-Jährige wurde vor acht Monaten zwangsverheiratet, nun will sie sich unbedingt scheiden lassen. Das Mädchen möchte zu seiner Familie zurückkehren und selbst für ihren Unterhalt sorgen. Dafür arbeitet sie nun auf den Feldern des Bekaa-Tals.

Die Mädchen dürfen nicht zur Schule. Die Neunjährigen Bräute oder die dreizehnjährigen? Wie steht es mit dem Schulbesuch der Ehemänner? Ganz klar, jeder von uns kann sich vorstellen, daß in diesen Ländern Mädchen mehr oder weniger systematisch von höherer Bildung ferngehalten werden. Aber ist es vielleicht eine Notwendigkeit für die ganze Familie auf den Feldern zu arbeiten anstatt zur Schule zu gehen? Ist Kinderkriegen nicht vielleicht auch ein Verlust an Arbeitskraft?

Houda,14, floh vor vier Jahren aus Syrien, 2014 wurde sie verheiratet. Sie lebt mit ihrer Familie im Bekaa-Tal, ihr Mann lebt und arbeitet in Beirut. Die beiden sehen sich nur am Wochenende.

Welche Vorteile hat Houdas Mann durch die Hochzeit? Steuerklasse III?

Ich weiß es wirklich nicht. Sind die Mädchen wirklich die einzigen Opfer bei diesen Zwangsheiraten? Oder werden doch auch die Männer gezwungen? In den Bildern sieht man eine zerbombte Wüstenlandschaft. Diese Leute haben noch nicht mal Fenster. In der Bildunterschrift wird hervorgehoben, daß Frauen wenig Schutz vor Übergriffen in den Lagern haben. Nur die unverheirateten? Die Männer sind alles Täter? Genau das wird suggiert im Artikel, in der die männliche Perspektive komplett fehlt. Ich will kein Opferrennen machen, ich würde wirklich gerne wissen ob es den Männern tatsächlich und objektiv besser geht. Was meint Ihr? Was wißt Ihr?