Letztens an der Tür: Feministen

Es folgt ein Gastartikel von Ariellus.

Kennen Sie das? Die Türe klingelt, und schon machen Sie sich auf den Weg. Also, nun, es war kein Besuch angekündigt, und es ist zu spät für die Post – das kann nur bedeuten, dass die Zeugen Jehovas mal wieder vor der Tür stehen. Gott, denken Sie sich, sie sind ja ein geduldiger Mensch, aber mir kann niemand vor die Türe kommen, und mir einfach einen Glauben aufschwatzen. Nein, nein! Sie öffnen trotzdem die Tür, weil Sie schlichtweg zu freundlich sind – und die Zeugen Sie bereits gesehen haben. Wär ja blöd, jetzt wieder weg zu gehen. Na gut. Nachdem Sie die Tür geöffnet haben, sagen zwei freundliche, aber nicht besonders attraktive Frauen:

„Wir möchten mit ihnen über das Patriarchat reden“

Etwas erstaunt sind Sie ja – das Patriarchat? Was ist das jetzt neues? Auf die Frage, ob man Sie hereinbitten würde, antworten Sie mit ja, natürlich.

Die Gläubigen breiten vor ihnen einiges an Papier aus, und ein paar kleine Bücher. „Das Patriarchat ist allumfassend. Das Patriarchat ist allmächtig. Es erfasst unser aller Leben, ohne dass wir es merken oder wollen. Wir können uns auch nicht dagegen wehren“. Die Rednerin nimmt einen tiefen Atemzug. Die andere tätschelt ihr auf die Schulter, und sagt, leise, „trigger dich nicht“. „Ist schon gut“ kommt eine leise Antwort, zwischen schnellen Atemzügen.

Die Rednerin holt tief Luft; neues Feuer glüht in ihren Augen auf, als sie sagt „Das einzige, was das Patriarchat aufhalten kann, ist Feminismus.“ Sie tippt auf ein Buch vor ihr. „Wenn sich Frauen und Männer zusammenschließen und an die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau glauben“, die Frau holt erneut tief Luft und ruft „dann können Mann und Frau gleichberechtigt sein!“

Auf das Widerhallen der siegreichen Worte im Raum folgt verwirrtes Schweigen. Sie denken sich, nun gut, Gleichberechtigung ist nichts schlechtes. Aber, Sie denken sich auch, dass Frauen hierzu erst einmal benachteiligt sein müssten. Sie stellen die Frage, inwiefern Frauen benachteiligt sein müssen.

„Frauen werden durch die Gesellschaft zu Bürgern zweiter Klasse erzogen, und das ist nicht fair! Frauen können genau so viel wie Männer, und das beweisen die Feministinnen jeden Tag!“

Ihnen gefällt der Gedanke, Männer und Frauen gleich zu behandeln, und deswegen fragen Sie begeistert: „Hm, was halten Sie davon Frauen gegen Männer im Sport gleichzusetzen? Beispielsweise könnten doch weibliche Weltmeister im Boxen gegen männliche Weltmeister im Boxen kämpfen.“

Verwirrtes Schweigen folgt der Frage, während die Redeführerin in ihren Zetteln sucht „Wir brauchen mehr Frauen in den harten Wissenschaften, und müssen mehr Frauen dazu bringen, klassische Männerberufe zu erlernen! Denn Frauen sind genau wie Männer, nur die Sozialisierung unterscheidet uns!“

Auch dieser Gedanke gefällt ihnen gut, und Sie fragen nach, wozu Frauen in Männerberufe gebracht werden sollen. „Um Gleichberechtigung zu erreichen!“, schallt es Ihnen entgegen. Sie sind beeindruckt aufgrund des heiligen Eifers, der Ihnen entgegenweht. Sie sagen „Und, welchen Männerberuf haben Sie erobert?“

„Ich bin Master in Genderwissenschaften.“

„Aha.“

Sie betrachten die beiden Feministinnen. Sie scheinen etwas nervös in den Schriften zu blättern, bis eine laut aufschreit: „Der Mann unterdrückt die Frau systemisch! Ein Mann genießt Privilegien, die eine Frau nicht hat, ohne dass er sich diesen bewusst wäre!“

Naja, Sie, als Mann, wollen ja niemanden unterdrücken und sagen den Feministinnen „Nun gut! Welches Recht habe ich denn als Mann, das eine Frau nicht hat?“

Die Stille im Raum hat fast hörbar den Geduldsfaden der Rednerin zerrissen. Die Frauen werden zunehmend ungehalten. „Sei eine starke Feministin, denn du weißt, in der Höhle des Mannes wird das Lamm ängstlich und schwach“, hört man es leise murmeln.

Die Redeführerin, sichtlich angeschlagen, blättert konzentriert in ihren Büchern und Schriften „in der heiligen Schrift muss doch irgendwo ein Argument sein, das ihn überzeugt“, hörte man sie murmeln. Sie überfliegt folgende Zeilen:

„Jener, der ungläubig ist an den Feminismus, den soll Schämung und Schande einherfahren, denn er ist ein Misogynist, und der schlimmste Sünder unter der Sonne. Schimpf und Schande soll ihm durch den Feminismus widerfahren, denn dieser glaubt nicht an die Erlösung durch den Feminismus. Der Ungläubige ist deswegen ein Sünder, da er dem Patriarchat dient, den Männern untertan ist. Dies ist die Anbetung falscher Götzen, und der Feminismus untersagt dies!“

Sie blickt von ihrer Schrift auf, blickt wieder herab um festzustellen, dass der Text selbst misogyn ist, da er die Nomen nach Rechtschreibung gendert.

Sie ist jedoch jetzt wütend genug. „Sie sind bloß ein Frauenhasser, ein ekelhaftes Sexistenschwein, das nicht versteht, dass der Feminismus auch Ihnen gutes bringen will! Wenn sie Scheißsau nur an Gleichberechtigung glauben würden, wären wir alle glücklich!“ Sie wendet sich zur anderen starken und emanzipierten Feministin, und sagt „Lass uns gehen“.

Sie kramen ihr Papier zusammen, und verlassen ohne ein Wort die Wohnung. Etwas verwirrt und durcheinander schauen Sie sich um – Ihnen war nicht bewusst, dass diese einfachen Fragen die Feministen so aufwühlen würden. Ein Zettel fällt Ihnen ins Auge, er scheint ein Flugblatt zu sein, und Sie beginnen Ihn zu lesen:

„Ich, als Ungläubige_r, gelobe hiermit feierlich dem Feminismus zu dienen und in jedem wachen Moment die hier abzulegenden Eide beim Herzen zu befolgen:

1) Feminismus im Himmelreich

Der Feminismus ist meine Erlösung. Er erlöst mich vom Übel der Welt, dem Patriarchat, und gibt mir die Macht, in jeder Situation als Sieger_in gleichberechtigt herauszugehen. Ich verliere mein Ich, und steige auf zum Feminist. Denn der Feminismus leitet mich an, zu einer Welt beizutragen, in der alle gleich und gleichberechtigt sind.

Wisse, Feministin: all deine Probleme sind die Probleme alle Frauen und umgekehrt. Alles was Feminismus nicht gutheißt, ist somit gegen alle Frauen gerichtet, und misogyn. Alles, was misogyn ist, entspricht und entspringt dem Patriarchat. Dies ist Sünde.

2) Der Teufel – das Patriarchat

Als Feministin stehe ich in der Welt dem Patriarchat gegenüber. Dies ist in der Schrift bekannt als das Übel, und der Teufel, und das Patriarchat hat Schlechtes über die Welt gebracht, denn es hat geurteilt zwischen Mann und Frau, zwischen schön und hässlich. Es ist misogyn, denn es verachtet den Wunsch der absoluten Gleichberechtigung des Feminismus, und der Aufhebung aller sozialen, ökonomischen und sexuellen Grenzen.

3) Die unreine, unfeministische Welt

Als Feministin ich von Ungläubigen und Heiden umgeben. Die lediglich ungläubigen Frau_innen und Männer_innen und Andergeschlechtliche_innen erkennen nicht den Teufel im Patriarchat an. Doch auch sie tun das Sündhafte, denn durch Unglauben dienen sie ihm unwillentlich. Feminismus akzeptiert neue Gläubige der Gleichberechtigung jederzeit. Jedoch weiterhin Ungläubige sollen als Aussätzige behandelt werden. Sie sollten ausgeschlossen werden vom Gemeinwohl, und dem Unrat der Straßen beigefügt werden, denn sie sind misogyn, und Feminismus duldet keine Misogynie.

Doch wehe, Feministin! Es gibt solche, die dem Teufel dienen. Männerrechtler und Maskulinisten dienen dem Patriarchat. Sie sind nicht nur Ungläubige, sondern die Heiden. Sie fröhnen dem Laster, und sind voller Sünde. Feminismus ist erzürnt über diese Un-Menschen, und leitet jede Feministin an, Schimpf und Schande über diese regnen zu lassen. Denn die die dem Teufel dienen, haben ihre Menschlichkeit bereits abgelegt. Es ist somit nur gerecht, diese als solche zu behandeln. Feminismus wünscht dies. Wisse: Es ist einen Akt der Nächstenliebe, die Karriere der Un-Menschen zu zerstören, denn dann werden sie die Wahrheit erkennen, in Wohl und Himmelreich des Feminismus.

Denn die dies ist absolut: das Himmelreich der Gleichberechtigung wird kommen. Und der Feminismus wird über die Sünder urteilen und richten. Und jene, die gesündigt haben im Auge des Feminismus, werden ausgeschlossen und in Schimpf und Schande hinfort gejagt, denn sie sind geringer als Tiere. So steht es geschrieben, und so folgt die gute Feministin, Amen.

4) Fürchte dich vor dem Mann.

Ich erkenne an, dass insbesondere der Mann eine Saat des Teufels ist, und als dieser den Kern des Patriarchats in sich trägt. Ich habe ihn daher zu fürchten, und all seine Akte als misogyn einzuschätzen, sofern er nicht als wiedergeborener und reiner Feminist angesehen ist. Ich kontrolliere ihn und halte ihn klein; denn er ist das Spiegelbild des Feindes – das Patriarchat. Als dieser setzt er die Vergewaltigungskultur durch, in der jede Frau jederzeit vergewaltigt werden kann.

Sexuelle Intentionen des Mannes sind oder sind nicht Vergewaltigungsintentionen, abhängig vom Grad der Gleichberechtigung den er in sich zu erkennen gibt.

5) Vergewaltigungskultur

Ich erkenne an, dass das Patriarchat Werkzeuge nutzt, um Frauen klein zu halten. Alle Werkzeuge des Patriarchats sind Vergewaltigung. Sei es Gewalt gegen Frauen, sexuelle Belästigung oder ähnliches.

Vergewaltigung durchzieht die Lüfte die wir atmen, und den Boden auf den wir stehen. Vergewaltigung ist allgegenwärtig und kann sich jederzeit in allem, was insbesondere der Mann tut, manifestieren. Vergewaltigung ist Sünde und soll als diese betrachtet werden. Das Thema anders zu betrachten, sei es humoristisch, ist Häresie und wird von Feminismus bestraft.

In grundsätzlich allem, was die Frau in einem Patriarchat tut, kann dadurch festgestellt werden, dass Vergewaltigung zu einem größeren oder kleineren Grad existiert, denn ohne wahre Gleichberechtigung ist jede Handlung in einem Patriarchat erzwungen, also eine Vergewaltigung der Frau. Feminismus duldet dies nicht.

6) Die heilige Schrift

So erkenne ich feierlich an, dass alles, was ich in diesem Schwur geleistet habe, die Wahrheit und die reine Wahrheit ist. So wahr ich mich dazu bekenne, eine Hure zu sein auf einem Slutwalk, oder zu behaupten, alle sexuelle Interaktion sei buchstäbliche Vergewaltigung, so wahr ist die Schrift, denn mein Feminismus ist nur durch sie definiert.

Alles was der Schrift zuwider läuft, in Wort oder Klang, ist Häresie. Feminismus duldet keine Gotteslästerung, und wird Schimpf und Schande über seine Feinde hernieder regnen lassen, wenn diese es wagen, zu widersprechen, sei es mit Fragen, sogenannten Fakten oder Studien, die anders verlautbaren als die in der Schrift offenbarte Wahrheit.

So gebe ich mein Wohl hin, auf dass das Himmelreich des Feminismus komme, in der alle Gleichberechtigung auf die Frauen hernieder fahre, und dass alles nicht gleichberechtigte unter dem Höllenfeuer der sozialen Ausgrenzung leide, damit alle Menschen die Herrlichkeit des Feminismus erkennen.

Durch mich allein lebt Feminismus, meine Herrin und Göttin, die in der Einigkeit des Heiligen Geistes der Gleichberechtigung mit mir lebt und herrscht in alle Ewigkeit,

Amen„

Etwas verwirrt legen Sie den Flyer beiseite, und setzen sich einen Moment hin.

Vielleicht haben die Zeugen Jehovas Recht. Es gibt doch einen Teufel.

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49 Kommentare zu „Letztens an der Tür: Feministen“

  1. http://webapp.zdf.de/page/beitrag?aID=2379014&cID=2078314
    Schau dir das an, wenn du der meinung bist, dass frauen nicht durch das allgemein unumstrittene patriarchat benachteiligt sind.
    In der gleichen gewichtsklasse können frauen und männer übrigens ruhig gegeneinander antreten, das fänd ich klasse, mehr individualität, weniger unterteilung nach geschlecht!!!
    Vielleicht verstehst du, was vergewaltigung ist, sollte dir jeh nachts auf der straße ein besoffenner homosexueller mann begegnen, dems in den eiern juckt..obwohl frauen zu über 80% in beziehungen und danach, von ihren partnern oder ex-partnern, oder von bekannten vergewaltigt werden. Eine frechheit, vergewaltigungsopfer im allgemeinen so zu verhöhnen, alle möglichen zahlen und studien wiederlegen deine thesen und schwachen gegenargumente, wie kann jemand einen so langweiligen text schreiben oder lesen, nach dem das flugblatt nicht aufhörte, habe ich aufgehört..

    Absoluter müll..

    Zum einlenken mit frauen vs. männer, ist etwas dürftig fürs angeschnittene thema..etwas nichtssagend..denn, denn beim boxen wird doch in gewichtsklassen unterteilt..hm..nicht gut nachgedacht, beim zweiten meister in genderwissenschaften und männerdomänen..ja, 20% der studenten*innen sind männer, es werden mehr, genau, wie die frauen im mathematikstudium.
    Das dritte, recht haben und recht bekommen sind in der deutschen justitz doch zwei unterschiedliche sachen! Das weiß jede*r, d. sich damit beschäftigt…
    Eine mathematikstudentin!

    1. Wäre schön, deinen Restmüll mit Zahlen unterlegt zu sehen. Wenn du in die Opferolympiade einsteigen willst, kannst du nur gewinnen, indem du die Gewalt an Frauen höher gewichtest, als bei Männern. Ansonsten verlierst du.

      1. Sag mal was ist mit dir los, 16% der frauen geben an vor ihrem 16. Lebensjahr sexueller gewalt durch erwachsene männer ausgesetzt gewesen zu sein, wieviele jungen werden das wohl von frauen sagen können, ich bin kein opfer, ich bin amazone und schau dir doch einfach mal die folge von der anstalt an, die zahlen stimmen alle. 42% unterschied bei der rente und nicht benachteiligt? Studien, darüber wie lehrer*innen schüler*innen bewerten, wenn sie das geschlecht und/oder die soziale herkunft austauschen kommen zu ein und der selben arbeit noten von 1-4 zustande, jungen werden besser bewertet, mädchen schlechter.. dass wir in patriarchalen strukturen leben streitet doch wohl niemand ab, ließ dir mal die deffinitionen durch, lächerlich dein geschreibsl…

      2. „ich bin kein opfer, ich bin amazone“

        Verpiss dich, Troll. Nein, ich nehme den Troll zurück, denn ein solcher stellt sich klassischer Weise so auf, dass er erst spät enttarnt wird. Deine Argumentation ist derart schlecht, dass man höchstens wohlwollend von einer Spielerei mit dem Troll-Charakter auf Meta-Ebene sprechen könnte (ein Troll, der sich als Troll ausgibt, um zu trollen). Aber dies wäre zuviel der Ehre für dich. Troll dich.

      3. @Lovis

        Um dem Vorwurf der Paternalisierung vorzubeugen, gebe ich hier ein paar Daten, die in einer Diskussion an anderer Stelle hilfreich waren:

        Die grundlegende Regel bei der Interpretation von Daten, welche vom Feminismus vorgelegt werden, ist die Berücksichtung der Arbeitshypothese, dass die Daten vermutlich verfälscht dargestellt, wenn nicht sogar gefälscht sind. Die rape culture an den Univeritäten wurde mit einer verfälschten Statistik begründet (1 in 4 Frauen würden vergewaltig, also 25%, während in den USA insgesamt die Vergewaltigungsrate zwischen 0.8 und 1.8 Promille liegt, siehe

        http://www.bjs.gov/content/pub/pdf/cv11.pdf, Seite 2).

        Die häusliche Gewalt wurde als männliches Phänomen dargestellt. Aktuelle Studien zeigen eine Gleichverteilung zwischen Männern und Frauen. Kindesmissbrauch wurde nur als von Männern durchgeführt gedacht, dabei sind Frauen überepräsentiert:

        „Department of Health and Human Services statistics show that from 2001 to 2006, of the children who were abused by one parent,approximately 71% were abused by their
        mothers,while 29.4% were abused by their fathers. The report goes on to state that of children who died at the hands of one parent during that same five-year period, approximately 71%were killed by their mothers,while 29.2% were killed by their fathers. Moving to the 2009 DHHS report, the percentages for child fatalities committed by parents break down like so: 22.5% by both parents, 14.8% committed by fathers alone, and 27.3% perpetrated by mothers alone. In stillanother DHHS report from 2012, we find that 27.1% of child deaths resulting from abuse or neglect were committed by mothers, compared with 17.1% committed by fathers.
        Mothers and fathers acting together accounted for 21.2% of child deaths.
        We also see thatof the 2.9 million child abuse cases in 2012, 45.3% of the perpetrators were male, but 53.5% were female. This same report points out that although abuse inflicted upon boys and girls was fairly even, boys constituted approximately 60% of those who are killed as a result of abuse or neglect. All of this tells us that for quite some time the numbers point to maternal child abuse being predominant, and yet the image we have chosen to highlight the issue is a battered child cowering in a corner with a brooding and belligerent father hovering over her.“

        http://www.avoiceformen.com/mens-rights/domestic-violence-industry/iremember-
        mama-one-man-and-boys-odyssey-through-abuse/)

        Es werden wesentlich mehr Männer als Frauen vergewaltigt, wenn man die Vergewaltigungen in Gefängnissen dazurechnet,

        http://www.dailymail.co.uk/news/article-2449454/More-men-raped-US-women-includingprison-sexual-abuse.html

        und es es werden genauso viel Männer von Frauen vergewaltigt, wie Frauen von Männern,

        http://time.com/3393442/cdc-rape-numbers/

        Mein Quellennachweis belegt im Gegenteil die Dominanz der Frau als Täter hinsichtlich des Kindesmissbrauchs:

        „approximately 71% were abused by their mothers,while 29.4% were abused by their fathers”

        “71%were killed by their mothers,while 29.2% were killed by their fathers.”

        “the percentages for child fatalities committed by parents break down like so: 22.5% by both parents, 14.8% committed by fathers alone, and 27.3% perpetrated by mothers alone”

        “27.1% of child deaths resulting from abuse or neglect were committed by mothers, compared with 17.1% committed by fathers.”

        “of the 2.9 million child abuse cases in 2012, 45.3% of the perpetrators were male, but
        53.5%were female”

        Eine modernere Analyse aus einer Studie

        https://richardfelson.files.wordpress.com/2013/06/sex-assault-archives_onlinepdf.pdf

        zum sexuellen Übergriff versucht das Wesentliche zu fassen, ohne die verstaubte feministischen Ideologie, welche das Geschlechterverhältnis seit
        Jahrzehnten verpestet, zu verwenden. Ich habe den abstract übersetzt:

        „Das modale Alter der Opfer ist 15 Jahre. Dies gilt unabhängig vom Alter oder Geschlecht des Täters oder Geschlecht des Opfers. Heranwachsende sind aufgrund ihrer sexuellen Attraktivität, Verletzlichkeit und ihres Ausgeliefertseins besonders gefährdet. Heranwachsende sind in absoluten Zahlen gleichauf mit Frauen hinsichtlich der Opferzahl. Das Muster legt die Vermutung nahe, dass die ungleiche Verteilung von Männern und Frauen bei sexuellen Angriffen, sich aus der männlichen Sexualität und nicht aus einer mysoginen Haltung erklärt.“

        Wenn man koinzidiert, dass Männer aufgrund ihrer biologisches Verfasstheit mehr sichtbare Vergewaltigungen begehen unabhängig vom Geschlecht des Opfers (mehr Männer werden vergewaltigt als Frauen), so folgt daraus also nicht, dass es sich um eine Machtinstrument gegenüber Frauen handelt. Die Frauen-Opferzahl ist einfach zu gering im Verhältnis zu Heranwachsenden und Männern. Da die meisten Vergewaltigungen in Gefängnissen vor sich gehen und zwar von Männern gegen Männer (diese Zahl übertrifft die Vergewaltigungen von Frauen), stellt sich vielmehr die Frage, ob diese „rape culture“ nicht ein Ausfluss der Diskriminierung von Männern und nicht ein Merkmal der Diskriminierung von Frauen ist.
        Über 90% der Gefängnisinsassen sind Männer. Genderisten, die ansonsten jeden Furz (im buchstäblichen Sinne, denn es gibt eine Studie über das geschlechtsabhängige Furzen) nach gender-Kriterien analysieren, entdecken in der Schiefverteilung (95% Männer ggü. 5% Frauen in den Gefängnissen) keine Diskriminierung von Männern. Das, was der Feminismus als Diskriminierung der Frau seit über hundert Jahren beschreibt, kann von einem anderen Standpunkt als Diskriminierung der Männer seitens eines überbordenden Gynozentrismus gedeutet werden.

        Stell dir vor, wie lebten in einer Gesellschaft mit folgender Ideologie:

        Frauen, gerade wenn sie alleinerziehend sind, haben einen im Vergleich zu Männern viel
        größeren Einfluss auf die Erziehung von Kindern. Da die Geschlechtsstereotype sozial
        konstruiert sind, ist die Mutter zum großen Teil für deren Entstehung verantwortlich. Sie nutzt ihre Machtposition aus, um diese Stereotype zu Ungunsten der Männer zu verstärken. Die Gewalt in der Gesellschaft ist ein Abbild der Gewalt, die Frauen in der Erziehung und dies ganz besonders in der Erziehung von Jungen, praktizieren.

        Um diese Machtausübung der Mütter zu beweisen und die Mütter schlecht aussehen zu
        lassen, produziere ich (empirisch belegte) Schlagzeilen wie:

        Kindesmissbrauch:

        Fast 71% von Müttern begangen!

        Kindstötungen zu 71% von Müttern durchgeführt!

        So macht es der Feminismus seit Jahrzehnten mit den Männern. Er schreibt ganz analog:

        99% der vergewaltigten Frauen wurden von Männern vergewaltigt!

        Was sagt dieser Satz? Dass Frauen keinen Penis haben, um Frauen zu vergewaltigen?

        Die Studie von NIPSVS hat Vergewaltigung als Eindringen gegen den Willen des Bedrängten definiert. Würde man Vergewaltigung anders definieren, nämlich als „forced envelopment“, dann wären über 80% der Vergewaltiger Frauen. Man könnte den folgenden Satz in der Studie zitieren:

        79,2% der vergewaltigten Männer wurden von Frauen gezwungen, mit dem Penis
        jemanden zu penetrieren!

        Hört sich doch dramatisch an.

        Wie verhält sich die Aussage, dass 99% der Frauen von Männern vergewaltigt wurden, zum empirischen gesicherten Befund, dass die gewalttätigsten Beziehungen lesbische Beziehungen sind? Wenn Lesben, also Frauen, die gewaltigsten Beziehungen pflegen, also viel gewalttätiger als hetero- oder homosexuelle Männer sind, wieso werden hier keine Vergewaltigungen festgestellt? Ist die Definition von Vergewaltigung zu Ungunsten der Männer vorgenommen? Wie verhält sich diese Aussage zum empirisch gesicherten Ergebnis, dass Frauen und Männer zu gleichen Teilen gegeneinander sexuell übergriffig sind?

      4. Deine Ausführungen, @“quellwerk“, klingen genauso absurd, wie die von „Lovis“. Was du machst, ist Radikalfeminismus mit umgekehrten Vorzeichen.
        Und entweder verstehst du deine eigenen Artikel nicht, oder du lügst dir etwas zusammen. In dem Government-Artikel steht nirgends etwas davon, welcher Elternteil häufiger sein Kind sexuell missbraucht. Dein Zitat führt zu „a voice for men“, „breaking the science“ und ähnlichen absolut nicht neutralen Manosphere-Seiten, die wiederum zu Government-Artikeln verweisen, wo nichts von sexuellem Missbrauch überwiegend durch die Mutter steht. Z.B. im Artikel von 2006 steht, dass sexueller Missbrauch einmal 8,8% der schlechten Behandlung ausmacht, nicht aber die Geschlechterverteilung der Täter. Ich habe dann auch die anderen Artikel durchgelesen, und keinen Hinweis für diese Behauptung gefunden. Hier mal was aus dem Government Australien, wo ein Hinweis auf das Tätergeschlecht beim sexuellen Kindesmissbrauch steht: https://aifs.gov.au/cfca/publications/who-abuses-children
        Im Dailymail-Artikel steht nirgendwo etwas davon, dass außerhalb der Gefängnisse Frauen Männer ebenso häufig vergewaltigen. Im Gegenteil:
        According to official statistics on rape conviction rates, the U.S. Bureau of Justice said 91 per cent of the victims were women and 99 per cent of the perpetrators were men.
        Und natürlich dies:
        Just 9 per cent of accusations made by men resulted in a conviction.
        Was sehr bitter ist und dringend zu ändern wäre.
        Dass Frauen ihre Kinder häufiger schlagen bzw. emotionale/psychische Gewalt gegen sie ausüben, ergibt ja durchaus Sinn – sie haben auch viel mehr Gelegenheit dazu, da sie den weitaus größeren Anteil der Erziehung übernehmen.
        Auch dass Männer allgemein häufiger Opfer von körperlicher Gewalt sind, leuchtet ein. Nicht aber daraus zu konstruieren, dass eigentlich Frauen das Tätergeschlecht, und mindestens genauso gewalttätig, einself!!! sind, wie Männer.

      5. @Quellwerk: Ich antworte hier mit Bezug auf deinen langen Beitrag, weil unten kein Anwort-Button ist.

        Ein sehr gut aufbereiteter und mit Quellen belegter Text, danke sehr! Eine gute Sache, dass du auch das Abstract aus dem Englischen übersetzt, so wird es für manche bestimmt leichter die aktuelle englische Forschung (die in vielen Belangen gerade in diesem Thema der deutsch-europäischen voraus ist, sprich nicht so sehr von Denkverboten feministischer Art und Weise befallen) nachzuvollziehen.
        Ich habe eine Anmerkung zu deiner Übersetzung, ich denke „modal age“ ließe sich eher mit „Häufungspunkt des Alters“ oder „Spitze der Altersverteilung“ o.ä. übersetzen. „Mode“ ist ein mathematischer Fachbegriff, s. https://en.wikipedia.org/wiki/Mode_%28statistics%29, ich denke die Übersetzung „das modale Alter“ ist an dieser Stelle unnötig kompliziert.

        Ansonsten weiter so, ich lese deine Beiträge sehr gerne, vor allem wegen der sachlichen und unaufgeregten Art und Weise. Du vertrittst deinen Standpunkt nachdrücklich und mit Argumenten, und auch bei gegenteiligen Ansichten bist du m.M.n. bemüht konstruktiv zu bleiben. Solche Antworten wie deine unten hätten m.M.n. einen eigenen Artikel verdient!

      6. @pingpong Merci, pingpong 🙂

        @sharkathotep

        Ich werde, sobald ich Zeit habe, die Sachen noch mal durchgehen und deine Bemerkungen berücksichtigen. Ich mache diese Recherchen nebenberuflich. Wenn Fehler drin sind, dann stehe ich dazu. Nebenbei gesagt, hat meine Vorgehensweise nicht die Absicht, Frauen als Alleintäter darzustellen. Ich bestehe auf die Gleichverteilung von Schuld. Feminismus besteht auf seine völlige Freisprechung.

      7. @shark:

        Und entweder verstehst du deine eigenen Artikel nicht, oder du lügst dir etwas zusammen.

        Eine starke Anschuldigung.

        In dem Government-Artikel steht nirgends etwas davon, welcher Elternteil häufiger sein Kind sexuell missbraucht. […] wo nichts von sexuellem Missbrauch überwiegend durch die Mutter steht. […] wo nichts von sexuellem Missbrauch überwiegend durch die Mutter steht.
        Das stimmt, diese Erkenntnis geht aus den verlinkten Berichten nicht hervor. Das hat quellwerk aber gar nicht behauptet, die Einschränkung auf SEXUELLEN Missbrauch hast du vorgenommen. quellwerk sprach von Kindesmissbrauch, dieser Begriff enthält zwar auch sexuellen Missbrauch, hat aber einen größeren Bedeutungsrahmen und umfaßt auch allgemeine Gewalt
        https://de.wikipedia.org/wiki/Kindesmissbrauch
        Zur Erinnerung hier die Behauptung von quellwerk:

        Die häusliche Gewalt wurde als männliches Phänomen dargestellt. Aktuelle Studien zeigen eine Gleichverteilung zwischen Männern und Frauen. Kindesmissbrauch wurde nur als von Männern durchgeführt gedacht, dabei sind Frauen überepräsentiert […] Mein Quellennachweis belegt im Gegenteil die Dominanz der Frau als Täter hinsichtlich des Kindesmissbrauchs

        Und diese Zahlen findest du sehr wohl in den verlinkten Berichten. Analog zu deiner Einleitung könnte man dir also nahelegen, erstmal den Post von quellwerk genau zu lesen, denn entweder verstehst du seinen Post nicht, oder… 😉

        Im Dailymail-Artikel steht nirgendwo etwas davon, dass außerhalb der Gefängnisse Frauen Männer ebenso häufig vergewaltigen.

        Wie aus der Struktur von quellwerks Post leicht hervorgeht, ist der DailyMail Artikel der Beleg für die Behauptung, dass „wesentlich mehr Männer als Frauen vergewaltigt [werden], wenn man die Vergewaltigungen in Gefängnissen dazurechnet“.

        Den Beleg, dass außerhalb der Gefängnisse Frauen Männer ebenso häufig vergewaltigen findet sich in dem verlinkten Time Artikel:

        And now the real surprise: when asked about experiences in the last 12 months, men reported being “made to penetrate”—either by physical force or due to intoxication—at virtually the same rates as women reported rape (both 1.1 percent in 2010, and 1.7 and 1.6 respectively in 2011).
        In other words, if being made to penetrate someone was counted as rape—and why shouldn’t it be?—then the headlines could have focused on a truly sensational CDC finding: that women rape men as often as men rape women.

      8. Gewisse Dinge SIND aber nun mal nicht gleich verteilt. Wenn es darum geht, welches Geschlecht mehr Dinge erfindet, welches im Schnitt häufiger Genies hervorbringt, welches schwerer arbeitet, bist du sicherlich eifrig dabei, zuzugeben, dass es keine Gleichverteilung gibt.
        Dasselbe gilt allerdings auch für Gewalt, insbesondere die sexueller Natur. Es gibt schon einen Grund, warum mehr Männer in Gefängnissen sitzen, als Frauen, und das hat wenig mit einer femifaschistischen Weltverschwörung zu tun, als mit Biologie. Auch wenn du noch so sehr mit dem Fuß aufstampfst und auf Gleichverteilung bestehst.
        Das bedeutet nicht, dass Frauen Engel sind. Ich glaube auch aufs Wort, dass z.B. weibliche sexuelle Gewalt wesentlich häufiger ist, als sie in Statistiken auftaucht. Trotzdem besteht hier bei weitem keine Gleichverteilung.
        Das heißt auch nicht, dass man männliche Gewaltopfer ignorieren soll. Im Gegenteil. Ich finde die Vorstellung zum Kotzen, dass nur 9% (wie es in dem Link zum dailymail-Artikel steht) aller Anzeigen durch männliche Vergewaltigungsopfer auch Gefängnis für den Täter (m/w) zur Folge haben. Aber es hilft nicht, den Spieß umzudrehen und dafür Lügen zu verbreiten.

      9. „quellwerk sprach von Kindesmissbrauch, dieser Begriff enthält zwar auch sexuellen Missbrauch, hat aber einen größeren Bedeutungsrahmen und umfaßt auch allgemeine Gewalt“

        Ich weiß das. Auf mich macht es aber nicht den Anschein, dass quellwerk das auch weiß.

        Gerade dieser Absatz erweckt den Anschein, dass quellwerk meint, Kindesmissbrauch sei sexueller Natur:

        „Kindesmissbrauch wurde nur als von Männern durchgeführt gedacht, dabei sind Frauen überepräsentiert […] Mein Quellennachweis belegt im Gegenteil die Dominanz der Frau als Täter hinsichtlich des Kindesmissbrauchs“

        Dass mehr Frauen ihre Kinder schlagen, als Männer, ist doch bekannte Sache und völlig logisch, denn wie schon gesagt, Frauen übernehmen den Löwenanteil der Erziehung, und Trennungskinder bleiben viel häufiger bei den Müttern.

        „And now the real surprise: when asked about experiences in the last 12 months, men reported being “made to penetrate”—either by physical force or due to intoxication—at virtually the same rates as women reported rape (both 1.1 percent in 2010, and 1.7 and 1.6 respectively in 2011).
        In other words, if being made to penetrate someone was counted as rape—and why shouldn’t it be?—then the headlines could have focused on a truly sensational CDC finding: that women rape men as often as men rape women.“

        Could have … would have … hätte, hätte, Fahrradkette. Weiter geht’s im Artikel.

        „On the other hand, most of us would agree that to equate a victim of violent rape and a man who engages in a drunken sexual act he wouldn’t have chosen when sober is to trivialize a terrible crime. It is safe to assume that the vast majority of the CDC’s male respondents who were “made to penetrate” someone would not call themselves rape victims—and with good reason.“

        Da bin ich ganz der Meinung der Reporterin. Sex mit einem Menschen, den man nüchtern nicht mit der Kneifzange angefasst hätte, ist keine Vergewaltigung. Wenn man sich betrunken nicht so weit im Griff hat, nur mit Menschen zu schlafen, die man anziehend findet, dann sollte man nicht trinken. Das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Ich bin da nicht auf radikalfeministischer (?) Seite, dass jeder freiwillige Sex, der nicht unter völlig nüchternen Personen abläuft, eine Vergewaltigung ist. Selbst wenn man es hinterher bereut.

        „But if that’s the case, it is just as misleading to equate a woman’s experience of alcohol-addled sex with the experience of a rape victim who is either physically overpowered or attacked when genuinely incapacitated. For purely biological reasons, there is little doubt that adult victims of such crimes are mostly female“

        Eben.
        Heraushebung ist übrigens von mir. Eine halb bewusstlose Person kann meiner Meinung nach immer noch nicht zum Beischlaf zustimmen (weder ein Mann, noch eine Frau).

        „—though male children and adolescents are at fairly high risk: as criminologists Richard Felson and Patrick Cundiff report in a fascinating recent analysis, a 15-year-old male is considerably more likely to be sexually assaulted than a woman over 40. The CDC reports that 12.3 percent of female victims were 10 or younger at the time of their first completed rape victimization; for male victims, that number is 27.8 percent.“

        Und hier geht wieder nicht hervor, wer die jungen Buben vergewaltigt – Männer oder Frauen.

      10. „Es gibt schon einen Grund, warum mehr Männer in Gefängnissen sitzen, als Frauen, und das hat wenig mit einer femifaschistischen Weltverschwörung zu tun, als mit Biologie. “

        Akzeptiere ich mal, dass es da einen Biologischen Grund gibt.
        Es gibt einen Grund, dass Frauen für die selben Straftaten im Schnitt deutlich sanfter bestraft werden als Männer, deutlich niedrigere Strafen erhalten, seltener ins Gefängnis kommen.
        Dieser Grund liegt in der offenkundig Biologisch determinierten Haltung auch bei Richtern, dass Frauen vor allem beschützenswert sind und man sie vor „anderen“ Männern schützt, ihre eigenen Verfehlungen dabei gerne ignoriert und herunterspielt.

        Da stimme ich Dir zu, das ist sicher ein Teil der Biologischen Disposition, die mit dazu führt, dass mehr Männer in Gefängnissen sitzen als Frauen.

        Eine wichtige Frage ist, ob es richtig ist für einen Rechtsstaat, der in seiner Verfassung stehen hat, dass Männer und Frauen Gleichberechtigt und vor dem Gesetz gleich zu behandeln sind, solche biologischen Dispositionen der Rechtsprechenden Personen in der Rechtspraxis zu dulden. Wäre es nicht notwendig, hier in besonderer Weise auf Neutralität zu pochen und solchen biologischen Dispositionen der Rechtsprechung etwas entgegen zu setzen?

      11. @shark:

        Das bedeutet nicht, dass Frauen Engel sind. Ich glaube auch aufs Wort, dass z.B. weibliche sexuelle Gewalt wesentlich häufiger ist, als sie in Statistiken auftaucht. Trotzdem besteht hier bei weitem keine Gleichverteilung.

        Da wäre ich mir nicht so sicher. Es gibt relativ wenig Forschung auf dem Gebiet, aber Untersuchungen bspw. von Barbara Krahé von der Uni Potsdam, „Sexual Aggression Among Adolescents Prevalence and Predictors in a German Sample“. Die Zahlen sind in dieser Studie durchaus vergleichbar. Von Krahé gibt’s auch diverse andere Studien, meist an Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

        In other words, if being made to penetrate someone was counted as rape—and why shouldn’t it be?—then the headlines could have focused on a truly sensational CDC finding: that women rape men as often as men rape women.”

        Could have … would have … hätte, hätte, Fahrradkette. Weiter geht’s im Artikel.

        Dir ist schon klar, dass diese Unterscheidung „rape““made to penetrate“ daher rührt, dass im Amerika den Kriminalitätsstatistiken folgende Definition von Vergewaltigung zugrunde liegt:

        The penetration, no matter how slight, of the vagina or anus with any body part or object, or oral penetration by a sex organ of another person, without the consent of the victim.

        Das schließt eben erzwungene Penetration nicht ein. In Deutschland z.B. oder den meisten europäischen Staaten wäre es dagegen rechtlich eine Vergewaltigung. „Hätte, hätte, Fahrradkette“ empfinde ich da übrigens als unangemessene Reaktion.

      12. Manche Dinge sind gleich zwischen den Geschlechtern verteilt, manche nicht. Das herauszufinden ist vor allem eine empirische Frage, welche wertfrei beantwortet werden kann.
        Interessanter sind die Folgen und Konsequenzen, welche man aus diesen empirischen Befunden zieht. Welche neuen Fragen sie aufwerfen, welche Erklärungsmodelle man dafür findet. Wie gehen wir als Gesellschaft damit um, dass im Schnitt
        a) mehr Männer als Frauen Gewalt erfahren
        b) mehr Männer als Frauen sexuelle Gewalt verüben
        c) mehr Frauen als Männer Gewalt gegen Kinder ausüben
        d) Gewalt in Beziehungen vor allem eine dynamische Entwicklung ist, an der beide gleichermaßen (!) beteiligt sind

        Der momentan vorherrschende radikale Gender-Feminismus (im Sinne von Leszek) hat für diese Befunde ENTWEDER eine unzureichende eindimensionale Erklärung, die der Komplexität der Thematik nicht gerecht wird: a), b) ist deshalb so, weil Patriarchat. ODER er negiert die Befunde, bzw. verdreht sie ins Gegenteil: c), d) vorherrschendes feministisches Narrativ besagt dass Gewalt gegen Kinder bzw. in Beziehungen vor allem vom Mann ausgeht.

        So wie ich quellwerk verstehe, geht es ihm um diese Schieflage. Eine Schieflage, die nicht in irgendwelchen unbedeutenden Randgruppen vorzufinden ist, sondern die inmitten der Gesellschaft existiert (mainstream), und die erheblichen Einfluss auf die Gestaltung unseres sozialen Lebens (u. a. über Gesetzgebung!) hat.

        „Ich weiß das. Auf mich macht es aber nicht den Anschein, dass quellwerk das auch weiß.“
        Quellwerk wird sich sicher zu diesem Thema melden, und aufklären wie er seine Aussage gemeint hat und was er mit dem Begriff Kindesmissbrauch verbindet.

        „Gerade dieser Absatz erweckt den Anschein, dass quellwerk meint, Kindesmissbrauch sei sexueller Natur“
        Inwiefern? Der Absatz verwendet zwei mal den Begriff „Kindesmissbrauch“, das Wort „sexuell“ (bzw. irgend ein Wort, welches mit Sexualität konnotoert ist) kommt darin gar nicht (!) vor.

        „Dass mehr Frauen ihre Kinder schlagen, als Männer, ist doch bekannte Sache und völlig logisch“
        Es wäre aus meiner Sicht vernünftig (im Sinne von „richtige (Ausgangs)Informationen sind eine wesentliche Voraussetzung (!) für eine erfolgreiche Problemlösung“), wenn diese „völlig logische und bekannte Sache“ sich in entsprechender Berichterstattung auf breiter Basis wiederfinden würde. Davon ist im Moment leider wenig zu sehen.

        „Could have … would have … hätte, hätte, Fahrradkette. Weiter geht’s im Artikel.“
        Ich finde es erstaunlich, mit welcher Nonchalance du über Opfer von ungewolltem Sex hinweg gehst, sobald Männer davon betroffen sind.

        EINVERNEHMLICHER Sex mit einem Menschen, den man nüchtern nicht mit der Kneifzange angefasst hätte, ist keine Vergewaltigung.“
        Ich unterstelle dir wohlwollend, dass du meine Ergänzung implizit angenommen hast. Ich halte es für wichtig, bei so einem sensiblen Thema präzise zu formulieren.

        Deinen restlichen Ausführungen stimme ich zu. Es fällt positiv auf, dass du an mehreren Stellen explizit davon sprichst, dass deine Ansichten für Männer UND Frauen gleichermaßen gelten.

      13. „Akzeptiere ich mal, dass es da einen Biologischen Grund gibt.
        Es gibt einen Grund, dass Frauen für die selben Straftaten im Schnitt deutlich sanfter bestraft werden als Männer, deutlich niedrigere Strafen erhalten, seltener ins Gefängnis kommen.
        Dieser Grund liegt in der offenkundig Biologisch determinierten Haltung auch bei Richtern, dass Frauen vor allem beschützenswert sind und man sie vor “anderen” Männern schützt, ihre eigenen Verfehlungen dabei gerne ignoriert und herunterspielt.

        Da stimme ich Dir zu, das ist sicher ein Teil der Biologischen Disposition, die mit dazu führt, dass mehr Männer in Gefängnissen sitzen als Frauen.“

        Aha. Also grundsätzlich begehen Frauen GENAUSO viele Straftaten wie Männer, aber sie werden einfach dafür nicht eingesperrt!! Weil sie ja so arme Frauen sind und jeder sie bemitleidet. Leuchtet ein. [/Sarkasmus]

      14. @Pingpong

        „a) mehr Männer als Frauen Gewalt erfahren“

        Allerdings hauptsächlich durch Männer. Männer werden häufiger durch Männer zusammengeschlagen, beraubt, umgebracht.

        „b) mehr Männer als Frauen sexuelle Gewalt verüben“

        Ich würde das Problem nicht als Männerproblem darstellen, sondern als Vergewaltigerproblem.

        „c) mehr Frauen als Männer Gewalt gegen Kinder ausüben“

        Ich würde auch dieses Problem nicht als Frauenproblem darstellen, sondern als Erzieherproblem.

        „d) Gewalt in Beziehungen vor allem eine dynamische Entwicklung ist, an der beide gleichermaßen (!) beteiligt sind“

        Das sehe ich nicht so. Nach vielen, vielen Studien ist Gewalt an sich zwar gleich verteilt, aber es wird einerseits zwischen psychischer und körperlicher, andererseits zwischen schwerer und leichter Gewalt unterschieden. Männer begehen häufiger schwere und körperliche, Frauen häufiger leichte und psychische Gewalt.
        Aber auch hier würde ich nicht geschlechtsspezifisch an das Problem herangehen, sondern spezifisch für Beziehungstäter.

        „Der momentan vorherrschende radikale Gender-Feminismus (im Sinne von Leszek) hat für diese Befunde ENTWEDER eine unzureichende eindimensionale Erklärung, die der Komplexität der Thematik nicht gerecht wird: a), b) ist deshalb so, weil Patriarchat. ODER er negiert die Befunde, bzw. verdreht sie ins Gegenteil: c), d) vorherrschendes feministisches Narrativ besagt dass Gewalt gegen Kinder bzw. in Beziehungen vor allem vom Mann ausgeht.“

        Ich kenne mich mit dem Genderfeminismus nicht aus. Weder mit Genderfeminismus, wie Leszek ihn versteht, noch mit dem tatsächlichen Genderfeminismus, wie er sich selbst versteht. Von dem her hat es wenig Sinn, sich mit mir darüber zu unterhalten.

        „So wie ich quellwerk verstehe, geht es ihm um diese Schieflage. Eine Schieflage, die nicht in irgendwelchen unbedeutenden Randgruppen vorzufinden ist, sondern die inmitten der Gesellschaft existiert (mainstream), und die erheblichen Einfluss auf die Gestaltung unseres sozialen Lebens (u. a. über Gesetzgebung!) hat.“

        Ich verstehe ihn anders.

        „“Ich weiß das. Auf mich macht es aber nicht den Anschein, dass quellwerk das auch weiß.”
        Quellwerk wird sich sicher zu diesem Thema melden, und aufklären wie er seine Aussage gemeint hat und was er mit dem Begriff Kindesmissbrauch verbindet.“

        Ja. Allerdings gehe ich jede Wette ein, dass er jetzt nicht mehr zugeben würde, dass er unter „Missbrauch“ sexuellen Missbrauch versteht.

        “Gerade dieser Absatz erweckt den Anschein, dass quellwerk meint, Kindesmissbrauch sei sexueller Natur”
        Inwiefern? Der Absatz verwendet zwei mal den Begriff “Kindesmissbrauch”, das Wort “sexuell” (bzw. irgend ein Wort, welches mit Sexualität konnotiert ist) kommt darin gar nicht (!) vor.“

        Wer behauptet denn, dass Männer häufiger ihre Kinder misshandeln, als Frauen? Wenn, dann ist eben immer die Rede von *sexueller* Gewalt, die überwiegend von Männern verübt wird.

        “Es wäre aus meiner Sicht vernünftig (im Sinne von “richtige (Ausgangs)Informationen sind eine wesentliche Voraussetzung (!) für eine erfolgreiche Problemlösung”), wenn diese “völlig logische und bekannte Sache” sich in entsprechender Berichterstattung auf breiter Basis wiederfinden würde. Davon ist im Moment leider wenig zu sehen.“

        Noch mal: in welcher Berichterstattung werden Männer als Kinderschläger dargestellt?

        “Ich finde es erstaunlich, mit welcher Nonchalance du über Opfer von ungewolltem Sex hinweg gehst, sobald Männer davon betroffen sind.“

        Wenn schon, ist die Art, wie im Artikel damit umgegangen wird, nonchalant. Erst wird behauptet, dass Männer genauso oft von Frauen vergewaltigt werden, wie umgekehrt, und im nächsten Moment heißt es wieder, dass doch Frauen häufiger von Männern vergewaltigt werden. Erst heißt es, dass jeder betrunkene Sex Vergewaltigung ist, dann wieder nicht. Was denn nun?

        „“EINVERNEHMLICHER Sex mit einem Menschen, den man nüchtern nicht mit der Kneifzange angefasst hätte, ist keine Vergewaltigung.”
        Ich unterstelle dir wohlwollend, dass du meine Ergänzung implizit angenommen hast. Ich halte es für wichtig, bei so einem sensiblen Thema präzise zu formulieren.“

        Ich sehe keinen großen Unterschied zwischen „einvernehmlich“ und „freiwillig“.

        „Deinen restlichen Ausführungen stimme ich zu. Es fällt positiv auf, dass du an mehreren Stellen explizit davon sprichst, dass deine Ansichten für Männer UND Frauen gleichermaßen gelten.“

        Natürlich tun sie das. Wieso sollte ich einen Unterschied machen?

        @krams:
        „Da wäre ich mir nicht so sicher. Es gibt relativ wenig Forschung auf dem Gebiet, aber Untersuchungen bspw. von Barbara Krahé von der Uni Potsdam, “Sexual Aggression Among Adolescents Prevalence and Predictors in a German Sample”. Die Zahlen sind in dieser Studie durchaus vergleichbar. Von Krahé gibt’s auch diverse andere Studien, meist an Jugendlichen und jungen Erwachsenen.“

        Ich habe jetzt ziemlich lange nach dem Paper gesucht. Das, was ich dazu gefunden habe, hat in keinster Weise weibliche Täter in Prozentsätzen gegen männliche Täter aufgewogen.
        Hier ein Fundstück:
        But, if dismissing sexual assaults against men goes against the evidence, assuming that their experiences are the same as women’s does too. While coercion and assault are surprisingly common experiences for college men, they’re still much more common for college women. A 2003 study that Struckman-Johnson led found that 58 percent of college men had been pressured for sex after saying no (since age 16), but for women that rate was 78 percent.

        Women also typically use less violent tactics than men to push for sex. The paper, which considered „post-refusal tactics“ including repeated touching, emotional manipulation, intoxication, and violence, found that 22 percent of women and nine percent of men had been physically restrained by a member of the other gender demanding sex.

        […]
        (hier der ganze Artikel: http://www.psmag.com/politics-and-law/women-sexually-assault-men-92099)
        Mehr finde ich gerade nicht. Jedenfalls nichts, das nicht irgendwie in der einen oder anderen Richtung unneutral ist.

        „Dir ist schon klar, dass diese Unterscheidung “rape””made to penetrate” daher rührt, dass im Amerika den Kriminalitätsstatistiken folgende Definition von Vergewaltigung zugrunde liegt:“

        Lies den Rest des Artikels. Lies, was ich zitiert habe. Selbst wenn man die amerikanische Definition für Vergewaltigung außer Acht lässt (was ich durchaus tue, für mich ist Vergewaltigung, wenn jemand zum Sex gezwungen wird, egal ob er penetrieren muss oder penetriert wird), kommt es darauf hinaus, dass Frauen häufiger von Männern vergewaltigt werden, als umgekehrt.

        „Das schließt eben erzwungene Penetration nicht ein. In Deutschland z.B. oder den meisten europäischen Staaten wäre es dagegen rechtlich eine Vergewaltigung. “Hätte, hätte, Fahrradkette” empfinde ich da übrigens als unangemessene Reaktion.“

        Siehe oben.

      15. @shark: Deine Ansichten zu a) bis d) entsprechen in etwa dem, was Leszek integralen Antisexismus nennt. Eventuell liest du bei Gelegenheit seine entsprechenden Beiträge dazu, es könnte dich interessieren.

        „Ich kenne mich mit dem Genderfeminismus nicht aus. Weder mit Genderfeminismus, wie Leszek ihn versteht, noch mit dem tatsächlichen Genderfeminismus, wie er sich selbst versteht. Von dem her hat es wenig Sinn, sich mit mir darüber zu unterhalten.“
        -> Das erinnert mich gerade so stark an die Szene in Pulp Fiction, wo Samuel Jackson erklärt dass Mia die Hauptrolle im Pilot einer Fernsehserie spielt, und John Travolta antwortet etwas genervt „Ich sehe nicht fern“. Samuel Jackson darauf knochentrocken: „Ja, aber du weißt schon dass es eine Erfindung namens Fernsehen gibt, und dass sie in dieser Erfindung Serien zeigen“ 😀

        „Wer behauptet denn, dass Männer häufiger ihre Kinder misshandeln, als Frauen? […] Noch mal: in welcher Berichterstattung werden Männer als Kinderschläger dargestellt?“
        Ernsthaft shark? Ein kleines Experiment nur für dich: Google Bildersuche zum Stichwort „Häusliche Gewalt“. Wie oft transportieren die Bilder dass Narrativ „Mann=Täter, Frau/Kinder=Opfer“? Wie oft kommt das Narrativ „Frau=Täter, Mann/Kinder=Opfer“ vor? Selbiges Experiment zum Suchbegriff „Gewalt gegen Kinder“ bzw „Kindergewalt“ o.ä.
        Wie passen die Ergebnisse dieses Experiments mit den oben genannten Fakten c) und d) zusammen?

        Zu deiner unglücklichen Aussage „hätte hätte Fahradkette“ im Zusammenhang mit männlichen Opfern von Vergewaltigung haben sich bereits andere Kommentatoren geäußert, daher brauche ich das hier nicht mehr weiter auszuführen.

        „Ich sehe keinen großen Unterschied zwischen “einvernehmlich” und “freiwillig”.“
        Vielleicht habe ich das ein bisschen zu kompliziert formuliert, daher hier noch einmal in möglichst einfachen Worten: Ursprünglich hast du geschrieben

        Sex mit einem Menschen, den man nüchtern nicht mit der Kneifzange angefasst hätte, ist keine Vergewaltigung.

        Dieser Satz lässt offen, ob der Sex für beide freiwillig bzw. einvernehmlich ist. Laut diesem Satz ist Sex, den ein Betrunkener mit einer Frau, die er sich schöngetrunken hat, gegen ihren Willen durchführt keine Vergewaltigung. You get the point? Ich denke du hast natürlich implizit selbstverständlich vorausgesetzt, dass der Sex einvernehmlich/freiwillig ist. Das habe ich auch in meiner Antwort genau so geschrieben. Nichtsdestotrotz ist es eine ungenaue Formulierung deinerseits, und ich habe mir erlaubt diese Ungenauigkeit zu entfernen, weil das nunmal ein sehr sensibles Thema ist. Auch das habe ich in meiner Antwort bereits geschrieben. 🙂

      16. Allerdings hauptsächlich durch Männer. Männer werden häufiger durch Männer zusammengeschlagen, beraubt, umgebracht.

        Stimmt, und? Und das rechtfertigt, dass man einen Teil der Gewaltopfer nicht weiter zu beachten braucht? Gewaltopfer in zwei Klassen einzuteilen ist hochgradig asozial!

        Männer begehen häufiger schwere und körperliche, Frauen häufiger leichte und psychische Gewalt.

        Es ist zwar richtig, dass Männer im Schnitt körperlich überlegen sind. Frauen greifen dafür deutlich häufiger zu Waffen wie, Messer, Nudelholz oder Pfanne. Das gleicht den Unterschied problemlos aus.,

        Psychische Gewalt als harmloser darzustellen ist ein beliebter Kniff. Psychische Gewalt hinterlässt keine sichtbaren Spuren und ist schon aus diesem Grund deutlich perfider.

        Ignoriert wird dabei die Tatsache, dass man daher Frauen als Täter keine Hilfe zukommen lassen kann und sie oft noch in ihrem Tun bestärkt werden. Wenn dann dem Mann die Hand ausrutscht sind die Rollen ja wieder „richtig“ verteilt.

        Gewaltopfer und -täter nach Geschlecht zu gewichten und zu bewerten hilft keinem Betroffenen. Das dient lediglich dem ideologischen Unterbau und sichert die Finanzierung bestehender leider überwiegend einseitiger Hilfsangebote.

      17. @pingpong
        Ich sehe gerade dein Engagement in dieser Sache. Gefällt mir gut. Ich werde demnächst einen Beitrag auf nicht-feminist.de unter meinem Klarnamen Andreas Lange zu diesem Thema veröffentlichen, mit der Bitte, dass sich ein paar Profis aus der Männerbewegung dazu äußern. Ich hatte mir das obige Informationsmaterial anlässlich einer Diskussion auf freitag.de innerhalb einiger Stunden zusammengesucht. Es war schwer, Zahlen zu finden, weil die Interpretationen der Daten zu diesem Thema regelmäßg einen bias zugunsten von Frauen haben, was ich daran erkennen konnte, dass der Schlusssatz lautete, dass Frauen am meisten von Gewalt, Missbrauch, etc. betroffen seien.

      18. @shark

        Ich habe jetzt ziemlich lange nach dem Paper gesucht. Das, was ich dazu gefunden habe, hat in keinster Weise weibliche Täter in Prozentsätzen gegen männliche Täter aufgewogen.

        Ah, sorry, das ist der falsche Artikel, ich habe ihn verwechselt. „Sexuelle Aggression und Opfererfahrung unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen“ ist der richtige, http://dx.doi.org/10.1026/0033-3042.60.3.173, Tabelle 2, „Opfererfahrung: Stichproben und Prävalenz sexueller Viktimisierung“. Darin berichten 28.9% der Frauen von schwerer sexueller Viktimisierung* durch Männer, und 18.0% der Männer von desgleichen durch Frauen. Das sind für mich vergleichbare Größen. Nicht wie Quellwerk erwähnt hat „genauso viele“, aber ca 60:40.
        *“vollzogene unfreiwillige sexuelle Kontakte durch Ausnutzen der Widerstandsunfähigkeit oder durch Androhung bzw. Einsatz körperlicher Gewalt.“

        Lies den Rest des Artikels. Lies, was ich zitiert habe.

        Ich kenne den dem Artikel zugrunde liegenden CDC-Report. Bitte lies ihn Dir durch. Vor allem die Definitionen von „rape“ und „made to penetrate“. Es ist richtig, dass die Zahlen für Frauen höher sind, in diesem Fall etwa 3:1 bis 4:1, trotzdem kann Deine „Fahrradkette“-Bemerkung als abfällig gegenüber den Betroffenen verstanden werden.

        Generell versucht das CDC auch nicht, einen eventuell vorhandenen „reporting bias“ zu korrigieren. Das ist durchaus legitim, sollte aber im Hinterkopf bleiben. Ich schätze z.B. die Zahl der männlichen Opfer für „rape“ deutlich höher ein als angegeben – schon allein aufgrund der extrem hohen Zahl von Strafgefangenen in den USA.

      19. „Ernsthaft shark? Ein kleines Experiment nur für dich: Google Bildersuche zum Stichwort “Häusliche Gewalt”. Wie oft transportieren die Bilder dass Narrativ “Mann=Täter, Frau/Kinder=Opfer”? Wie oft kommt das Narrativ “Frau=Täter, Mann/Kinder=Opfer” vor? Selbiges Experiment zum Suchbegriff “Gewalt gegen Kinder” bzw “Kindergewalt” o.ä.
        Wie passen die Ergebnisse dieses Experiments mit den oben genannten Fakten c) und d) zusammen?“

        Ja, ernsthaft. Wenn man auf Google „Kindesmisshandlung“ eingibt, wird mitnichten ein Bild des schlagenden Vaters transportiert. https://www.google.at/#q=kindesmisshandlung
        Der erste Treffer, der spezifisch für das Tätergeschlecht erscheint, lautet: „Meine Mutter, die Sau“. Auf der Bildersuche ist das erste Bild, das einen Täter zeigt, das einer Frau mit Hijab. Auf dem zweiten ist Britney Spears zu sehen. Oh nein, halt, das erste Bild, das eventuell auf einen Täter schließen lässt, ist das einer Hand. Für mich sieht sie weiblich aus. Ich kann mich aber täuschen …
        So, und jetzt bin ich ziemlich angewidert …

        @HansG
        „Stimmt, und? Und das rechtfertigt, dass man einen Teil der Gewaltopfer nicht weiter zu beachten braucht? Gewaltopfer in zwei Klassen einzuteilen ist hochgradig asozial!“

        Habe ich das behauptet?!
        Ich habe nur auf quellwerks Ausführungen reagiert, der Frauen als mindestens genauso gewalttätig gegen Männer darstellen will, wie umgekehrt. Mindestens, wenn nicht eher sogar mehr. Wie wäre es, wenn du dir nicht nur die Reizwörter bzw. -sätze aus meinen Beiträgen herauspickst?

        „Es ist zwar richtig, dass Männer im Schnitt körperlich überlegen sind. Frauen greifen dafür deutlich häufiger zu Waffen wie, Messer, Nudelholz oder Pfanne. Das gleicht den Unterschied problemlos aus.,“

        Und trotzdem sind Frauen häufiger Opfer schwerer Gewalt durch Männer als umgekehrt. Wie kann das sein, wenn es sich „problemlos ausgleicht“?

        „Psychische Gewalt als harmloser darzustellen ist ein beliebter Kniff. Psychische Gewalt hinterlässt keine sichtbaren Spuren und ist schon aus diesem Grund deutlich perfider.“

        Körperliche Gewalt ist auch psychische Gewalt. Was sie dann doppelt und dreifach perfide macht. Oder meinst du, dass körperliche Gewalt an der Psyche spurlos vorübergeht?

        „Ignoriert wird dabei die Tatsache, dass man daher Frauen als Täter keine Hilfe zukommen lassen kann und sie oft noch in ihrem Tun bestärkt werden. Wenn dann dem Mann die Hand ausrutscht sind die Rollen ja wieder “richtig” verteilt.“

        Auf psychische Gewalt mit körperlicher zu antworten ist ebenso schlimm, wie die psychische Gewalt selbst. Das gilt für beide Geschlechter. Nichts rechtfertigt Schläge, außer Notwehr.

        „Gewaltopfer und -täter nach Geschlecht zu gewichten und zu bewerten hilft keinem Betroffenen. Das dient lediglich dem ideologischen Unterbau und sichert die Finanzierung bestehender leider überwiegend einseitiger Hilfsangebote.“

        Noch einmal: lies den GANZEN Beitrag von mir. Den GANZEN. Nicht nur die Reizwörter. Wenn ich hier, obwohl ich mehr als deutlich gemacht habe, dass ich eben KEINEN Unterschied zwischen dem Geschlecht mache, trotzdem deswegen angelabert werde, dann sehe ich keinerlei Sinn in einer Diskussion.

      20. @shark: Du willst tatsächlich bestreiten dass das gängige Narrativ betreffend Gewalt in der Familie so gut wie immer den Mann als Täter darstellt? Dass man als Mann der sich bei der Opfer Hotline meldet sowas wie ein bunter Hund ist? Dass es einen dezidierten Täter Notruf gibt? Dass es Hilfsangebote für geschlagenen Frauen/Kinder in Hülle und Fülle gibt, während man entsprechende Einrichtungen für Männer an einer Hand abzählen kann?
        Bitte noch einmal die google Bildersuche zu bemühen, diesmal mit den Suchbegriffen „Häusliche Gewalt“ und „Kindesmissbrauch“. Ist das Ergebnis des Suchbegriffs „Kindesmissbrauch“ anders als das Ergebnis von „Kindesmisshandlung“? Falls ja, wie äußert sich dieser Unterschied? Was könnte der Grund dafür sein? Besteht die Möglichkeit, dass der Suchbegriff „Kindesmisshandlung“ ungeeignet ist um die Frage nach dem Geschlecht des Täters zu untersuchen?

        Ich habe ehrlich gesagt wenig Lust auf diesem Niveau weiter zu diskutieren.

      21. Wie wäre es, wenn du dir nicht nur die Reizwörter bzw. -sätze aus meinen Beiträgen herauspickst?

        Mach ich, wenn du auf Polemik verzichtest.

        Und trotzdem sind Frauen häufiger Opfer schwerer Gewalt durch Männer als umgekehrt. Wie kann das sein, wenn es sich “problemlos ausgleicht”?

        Geschlechtsneutrale Untersuchungen kommen zu einem anderen Ergebnis. Demnach greifen Frauen tatsächlich überwiegend zu psychischer Gewalt, wie Beschämungen um als Steigerung direkt zur schweren (versuchten) Körperverletzung durchzueskalieren. Erfolgreiche Notwehr wird dann häufig der Gewalt gegen Frauen durch Männer zugerechnet.

        Erschwerend kommt hinzu, dass die meisten Männer einen solchen Übergriff nicht zur Anzeige bringen, da es als unmännlich empfunden wird von einer Frau verdroschen worden zu sein. Privat wird dann glaubhaft ein Konflikt mit einem anderen Mann vorgeschoben.

        Ein ähnliches Verhalten lässt sich beobachten wenn behauptet wird, dass Frau oder Kind die Treppe runter gefallen oder ausgerutscht wäre.

        Körperliche Gewalt ist auch psychische Gewalt. Was sie dann doppelt und dreifach perfide macht. Oder meinst du, dass körperliche Gewalt an der Psyche spurlos vorübergeht?

        Jetzt wird‘s lächerlich! Natürlich hat körperliche Gewalt auch psychische Auswirkungen. Das ist allgemein anerkannt und wird im Rahmen der Opferhilfe auch beachtet. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass es gegen psychische Gewalt kein probates Mittel zur sofortigen Selbsthilfe gibt. Bei einem blauen Auge hilft (Frauen) das Gewaltschutzgesetz.

        Auf psychische Gewalt mit körperlicher zu antworten ist ebenso schlimm, wie die psychische Gewalt selbst. Das gilt für beide Geschlechter. Nichts rechtfertigt Schläge, außer Notwehr.</blockquote
        Ja was jetzt? Gewalt ist nicht zu rechtfertigen, da stimmen wir überein. Ob es sich um Notwehr handelt – darüber ließe sich streiten.

        Wenn ich hier, obwohl ich mehr als deutlich gemacht habe, dass ich eben KEINEN Unterschied zwischen dem Geschlecht mache

        Ich kritisiere in diesem Zusammenhang auch nur einen einzigen Punkt.

        „a) mehr Männer als Frauen Gewalt erfahren”

        Allerdings hauptsächlich durch Männer. Männer werden häufiger durch Männer zusammengeschlagen, beraubt, umgebracht.

        Diese, deine Aussage ist nichts weiter als Polemik. Damit wird lediglich die Botschaft transportiert, dass männliche Gewaltopfer als Mann selbst Mitschuld wären weil andere(!) Männer im Schnitt häufiger für Gewalttaten verantwortlich sind als Frauen. Kann man natürlich auch einfach als Sexismus bezeichnen.

    2. wenn du der meinung bist, dass frauen nicht durch das allgemein unumstrittene patriarchat benachteiligt sind.

      Als „Eine mathematikstudentin!“ sollte dir eigentlich klar sein, dass etwas, das nicht existent ist, niemanden benachteiligen kann.

      1. Ich bin immerwieder fassungslos darüber wie unterschiedlich ein und die selbe realität gesehen werden kann, ließ dir mal „die töchter egalias“ durch..

      2. „unumstrittene patriarchat“

        Männer sind die wohl inkompetentesten Unterdrücker die es jemals gab. Die von ihnen unterdrückte Gruppe
        – erhält die bessere Bildung
        – erhält die bessere Gesundheitsversorgung
        – erhält geringere Strafen bei den gleichen Verbrechen
        – hat mehr Rechte
        – hat geringere Suizidraten
        – wird gesetzlich auf dem Arbeitsmarkt bevorzugt
        – profitiert davon das ihre Unterdrücker die dreckigen und gefährlichen Arbeit machen
        – und lebt im Schnitt 5 Jahre länger

        Aber alles egal…

  2. Hallo. Bin der Autor des Artikels. Werde deinen Kommentar komemntieren, denk ich mal.

    „unumstrittene patriarchat benachteiligt“

    So wahr ich es geschrieben und verlautbart habe, so wahr ist es in der Schrift, und so sei der Glauben eines jeden Feministen!

    Außerdem: [Zitat fehlt]

    „In der gleichen gewichtsklasse können frauen und männer übrigens ruhig gegeneinander antreten, das fänd ich klasse, mehr individualität, weniger unterteilung nach geschlecht!!!“

    Ja! Ganz toll, und auch mehr weibliche Todesfälle! Ich seh schon die Schlagzeilen „Das Patriarchat hat wieder zugeschlagen!“ Ohje. Vielleicht doch nicht so gut.

    „Vielleicht verstehst du, was vergewaltigung ist wenn“

    Hm, ich sehe, du verkaufst ein Kombipaket aus Angst und Hysterie. Ich lehne dankend ab.

    Zudem: Du nimmst an, ich sei ein Mann. Nicht dass ich einer wäre. Oder vielleicht doch. Sagt jedoch mehr über deine Einstellung zu Männern als meine.

    Außerdem: „Vergewaltigung“ versteht man nicht nur, wenn man sie erlebt hat.

    “ alle möglichen zahlen und studien wiederlegen deine thesen und schwachen gegenargumente“

    [Zitat fehlt]

    „Absoluter müll..“

    „Eine mathematikstudentin!“

    Naja. Vielleicht nächstes Mal!

  3. Hä?? Der name, den ich überflog, hatte ich als männlich eingeordnet, bevor ich gelesen hatte..den anfang fand ich ja ganz interessand.. naja deine antwort zum boxen ist leider wieder so dürftig, wie im ursprungstext,…

    1. Pff! Vielleicht solltest du erstmal fragen zu welchem Geschlecht sich eine Person zugehörig fühlt. Es ist verletztend und eingrenzend nur aufgrund dessen, wie andere einen Nick lesen in eine Schublade gesteckt zu werden. Du reproduzierst und verfestigst Rollenklischees!

      1. Es ist mir nicht wichtig, welches geschlecht jemand hat, oder welchem sich ein mensch zuordnet..
        Du bist ja lustig, sprüche, wie „wenn du vergewaltigt wirst, einfach hinlegen und genießen!“ Habe ich leider von frauen auch schon zur genüge gehört, denke, wenn menschen dann in die situation kommten, denkten sie dann anders darüber. Mit dem wort sollte einfach sensibler umgegangen werden, egal aus welchem mund es kommt! kommt doch nicht auf die form des mülleimers an, nur, dass drinnen müll, manchmal giftmüll steckt..
        Lovis

      2. Es ist mir nicht wichtig, welches geschlecht jemand hat, oder welchem sich ein mensch zuordnet..

        Es ist egal was dir wichtig ist. Es geht um Awareness!!11elf

        Jetzt mal ernsthaft. Du hast mit Phrasen dreschen angefangen.

        Du bist ja lustig, sprüche, wie “wenn du vergewaltigt wirst, einfach hinlegen und genießen!” […]

        Äh, watt? Falsch abgebogen?

        Mal davon abgesehen, dass solche Sprüche, egal von wem, einfach nur dämlich sind erschließt sich mir nicht was du eigentlich sagen willst.

    2. Ich finde es amüsant, dass Du auf nichts antwortest, außer das Argument mit dem Boxen. Ich nehme an, dass du keine Antworten/gegenargumente hast. Ist in Ordnung. Habe ich auch nicht erwartet; am Ende ist das die selbe Diskussion wie mit jedem Gläubigen irgendeiner Religion. Christen, Muslim, Feminist.

      Ich glaube zudem nicht, dass zum Boxen mehr gesagt werden muss außer: Männer könnten Frauen in der selben Gewichtsklasse aus Versehen töten, da sie schlichtweg mehr Kraft besitzen. Biologischer Fakt. Was willste mehr?

      Zudem werden männliche Gewichtsklassen von Frauen nicht erreicht. Das nennst du vermutlich Sexismus, aber es ist vermutlich auch Sexismus, wenn die Frauen gebrochene Knochen haben, wegen geringerer Knochendichte, was.

      1. So, nein ich hatte keine zeit, bin aber echt verwundert und irgentwie fastziniert, habe schon ewig nichtmehr mit menschen gesprochen, die so ewig weit in einer mir so feenen ideologie stecken..beim boxen geht es nicht um kraft, es geht um taktik und schnelligkeit der bewegungen..falls dus noch nicht getan hast schlags mal nach..
        Und bitte schau dir die allg. definition der wörten feminismus und feminustin nochmal durch und schau, inwieweit diese mit deinem eigenen verständnis übereinstimmt,..
        Ziele und wege, privilegien und scheinsicherheit und freiheit, glaube, wissen, es ist interessant, es kommt doch immer darauf an, aus welcher realität mensch kommt, aber du wirst mir zu langweilig, weil du nicht auf das eingehst oder nicht verstehst, was ich schreibe und du anscheinend zimlich festgefahren bist, wenn du nicht mit anderer wolle arbeiten kannst, ich wünsche dir mehr perspektiven, menschen in der umgebung bestimmen das bild der gesellschaft vorm eigenen auge, also wünsche ich dir vielfalt und sozialkritische erlebnisse!!!

      2. Und bitte schau dir die allg. definition der wörten feminismus und feminustin nochmal durch und schau, inwieweit diese mit deinem eigenen verständnis übereinstimmt,..

        Bullshit! Nicht an ihren Worten, an ihren Taten sollt ihr sie erkennen.

      3. Ah, ich verstehe unser Problem.

        >Fakten
        >“ bin aber echt verwundert und irgentwie fastziniert, habe schon ewig nichtmehr mit menschen gesprochen, die so ewig weit in einer mir so feenen ideologie stecken.“

        Ja, irgendwo geht doch noch die Sonne auf.

        „beim boxen geht es nicht um kraft“

        Es stimmt zwar, dass es nicht *nur* um Kraft geht, aber das war garnicht mein Argument. Ich habe keine Lust mein Argument „Männer stärker Frauen Aua“ nochmal aufzusagen. Du kannst eine noch so schnelle und wendige und geschickte und feministische Boxerin sein, ein stärkerer Kämpfer wird dich brechen. Vielleicht solltest du dich mal mit Menschen unterhalten, die boxen. Ich habe selbst Kampfsport ausgeübt, und dies ist eine der ersten Lektionen.

        „, aber du wirst mir zu langweilig, weil du nicht auf das eingehst oder nicht verstehst, was ich schreibe und du anscheinend zimlich festgefahren bist“

        Hm, sie greift die Person an, nicht das Argument. Das hat noch nie eine Feministin mit mir gemacht, um ihre Unwissenheit oder Unsicherheit im Gespräch zu überdecken. Das ist was völlig neues. /sarkasmus off

        Um mal ernsthaft zu antworten:

        Respektlos. Dies zeigt dein Totalversagen in der Diskussion und ich werde nicht mehr mit dir reden, bis du meine Argumente angehst, troll. Vielen dank, tschö.

  4. Die grundlegende Regel bei der Interpretation von Daten, welche vom Feminismus vorgelegt werden, ist die Berücksichtung der Arbeitshypothese, dass die Daten vermutlich verfälscht dargestellt, wenn nicht sogar gefälscht sind. Die rape culture an den Univeritäten wurde mit einer verfälschten Statistik begründet (1 in 4 Frauen würden vergewaltig, also 25%, während in den USA insgesamt die Vergewaltigungsrate zwischen 0.8 und 1.8 Promille liegt, siehe…

    Hm..seltsam, das trifft etwa wirklich auf die vergewaluigungsopferrate in meinem bekanntenkreis zu..und keine, die eine anzeige machte bekam vor gericht recht zugesprochen, obwohl die untersuchungen direkt danach im krankenhaus eindeutig eine vergewaltigung diagnostizierte…
    Hmm..rechtsstaat..
    Wenn du davon ausgehst, dass das, was die feministen „sagen“ eh gefälscht ist klingt das irgendwie, wie pegida..
    Wenn mich ein kerl aufdringlich anmacht und es ist nachts und ich bin alleine, dann bekomme ich angst, wenn eine tussi einen kerl auf der straße aufdringlich anmacht, wird er vermutlich keine angst vor ihr bekommen.
    Es ist mir schon mehrfach passiert, dass ich auf einem konzert mit einem kerl gesprochen habe und dieser mich zwei..drei stunden später wiedersah und mich uns frustration in die seite boxte, weil ich das interesse nicht erwiederte, kannst du dir das anders herum vorstellen, eine frau tanzt einen mann an, der nicht interessiert ist und schlägt ihn dann aus frust so,dass er keine luft mehr bekommt??? Das alles hängt doch mit der gesellschaftsstruktur zusammen!!! Ich begreife nicht, wie jemand das nicht sehen kann und was die gefälschten studien angeht, schau dir die massenspectra dazu an.

    1. Die Tatsache, dass deine Freundinnen vor Gericht kein Recht erhielten, deutet nach deiner Einschätzung auf einen nichtfunktionierenden Rechtsstaat hin. Dieser Schluss erscheint dir objektiv. Die verfälschte Darstellung von Daten seitens des Feminismus, von denen ich dir bei Bedarf weitere Beispiele liefern kann, ist nach deiner Einschätzung das Ergebnis einer Verschwörungstheorie eines Pegida-Anhängers.

      Es werden mehr Männer als Frauen vergewaltigt.
      Es erfahren mehr Männer als Frauen Gewalt.

      Du bewegst dich mit deiner Schilderung auf den ausgetretenen Pfaden eines überholten Opferfeminismus, der das erfahrene Leid einer Frau höher einstuft, als die erfahrene Gewalt eines Mannes. Was erwartest du, wenn du schreibst:

      „Wenn mich ein Kerl aufdringlich anmacht und es ist nachts und ich bin alleine, dann bekomme ich Angst, …“?

      Dass wir dich als autonom wahrnehmen? Dass du gern „damsel in distress“ spielst? Dass du den statistischen Befund bestätigst, dass das subjektive Empfinden von Bedrohung bei Frauen viel stärker ausgeprägt ist, als bei Männern? Mehr Männer als Frauen werden nachts tätlich angegriffen. Viele Männer haben ein mulmiges Gefühl, nachts durch Straßen zu gehen. Wenn die sich nun alle hinstellten und dramatische Schilderungen ihrer subjektiven Opferphantasien anklagend der Gesellschaft vorhalten würden, würdest du ihnen zu Hilfe eilen? Nein. Du würdest sagen: sie seien Opfer patriarchaler gewalttätiger Strukturen, welche sie durch ihr männlich toxisches Verhalten perpetuierten, sie also zuerst an sich selber arbeiten müssten, bevor sie sich beklagen dürften. Umgekehrt, bei Frauen angewendet, würde diese Argumentation vom Feminismus als „victim blaming“ gebrandmarkt.

      Beweise, dass mehr Frauen als Männer Gewalt erfahren. Beweise, dass mehr Jungen als Mädchen Gewalt erfahren. Beweise dass die häusliche Gewalt überwiegend von Männern ausgeht. Beweise, dass mehr Väter als Mütter ihre Kinder sexuell missbrauchen. Beweise, dass das Mitgefühl für Männer ausgeprägter ist, als für Frauen.

      Wenn dir das gelingt, dann befindest du dich in der objektiven Situation, in der sich Männer befinden, von der du paradoxer Weise annimmst, sie für dich in Anspruch nehmen zu können. Dann hätte deine Kritik Bestand, so wie die Kritik der Männerbewegung gegenüber den Manipulationen des Feminismus, der seine Kraft aus einem uralten Gynozentrismus speist. Du spielst unbewusst auf dieser Klaviatur. Anstatt, dass du einen neuen Typus Frau vorstellst, der sich von diesen reaktionären Erklärungsmustern abwendet, singst du das ausgeleierte Lied von der Frau als Opfer. Das ist alles so von gestern. Es ist kaum zu ertragen. Schau dir mal Karen Straughan bei youtube an, um einen Eindruck zu bekommen, welcher Typus Frau in der Männerrechtsbewegung Respekt genießt. Alle klugen Geschlechtertheroretiker fassen Gewalt zwischen Geschlechtern als systemisches Phänomen. Eine der beliebtesten Lektüre von Frauen ist „shades of grey“, in der ein übermächtiger Mann Frauen sexuell überwältigt. Wie soll man sich dazu objektiv verhalten? Frauen ergötzen sich an Vergewaltigungsphantasien und klagen sie gleichzeitig an? Aus einer biologistischen Perspektive ist dieses Phänomen durchaus erklärbar und vertretbar. Eine feministische Perspektive bastelt daraus eine Frau, die vom Patriarchat gezwungen wird, sich an ihrer eigenen Überwältigung zu delektieren. Eine Art Stockholm-Syndrom. Dieses Narrativ ist jetzt schon 50 Jahre alt. Lass es sein. Es ist total ausgelutscht und keiner, außer eines geistig gering ausgestatteten Feministen oder Traditionalisten, kauft dir diesen Schwachsinn noch ab.

      1. Warum erzählst du mir, was ich angeblich denke, fühle und will? Es ist interessand, dass du einen so langen text schreibst, mit dem du vieleich auch zeigen möchtest, was du auf dem kasten hast, was ich dir nicht abspreche, wenn es so schrecklich öde und ausgelutscht ist, was ich schreibe. Um erlich zu sein ist mir die überleitung von den prozessen zur fähigkeit der objektivität nicht klar, du schreibst nur, ich sei nicht objektiv, und wie ich es sein könnte, aber bezogen auf einen anderen punkt. Dann unterstellst du, ich würde gewalt je nach geschlecht der opfer verschieden beurteilen, wo nimmst du das her? Und die männer, die gewalt erfahren, angeblich mehr als frauen, von wem erfahren die sie, von welchen regionen sprichst du? Ist es wirklich dein ernst, dass du der meinung bist, dass mehr männer von frauen vergewaltigt werden, als andersherum??? Wo, in den usa, in indien oder in deutschland, oder auf der venus???
        Ich zwinge mich gerade dazu mir deine argumente anzuschauen, da ich mich einem wandel im denken durch fakten nicht verschließen will, doch fällt es mir zunähst erstmal schwer zu glauben, dass du da fakten hast..brauche aber länger dafür, habe wenig zeit, menschen,wie dich verstehe ich einfach nicht, die gedankengänge, die richtungen, die du anstrebst liegen mir sehr fern, ich möchte etwas aufbauen, leben erhalten, wie es ein bewundernswerter mensch sagte, und ich denke, aus erfahrung, dass aufgrund der konzeption des menschen, diesen alles beeinflusst, was er erlebt, so sind wir gestrickt und das wird sich nicht ändern..

      2. @Lovis

        „die gedankengänge, die richtungen, die du anstrebst liegen mir sehr fern, ich möchte etwas aufbauen, leben erhalten, wie es ein bewundernswerter mensch sagte, und ich denke, aus erfahrung, dass aufgrund der konzeption des menschen, diesen alles beeinflusst, was er erlebt, so sind wir gestrickt und das wird sich nicht ändern..“

        Dagegen ist nichts einzuwenden, wenn der Feminismus diesen humanistischen Gedanken nicht gegen Männer auffahren würde, um ihnen Menschlichkeit abzusprechen. Möglicherweise ist der bewundernswerte Mensch, von dem du sprichst, Judith Butler, die auf einer Rede feministische Politik als die Tätigkeit des Bewahrens bezeichnete, die die Zerbrechlichkeit des Lebens wahrnehmen soll, um es zu schützen. Schöne Worte, die aus dem Mund einer Feministin in den Ohren eines Mannes wie ein Vorwurf und Selbstbeweihräucherung klingen. Die Frau als zerbrechliches und schützenswertes Wesen und der Mann, soweit er sie nicht bedroht und unterdrückt, als für diesen Schutz zuständig. Judith Butler ist lesbisch. Die gewalttätigsten intimen Beziehungen die es auf diesen Planeten gibt, sind Beziehungen zwischen Lesben.

        Es werden mehr Männer penetrierend vergewaltigt als Frauen, und zwar von Männern. Die hohe Zahl kommt durch die rape culture in den Gefängnissen zustande. Es werden mehr Jungen vergewaltigt als Mädchen. Es arbeiten mehr Jungen in der Kinderarbeit als Mädchen. In den Gefängnissen sitzen 90% Männer und hier (in Amerika) überdurchschnittlich viele Schwarze. Diese Ungleichverteilung ist ein Ausdruck des Gynozentrismus, in der der Wert von Männern geringer geachtet wird, als der von Frauen. (-> sonst würde der Genderismus/ Feminismus sich permanent fragen, wie diese Ungleichverteilung zu beheben sei). Feminismus sagt aber, soweit er sich mit der Ungleichverteilung in den Gefängnissen überhaupt auseinandersetzt: das kann so bleiben, weil diese Entwicklung dem Wesen des Männlichen zuzuschreiben sei, somit der empathy gap bzgl. Männer gerechtfertigt ist. Um sich ein reines Gewissen für seine Untätigkeit in allen Bereichen männlicher Benachteiligung zu verschaffen propagiert er die Idee, toxische Männlichkeit abzubauen, dann würden sich die Gefängnisse leeren und Benachteiligungen für Männer verschwinden. Varianten dieser Verharmlosung lauten: Männer sind risikobereiter als Frauen und überschritten gern Grenzen, was die Auffüllung der Gefängnisse durch Männer erkläre.

        Arbeite dich mal in die Daten ein, die ich dir gegeben habe. Du wirst feststellen, dass Frauen zwar keinen Penis haben, um in Männer einzudringen, aber sich nicht von sexueller Belästigung abhalten lassen, die wiederrum nicht relevant sein soll. Gewalt in Familien ist zwischen Frauen und Männern gleich verteilt. Bei sexuellen Übergriffen gegenüber Jungen, sind die Mütter führend. Männer und Frauen haben unterschiedliche Sexualitäten (Schwanz – kein Schwanz), die sich unterschiedlich ausdrücken. Die sichtbarere, weil aktivere Sexualität von Männern wird als bedrohend wahrgenommen. Die abwartende, manipulierende Sexualität von Frauen als harmlos. Das Ganze ist aber ein Zusammenhang. Frauen suchen per sexueller Selektion aktive und dominante Männer. Sie sind ein wichtiger Faktor dieses Kreislaufs und können sich nicht rausnehmen. Außerdem sozialisieren Frauen in überwältigendem Maße Kinder, sprich Jungen, machen also aus denen nach ihrer Logik ihre eigenen Vergewaltiger.

        Diese Thematik ist komplex und verwoben. Nach Durchdringung kommst du evtl. zu einem Aha-Erlebnis, der von manchen mit der Einnahme einer roten Pille verglichen wird (Matrix). Gerade selbstbewusste Frauen schlucken die rote Pille. Feministische Tussis die blaue. Die Männerbewegung sucht nach systemischen Antworten und entzieht sich der Verantwortung nicht. Feminismus schiebt eigene Verantwortung meilenweit von sich. Dies gelingt ihm nur durch Lügen und Fälschen.

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