Meldungen und Nichtmeldungen

Keine Meldung: Männer sterben 6 Jahre früher als Frauen.
Meldung: Afroamerikaner sterben im Schnitt vier Jahre früher als Weiße.

Interessant an dem Artikel finde ich insbesondere, dass hier ausschließlich im generischen Maskulinum geschrieben wurde. Da kann man schon den Verdacht hegen, daß der Autor bewußt um das Problem herumgeschrieben hat.

Ich schließe mich dem Appell der Gesundheitsbehörde an: „Alle Amerikaner sollten die gleichen Möglichkeiten haben, gesund zu leben“

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Zeit und Pendler: Wenn die Genderaspekte ungemütlich sind

Mehr als doppelt soviele Männer als Frauen pendeln. Männliche Pendler legen dabei längere Strecken zurück als Pendlerinnen. So hätte die Überschrift in den „Qualitätsmedien“ heissen können. Wäre es andersherum, so stände das auch da.

Zeit Online ist ja schon ein ziemliches Genderkampfblatt. Locker drei radikalfeministische Artikel pro Tag, dazu noch das feministische Sonderschulprojekt Zett und daneben noch mit Frau Kahane und anderen Kämpfer_*Innen gegen Freiheit und Wahrheit unter einer Decke. Frauen-sind-besser-aber-Opfer-Quoten-her-und-wir-müssen-dringend-über-Menstruation-bei-weiblichen-Führungskräften-reden.

Aber halt auch nur wenn es paßt. Bei Pendlern anscheinend nicht. Obwohl, das ist sexistisch. Das muß „pendelnde“ heißen!

Pendler sind gestresster und anfälliger für Krankheiten – auch für psychische.

Na, da fällt dem maskulistisch geschulten Leser doch was ein. Haben Frauen nicht gerade erst mit der Lohnarbeit für dieses Jahr angefangen? Und war einer der nicht näher untersuchten Gründe für den Gender Pay Gap von ca 23%-2% nicht die größere Flexibilität von Männern? Von unbezahlten Überstunden und all dem patriarchalen Dreck? Von der Bereitschaft zu Pendeln etwa? Und da ist ein ganzer Artikel in der Zeit ohne Genderaspekt?

Aber schauen wir uns mal an, was der Spiegel zu sagen hat. Denn die Qualitätspresse schreibt ja eh nur von dpa ab. Spiegel, das einstige Sturmgeschütz der Demokratie, heute eher die Heimat von Radikalverwirrten Gendertröten wie Stokokowski. Ein weiterer Quell von feministischen Lügen und Unsinn und hat auch sein eigenes feministisches Sonderschulprojekt namens Bento.

„Die verfügbaren Untersuchungen zeigen, dass tägliche Pendelmobilität die körperliche und psychische Gesundheit der Erwerbstätigen gefährden kann und einen negativen Einfluss auf das Gesundheitsempfinden hat“, sagt Simon Pfaff vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden.

Scheint, daß SpOn irgendwas auf der Spur ist.

„Je länger die Fahrzeit der Erwerbstätigen, desto größer die Belastung, auch weil weniger Zeit zum Regenerieren bleibt.“ Die Krankenkassen beschäftigen sich seit Jahren mit dem Thema. So haben Pendler laut einer Studie der Techniker Krankenkasse ein höheres Risiko, psychisch zu erkranken.

Nur was? Schauen wir mal in den Artikel, den SpOn schon letztes Jahr zur gleichen Studie vom selben Auftraggeber gebracht hat und praktischerweise verlinkt ist.

Für den typischen Fernpendler ist Hammer ein gutes Beispiel: Er ist promovierter Physiker, hat Frau und zwei Söhne und ist Alleinverdiener. Seine Familie sieht er nur am Wochenende. „Das Pendeln ist ein notwendiges Übel“, sagt er.
Hammer wechselte nach Düsseldorf zu einem Mobilfunkanbieter ins Management, weil er dort bessere Karrierechancen sah. Frau und Kindern wollte er den Umzug aber nicht zumuten, so wie viele Pendler. DGB-Experte Adamy erklärt das mit der insgesamt gestiegenen Berufstätigkeit bei Frauen: „Wenn sie hinterherzieht, ist das Risiko groß, dass sie keine gleichwertige Stelle mehr findet.“

Adamsky scheint ein großer Spezialexperte zu sein. Was sagt uns uns das Wort „Alleinverdiener“ in Bezug auf Hammers Frau? Da kommt der nie drauf. Dafür komme ich nicht darauf, wie steigende Berufstätigkeit von Frauen das Risiko steigert, keine gleichwertige Stelle mehr zu finden. Konkurrieren Frauen um Frauenarbeitsplätze? Oder haben die halt einfach keinen Bock zu pendeln? Das würde ich für eine coole Idee halten, nur muß man sich das halt auch leisten können – im wahrsten Sinne des Wortes.

Doch auch wenn ein Teil zu Hause bleibt, drohen Probleme. „Es wird für alle Beteiligten schwieriger, Privatleben und Beruf unter einen Hut zu bringen“, schreibt Adamy in seinem Papier. Als besonders belastend werde der Mangel an Zeit empfunden, denn die Anfahrt geht von der Freizeit ab. Bei Hammer sind das zwischen vier und sechs Stunden pro Strecke, je nach Verkehrsaufkommen. „Es ist schon ein gewisser Stressfaktor zusätzlich da“, meint er. Weil er nur am Wochenende da sei, sei etwa die Erziehung der Söhne hauptsächlich an seiner Frau hängengeblieben. Und einen Freundeskreis habe er sich in Düsseldorf auch nicht aufgebaut. Das bedeute viele Abende allein in der Zweitwohnung. „Mein sozialer Mittelpunkt bleibt Nürnberg.“

Halten wir fest. Pendeln ist doof, macht keinen Spaß dafür aber krank. SpOn findet keinen Genderaspekt. Und jetzt schauen wir doch mal in die Originalstudie. Wirklich kein Genderaspekt?

http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/IzR/2007/Downloads/2_3BrinkmannDittrichMielke.pdf?__blob=publicationFile&v=2

„[…] an den vollzeitbeschäftigen Pendlern haben Frauen bereits[sic!] einen Anteil von über 30%“ (S.95)

Nun ist die Metrik „Pendeln“ recht ausbaufähig, denn Pendler ist, wer die Gemeindegrenze überschreitet. Das ist natürlich wenig sinnvoll. Ein Hamburger, der im Norden wohnt und im Süden arbeitet, hat lange und aufreibende Wege von über einer Stunde, pendelt aber nicht laut Definition. Wer auf dem Land an der Gemeindegrenze lebt und rüber zum nächsten Bauernhof geht, der pendelt auch wenn er das zu Fuß macht. Aber selbst 20km Autofahrt wären wahrscheinlich schnell und stressfrei zu erledigen.

Auch wenn geeignete Daten weitgehend fehlen, so kann man aus der Karte auf S.95 doch zumindest erahnen, dass Frauen weniger weite Distanzen pendeln. In den eher strukturschwachen Gebieten im Norden und Osten NRWs sind sie deutlich seltener als in den Ballungsräumen. In letztgenannten spricht die Studie auch von „Erreichbarkeitspotenzialen“, sprich es ist dort einfacher zu pendeln.

Aus der Studie geht eindeutig hervor, daß Pendeln eine männliche Domäne ist. Deutlich mehr Männer als Frauen pendeln. Und das macht alles mögliche, wahrscheinlich ist es verantwortlich für im Schnitt mehr Gehalt, aber sinnstiftend ist es nun wirklich nicht. Pendler sind die Helden ihrer Familien. Die absolute Anzahl an gefahrenen Kilometern und auswärtigen Übernachtungen ist nicht bekannt, die Genderforschung könnte genau hier mal ansetzen um ihre Existenz zu rechtfertigen, um das Wort „Forschung“ überhaupt mal zu rechtfertigen und den bereinigten Gender pay gap mal zu untersuchen anstatt immer nur zu bejammern. Die Medien könnten ihren Teil dazu beitragen und überhaupt mal die richtigen Fragen stellen.

Man könnte so viel.

Matzes Links: Feminismus und Gleichheit

Matze fügt auf einen alten Kommentar Nachricht an Nachricht. Der Artikel ist von 2015 und Matzes letzter Kommentar ist vom 1. April. Da der ursprüngliche Artikel von mir ist, werde ich über jeden neuen Kommentar benachrichtigt. Aber wahrscheinlich bin ich der einzige und das will ich hiermit ändern.

Daher schaut es Euch selbst an. Matze hat zumeist englischsprachige Belege dafür gesammelt, daß -äh- vielleicht nicht der gesamte Feminismus und deren Vertreterinnen das Konzept von equality kapiert hat. Feminusmus ist halt eben nicht die schockierende Überzeugung, daß Männer auch Menschen sind, um mal eine abgedroschene Phrase abzuwandeln.

https://geschlechterallerlei.wordpress.com/2015/12/11/wenn-gefuehlskaelte-auf-verlogenheit-trifft-plan-deutschland-und-benachteiligte-kinder-falschen-geschlechts/comment-page-1/#comment-7733

Danke Matze!

#heisegate : Trump is evil, Apple ist Weltfrieden

Wir zitieren mal die Überschrift:

Transgender-Schüler: Apple wirft Trump-Regierung Diskriminierung vor

Der neue US-Präsident will Transgender-Schülern nicht mehr erlauben, die ihrer Geschlechtsidentität entsprechende Toilette zu verwenden. Der iPhone-Hersteller sprach sich in einem Statement deutlich dagegen aus.

Dann klein irgendwo im Text:

Unter der bisherigen Regelung drohte Schulen, die Transgender-Schülern nicht die freie Wahl der jeweiligen Toilette erlaubten, ein Entzug staatlicher Zuschüsse. Präsident Trump hatte stets argumentiert, öffentliche Schulen und Staaten sollten selbst darüber entscheiden dürfen, wie sie das Thema regeln.

Huch! Trump ist doch nicht Hitler? Jedenfalls nicht so ganz? Jedenfalls wenn man sich überlegt, wie die guten Feministinnen von der Störenfriedas keine Schwänze auf den Frauenklo wollen weil sie bedrohlich und sowieso fies und eklig sind? http://diestoerenfriedas.de/die-sache-mit-den-safe-spaces-warum-ich-keine-schwaenze-auf-frauentoiletten-haben-will/

Die hilfreichen Nerds aus dem Heiseforum kommen zur Hilfe: Nutzer wwwfang

https://www.heise.de/forum/Mac-i/News-Kommentare/Transgender-Schueler-Apple-wirft-Trump-Regierung-Diskriminierung-vor/Zum-Verstaendnis-Wie-die-Vereinigten-Staaten-organisiert-sind/posting-29994363/show/

Zum Verständnis: Wie die Vereinigten Staaten organisiert sind

Dass der Artikel Trumps Entscheidung falsch darstellt, wurde hier ja schon mehrfach eingebracht. Er verbietet nichts, er will auch nichts „nicht mehr erlauben“, er hat eine föderale Zuschussregelung entsorgt und damit die Angelegenheit auf die Ebene der Bundesstaaten verlagert. Nicht mehr, nicht weniger.

Das kann man, wenn man denn unbedingt will, als Versuch ansehen, erzkonservativen Kräften irgendwo im Bible Belt in die Hände zu spielen und damit durch die Hintertür etwas zu verbieten. Andersrum kann man aber natürlich genauso sagen, Trump ermöglicht es den Kaliforniern, ihre eigene freizügige Entscheidung zu treffen, ohne dabei auf die ganz besonders christlichen Christen achten zu müssen.

Was in dieser Hinsicht im Artikel steht, ist nur eines: Bockmist. Wer auch immer das geschrieben hat, sollte das korrigieren und sich entschuldigen.

Aber zum Thema:
Tatsächlich folgt die Entscheidung einem ganz simplen Grundprinzip, auf dem die Vereinigten Staaten aufbauen: Die Bundesstaaten halten sich aus internationalen Dingen raus, das ist Sache der Bundesregierung, und die Bundesregierung hält sich aus Dingen raus, die lokal geregelt werden können, das ist Sache der Bundesstaaten und Gemeinden.
Nicht umsonst war auch die jetzt von Trump abgeschaffte die Obama-Regelung keine Vorschrift, sondern ganz banal ein Entzug von Bundeszuschüssen (die meines Wissens nach zudem noch nicht einmal in Kraft war, eben weil die Zuständigkeit der Bundesregierung angezweifelt wurde).

Wer es nicht weiss, wie strikt diese Trennung der Zuständigkeiten läuft, kann sich als Beispiel die Polizei ansehen: Weder der Präsident, noch der Gouverneur haben das Recht einem örtlichen Polizeibeamten irgendetwas zu sagen, denn die Polizei ist Sache der Gemeinden (bzw. Städte).

Das hat also alles nichts mit Verbieten oder Erlauben zu tun, das ist eine Frage der Staatsorganisation.

Der einzige Streitpunkt wäre hier, inwieweit die Kloklage Teile der US-Verfassung berührt, die sich gegen Unterdrückung wenden. Zur Erinnerung: Es gab in einigen Staaten noch bis in die 60er nach Rassen getrennte Klos. Auch das wurde erst durch die Bundesregierung unterbunden.

Danke, wwfang. Warum bekommt das Heise nicht hin?

#Heisegate : Mass Effect

Im Newsticker von Heise, eigentlich ein Refugium von Postgendernerds, finden sich immer mehr einseitige, SJW-artige „News“. Halbwegs aktuelle Beispiele hier und hier. Die Autoren sind meist eine bestimmte wiederkehrende Gruppe, aber auch Chefredakteur Jürgen Kuri hatte sich schon mal eindeutig und einseitig proradikalfeministisch geäussert. Nun wird das Heiseforum von Nerds bevölkert, das ist gemeinhin keine Spezies denen man Einseitigkeiten, Halb- und Volllügen unterschieben kann. Daher lohnt sich dort immer ein Blick, insbesondere wenn mho und Konsorten Dinge von sich geben.

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Mass-Effect-Andromeda-Aufregung-um-Gesichtsanimationen-eskaliert-in-Hasskampage-gegen-Entwicklerin-3659066.html

Es ist mal wieder passiert! Eine Frau(!) wurde kritisiert(!) und das tatsächlich auch unter der Gürtellinie. Schnell reiten die weißen Ritter herbei um der armen Opfer*in zu helfen. Klar ist, wer nicht komplett auf ihrer Seite ist, ist auf jeden Fall den Morddrohern gleichzusetzen. Weil Frau. Schauen wir mal ins Forum:

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Mass-Effect-Andromeda-Aufregung-um-Gesichtsanimationen-eskaliert-in-Hasskampage-gegen-Entwicklerin/Unfassbar-dieser-Hass/posting-30120199/show/

Unfassbar dieser Hass

Wer andere mit so menschenverachtenden „Hassbotschaften“ wie „Cosplayerin ohne Videospiele-Erfahrung“ „verunglimpft“, der frisst auch keine Kinder, das ist doch wohl klar..

OK, im Ernst – ich unterstelle mal, dass da irgendwo deutlich schlimmere Dinge gegenüber dieser Entwicklerin geäußert wurden. Und ich kann auch nachvollziehen, wenn man derartiges in dem Artikel nicht wiederholen will.
Aber dann soll man doch bitteschön ganz auf Beispiele verzichten und nicht „Hassbotschaften“ vom Kaliber „das finde ich aber jetzt echt nicht gut, ne“ anführen, um den Tenor der „Kampagne“ zu beschreiben.

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Mass-Effect-Andromeda-Aufregung-um-Gesichtsanimationen-eskaliert-in-Hasskampage-gegen-Entwicklerin/Als-Cosplayerin-ohne-Videospiele-Erfahrung-verunglimpft/posting-30123928/show/

Boah, dieser Frauenhass wieder!

Im Netz wurde die Designern, die privat auch Cosplay betreibt, als „Cosplayerin ohne Videospiele-Erfahrung“ verunglimpft.

Das ist schon hart und sehr unter der Gürtellinie. Wie kann man sowas nur wagen? Frauenhass, einfach überall. Dabei was doch jeder das jeder Cosplayer total auch Videospieler ist.

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Mass-Effect-Andromeda-Aufregung-um-Gesichtsanimationen-eskaliert-in-Hasskampage-gegen-Entwicklerin/frueher-waren-es-einfach-Beleidigungen/posting-30122798/show/

früher waren es einfach Beleidigungen …

…. heute ist alles Hass. Ich kanns nicht mehr hören.

Merken eigentlich die verantwortlichen Journalisten und Politiker nicht, wie sie echten Hass verniedlichen und verharmlosen mit ihrem Wildwuchs-Sprachmissbrauch?!

Aber auch der dezente Hinweis, mit wem man es tatsächlich zu tun hat: https://i2.wp.com/theralphretort.com/wp-content/uploads/CpH3WtHWEAAABDS-1.jpg

Und insbesondere mal ein Link auf die ganze Geschichte. Sehr zu empfehlen.

https://www.heise.de/forum/heise-online/News-Kommentare/Mass-Effect-Andromeda-Aufregung-um-Gesichtsanimationen-eskaliert-in-Hasskampage-gegen-Entwicklerin/Hier-die-Originalartikel/posting-30121772/show/

Hier die Originalartikel

Da auch heise inzwischen no plattforming betreibt, hier die Originalartikel die die „Hasskampagne“ gestartet haben damit sich jeder selbst eine Meinung bilden kann:

http://theralphretort.com/a-cosplayer-with-no-video-game-experience-was-the-lead-facial-animator-for-mass-effect-andromeda-3017017/

http://theralphretort.com/whatever-lie-it-takes-bioware-is-desperate-to-save-the-turd-known-as-mass-effect-andromeda-3018017/

Fazit: Ein Heiseartikel, der höchst einseitig (des-)informiert und damit eine gewisse politische Agenda bedient.

Novelle des Mutterschutzgesetzes vergeigt. Danke für nichts, Frau Schwesig.

Seit 1952 wurde das Mutterschutzgesetz nicht mehr überarbeitet, so schreibt es die Zeit. In der Sache kommt nicht viel. Ein bisschen mehr ökonomische Verwertbarkeit der Schwangeren, nicht überraschend in einer Zeit in der Feminismus oftmals nur der Deckmantel des Neoliberalismus ist. Ansonsten haben die Männer 1952 in urpatriachalen, frauenunterdrückenden Zeiten ihren Job zugunsten der Mutter anscheinend ganz gut gemacht. Auch nach 65 Jahren gibt es keinen Bedarf an grundsätzlichen Änderungen.

Oder?

Zwei Dinge haben sich jedoch definitiv verändert. Erstens, das immer lautere Gejammere darüber, daß Frauen die meiste „Carearbeit“ verrichten. Unbezahlt und nicht gewertschätzt. Man kann es natürlich auch als Privileg betrachten, dass überwiegend Frauen von der Last befreit sind, für die Familie die essentiellen Grundlagen zu erarbeiten. Oder dass die Partnerwahlkriterien von Frauen so gar nicht mit der staatlich gewünschten innerfamiliärlichen Aufgabenverteilung kompatibel sind. Zweitens, dass immer weniger überhörbar Väter vor und nach Scheidungen ihren Anteil an der Kinderbetreuung fordern.

Also, was fehlt an der Novelle des Mutterschutzgesetzes? Qualitätsmedien, da kommt Ihr nie drauf. Denn da müßtet Ihr ja wenigstens mal in die Kommentare unter euren Artikeln schauen.

Wäre es tatsächlich so abwegig, zumindest für ein paar Tage den werdenden Vätern Sonderurlaub zu garantieren? Wie wäre es denn mit der netten Geste, dass man dem Arbeitgeber wenigstens Dienstreisen zur ausberechneten Zeit der Niederkunft verbietet? In den Kommentaren wird angemerkt, dass Väter leer ausgehen selbst wenn es starke Komplikationen bei der Geburt gibt, nicht mal im Todesfall wird der Vater minimalst abgesichert.

Es gibt wohl kaum eine so verletzliche Situation für Mutter und Kind als die Geburt. In der sie mehr oder weniger angewiesen ist auf Schutz. Habt Ihr Feministinnen mal wieder nicht aufgepaßt? Oder ist Vater Staat doch mal wieder eh der einzig wahre, gute Patriarch?
Aber auch werdende Väter haben rund um die Geburt nicht nur viel zu tun, nein auch bei ihnen passiert viel. Eher nichts physisch, wohl aber psychisch.

Fazit: Danke für nichts, Frau Schweswig!

Wie geht es Männern und Kindern nach ihrer Flucht hierher?

…fragt niemand. Der erste April ist übrigens vorbei.

Hier geht es NICHT um die Frage ob wir Flüchtlinge reinlassen sollen oder nicht und was Frau Merkel damit zu tun hat. Ich mache hier explizit das Thema auf, wie wir mit den Menschen umgehen, die hier sind. Wer die Flüchtlingsfrage(tm) diskutieren will, macht das bitte woanders. Ich behalte mir daher ausnahmsweise und explizit vor, entsprechende Kommentare nicht zuzulassen oder auch zu löschen. Danke für Euer Verständnis.

Jedenfalls hat mal wieder jemand gefragt, wie es weiblichen Flüchtlingen geht. Und natürlich den Kindern von Müttern. Es war Unicef und die Berliner Charité. Dargestellt in der Zeit und bei Spiegel Online.

Mir erschließt sich schlichtweg nicht, warum man hier nur die weiblichen Flüchtlinge sieht. Was übrigens eine Tradition ist, die so lange währt wie die Flüchtlingskrise. Schon früh wurde bemängelt, dass Frauen viel zu weit weg von Waschräumen untergebracht wurden. Dass man insbesondere Frauen helfen müsse.

Man könnte sich natürlich auch mal zu den geschlechtsspezifischen Problemen der 2/3 Mehrheit der Flüchtlinge machen, aber das wäre wohl zuviel der Gleichstellung, um die man sich in diesem Land doch sonst so sehr bemüht. Was würde rauskommen?

  • Männer bekommen wahrscheinlich grundsätzlich die schlechteren Unterkünfte.Sie werden ohne Rücksicht auf unterschiedliche Ethnien und Kulturen zusammengepfercht.
  • Männer werden stärker aus unserer Gesellschaft ausgegrenzt.
  • Männer werden bevorzugt auf die gefährliche Reise geschickt und unter Männern sind die meisten Todesopfer zu verzeichnen.
  • Männer haben den expliziten Auftrag, ihre zuhausegebliebenen Familien zu versorgen und verzweifeln im besonderen Maße daran ihn nicht erfüllen zu können.
  • Männer sind sicherlich nicht nur hier, sondern natürlich noch mehr in ihren Herkunftsländern von Gewalt bedroht und haben sie reichhaltig erlebt.
  • Wie steht es eigentlich mit dem Problem des sexuellen Missbrauchs von Männern?

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich angekotzt darüber, dass unsere Qualitätsmedien klaglos darüber berichten wie man die Hälfte der Menschen mal wieder vergisst. Nebenan bei Alles Evolution fragt Christian ob man Maskulist sei, wenn man findet, dass durch den Feminismus in unserer Gesellschaft die Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt werden. Für das Frauenministerium ist man bei Bejahung ein fieses Maskunazischwein. Sowas aber auch.