Kurznachrichten vom 30.06.2016

1: Bei Open Petition gibt es eine aktuelle Petition für die Einführung des Wechselmodells bei der Kindererziehung nach der Trennung. Mag sein, dass das in unserer Blogblase schon früher verlinkt wurde, aber ich bin eben erst drauf gestoßen und es kann ja nicht schaden, noch einmal darauf hinzuweisen.

2: Im Fall Gina-Lisa Lohfink melden sich noch einmal Juristen mit fundierten Beiträgen zu Wort. Zum einen Thomas Stadler auf seinem Blog Internet-Law, zum anderen legt Thomas Fischer in seiner Kolumne bei der Zeit noch einmal nach. Währenddessen hat sich auf Twitter ein Gegen-Hashtag zu #TeamGinaLisa gebildet: #TeamRechtsstaat.

3: In Freiburg gibt es ebenfalls einen dieser vielen „Einzelfälle“ von Falschbeschuldigung, die es feministischen Erzählungen zufolge gar nicht gibt, und wenn doch, dann hat eine Frau nur aufgrund unausweichlicher Bedrängnis so gehandelt. Im Gegensatz zu Frau Lohfink kommt die Täterin mit 800 Euro Geldstrafe davon.

Eine Freiheitsstrafe hielt das Gericht für nicht erforderlich.

Nö, warum auch, wenn man mit so einem Vorwurf nur seinen Ex auf Jahre unschuldig hinter Gitter bringen kann, mindestens jedoch seinen Ruf zerstört. Das Sorgerecht über das gemeinsame Kind bleibt selbstverständlich geteilt. Charakterliche Defizite bei der Mutter waren dem Gericht wohl nicht erkennbar.

4: Auf der Achse des Guten beschäftigt sich Karim Dabbouz mit der ach so großen Gefährlichkeit der weißen heterosexuellen Männer und nimmt damit den Artikel „Männer, seid weniger bedrohlich!“ von

Die Gefährlichkeit eines Menschen an der Hautfarbe festzumachen, wie Mark Heywinkel es tut, ist lupenreiner Rassismus. So einen echten Rassismus habe ich wirklich lange nicht mehr gesehen, selbst bei der AfD nicht. […] Irgendwann werden sich die Politkorrekten trotzdem entscheiden müssen, ob sie rassistisch argumentieren und soziale Phänomene an den Genen festmachen, wenn es gerade ins Weltbild passt (der böse weiße Mann), oder ob sie Gewalt, Sexismus und andere Unfeinheiten im Miteinander konsequent mit sozialer Prägung erklären. Dann dürfen sie sich auch ruhig einmal anschauen, was die Gemeinsamkeit zwischen der Kultur von Fußballprollos und Menschen mit einer aus westlicher Sicht rückwärtsgewandten Islamauslegung sind.

5: Die Polizei Schleswig-Holstein richtet auf Druck der Piraten Safe Spaces für Polizeianwärterinnen ein. Ähm, nun ja, nicht ganz, das war schon der vorweggenommene Teil der Wertung. Der Sachverhalt: Es köchelt schon seit längerem ein kleines Skandälchen über „rassistische“ und „sexistische“ Äußerungen an der Polizeischule Eutin von PolizeianwärterInnen gegenüber KollegInnen vor sich hin, was dazu geführt hat, dass die DelinquentInnen nun nicht zusammen mit ihrem Ausbildungsjahrgang in einem feierlichen Akt zu Beamten auf Probe ernannt werden. Unklar ist, ob es dabei nur um den feierlichen Akt geht oder die Ernennung komplett entfällt. Das geht nicht aus dem Artikel hervor. Außerdem soll „die charakterliche Eignung der Anwärter erneut geprüft“ werden. Offensichtlich wollte das Innenministerium die Angelegenheit deutlich niedriger hängen, hat sich aber von den Piraten damit den Vorwurf der Vertuschung eingehandelt.

Meiner Ansicht nach hätte da ein deutlicher Rüffel völlig ausgereicht. Selbstverständlich sollten sich zukünftige Polizisten zu benehmen wissen. Allerdings sollte man auch das Alter der Polizeischüler in Rechnung stellen, das irgendwo zwischen 17 und 20 liegen dürfte. Aber vor allem: Was soll das werden? Generation Snowflake goes police? Wie darf ich mir das denn vorstellen, wenn diese Persönchen auf die Straße geschickt werden, wo sie wahrscheinlich noch weit derberes zu hören kriegen? Wo es angesichts des Situation evtl. erforderlich ist, das runter zu schlucken und auf die Feststellung der Personalien zum Zwecke der Verfolgung einer Beamtenbeleidigung zu verzichten, um eine Eskalation zu vermeiden? Was wird das erst, wenn sie mal tätlich angegriffen werden? Mal ehrlich: Von einem Polizisten und auch von einer Polizistin erwarte ich einfach, dass sie heikle Situationen auch mal alleine regeln können, ohne in Mamis Schoß zu flüchten. Sprich: Wenn da wer nichts bei der Polizei verloren hat, dann hat man da vielleicht die falschen erwischt.

Da muss man sich dann nicht mehr wundern, woher das kommt, wenn sich manchmal Migranten über die zahnlose deutsche Polizei lustig machen. Auch wenn das jetzt so klingt: Ich bin beileibe kein harter Hund. Aber gerade weil ich das nicht bin, erwarte ich das von meiner Polizei, die in der Lage sein sollte, mich zu schützen.

6: Dass Frauen überall die Schwächeren und zu schützen sind, ist auch der Tenor eines Artikels über Touristinnen in Ägypten, die dort ja nur ein bisschen Liebe suchen und von einheimischen Loverboys schändlichst ausgenutzt und übers Ohr gehauen werden. Männern, die nach Thailand fahren, wird solches Verständnis eher selten zuteil. Die Kommentare unter dem Artikel zeigen erstaunlicherweise wenig Mitleid. Das kann sicher nur an internalisiertem patriarchalischen Denken liegen.

7: Jesus and Mo bringen es mal wieder auf den Punkt:

Warum müssen Frauen Fußballspiele kommentieren?

Dafür brauch ich Feminismus

–irgendein Kommentar auf Facebook

Es hat wohl eine Frau ein wichtiges EM-Spiel kommentiert und es gab entrüstete Kommentare. Sogar sexistische. Ui. Wobei es sexistische Kommentare gab, die das Geschlecht der Kommentatorin beleidigten, es aber natürlich total sexistisch war, überhaupt eine Frau zu kritisieren. So mein Eindruck.

Aber überlegen wir uns das von vorne. Frauen dürfen natürlich alles außer Papst werden. Und sobald man eine Frau kritisiert, ist man sexistisch. Männern wird ja oft vorgeworfen, sie wären nicht emotional genug. Oder halt nicht so emotional wie Frauen. Dann denke ich immer an Fußball. Männer, die weinen. Die sich begeistern. Die wie kleine Kinder sind. Klar, auch Frauen finden Fußball toll. Meist Männerfußball. Trotzdem ist es meines Eindrucks nach eine sehr männliche Domäne. Gespielt von Männern.

Und ich denke da ist ein Unterschied ob eine Frau Trainerin ist oder Kommentatorin. Der Kommentator ist der hörbarste Ausdruck von Leidenschaft und Emotion. Und er ist echt laut. Kann man es da vielen Männern nicht verdenken, daß sie einen Mann hören wollen? Ist es ein Geburtsrecht von Frauen immer und auf jeden Fall alles zu tun was ein Mann macht? Ja,auch wenn der umgekehrte Fall eher nicht gesehen wird. Muß man, muß Mann und Frau unbedingt immer und überall eine Frau akzeptieren? Ich denke nein. Männliche Hebammen werden auch nicht akzeptiert. Da kommt merkwürdigerweise kein Aufkreisch.

Geplant: Der Weg des Jack Donovan

Da ich mit meinem Blogpost zum 20. wieder mal nicht pünktlich fertig werde, gibt es heute erneut nur eine Ankündigung: in meinen nächsten drei Blogposts werde ich mich mit dem amerikanischen Männerrechtler Jack Donovan auseinandersetzen, dessen Weg als Autor im Jahre 2007 als Dissident der schwulen Subkultur in den USA beginnt und der seither – in welchem Maße und Umfang, bleibt noch festzustellen – bei der Neuen Rechten, dem Neopaganismus und Neoprimitivismus angedockt hat. Die Dreiteilung folgt inhaltlich den drei von Donovan bislang veröffentlichten Schriften: Androphilia (2007), The Way of Men (2012) und Becoming a Barbarian (2016).

Da seine feminismuskritischen und männerrechtlichen Standpunkte sich mit den in unserer eigenen Blogosphäre anzutreffenden Standpunkten durchaus ein gutes Stück weit überlappen, halte ich es für angemessen und geboten, sich damit inhaltlich gründlich auseinanderzusetzen. Dies umso mehr, als sein zweites Buch für den kommenden Juli bei dem zur deutschen Neuen Rechten zählenden Antaios-Verlag als Der Weg der Männer in einer deutschen Übersetzung angekündigt ist.

Einen ersten Eindruck kann beispielsweise das folgende zweiteilige Interview auf Youtube (leider nur auf Englisch) bieten:

Kurznachrichten vom 18.06.2016

1: In Frankfurt will die SPD Schwimmzeiten nur für Frauen erheblich ausweiten aufgrund des wachsenden Bedürfnisses von Musliminnen, ohne das Beisein von Männern schwimmen gehen zu können. Ein Glück, dass jetzt niemand mehr ausgegrenzt wird.

2: Hadmut hat da zwei hübsche Beispiele über feministische Indoktrinierung im Unterricht gesammelt.

3: Ebenfalls bei Danisch habe ich den Hinweis auf diesen höchst amüsanten Artikel mit dem Titel „Wie sage ich es meinem Kind, dass die Biologie eine Scheibe ist?“ über die Genderista auf der Achse des Guten gefunden.

4: Die Bundesregierung hat den neuen Bildungsbericht 2016 herausgegeben. In ihrer Pressemitteilung wird herausgehoben, dass Kinder aus Migrationshintergrund deutlich schlechter abschneiden, und selbstverständlich auch Kinder aus ärmeren, bildungsfernen Schichten. Das wird eher unkritisch auch von den sog. Qualitätsmedien wiedergekäut, als Beispiel nur FAZ und SPIEGEL.

Tatsächlich ist natürlich die Benachteiligung von Kindern aus Migranten- und ärmeren Schichten zu beklagen. Kein einziges Wort dagegen verlieren die Verfasser des Berichts sowohl in der in der Pressemitteilung als auch in der Kurzzusammenfassung des Berichts über das Verhältnis von Jungen und Mädchen bei den Bildungschancen. In der Kurzzusammenfassung werden sage und schreibe 40 Punkte genannt, die als Zusammenfassung der „wesentlichen Ergebnisse“ aufgeführt werden. Kein einziger dieser Punkte befasst sich mich den Unterschieden zwischen den Geschlechtern. Die Langfassung, immerhin 366 Seiten stark, habe ich noch nicht gelesen, aber auch da weist kein einziger Punkt des Inhaltsverzeichnisses darauf hin, dass er sich auch mit dem Geschlechterverhältnis beschäftigen könnte.

Nachdem wir alle wissen, dass schon seit Jahren die Jungen zu den Bildungverlierern gehören, und nachdem dies in den Jahren zuvor, solange Mädchen noch zurück lagen, ständiges Hauptthema war, ist es schon frappierend, dass dies die regierungsamtlichen Bildungsforscher offensichtlich so gar nicht zu interessieren scheint. Ist man in dem Bereich mit der Situation völlig zufrieden und hält sie deswegen nicht für erwähnenswert? Will man vielleicht gar nicht auf bestehende Schieflagen hinweisen, weil das nicht ins offizielle Bild passt?

Es spricht Bände, dass dieser Aspekt von Bildungspolitik völlig kommentarlos unter den Tisch fällt, nachdem er jahrzehntelang ein Hauptaspekt war. Und dass das Journalisten in den Mainstream-Medien anscheinend nicht einmal auffällt und zur Nachfrage anregt, ist ebenfalls mehr als bezeichnend.

Kurznachrichten vom 13.06.2016

1: Der Fall Gina Lisa Lohfink war einer der Aufreger der letzten Tage. Sie hat einen Strafbefehl über 24.000 Euro wegen falscher Verdächtigung erhalten, weil sie zwei Männer der Vergewaltigung bezichtigt hatte, und kämpft nun vor Gericht dagegen. Feministinnen spangen sofort bei und sangen beim Hashtag #TeamGinaLisa das Hohelied der Definitionsmacht. Und wiederholten wie immer den Nonsens, dass ein Nein nicht ausreiche, um wegen Vergewaltigung zu verurteilen. Ich kann nicht beurteilen, ob da wirklich eine Vergewaltigung stattgefunden hat, denn ich habe nicht mal das öffentlich zugängliche Video gesehen, geschweige denn die längere Form, die nur den Prozessbeteiligten bekannt ist.

Gut finde ich an dem Fall, dass das Thema Falschbeschuldigung und die Möglichkeit, dass eine solche auch ernsthafte Folgen haben kann, endlich einmal breit diskutiert wird. Blöd nur, dass das evtl. tatsächlich der falsche Fall dafür ist. So wie ich die bisherigen Infos bewerte, ist das beileibe nicht so komplett einvernehmlich abgelaufen. Die andere Frage ist natürlich, ob man das auch beweisen kann. Den Vogel abgeschossen hat für mich da aber Lohfinks Anwalt Burkhard Benecken mit der Aussage:

„Dass Gina mit ihrer Beschwerde vom Opfer zur Täterin gemacht wird, ist ein katastrophales Signal an jedes Mädchen, das eine Straftat anzeigen möchte“, sagt er. „Wenn du nicht einmal sagen darfst, wie du selbst eine Tat erlebt hast, wenn du deine eigene Wahrnehmung nicht schildern darfst, ohne zu riskieren, dafür angezeigt zu werden, dann werden künftig noch weniger Frauen zur Polizei gehen.“

Ähm, nein. Man kann nicht einfach rumlaufen und jedem, der es nicht hören will, verklickern, dass man von dem oder jenem vergewaltigt wurde, ohne dass man es beweisen kann. Wenn man jemand einer schweren Straftat bezichtigt und das nicht beweist, dann ist das Verleumdung und Rufschädigung. Da beißt die Maus keinen Faden ab und das sollte ein Anwalt auch wissen.

Wenn wir Männer bei einer solchen Angelegenheit etliche Jahre Knast riskieren, ist es nur recht und billig, wenn die Frauen da immerhin ein paar Tagessätze riskieren, die bei Frau Lohfink wohl auch ziemlich üppig ausgefallen sein dürften, was den doch ziemlich teuren Strafbefehl erklären würde.

In einem Punkt muss ich allerdings den Feministinnen beipflichten: Das bisherige Vorleben von Frau Lohfink mit Pornodrehs, Parties, diversen Liebhabern und sonstigem Lotterleben kann in keinem Punkt ein Argument dafür sein, ihr von vorneherein nicht zu glauben. Auch ein Halbwelt-Girl und Pornosternchen hat ein Recht darauf, eine Vergewaltigung anzuzeigen, wenn es denn eine war. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein.

2: Seit einigen Tagen gibt es in München Ärger um ein überdimensioniertes Werbeplakat für Bademoden am Marienplatz. Für die SZ ist das natürlich Sexismus. Da das Plakat direkt gegenüber vom Rathaus steht, von dem aus man den freien Blick darauf hat, ist die Gleichstellungsbeauftragte besondern pikiert. Offensichtlich würde sie lieber die beschaulichen Bau-Container betrachten, die von dem Plakat verdeckt werden, weil dort gerade Hugendubel seine Filiale umbaut.

3: Allzu verhüllt will man es in Bayern dann doch nicht haben. Ärger gibt es nämlich auch um ein Burkini-Verbot im Schwimmbad Neutraubling. Und schon wird dem Bürgermeister Rassismus vorgeworfen. Bei der Welt setzt Hermann Weiß die beiden Ärgernisse in Zusammenhang und kommentiert, wie heldenhaft die Grüne Jugend das Recht von Frauen verteidigt, sich selbst unsichtbar zu machen.

4: Wir bleiben auch gleich beim Thema, aber um einige intellektuelle Level darüber: Einen überaus lesenwerten Essay von Magnus Klaue darüber, wie sich islamische und „antisexistische“ Prüderie derzeit die Hand geben, habe ich bei der Redaktion Bahamas gefunden. Ein Auszug:

Alle politischen Initiativen, die seither als Reaktion auf die Vorfälle von Köln angekündigt oder schon durchgesetzt wurden, dienen dieser Versöhnung: die Schaffung juristischer Grundlagen zwecks schnellerer Abschiebung „krimineller Asylanten“, was am allerletzten die Angehörigen des Kölner Mobs treffen wird, denen sich in den seltensten Fällen individuell Straftaten werden nachweisen lassen, sondern Gelegenheitsdiebe und andere Kleinkriminelle, die durch ihr gesellschaftlich völlig bedeutungsloses Fehlverhalten den Anspruch auf Hilfe durch die Volksgemeinschaft verspielt haben; die Verschärfung des Sexualstrafrechts, mit der sich gegen die Etablierung der Taharrush gamea auf europäischen Großstadtplätzen nichts ausrichten lässt, die aber jedem Migranten, der aus Unsicherheit oder Unwissen im Café oder in der Diskothek die falsche Frau zu früh an falscher Stelle berührt, die erhoffte bessere Zukunft zerstören kann; das geplante Verbot „sexistischer Werbung“, von dem sich schon gar nicht mehr sagen lässt, ob es eher antisexistischen oder islamischen Sittenwächtern gefallen will und das die letzten Spuren jener Liberalität aus dem öffentlichen Raum zu tilgen hilft, die nicht wenige Migranten überhaupt erst zur Einwanderung motiviert hat.

5: Arne Hoffmann durfe ja mal wieder im Fernsehen auftreten. Immerhin durfte er seine Positionen halbwegs unverfälscht darlegen. Aber wie auch bei dem berüchtigten SZ-Artikel hat man natürlich wieder ein abschreckendes Beispiel, eine schlechte Karikatur eines angeblichen Männerrechtlers namens „Manfred“ dagegenstellen müssen. Und selbstverständlich darf man einen Männerrechtler nicht einfach so reden lassen, ohne dass irgendwer die feministische Gegenposition vertritt und das alles für Unfug erklärt. Wie die Machtverhältnisse sind, erkennt man alleine schon daran. Dass man im deutschen Fernsehen immer dann, wenn eine Feministin ihre Positionen darlegt, gleich einen Maskulisten nach der Gegenposition befragt, ist schlicht unvorstellbar. Immerhin hat auch die Gleichstellungstante dem Klischee einer Feministin total entsprochen.

6: Reason TV nimmt die Vorstellung aufs Korn, dass alleine die Tatsache, dass Hillary Clinton eine Frau ist, schon ein Argument dafür sei, sie zu wählen.

7: Vorsicht, Parodie: Social Justice Warriors in a nutshell, erklärt in neun Sekunden:

8: Weitgehend OT: Angesichts des Massakers von Orlando macht sich Spiegel Online mal so richtig zum Horst. Erst steht da noch:

Der Kongressabgeordnete Adam Schiff – ein Demokrat, der im Geheimdienstausschuss sitzt und normalerweise nicht zu politischer Panikmache neigt – sagt auf CNN später, er habe gehört, der mutmaßliche Täter habe der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) einen Treueschwur geleistet. „Dies sieht aus wie radikaler Islam“, sagt auch sein republikanischer Kongresskollege Devin Nunes, der gut informierte Vorsitzende des Geheimdienstausschusses.

Nur um zwei Absätze später folgenden Satz rauszuhauen:

Warum der Täter – im Juni, dem „Gay Pride Month“ – einen Nachtklub für Schwule und Lesben wählte, bleibt unklar.

Man findet sicher wieder haufenweise Mäuse, die den Porzellanladen zerdeppern, wenn man den Elefanten einfach nicht sehen will.

9: Noch schnell ein Nachtrag: Eine Niederländerin bringt in Katar eine Vergewaltigung zur Anzeige. Stattdessen wird sie wegen wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs festgenommen. Noch keine Reaktion von feministischer Seite zu hören. Vermutlich will man der falschen Seite nicht in die Hände spielen.

Warum ich „Sei Du selbst“ für einen recht nutzlosen Ratschlag halte

Im Blog „Der lange Weg zum ersten Mal“ ging es um Normalo-Sprüche wie Du sollst nicht suchen!. In der Diskussion kam ein Kandidat für den nächsten Beitrag auf, der inzwischen tatsächlich erschienen ist: Sei einfach Du selbst!

Mir hatte die Idee, das als Thema zu nehmen, damals bereits sehr zugesagt. So schrieb ich:

„Sei Du selbst“ ist direkt der beste Kandidat für die nächste Folge.

Der Tipp wird wohl in die Richtung gemeint, dass man sich nicht bist zur Selbstverleugnung verbiegen soll (das stimmt sogar – wirkt unauthentisch und macht nicht glücklich), aber so verstanden, dass man an sich gar nichts ändern soll (was nicht stimmt – mit der bisherigen Lebensweise ist man ja nicht zufrieden).

Die Crux ist nur: Die meisten Menschen wissen gar nicht, was sie alles sein können. Und bei den bisher zu netten, vorsichtigen Leuten ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie viele Dinge nicht ausprobiert haben, weil sie dachten, sie könnten das nicht machen, andere würden sich lustig machen, das müsste man in jungen Jahren lernen oder ganz sein lassen usw. Nur sind unperfekte, auch mal scheiternde, aber risikofreudigere Menschen irgendwie interessanter als diejenigen, die stets auf Nummer Sicher gehen und alles seinen gewohnten Gang gehen lassen…

Später fiel mir noch ein:

Wenn ich zum Thema „Sei Du selbst“ noch ein Fundstück einreichen darf:

Ursprung: Samstagssammlung von „Fettlogik überwinden“.

47-jähriger Kriegsveteran muss an Krücken gehen; Ärzte geben ihm keine Chance, je wieder normal zu laufen. Dann fängt er mit Yoga an…

Ich halte i.a. nichts von solchen Rührgeschichten, die unter dem Motto „Du musst nur an Dich glauben!“ laufen. Hier ist jedoch interessant, dass es nicht nur um den Glauben an sich, sondern Fleiß und Durchhaltevermögen ging.

Am Anfang ist der Kerl schwer übergewichtig, etwa so, wie man sich Klischee-IT-ler vorstellt. Entsprecht legt er sich auch ständig hin bei seinen Versuchen, man sieht einen Patzer nach dem nächsten…

…aber siehe da, mit der Zeit wird er besser, und die Pfunde schwinden. Am Ende kann er nicht nur alleine gehen, er rennt sogar, und dabei sieht er gut durchtrainiert aus. Natürlich kein Adonis, aber für einen Mann, der auf die 50 zugeht, doch recht charismatisch.

Der Mann hat offensichtlich nicht nur gesehen, was er war, sondern wollte mehr aus sich machen. Und vor allem hat er sich nicht von den Misserfolgen abschrecken lassen.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Mir kommt beim Rat „just be yourself“ als erstes Lied immer Queens „Innuendo“ in den Sinn, auch wenn es diese Textzeile gar nicht enthält.

Queen: Innuendo

Kurznachrichten vom 08.06.2016

1: Bei Facebook wird gerade heftig über dieses Video diskutiert:

Ich enthalte mich vorläufig eines Kommentars, vielleicht später in der Diskussion.

2: Ein Polizist mit 23 Dienstjahren Erfahrung schreibt Fefe, dass er die Quote der Falschbeschuldigungen bei Vergewaltigungsanzeigen auf 60-70% schätzt.

3: Noch ein Video: Thunderf00t berichtet (nicht zum ersten Mal), wie Feministinnen und SJWs die säkulare bzw. atheistische Bewegung spalten. Das schaffen sie, indem sie ihre eigene Unterbewegung „Atheism+“ gegründet haben und jeden mobben, der nicht akzeptieren will, dass Atheismus automatisch auch das Eintreten für Feminismus, LGBTQOMGWTF-Rechte und selbstverständlich Gender bedeuten muss. Aber seht selbst:

Das lustige oder vielmehr traurige daran ist, dass sich Atheisten ja eigentlich auf die Fahne geschrieben haben, nichts ohne nachvollziehbare Evidenz zu glauben. Und dann soll man aber plötzlich ohne jegliche Beweise obskure Gender-Theorien und selbstverständlich jegliche „Harassment“-Anschuldigungen glauben. Und natürlich auch, dass die atheistische Community genauso wie die übrige Gesellschaft vor Sexismus und Rassismus nur so strotzt. Das ist so, weil die Femis das so sagen. Wer das anzweifelt, ist ein Frauenhasser. So wird das nix mit einer angeblich skeptischen Bewegung.

4: Wo wir gerade bei Würgegriffen sind: Feministinnen haben sich ja über das Plakat für den neuen X-Men Film beklagt, weil da ja einer Frau (der Superheldin Mystique) Gewalt angetan wird. Und die 20th Century Fox hat sich tatsächlich auch noch dafür entschuldigt. Ich finde allerdings, das hier ist der passendere Kommentar dazu: