Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 6

Aufgrund der populären Nachfrage:

Männertränen sind mein Gummibärensaft.

(Quelle: Tugendfurie alias Jasna Strick)

Die von Kommentator RW vorgeschlagene Adaption, so dass sie von einem BDM-Mädel stammen könnte:

“Judentränen sind mein Jägermeister“

Der andere sehr bekannte Spruch in Zusammenhang mit Männertränen:

I bathe in male tears

(Quelle: Jessica Valenti)

Eine Abwandlung à la

“Ich bade in Ausländertränen“

würde man zurecht als eine unfassbare Entgleisung geißeln.

Allerdings hat der Begriff „Männertränen“ gleich drei Anmerkungen verdient.

1. erzählmirnix hat den Widerspruch in ihren Comics „Männerprobleme“ sowie „Soziale Rituale unter Feministinnen“ auf den Punkt gebracht. Die Videobloggerin Shoe0nHead fast den Sachverhalt ebenfalls hervorragend zusammen (genaue Stelle im Video: 4:46-5:01).

Shoe0nHead: „questions“ for men answered by woman

2. Beachtlich, dass an sich neutrale Begriffe geschlechtlich aufgeladen werden („male tears“, „the man flu“, „mansplaining“), während gleichzeitig ein Sturm der Empörung losbricht über Produkte „speziell für männliche/weibliche Kunden“.

3. Versöhnlich stimmt mich schließlich der Hinweis im Artikel bei knowyourmeme: „Männertränen“ ist Slang für „Samen“. So brachte etwa „Lizzyf620“ bei Twitter ein (harmloses!) Foto (Quelle). Vor diesem Hintergrund sehe ich Sprüche wie „Ich bade in Männertränen“ oder Fotos mit einer Tasse, auf der „Männertränen“ steht, ganz anders…

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

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Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Wenn es schon um Tränen geht, bringe ich gerne einen Klassiker 1980er in feinem Metal-Gewand:

Freedom Call: Dancing With Tears In My Eyes

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Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 5

Matze hat in einem Kommentar auf ein weiteres grandioses Fundstück hingewiesen: Suzanne Moore selbst kündigt ihren Artikel „Warum ich falsch lag, was Männer angeht“ als „Spaß!“ (Original: “Fun!! Suzanne Moore: Why I was wrong about men“).

Freundlicherweise hat djadmoros bereits einen Teil des Textes umgeschrieben:

If you are interested in the liberation of aryans, you’ll find that the biggest barrier to this is jews: jews as a class. I used to think, “I don’t hate all jews.” I had therapy and everything. Now, I think that any intelligent aryan hates jews. There are very few problems in the world that don’t have, at the root of them, jewish greed and aryan-hating.

Es sind schon tolle Geschütze, die die Autorin da auffährt: Der moderne Feminismus habe sich zu sehr selbst verbogen / in eine unterwürfige Position begeben, indem er klarzustellte, dass er Männer nicht hasse.

Sie hingegen wolle nicht länger vernünftig sein. Sie hasse Männer (#YesAllMen – von ihr selbst ausdrücklich hinzugefügt an dieser Stelle!). Dass sie früher Ausnahmen gemacht habe, sei ein Fehler gewesen.

Soviel dazu. Und nächste Woche: Woher kommt bloß dieses hartnäckige Gerücht, Feminismus habe etwas mit Männerhass zu tun?

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

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Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal ein Lied, in dem der Sänger im Refrain davon singt, er werde überleben…

The Presidents of the United States of America: Mach 5

Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 4

Es gab bereits die ersten Wortmeldungen zur neuen Serie. So antwortete crumar (Formatierung von mir):

Mit meinem Liebling in Sachen „Ich-klinge-wie-der-Völkische-Beobachter-bin-aber-eigentlich-liberal/links!“:

Als Fötus sind sie empfindlicher, in der Schule scheitern sie häufiger, sie neigen zu Gewalt und Kriminalität, und sie sterben früher: Sind Neger die Mangelwesen der Natur? Nun offenbaren auch noch die Biologen: Das Neger-Chromosom ist ein Krüppel, der Neger dem Untergang geweiht.

Demnach: Der Untergang der Rasse liegt in ihren Genen begründet und damit klar auf der Hand. Schulisches scheitern, Gewalt und Kriminalität haben in letzter Instanz biologische Ursachen die diese determinieren; es ist eine spezifische Eigenheit ihrer Rasse.
Gesellschaftlich ist das unmöglich zu korrigieren, weil es nicht gesellschaftlich verursacht wurde.

Aber auch die Juden haben laut dieser Quelle außerordentliche genetische Defekte, die ihren unaufhaltsamen Niedergang erklären:

Der Quell des Übels lässt sich in jedem jüdischen Zellkern betrachten. (…)
Juden (…) erscheinen wie gentechnisch verkorkste Arier, denen die Natur einen Geburtsfehler im Zellkern verankert hat. (…) Und dieser Mickerling hat die Fähigkeit verloren, sich zu regenerieren.

Die Folge: Mutationen sowie genetische Verluste werden unweigerlich vom jüdischen Vater auf den Sohn vererbt. Im Laufe der Ahnenreihe sind bereits Hunderte Gene dem Schwund zum Opfer gefallen. Übrig blieb ein genetischer Trum, dessen Inspektion Forscher nun erschauern lässt.

Also: Das überlegene, natürlich ein arisches Gen, ist der Gold-Standard, an dem sich jedes andere mickrige Gen messen lassen muss.
Jede Abweichung davon – wie hier auch fehlerfrei erkannt worden ist – ist selbst *vor* Geburt bereits ein Fehler. Insbesondere aber, wenn das Resultat ein jüdischer *Sohn* (weiterer Fehler) ist.
In diesem Fall vervielfachen sich die genetischen Verluste, die Mutationen und übrig bleibt, was den arischen Forscher erschauern lässt.

Die arische Forschung „zeigt sich davon überzeugt, dass das Ende viel schneller naht. Das jüdische Chromosom tanze „nur noch mit seinem eigenen Spiegelbild“ und habe den Kontakt zur Außenwelt für alle Zeit eingebüßt (…) und warnt (…): „Juden leben bis auf weiteres unter Vorbehalt.“

Was kann hier anderes nahen, als das baldige Ende der jüdischen Rasse???

Diese neutral vermittelten, rein wissenschaftlichen Erkenntnisse über Männer in einer betont geschlechtersensiblen Sprache wurden uns 2003 (nein, nicht 1933) präsentiert von „Spiegel Online“ in dem garantiert hate-speech freien Artikel:

Eine Krankheit namens Mann“ (womit Neger und Juden selbstverständlich mit gemeint sind!)

Es ist m.E. einer der wichtigsten Artikel um aufzuzeigen, wie gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit funktioniert, eben weil sie sich gegen Männer richtet.
Allein, es gäbe eine „biologisch vorbestimmte Abschaffung“ wäre bei jeder anderen Gruppe von Menschen undenkbar gewesen zu schreiben, weil „Abschaffung“ offenkundig Resultat einer Handlung ist.

Die gedankliche Koketterie mit einer finalen, einer „Endlösung“ so bezeichnend:

Da trifft es sich, dass die Reproduktionsmediziner derzeit üben (…) den Mann durch Technik zu ersetzen. Dabei wenden sie Methoden an wie das Klonen oder die Herstellung von Ersatzspermien aus weiblichem Gewebe. Läuft alles glatt, dann brauchen die Frauen der Zukunft von Männern nicht einmal mehr den Samen. „Männer sind auf dieser Welt einfach unersetzlich“, textete Herbert Grönemeyer. Von wegen.

Wie auch die Zeit danach; man sieht

ein sapphisches Utopia heraufdämmern, eine Rückkehr der Menschheit zu jenem Paradies der Dichterin Sappho auf der Insel Lesbos, in dem Mädchen und Frauen sich unter Ausschluss der Männlichkeit künstlerischen und intellektuellen Vergnügungen hingaben.

Eine Rückkehr DER Menschheit ins Paradies – in dem sich keine Männer befinden, weil (logisch schließend) Männer nicht Bestandteil der Menschheit sind.
Der Mann ist Unmensch.
D.h. hier wird vollendet, was die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen mit dem Satz: „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden“ nur andeuten wollte und konnte.

Aus diesem Grund ist es so schwer, Menschenrechte für Männer zu erkämpfen.

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

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Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Auch wenn der Mann im Spiegel 38/2003 schlecht wegkommt, ist es mir trotzdem gelungen, ein Musikstück mit passendem Titel zu finden!

Michael Jackson: Man in the Mirror

Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 3

„Ausländer/Schwarze/Juden machen den Planeten kaputt, weil sie glauben, dass grüne Produkte deutsch/weiß/arisch sind.“ – Mal ganz davon abgesehen, dass eine solche Unterstellung fremdenfeindlich/rassistisch/antisemitisch ist: Wer würde eine solche Gaga-Meldung veröffentlichen?

Das Original:
Men are ruining the planet because they think green products are „feminine“

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

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Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Wenn die Welt schon zerstört wird, dann wenigstens mit der passenden Musik!

R.E.M.: It’s the end of the world

Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 2

Diesmal geht es um einen Leserbrief bei Genderama, bei dem verschiedene Überschriften und Einleitungen von Artikeln zitiert werden, die bei der „Zeit“ erschienen sind. Interessant ist hierbei, dass laut dem Leser alle gleichzeitig auf der Startseite der „Zeit“ zu sehen waren. Es handelt sich also um eine Momentaufnahme, nicht um eine Sammlung über längere Zeit. Ich habe nur die Quellen ergänzt:

Die Welt wird weiblicher – Sicherheit, Fleiß, Gefühle zeigen und Idealismus. Die Werte von Jugendlichen werden weiblicher. Das ist gar nicht so langweilig, sondern ganz schön emanzipiert.

(Quelle)

Weibliches Formen – Warum sind die bekanntesten Designer der Welt allesamt Männer? Daran, dass es zu wenig talentierte Frauen gibt, kann es nicht liegen. Zeit, dass sich daran etwas ändert.

(Quelle)

‚Jungs kommen in meinen Bildern nicht vor‘ – Sie ist erst 22 und schon eine feministische Ikone: Petra Collins fotografiert eine neue junge Weiblichkeit, inklusive Pickeln, Glitzernagellack und manchmal auch Blut.

(Hier wurde bei der Quelle der Titel geändert! Das Original ist jedoch noch in den Metadaten und die ursprüngliche Beschreibung findet man im Index der Ausgabe.)

Ohne Männer und andere Kompromisse – Vier Frauen aus drei Generationen erfinden für sich den Familienurlaub neu. Gemeinsam erobern sie vom Rheinland aus die Welt. Allen voran: die 87-jährige Oma Hilde

(Quelle)

Wie der Leser selbst bereits feststellt:

So banal jeder einzelne dieser Artikel für sich genommen auch ist – in ihrer puren Fülle veranschaulichen sie das Bild doch ziemlich gut. (…) Wie soll ein Junge oder junger Mann denn bei dieser Dauerbeschallung ein positives männliches Selbstbild entwickeln, wenn ihm ständig eingetrichtert wird, dass er a) überflüssig, b) eine Last oder c) gar eine Gefahr für die Gesellschaft sei (…)?

Es gehört keine große Mühe dazu, die unten erwähnten Spielregeln dahingehend zu ergänzen, „Frau“ oder „weiblich“ durch den jeweiligen Gegensatz zu ersetzen, mit dem „Mann“ oder „männlich“ ersetzt wird. Dann bekommt man plötzlich folgende Texte angeboten:

Die Welt wird arischer – Sicherheit, Fleiß, Gefühle zeigen und Idealismus. Die Werte von Jugendlichen werden arischer. Das ist gar nicht so langweilig, sondern ganz schön emanzipiert.

Arisches Formen – Warum sind die bekanntesten Designer der Welt allesamt Juden? Daran, dass es zu wenig talentierte Arier gibt, kann es nicht liegen. Zeit, dass sich daran etwas ändert.

‚Schwarze kommen in meinen Bildern nicht vor‘ – Sie ist erst 22 und schon eine weiße Ikone: Petra Collins fotografiert eine neue junge Weißheit, inklusive Pickeln, Glitzernagellack und manchmal auch Blut.

Ohne Ausländer und andere Kompromisse – Vier Deutsche aus drei Generationen erfinden für sich den Familienurlaub neu. Gemeinsam erobern sie vom Rheinland aus die Welt. Allen voran: die 87-jährige Oma Hilde

Beispiel 1 könnte von einem begeisterten Anhänger der NS-Rassenlehre stammen. Beispiel 2 wird noch stärker, wenn man „Formen“ / „Designer“ durch „Buchhalten“ / „Bankiers“. Dann ist man bei der klassischen Verschwörungstheorie angelangt und die Folgeformulierungen („daran kann es nicht liegen“, „etwas muss sich ändern“) wirken umso schauerlicher. Beispiel 3 ist das vielleicht schwächste. Das liegt daran, dass der Text völlig fremd wirkt. Allein schon das Zuschaustellen einer spezifisch empfundenen „weißen“ Identität dürfte Zweifel an der geistigen Gesundheit erzeugen. Beispiel 4 ist natürlich etwas unfair, denn „die Welt erobern“ war ursprünglich nicht wortwörtlich gemeint und da besagte Oma Hilde alt genug ist, um den 2. Weltkrieg noch bewusst miterlebt zu haben, wirkt es jetzt so, als habe sie nichts daraus gelernt.

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

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Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Da es diesmal um die Medien ging, ein Lied von einer Band, die die Nachrichten im Namen trägt…

Huey Lewis and the News: Jacob’s Ladder

Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 1

Fangen wir die neue Serie an mit einem kleinen Fundstück ganz in der Tradition der „Ausländerschritte“ aus der taz. Aufgegabelt hat es Christian Schmidt auf Alles Evolution:

Ich wurde zum Glück noch nie belästigt auf der Straße. Aber mulmig ist mir trotzdem, wenn ich Männern alleine begegne.

(Quelle: Kopfpampe auf Twitter)

Christian greift es ganz locker auf:

Die klassische Gegenprobe:

„Ich wurde zum Glück noch nie belästigt auf der Straße. Aber mulmig ist mir trotzdem, wenn ich Ausländern alleine begegne.“

Die meisten wären sich einig, dass es Rassismus wäre.

Und genau so sollte man es mit solchen Beispielen machen!

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

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Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal mit einem passenden Lied zum heißen Sommer.

Bananarama: Cruel Summer

Fundstück: Spaß mit Männerhass – die neue Serie!

Es ist eine etwas abwegige Art von Humor, aber in den letzten Monaten habe ich immer wieder herzhaft darüber lachen müssen. Ein kleiner Test fördert das mannigfaltige Potential zur Provokation zutage, welches in Alltagstexten verborgen steckt:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

Schon der ursprüngliche Ideengeber – ein Kommentar unter einem taz-Artikel (Stichwort „Ausländerschritte“) – hatte es in sich. Ab heute möchte ich immer wieder solche Fundstücke veröffentlichen und lade natürlich herzlich dazu ein, in den Kommentaren weitere zu veröffentlichen!

Denn eines ist klar: Würde man das, was zum Teil als veröffentlichte Meinung über Männer gesagt und geschrieben wird, auf erwähnte drei Gruppen ummünzen, kämen dabei offen fremdenfeindliche, rassistische oder antisemitische Aussagen heraus. Die Vorstellung, dass eine als seriös geltende Zeitung oder eine sich progressiv wähnende Gruppe wie selbstverständlich solche Ungeheuerlichkeiten von sich gibt, entlockt mir stets aufs Neue ein Lachen aus Fassungslosigkeit. “Was, das sagen die über Ausländer / Schwarze / Juden?“

Humor ist natürlich auch eine Art Bewältigungsstrategie. Doch möchte ich einen Augenblick ernst werden. Sicher kann man als einigermaßen gefestigter Erwachsener da drüberstehen. Für einen Jungen oder jungen Mann wird es so jedoch schwieriger, ein positives Selbstbild zu entwickeln. Es war meiner Erinnerung nach Lucas Schoppe, der sehr treffend feststellte: Man möchte nicht, dass der eigene Sohn in einer Gesellschaft aufwächst, in der er jeden Tag die These präsentiert bekommt, er sei „dumm“ oder „böse“, also irgendwie minderwertig.

Lucas Schoppe formulierte übrigens selbst vor einigen Moanten einen Text auf ähnliche Weise um, lieferte also die 0. Folge, mit dem Ergebnis: Wie über Männer gesprochen wird, ist oft genug Volksverhetzung.

Das schöne an diesem Test ist, dass er ebenfalls geeignet ist, um Sexismus gegen Frauen aufzudecken. Es geht ja gerade, wie gerks alias Gerhard Kasper vor wenigen Tagen noch treffend feststellte, nicht um Männerrechte, sondern um Menschenrechte. Und die sollen, wie ich finde, doch bitte für aller gleichermaßen gelten und nicht als in Konkurrenz stehend zwischen verschiedenen Gruppen dargestellt werden.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Hier ein Beispiel, wie man es (zumindest dem Titel nach) richtig machen kann: Gegen einen Ausländer, Schwarzen oder Juden nach Mitternacht ist ja nichts einzuwenden.

Abba: Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)