#SchweizerAufschrei: Michèle Binswanger über die antifeministischen Memmen, die gefälligst aufhören sollen zu flennen!

von Mark E. Smith

Ein „#SchweizerAufschrei“ gab in den letzten Tagen in der Schweiz viel zu reden, und es gab insbesondere auch von vielen Männern grosse Kritik an dieser Aufschrei-Kampagne. Die Journalistin Michèle Binswanger erklärt in einem meinungsbetonten Artikel den Kritikern, weshalb dieser Aufschrei sinnvoll ist. Ob ihr das gelingt …..?

In der Schweiz gab es in den letzten Tagen einen sogenannten „#SchweizerAufschrei“, der, ähnlich wie der „Hashtag Aufschrei“ in Deutschland aus dem Jahre 2013, Sexismus, sexuelle Gewalt und sexuelle Belästigung zum Thema hatte. Auslöser dafür war neben den Aussagen von Donald Trump (Pussygate) eine Aussage einer nationalen schweizerischen Parlamentarierin (SVP-Nationalrätin) namens Andrea Geissbühler, die sich in einem Interview mit einem Regional-Sender wie folgt äusserte:

„Naive Frauen, die fremde Männer nach dem Ausgang mit nach Hause nehmen und dann ein bisschen mitmachen, aber plötzlich dennoch nicht wollen, tragen ja auch ein wenig eine Mitschuld. Da sind die bedingten Strafen vielleicht gerechtfertigt.“

Es geht an dieser Stelle nicht darum, diese Aussage von Andrea Geissbühler zu diskutieren und zu qualifizieren, sondern aufzuzeigen, was der Auslöser für den „Hashtag SchweizerAufschrei“ war. Wie in Deutschland, mit dem „Hashtag Aufschrei“, wurde dieser in der Schweiz von vielen Medien (Print, Online, Radio, TV) aufgegriffen und somit in der Öffentlichkeit breit thematisiert.

In diesem Beitrag möchte ich mich ausschliesslich mit einem Artikel von der Journalistin und Feministin Michèle Binswanger auseinandersetzen, der am 18. Oktober 2016 auf dem Online-Portal des Tagesanzeiger erschienen ist.

Der Titel und der Vorspann des Artikels lauten dabei wie folgt:

„Hört auf zu flennen, ihr Memmen!“
„Antifeministen wollen wissen, was der #SchweizerAufschrei bringen soll. Eine gute Frage, doch die Antwort wird ihnen nicht gefallen.“

Jetzt kann man sich natürlich fragen, ob es nett, höflich und konstruktiv etc. ist, wenn man die „fremdernannten“ Antifeministen bereits im Titel mit „Memmen“ tituliert, die aufhören sollen zu flennen. Michèle Binswanger weiss offenbar, dass man die „fremdernannten“ Antifeministen ohne grosse berufliche bzw. gesellschaftliche Konsequenzen beleidigen, diffamieren oder diskreditieren darf, weil solche Beschimpfungen zumindest im gesellschaftspolitischen Mitte-links-Milieu im Sinne von Antonio Gramsci hegemonial sind. Interessant ist natürlich auch die Frage, weshalb Michèle Binswanger so treffsicher wissen kann, dass die Kritiker des „#SchweizerAufschrei“ alle samt und sonders Antifeministen sind? Ich glaube kaum, dass sie die Kritiker danach gefragt hat und ebenfalls ist unwahrscheinlich, dass sich diese selbst so etikettiert haben. Aber: Warum sollte Kritik am „#SchweizerAufschrei“ gleichbedeutend mit Antifeminismus sein? Ev. sind es einfach Menschen, die Humanisten, Menschenrechtler, kritische Geister etc. sind und das kritisieren, was für sie nicht einleuchtend bzw. stimmig ist, ohne irgendwelche politische Ideologien zu präferieren. M.E. gibt es jedoch dafür zwei plausible Gründe, weshalb Michèle Binswanger die Kritiker allesamt unter die Antifeministen subsumiert: 1) Sie kann sich offenbar nicht vorstellen, dass überhaupt jemand berechtigte Kritik an diesem „#SchweizerAufschrei“ haben kann, ohne quasi ablehnend gegenüber dem Feminismus eingestellt zu sein, und/oder, 2) sie will vor allem ein Feindbild kreieren, so im Sinne von: „Die Menschen, die für Gleichberechtigung von Mann und Frau sind, haben selbstverständlich nichts gegen den Feminismus und somit auch nichts gegen den „#SchweizerAufschrei“ und wer diesen trotzdem kritisiert, ist eben ein Antifeminist, der jenseits von Gut und Böse ist“. Durch diese Reduktion in zwei Parteien (hier die Feministinnen und dort die Antifeministen) wird bereits der erste Schritt getan, um die Debatte in einen Feindbild-Modus zu lenken.

Beschimpfung der mutmasslichen Antifeministen im Kontext der Qualität der Medien

Aber ich möchte noch kurz etwas Grundsätzliches zu dieser Beschimpfung der „fremdernannten“ Antifeministen durch Michèle Binswanger sagen und zwar aus medienwissenschaftlicher Sicht und hier insbesondere, wenn es um die Qualität von Medien und Öffentlichkeit geht:

Der erst kürzlich verstorbene Mediensoziologe Kurt Imhof, der zuletzt Professor für Soziologie und Publizistikwissenschaft an der Universität Zürich war und u.a. das alljährlich erscheinende „Jahrbuch Qualität der Medien“ herausgab, sagte einmal in einem Interview:

„Der Aufklärungsliberalismus hat auch aus den Erfahrungen der Religionskriege ein Bewusstsein dafür behalten, dass der unzivilisierte, affektgetriebene Mensch des Menschen Wolf ist. Deshalb setzten die Aufklärungssozietäten auf Affektkontrolle als zivilisatorisches Programm. Ihre Forderung nach ‚Ausgewogenheit’ bedeutete, dass Argumente niemals gegen Personen, sondern nur gegen Argumente antreten. Für die Affekte, das Triebhafte und ‚Naturgemässe’ des Menschen hat die Aufklärung strikt den Raum des Privaten reserviert. Im Öffentlichen gilt dagegen der Respekt vor der – begründeten – Meinung anderer. Man nimmt politische Gegner ernst. Man gibt nicht einfach ein Charakterurteil über andere ab, weil einem ihre Meinung nicht passt. Wer dies in den Aufklärungsgesellschaften tat, verstiess gegen grundsätzliche Regeln und wurde vom Diskurs ausgeschlossen. Aus gutem Grund, denn die persönliche Diskreditierung anderer ist nichts als bauchstalinistische Gegenaufklärung, die auf die schlechten Instinkte des Menschen setzt.“

Insofern wäre die Beschimpfung im Titel (Memmen, die aufhören sollen zu flennen) von Michèle Binswanger gegenüber den mutmasslichen Antifeministen alles andere als ein Zeichen von Qualitätsjournalismus, sondern „bauchstalinistische Gegenaufklärung, die auf die schlechten Instinkte des Menschen setzt“.

Jetzt kann man sich natürlich fragen, weshalb Michèle Binswanger überhaupt auf diese abwertenden Wörter wie „Memmen“ und „flennen“ kommt. M.E. leitet sie dies aus den nachfolgenden Erörterungen ab – sie schreibt nämlich:

„Auch durch die sozialen Medien schwirrten sofort die antifeministischen Verteidigungsschwadronen und verkündeten ihre Weisheiten zum Thema Sexismus in der Schweiz. Der #SchweizerAufschrei, hiess es da, sei a) ein Profilierungstrick linker Politikerinnen, b) sei Sexismus in der Schweiz kein Problem, weil sie selber c) noch nie eine angemacht oder angegrabscht hätten. Sie seien aber d) selber schon begrabscht worden und hätten das nicht schlimm gefunden. Daraus schliessen sie schliesslich e), dass Frauen mit der Aktion nur Opferstatus beanspruchen wollen.“

Die „fremdernannten“ Antifeministen drehen quasi den Spiess des „#SchweizerAufschreis“ um und sagen: sie selbst würden nie Frauen sexistisch behandeln bzw. sexuell belästigen, aber wenn jemand sexistisch behandelt bzw. sexuell belästigt würde, dann wären sie es; sie würden dies jedoch nicht schlimm finden; zumal sie eben gerade nicht flennen und sich wie Memmen benehmen. Für sie ist also die sexuelle Belästigung bzw. der Sexismus der Frauen gegenüber ihnen kein Grund zur Klage. Die „fremdernannten“ Antifeministen machen jedoch den Frauen des „#SchweizerAufschrei“ den Vorwurf, dass diese quasi mimosenhaft reagieren würden. Indem diese nämlich bereits Komplimente wie „sie sei nett angezogen“ oder „sie würde schöne Stiefel tragen“ als sexistisch taxieren würden, zumal derartige Komplimente Frauen auf ihr Aussehen reduzieren würden.
Die „fremdernannten“ Antifeministen sind nach Michèle Binswanger also primär deshalb Memmen, die flennen, weil sie nicht so mimosenhaft wie gewisse Frauen auf Komplimente reagieren und dies als Sexismus wahrnehmen.

Eine frohe Botschaft: Nicht alle Männer sind Sexisten, aber alle Frauen sind Opfer

Michèle Binswanger schreibt:

„Die Verteidigungsschwadronen beklagen sich, hier würde allen Männern der Prozess gemacht, was vollkommener Blödsinn ist. Nur weil alle Frauen das erleben, heisst das nicht, dass alle Männer so sind.“

Michèle Binswanger gibt sich empört. Wie können gewisse Männer nur auf die absurde Idee kommen, der „#SchweizerAufschrei“ würde behaupten, alle Männer wären potenzielle Sexisten und sexuelle Belästiger? Diese Auffassung scheint mir jedoch überhaupt nicht abwegig zu sein: Wenn bei Michèle Binswanger alle Frauen Opfer sind und keine männlichen Opfer weit und breit thematisiert werden und die Täter primär männlich sind, dann werden einmal die Männer als Opfer vollständig eskamotiert und auch Frauen als Täterinnen sind quasi inexistent. Wie kommt eigentlich Michèle Binswanger auf die Gewissheit, dass 100% der Frauen Opfer sexueller Belästigung und Sexismus sind? Hat sie repräsentative wissenschaftliche Studien darüber konsultiert? Natürlich nicht! Das ist ihre „gefühlte“ Wahrheit bzw. Gewissheit!

Michèle Binswanger als Spezies des postfaktischen Zeitalters

Man könnte also polemisch formulieren: Michèle Binswanger ist eine typische Spezies des postfaktischen Zeitalters bzw. der postfaktischen Politik bzw. des postfaktischen Journalismus; es interessiert sie nicht, was repräsentative wissenschaftliche Studien über Sexismus und Sexuelle Belästigung hinsichtlich Männer und Frauen bisher herausgefunden haben, sondern ihre Betroffenheit und ihr subjektive „Gefühltheit“ sind primär der Massstab, um das gesellschaftliche Ausmass festzustellen und einzuordnen.
Bei Wikipedia können wir unter dem Begriff postfaktische Politik u.a. folgendes lesen:

„Der Begriff postfaktische Politik bezeichnet ein politisches Denken und Handeln, bei dem evidenzbasierte Fakten nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Die Wahrheit einer Aussage tritt hinter den Effekt der Aussage auf die eigene Klientel zurück. In einem demokratischen Diskurs wird – nach dem Ideal der Aufklärung – über die zu ziehenden Schlussfolgerungen aus belegbaren Fakten gestritten. In einem postfaktischen Diskurs wird hingegen gelogen, abgelenkt oder verwässert – ohne dass dies entscheidende Relevanz für das Zielpublikum hätte. Entscheidend für die von postfaktischer Politik angesprochenen Wähler ist, ob die angebotenen Erklärungsmodelle eine Nähe zu deren Gefühlswelt haben.“

Michèle Binswanger im Empörungs- und Betroffenheitsmodus

Nachdem sie de „fremdernannten“ Antifeministen die Leviten gelesen hat, nähert sie sich nun mit eiligen Schritten dem Empörungs- und Betroffenheitsjournalismus.

Michèle Binswanger schreibt:

„Was sexuelle Übergriffe anging, hatte ich in meinem Leben ein paarmal Glück. Oder konnte mich wehren. Als ich einmal allein im Ausgang war und mir von hinten jemand an den Hintern fasste, drehte ich mich um und stellte ihn: ‚Du hast mir jetzt aber nicht gerade an den Hintern gefasst?’, fragte ich laut. Er tat ertappt und murmelte in sein Bier: ‚Ja, aber das ist doch nicht so schlimm!’ Nein, ich fand die Berührung nicht schlimm. Schlimm fand ich, dass er dachte, er könne das einfach so tun. Ohne irgendwas, nicht einmal Blickkontakt, den er missverstehen könnte. Man wird zum Objekt gemacht, nicht ernst genommen. Schlimm ist, wenn die 15-jährige Tochter am Sonntag vom Lernen im Park heimkommt und sagt: ‚Da war so ein Typ, der hat uns aufdringlich zugezwinkert und uns verfolgt. Sehr gruselig.’ Das ist es, was wir jeden Tag erleben: Nicht ernst genommen, als Fickstück und Schlampe betitelt werden, in unserer sexuellen Integrität bedroht, vom väterlichen Stadtpräsident mit einer Hand auf dem Bein angefasst werden. Es ist eine verdammte Realität in diesem Land, nicht bei allen, nicht jeden Tag. Aber es passiert.“

Jetzt kann man sich natürlich fragen, was dieser Empörungs- und Betroffenheitsjournalismus erreichen will und was er schlussendlich bewirkt? Und ob er überhaupt ein realistisches und repräsentatives Bild über Sexismus und sexuelle Belästigung in der Schweiz abgibt und zwar was sämtliche Täter und Opfer betrifft und dies bei Männern wie bei Frauen.

Der bereits weiter oben zitierte Mediensoziologe Kurt Imhof sagt im Zusammenhang von Empörungsjournalismus:

„Keine Frage: die Indifferenz hat zugenommen. Sie hat allerdings aus meiner Sicht mehr mit der grassierenden Boulevardisierung zu tun. Human Interest, Personalisierung, Skandalisierung und Moralisierung fluten die Öffentlichkeit mit Belanglosem. Ursprünglich beruhte der Journalismus auf der Darstellung von Sachverhalten, die erst die Basis für normative Schlüsse bildet. Wenn wir nun aber die Debatten betrachten, über die alle etwas wissen, Strauss-Kahns Liebesleben, das antiquierte Balzverhalten von Brüderle mitsamt den 100 000 Tweets der #aufschrei-Kampagne (…) sehen wir hingegen eine moralisch-emotionale Überfrachtung des Öffentlichen. Diese dient nicht mehr der sanften Gewalt des besseren Arguments, sondern erzeugt möglichst viel Empörung und betreibt systematisch moralische Diskreditierung. Nun ist aber Moral keineswegs weltanschauungsfrei. Sie tut nur so und kann sich erst noch um Argumente drücken.“

Die #SchweizerAufschrei-Kampagne und der hier besprochene Artikel von Michèle Binswanger kann somit nach Kurt Imhof unter Empörungsbewirtschaftung und Bauchstalinismus subsumiert werden, denen es nicht mehr darum geht, mit „der sanften Gewalt des besseren Arguments“ zu überzeugen, sondern möglichst mittels Emotionalisierung, Skandalisierung und Moralisierung Aufmerksamkeit zu erheischen und moralische Diskreditierung zu betreiben (alle Kritiker der #SchweizerAufschrei-Kampagne als Antifeministen brandmarken und sie als Memmen, die flennen, beschimpfen).

Politik und Medien zeichnen vielfach ein schiefes Bild

Dass die Politik und die Medien vielfach ein schiefes Bild zeichnen, wenn es um die Opfer und Täter von Gewalt, Sexismus und sexueller Gewalt geht, darauf hat erst kürzlich wieder Stephan Schleim hingewiesen, wenn er schreibt:

„Medien und Politik zeichnen ein einseitiges wie eindeutiges Bild: Opfer sexueller Gewalt sind vor allem Frauen. Männer werden in der Regel als Täter dargestellt. Neue Studien widerlegen dieses Bild deutlich. Bei Untersuchungen in Chile und der Türkei gab es kaum Unterschiede bei den Opfererfahrungen zwischen den Geschlechtern. Im europäischen Vergleich zeigten sich 32% der Frauen und 27% der Männer betroffen von sexueller Gewalt. Es ist höchste Zeit, dass Medien und Politik ihr falsches Bild korrigieren.“

Was soll der „#SchweizerAufschrei“ bezwecken?

Für Michèle Binswanger soll der Aufschrei und ihr Artikel den Männern bewusst machen, in welcher Welt die Frauen leben und sie dazu ermuntern, selbst einzuschreiten, wenn wieder eine Frau von einem Mann sexistisch behandelt bzw. sexuell belästigt wird. Hier zeigt sich sehr gut, dass dieser Aufschrei, zumindest wenn wir Michèle Binswanger folgen, ausschliesslich für Frauen gedacht ist, die Opfer werden und zwar Opfer ausschliesslich durch Männer als Täter. Das schiefe Bild, auf das bereits Stefan Schleim hingewiesen hat, wird somit weiterhin zementiert bzw. reproduziert.

Quellen:
(http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Hoert-auf-zu-flennen-ihr-Memmen/story/31808295)
https://www.schweizermonat.ch/artikel/schluss-mit-dem-bauchstalinismus
http://www.heise.de/tp/artikel/49/49666/1.html
http://www.telebaern.tv/118-show-news/12639-episode-sonntag-9-oktober-2016/29540-segment-vergewaltigungen-in-der-schweiz

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4 Kommentare zu „#SchweizerAufschrei: Michèle Binswanger über die antifeministischen Memmen, die gefälligst aufhören sollen zu flennen!“

  1. Man stelle sich vor, die sog. Antifeministen würden Feministinnen ein „Hört auf zu flennen, ihr Heulsusen“ entgegenwerfen. Die Empöreria würde sich gar nicht mehr einkriegen ob des „menschenverachtenden“ Sexismus‘, der aus dieser Aufforderung spreche.

    Das ist es, was wir jeden Tag erleben: Nicht ernst genommen, als Fickstück und Schlampe betitelt werden, in unserer sexuellen Integrität bedroht, vom väterlichen Stadtpräsident mit einer Hand auf dem Bein angefasst werden.

    Ich frage mich, warum das, was normalen Frauen vielleicht alle paar Jahre mal passiert, Feministinnen ständig und nach eigener Aussage sogar jeden Tag passiert. Wo treiben die diese Männer immer wieder auf? Vielleicht sollten sie mal ihren Umgang bedenken.

    Das was Binswanger da betreibt, ist moral panic in Reinkultur. Selbstverständlich soll das alte Narrativ von Mann als Täter und Frau als Opfer betoniert werden. Und jedesmal, wenn Feministinnen davon reden, der angeblich grassierende Sexismus müsste doch „endlich einmal“ breit in der Öffentlichkeit diskutiert werden (nachdem es bereits seit 50 Jahren breitgetreten wird), meinen sie genau das Gegenteil. Sie meinen eben nicht, dass es diskutiert werden soll, mit Anklage und Kritik daran, sondern sie meinen, dass sie anklagen dürfen und die Männer die Klappe zu halten haben. Mit Diskussion oder Diskurs hat das nichts zu tun.

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