„Männer stehen auf Schlampen.“ Echtjetz?

Im Zuge einer Diskussion bei Christian – Alles Evolution wurde in einem Kommentar behauptet, Männer stünden auf Schlampen und dahingehend seien promiske Frauen nicht benachteiligt.

Mich interessiert: Stimmt das wirklich?

Ich für meinen Teil habe es in meiner Hörner-abstoß-Phase, welche sich zwischen meinem siebzehnten und zwanzigsten Lebensjahr abspielte, folgendermaßen erlebt:

Ich hatte, wann immer ich Single war, mehr oder weniger regelmäßig wechselnde Sexualpartner. Ab einer gewissen Anzahl an One Night Stands, aus denen ich keinen Hehl machte und irgendwie auch gar nicht machen konnte, da sich vieles im selben Bekanntenkreis abspielte, hatte ich den Ruf weg, ich sei leicht zu haben. Das stimmte auch, irgendwie. Wenn ich Lust darauf hatte, ließ ich mich auf die Avancen ein, welche ein potentieller Sexualpartner machte, und hin und wieder übernahm ich selbst die Initiative. Doch ich merkte, dass sich mein Ruf bald verselbständigte bzw. mir vorauszueilen begann, und das war der Moment wo es anfing, hässlich zu werden.

Es war nie ein Problem, einen Sexualpartner zu finden. Doch wer will eine Schlampe als Freundin? Eine, über die schon mindestens einer oder gar mehrere aus der Clique oder dem Bekanntenkreis „drüber gerutscht“ ist? Davon, dass einer [jungen] Frau beim Knüpfen neuer Bekanntschaften möglicherweise der Ruf, eine Schlampe zu sein, massiv im Weg stehen könnte, hat wohl noch keiner von den Verfechtern der „Männer-stehen-auf-Schlampen“-Theorie etwas gehört.

Meine Erfahrungen zusammengefasst: Männer stehen auf Schlampen? Was reinen Sex angeht meist ja, für eine Beziehung lieber nicht.

Was sagt ihr dazu?

Zu meiner Moderation möchte ich Folgendes loswerden:
Ich habe schnell festgestellt, dass hier beim Geschlechterallerlei öfters mal scharf geschossen wird. Der eine ist empfindlicher was sexistische Aussagen angeht, ein Anderer wiederum nimmt an der selben Aussage keinerlei Anstoß.

Es liegt nicht in meiner Absicht, jemandem durch sexistische Aussagen zu nah zu treten.

Falls jemand von den Lesern sich dennoch durch eventuell vorhandenen Sexismus gestört oder gar angegriffen fühlt, darf er oder sie das gerne äußern. Es kommt jedoch auf die Art und Weise an, ob ich überhaupt darauf antworte.

Ich bitte darum, sachlich zu bleiben.

 

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Autor: evilmichi

Seit ich denken kann wollte ich nur eines: wie die Anderen sein. Und weißt du was? Irgendwann habe ich doch kapituliert. Ich war immer schon ich. Nur mittlerweile bin ich es gern. Meistens zumindest.

61 Kommentare zu „„Männer stehen auf Schlampen.“ Echtjetz?“

  1. Ach echt? In meiner Erlebniswelt kommen Frauen als sexuelle Wesen bis heute kaum bis gar nicht vor. Es gibt Frauen, die Sex wollen? Wo denn?
    Frauen sind geradezu asexuell, außer natürlich in der Fantasiewelt von Pornos. Und die sind ja wohl kein Maßstab.

    Wenn ich Frauen erlebe, die „Penis“ in den Mund nehmen, dann nur wenn sie über „Penis-Listen“ oder „Penis-Gruppen“ reden, sich also über angebliche „Diskriminierung“ beschweren.

    1. @netreaper

      „Frauen sind geradezu asexuell, außer natürlich in der Fantasiewelt von Pornos. Und die sind ja wohl kein Maßstab. Wenn ich Frauen erlebe, die “Penis” in den Mund nehmen, dann nur wenn sie über “Penis-Listen” oder “Penis-Gruppen” reden,“

      Dann solltest du dich dringend nach einem neuen Bekanntenkreis umschauen. Natürlich sind Frauen auf eine andere Weise sexuell als Männer, aber das macht sie keineswegs asexuell.

      1. Das lasse ich mir gerne beweisen. Wie gesagt – richtig glauben kann ich das inzwischen nicht mehr.
        Natürlich sind Frauen nicht asexuell. Aber viele wollen einfach keinen Sex mit Männern mehr.

      2. „Natürlich sind Frauen nicht asexuell. Aber viele wollen einfach keinen Sex mit Männern mehr.“

        Was für ein Blödsinn.

    2. @Netreaper

      Anhand Deines Bildes kann ich feststellen, dass Du derselbe Netreaper bist, den ich schon seit ca. 12 Jahren aus dem Netz kenne. Ich hatte damals den Eindruck, dass Du ein junger, lockerer, humorvoller Typ bist. Heute kommt das, was Du so schreibst, sehr verbittert rüber. Was ist passiert? Nach dem, was ich von Dir in Erinnerung habe, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass Du solche negativen Absoluturteile über Frauen – so schimmert es jedenfalls bei mir durch – nötig hast. Ich stehe vor einem Rätsel.

    3. Och, also wenn es etwas von Interesse zu holen gibt, können Frauen sehr wohl sexuelle Wesen sein. Sei es Aufmerksamkeit, Nähe, soziales Prestige, Versorgtsein oder eben ein Zahlesel für die eigenen Kinderwünsche, Du glaubst gar nicht WIE sexuell Frauen dann sein können. Allerdings haben nur relativ wenige Frauen Sex um des Sex Willen, das ist korrekt. Das Gros der Frauen verbindet mit Sex häufig Forderungen, Gefälligkeiten oder sonstige Vorteile unterschiedlichster Art.

  2. Sobald Kritik an weiblichem Sexismus kommt, handelt es sich um Unsachlichkeit. Eine weitere Art Kritik im Ansatz zu ersticken.

    Diese Unsachlichkeit wird dann natürlich anhand der Defintionsmacht definiert. Ist klar.

    Falls Du meine Kritik von gestern meinst:
    Ich war keineswegs unsachlich und Du warst tatsächlich sexistisch, indem Du im Vorbeiflug den Mann als aggressiver als die Frau dargestellt hast. Ich war weder beleidigend noch unsachlich.

    So, jetzt darf ich verkünden:
    Ich bin raus.

    Du bestätigst, warum ich hier keine Beiträge von mir veröffentlichen will.

    1. @wollepelz:
      Dass Männer im Schnitt aggressiver sind, als Frauen, liegt nahe. Sie besitzen wesentlich mehr Testosteron, als Frauen. Das heißt ja nicht, dass es nicht auch aggressive Frauen gibt, und sanfte Männer. Aggressiv =/= gewalttätig, übrigens. Es kann auch schlicht bedeuten, dass man sich weniger gefallen lässt, aktiver/leidenschaftlicher ist, etc.

      1. Bekomme die Kommentare auf jeder WordPress-Seite angezeigt, muss das mal ausstellen.

        Du entgegnest meine Feststellung eines Sexismus also mit Sexismus. Cool. 😀

        Männer sind also aktiver, leidenschaftlicher, lassen sich nicht so viel gefallen… Aha. 😀

        Okay! Sie hat so Recht! Obwohl sie eine Frau ist, ist sie aggressiv und meine Bemerkung war testosterongesteuert überaktiv. 😉

      2. Wenn Christian das behauptet, ist es kein Sexismus, wenn es ein Doppel X-Mensch behauptet, ist es Sexismus. Merkwürdig …

    2. Ich halte die Kommentare von gestern nicht für Sexismus (muss ich an Ort und Stelle noch erklären) und finde es schade, dass Du so getroffen bist. Immer, wenn Du einige Geschichten in Deinem Blog aufschreibst, lese ich sie mit Interesse, auch wenn es oft schlimme Dinge sind, die da angesprochen werden.

  3. Was reinen Sex angeht meist ja, für eine Beziehung lieber nicht. – So würde ich es ausdrücken. Besonders der Hörner-abstoß-Phase. Übung macht den Meister und wenn man nicht erst ganz klischeehaft drei Dates haben muss um zum Stich zu kommen… naja, warum nicht den schnellen Weg.

    Wie sieht es da denn bei den Frauen aus? Ist ein Mann, von dem bekannt ist das er gut im Bett ist und oft mit verschiedenen Frauen Sex hat, gutes Beziehungmaterial oder auch nur mal so einer zum Spaß am Sex?

    Und wenn promiske Frauen/Männer in Sachen Beziehungen benachteiligt sind, muss man dann was dagegen machen?

    1. Gute Frage, ich bin aktuell mit jemandem zusammen der durchaus seine *hüstel* Qualitäten hat. Von daher stellt sich die Frage eher nicht, bzw.
      warum soll ein Mann, der den Ruf hat ein guter Liebhaber zu sein, kein „gutes Beziehungsmaterial“ sein? Mir stellte sich die Frage „hey, der ist gut im Bett, aber taugt er für eine Beziehung?“ zu keinem Zeitpunkt.
      Muss man was dagegen machen? Hm. Ich weiß nicht, da ich selbst erlebt habe „Mann mit wechselnden Sexualpartnerinnen=Toller Hengst“ versus „Frau mit wechselnden Sexualpartnern=Schlampe“ finde ich das schon irgendwie, naja, scheisse. Aber ob es realistisch ist, eine Veränderung zu erwarten, wage ich mal stark zu bezweifeln.

      1. und oft mit verschiedenen Frauen Sex hat – da bist du jetzt in Sachen Beziehung nicht drauf eingegangen. Wenn jmd. einfach „nur“ gut im Bett ist, ohne toller Hengst Aufkleber, ist dass natürlich kein Grund sich zu fragen ob er was für die Beziehung taugt. Ich meine jetzt eher einen der immer auf der Jagd ist.

        Toller Hengst vs. Schlampe, da gibt es bestimmt eine Evolutionsbiologisch Begründung für, hilft natürlich niemand. Die Titel werden ja aber von Frauen und Männern verteilt. Man müsst dann wieder versuchen alle Menschen zu ändern…

      2. „und oft mit verschiedenen Frauen Sex hat – da bist du jetzt in Sachen Beziehung nicht drauf eingegangen. Wenn jmd. einfach “nur” gut im Bett ist, ohne toller Hengst Aufkleber, ist dass natürlich kein Grund sich zu fragen ob er was für die Beziehung taugt. Ich meine jetzt eher einen der immer auf der Jagd ist.“
        Stimmt, im Eifer des Gefechts ging ich davon aus dass es gleichbedeutend ist, was es aber bei genauerer Betrachtung eben NICHT ist. Tjaa, einer der auch in einer Beziehung ständig „auf der Jagd“ ist der wäre mir zu anstrengend. Das würde ja auf Fremdgehen hinauslaufen früher oder später. Einer der in seiner Vergangenheit promisk gelebt hat und es schafft, einer festen Partnerin treu zu sein taugt mE durchaus zu einer Beziehung.
        Selbst habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele potentielle Interessenten [nicht alle] begannen, sich zu distanzieren, oder zumindest Zweifel an meiner Fähigkeit zur Treue wurden, wenn sie von meiner „wilden“ Vergangenheit erfuhren, was dazu führte dass ich sehr vorsichtig mit Informationen diesbezüglich wurde.

      3. ich kaufe noch ein „in“, ersetzte ein „E“ durch „e“ und kaufe noch ein „e“ – gibt es eine Korrekturfunktion wenn man bei WordPress angemeldet ist?

      4. @evilmichi

        „warum soll ein Mann, der den Ruf hat ein guter Liebhaber zu sein, kein “gutes Beziehungsmaterial” sein? Mir stellte sich die Frage “hey, der ist gut im Bett, aber taugt er für eine Beziehung?” zu keinem Zeitpunkt.“

        Es gibt das denke ich schon andersrum auch:
        Bei einem Mann mit einem zu hohem „Verbrauch“ fürchten Frauen
        – dass er nicht bindungsfähig ist
        – den sozialen Rufverlust, weil jeder sofort vermutet, dass sie nur „die nächste Kerbe in seinem bettpfosten“ ist und sie auf ihn reingefallen ist.

        Ich habe da jedenfalls schon aussagen wie „ich möchte da nicht nur die nächste in einer langen Reihe von Frauen sein, die dann wieder ersetzt wird“

        Es ist aber sicherlich eine andere Form der Wertung.

      5. @Christian:

        „Ich habe da jedenfalls schon aussagen wie “ich möchte da nicht nur die nächste in einer langen Reihe von Frauen sein, die dann wieder ersetzt wird”“

        Es gibt auch den umgekehrten Effekt (sog. „König-Blaubart-Syndrom“): „Ja, ich weiß, dass er schon Tausend andere vor mir hätte, aber ich dachte, ich wäre etwas Besonderes für ihn (hat er mir ja gesagt) und könnte ihn ändern!“

        Bei einem Mann mit hohem Verbrauch kommt es darauf an, welche Frauen er hatte und wie lange. Schlechte Zeichen: Wahllos und/oder nur für eine Nacht und/oder in kurzen Abständen. Gute Zeichen: Attraktive Frauen und/oder mit Beziehung, die einige Zeit dauerte und/oder kein völlig nahtloser Übergang von einer auf die andere.

        Hat natürlich alles mit Beziehungsfähigkeit und sein eigener Herr sein zu tun, aber auch mit den Auswirkungen, die ein Zusammensein mit diesem Mann auf den Ruf der Frau haben könnte. Kann ich insofern alles nachvollziehen.

  4. ich finde frauen, die sexuell aktiv sind durchaus attraktiv. das ding da ist halt, es kann da zu missverständnissen kommen. Verknallt man sich nach einem ONS, dann kann man sich recht schnell einreden: Das war ein ONS, die will gar net mehr, vergiss das mal ganz schnell.
    Wir Männer wollen immer poppen. Steht wer in dem Ruf, „leicht zu haben zu sein“ dann wollen plötzlich männer mit ihr ins bett, die kein interesse an einer Beziehung mit ihr haben, aber sex is like a pizza. Das mag dann für die Frau so aussehen, als will kein Mann eine Beziehung mit ihr, ist aber nicht richtig.
    Ich versuche mich gerade krampfhaft zu erinnern, wann ich mit nem Mann ein Gespräch hatte, dass frau xy ne schlampe ist, die mit jedem ins bett hüpft und das negativ belegt war. Kann mich nicht erinnern.. Im Zusammenhang mit einem gekränkten männlichen Ego kommt sowas aber bestimmt vor.

  5. „Männer stehen auf Schlampen? Was reinen Sex angeht meist ja, für eine Beziehung lieber nicht.“

    Das gibt eigentlich recht gut die theoretische Lage wieder, was evolutionäre Betrachtungen angeht:
    Für eine „Kurzezeitstrategie“ ist eine „Schlampe“ ideal, für eine Langzeitstrategie bietet sie (unter damaligen Bedingungen die unser heutiges Denken formen) Risiken.

    Ich denke deshalb sind auch viele Mischformen, die beides zu vereinbaren versuchen, sehr interessant:
    „Lady auf der Straße, Schlampe im Bed“
    „Hooker with a heart of Gold“
    „Das unschuldige Mädchen, unter deren ruhiger Oberfläche wilde Lust lauert“

    Lilly aus „How i meet your mother“ ist in gewisser Weise auch ein Typ davon: Geradezu nymphoman, aber absolut auf Marshall bezogen

    Die „männliche Schlampe“ wäre dann der Mann, der Bindung zu schnell weggibt, das bei Männern teure Gut

    1. „Ich denke deshalb sind auch viele Mischformen, die beides zu vereinbaren versuchen, sehr interessant:“

      Ich erinnere mich an den generellen Vorwurf, dass Männer ja Unmögliches in dieser Hinsicht verlangen würden. Dann wären allerdings solche Typen gar nicht möglich. Komisch, dass Du „Stille Wasser sind tief“ nicht genannt hast: Eine Frau, die sich vor allen Leuten doch eher zurückhält, in Beziehungen aber sehr leidenschaftlich ist.

      Die „männliche Schlampe“ ist der nette Kerl, der der Frau die Wasserkästen hochschleppt, die Wohnung renoviert und den Computer einrichtet, obwohl er ihr gar nichts schuldig ist und sie auch nicht mit ihm zusammen ist. „Gut für bestimmte Dinge, aber nicht für eine Beziehung…“

  6. Ich finde durchaus, daß auch Männer promiske Frauen oft nur für den Sex wollen. Wenn diese dann in der Beziehung sind, wird natürlich Treue erwartet. In diesem Sinne sind also Männer keineswegs weniger anspruchsvoll als Frauen. Ein „Hirsch“ ist umgekehrt auch nur in rein sexueller Hinsicht angesagt. Für den Sex ja, für eine Partnerschaft ist das aber gefährlich. Bald ist er weg, und Mutti ist alleinerziehend. (Wobei da die Behörden das Finanzielle schon zu sichern wissen.)
    Wenn eine Frau sich mit einem abenteuerlustigen Mann eine Partnerschaft erhofft ist sie genauso leichtsinnig wie ein Mann, der hofft, eine ebensolche Frau nicht mit Anderen teilen zu müssen. Kann gehen, aber sie soll genauso aufs Schlechte gefaßt sein wie andersrum. Willkommen in der Gleichberechtigung.

    Nach meiner Wahrnehmung haben Frauen an den *Sex* höhere Ansprüche. Sie wollen öfter als Männer Sex nur in Verbindung mit Liebe, während mehr Männer mit einem Schnellfick schon zufrieden sind. Wenn es aber um Partnerschaft geht, schenken sich beide nix.

  7. Das Leben ist ungerecht und nicht fair. Männer die bei Frauen erfolgreich sind – sind für andere Frauen interessant. Ein lohnenswertes Ziel. Genau deswegen!

    Umgekehrt: erfolgreiche Frauen mit vielen Partnern sind deswegen für andere Männer nicht interessant.

    Ein Mann muss schon selbstsicher und selbtbewusst sein um sich auf eine Frau einzulassen die abenteuerlustig sein kann. Wer von sich überzeugt ist: „Ich bin der beste. Ich hab alles und ich kann alles und mir passiert nix!“ – hat wenig Probleme. Wer aber an sich zweifelt: „Hm, vielleicht sind da noch andere, bessere als ich mit im Spiel? Woher weiß ich dass ich nicht der einzige Idiot im Raum bin wenn wir alle mal gemütlich beeinander sitzen? Zweifel! Zweifel!“ – der wird sich kaum auf eine abenteuerlustige Frau einlassen können. Es kommt auf das Selbstbewusstsein des Mannes an.

    Außerdem:
    Das Schlampenimage wird ja gerne auch von konkurrierenden Frauen vergeben. AN die erfolgreiche Konkurrentin die die Preise für die anderen, vorsichtigeren oder schüchternen Frauen verdirbt. Das macht Feindinnen! Das sind dann aber nicht die Männer die diesen Stempel vergeben!

    1. Das halte ich für Quatsch. Es kommt wohl auf das Umfeld an, ob „tolle Hengste“ wirklich „tolle Hengste“ oder doch Schlampen sind. Eine konservative Frau, die einen Mann sucht, der den nötigen Ernst besitzt, eine Familie zu gründen oder zumindest einen Mann möchte, der nicht beim ersten Streit oder wegen der nächstbesten Frau wieder verschwindet, würde einen Mann mit zig Kerben am Bettpfosten nicht mit dem Hinterteil angucken. Naive Mädchen, die noch daran glauben, dass man Menschen ändern kann, würden vielleicht versuchen, den „tollen Hengst“ zu zähmen, aber eine bodenständige Frau sucht sich lieber einen Mann, der beziehungsfähig bzw. -willig ist. Und das sind „Playboys“ doch eher selten, und wenn, dann wenn sie Torschlusspanik bekommen. Und das macht sie needy und somit uninteressant 😈

      1. Das klingt meiner Meinung nach zu pauschal. Ich selbst bin durchaus sexuell recht aktiv, wenn ich nicht in einer Beziehung bin, warum auch nicht, Sex ist schließlich eine schöne Freizeitbeschäftigung! Wenn ich allerdings in einer Beziehung bin, bin ich komplett treu. Denn, wenn ich jemanden liebe, könnte ich ihn niemals so verletzen, dass ich ihn betrügen würde. Und genauso kann ich mir durchaus vorstellen, dass es auch Männer gibt,, die zwar einige Kerben im Bettpfosten haben, aber dennoch in einer Beziehung treu sind. Das hat sich nichts damit zu tun, dass man sich einbildet,, man könnte jemanden ändern.

      2. Nun, es gibt einen Unterschied zwischen jemandem, der auch gerne Sex hat, wenn er gerade in keiner Beziehung ist, und jemandem, der es nötig hat, sein Selbstbewusstsein damit aufzupolieren, möglichst viele Personen des anderen Geschlechtes abzuschleppen. Dieser Unterschied ist durchaus merkbar.

  8. „Das mag dann für die Frau so aussehen, als will kein Mann eine Beziehung mit ihr, ist aber nicht richtig.“

    Ich denke schon, dass eine gewisse Zahl insbesondere in Verbindung mit einer gewissen Wahllosigkeit und einem gewissen „prozentualen Durchsatz“ im Freundeskreis nur für Sex ohne Beziehung Männer erst einmal abschreckt.
    Wobei es sicherlich immer darauf ankommt, wie die Frau es macht: Um so wahlloser es wirkt, um so eher die sonstigen Freunde tatsächlich nur an Sex interessiert waren und an mehr nicht, um so eher ist es vielleicht abschreckend.
    Wenn sie mit jedem was hatte, jeder sie als Freundin haben will, alle heimlich verliebt sind, sie aber keinen von ihnen wollte, dann könnte es schon wieder anders aussehen.

    Es wäre auch ein normaler „Preisbildungsmechanismus“. Etwas, was jeder haben kann, aber nicht auf Dauer „nutzen“ will, hat üblicherweise einen geringen Wert, ebenso wie etwas, was zu einem geringen Preis verkauft wird.
    Jetzt stelle man sich das noch einmal in prähistorischen Zeiten ohne Verhütung vor, da wäre ein solches Szenario prädestiniert für eine negative Selektion.

    Dessen ungeachtet können aber noch andere Faktoren dazukommen:

    Die Frau, die als leicht zu haben gilt, erlebt eben bereits deswegen einen hohen Zuspruch auch derjenigen, die nicht an einer Beziehung mit ihr interessiert sind, warum auch immer. Sie wird insofern zwangsläufig auch mehr Absagen für eine feste Beziehung erhalten, da üblicherweise die Kriterien für Sex bei Männern deutlich niedriger sind

  9. „Meine Erfahrungen zusammengefasst: Männer stehen auf Schlampen? Was reinen Sex angeht meist ja, für eine Beziehung lieber nicht.“

    Diese Tendenz gibt es auf jeden Fall, wenn sich das individuell natürlich auch in unterschiedlicher Ausprägung zeigt.

    Im Lichte der sexual strategies theory ergibt dieses Verhalten auch durchaus Sinn.

    Signalisiert eine Frau Paarungsbereitschaft, ist sie zunächst einmal ein lohnenderes Ziel für Anbahnungsversuche. Der erwartbare Return of Investment ist hier schlicht höher. Es ist wahrscheinlicher, dass sie auf seine Avancen eingeht.

    Gleichzeitig kann die Aura der Promiskuität abschreckend auf Männer wirken, die längerfristig in eine Partnerschaft investieren wollen. Schließlich ist die Vaterschaftssicherheit bei einer solchen Frau geringer.

    Soviel zur Theorie.

    Nun zur persönlichen Ebene. Ich selbst lebe derzeit relativ promisk. Meine Beziehungen sind eher weniger ernst. Und ich habe absolut kein Problem mit einer promisken Partnerin.

    Ob sich das ändert, sobald ich mich auf die Suche nach etwas ernsterem begebe, kann ich schlecht sagen. Ich meine, dass es mir tatsächlich weniger wichtig ist als dem Durchschnittsmann. Ich konnte beispielsweise die Faszination meiner Geschlechtsgenossen mit Jungfrauen nie nachvollziehen.

    PS: Ich weiß, dass ich einigen von euch noch Antworten in anderen Threads schulde. Mal schauen, wann ich das abgearbeitet bekomme.

  10. Zu meiner Zeit haben wir in einer Disco am Singles Abend 20 Euro Eintritt bezahlt und wenn wir drinnen waren, saßen da drei Mädchen und 200 Kerle, die sich dann zu exotischen Disco Preisen einen angeseffen haben. Was hatten wir geflucht das sich die Mädchen doch von dieser wiederlichen Moral befreien würden.

    Nun lese ich diesen Thread und denke ist es wirklich soviel besser geworden?

    Es gibt kein lineares Maaß womit man das Können eines Menschen in einen einzigen Wert ausdrücken kann, besonders nicht in der Liebe, denn das ist immer noch ein Teilnahme Sport und es geht nicht darum wie heiß sie ist, es geht darum wie gut wir miteinander sind.

  11. Ein erfahrener Mann erkennt eine sexuell sehr aktive Frau sofort. Die Femme Fatale oder der Vamp ist ein ewiges Faszinosum und geistert zweifellos durch viele Männerhirne. Der Nymphomaniac strahlt ein Signal; ein erotisches Versprechen aus, dem Mann sich kaum entziehen kann. Allerdings wird dieses Verprechen nur selten eingelöst, wenn’s dann zur Sache geht- auch wenn es für guten Sex immer zwei braucht. Leicht zu haben zu sein und guten Sex bieten, das sind meistens zwei ganz verschiedene Paar Schuhe.

  12. Was gegen das Stigma als Schlampe meist ganz gut hilft ist: Nicht im Freundeskreis wildern. 😉 Meine Sexualpartner und weitere gute Freunde kannten sich meist wenn überhaupt nur flüchtig. So spricht sich das eben nicht so schnell rum.
    Leider nur bis vor kurzem geklappt, dann hatte ich doch mal was mit einem Freund und mittlerweile gibt es auch Gerede in der ganzen Stadt…
    Komischerweise trifft mich das kaum. Und ich denke mal, wenn man sich verliebt, ist es egal, was die Person außerhalb einer Beziehung getrieben hat. Anders sieht es aus, wenn man davon weiß, dass die Person zuvor schon häufiger fremdgegangen ist, da wäre ich dann auch tatsächlich vorsichtiger.

    1. Meine wilde Zeit ist ewig her, und damals war ich schlicht zu naiv um auch nur ansatzweise das Ausmaß der Konsequenzen meines „Wilderns“ einschätzen zu können. Mit meiner heutigen Erfahrung würde ich es vermutlich etwas anders anpacken.

  13. Sex ist eine sehr emotionale Sache, natürlich auch für Männer. Die Sache mit dem Schlucken zB hat viel mit Annehmen zu tun. Es ist ein tolles Gefühl. Sich vorzustellen, wie die Partnerin solche intimen Sachen mit einem anderen macht ist nicht das allerschönste. Und außerdem, ist er toller, kann er es besser, hat er einen längeren?

    Ich war sehr eifersüchtig als ich jung war. Und eine Frau mit vielen (Ex-)Partnern wäre zugegebenerweise nicht so ganz die richtige für mich.

    Heute und nach Pickup sehe ich das ziemlich anders. Eine sexuell aktive Frau ist genau die richtige Partnerin für mich, denn ich bin es und will es auch. Eine Frau die sich nicht ziert und „schon“ in der ersten Nacht mit mir ins Bett geht, macht mir ein tolles Kompliment und steht zu ihren Wünschen. Genau die richtige für eine Beziehung.

    Ein kleines bisschen schwierig ist es, wenn es eine Freundin unter mehreren ist. Manchmal ist es mir egal was sie sonst noch treibt, manchmal nicht so ganz. Aber was ich mir zugestehe, kann ich ihr nicht verweigern. Das wäre einfach kindisch und dumm.

    Zusammengefaßt: Ja, Schlampen sind die tolleren Frauen. In jeder Beziehung, monogam-langfristig aber natürlich auch als nichtexklusive Abschnittsgefährtin.

  14. Ein Gedanke, der in der (bisweilen recht konservativ geprägten) amerikanischen „Manosphere“ oft diskutiert wird, ist der Folgende:

    Je größer die Zahl der Partner, die eine Frau hatte, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man selbst nicht der beste Fang ist, den die Frau je hatte. Das ist schon allein deshalb wahrscheinlich, weil die Zahl der Männer, die eine Frau unverbindlich ins Bett bekommen kann, in der Regel größer ist als die Zahl der Männer, die sie fest an sich zu binden in der Lage ist.

    Gern wird hier zugesetzt, dass die Qualität ersterer in der Regel größer ist als die Qualität letzterer, aber ich denke, dass sich das in dieser Allgemeinheit nicht sagen lässt und dass die Situation in Deutschland ohnehin etwas anders aussieht.

    Sollte es aber der Fall sein, dass man eben nicht einer Frau bester Fang ist, dann kann es dazu kommen, dass sie einen unterbewusst als zweite Wahl abstempelt und entsprechend unzufriedener mit dem Mann und der Beziehung ist und das Zusammensein somit erschwert wird.

    Ich bin mir noch nicht ganz sicher, was ich davon halten soll und würde gern die Damen hier um ihre Meinung bitten.

    Allerdings würde ich gern auf Antworten der folgenden Art verzichten:

    „Jeder Mensch ist etwas ganz besonderes und ich liebe meinen jeweiligen Partner immer für das, was er selbst ist! Menschen kann man nicht vergleichen! Alle Menschen sind gleich viel wert und mein jeweiliger Partner ist ganz toll.“

    Ich bin mir sicher, dass viele Menschen dieser Überzeugung sind, aber das blendet die angesprochenen Effekte lediglich aus, es schafft sie nicht aus der Welt.

    1. „Ein Gedanke, der in der (bisweilen recht konservativ geprägten) amerikanischen “Manosphere” oft diskutiert wird, ist der Folgende:“

      Interessanter Gedanke, der aber dann auch umgekehrt Frauen treffen dürfte, wenn der Mann schon viele Partnerinnen hatte. Oder gilt das nicht wegen der Pizza-Regel bei Männern? (Ich meine aber, es kommt immer wieder mal in der Popkultur vor.)

      Jedenfalls hatte sich vor kurzem in einer Diskussion Matthias sehr pessimistisch geäußert, was eine Frau mit vielen früheren angeht. Ging allerdings in eine ganz andere Richtung.

      1. Ein sehr promisker Mann bedeutet für eine Frau natürlich auch ein höheres Risiko, von ihm verlassen zu werden.

        Allerdings erhöht die Promiskuitivität eines Mannes seine Attraktivität in einem Masse, wie sie bei Frauen schlicht nicht gegeben ist. Ein Mann mit vielen Partnerinnen wurde von vielen Frauen für gut befunden, für würdig erachtet. Die Chancen stehen gut, dass sie es hier mit einem Träger guter Anlagen zu tun hat. Für promiske Frauen gilt das umgekehrt in diesem Maße nicht, hier steht die erhöhte Vaterschaftsunsicherheit im Vordergrund.

        Die kurze Antwort auf deine Frage, die dir aus den angesprochenen Kreisen rasch entgegenschlagen würde, ist die, dass Männer schlicht keinen hypergamen Instinkt haben. Das ist so natürlich etwas platt und man müsste hier noch ordentlich Differenzierungsarbeit leisten, aber der Kern der Aussage ist nicht ganz von der Hand zu weisen.

        Ein kleiner Hinweis, weil dieses Missverständnis hier und auf anderen Blogs viel zu oft vorkommt: Dieser Beitrag enthält keine Wertung der unterschiedlichen Standards für Männer und Frauen in dieser Hinsicht. Er bewegt sich auf der deskriptiv-analytischen Ebene, nicht auf der normativen. Wobei mir ohnehin schleierhaft ist, wieso meine Diskussionspartnerinnen stets darauf bestehen, meine Idealvorstellungen kennen zu lernen. Vielleicht macht es das einfacher, die richtige Schublade zu finden.

      2. „Oder gilt das nicht wegen der Pizza-Regel bei Männern?“

        Wo wir schon bei blöden Sprüchen sind: A key that may open any lock is a pretty good key. A lock that may be opened by any key is a crappy lock. 😉

      3. „Wo wir schon bei blöden Sprüchen sind:“

        Schlagzeile demnächst: Skandal! Blöder Spruch in Geschlechterdiskussion wurde als solcher gekennzeichnet. 😉

      4. „Ein sehr promisker Mann bedeutet für eine Frau natürlich auch ein höheres Risiko, von ihm verlassen zu werden.“

        Vor allem stellt sich die Frage, ob er sich innerhalb einer Beziehung im Zaum halten kann, oder ob er sich wie einen Tiger sieht, der ab und zu einfach auf die Jagd gehen muss.

        „Ein Mann mit vielen Partnerinnen wurde von vielen Frauen für gut befunden, für würdig erachtet.“

        Wobei hier dennoch die Attraktivität der Frauen Aussagekraft besitzt. Wenn es eher unattraktive waren, dann kommt er offensichtlich an keine „bessere“ heran, was nicht gerade für ihn spricht. Dazu käme dann noch das Verhalten gegenüber den bisherigen Partnerinnen, das ebenfalls Bände sprechen kann.

        Es ist sogar noch komplizierter, weil es vielfache Abwägungen und Wechselwirkungen geben kann. „Lohnt“ es sich für einen Mann, mit einer unattraktiven Frau zusammen zu sein, oder ist es besser, Single zu bleiben? Ist schnell viele Erfahrungen sammeln besser, auch wenn die Expartnerinnen über einen ablästern, oder einige wenige Beziehungen?

        Und neben wir das Beispiel der Frau, die leicht zu haben ist: Für den Mann bedeutet das einen schnellen Weg zum Sex. Andererseits bekommen andere Leute das auch mit und es kann so aussehen, dass er es „so nötig“ hatte, dass er mit einer Frau mit schlechtem Ruf Sex hatte, was bedeutet, dass er anderswo keinen Erfolg haben konnte, was dann wiederum seinen Ruf schädigen kann (wenn auch nicht so stark oder dauerhaft wie den der Frau). Für die nächste Frau ist es dann nicht so besonders, seine Partnerin zu sein, da er ja anscheinend nicht wählerisch ist.

      5. A key that may open any lock is a pretty good key. A lock that may be opened by any key is a crappy lock.

        Ja, ein saudummer Spruch, in der Tat. Und trotzdem wird er immer wieder rezitiert, ernst gemeint oder halb ernst gemeint. Ich weiß nicht wo es war, ich glaube, bei Onyx, da erwiderte jemand (ich weiß leider nicht, wer, vermute aber User „Oheinfussel“) darauf, dass ein Spitzer, der jeden Bleistift spitzt ein toller Spitzer ist, aber ein Bleistift, der zu oft gespitzt wurde … nun, du weißt schon. Ähnlich doof, ne?

      6. „Vor allem stellt sich die Frage, ob er sich innerhalb einer Beziehung im Zaum halten kann, oder ob er sich wie einen Tiger sieht, der ab und zu einfach auf die Jagd gehen muss.“

        Zwei Anmerkungen:

        Zum einen wäre da die sexy son hypothesis:
        http://en.wikipedia.org/wiki/Sexy_son_hypothesis

        Kinder von einem besonders promisken Mann zu haben, ist dann ein evolutionär stabiles Verhaltensmuster, wenn davon ausgegangen werden kann, dass die Söhne dieses Mannes zumindest einen Teil der Anlagen des Vaters übernehmen, die ihn so erfolgreich bei Frauen machen und somit selbst wiederum eine höhere Chance haben, viele Kinder zu zeugen. Optimal für die Frau wäre es natürlich, entweder diesen Mann und seine Ressourcen an sich zu binden oder einen anderen Mann zu finden, der sie versorgt und beschützt und diese Ressourcen auch den „Kuckuckskindern“ zur Verfügung zu stellen. Diese Strategie ist natürlich enorm risikobehaftet (siehe unten), weshalb sie wohl auch eher als Nischenstrategie zum Einsatz kommt.

        Und dann ist das Risiko, welches ein promisker Partner bedeutet, für Mann und Frau recht unterschiedlich. Zumindest wenn man betrachtet, welche Verhaltensweise am ehesten zur erfolgreichen Weitergabe der eigenen Gene führt.

        Eines der größten Risiken für eine Frau ist es, ein Kind ohne Schutz und Versorgung aufziehen zu müssen. Wir reden hier nicht von der heutigen Zeit, sondern über den Zeitraum, der für die Herausbildung unseres Erbgutes entscheidend war.

        Eines der größten Risiken für einen Mann ist es, dass die Kinder, in die er seine Ressourcen investiert, nicht seine eigenen sind.

        Unter diesem Blickwinkel gehen von einem promisken Partner für Mann und Frau unterschiedliche Gefahren aus. Für den Mann besteht die Gefahr, dass ihm fremde Kinder untergeschoben werden, wenn die Frau einen Seitensprung hat. Für die Frau besteht diese Gefahr bei einem Seitensprung ihres Partners nicht. Sie muss eher darum fürchten, dass er sich in eine andere verliebt und sie für die neue verlässt. Für Männer ist eine sexuelle Untreue des Partners potentiell folgenreicher, für Frauen eine emotionale.

      7. „Jedenfalls hatte sich vor kurzem in einer Diskussion Matthias sehr pessimistisch geäußert, was eine Frau mit vielen früheren angeht. Ging allerdings in eine ganz andere Richtung.“

        Ich muss zugeben, dass ich seine Beiträge nicht lese. Ist mir zu anstrengend.

        @ Rexi

        „Ja, ein saudummer Spruch, in der Tat. Und trotzdem wird er immer wieder rezitiert, ernst gemeint oder halb ernst gemeint. Ich weiß nicht wo es war, ich glaube, bei Onyx, da erwiderte jemand (ich weiß leider nicht, wer, vermute aber User “Oheinfussel”) darauf, dass ein Spitzer, der jeden Bleistift spitzt ein toller Spitzer ist, aber ein Bleistift, der zu oft gespitzt wurde … nun, du weißt schon. Ähnlich doof, ne?“

        Nein, nicht ähnlich doof.

        Der blöde Spruch, den ich rezitiert haben, ist deshalb blöd, weil er flach, despiktierlich und undifferenziert ist. Aber er verweist zumindest auf einen realen Sachverhalt – nämlich das Thema, über das Graublau und ich hier gerade reden (wie ich hoffe, eben nicht in flacher, despiktierlicher und undifferenzierter Art und Weise).

        Der Spruch mit dem Bleistift hingegen verweist auf… gar nichts.

  15. Es gilt zu unterscheiden zwischen „sexuell sehr und offen aktiven Frauen“ und „Schlampen“. Da kann ich mich mal wieder selbst zitieren:

    „Erst durch den Artikel musste ich überhaupt mal darüber nachdenken, wie ich das meinem Bekanntenkreis wahrnehme. Denn da gibt es durchaus “lockerere” Frauen, die von jedem Verdacht frei sind, eine Schlampe zu sein, und gleichzeitig welche, bei denen (in letzter Konsequenz) der Begriff “Schlampe” ok ist. Warum trifft das aber auf einige Frauen für mich so klar zu, auf andere aber überhaupt nicht?

    Tatsächlich meine ich, dass schon im Kommentar zwei Sachen durcheinander geworfen werden:
    a) eine Frau ist leichter für Sex zu haben
    b) eine Frau ist leicht zu haben

    Klingt sehr ähnlich, sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe. Die Frau unter a) hat Spaß an Sex, geht vielleicht auch offen und offensiv mit ihrer Lust um und verheimlicht nicht, dass sie eine Reihe von Partnern hatte – auch mal “nur für Sex”. Die Frau unter b) ist generell leicht oder leichter “herumzukriegen”.

    Die Frau unter a) ist für mich modern (wer nicht wie a) ist, ist aber nicht unmodern), die Frau unter b) läuft Gefahr, als Schlampe angesehen zu werden.

    Das Unterscheidungskriterium: Die Frau unter a) trifft eine Auswahl, mit wem sie ins Bett geht. Die Frau unter b) wählt – aus welchen Gründen auch immer – nicht aus. Die in den Kommentaren geäußerte These, Schlampen seien nur die Frauen, die nicht mit einem selbst ins Bett gehen würden, stimmt so nicht.

    Es gibt noch weitere Kriterien, die mir eingefallen sind, aber ich weiß ja nicht, ob das jetzt hier jemanden interessiert.“

    „Weil meine Formulierung nicht so deutlich ist, versuche ich a) noch einmal anders zu formulieren: a) kann sich eher für Sex erwärmen.

    a) wählt aus und ist in dem Sinne aktiv.

    b) fehlt genau diese Qualität. Mögliche (aber nicht erschöpfende) Ausprägungen:

    – Sie empfindet sich nicht als attraktiv genug, um Maßstäbe an ihre Partner anlegen zu können. Selbst wenn sie weiß, dass etwas Besseres möchte, handelt sie nicht so, aus Angst, (auch) körperlich allein zu bleiben. Mögliche Variante: Die “Typentrösterin”, bei der alle möglichen (zumeist unerfahrenen) Männer zum Zuge kommen, die bisher oder gerade wenig Erfolg bei anderen Frauen hatten.
    – Sie läßt sich mit jedem ein, der sie nur lange genug bearbeitet. Irgendwie ist zwischen “angebaggert werden” und “Sex” kein Hirn mehr dazwischengeschaltet, das die Kandidaten noch einmal darauf prüft, ob b) überhaupt Lust auf sie hat. (Dass eine Frau wirklich Lust auf _jeden_ hat, wage ich einfach mal zu bezweifeln.) Mögliche Variante: Die Frau, die nur unter Alkohol oder anderen Drogen so wird, das inzwischen auch weiß, aber dennoch von (zuviel) Alkohol und anderen Drogen nicht die Finger läßt. Eine weitere Variante: Sie weiß nicht, was sie will, und kann deswegen einem entschlossenen Anbaggerer irgendwann nichts mehr entgegensetzen.

    Einige Beispiele von Frauen, die nichts mit “Schlampen” zu tun haben:
    – die “Feierfreudige”: Vielleicht gerade aus einer Beziehung raus, vielleicht gerade von zu Hause ausgezogen, vielleicht schon immer so gewesen. Sie hat viel Spaß am Leben und da gehören auch Männer dazu. Da ist es ganz normal, dass sie mal etwas ausprobiert – und da kommt es immer wieder zu tollen Erfahungen, aber auch mal vor, dass sie im Nachhinein sagt: “Naja, mit dem hat es sich jetzt nicht gelohnt.” Sie mag zu vielen “ja” sagen – aber nicht zu allen.
    – die “in der Findungsphase”: vielleicht noch minderjährig, oft gerade volljährig, noch wenige Erfahrungen und dadurch einen gewissen Erfahrungshunger. Alles ist neu und aufregend – und wer möchte schon bei den Erlebnissen, die laut Popkultur in dem Alter alle vorzukommen haben, zurückstecken? Es mag einige unangenehme, lange nachwirkende oder peinliche Erfahrungen geben. Typischerweise hört diese Findungsphase nach einigen Jahren auf – und dann weiß diese Frau sehr gut, wer sie ist und was sie will.
    – die “Abgestürzte”: Auch der Umgang mit Alkohol will gelernt sein. In jungen Jahren übertreibt es eine mal und findet sich in den Armen oder im Bett eines Typen wieder, den sie gar nicht kannte / ewig kannte, aber eigentlich gar nicht so toll fand / eigentlich schon immer toll fand. Wahrscheinlich schämt sie sich dafür, dass ihr, die sonst immer beherrscht ist und gut aufpasst, so ein Ausrutscher passiert ist. Aber da ist nichts Schlimmes dran – besonders dann nicht, wenn sie den Kerl ohnehin möchte oder noch besser, bisher einfach zu schüchtern war.

    Wahrscheinlich alles Selbstverständlichkeiten, die ich hier aufzähle, aber ich wollte den Unterschied in der Wahrnehmung durch Männer erklären.

    Das männliche Pendant zur Schlampe ist der Notgeile, der unbedingt _irgendeine_ Frau ins Bett bekommen muss, und sei sie noch so unattraktiv. Der Unterschied zum “tollen Hecht”: Der tolle Hecht wählt ebenfalls aus.

    Ich habe sogar noch mehr auf Lager (aber dann geht’s wirklich ins Detail… aber es sind die feinen Unterschiede, die ich erst festgestellt habe, als ich über Marens Frage nachgedacht habe.)“

    Atacama hatte bei Christian (29. September 2013 at 3:12 nachmittags) ihr Verhalten geschildert. Mein Kommentar damals:
    „Die oben geschilderte Geschichte hat durchaus ihre eigene innere Logik, denn der Mann hat sich offenbar wirklich Mühe gegeben – und das macht ja nicht jeder. Daher ist die Frau auch keine, die _mit jedem_ gleich beim ersten Mal ins Bett geht – und damit eben nicht “leicht zu haben”. Passt wunderbar zu der Unterscheidung, die ich an anderer Stelle schon einmal erklärt hatte.“

    Das Thema kam später noch einmal bei Erzählmirnix hoch, die ja selbst recht freimütig zugibt, in früheren Jahren kein Kind von Traurigkeit gewesen zu sein.

  16. „Männer stehen auf Schlampen? Was reinen Sex angeht meist ja, für eine Beziehung lieber nicht.“

    daß man diese Jahrtausende alte Erkenntnis heute wieder neu erforschen muß, zeigt, wieviel der Feminismus zerstört hat.

    Wie immer ist die Tatsache über die Mechanismen der Evolution zu klären. Geht man von einer Zeit aus, wo es für das Überleben des Nachwuchs entscheidend war, daß sich ein Mann darum gekümmert hat, das Kind (mit) groß zu ziehen (also so ziemlich die ganze Geschichte der Menschheit), welche männlichen Gene haben sich da eher durchgesetzt? vergleichen wir zwei Typen von Mann: die einen kümmert es nicht, ob die Frau rumhurt, die anderen schon. Welcher der beiden Typen von Männer zieht eher ein Kukuckskind groß? Sicher ersterer. Nehmen wir bloß eine Kukucksrate von 1% an, würde das schon reichen, jede Generation die Gene von Männern, die eine Schlampe als Freundin akzeptieren, zu einem Teil verschütt‘ gehen zu lassen und gegenüber den Genen von Männern, die sehr genau darauf achten, ob das Kind, das sie da versorgen, auch das eigene ist, zu benachteiligen. Tatsächlich ist die Kuckucksrate eher bei 10%, also kann man sich vorstellen, wie stark die Schieflage ist. Männer, die Schlampen als Partnerinnen akzeptiert haben, waren also bei der Weitergabe ihrer Gene immer beachteiligt. Es ist eine schlechte Strategie und dadurch haben sich über zehn- und hunderttausende von Jahren die Gene dieser Männer rausgezüchtet. Die Schlampenakzeptierungsrate (was für ein Wort!) liegt daher heute bei knapp über Null. Nur Super-Betas aka Omegas machen das mit, aber die machen ja alles mit.

    Für Frauen hingegen war die Schlampeneigenschaft nicht von Nachteil. Ob das Kind vom Alphatier war und es nachher von einem Beta großgezogen wurde oder von einem Beta, der sein eigenes Blag versorgt hat, es hat gleich wahrscheinlich überlebt. Idealerweise waren die Gene sogar von einem starken Alpha und der Versorger ein braver Beta, daher haben Frauen, die eine Doppelstrategie betrieben haben (in der Phase des Eisprungs sich mit einem Alpha zu paaren, von dem geschwängert zu werden und sich danach einen Beta zwecks Versorgung zu angeln), mehr Nachwuchs durchgebracht. Auch hier daher das evolutionäre Züchtungsergebnis: Frauen achten für die Zeugung auf Alphagene und da war es immer egal, ob der Alpha seine Gene auch anderweitig streut.

    Evolution ist eben nicht denken. Evolution ist tun.

    1. „Tatsächlich ist die Kuckucksrate eher bei 10%“

      Für wen soll das gelten? 10% der in der Vorzeit geborenen Kinder? Der historisch geborenen Kinder? Der heute geborenen Kinder? Wo findet man eine verlässliche Statistik darüber? Dann müssten in einer Schulklasse von 30 Leuten im Schnitt 3 Kuckuckskinder sein, bei einer Jahrgangsstufe von 100 Leuten sogar 10.

  17. Als älteres Semester finde ich es ziemlich deprimierend, wie widerstandslos der konservative Rollback im 21.Jahrhundert triumphiert. Mann beruft sich auf „Evolution“, anstatt sich mit der Überwindung und Negierung derart tier-typischer Motive zu identifizieren. Ebenso fraglos akzeptiert und FORDERT man sogar das Konstrukt der ewig währenden romatischen Liebe mit Margarine-Familie und – natürlich! – sexueller Treue bis ins Grab.

    Na danke, da bin ich wirklich froh, meine jungen Jahre in einer aufgeschlosseneren, widerständigeren, der „freien Liebe“ positiv zugewandten Zeit erlebt zu haben! Ihr kommt mir oft vor wie meine eigenen Großeltern…

    1. Warum schafft es hier eigentlich niemand, den Unterschied zwischen einer Beschreibung und einer Bewertung zu verstehen? Diese ständige Moralisierung von Sachdebatten geht mir sowas von auf den Keks.

      Wenn wir hier evolutionspsychologische Überlegungen zur Ursache der eindeutig beobachtbaren männlichen Tendenz anstellen, eine gewisse Skepsis gegenüber Langzeitbeziehungen mit besonders promisken Frauen zu hegen, beinhaltet das keine Aussage über den gesellschaftlichen Soll-Zustand.

      Wie du weiter oben ohne weiteres nachlesen kannst, bin ich selbst relativ promisk und viele meiner Partnerinnen sind es auch. Wobei angemerkt werden muss, dass es sich hier in der Regel um Arrangements von eher kurzer Dauer handelt.

      „Mann beruft sich auf “Evolution”, anstatt sich mit der Überwindung und Negierung derart tier-typischer Motive zu identifizieren.“

      Unsere biologischen Dispositionen können gesellschaftlich überformt werden, das ist richtig. Verschwinden werden sie innerhalb der nächsten paar hundert Generationen nicht. Sich die „Überwindung tier-typischer Motive“ auf die Fahnen zu schreiben halte ich im Übrigen für potentiell hoch gefährlich, beinhaltet dieser Schlachtruf doch eine Einladung für Sozialingenieure jeglicher Couleur.

      1. Ich gebe dir recht, mein Posting war zu launisch und nicht differenziert genug.

        Ob du dich da mal mit den „hunderten Generationen“ nicht dennoch massiv täuschst? Derzeit findet immerhin eine massive gesellschaftliche Umformung statt, die alles dem Primat des Ökonomischen unterwirft – gestützt auf extrem schnell evolvierende vernetzte Digital- und BigData-Techniken.

        Ich vermute, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis auch die Reproduktion vollständig aus dem Bereich urtümlichen menschlichen Verhaltens „befreit“ und von einem rein rationalen, wissenschaftlichen und an effektiver Ressourcenverwendung orientierten Fortpflanzungsregime abgelöst wird. Grade auch wegen der Geschlechterkämpfe wird uns das als bequem, sinnvoll und befreiend vorkommen… genau wie das Internet der Dinge sich als Erleichterung einschleichen wird.

        Ich sag mal: max 5 Generationen…

  18. Das was du da schreibst gilt für beide Geschlechter aber – genau im Gegensatz zum üblichen Klischee – mehr nöch für Männer.

    Denn noch merh für Frauen ist es wichtig, dass der Partner treu ist, darum ist es noch schlimmer als für Frauen, einen solchen Ruf ab zu haben ! Schlampenfrauen finden dahingegen trotzdem immer leicht einen, der sie (auch länger) haben will !

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