Fundstück: DMJ dazu, dass das Gleiche zu tun noch lange nicht dasselbe bewirkt

Es macht gerade so richtig Spaß. Zur der bereits gestern erwähnten Diskussion meldete sich nun auch Dirk M. Jürgens (DMJ) und kommentierte bei Alles Evolution:

Diese Vorschläge scheinen mir auch höchst kontraproduktiv zu sein.
Männerrechtler haben ja nun einmal im Gegensatz zum Feminismus das Problem, auf keinen gesellschaftlichen Beschützerinstinkt zurückgreifen zu können. Sobald sie sich zu Wort melden, ist der erste Impuls Misstrauen.
DAS noch zu verstärken, indem man nicht auf die realen Probleme direkt verweist, sondern erklärt „X muss weg, weil es mit Leuten zu tun hat, die mich nicht mögen“, wäre das Falscheste, was man machen könnte.
Gerade der Punkt, gegen Programme gegen rechts vorzugehen, würde der Bewegung absolut ins Knie schießen und sie in der Diskussion recht unmöglich machen.

Wie? Derartiges machen Feministinnen auch? Stimmt! – Aber denen kommt ja der „Helfen wir der guten Frau… und zeigen uns so als guter Mann“-Impuls entgegen, der ihnen viel mehr durchgehen lässt, als einem potentiellen Konkurrenten.

Das sehe ich ebenso. DMJ hat es schön kurz und knapp erklärt.

Die bisherigen Artikel zum schnellen Nachlesen:

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Hatte DMJ nicht in seinem letzten Traum-Comic Indiana Jones erwähnt?

John Williams: Indiana Jones Theme

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8 Kommentare zu „Fundstück: DMJ dazu, dass das Gleiche zu tun noch lange nicht dasselbe bewirkt“

  1. Ok, Graublau, ich habe einen zweiten Teil verfasst, der länger ist, als mir Siggi/Wordpress erlaubt zu veröffentlichen. Wohin kann ich ihn senden?

    Gruß crumar

  2. Für mich war der Kommentar eher in der Kategorie: Daneben gezielt und daneben getroffen.

    Mein Vorschlag ist ja gerade, Forderungen aufzustellen, die *nicht* im direkten Zusammenhang zur Männerrechtsbewegung stehen. *Wegen* der fehlenden Empathie, die man solchen Forderungen entgegenbringt.

    1. @Siggi

      Dann sind das allgemeinpolitische Forderungen, die sich aus der Männerrechtsbewegung nicht ableiten lassen, weil sie aus ihr nicht ableitbar sind.
      Warum sollte die Männerrechtsbewegung etwas fordern, was mit ihr in keinem Zusammenhang steht?
      Ist das nicht der Job von politischen Parteien?

      Wir sollen nach deinem Vorschlag Interessen vertreten, die mit *unseren* Interessen nichts zu tun haben – aber mit politischen Interessen anderer.
      Nach meiner Erfahrung interessieren sich politische Parteien erst einmal nicht für Forderungen der Männerrechtsbewegung.

      Dein Vorschlag läuft damit darauf hinaus, Herzensanliegen politischer Forderungen anderer Parteien zu Forderungen der Männerrechtsbewegung zu machen.
      Um im Gegenzug etwas dafür zu bekommen?
      Oder voraussetzungslos?
      Wenn es ein deal ist, was haben wir dabei zu gewinnen?

      Du sagst auf der einen Seite, es gäbe *keinerlei Empathie* für Anliegen von Männern, aber deine Vorschläge laufen auf einen deal hinaus, in dem wir quasi in Vorleistung treten.
      Um *was genau* dafür zu erhalten?
      Empathie für unsere Anliegen?
      Wie emphatisch werden uns Geisteswissenschaftler begegnen, wenn wir ihre Abschaffung fordern, weil wir uns auf die Seite derer schlagen, die sie für „nutzlos“ halten?
      Wie emphatisch verfährt mit unseren Anliegen die Seite, auf deren Seite wir uns dann schlagen und deren Position wir vertreten?
      Und vor allem: Halten die uns nicht für ebenso nutzlos?

      In meinen Augen laufen deine Vorschläge darauf hinaus, als Männerrechtsbewegung bloße politische Manövriermasse zu werden durch *Übernahme* von politischen Forderungen, die sich nicht aus unseren unmittelbaren Interessen ableiten lassen.
      Wir hätten die Formulierung von politischen Zielen der Männerrechtsbewegung damit schon anderen überlassen, bevor wir überhaupt damit begonnen haben, solche zu artikulieren.

      Aus diesen Gründen bin ich generell gegen solche Vorschläge.

      Schönen Gruß
      crumar

      1. Ich denke ich habe im ersten Beitrag hinreichend deutlich gemacht, was Männerrechtler dabei gewinnen könnten: Weniger feministische Infrastruktur und damit weniger feministische Deutungshoheit.

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