Frauen in der Bundeswehr, ein Rätselspiel

In der NDR info-Sendung Streitkräfte und Strategien vom Samstagabend beschäftigte sich ein Beitrag (Beginn bei Minute 14:08) mit der Integration von Frauen in der Bundeswehr.

Es wurde eine Studie vorgestellt, nach der die Akzeptanz von Frauen bei männlichen Soldaten in der Truppe „paradoxerweise“ sogar abnimmt, obwohl doch so viel für die Integration getan wird, mit Frauenparkplätzen, 12 Gleichstellungsbeauftragten und sogar einer eigenen Pressestelle für das Thema.

Der Anteil der Soldaten, die z.B. meinen, Frauen seien den körperlichen Anforderungen bei der Bundeswehr nicht gewachsen, hat sich innerhalb von 6 Jahren von 44% auf 52% erhöht.

Nun fragt man sich, wie sich das erklären lässt. Das hängt natürlich davon ab, wen man fragt, und wen man zu Wort kommen lässt. In dem Beitrag kommt nun aber kein einziger männlicher Soldat zu Wort, der die Situation kritisch sieht und aus männlicher Sicht erklären könnte, warum Männer Kameradinnen kritisch betrachten. Zu Wort kommen ausschließlich Sozialwissenschaftler, Soldatinnen und der Wehrbeauftragte.

Dementsprechend fallen also die Erklärungen aus:

  • Alte Macho-Muster
  • Frauen werden zur Konkurrenz
  • Männliche Organisationskultur, die Frauen als fremd wahrnimmt
  • Andere familiäre Situation der Frauen, Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Sehr bezeichnend finde ich das Zitat: „Auch heute denken die Männer in Teilen noch, dass sie eigentlich das diskriminierte Geschlecht sind“ Was natürlich auf gar keinen Fall der Realität entsprechen kann, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Frauen werden zwar bei gleicher Leistung und Eignung bevorzugt auf Dienststellen gesetzt, aber das hat natürlich überhaupt nichts mit Diskriminierung von Männern zu tun.

Interessant ist auch, dass die Befragung schon 2011 stattfand, die Studie aber erst Anfang diesen Jahres veröffentlicht wurde. Auf eine Anfrage einer Grünen Abgeordneten kam heraus, dass der Studienersteller angehalten wurde, seine Fragen zur sexuellen Belästigung zu kürzen. Ein Skandal! Da hat wohl wer „Angst vor der unbequemen Wahrheit“. Oder will einfach nicht, dass das in wirklich jeder Studie als Vehikel benutzt und aufgebauscht wird, um die Benachteiligung von Frauen in der Vordergrund zu stellen, um damit dann wieder die entsprechenden Frauenbevorzugungsprogramme begründen zu können.

Es bleibt also ein Rätsel, warum die Vorbehalte von Männern gegen über Frauen in der Bundeswehr zunehmen statt abnehmen. An den Frauen kann es natürlich auf keinen Fall liegen. Und auch nicht an deren ständigen Bevorzugung. Der Wehrbeauftragte ist wenigstens so generös, die Probleme nicht nur im Verhalten der männlichen Kameraden zu sehen. Sondern – auch – in den Strukturen, die dieses Verhalten hervorrufen. Aha. Männer sind also in jedem Fall Schuld, in einigen Fällen kann das aber entschuldigt werden, aufgrund der „Strukturen“.

Was sagt die Militärsoziologin dazu: Dem Thema wird noch zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Ja klar, die Bundeswehr hat ja auch nichts wichtigeres zu tun, als immer mehr Frauen zu integrieren. Eine bessere Integration könne nur gelingen, wenn die Rahmenbedingungen für Frauen verbessert werden. Sagt der Wehrbeauftragte. Natürlich, was sonst, da wäre uns auch nichts besseres eingefallen.

Fazit: Ein typischer NDR-Beitrag, der vor Political Correctness nur so strotzt. Dass die Animositäten der männlichen Soldaten vielleicht gerade daher kommen, weil Frauen in der Bundeswehr bevorteilt und gepusht werden, die hübschen Bürojobs bekommen, während die Männer an diese nicht mehr in dem Maße wie früher rankommen, wenn’s aber in den Kampfeinsatz geht, die Frauen geschont werden, auf die Idee kommt natürlich keiner aus der Soziologen- und Wehrbeauftragtenriege. Stattdessen empfiehlt man ein „weiter so“ und „noch mehr davon“.

Der einzige vernünftige Beitrag kommt dann doch noch zum Schluss, der die ganze Sendung quasi karikiert. Eine Soldatin meint: „Bitte keine Extrawurst, Bevorzugungen würden das ganze nur noch schlimmer machen.“ Ach was…

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33 Kommentare zu „Frauen in der Bundeswehr, ein Rätselspiel“

  1. „An den Frauen kann es natürlich auf keinen Fall liegen. Und auch nicht an deren ständigen Bevorzugung. “

    Das wird bewusst als Ursache ausgeschlossen. Als ob man 5 Meter neben einer brennenden Scheune steht und sich fragt warum es so heiß ist.

    1. Schönes Bild. 😀
      Ja, es ist schon ein unergründbares Mysterium, warum Männer schlecht auf Frauen zu sprechen sind, wenn diese allenthalben bevorzugt werden.

      1. Was für das Militär gilt ist bei der Polizei schon lange die Regel.
        Hier wird die (inoffizielle) Quote schon lange durchgepeitscht
        teilweise noch unverschämter.

  2. Zumindest für Kampftruppeneinsätze beim Heer, aber auch Für Einsätze in den Pioniertruppen sind Frauen Im Schnitt körperlich weniger geignet. Weil mehr Frauen beim Bund auftauchen, machen auch mehr Soldaten diese Erfahrung..
    Und wo ist jetzt der Skandal. Sollen sie lieber im Sinne der political correctness lügen.

  3. Das dürfte die Studie sein, die im Januar 2014 vorgestellt wurde und die schon in FAZ, Spiegel usw. besprochen wurde, diverse Links s. hier. Da hat der NDR aber eine Weile gebraucht, bis er das auch mitbekommen hat.
    Bei der Feuerwehr gibt es analog das gleiche Problem.
    Immer da, wo Frauen objektiv bevorzugt und wo Leistungskriterien verbogen werden, um die Frauenquote zu erhöhen, ist der Knatsch auf Dauer vorprogrammiert.

  4. Am stärksten wird das Vertrauen in die Gerechtigkeit erschüttert, wenn extra für Frauen die Anforderungen gesenkt werden, weil es sonst nicht genügend viele schaffen würden (vgl. etwa die Feuerwehr, ging vor ein paar Jahren rum). Logischer- und fatalerweise natürlich bei den körperlichen Anforderungen, denn da sind Männer im Schnitt den Frauen überlegen.

    Erinnert sich noch jemand an die Todesfälle auf der Gorch Fock vor einigen Jahren? Da wurde z.T. sehr klug in Blogs kommentiert, während die mediale Berichterstattung erschüttert war, das schon die Ausbildung gefährlich ist.

  5. Frauen in der Bundeswehr ist bisher ein echtes Trauerspiel. Ein rein auf PR ausgerichtetes „einfach als hübsche Deko in die Truppe stecken“ anstatt militärisch sinnvoller Einsatz

    Dabei sind sie ja nicht qua Geschlecht für den Militärdienst ungeeignet. In einer modernen Armee ist sowieso nur eine kleine Minderheit von Soldaten in Bereichen mit dem Geschmack von Landser-Romantik (Zu Fuß nach Stalingrad und zurück) zugange. Daher gibt es auch für den Einsatz auch von körperlich-konditionell schwächeren (als der Durchschnitt) viele Möglichkeiten.

    Und das sind dann auch keine Extrawürste sondern logisch verargumentierbar: Es ist sinnvoller, 1,60m Frauen als Besatzungen in Panzer zu stecken als 2 m Männer. Und ebenso spontan würden mir auch Scharfschützen als frontnahe Einheit einfallen, die gut geeignet für Frauen wären. Es muss also auch nicht unbedingt der warme Platz in der Schreibstube sein.

    Scharfschütze wäre übrigens ein perfekter Einsatzbereich für die männerhassende Frauenfraktion. Es dürfte sich auf die Kampfmoral des Gegners verheerend auswirken, wenn weibliche Scharfschützen denen reihenweise die Eier wegschiessen.

    Ich bin konsequent dafür, bei einer eventuellen Wiedereinführung der Wehrpflicht diese auch für Frauen zwingend zu machen.

    1. Meine Güte, du hast ja sowas von keine Ahnung!
      Z.B. müssen Panzerbesatzungen die Kanone des Panzers laden. Ein Geschoss wiegt etliche Kilo und der Treibsatz ebensoviel, das alles in tief gebückter Haltung.
      Scharfschützen werden nicht mit Bus zu ihrem Einsatzort gefahren, sondern müssen ihre Ausrüstung etliche Kilometer zu Fuss dorthin tragen. Gewehr, Munition, Fernrohr, Tarnung, Lebensmittel – da sind ruckzuck 50kg zusammen. Scharfschützen im Einsatz machen ihr kleines und ihr großes Geschäft in Flaschen und Tüten, die nachher geruchsdicht verschlossen und mitgenommen werden, damit Spurhunde keine Spur aufnehmen können. Aus exakt diesem Grund sollte deine Scharfschützin auf nicht gerade ihre Tage haben.
      Frauen sind nicht mal als Sanitäterinnen brauchbar weil eine 50kg Sanitäterin einen 80kg Mann rein physisch einfach nicht bergen kann.
      Wehrpflicht für Frauen? Nicht notwendig. Das Heeresmusikcorps braucht nur eine Harfinistin und eine Schwangerschaftsvertretung.

      1. Ah OK. Also können das zwar israelische Frauen
        http://www.liveleak.com/view?i=372_1348501060
        oder syrische Frauen

        oder russische Frauen

        aber deutsche Frauen sind anscheinend völlig unbrauchbar. Mir scheint, wir haben hier ein deutsches Problem.
        Was haben deutsche Männer bloß falsch gemacht??

        Und geht man vom Leopard 2 aus, dann sind natürlich nicht alle vier Besatzungsmitglieder mit dem Laden der Kanone befasst, sondern nur eine: Die Ladeschützin. Die darf tatsächlich gerne etwas stämmiger sein, so eine Patrone wiegt rund 20 kg. Bei den drei anderen (Kommandantin, Fahrerin, Richtschützin) ist es allerdings eher vorteilhaft, wenn sie klein, zierlich und gelenkig sind. Ich sehe hier keinen Vorteil, den ein 1,85 breitschultriger Mensch mit durchtrainiertem Muskelapparat in diesen Funktionen haben könnte.

        Der kann dafür aber vielleicht besser Harfe spielen?

      2. Sorry, die IDF haben keine Frauen in Kampftruppen. Das hat sich einfach nicht bewährt. Frauen bringen nicht genug Leistung, sie wecken Beschützerinstinkte bei ihre Kameraden und der Feind (jedenfalls der Feind der IDF) kämpft lieber bis aufs Messer ehe er sich Frauen ergibt (BTW: genau deswegen glaube ich auch aktuell die Story der kurdischen Elitekriegerinnen, die gegen den IS kämpfen nicht). Ja, ich weiß dass die IDF ein Vorzeige-Bataillon mit weiblichen „Kämpfern“ haben. Es wird vom Rest der IDF liebevoll „The Showboat“ genannt.
        Die russischen Scharfschützinnen sind überwiegend Legende, ernsthafte Belege gibt es für maximal eine solche Scharfschützin.
        Stories aus aktuellen Konflikten glaube ich grundsätzlich nicht. Nicht nur weil dort die Propaganda-Maschine auf Hochtouren läuft sondern auch weil kein Scharfschütze dämlich genug ist, öffentlich sein Gesicht zu zeigen und damit Familie und Freunde der Rache der anderen Seite auszusetzen.
        Eine kleine, zierliche Panzer-Kommandantin möchte ich mal bei der Bedienung des Board-MG sehen oder beim Hochheben der Munitionskisten für das Board-MG und der Richtschütze muss auch laden können. Bliebe die Fahrerin. Positiv formuliert: Ein Leo 2 ist exakt das Fahrzeug, dass den weiblichen Fähigkeiten beim Einparken angemessen ist. Es bliebe zu klären, wer den kleinen, zierlichen und gelenkigen Kriegerinnen die Kette wieder aufzieht, wenn die sich abgezogen hat.
        BTW: Panzerkanonen haben keine Patronen. Sondern Geschosse und davon getrennte Treibsätze. Das ist so, damit die Panzerbesatzungung sich nicht auch noch um die Entsorgung der Hülsen kümmern muss.
        Und was G.I. Jane und ähnliche Hollywood-Figuren bei den US-Streitkräften angeht: „Bellator“ bedeutet Soldat. Ich war Soldat und ich hatte während meiner aktiven Zeit ausreichend Gelegenheit, den US-Mädels beim Soldat-Spielen zuzusehen. Freundlich gesagt: I’m not impressed. Wirklich witzig waren die Nahkampf-Wettbewerbe. Da man mir, im Gegensatz zu den Amerikanern, nicht befehlen konnte, nach min. 3 und max. 4 Minuten zu verlieren, dauerten meine Kämpfe gegen solche Hollywood-„Kriegerinnen“ durchschnittlich 15 Sekunden ehe die Mädels nach Luft japsend auf dem Boden lagen.
        BTW: Welche militärischen Erfahrungen kannst du vorweisen?

      3. Wehrpflicht für Frauen ist m.E. eine Frage der Wehrgerechtigkeit. Es passt einfach nicht, Gleichberechtigung zu forcieren und ein Kernelement davon auszunehmen.

        Wenn es am Ende darauf hinausläuft, dass 90% der eingezogenen Frauen die Kaffeemaschine in der Schreibstube bewachen und nur 10% wirklich in Kampfeinsätzen einsetzbar sind, OK.

        Entscheidend für den Einsatzort und die Einsatzart sollte die individuelle Befähigung sein, nicht pauschal die Geschlechtsteile. Die Erfahrungen der IDF als kampfstarke und kampferprobte Armee halte ich allerdings auch auf dem Gebiet für einen echten Maßstab.

        Aber da die Wehrpflicht aktuell ausgesetzt ist, stellt sich das Thema zumindest nicht akut.

        Und: ich war zwar nicht bei der Panzertruppe, war mir aber ziemlich sicher das es Patrone genannt wurde, auch wenn die Hülse beim Abschuss weitgehend, aber eben nicht vollständig mitverbrannt wurde. Aber egal. Die Zeit liegt eh schon lange zurück und damals war die Bundeswehr im Ernstfall nur als Folkloregruppe im Vorprogramm von Deliberate Escalation vorgesehen. „Fulda Gap“ und so… Verbuch es also unter „zum Glück keine reale Erfahrung, sondern wären wir heute nicht hier“ 😉

      4. Mir entgeht irgendwie die militärische Notwendigkeit des Bewachens einer Kaffeemaschine. Ich bitte das zu entschuldigen, aber zu meiner aktiven Zeit haben Kaffeemaschinen weder auf mich geschossen noch haben sie Fluchtversuche unternommen noch wurden sie als Geiseln genommen.
        Früher, in der guten alten Zeit als das Gras noch grüner und das Licht noch heller war, wurde mit T5 ausgemustert wer nur zur Bewachung einer Kaffeemaschine taugte.
        Heute studiert so jemand BWL und Luftverkehrsmanagement, wird als Hauptmann eingestellt und ist hastenichgesehn Oberstleutnant im Generalstab (http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/frauen-bei-der-bundeswehr-dann-stand-ich-da-und-war-der-chef-12722262.html).
        Was daran gerecht sein soll, bleibt dein Geheimnis und das von Truppen-Uschi.
        Ebenso ist mit der ganz normalen Wehrpflicht für Frauen. Für jede einzelne Frau findet man problemlos einen Mann, der die Aufgaben eines Soldaten besser erfüllen kann. Daraus folgt offensichtlich, dass Frauen in einer Armee nur dann sinnvoll einzusetzen sind, wenn es rein zahlenmäßig nicht genügend Männer gibt um alle Positionen besetzen zu können. Das und nur das ist der einzige Grund warum es bei den IDF überhaupt weibliche Soldaten gibt. Und das und nur das ist der Grund warum die britischen Streitkräfte zu Zeiten der Florence Nightingale damit begonnen haben weibliche Sanitäterinnen zuzulassen und (ein paar Jahre später) Frauen das Medizinstudium zu ermöglichen. Jede Sanitäterin und jede Feldärztin setzte einen Mann für den allgemeinen Truppendienst frei.
        Lass‘ mich noch mal ganz direkt fragen:
        – Warum sollte ich mich von jemanden kommandieren lassen, wenn ich positiv weiß, dass diesem Jemand das Kommando gegeben wurde obwohl ein besserer Bewerber zur Verfügung stand?
        – Warum sollte ich (zusätzlich zu den unvermeidlichen Risiken des Soldatenlebens) jene unnötige Gefahren auf mich nehmen, die ein zweitklassiger Vorgesetzter nun mal auslöst? Ja sicher, es gibt zweitklassige Vorgesetzte auch in männlich. Der Unterschied ist allerdings, dass ein weiblicher Vorgesetzter zwangsläufig zweitklassig sein muss denn, ich wiederhole mich: Für jede einzelne Frau findet man problemlos einen Mann, der die Aufgaben eines Soldaten besser erfüllen kann.
        Und, last not least:
        – Warum sollte ich mein Leben und meine Gliedmaßen für eine Gesellschaft riskieren, die mir eine Beförderung verweigert um stattdessen eine deutlich schlechter qualifizierte und deutlich weniger bewährte Frau zu befördern?

      5. @Bellator

        Das mit der Kaffeemaschine bewachen war ein Witz. Zu meiner Zeit, als das Gras noch grüner und die Sommer noch wirkliche Sommer waren, da waren solche Jobs heiss begehrt 😉 Mit T5 ausgemustert wurde damals übrigens nur, wer nicht mal zur Bewachung der Kaffeemaschine geeignet war. Die BW war damals ein stehendes Heer von knapp 500.000 aktiven Soldaten und 2,5 Millionen schnell aktivierbarer Reserve.

        Aber in diesem Punkt ist tatsächlich eine Wehrpflicht für Frauen ebenfalls eine Benachteiligung für (manche) Männer: Sie verdrängen höchstwahrscheinlich Männer aus den relativ gefahrlosen Nischen in der Armee.

        Hoffen wir also, dass es bei der Aussetzung der Wehrpflicht bleibt. Bei derzeitiger Lage sind spezialisierte, längerdienende Berufssoldaten in einer High-Tech-Armee auch besser zur Auftragserfüllung geeignet denn Wehrpflichtige.

        Und zu Deinen Fragen:

        Du kannst nicht positiv wissen, dass ein besserer Kandidat zur Verfügung stand. das es vielleicht welche gibt, kannst Du vermuten. Ob diese aber auch zur Verfügung stehen, wird wohl schwer in Erfahrung zu bringen sein.

        Dein Beispiel zeigt einen Grenzbereich, wo Verwaltungsbeamte Uniform anziehen, der rest sich aber an einer klassischen Beamtenlaufbahn orientiert.
        So weit ich das aber sehe, hätte ein Mann in der Funktion die gleichen „Karrieresprünge“ gemacht. Warum hier aber kein Altgedienter genommen wurde, sondern ein Quereinsteiger eingestellt wurde, weiss ich nicht. Vielleicht war es ja wirklich die Nummer „Wir brauchen mehr Frauen, da bewirbt sich eine, also suchen wir mal ne passende Vorzeige-Stelle für sie“. Ist aber pure Spekulation..

        Das Soldaten durch zweitklassige Vorgesetzte im Ernstfall gefährdet werden, denke ich auch. Wo ist denn aber für Dich der Unterschied, ob Du durch eine zweitklassige Frau oder einen zweitklassigen Mann gefährdet wirst? Soldaten haben eigentlich nur ganz früher (Germanen) ihre Vorgesetzen gewählt, üblicherweise werden die heute von oben herab bestimmt. Erstklassige Vorgesetzte sind deutlich seltener als zweit(oder dritt-)klassige. Die Gesamtzahl in der Verteilung bleibt gleich. Dein Risiko, einen zweitklassigen zu erwischen ist also ebenfalls gleich geblieben.

        Und zu last not least: Das musst Du für Dich abwägen und die Konsequenzen ziehen, wenn Du dieses Opfer aus übergeordnetem Interesse nicht bringen kannst oder möchtest. Niemand wird dich moralisch dafür verurteilen.

      6. Die Gesamtzahl in der Verteilung bleibt gleich. Dein Risiko, einen zweitklassigen zu erwischen ist also ebenfalls gleich geblieben.

        Deine Mathematik erscheint mir nicht einleuchtend. Wenn ich zu einer Menge A mit x% (0 <= x x) Versagern hinzufüge, ist der Anteil Versager in der Vereinigungsmenge echt größer als in A.
        Mein persönliches Risiko einen Versager vor die Nase gesetzt zu bekommen steigt also proportional zu |B| / |A| und y/x.

        Soldaten haben eigentlich nur ganz früher (Germanen) ihre Vorgesetzen gewählt, üblicherweise werden die heute von oben herab bestimmt.

        Es ist doch immer wieder schön zu sehen, dass Inselbegabung ein seltenes Problem ist.
        In aller Regel hat jemand, der keine Ahnung von Sachgebiet P (Panzerkampf) und Sachgebiet M (Mathematik) hat, hat auch keine Ahnung von Sachgebiet G (Geschichte).
        Oder konkret: Ausgerechnet bei den Germanen wurde überwiegend nach Stammesverbänden organisiert gekämpft. Man kämpfte also in aller Regel unter seinem Häuptling oder dessen hoffnungsvollem Nachwuchs. Die freiere Wahl des Vorgesetzten kam in Europa im Mittelalter mit den Söldnerheeren auf, war während des Dreißigjährigen Krieges die Regel und hielt sich in Westeuropa bis in das frühe 20. Jahrhundert (WK1). Ausgerechnet in Russland bzw. im orthodoxen Kulturkreis gibt es sie noch. Jene Einheiten, die in den westlichen Medien so abschätzig „Milizen“, „Freiwilligen-Batallione“ oder „Separatisten“ genannt werden sind fester Bestandteil der offiziellen russischen Militärtradition. Auch im WK2. Wer gut genug ist/war, kann/konnte sich seine „Miliz“ aussuchen. Wer nicht, wurde ohne Gewehr losgeschickt und musste unterwegs die Waffe eines bereits Gefallenen aufsammeln.

        So weit ich das aber sehe, hätte ein Mann in der Funktion die gleichen “Karrieresprünge” gemacht.

        So weit ich das aber sehe, wäre ein Mann mit diesen „Qualifikationen“ (Ich wiederhole: BWL und Luftverkehrsmanagement) gar nicht erst in Position gekommen solche Karrieresprünge zu machen.

        Du kannst nicht positiv wissen, dass ein besserer Kandidat zur Verfügung stand.

        Selbstverständlich weiß ich positiv, dass ein besserer Kandidat zur Verfügung stand.
        Im Allgemeinen weil im Soldatenberuf die Physis eine erhebliche Rolle spielt, eine Frau also zwangsläufig immer zweite Wahl ist und im Speziellen weil ich sowohl fachlich als auch militärisch der mit deutlichem Abstand bessere Kandidat war.

        Ob man moralisch verurteilt wird, wenn man sich entscheidet, nicht unter einer Neckermann-Offitesse zu dienen, kann jeder einfach herausfinden. Einfach mal gesprächsweise einflechten, dass man eine Kommandierung nach Afghanistan verweigert habe oder (je nach eigenem Alter und dem des Gegenübers) nicht gegen Islamisten in Deutschland zu kämpfen gedenkt. Man(n) habe einfach keine Lust sich erschießen zu lassen, nur weil man unter Frau Hauptmann dienen dürfe und nur damit man weiter unter Frau Hauptmann diene dürfe.

      7. Nachtrag wg. spitzen Klammern in Mathematik und HTML:
        Wenn ich zu einer Menge A mit x% (0 .LE. x .LT. 100) Versagern eine Menge B mit y% (y .GT. x) Versagern hinzufüge, ist der Anteil Versager in der Vereinigungsmenge echt größer als in A.

      8. Wenn die Gesamtmenge an Kandidaten gleich bleibt (von einer Vergrößerung der BW ist mir nichts bekannt) und der Anteil an erstklassigen unter den Kandidaten weiterhin gleich bleibt, erfolgt eine Verdrängung von schlechten Männern durch Frauen (nach deiner These ebenfalls schlecht). An der Verteilung selber ändert sich nichts.

        Und wegen dem: „Es ist doch immer wieder schön zu sehen,…“ darfst Du den Rest mit Deinem Kosmetikspiegel ausdiskutieren.

      9. Wenn die Gesamtmenge an Kandidaten gleich bleibt (von einer Vergrößerung der BW ist mir nichts bekannt) und der Anteil an erstklassigen unter den Kandidaten weiterhin gleich bleibt, erfolgt eine Verdrängung von schlechten Männern durch Frauen (nach deiner These ebenfalls schlecht). An der Verteilung selber ändert sich nichts.

        Deine Mathematik wird schon besser: Mit „Falls der Anteil an erstklassigen unter den Kandidaten weiterhin gleich bleibt“, definierst du eine Voraussetzung. Falls diese Voraussetzung gegeben wäre, dann hättest du recht.
        Die Frage ist aber, ob man auf der Basis einer Voraussetzung, Marke „Es gebe eine Sturmflut in Timbuktu“ tatsächlich argumentieren sollte. Das deine Voraussetzung ebenso realitätsnah wie eine Sturmflut in Timbuktu ist, ist offensichtlich: Wer bleibt denn, wenn ihm ein schlechterer Kandidat vor die Nase gesetzt wird? Nur der, für den der zweite Platz immer noch die beste Alternative ist. Oder kürzer: Die Besten gehen zuerst.

        Und wegen dem: “Es ist doch immer wieder schön zu sehen,…” darfst Du den Rest mit Deinem Kosmetikspiegel ausdiskutieren.

        1. Vielen Dank für deine freundliche Erlaubnis.
        2. Die Präposition „wegen“ erzwingt den Genitiv. Für dich: „Und wegen des …“

    2. Hmh, kommt drauf an was man von einer Armee verlangt. Soll sie emanzipatorischen Gesichtspunkten genügen, oder soll sie kämpfen können?
      Bin da selbst gespalten,
      Für Frauen zu bluten ginge mir ja sowas von gegen den Strich. Aber, solange wir Frauen als Flaschenhals der Evolution haben, wird es schwer Männerrechte in Armeen geltend zu machen.

    3. @aranxo
      Bis in den zweiten Weltkrieg wurden Scharfschützen nahezu ausschließlich als Teil einer Kompanie eingesetzt, die sich im Fall eines Gefechtes nicht am allgemeinen Hin- und Hergerenne beteiligten sondern aus einer immer verborgenen und wenn möglich erhöhten Stellung heraus Feinde gezielt bekämpften. Ein Scharfschütze war, wie ein MG-Schütze, ein ganz normaler Infanterist mit einem speziellen Einsatzkonzept.
      Während des Vietnamkrieges wurde dann das Konzept des Scharfschützen als Einzelkämpfer entwickelt. Deren Einsatz diente nicht nur der gezielten Tötung ausgewählter feindlicher Soldaten (meist Offiziere) sondern auch der Aufklärung.
      Insofern: Ja, seit dem WK2 haben sich die Einsatzbedingungen für Scharfschützen deutlich geändert.

      Ich möchte außerdem feststellen, dass ich nicht behauptet habe, dass „Frauen nicht zum Scharfschützen taugen“. Ich habe lediglich behauptet, dass man für jede Frau, die zum Scharfschützen taugt, problemlos einen Mann findet, der besser zum Scharfschützen taugt. Und begründet warum.

      Zu Pawlitschenko. Niemand bestreitet, dass eine Frau dieses Namens existiert hat. Wenn man sich aber ihre offizielle Biographie ansieht, kommt man aber nicht umhin festzustellen, dass es sich um eine sowjetische Bilderbuchkarriere handelt. Und zwar eine Bilderbuchkarriere in Technicolor. Mit 14(!) bereits Schleiferin(!) in einer Rüstungsfabrik, nebenher, einfach so aus Interesse, im Schützenverein zur Scharfschützin geworden, freiwillig zum Großen Vaterländischen Krieg gemeldet, dortselbst Heldin geworden und dabei noch Geschichte studiert. Obendrein noch hübsch aber mit festem, ernsten und entschlossenem Blick in die Zukunft sehend. Eine wahrhaft vorbildliche Heldin des Sozialismus.
      Mal im Ernst: Das klingt doch alles in allem einen Hauch zu schön um 100% wahr zu sein oder nicht?
      Insbesondere wenn man die nicht wirklich unbedingte Wahrheitsliebe der sowjetischen Propagandisten mit einbezieht.
      Ich finde, man sollte es jedem selbst überlassen, für wie groß er den historischen Kern der Geschichte der Ljudmila Michailowna Pawlitschenko hält und was er für ein sowjetisches Propagandamärchen hält.

  6. Man möchte den frauenanteil insgesamt verdreifachen, auf 15 Prozent der gesamtstärke. Gleichzeitig soll beim Führungspersonal eine quote von 40 Prozent erreicht werden. So muss man dann natürlich wie im Beitrag die besondere familiensituation der Frauen berücksichtigen. Das heisst nichts anderes als das die frau zu hause am Standort in der schreibstube mit dem kaffee sitzt und befehle gibt, während das arme männliche Single kampfschwein an die Front zum sterben geschickt wird. Und dann wundert man sich das in der Truppe die Stimmung schlechter wird? Zu komisch, auch schön finde ich die dienstvorschriften für Haare, frauen bekommen ihr bw gummiband und dürfen die Mähne präsentieren, während Männer kahlrasiert werden. Hat den niemand von denen die Berichte aus dem ersten Weltkrieg gelesen, als die truppe im ersten Kriegsjahren gesehen hat wie feudal das offizierskorps in belgien und Frankreich bei Gänsekeule und rotwein residierte, während der landser selbst hungerte? Gerade im Militär ist der gerechtigkeitssensor richtig eingestellt, die Vorbehalte und frauenfeindlichkeit wird weiter zunehmen. Bitte keine extrawürste mehr ist dann auch der einzige sinnvolle kommentar in diesem Beitrag. Oh man…

  7. „Auch heute denken die Männer in Teilen noch, dass sie eigentlich das diskriminierte Geschlecht sind“

    Wie hinterfotzig ist das denn.

    Meines Wissens nach ist es erst kürzlich, dass Männer anfangen anzumerken, dass sie das Diskriminierungen erdulden müssen. Und das in einer Kakophonie von umgekehrten Behauptungen und Unterstellungen.

    Es ist mir schon häufiger aufgefallen, dass Frauen und auch freislersches feministisches Denken von Männern mit diesen paternalistischen Suggestivverfälschungen arbeiten. Dahinter verbirgt sich nicht nur eine enorme gouvernantenhafte Arroganz, sondern es ist auch ein Zeichen von einer rassistischen Suprematistenhaltung. Männer und Jungen, eigentlich Untwermenschen die gezüchtigt werden müssen und sich auch nicht noch beschweren sollen. Rechte, menschliche Rechte schon gar nicht.

    Im letzteren Modus bewegen sich ja einige UN Organisationen und das WHO bereits in Teilen. Z.B. keine Essenausgabe an Männer etc.

    Da ist es nur schlüssig Frauen das Schlachtvieh kommandieren zu lassen. Immer mit gepämperten warmen Hintern. Wahrscheinlich werden sie sich dann weiter über nicht „Frauengerechtes“ beschweren.

    Als Soldat wäre ich darüber auch ziemlich sauer. Und überhaupt was gibt es da eigentlich noch zu verteidigen. Misandrische Arschlöcher?

      1. Yup.

        Ist so.

        Und man(n) wundert sich.

        Und da ist noch mehr. In diesen mittlerweile feministisch infiltrierten und mißbrauchten Frauenversorgungsorgas werden jede Menge falsche Informationen fabriziert, z.B. über die sog. Frauenunterdrückung in muslimischen Gesellschaften, die eigentlich sogar im extremen Sinne gynozentrisch sind.

  8. Ich lese gelegntlich in einem Bundeswehrforum mit. Die erprobten Soldatinnen geben ihren angehenden Kameradinnen praktisch immer diese Rratschläge.

    1.Vermeide jeden Anflug von Prinzessinnenattitüde, Das kannst du dir bei einigen Typen in der Disco leisten, bei der Armee gibts damit, zurecht, Ärger.
    2.Mit „Frauen sind besser als Männer“ Körbchengrößenvergleichen, beliebt bei naiveren Mädels die meinen sie könnten gleich bei den Kommandotruppen anfangen, fliegst du umgehend auf die Nase.
    Wenn du die Einzelkämpferlehrgänge 1+2 bewältigen solltest, dann, und erst dann, kannst du weitersehen.

    Klingt vernünftig und zeigt, die Soldatinnen die länger durchgehalten haben sind natürlich realistischer als Bürokratinnen die das Truppenklima vergiften.

  9. Es steht da, das Männer nicht Diskriminiert werden, der Widerspruch kommt sofort. Frauen werden bevorzugt Befördert, wo ist das keine Diskriminierung!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    Aber bei der Regierung wundert mich echt nicht´s mehr vorallem bei der Frau von der Leihen

    1. Sind nicht mindestens 50% Frauen angestellt, wirkt die Quote und Frauen werden per Vagina bevorzugt. Sind nicht mindestens 50% Männer angestellt, heißt es:

      „Trotz der bestehenden Nachfrage dürften männliche Lehrer bei der Besetzung offener Stellen laut Gesetz nicht bevorzugt werden, denn dies wäre wiederum ein Fall für die Gleichbehandlungsstelle“

      http://steiermark.orf.at/news/stories/2794881/

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