Kurznachrichten vom 02.03.2016

1: Im Belästigungsfall im Kieler Einkaufszentrum Sophienhof hat die Polizei jetzt zurück gerudert. So dramatisch scheint die Situation doch nicht gewesen zu sein. Genderama berichtete bereits gestern. So wie es sich jetzt darstellt, war das nicht mehr als ein Anbaggerversuch, die umstehenden anderen Männer hätten nicht eingegriffen und seien allenfalls Schaulustige gewesen. Vielleicht sollten wir die Auswertung der Überwachungskameras abwarten, um das beurteilen zu können.

2: In der FAZ philosophiert man mal wieder unter dem Titel „Wo sind die echten Männer?“ über die Krise der Männlichkeit. Mit durchaus ein paar richtigen Gedanken.

Man kann aber auch noch einmal an jene Nacht in Köln denken, als, wie man in den Kommentaren lesen konnte, das deutsche Weichei mit einer „archaischen Männlichkeit“ konfrontiert war. Dass junge Männer, die sich zusammenrotten, um Frauen zu betatschen, zu begrapschen und sexuell zu belästigen, dafür bestraft werden müssen, wenn man sie identifiziert, ist ja eh klar. Darf man aber an diese Feststellung noch die Frage knüpfen, wie unglücklich, unbefriedigt und einsam jemand sein muss, dessen Silvesternacht auf solche geraubten und erzwungenen Berührungen hinausläuft? Wenn das die archaische Männlichkeit ist, dann möchte man doch ausdrücklich lieber das moderne Weichei sein.

3: Der Deutschlandfunk interviewt Miriam Tariba Richter, die 500. Frau, die über das Bund-Länder-Professorinnenprogramm an eine Professur gekommen ist. Dabei grübeln sie und ihr Interviewer Manfred Götzke darüber, warum trotz der Mehrzahl an weiblichen Abiturienten und der höheren Abschlussquote von Frauen an den Unis immer noch so wenige in den Führungsstellen ankommen. Tja, woran kann das nur liegen? Selbstverständlich an noch zu wenig Frauenförderung! Und dass es im akademischen Mittelbau fast nur noch befristete Stellen gibt, benachteiligt natürlich Frauen ganz besonders, weil

das ist natürlich sehr unattraktiv für Menschen, die auch eine gewisse Sicherheit brauchen, sei das jetzt eine standortgebundene Sicherheit oder auch eine finanzielle Sicherheit.

Was für Männer ja Ü-BER-HAUPT kein Problem ist, wie wir wissen.

4: Die Unkenrufe über Addyi, das „Viagra für Frauen„, scheinen sich ein halbes Jahr nach der Einführung zu bestätigen.

Aus der Einnahme der Pille resultierte durchschnittlich nur eine befriedigende sexuelle Erfahrung mehr innerhalb von zwei Monaten […] Als Nebenwirkung der „Pink Viagra“ genannten Pille verzeichneten sie einen deutlichen Anstieg von Schwindel, Schläfrigkeit, Übelkeit und Erschöpfung. […] Die Tablette muss täglich eingenommen werden. Alkohol sollte über die gesamte Einnahmedauer nicht konsumiert werden, weil die Nebenwirkungen dadurch noch verstärkt werden. […] Der Preis […] liegt je nach Krankenkasse zwischen 30 und 75 Dollar (26 bis 66 Euro) pro Monat.

Fazit: Teuer, mickrige Wirkung, heftige Nebenwirkungen. Klingt ziemlich nach ’nem Flop.

5: Reina Gattuso klärt uns über den „orgasm gap“ auf und Schuld ist wie immer: The Patriarchy! Diese bringt den Männern bei, beim Sex nur an den eigenen Spaß zu denken. Schlimm, schlimm, schlimm. Aus eigener Erfahrung weiß ich allerdings, dass das beileibe kein männliches Monopol ist.

You roll off of me, get up, take the condom off/pee/do whatever it is people with penises do in the bathroom immediately after they’ve come (world’s great, great mysteries), put your pants on, come back into bed, and fall asleep. Sex is now over. Sex is now over because you have decided it is over. You have decided sex is over because you are a man, and because this choreography that favors men with penises — man becomes erect, man penetrates woman, man ejaculates — is what we have been told sex is.

Das ist natürlich traurig, aber ist das nicht dieses „yes means yes“-Prinzip? Haben nicht Feministinnen gefordert, jegliche sexuelle Handlungen jederzeit einseitig abbrechen zu dürfen, wenn sie nicht mehr wollen? Wäre dieses Einfordern von weiteren sexuellen Zuwendungen nicht mindestens „Entitlement“, wenn nicht sogar „rape culture“?

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Kurznachrichten abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

33 Antworten zu Kurznachrichten vom 02.03.2016

  1. Lomi schreibt:

    Zu 5.)

    Ich bin mit diesem Männerklischee großgeworden. Der Vorwurf war stets Teil der Aufklärungsliteratur. Also habe ich mich redlich bemüht, diesem Klischee zu entkommen.

    Frappierend an dem Zitat oben ist wieder einmal die Pauschalisierung. Männer tun das so. #ausnahmslos, vermutlich. Das macht den Vorwurf zu einer nervigen Angelegenheit.

    Der Vorwurf ist die Fortsetzung dessen, was ich seit der frühen Pubertät zu dem Thema vernommen habe: Der ständige Appell an den Mann, sich zu bessern. Es dominiert die Defizitorientierung. Männer sind nicht in Ordnung, daher müssen sie an sich arbeiten. Und natürlich sind sie egoistisch. Dabei war mein Eindruck: Nicht wenige Männer stellen ihre eigenen Wünsche und Bedürfnisse zurück, um es der Frau recht zu machen. Es gibt Männer, die ihre Erfüllung im Bett darin sehen, die Frau zu befriedigen. Klingt ein bisschen nach Arbeit.

    Um von mir aus übrigens mal die Biologie zu bemühen: Soweit ich weiß, kommt es im Gehirn des Mannes nach dem Höhepunkt zu einem drastischen Energieabfall. Der Mann ist – wenn man so will – schlagartig ernüchtert. Bei der Frau sinkt die Erregungskurve dagegen sehr langsam ab. Der Energieabfall im Gehirn sorgt auch für das Einschlafen. Soweit meine Küchenbiologie, hergenommen aus irgendwelchen Reportagen im TV. Wenn das alles zutrifft, ist es umso mehr ungerecht, dem Mann dafür einen Vorwurf zu machen.

    Nun mal zu der These, das Patriarchat bringe uns Männern bei, dass Sex so laufe wie oben beschrieben. Zunächst: Das Patriarchat hat einen Sch.. getan, denn es hat mich nicht aufgeklärt, sondern es waren meine Eltern und es waren Bücher. Die Bücher, wie gesagt, haben allesamt an den Mann appelliert, sich genauso eben NICHT zu verhalten. Meine Eltern haben die „Choreografie“ ausgespart. Und keiner meiner Freunde hat jemals gesagt, dass runterrollen und einschlafen guter Sex sei. Ich kenne jetzt auch kein einziges Medienerzeugnis, z.B. Filme, die das irgendwie positiv beschrieben hätten. Wo ist das Patriarchat? Es scheint eine äußerst obskure Geheimgesellschaft zu sein, die einem das Runterrollen nachts einflüstert, wenn man schläft. ^^

    • Irenicus schreibt:

      Reina gattuso muss wirklich richtig schlecht im Bett sein.

      Dass das Patriarchat Männern beibringt, dass sie, beim Sex, nur an sich denken ist so albern. Genau das Gegenteil ist doch der Fall. Sämtliche Literatur und Filme sagen: Die Frau soll gefälligst zuerst befrieidgt werden.

      Ich musste im Gegenteil erst lernen, dass ich die Dinge die nur mich zu befriedigen einfordern muss, und da das gleiche „Recht“ drauf habe, wie die Frau. Und genau das ist essentiell für guten Sex, dass man seinem Partner sagt was man will. Und wenn ich noch kuscheln will, oder nicht will, dass meine Partnerin gleich wieder verschwindet, dann muss ich das eben artikulieren (außer man ist in einer langen Partnerschaft und der andere weiß es sowieso, weil ich es schon hunderte Male artikuliert habe)

      Aber natürlich ist Frau nicht selbst daran Schuld, wenn der Mann nicht ihre Gedanken liest und von sich aus alles tut um sie zu befriedigen. Möglcihst bevor sie überhaupt daran gedacht hat.

    • Lomi schreibt:

      „Und genau das ist essentiell für guten Sex, dass man seinem Partner sagt was man will.“

      Das ist der Punkt. Es muss kommuniziert und damit auch ausgehandelt werden. Das heißt, man verständigt sich miteinander, findet einen Ausgleich der Interessen.

      Das ist ja das Seltsame am Feminismus, dass er diese Verantwortung erwachsener Menschen scheut und stattdessen die fehlende Passung der Männer zu den Wünschen der Frauen dem „Patriarchat“ anlastet.

      Ich schätze, dass letztlich kaum ein Mann wirklich eine echte Gebrauchsanweisung für guten Sex in die Hand bekommt und dass eben alle das Verfahren „Learning by doing“ einsetzen. Zumindest ich habe keinen Studienplatz an der „Hochschule für Patriarchalischen Sex“ angeboten bekommen ^^

      • Irenicus schreibt:

        „Zumindest ich habe keinen Studienplatz an der “Hochschule für Patriarchalischen Sex” angeboten bekommen ^^“

        Nicht? Das war gleich nach dem Seminar für : „wie schlage ich meine Frau so, dass es keiner sieht“, und vor der Vorlesung zum Thema: „Wie verhindere ich das Frauen Geld verdienen“
        Und Montags gabs immer, das thema: „Wie spreize ich meine beine so, dass sich nur Frauen daran stören!“ und „Krieg führen! Der wahre Spaß für echte Männer!“

      • elmardiederichs schreibt:

        Wie ich unten kommentiert habe, gibt es wenigstens eine Art Strategie: Sei verliebt, dann ist der Orgasmus kein Problem.

        Der Punkt ist: Frauen sind so selten in Männer verliebt.

      • Sei verliebt, dann ist der Orgasmus kein Problem.

        Kannst du die von dir vermutete Behauptung bitte begründen?
        Ich sehe da nämlich keinerlei überzeugenden Zusammenhang.

    • aranxo schreibt:

      Genau so habe ich das auch erlebt. Von klein auf wurde uns eingetrichtert, Rücksicht auf die Frau zu nehmen und speziell beim Sex auf ihre Bedürfnisse zu achten. Dass wir auch auf unsere Bedürfnisse achten dürfen, wurde uns nie gesagt. Es wurde immer so getan, als würden Männer eh von ganz alleine problemlos auf ihre Kosten kommen. Es war die landläufige Meinung, zwei Minuten Penetration mit anschließendem Abspritzen ohne jegliche aktive Beteiligung der Frau sei für einen Mann zur Befriedigung völlig ausreichend.

      Dass Frauen gesagt wurde, sie seien im Gegenzug auch für die Lust des Mannes zuständig und sollten sich da auch entsprechende Fähigkeiten aneignen, das habe ich so gut wie nie gehört. Es war ja auch patriarchal und chauvinistisch, wenn man sich überhaupt traute, so etwas auszusprechen. Es gab dann später allerdings auch Bücher vom Schlage „Sextipps für Girls“, aber diese Fortbildung bestand schließlich in völliger Freiwilligkeit ohne jeglichen gesellschaftlichen Druck.

      In den letzten Jahren hatte ich zunehmend den Eindruck, dass sich Frauen mehr und mehr darüber beklagen, dass Männer so eingeschüchtert sind, dass sie sich im Bett kaum noch etwas trauen. Sie sind angeödet vom Blümchensex und ewigem Streicheln, über Männer, die nicht mehr aggressiv sein können. Im mittleren Alter entwickeln immer mehr devote Phantasien. In immer mehr Online-Partnerbörsen-Profilen findet sich der Satz: „Ich suche nach einem Mann, der weiß, was er will. Und es sich auch nimmt.“ Kein Wunder, dass „50 Shades Of Grey“ so erfolgreich ist.

      Nur nebenbei: Das mit dem Einschlafen nach dem Sex habe ich ein wenig anders gelesen. Und zwar sei der Grund, dass bei Männern genauso wie bei Frauen beim Orgasmus Oxytoxin ausgeschüttet wird, das gemeinhin als Bindungshormon bekannt ist. Das ist ja auch der Grund, warum Frauen sich so schlecht dagegen wehren können, durch Sex Verliebtheitsgefühle zu entwickeln. Bei uns Männern wirkt das Hormon allerdings ein wenig anders. Es sagt dem Körper, dass er sich jetzt herunterfahren und zur Ruhe kommen darf, da eine wichtige Aufgabe erledigt ist.

      • Lomi schreibt:

        Aranxo,

        das hätte ich alles genauso auch schreiben können. Deckt sich mit meiner Erfahrung vollkommen.

        “ In immer mehr Online-Partnerbörsen-Profilen findet sich der Satz: “Ich suche nach einem Mann, der weiß, was er will. Und es sich auch nimmt.” “

        Habe ich auch oft gelesen.

        „Es wurde immer so getan, als würden Männer eh von ganz alleine problemlos auf ihre Kosten kommen.“

        Das ist nach meiner Erfahrung ein echtes Problem, weil viele das auch glauben. Und alle große Augen bekommen, wenn man sagt, dass das eben nicht reicht.

      • HansG schreibt:

        Von klein auf wurde uns eingetrichtert, Rücksicht auf die Frau zu nehmen und speziell beim Sex auf ihre Bedürfnisse zu achten.

        Der Hinweis ist ja nicht grundsätzlich dumm. Eine Frau, die keinen Spaß am Sex mit ihrem Partner hat, könnte sich diesen Spaß bei einem anderen Mann suchen oder einfach die Lust auf Sex verlieren. Und natürlich kann es dem Ego schmeicheln wenn sie nach mehr lechzt.

        Dass Frauen gesagt wurde, sie seien im Gegenzug auch für die Lust des Mannes zuständig und sollten sich da auch entsprechende Fähigkeiten aneignen, das habe ich so gut wie nie gehört.

        Was aber eben auch Quatsch ist. Die Türe schwingt in beide Richtungen. Hinzu kommt, dass wir in Deutschland sexuell relativ offen und flexibel sind. ONS oder reine Fickbeziehungen gelten längst nicht mehr als verwerflich und werden von Frauen ebenso akzeptiert und praktiziert.

        der Satz: “Ich suche nach einem Mann, der weiß, was er will. Und es sich auch nimmt.”

        Wundert mich jetzt ehrlich gesagt überhaupt nicht. Ich habe schon vor über 20 Jahren die Erfahrung gemacht, dass Frechheit mit Abstand die größten Erfolgsaussichten bietet. Klar kommt es vor. dass die Hand mit Bestimmtheit weg geschoben wird. Das muss dann eben auch respektiert werden.

  2. Matze schreibt:

    Zu 4)

    TL;DR hat da gerade auch ein Video zu gemacht. Das „Viagra für Frauen“ wurde anscheinend vorher ausschließlich an Männern getestet (wie die meisten pharmazeutischen Produkte) und zwar an 23.

    Was für ein Bullshit!

    • Lomi schreibt:

      Sagen wir so: Es hat sich als bullshit erwiesen. Aber so ist Forschung. Das kann man vorher nicht wissen. Die Idee an sich ist doch nicht unbedingt verkehrt.

      • Matze schreibt:

        Ein Mittel für Frauen an nur 23 Männern zu testen und dann daraus Schlussfolgerungen über die Wirksamkeit bei Frauen zu treffen, halte ich für ziemlich abgefahren und die Ergebnisse einfach für wenig aussagekräftig.

      • Lomi schreibt:

        @Matze
        Der oben verlinkte Artikel sagt etwas anderes aus:
        „Die Wissenschaftler hatten Daten von fünf bereits veröffentlichten und drei unveröffentlichten Studien ausgewertet, an denen insgesamt 5914 Frauen teilgenommen hatten.“

        Ich sehe da nicht, dass das Zeug nur an Männern getestet worden ist. So kreuzblöd sind die doch nun auch wieder nicht.

      • Matze schreibt:

        Ah, okay. Hab mir das Video nochmal angesehen

        Ab 7:10

        Sie haben an Männern nur getestet, welchen Einfluss Alkohol während der Einnahme dieser Pille hat.

  3. elmardiederichs schreibt:

    zu 4.)

    Das ganze Gelaber von der Lustpille – VIAGRA ist übrigens KEINE Lustpille für den Mann – verdeckt meines Erachtens nur die Tatsache, daß es eben eine empirische Tatsache ist, daß Frauen flächendeckend mit Männern ins Bett gehen, zu denen sie emotional so wenig Bezug haben, daß die Lust wegbleibt.

    Was übrigens völlig normal ist: Sex ohne Gefühle gibt es so gut wie gar nicht, die Frage ist nur, welche Gefühle im Spiel sind und woher sie kommen. Aber: scheissegal UND ne Latte zu haben, das geht nicht. Und das geht auch für Frauen nicht.

    Was ebenfalls völlig normal ist. Der Maskulismus würde als theoretischer Arm einer sozialen Männerbewegung sehr viel mehr Erfolg haben, wenn er dieses für Männer sehr relevante Thema der freiwilligen Instrumentalisierung von Sexualität – mit dem damit verbunden Lustverlust – ernsthaft diskutieren würde, anstatt sich nur über das Klischee lustig zu machen, daß der Mann die Frau nicht anständig befriedigt.

    Wenn ich bei einer der vielen Frauen, die durch meine Betten wandern, spitzkriege, daß sie sich nicht erregen kann oder noch nie einen Orgasmus hatte, dann gibt es erfahrungsgemäß eine 2/3-Wahrscheinlichkeit einer emotionalen Fehlentwicklung, die eine normale Sexualität mit Männern eben einfach nicht zuläßt.

    Inzwischen schicke ich solche Frauen dann ohine Umschweife weg, meine Sexualität mit ihnen zu teilen, ist mir zu schade. Es gibt andere Frauen, für die es sich lohnt, da zu sein.

    • Irenicus schreibt:

      Dir ist schon klar, dass Viagra deutlich öfter innerhalb von Partnerschaften benutzt wird, als außerhalb. Und das es ab einem gewissen Alter bei einigen Männern halt einfach ohne nicht mehr klappt.

      „daß sie sich nicht erregen kann oder noch nie einen Orgasmus hatte,“
      Meine Erfahrung: Wenn eine Frau, die älter als 20 Jahre ist, noch nie einen Orgasmus hatte, dann liegt es daran, dass sie auf Grund irgendwelcher moralischer Wertvorstellungen noch nie masturbiert hat, oder dass ein grundlegender körperlicher Defekt vorliegt.
      Allerdings sind mir genau diese moralischen Vorstellungen so unverständlich, dass sie auf Grund dessen als Partner und/oder Sexpartner nciht mehr interessant sind. Insofern, find ich es verständlich mich nciht weiter mit Ihnen abzugeben.
      Und körperliche Defekte gibt es hier in Deutschland nur recht selten.

      • Lomi schreibt:

        Nach meiner Erfahrung (mehr weiß ich nicht): Es gibt eine Reihe von Frauen, die schwer oder gar nicht kommt. Darunter leiden diese Frauen auch. Denen ist wenig geholfen damit, dass man sie links liegen lässt, auch wenn ich das verstehen kann. Es ist – wie gesagt nach meiner Erfahrung – selten ein Ausdruck von Boshaftigkeit, nicht kommen zu können. Man muss damit irgendwie umgehen lernen.

        „Wenn eine Frau, die älter als 20 Jahre ist, noch nie einen Orgasmus hatte, dann liegt es daran, dass sie auf Grund irgendwelcher moralischer Wertvorstellungen noch nie masturbiert hat“

        Ich habe schon sexuell sehr aktive Frauen kennengelernt, die damit große Schwierigkeiten hatten. Gibt da halt die unterschiedlichsten Geschichten.

      • Wenn eine Frau, die älter als 20 Jahre ist, noch nie einen Orgasmus hatte, dann liegt es daran, dass sie auf Grund irgendwelcher moralischer Wertvorstellungen noch nie masturbiert hat, oder dass ein grundlegender körperlicher Defekt vorliegt.

        Das siehst du aber viel zu eng.
        Ich hatte beispielsweise meinen ersten Orgasmus erst mit Mitte 20. Das lag bestimmt nicht an irgendwelchen „moralischen Wertvorstellungen“, oder körperlichen Defekten.
        Sondern wohl eher daran, dass ich mich ohne passenden Mann nicht richtig entspannen kann, und mir alleine die Geduld fehlt.
        Auch heute noch. Hab aber so einiges nachgeholt. 😉

        auf Grund dessen als Partner und/oder Sexpartner nciht mehr interessant sind. Insofern, find ich es verständlich mich nciht weiter mit Ihnen abzugeben.

        Du würdest einer Spätzünderin also keine Chance geben?

      • elmardiederichs schreibt:

        Wenn eine Frau ein Problem hat, ist es ihres.

        Chancen vergebe ich nicht, da mch Frauen ebenfalls niemals mit Nachsicht behandeln.

        Entweder sie kann was … oder Tschüss.

      • HansG schreibt:

        Entweder sie kann was … oder Tschüss.

        Und wo kann sie den Kurs Geiler Sex 101 belegen?

      • elmardiederichs schreibt:

        „Und wo kann sie den Kurs Geiler Sex 101 belegen?“

        Du willst mir doch nicht im Ernst nahelegen, daß ich die Verantwortung für die Sexualität übernehmen soll?

      • HansG schreibt:

        Du willst mir doch nicht im Ernst nahelegen, daß ich die Verantwortung für die Sexualität übernehmen soll?

        Nein, warum auch? Ich sehe allerdings einen deutlichen Unterschied zwischen nicht können, weil nie erlernt und nicht wollen, weil als unnötig erachtet.

      • elmardiederichs schreibt:

        @HansG

        „Ich sehe allerdings einen deutlichen Unterschied zwischen nicht können, weil nie erlernt und nicht wollen, weil als unnötig erachtet.“

        Natürlich sehe ich den auch.

        Aber bei Frauen interessiert er mich herzlich wenig, weil ich eben nur die Entscheidung treffe zu gehen oder eben nicht. Damit verfüge ich allein über mich und das kann mir niemand verbieten.

        Die Frauen kommen nicht klar im Bett? Pfff, wen interessiert das schon?? Da suche ich mir eine, die klar kommt und fertig.

      • HansG schreibt:

        Damit verfüge ich allein über mich und das kann mir niemand verbieten.

        Das ist klar und meiner Ansicht nach auch eine gesunde Einstellung.

        Da suche ich mir eine, die klar kommt und fertig.

        Das ist mir so pauschal zu kurzsichtig. Ich habe für mich eben die Erfahrung gemacht, dass ich mit einer unbeholfenen aber willigen Frau ebenso meinen Spaß haben kann. Letztendlich sogar mehr, als mit Frauen, die einfach nur ihr Programm abspielen. Das wird nämlich schnell auch sehr eintönig und langweilig.

        So zu tun als wären wir alle schon als Sexgott bzw. Sexgöttin aus Mutters Schoß gekrochen ist ziemlich realitätsfern.

      • elmardiederichs schreibt:

        „dass ich mit einer unbeholfenen aber willigen Frau ebenso meinen Spaß haben kann. Letztendlich sogar mehr, als mit Frauen, die einfach nur ihr Programm abspielen.“

        Beides wäre für mich inkazeptabel, aber es gibt keinen Grund, dir in deine Angelegenheiten reinzureden.

        „So zu tun als wären wir alle schon als Sexgott bzw. Sexgöttin aus Mutters Schoß gekrochen ist ziemlich realitätsfern“

        Ja, aber erinnere dich mal daran, wie lange du gebraucht hast,um die Sache rauszuekommen: 5x Sex oder 10x? Und wie lange hast du in deiner ersten vernünftigen Beziehung dafür gebraucht? 2 Wochen? Oder 3 Wochen?

        Ich bin schon ein paar Jahre nicht mehr in der Pubertät, du für die Frau, die in meiner Liga spielt gilt das ebenso.

        Versagen bei Frauen wird nicht toleriert. Punkt..

  4. elmardiederichs schreibt:

    zu 5.)

    „Haben nicht Feministinnen gefordert, jegliche sexuelle Handlungen jederzeit einseitig abbrechen zu dürfen, wenn sie nicht mehr wollen? Wäre dieses Einfordern von weiteren sexuellen Zuwendungen nicht mindestens “Entitlement”, wenn nicht sogar “rape culture”?“

    Eine sehr schöne occupy-feminism-Überlegung – Bravo! 🙂

    Denn die Idee des consent wird im Feminismus so zugeschnitten, daß unkoopereatives oder egoistisches Verhalten nicht mehr erkennbar ist. Und natürlich denken die Feministen als Letztes daran, daß man sich in Bezug auf Egoismus gegenüber Männern Sorgen machen müßte.

    • Lomi schreibt:

      „Denn die Idee des consent wird im Feminismus so zugeschnitten, daß unkoopereatives oder egoistisches Verhalten nicht mehr erkennbar ist.“

      Damit sind wir bei unserem alten Thema: Die Verwechslung von Rechten mit Vorteilen.
      Ein Recht ist etwas, was ich einklagen kann. Zweitens sind Rechte meist begrenzt. Sie konkurrieren mit Rechten Anderer. Es gibt kein Recht, unbegrenzt alles zu tun, was man gerade will und wie man gerade gelaunt ist. Vermutlich gibt es auch kein Recht, dass das Gegenüber vollkommen rechtlos macht. Der Chef hat Weisungsbefugnis, aber er kann sie nur in Grenzen ausüben. Er darf niemanden anweisen, mich wegen eines Fehlers öffentlich auspeitschen zu lassen. Es gibt also immer Definitionen, was ich hinnehmen muss und wogegen ich mich wehren darf.

      Consent klingt wie ein Rechtskonzept. Es gibt den Versuch, den Bruch des Konsenses strafrechtlich zu sanktionieren. Was fehlt sind praktikable Kriterien, wie man Konsens und Bruch des Konsenses definieren kann bzw. wie man Rechte und Pflichten der „Vertragsparteien“ hier bestimmt. Zweitens weiß eigentlich keiner, wie man Konsensbrüche sinnvoll nachweisen will: Er legt den Arm um sie und sie sagt nein. Wenn er nicht schnell genug reagiert – ist das schon ein Verstoß gegen die sexuelle Selbstbestimmung? Und wie ist die Position des Mannes definiert: Wann hat er den Konsens rechtsverbindlich eingeholt und abgesichert?

      • elmardiederichs schreibt:

        @LoMi

        „Consent klingt wie ein Rechtskonzept.“

        Das ist auf jeden Fall ein Rechtskonzept, aber es ist codiert Abwehrrechte und allein damit, jemanden abzuwehren, kann man natürlich keinen Blumentopf gewinnen.

        Irgendwie verstehen das weder Frauen noch Feministen.

      • Lomi schreibt:

        Elmar

        „Das ist auf jeden Fall ein Rechtskonzept, aber es ist codiert Abwehrrechte und allein damit, jemanden abzuwehren, kann man natürlich keinen Blumentopf gewinnen.“

        Sie gewinnen damit den Blumentopf, durch ihr Veto den Ablauf eines gemeinsamen Abends zu bestimmen. Wenn ich es mir recht bedenke, ist „Veto“ sogar ein guter Begriff. Ein Veto ist ja immer ein Einspruch, der etwas unterbindet. Andere agieren, der Veto-Spieler reagiert und zwingt sein Gegenüber zu einem neuen Versuch des Agierens. Sodann scheint nur die Frau das Veto-Recht zu haben. Schließlich ist dieses Veto-Recht an nichts weiter gebunden als an die subjektive Befindlichkeit der Frau.

        Müsste der Veto-Spieler nicht wenigstens die Pflicht dazu haben, die allgemeinen Geschäftsbedingungen einer sexuellen Begegnung zu explizieren vorab? ^^

      • elmardiederichs schreibt:

        Lomi

        „Sie gewinnen damit den Blumentopf, durch ihr Veto den Ablauf eines gemeinsamen Abends zu bestimmen.“

        Nein, es ist nur das Recht, sich dem Abend zu entziehen. Der Punkt ist, daß die Männer sich dennoch und danach weiter bemühen. Würden sie das nicht machen, sonder beim ersten Rumzicken kommentarlos gehen, dann würde sich das sehr schnell rumsprechen.

        „der Veto-Spieler reagiert und zwingt sein Gegenüber zu einem neuen Versuch“

        Nein, tut er nicht, es ist die männliche Rolle wieder und wieder anzukommen. Hör einfach mal auf damit. 😉

        Das ist MGTOW in klein … geht nicht anders.

    • HansG schreibt:

      Er legt den Arm um sie und sie sagt nein.

      Das ist schon ein Bruch der hinter consent stehenden Idee. Er hätte ihr Einverständnis einholen müssen, bevor er seinen Arm um sie legt.

      • Irenicus schreibt:

        Und bevor er ihr Einverständnis einholt, muss er erstmal das Einverständnis einholen, ob er überhaupt das einverständnis einholen kann.. Und davor..

      • Lomi schreibt:

        Stimmt, Hans. Rape!!11!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s