Walexplosion bei der ZEIT: Frauen, hört endlich auf sexy zu sein!

Vorab: allen Leserinnen und Lesern, allen Lesenden und LeserXen, ein ganz herzlichen Glückwunsch zum diesjährigen Walexplosionstag 2017. Am 12. November 1970 strandete ein ausgewachsener toter Pottwal am Strand von Oregon (USA). Die Behörden wollten das Tier beseitigen, aber wie entfernt man einen tonnenschweren Wal? Den riesigen Kadaver im Ganzen ab zu transportieren ist schwierig, also zerlegt man ihn vorher in Stücke. Und wie geht das am schnellsten? Richtig: mit einer halben Tonne (!) Dynamit. An diesem 12. November vor genau 47 Jahren passierte das, was der große Schriftsteller Stefan Zweig eine „Sternstunde der Menschheit“ nennen würde: Ein stinkender schleimiger Walkadaver wurde in tausend Stücke gesprengt und regnete stückchenweise in einem Radius von mehreren hundert Metern auf Land und Leute hernieder. Todesopfer: mindestens ein Auto, das von einem gewaltigen Fleischmeteoriten zerschlagen wurde. Um diesen denkwürdigen Moment zu feiern, veranstaltet mein Mitbewohner jedes Jahr den Walexplosionstag: er bäckt Kuchen und es wird gesoffen: Auf den Irrwitz der Menschheit!

Offenbar möchte sich auch die ZEIT dieser Tradition anschließen, denn der neue „Sexismus“-Artikel bringt den alten stinkenden Kadaver namens „Sexismus“ endlich zur Explosion. Eine neue Qualität wurde erreicht. Und „neue Qualität“ bedeutet nicht „neuer Tiefpunkt“ sondern mehr: Der Artikel ist eine radikale Gesellschaftskritik.

Wenn aber – mit Marx – radikal sein heißt, ein Problem bei der Wurzel zu packen, dann müssen Frauen schon auf dieser tieferen Ebene dazu ansetzen, aus dem asymmetrischen Regime des Gutaussehenmüssens auszubrechen. Sie müssen aufhören, sich zu schminken, zu schmücken und zu stylen, sich selbst permanent als Körper zu präsentieren.

Und radikal bedeutet hier nicht „extrem“ oder „männerfeindlich“ und schon gar nicht bedeutet es „besonders dumm“, sondern radikal bedeutet hier, dass hier tatsächlich das Problem bei der Wurzel (radix) gepackt wird und rücksichtslos rausgerissen wird; Mit allen Konsequenzen wie zum Beispiel herabregnende Kadaverstücke. Operation geglückt; Patient aber leider gestorben. Die Autorin Barbara Kuchler plädiert dafür, dass sich Frauen weniger schön machen müssen, da sie ansonsten Teil des frauenunterdrückenden „Systems“ seien. Ihre Ausgangsthese (die im Artikel leider sehr weit hinten steht) ist äußerst hellsichtig; sie dreht sich um die Doppelbelastung von Frauen:

Und noch eine Warnung an die weiblich-selbstbewussten Frauen, die jetzt sagen: „Ich kann beides, Leistung bringen und gut aussehen, und wer denkt, dass sich das ausschließt, ist Opfer seiner Vorurteile.“ Im besten Fall läuft das auf eine Doppelbelastung von Frauen hinaus, wie wir sie am Punkt „Kinder und Karriere“ schon kennen und fürchten gelernt haben: Es lässt sich eben nicht einfach problemlos beides nebeneinander machen, sondern wer beides macht, bezahlt mit einem insgesamt gesteigerten Stresslevel. Dieselbe Doppelbelastungsgefahr droht auch in puncto „Karriere und Gutaussehen“. Mädchen und Frauen dürfen zwar jetzt auch in Sachen Leistung voll ran, ohne aber in Sachen Aussehen dafür entlastet zu werden.

Und da stimme ich ihr voll zu: Frauen, die glauben, dass sie Barbiepuppe und Bundeskanzlerin sein können machen sich Illusionen und werden an diesen Erwartungen meistens scheitern. Ich finde es daher wunderbar, dass hier eine Feministin klipp und klar die Vereinbarkeitslüge anspricht, an der sich Millionen Frauen in der westlichen Gesellschaft sinnlos kaputt arbeiten. Doch der nächste Schritt, den die Radikalfeministin Kuchler nun gehen muss ist fatal. Da sie als Feministin  selbstverständlich Frauen, wie sie nun mal gerne und freiwillig sind nicht akzeptieren kann und sie unbedingt zu Männern umerziehen muss, platzt nun die Bombe im Walbauch. Hier nur ein paar Häppchen aus dem großen Fundus von fauligen Walspeck-Fetzen:

Schulen: Verschärft eure Kleidungsvorschriften und zwingt Mädchen, ebenso viel von ihrem Körper zu bedecken wie Jungs.

Oder

Deshalb, Frauen, Schwestern, Geschlechtsgenossinnen: Lasst das Schminken sein! Legt die Kosmetikdosen in den Schrank und kauft sie nie mehr nach. Wenn ein Männergesicht ohne Tünche schön genug ist für die Welt, warum nicht auch ein Frauengesicht? Hört auf, jeden Tag schicke, formlich und farblich aufeinander abgestimmte Klamotten zu tragen! Zieht das an, was im Schrank gerade oben liegt. Spart die Energie, die das Schminken, Augenbrauenzupfen, Nägellackieren, Beinerasieren, Schmuckanlegen, Shoppen, Durchblättern von Modemagazinen kostet, und steckt sie in das Voranbringen eurer Karriere durch Lernen, Leistung, Sachverstand, oder wahlweise in Spaß und Erholung. Geht nicht mehr als einmal im Vierteljahr zum Friseur.

Und

Politiker, Frauenminister: Droht mit der Regulierung der Modeindustrie! Erwägt Vorschriften, wonach Modefirmen gleich viele Artikel im Frauen- und im Männersortiment haben müssen und gleich viel Geld für deren Produktwerbung ausgeben müssen, oder bestenfalls um einen gewissen, anpassbaren Faktor von 1,5 oder 1,25 differierend. Nein, das ist nicht schön und freiheitlich. Aber dafür spart man hinterher Regulierungsaufwand in Sachen Antidiskriminierung und Anti-Grapsch-Gesetzen.

Leider hab ich nicht so viel Zeit diese ganze radikale Moralisierung, diesen widerwärtigen autoritären Modernisierungseifer, diese kulturfeindliche wahnhafte Gleichheits-Ideologie zu kommentieren. Denn ich muss jetzt Kuchen essen und Bier trinken: Auf den Untergang von Schönheit, Liebe und menschlicher Kultur! Prost!

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Fundstück: Warum scheiterte Hillary Clinton – ganz ohne Verschwörung?

Fefe erwähnt einen hochinteressanten Artikel in der Basler Zeitung. Unter dem Titel „Der Totalschaden“ berichtet Markus Somm über ein Buch, das die Hintergründe für den gescheiterten Wahlkampf erklärt. Fefes Ultrakurzzusammenfassung:

Hillary Clinton ist nicht am FBI oder den Russen gescheitert, sondern an Hillary Clinton. Sie war im Wahlkampf ein paranoider Kontrollfreak und die Dinge entglitten ihr der Reihe nach, aber — und das ist für mich der wichtigste Punkt an der ganzen Sache — die Presse war so Pro Hillary, dass sie nichts davon berichteten.

die ideologische Brille

Den Autoren Markus Somm hatte ich erst kürzlich positiv erwähnt. Ich erinnere mich an einen Kommentar unter dem Artikel in der Basler Zeitung, der ihn kritisierte. Und auch unter diesem Artikel fehlt es nicht an kritischen Rückmeldungen. Man überfliege zum Vergleich die ersten Abschnitte dieses Portrait in der Zeit – „rechtsbürgerlich“ im Gegensatz zum linken Basel, führt als Zürcher eine Basler Zeitung, dann wird eine Verbindung zu Christoph Blocher hergestellt… nun ist „die Zeit“ natürlich nicht neutral, sondern hat auch ihre Feindbilder. Was ich als Schnittmenge aus der Kollision der Weltbilder mitnehme: Markus Somm ist irgendwo zwischen liberal und konservativ, auf jeden Fall nichts links. Was ist von seinem Artikel zu halten, wenn man diese Information im Hinterkopf behält?

Die Fakten

Das erwähnte Buch stammt von Jonathan Allen und Amie Parnes. Es heißt „Shattered: Inside Hillary Clinton’s Doomed Campaign“ (Übersetzung der Basler Zeitung: „Zertrümmert: Im Innern von Hillary Clintons dem Untergang geweihter Kampagne“).

Einordnung und Deutung

Die beiden Autoren werden als linksliberale Journalisten bezeichnet, die der Kampagne Clintons positiv gegenübergestanden hätten. Als sie ihre Recherche eineinhalb Jahre vor der Wahl begannen, seien sie sicher gewesen, den Weg zum Sieg zu dokumentieren. Dabei seien nicht die Gegner, sondern die Freunde Clintons zu Wort gekommen.

Sie hätten mit mehr als Hundert Mitarbeitern Clintons gesprochen, denen sie sowohl Anonymität zugesagt hätten als auch eine Veröffentlichung des Buches erst nach der Wahl. Das habe dann äußerst ehrliche Antworten ermöglicht.

All das hat, wenn man es skeptisch betrachtet, einen Sinn: Das Buch soll als authentisch präsentiert werden. Ein ehrlicher Blick hinter die Kulissen und dann noch von Wohlwollenden ist die beste Kritik, die man sich als Gegner vorstellen kann, sofern diese negativ ausfällt.

Es ist also eine gehörige Portion gesunder Zweifel geboten, wenn man sich die Schilderung durchliest. Allein – schlecht geschrieben ist es nicht. Es ist eben nicht die Geschichte eines Menschen, der scheitert, weil die Linken durch und durch verkommen wären (was ja eine viel dankbarere Geschichte ergeben würde bei Lesern, die die Linken nicht mögen), sondern der an sich selbst scheitert. Um eine peinliche Episode herauszugreifen:

das katastrophale Interview

Hillary Clinton wünschte sich ein Interview „mit Brianna“. Ihre Sprecherin, mit der sie nicht einmal direkt kommunizierte, organisierte eines mit Brianna Keilar von CNN, welche sich nicht mit kritischen Fragen zurückhielt.

Es kam nicht so heraus wie geplant. Keilar stellte sich als ­kritische, ja aus der Sicht von Clinton unverschämte Befragerin heraus: «Würden Sie ­jemanden wählen, dem Sie misstrauten?», fragte Keilar etwa, was Clinton aus der Fassung brachte: «Sie starrte sie mit Messern in den Augen an», erzählt eine Mitarbeiterin der Clinton-Kampagne. Das Interview galt als Desaster.

Gemeint war jedoch Brianna Golodryga von Yahoo! News, von der Clinton wohl eine wohlwollende Behandlung erwartete, weil deren Mann ein Freund der Clintons war. Mal von der Peinlichkeit dieses Fehlers abgesehen – und solche Klopper passieren durchaus – spricht es doch Bände, dass hier Journalisten nach Wohlwollen ausgewählt werden und man sich keine kritischen Fragen gefallen läßt. Das ist kein spezifisches Problem der Linken, sondern wird bei jedem Politiker kritisiert. Es ist außerdem ein Negativkriterium, auf das man sich über alle politischen Gräben hinweg einigen kann.

Es hat nichts mit ihrem Geschlecht zu tun

Das interessanteste Element an der Erzählung ist jedoch: Das Geschlecht spielt keine Rolle! Hillary Clintons Niederlage ist weder „aufgrund“ noch „trotz“ ihres Geschlechtes geschehen, sondern aufgrund von schweren Fehlern. Man könnte die gesamte Geschichte auch mit einem „Joe Smith“ erzählen.

Und gerade der „falschen“ Brianna wird das bescheinigt, was bei dem Gros der Journalisten während des US-Wahlkampfes schmerzlich vermisst wurde: Professionelle Distanz. So sieht es aus, wenn Frauen durch Leistung überzeugen, und es ist eben nicht zuviel verlangt und es muss nichts geschenkt werden, „weil sie eine Frau ist“.

Der Artikel wäre jedoch nicht vollständig ohne seine kritischen Kommentare. Wie viele Zeitungen moderieren ihre Kommentare stark oder haben die Kommentarfunktion ganz abgeschafft? Hier stehen zumindest sehr kritische Reaktionen. Es ist heutzutage so einfach, besser in Sachen Meinungsfreiheit zu sein als der Durchschnitt…

Aktualisierung: weitere Artikel hier im Blog, die sich mit dem Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen befasst haben:

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Der Name Clinton ist nicht automatisch mit Misstönen in Verbindung zu bringen…

George Clinton: We Got The Funk

Zeit und Pendler: Wenn die Genderaspekte ungemütlich sind

Mehr als doppelt soviele Männer als Frauen pendeln. Männliche Pendler legen dabei längere Strecken zurück als Pendlerinnen. So hätte die Überschrift in den „Qualitätsmedien“ heissen können. Wäre es andersherum, so stände das auch da.

Zeit Online ist ja schon ein ziemliches Genderkampfblatt. Locker drei radikalfeministische Artikel pro Tag, dazu noch das feministische Sonderschulprojekt Zett und daneben noch mit Frau Kahane und anderen Kämpfer_*Innen gegen Freiheit und Wahrheit unter einer Decke. Frauen-sind-besser-aber-Opfer-Quoten-her-und-wir-müssen-dringend-über-Menstruation-bei-weiblichen-Führungskräften-reden.

Aber halt auch nur wenn es paßt. Bei Pendlern anscheinend nicht. Obwohl, das ist sexistisch. Das muß „pendelnde“ heißen!

Pendler sind gestresster und anfälliger für Krankheiten – auch für psychische.

Na, da fällt dem maskulistisch geschulten Leser doch was ein. Haben Frauen nicht gerade erst mit der Lohnarbeit für dieses Jahr angefangen? Und war einer der nicht näher untersuchten Gründe für den Gender Pay Gap von ca 23%-2% nicht die größere Flexibilität von Männern? Von unbezahlten Überstunden und all dem patriarchalen Dreck? Von der Bereitschaft zu Pendeln etwa? Und da ist ein ganzer Artikel in der Zeit ohne Genderaspekt?

Aber schauen wir uns mal an, was der Spiegel zu sagen hat. Denn die Qualitätspresse schreibt ja eh nur von dpa ab. Spiegel, das einstige Sturmgeschütz der Demokratie, heute eher die Heimat von Radikalverwirrten Gendertröten wie Stokokowski. Ein weiterer Quell von feministischen Lügen und Unsinn und hat auch sein eigenes feministisches Sonderschulprojekt namens Bento.

„Die verfügbaren Untersuchungen zeigen, dass tägliche Pendelmobilität die körperliche und psychische Gesundheit der Erwerbstätigen gefährden kann und einen negativen Einfluss auf das Gesundheitsempfinden hat“, sagt Simon Pfaff vom Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung in Wiesbaden.

Scheint, daß SpOn irgendwas auf der Spur ist.

„Je länger die Fahrzeit der Erwerbstätigen, desto größer die Belastung, auch weil weniger Zeit zum Regenerieren bleibt.“ Die Krankenkassen beschäftigen sich seit Jahren mit dem Thema. So haben Pendler laut einer Studie der Techniker Krankenkasse ein höheres Risiko, psychisch zu erkranken.

Nur was? Schauen wir mal in den Artikel, den SpOn schon letztes Jahr zur gleichen Studie vom selben Auftraggeber gebracht hat und praktischerweise verlinkt ist.

Für den typischen Fernpendler ist Hammer ein gutes Beispiel: Er ist promovierter Physiker, hat Frau und zwei Söhne und ist Alleinverdiener. Seine Familie sieht er nur am Wochenende. „Das Pendeln ist ein notwendiges Übel“, sagt er.
Hammer wechselte nach Düsseldorf zu einem Mobilfunkanbieter ins Management, weil er dort bessere Karrierechancen sah. Frau und Kindern wollte er den Umzug aber nicht zumuten, so wie viele Pendler. DGB-Experte Adamy erklärt das mit der insgesamt gestiegenen Berufstätigkeit bei Frauen: „Wenn sie hinterherzieht, ist das Risiko groß, dass sie keine gleichwertige Stelle mehr findet.“

Adamsky scheint ein großer Spezialexperte zu sein. Was sagt uns uns das Wort „Alleinverdiener“ in Bezug auf Hammers Frau? Da kommt der nie drauf. Dafür komme ich nicht darauf, wie steigende Berufstätigkeit von Frauen das Risiko steigert, keine gleichwertige Stelle mehr zu finden. Konkurrieren Frauen um Frauenarbeitsplätze? Oder haben die halt einfach keinen Bock zu pendeln? Das würde ich für eine coole Idee halten, nur muß man sich das halt auch leisten können – im wahrsten Sinne des Wortes.

Doch auch wenn ein Teil zu Hause bleibt, drohen Probleme. „Es wird für alle Beteiligten schwieriger, Privatleben und Beruf unter einen Hut zu bringen“, schreibt Adamy in seinem Papier. Als besonders belastend werde der Mangel an Zeit empfunden, denn die Anfahrt geht von der Freizeit ab. Bei Hammer sind das zwischen vier und sechs Stunden pro Strecke, je nach Verkehrsaufkommen. „Es ist schon ein gewisser Stressfaktor zusätzlich da“, meint er. Weil er nur am Wochenende da sei, sei etwa die Erziehung der Söhne hauptsächlich an seiner Frau hängengeblieben. Und einen Freundeskreis habe er sich in Düsseldorf auch nicht aufgebaut. Das bedeute viele Abende allein in der Zweitwohnung. „Mein sozialer Mittelpunkt bleibt Nürnberg.“

Halten wir fest. Pendeln ist doof, macht keinen Spaß dafür aber krank. SpOn findet keinen Genderaspekt. Und jetzt schauen wir doch mal in die Originalstudie. Wirklich kein Genderaspekt?

http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/IzR/2007/Downloads/2_3BrinkmannDittrichMielke.pdf?__blob=publicationFile&v=2

„[…] an den vollzeitbeschäftigen Pendlern haben Frauen bereits[sic!] einen Anteil von über 30%“ (S.95)

Nun ist die Metrik „Pendeln“ recht ausbaufähig, denn Pendler ist, wer die Gemeindegrenze überschreitet. Das ist natürlich wenig sinnvoll. Ein Hamburger, der im Norden wohnt und im Süden arbeitet, hat lange und aufreibende Wege von über einer Stunde, pendelt aber nicht laut Definition. Wer auf dem Land an der Gemeindegrenze lebt und rüber zum nächsten Bauernhof geht, der pendelt auch wenn er das zu Fuß macht. Aber selbst 20km Autofahrt wären wahrscheinlich schnell und stressfrei zu erledigen.

Auch wenn geeignete Daten weitgehend fehlen, so kann man aus der Karte auf S.95 doch zumindest erahnen, dass Frauen weniger weite Distanzen pendeln. In den eher strukturschwachen Gebieten im Norden und Osten NRWs sind sie deutlich seltener als in den Ballungsräumen. In letztgenannten spricht die Studie auch von „Erreichbarkeitspotenzialen“, sprich es ist dort einfacher zu pendeln.

Aus der Studie geht eindeutig hervor, daß Pendeln eine männliche Domäne ist. Deutlich mehr Männer als Frauen pendeln. Und das macht alles mögliche, wahrscheinlich ist es verantwortlich für im Schnitt mehr Gehalt, aber sinnstiftend ist es nun wirklich nicht. Pendler sind die Helden ihrer Familien. Die absolute Anzahl an gefahrenen Kilometern und auswärtigen Übernachtungen ist nicht bekannt, die Genderforschung könnte genau hier mal ansetzen um ihre Existenz zu rechtfertigen, um das Wort „Forschung“ überhaupt mal zu rechtfertigen und den bereinigten Gender pay gap mal zu untersuchen anstatt immer nur zu bejammern. Die Medien könnten ihren Teil dazu beitragen und überhaupt mal die richtigen Fragen stellen.

Man könnte so viel.

Wie geht es Männern und Kindern nach ihrer Flucht hierher?

…fragt niemand. Der erste April ist übrigens vorbei.

Hier geht es NICHT um die Frage ob wir Flüchtlinge reinlassen sollen oder nicht und was Frau Merkel damit zu tun hat. Ich mache hier explizit das Thema auf, wie wir mit den Menschen umgehen, die hier sind. Wer die Flüchtlingsfrage(tm) diskutieren will, macht das bitte woanders. Ich behalte mir daher ausnahmsweise und explizit vor, entsprechende Kommentare nicht zuzulassen oder auch zu löschen. Danke für Euer Verständnis.

Jedenfalls hat mal wieder jemand gefragt, wie es weiblichen Flüchtlingen geht. Und natürlich den Kindern von Müttern. Es war Unicef und die Berliner Charité. Dargestellt in der Zeit und bei Spiegel Online.

Mir erschließt sich schlichtweg nicht, warum man hier nur die weiblichen Flüchtlinge sieht. Was übrigens eine Tradition ist, die so lange währt wie die Flüchtlingskrise. Schon früh wurde bemängelt, dass Frauen viel zu weit weg von Waschräumen untergebracht wurden. Dass man insbesondere Frauen helfen müsse.

Man könnte sich natürlich auch mal zu den geschlechtsspezifischen Problemen der 2/3 Mehrheit der Flüchtlinge machen, aber das wäre wohl zuviel der Gleichstellung, um die man sich in diesem Land doch sonst so sehr bemüht. Was würde rauskommen?

  • Männer bekommen wahrscheinlich grundsätzlich die schlechteren Unterkünfte.Sie werden ohne Rücksicht auf unterschiedliche Ethnien und Kulturen zusammengepfercht.
  • Männer werden stärker aus unserer Gesellschaft ausgegrenzt.
  • Männer werden bevorzugt auf die gefährliche Reise geschickt und unter Männern sind die meisten Todesopfer zu verzeichnen.
  • Männer haben den expliziten Auftrag, ihre zuhausegebliebenen Familien zu versorgen und verzweifeln im besonderen Maße daran ihn nicht erfüllen zu können.
  • Männer sind sicherlich nicht nur hier, sondern natürlich noch mehr in ihren Herkunftsländern von Gewalt bedroht und haben sie reichhaltig erlebt.
  • Wie steht es eigentlich mit dem Problem des sexuellen Missbrauchs von Männern?

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich angekotzt darüber, dass unsere Qualitätsmedien klaglos darüber berichten wie man die Hälfte der Menschen mal wieder vergisst. Nebenan bei Alles Evolution fragt Christian ob man Maskulist sei, wenn man findet, dass durch den Feminismus in unserer Gesellschaft die Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt werden. Für das Frauenministerium ist man bei Bejahung ein fieses Maskunazischwein. Sowas aber auch.

Fundstücke: Weibliche DJs

Zum Thema weibliche DJs hatte aranxo aus einem Interview mit Susanna Kim zitiert. Dabei wird die Behauptung im Anreißer, sie erkläre, warum Frauen hier fehlten, nicht gehalten.

Frage: Was denken Sie, warum gibt es, gerade im Hip Hop, so wenig DJanes?

Kim: Ich glaube, dass es gar nicht so wenige DJanes gibt. Früher habe ich das aber auch so wahrgenommen. Umso mehr ich mit der Thematik zu tun habe, umso mehr DJanes lerne ich kennen. Ich habe allerdings das Gefühl, dass es viel mehr DJanes im Elektronischen Bereich gibt als im Hip Hop. Obwohl es mittlerweile einige Frauen gibt, ist der überwiegende Teil immer noch männlich. Genau sagen, woran das liegt, kann ich gar nicht, das finde ich selbst komisch. Vielleicht kommen Frauen nicht so oft drauf, dass man ja auch selbst auflegen kann.

Damals vermutete aranxo selbst, die Fragerei habe darauf abgezielt, eine Antwort zu erhalten à la „die Männer lassen sie nicht richtig ran, Frauen müssen sich doppelt beweisen etc.“. Die Antwort von Susanna Kim finde ich tatsächlich angenehm unaufgeregt.

Schon 2014 hatte sich bei Erzählmirnix folgende Diskussion ergeben:

cheshirecat1234:

Zum feiern gehe ich sehr gern zu elektronischer Musik aus. Im Sommer oft zu Openairs und Festivals. Das Lineup besteht meist fast ausschließlich aus männlichen DJs, da die Veranstalter meist nur Männer einladen und das Publikum es gewöhnt ist, Männer an den Mischpulten zu sehen. Warum ist das wohl so?

erzählmirnix:

Weiß ich nicht, mir fallen viele Gründe dafür ein. Hast du Studien dazu oder ist deine vage Vermutung alles was du an Fakten hast?^^ Möglich wäre ja auch, dass es weniger Frauen in der Branche gibt. Dass sie keine Lust haben. Dass sie sich weniger in den Vordergrund drängen. Dass sie schlechter sind. Alles ebenso möglich wie „Niemand will Frauen auf die Bühne lassen!“

Einige Kommentare später kommt noch eine sehr schöne Erklärung:

Kenshin:

Hauptberuflich DJ (also Elektro DJ im Sinne selbst mixes zu machen, nicht nur cds in den player oder das macbook laufen lassen) zu sein ist ein großes finanzielles Risiko. Und es gibt auch nicht unendlich Geld zu verdienen in der Szene. Um wirklich gut zu werden muss man sich mit der Technik auskennen, originell sein und das auf längere Sicht. Das schreckt viele Neulinge ab. Und da sind wir dann auch bei dem Grund, warum in den meisten (nicht Pop-) Bands keine Frauen sind und warum es so wenige weibliche Selbstständige gibt. Frauen tendieren dazu risikoavers zu handeln und das hat wahrscheinlich nicht mal etwas mit ihrer Sozialisation zu tun.

Es dürfte also für den Veranstalter nicht unbedingt einfach sein eine Qualitativ hochwertige DJane zu finden, die entsprechend Publikumswirkung hat, schlicht weil es auch so viel weniger von ihnen gibt.

Ist doch schon, wenn die wesentliche Punkte schon einmal gesagt wurden und man sie nur noch einmal zitieren muss…

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Jaja, dummes Wortspiel mit dem Namen und so… ich musste aber trotzdem daran denken!

Alice Deejay: Better Off Alone

Kurznachrichten vom 31.12.2016

1: Pünktlich vor den nächsten Silvesterfeiern feiert der gute alte Keuschheitsgürtel Wiederauferstehung, diesmal „Safe Shorts“ genannt.

„Steig in deine Safe Shorts, ziehe die ergonomisch verlaufenden reiß- und schneidfesten High-Tech-Schnüre fest, bis die Hose sitzt“, steht es auf der Website. Danach werden die Schnüre am Schließmechanismus fixiert, der an den Sirenen-Poweralarm angeschlossen ist. […] Sollte sich jemand an der Hose der Joggerin zu schaffen machen, geht die Sirene an und jault in einer Lautstärke von 130 Dezibel, was Angreifer in die Flucht schlagen soll. […]

Die Schnüre in der Hose, die übrigens aus demselben Material angefertigt sind wie kugelsichere Westen, sollen sich zumindest von Angreifern nicht ohne Weiteres aufschneiden lassen – angeblich nicht einmal mit einer Heckenschere.

Jetzt bin ich mal gepannt, ob das ein Verkaufsschlager wird.

2: In der Jungle World beschäftigt man sich ebenfalls mit Silvester, aber noch mit dem vergangenen. Hannah Wettig beschreibt darin, „wie der feministische Diskurs die Opfer der Silvesternacht im Stich ließ“.

Feministische Frauen initiierten das Bündnis #ausnahmslos, das sich gegen Sexismus und Rassismus gleichermaßen wenden sollte. Diese zunächst in der Sache plausible Reak­tion mutierte sofort zu einem antirassistischen Abwehrkampf gegen die Opfer. […]

Ohne dass es einen Hauch von Zweifel an der Masse der Zeugenaussagen gab, sagten Protagonistinnen des Bündnisses, man wisse überhaupt nicht, wer die Täter gewesen seien. Die Bloggerin Nadja Shehadeh beleidigte auf dem feministischen Blog Mädchenmannschaft die Opfer als Kartoffeln, die einen Italiener nicht von einem Araber unterscheiden könnten. Etliche Feministinnen im Umkreis des Missy Magazins relativierten das Ereignis, indem sie sinngemäß sagten, dass derartige Übergriffe jedes Jahr auf dem Oktoberfest vorkämen, ohne dass es jemanden störe. Schon im Januar konnte das niemand ernsthaft glauben, der sich auch nur einige wenige Zeugenaussagen angesehen hatte. […]

Es war aber kein linker Stammtisch, der sich mal eben spontan äußerte. Vielmehr war es eine Zäsur in der Geschichte der Frauenbewegung, ein Bruch mit entscheidenden Leitideen des Feminismus. Feministinnen glaubten den Opfern von sexu­eller Gewalt nicht, sondern relativierten die Taten. Wo einige noch die Herkunft der Täter abstritten, wiesen andere schon auf traumatische Fluchterfahrungen hin, um das Handeln der Männer zu erklären. […]

Flüchtlinge als politisch denkende und handelnde Menschen zu sehen, ist das Gegenteil von Rassismus. Trotzdem wird allen, die auf den Islamismus als Ursache hinweisen, Rassismus vorgeworfen – und das deutlich heftiger als denjenigen, die sich um eine Erklärung aus Kultur und Tradition bemühen.

Das hat Gründe: Häufig sind es Vertreterinnen islamischer Organisationen oder sogenannte Feministinnen mit Kopftuch, die antiislamistische Argumentationen als rassistisch geißeln. Ihre Argumente werden von Linken oft übernommen. Dabei sollte klar sein: Sie haben eine Agenda, und die ist ganz bestimmt nicht links.

3: MANNdat hat eine maskulistische Filmkritik von Dr. Bruno Köhler zu einem der letzten ARD-Tatorte mit dem Titel „Wofür es sich zu leben lohnt“ (ausgestrahlt am 4.12.) veröffentlicht. Das Urteil von Köhler:

Das übliche männerfeindlich-sexistische Frauenkino. Gute Opferfrauen gegen böse Tätermänner. Die Macher des Films lassen kein Klischee aus, damit beim Zuschauer zu keinem Zeitpunkt auch nur den Hauch von Zweifel an der Legitimität der brutalen Taten der Protagonistinnen aufkommen könnte. Die Ermordeten entsprechen dem Übelsten, was das derzeit politisch korrekte Feindbild zulässt – der Ausländer hassende Rechtspopulist, dessen Tochter zudem noch mit einem Ausländer anbändelt, der skrupellose, über Leichen gehende Unternehmer, der Hunderte armer Frauen auf dem Gewissen hat, der rücksichtslose, geldgierige Betrüger. Alle sind natürlich böse, alte, weiße Männer. […]

Der Film verherrlicht Gewalt, genauer gesagt, er verherrlicht Frauengewalt gegen Männer.

Merke: Wenn Frauen Gewalt gegen Männer ausüben, ist diese immer moralisch gerechtfertigt. Männer wollen dagegen nur Macht ausüben, wenn ihre Gewalt gegen Frauen geht. Die Klischees in der Filmwirtschaft und im Fernsehen sind seit Jahrzehnten immer dieselben.

4: Die ZEIT interviewt die DJane Susanna Kim und behauptet in ihrem Anreißer:

DJane Susanna Kim aka I am Kim Kong erzählt, wie es ist, professionell Platten aufzulegen. Und warum Frauen hier fehlen.

Na, da bin ich schon gespannt wie ein Flitzebogen, als ich endlich an die entscheidende Frage komme:

Frage: Was denken Sie, warum gibt es, gerade im Hip Hop, so wenig DJanes?

Kim: Ich glaube, dass es gar nicht so wenige DJanes gibt. Früher habe ich das aber auch so wahrgenommen. Umso mehr ich mit der Thematik zu tun habe, umso mehr DJanes lerne ich kennen. Ich habe allerdings das Gefühl, dass es viel mehr DJanes im Elektronischen Bereich gibt als im Hip Hop. Obwohl es mittlerweile einige Frauen gibt, ist der überwiegende Teil immer noch männlich. Genau sagen, woran das liegt, kann ich gar nicht, das finde ich selbst komisch. Vielleicht kommen Frauen nicht so oft drauf, dass man ja auch selbst auflegen kann.

Danke fürs Gespräch, liebe ZEIT, kann ich da nur sagen. Genau das, was versprochen wurde, wurde nicht geliefert.

Das ganze Gespräch macht auf mich den Eindruck, als ob Interviewerin Marcia Scharf unbedingt eine feministische Message herausquetschen wollte. Irgendwas nach dem Schema, die Männer lassen sie nicht richtig ran, Frauen müssen sich doppelt beweisen etc. Kein Wunder, der Artikel erschien ja zuerst bei Edition F. Nur zieht die Interviewte nicht so richtig mit. Auch die eher beschwichtigende Antwort auf die Frage:

Frage: Haben Sie schon negative Erfahrungen gemacht, weil Sie eine Frau sind?

Kim: Manchmal bekomme ich schon zu hören: ,Also für eine Frau bist ja gar nicht so schlecht.‘ Das passiert aber sehr selten – zum Glück.

muss natürlich zu der Artikelüberschrift

„Für eine Frau bist du ganz gut“

destilliert werden.

Nebenbei: Ich kann mich an kein einziges Interview erinnern, in dem ein Mann gefragt worden wäre, ob er in seinem Job negative Erfahrungen gemacht hätte, weil er ein Mann ist. Wahrscheinlich weil ein kleiner Teil denkt, das existiert gar nicht, weil Männer eh immer bevorzugt werden. Und der Rest denkt, da müsste man als Mann eben durch. Oder weil Kindergärtner, Erzieher, Grundschullehrer und Krankenpfleger so selten interviewt werden.

Fundstück: Die junge Linke

Es gibt sie doch noch, die Momente der Wahrheit in den viel geschmähten Massenmedien. Vor ein paar Monaten wurde ich via soziale Medien auf ein Interview mit Wolfgang Merkel aufmerksam, das Robert Pausch für die „Zeit“ geführt hatte.

Sowohl das verwendete Foto als auch die Kernaussage trafen aus meiner Sicht ins Schwarze: „Junge Linke haben Bezug zur Unterschicht verloren“.

Auf dem Bild zum Artikel sieht man zwei junge Frauen vor den Lichtern einer Großstadt. Sie sehen beide nach Bildung aus, Universität, irgendwie engagiert. Sie sehen weder nach Kampfgeist und Revolution, noch nach Weltschmerz oder Konsumverzicht aus. Ich füge noch hinzu, aber das ist schon deutlich mehr meine persönliche Spekulation, sie wirken auch darauf bedacht, gepflegt zu sein, gleichzeitig modisch als auch alternativ herüberzukommen, hübsch zu sein und ernstgenommen zu werden.

Das ist die politisch entkernte Linke, wie ich sie schon seit meiner Jugend kenne, nur mit massenkompatiblerem Modegeschmack. Die große Wahrheit, die ich in dem Bild sehe: Männer spielen keine Rolle.

Einige Höhepunkte aus den Antworten:

Die Frage danach, wie sich gesellschaftlicher Wohlstand gerecht verteilen lässt, war ja seit jeher der Wesenskern linker Politik. Und der ist unter jungen Linken heute fast gänzlich in den Hintergrund getreten. Stattdessen dominieren kulturelle und identitätspolitische Themen, über die sich junges Linkssein heute definiert.

So kurz und knapp kann man es zusammenfassen!

Die Globalisierung hat Gewinner und Verlierer geschaffen und die Linke in ganz Europa vermag es kaum mehr, die Globalisierungsverlierer an sich zu binden. Diese Leute – prekär Beschäftigte, Arbeitslose oder kleine Angestellte – wählen nun in großer Zahl rechtspopulistisch.

Zwei Sätze, die man als Wahlanalyse in vielen westlichen Ländern gebrauchen kann.

Kurz davor wurde auf Tabus in der Debatte eingegangen. Und am Ende wird die Kluft zwischen Mittel- und Unterschicht kritisiert und dass diese Spaltung der Gesellschaft für die heutige Linke kein Thema mehr ist.

Ich finde das auf zweierlei Weise erfrischend: Erstens, wie hier einige zentrale soziale Probleme, für die sich die Linke eigentlich brennend interessieren müsste, in klarer Sprache ausgedrückt werden. Zweitens, dass die Kritik an der Linken nicht aus einer antilinken Perspektive erfolgt, sondern aus ihrem eigenen ursprünglichen Anspruch und Selbstverständnis. Eine solche Kritik „innerhalb des eigenen gedanklichen Systems“ fand ich schon immer viel spannender als die der ideologischen Gegner – egal, wo man selbst inhaltlich steht.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Das Foto erinnerte mich ebenfalls an das Cover des Albums „marillion.com“.

Marillion: House