Fundstücke: Thomas Fischer und sjw-watch zu Statistik

Das von mir bereits erwähnte Blog sjw-watch und der Zeit-Kolumnist Thomas Fischer schreiben über Statistik. Die Ausführungen passen sehr gut zusammen.

Fischer erklärt zunächst ausführlich die Kriminalstatistik der Polizei: Was zählt diese überhaupt, was ist eine Dunkelziffer, was die Aufklärungsquote usw. und kommt dann auf eine ganz andere Statistik zu sprechen.

Die Ergebnisse der bei der Justiz ankommenden Strafverfahren finden sich in der sogenannten „Strafverfolgungsstatistik“.
(…)
Hier wird erfasst, wie die Justiz mit den eingeleiteten Strafverfahren umgegangen und was als deren Ergebnis herausgekommen ist.

Was Polizei und Justiz zählen, sind ganz verschiedene Dinge und nicht miteinander vergleichbar. Beide sind jedoch letzten Endes relevant, um ein realistisches Bild der Kriminalität in Deutschland zu bekommen.

Das Blog sjw-watch zitiert im Artikel „Statistik für Anfänger mit @FrDingens“ die bei mir vor allem durch das „Fappygate“ in Erinnerung gebliebene Yasmina Banaszczuk:

In manchen Bundesländern führen nur 4% der Anzeigen zu einem Urteil. 4%. Anders: 96% der angezeigten Vergewaltiger werden nicht verurteilt.

Das ist natürlich Blödsinn sondergleichen. Für sie ist tatsächlich jeder Angezeigte automatisch ein Vergewaltiger! Vergessen wir nicht: Auch Jörg Kachelmann und Horst Arnold waren wegen Vergewaltigung angezeigt.

Einen besonneneren Blick richten die beiden eingangs erwähnten Quellen auf die Statistik. Und hier klingen sie erstaunlich ähnlich:

sjw-watch:

Würden bei einer Demo 30 Leute festgenommen und 29 vor Gericht freigesprochen, würde sich sogar die konservativste Zeitung hüten, als Schlagzeile “29 Terroristen kommen ohne Strafe davon” zu titeln.

Thomas Fischer:

Zugespitzt: Wenn ein übermotivierter Beamter 100 Verfahren wegen Landfriedensbruch gegen 100 zufällig festgenommene Anti-Bahnhofs-Demonstranten registriert und die Staatsanwaltschaft sämtliche Verfahren sofort mangels Tatverdacht einstellt, ist trotzdem die „politisch motivierte Gewaltkriminalität“ explodiert, und die Polizei hat alle Verfahren „aufgeklärt“, obwohl in Wirklichkeit gar nichts passiert ist.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Natürlich muss es diesmal etwas mit Zahlen im Titel sein!

The Cure: Wrong Number

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Kurznachrichten vom 01.02.2016

1: François Hollande begnadigt Frau nach Mord an brutalem Ehemann. Sie hatte ihn mit drei Schüssen aus einem Gewehr aus nächster Nähe niedergestreckt, nachdem sie es in 47 Jahren Ehe nicht geschafft hatte, ihn zu verlassen. Nun überlegen wir uns kurz, was passieren würde, wenn ein Mann seine Frau nach 47 Jahren Ehe-Hölle hinterrücks erschießt. Könnte er auf Begnadigung hoffen? Undenkbar. Aber Frauen dürfen sowas…

(von Graublau: siehe hierzu Uepsilonniks über einen EMMA-Beitrag oder Frauen morden nicht – sie töten nur? von Gerhard Amendt)

2: Vor zwei Tagen war in Genderama zu lesen, dass Richard Dawkins, emeritierter Oxford-Professor in Evolutionsbiologie und einer der Wortführer der Neuen Atheisten („Der Gotteswahn„) von der Northeast Conference on Science & Skepticism (NECSS) ausgeladen wurde, weil er einen Tweet retweetet hat, in dem in einem Video auf satirische Weise Feminismus mit Islamismus verglichen wird. Dieses Video habe ich vor einiger Zeit ebenfalls schon hier verlinkt. Der Vorgang wurde von Christina Hoff Sommers wie folgt kommentiert:

In einem Blogbeitrag von Michael Nugent verteidigt dieser das Satire-Video sowie Dawkins, und weist auf die lange Tradition von Satire-Songs hin. Dawkins hat enttäuscht reagiert und, aber dennoch seinem Unverständnis Ausdruck gebracht:

“De-platformed for tweeting an irrelevant joke song? Ah well, ‘Always look on the bright side of life.’ Incidentally, would Monty Python have been de-platformed for that? No, don’t be silly, Life of Brian was only satirising Christianity.”

Den auslösenden Tweet hat er inzwischen gelöscht, weil er darauf hingewiesen wurde, dass in dem Video reale Personen karikiert werden und diese aufgrund des Videos Drohungen erhalten hätten. Einerseits ist das durchaus nobel, andererseits ist es höchst fragwürdig, Satire aus dem Verkehr zu ziehen, nur weil eventuell irgendwelche Idioten auf den Zug aufspringen und die Kritisierten belästigen oder gar bedrohen. Abgesehen davon ist es ja eine beliebte Taktik von Feministinnen und SJWs allgemein, zu behaupten, eine fundierte und moderate oder auch etwas aggressivere satirische Kritik hätte andere (sog. Hater) zu schlimmen Drohungen animiert (die allerdings selten nachgewiesen werden), um damit auch die ursprüngliche Kritik zu delegitimieren.

Ergänzend dazu (von Graublau zusammengesucht):

a) ein Video als Reaktion von Sargon of Akkad, auf dessem Kanal das beanstandete Lied veröffentlicht wurde

b) die Reaktion von fefe (der ja ebenfalls in den Kurznachrichten vorkam).

3: Dazu passte auch dieser Vorgang: Die Fehde zwischen Techblogger Sascha Pallenberg und der Netzfeministin Yasmina Banaszczuk, die seinerzeit als #fappygate bekannt wurde, scheint wieder hoch zu kochen.

4: Und weil auch das gerade so schön dazu passt: Diese etwas ältere South Park-Parodie über Safe Spaces wurde mir in die Timeline gespült:

5: Man kann von der AfD ja halten, was man will, aber in Sachen Gender-Mainstreaming sind sie manchmal auch vorbildlich. Gestern entspann sich eine absurde Diskussion um den von der AfD geforderten Schießbefehl für illegal ins Land einreisende Flüchtlinge. Beatrix von Storch (AfD) stellte klar:

Ein Kommentator auf Facebook schrieb dazu: „Das ist Schwachsinn. Wollt Ihr etwa Frauen mit Kindern an der grünen Wiese den Zutritt mit Waffengewalt verhindern?“ Von Storch antwortete: „Ja“.

Kurz darauf musste sie noch einmal präzisieren, dass dies natürlich nicht für die Kinder gelte. Trotzdem scheint die Vorstellung eines Schießbefehls auch gegen weibliche Flüchtlinge für die Empörten es noch einmal einen Tick schlimmer zu machen.

Ich finde diese Empörung auch ziemlich künstlich. Nur weil es die AfD ist, die Selbstverständlichkeiten ausspricht? Selbstverständlich dürfen Grenzschützer illegal Einreisende kontrollieren. Und wenn diese versuchen, sich durch Flucht der Kontrolle zu entziehen, und nach mehrmaliger Aufforderung nicht anhalten, darf nach evtl. einem Warnschuß auch scharf geschossen werden. Nichts weiter meinen Petry und von Storch, wenn sie „ultima ratio“ sagen. Das ist so Gesetz, das war zu allen Zeiten so und das dürfte so ziemlich jeder andere Staat der Welt auch so handhaben. Woher soll denn ein Grenzschützer wissen, ob es sich um einen harmlosen Flüchtling und nicht etwa um einen Schmuggler handelt, bevor er ihn nicht kontrolliert hat?

Auch der Vergleich mit dem Schießbefehl an der DDR-Grenze ist absurd. Dort ging es darum, die Ausreise der eigenen Bürger zu verhindern. Worum es jetzt geht, ist, die unkontrollierte Einreise von Fremden zu verhindern. Man kann das natürlich auch ablehnen und befürworten, auf diese Kontrolle zu verzichten. Aber trotzdem ist der Vergleich schlichtweg unzulässig.

6: Ein bemerkenswertes Interview, in dem es generell um die Vertrauenskrise der Medien geht. Wolfgang Herles, immerhin ehemaliger Leiter des ZDF-Studios in Bonn, bis 2015 dann Redaktionsleiter und Moderator der ZDF-Kultursendung aspekte, also ein deutscher Top-Journalist und ZDF-Interner, spricht Tacheles, hier der Ausschnitt:

7: Auf ARTE gibt es anlässlich der Berlinale 2015 eine Kurzfilmreihe über „Paare – Eine Kurzfilmreihe auf der Couch“. Die Filme sind auch online zu sehen. In Clip 3 karikiert Samuel Finzi den „richtigen Mann“. Das ist allerdings so sehr überzeichnet, dass man es kaum erst nehmen kann. Den Rest habe ich noch nicht angesehen. Wer mag und empörenswertes findet, darf das gerne kommentieren.

8: Auf Edition F findet ein Mann „10 Gründe, warum Mann in einer Beziehung nicht auf die Pille bestehen sollte„. Witzigerweise ist der Mensch so nebenbei Gründer der Kondomfirma „einhorn“, wie er immerhin selbst zugibt.

9: (von Graublau) Noch etwas ganz vom Thema ab, das geht ja traditionell beim letzten Beitrag und es mag viele Blogger betreffen.
Habt Ihr Euch so wie Tom174 darüber geärgert, dass der WordPress.com-Editor so schlecht geworden ist? Keine Sorge, Ihr findet den alten nach wie vor, ist nur ein Extraklick auf „WP-Admin“ in der Navigationsleiste. Tom war entzückt! 🙂

Warum überhaupt dieses Gehampel? Technischer Hintergrund ist, dass wordpress.com von PHP auf JavaScript umgestiegen ist und in dem Zusammenhang offensichtlich „mobile-Endgeräte-freundlicher“ werden wollte (spricht, für Laptops und Desktop-Computer muss es zwangsweise schlechter werden – geht ja nicht anders). Es geht dabei nur um dem Admin-Teil um das eigentliche WordPress herum – welches ja selbst einen Admin-Teil, inklusive dem alten Editor hat.

Warum ich diese drei Skandale bemerkenswert finde, Teil 1

Mit der Nachsilbe „-gate“ lockt man heutzutage keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Sie wird inzwischen für alles verwendet, was zwischenzeitlich im Internet für (seien wir ehrlich: durchaus willkommene) Aufregung gesorgt hat.

Dennoch gibt es drei „Gates“ des Jahres 2014, an die ich noch einmal erinnern möchte. Sie sind drei Beispiele dafür, wie es nicht gelungen ist, die radikalfeministische Sichtweise durchzusetzen. Das finde ich beachtlich angesichts der Aussichtslosigkeit, mit der bisher – in der medialen Öffentlichkeit – bei Debatten stets diejenige Haltung gewann, die als „feministisch“ ausgegeben wurde, so zumindest meine Wahrnehmung. Der so präsentierte Standpunkt war dann modern, gut und damit alternativlos, alles andere Ressentiments von Ewiggestrigen oder herumheulenden Verlierern, die mit der heutigen Realität nicht Schritt halten konnten.

Zwei Einschränkungen an den Lesewert der folgenden Ausführungen möchte ich gleich vorweg machen: Es handelt sich weder um eine tiefgreifende Analyse noch um ein irgendwie empirisch unterlegtes Werk, sondern einzig um meine Einschätzung und gegebenenfalls Meinung. Außerdem ergibt sich darauf nicht automatisch ein Kochrezept, wie man in Zukunft vorgehen sollte, denn längst nicht alles ist von der eigenen Handlung abhängig, sondern knüpft an Vorbedingungen an, die entweder erfüllt sind oder nicht.

Ich fange an mit dem kleinsten der dreien. Beim Schreiben des Artikels wurde es soviel Text, dass ich schließlich mein ursprüngliches Ziel, alles in einem Rutsch abzuhandeln, aufgeben musste.

Fappygate – und Sascha Pallenberg

Die Ganzkurzfassung: Yasmina Banaszczuk alias FrDingens und Sascha Pallenberg haben sich auf Twitter wegen einer Nichtigkeit gefetzt. Dabei ging Frau Dingens, die den Streit auch vom Zaun gebrochen hatte, irgendwann verbal unter die Gürtellinie, was Pallenberg mit gleichen Mitteln konterte. Das wollte Banaszczuk als Skandal verkaufen und forderte Solidarität (für sich) und Sanktionen (für den Gegner). Das klappte jedoch nicht, so dass sie schließlich ihr Twitterkonto löschte.

Zum selben Thema die etwas längere Diskussion:

Zwei Leute streiten sich im Internet – und das auch noch bei Twitter! Also damit konnte ja wohl niemand rechnen! Dagegen sieht die Meldung „Sack Reis in China umgefallen“ wie die nächste Titelschlagzeile aus. Die ganze Geschichte wäre auch nicht weiter erinnernswert, wenn sie nicht ein größeres Nachspiel gehabt hätte.

Das F in Feminismus steht für Freiheit.

(Anne Wizorek: Weil ein Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute, S. 312; Fettschrift im Original)

Es ist bei einem Streit für Außenstehende meistens klüger, sich nicht auf eine Seite zu stellen. Dennoch finde ich Sascha Pallenbergs Reaktion souveräner. In seinem Kommentar – Yasmina Banaszczuk und die Hetzjagd der “Femtrolle” dokumentiert er den Streit (ich gehe hierbei davon aus, dass dies korrekt geschieht).

Aufschrei-Initiatorin Anne Wizorek nahm diesen Artikel zum Anlass, zu fordern, man möge Sascha Pallenberg keinen Platz mehr auf der re:publica geben. Das ist eine für sie sehr wichtige Konferenz (siehe o.g. Buch, S. 230), bei der sie stolz war, eine Feministin untergebracht zu haben (siehe o.g. Buch, S. 238; gemeint ist „re:publica 2011 – Jaclyn Friedman – How Feminist Digital Activism Is Like the Clitoris“; der Vortrag bei Youtube).

Nun teile ich Anne Wizoreks Haltung zu Hollaback nicht und ich habe bereits zwei perfide Stellen in ihrem Buch analysiert. Hier erlebt man jedoch in Reinform, wie sie sich Freiheit in den Farben des Feminismus vorstellt: Es geht darum, die Kritiker zum Verstummen bringen zu lassen (gut dokumentiert etwa mit genau diesem Beispiel bei Don Alphonso).

Sascha Pallenberg hatte in seinem Artikel, den Anne Wizorek offenbar verdammenswert findet, Aufschrei als wichtige Aktion bezeichnet. Er nahm auch den Sexismus-Vorwurf persönlich und führte aus, wie er Frauen auf techniklastigen Veranstaltungen auf die Bühne gebracht habe (ergänzt darum, dass diese Frauen später recht erfolgreich in ihrem Beruf geworden sind). Er lud seine Kontrahentin in eben jenem Beitrag ein, bei der nächsten re:publica aufzutreten. Er ergänzte in seinem nachfolgenden Beitrag „Kommentar: Diskussion anstatt Eskalation – Letzte Anmerkungen zu #fappygate„, wie er seit Jahren gegen Sexismus kämpfe, den etwa seine Firmenmitgründerin erlebe. Das entspricht nicht dem Sexisten aus dem Lehrbuch oder dem vom Sexismus ahnungslosen Mann, sondern klingt wie jemand, der sich der Problematik bewusst ist und sich aktiv dagegen einsetzt.

Und ausgerechnet dieser Mann sollte nun auf einer Konferenz keinen Platz mehr haben, auf die er seine Gegnerin in der Sache ausdrücklich eingeladen hatte? Da fiel er doch aus allen Wolken. Er war, völlig überraschend, nicht besonders angetan von Anne Wizoreks Buch und schrieb eine entsprechende Rezension. Im Rahmen der Diskussion über das Buch gab er via Facebook Einblicke, wie sich seine Wahrnehmung durch die Reaktion auf das „Fappygate“ verändert hat:

leider erweist diese Filterblase einer wichtigen Bewegung einen Baerendienst. Diese ganze Geschichte ist eher ein Paradebeispiel fuer narzisstische Persoenlichkeiten. Das ist alles sehr sehr schade, denn die damalige #aufschrei Kampagne hatte ich damals in aller Konsequent unterstuetzt. Leider habe ich viel zu spaet erkannt, in welcher bunten Welt Wizorek und Co. leben.

Der Streit von vor ein paar Wochen war rueckblickend Augen oeffnend.

Nach meinen Erfahrungen mit Frau Dingens, die selbstverstaendlich nun abermals wie Phoenix aus der Asche aufsteigt (im Rahmen meiner Recherche habe ich da relativ schnell ein bekanntes Schema erkennen koennen) und versucht subtil gegen mich nachzutreten, ist das was die „Zeugen Wizoreks“ auffuehren leider sehr vorhersehbar.
Die Rethorik, die verzweifelten Versuche den ueberschaubaren Mob zu mobilisieren…. all dies durfte ich ganz persoenlich waehrend der #Fappygate Geschichte erfahren.

Nur mich wirft sowas nicht aus der Bahn. IM Gegenteil, ich finde es durch motivierend sich einer derartig hasserfuellten und radikalisierten Sub-Bewegung entgegenzustellen. Die Menschen beim Namen zu nennen, die einem „die Beine brechen“ oder auf den „Kopf scheissen“ wollen.

Anne Wizoreks damalige Reaktion, sprich dafuer zu sorgen dass mich Veranstaltungen wie die re:publica mich nicht mehr einladen, zeigt ganz einfach wessen Geistes Kindes sie ist. Ein zur Selbstreflektion unfaehiges Maedchen, das in der #aufschrei Luftblase ihre finale Chance sah endlich was auf den Weg zu bringen, was sich auch finanziell auszahlt.

Was Sascha Pallenberg gerettet hat? Ich kann es nicht beurteilen. Vielleicht ist er wirklich eine so große Persönlichkeit in der Szene (die ich nicht kenne) und zu bekannt und vernetzt, als dass man ihn jetzt nebenbei brandmarken und entsorgen konnte. Vielleicht war Frau Dingens eine Nummer zu klein und er eine Nummer zu groß – absolut oder im Verhältnis zueinander. Beachtlich finde ich, dass er glaubhaft und ganz elegant vorweisen konnte, wie er sich selbst gegen Sexismus eingesetzt hat und dass er mit Kritikern lieber redet. Für eine Verurteilung durch den Radikalfemininus spielte das zwar keine Rolle, aber für einen unbeteiligten Zuschauer muss es doch absurd gewirkt haben, auf wen da eingedroschen werden sollte.

Das Fappygate ist aus der Rückschau denn auch in zweierlei Hinsicht interessant:
Zum einen wurde hierbei der Bann gebrochen, dass „die Feministen“ immer Recht bekommen (bzw. diejenigen, die sich als solche bezeichnen und als Vertreter der reinen Lehre auftreten). Zum anderen wurde dabei jemand, der von den ursprünglichen Aktionen überzeugt war und es von dem eigentlichen Ziel nach wie vor ist, nachhaltig von der Gruppe der Radikalen abgeschreckt, so dass er inzwischen gegen sie auftritt. Interessant auch, dass Sascha Pallenberg auf Facebook dann Hinweise von Arne Hoffmann entgegennahm und sich etwa einen Artikel von Lucas Schoppe durchlas, dem er zustimmte.

Abschließend möchte ich Pallenberg noch aus seinem zweiten Blogeintrag zitieren. Da sagte er etwas, das zu einem Fundstück, in dem es um die Wahl der Mittel geht, sehr gut passt:

Wir koennen nicht Toleranz fuereinander einfordern, wenn wir uns selbst wie die intolerantesten Trottel verhalten.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Dieses Lied passt aufgrund seines Hintergrundes zum Auslösers des „Skandals“.

Cyndi Lauper: She Bop