Kurznachrichten vom 16.01.2016

1: Die Kampagne #ausnahmslos wird inzwischen sehr heftig mit dem Gegenhashtag #falschesgrau getrollt. Dabei werden vor allem haufenweise Bilder und Videos nackter Frauen gepostet, aber auch einige witzige Statements und Karikaturen sind zu finden. Buzzfeed übertreibt und behauptet, es wären sogar Pornos, wobei aber im selben Artikel die Initiatoren von #falschesgrau zitiert werden, die dazu aufrufen, dass die Bilder jugendfrei bleiben, damit Twitter keinen Anlass findet, den Hashtag aus den trending topics herauszuhalten. Kann man lustig finden, muss man aber nicht. Feministen reagieren inzwischen mit den üblichen Standard-Taktiken Mimimi, Male Tears, kleiner Penis, und haben damit den Niveau-Limbo erstmal für sich entschieden.

2: Andere schreiben erste Fazits zum inzwischen sich zur schnellsten feministischen Rohrkrepierer-Kampagne des Jahres entwickelnden #ausnahmslos, so z.B. Birgit Kelle, die feststellt:

[…] hat man sich eine neue Kampagne unter dem Namen #ausnahmslos gegönnt. Dort werden jetzt ausnahmslos alle Männer unter Generalverdacht gestellt und nicht nur Männer mit Migrationshintergrund. Ein enormer Fortschritt für die Menschheit.

und auch asemann.de stellt fest, dass Deutsche mit Migrationshintergrund…

Menschen, die andere Zustände erlebt haben, als sie in Deutschland herrschen, die Werte der Aufklärung, die Menschenrechte, die Demokratie und den Rechtsstaat anscheinend mehr zu schätzen wissen als die links-„progressiven“ Frauen und Mädchen, die sich unter dem Banner von #ausnahmslos versammelt haben.

Ebenfalls eine gute Analyse liefert der Blog „Drachenrose“.

Die Piraten haben sich auch zu Köln geäußert, und das aus meiner Sicht sogar durchaus vernünftig. Die Gesundschrumpfung scheint zu wirken, nachdem die Linksbizarren die Partei verlassen haben

Und selbstverständlich hat auch der kleine Akif seinen Senf in epischer Breite in gewohntem Unflat ausgekotzt. Das verlinke ich jetzt mal nicht. Wer sowas mag, darf es googeln.

Ich setz jetzt mal den Aluhut auf: Was fehlt in der Geschichte noch? Dass irgendwer leakt, dass die Kampagne #ausnahmslos ein Astroturfing-Projekt des Frauenministeriums ist. Irgendwer hat auch das schon geargwöhnt, ich finde es aber nicht mehr.

3: Es wird weiter munter diskutiert, wie gefährlich nun der junge, arabische Mann als solcher ist. Die ehemalige Femen-Aktivistin Zana Ramadani (m.W. CDU-Mitglied) gibt in einem Interview dem Islam die Schuld und hierbei besonders den muslimischen Müttern. Dabei dürfte sie ziemlich nahe an der Linie von Alice Schwarzer liegen, und den Netzfeministinnen ziemlich auf die Füße getreten sein, die mit ihrem hippen Kopftuch-Feminismus nun gar nichts auf den Islam kommen lassen. Mein Lieblingszitat war allerdings:

Diese Männer lernen, dass Frauen, die einen kurzen Rock oder eine enge Hose tragen, verfügbar sind. Sie lernen, dass sie das Recht haben, sie respektlos zu behandeln. Was viele Muslime und Imame nicht verstehen, ist, dass sie nicht nur ein schlimmes Bild von Frauen haben, sondern auch von Männern. Das Verschleierungsgebot unterstellt ja, dass Männer nicht anders können, als sofort über eine Frau herzufallen, die ihre Haare zeigt. Das Verschleierungsgebot unterstellt also jedem Mann, ein triebgesteuerter Vergewaltiger zu sein. Die islamischen Werte sind also sowohl frauen- als auch männerfeindlich.

Hmmm, welche bekannte Ideologie des Westens nochmal sieht den Mann als Triebtäter und versteht sich zumindest im links-politisch korrekten Flügel ganz wunderbar mit dem Islam?

Ein richtig dicker Brocken war gestern auch das Interview mit dem Soziologen Gunnar Heinsohn in der WELT, der zuerst ein ziemlich düsteres Bild zeichnet:

Die Welt: Welches Bild haben die jungen Araber von westlichen Frauen?

Heinsohn: Die gelten schnell als Huren, weil die vorehelichen Verkehr haben. Sie werden zur Beute, auf die sie auch von den Eltern verwiesen werden, damit die Töchter rein und ehefähig bleiben. Da folgen die sexuellen Übergriffe quasi naturgesetzlich. Wenn man das vorher nicht weiß und die Einwanderung als Fortschritt zu allgemeiner Harmonie gepriesen hat, dann steht man als Naivling oder gar Täuscher da und sucht im Vertuschen einen Ausweg. Von der Polizei angefangen bis in die Politik.

Die Welt: Zu den größten aktuellen Vertuschungsskandalen gehört die Missbrauchsserie von Rotherham. Über Jahre wurden in der mittelenglischen Stadt 1400 Kinder und Jugendliche von britisch-pakistanischen Banden missbraucht. Behörden und Politikern konnte nachgewiesen werden, die Taten verschleiert zu haben.

Heinsohn: Diesen Vertuschungsmechanismus haben wir auch in Schweden und in Deutschland. Überall haben nette, fortschrittliche Menschen ein Problem überhaupt nicht auf dem Radar. Und dann nimmt es mit Wucht seinen eigenen naturwüchsigen kriminellen Weg. Doch wenn ich das einräume, dann stehe ich als Versager mit meiner fortschrittlichen Linie da. Und dann geht das Vertuschen weiter.

Dann aber macht er am Schluss des Interviews doch wieder Mut:

Die Welt: Wie groß ist Ihr Glaube an Integrationsmöglichkeiten?

Heinsohn: Ich glaube, bei der Frage der Integration gibt es weder Rassenprobleme noch Religionsprobleme, sondern nur Kompetenzprobleme. Aber wenn die Leute in der Schule versagen, von Hartz IV leben müssen und dann nur gesehen wird: das sind Afrikaner, das sind Muslime – dann wird das Kompetenzproblem überdeckt mit einem Rassenetikett oder einem Religionsetikett. Kompetenz ist der Schlüssel zur Integration.

Auch der Deutschlandfunk beschäftigt sich mit dem Phänomen „Taharrusch dschama’i“ (wie immer, wenn was aus Arabien kommt, gibts dafür verschiedenste Schreibweisen):

Die Täter des „taharrusch dschama’i“ sind zumeist Männer zwischen Pubertät und Heirat in urbanen Milieus. Viele sind unzufrieden und frustriert von den Restriktionen, die ihnen ihre Umgebung auferlegt: keine sexuellen Kontakte vor der Ehe. Nicht einmal ein Gespräch unter vier Augen zwischen einem fremden Jungen und einem fremden Mädchen wird gestattet. Aber zugleich öffnet einem das Internet ein Fenster auf die Welt des Sex, Drugs and Rock’n’Roll.

4: Die Stadt Bornheim hat ein grade erst erlassenes Schwimmbadverbot für männliche Flüchtlinge schon wieder aufgehoben. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass staatlich Stellen sich derzeit kopflos in Aktionismus flüchten, anstatt ruhig Blut zu bewahren und sich vor irgendwelchen Beschlüssen zu fragen, 1. was das für Folgen hat und 2. ob diese eigentlich im Einklang mit den Werten stehen, die wir angeblich verteidigen wollen.

5: Auf fisch+fleisch kritisiert die junge österreichische Bloggerin Tatjana Ana Stasia das selektive Gendern, nach dem es unbedingt „ExpertInnen, ArbeitnehmerInnen, AutorInnen, LehrerInnen, GemeinderätInnen, MitbürgerInnnen, PolitikerInnen, PolizistInnen, SchülerInnen, StudentInnen, WissenschaftlerInnen“ heißen muss, man aber von „mutmaßlichen AttentäterInnen, TerroristInnen, TäterInnen, MörderInnen, DiebInnen, KinderschänderInnen, DschihadistInnen, RäuberInnen, VerbrecherInnen“ fast nie etwas hört.

Kurznachrichten vom 14.01.2016

1: Ein paar neue Links zum Thema Kölner Silvester und der Kampagne #ausnahmslos. Auch wenn Arne Hoffmann auf Genderama diese schon verlinkt hat, will ich trotzdem darauf hinweisen. Ganz besonders hervorragend ist der Beitrag von Thierry Chervel beim Perlentaucher, der die Kampagne #ausnahmslos gekonnt analysiert und auseinander nimmt.

Zwar konzedieren die Autorinnen (irgendeine von ihnen wird darauf beharrt haben), dass „soziokulturelle und weltanschauliche Ursachen von Gewalt“ benannt werden sollen – aber diese Formulierung steht wie eine Insel im Meer der Ablehnung genau dieser Forderung.

Der Rest des Textes will die Identität der Täter verunklaren, weil „sexualisierte Gewalt nicht ‚islamisiert‘ werden darf“ und weil „reißerische und stigmatisierende Deutungen“ zu unterbleiben haben. Man soll das Offensichtliche – es waren zumeist nordafrikanische oder arabische Männer, und sie haben sich in eine Weise zusammengerottet, wie man es hierzulande nicht einmal vom Oktoberfest kennt – nicht mehr benennen können.

asemann.de hat sich gleich mit zwei guten Beiträgen hintereinander damit beschäftigt. Bei der FAZ kommentiert Ursula Scheer:

Sie nimmt die massenweisen Attacken, die – so verstörend der Tatbestand ist, man kommt an ihm nicht vorbei – ganz überwiegend Migranten aus dem islamischen Kulturkreis auf Frauen verübt haben, zum Anlass, diskursiv quasi in Sekundenschnelle vom Konkreten auf das Allgemeine umzuschwenken: sexualisierte Gewalt in Deutschland insgesamt. Das aber ist argumentativ eine Fluchtbewegung weg von dem bisher nicht Dagewesenen auf vertrautes Terrain, wo eingeschliffene feministische Narrative entfaltet werden können. […]

„Emma“ lässt auch den Deutsch-Syrer Alexander Hawa zu Wort kommen, dessen Tochter von arabischen Männern überfallen wurde. In einem offenen Brief an Migranten beschreibt er in einfachen Worten die Grundlage des Zusammenlebens in Deutschland: Respekt, Toleranz, Rechtsstaatlichkeit. Er formuliert Forderungen an Männer, die aus anderen Kulturkreisen ins Land kommen. Er geht damit viel offensiver vor als die Feministinnen von „#ausnahmslos“. Er ist kein Feminist. Er ist Demokrat. Das genügt.

2: Selbst von linker Seite (auf linksunten.indymedia.org) wird die Relativierung durch Verallgemeinerung von feministischer Seite mit zwei Artikeln kritisiert. Zitate:

„Die Empörung und Beschuldigung der betroffenen Frauen und ihr Anzeigeverhalten sind nur so groß, weil sie arabisch aussehende Menschen beschuldigen.“ Das finde ich schon schockierend unsolidarisch. Ich möchte gar nicht ausschließen, dass es im Einzelfall stimmt. Klar, es gibt Rassismus und das wirkt sich auch aufs Anzeigeverhalten aus. Trotzdem finde ich es sehr zynisch, einer Frau, die gerade sexuelle Gewalt erlebt hat, vorzuwerfen, dass es sie bei einem Deutschen nicht gestört hätte oder sie zumindest ihn nicht angezeigt hätte. Das hat mit Feminismus nichts zu tun.

Wenn also noch nicht einmal die Widersprüche in der eigenen Szene-Politik aufgelöst und auf den Grundkonflikt eingegangen werden kann, um hier eine sinnvolle Antwort zu finden, dann ist das Schweigen oder Verklären einer komplexeren Gemengelage wie zur Zeit in Köln durch die Linke kein Wunder.

Bei der Auseinandersetzung um die Geschehnisse in Köln konzentrieren sich die linken Debattenbeiträge demnach wenig überraschend auf die Relativierung der Dimension der Übergriffe, etwa mit dem Verweis auf das Oktoberfest. Das zweiwöchtige Oktoberfest mit zwanzig Anzeigen zu sexualisierter Gewalt bei 6 Millionen Teilnehmern ist nicht dieselbe Qualität, wie über 150 Anzeigen auf dem Kölner Bahnhofsvorplatz in der Silvesternacht. Das gilt auch für die Dunkelziffern. Besonders erschreckend ist jedoch das weitestgehende Ausbleiben feministischer Forderungen, wie sie zu erwarten wären, wenn es sich bei der betreffenden Gruppe betrunkener, übergriffiger Männer um zweifelsfrei „Biodeutsche“ gehandelt hätte.

3: Henryk M. Broder vergreift sich etwas im Ton, als er zwei Autorinnen vom Tagesspiegel wünscht, „dass sie vom IS nach Rakka eingeladen werden, um zu erfahren, was Rape Culture bedeutet.“ Allerdings kann ich die Wut verstehen, denn der von ihm kritisierte Artikel hat es durchaus in sich. Über die belästigten Frauen vom Domplatz:

Womöglich sind aber auch Frauen dabei, die gar nicht Opfer geworden sind, sondern aus politischer Überzeugung der Meinung waren, dass die Täter mit Migrationshintergrund oder die Flüchtlinge, die das Chaos auf der Domplatte für sexuelle Übergriffe ausgenutzt haben, abgeschoben gehören. Das hoffen sie womöglich mit einer Anzeige zu beschleunigen.

Womöglich. Ja das ist so, möglich ist alles, z.B. auch, dass die beiden Autorinnen reif für die Klapse sind. Broder meint dazu:

Diese Sätze, geschrieben von zwei Frauen, waren das Ekelhafteste, Mieseste, Widerlichste, was über die große Sause in Köln geschrieben wurde. Eine angedeutete Täter-Opfer-Umkehr.

Ich kann ihm nur beipflichten. Das dürfte das erste Mal sein, dass den Opfern von Köln von anderen Frauen Rassismus vorgeworfen wurde.

Den Tätern werden dagegen jedwede mildernde Umstände zugebilligt, so dass man den Autorinnen fast Maskulismus vorwerfen könnte:

Die organisierten Trickdieb-Banden, die offenbar schon lange zum Kölner Hauptbahnhof gehören, bestehen wohl überwiegend aus Nordafrikanern, die schon länger in Deutschland sind – aber offenkundig nicht angekommen sind. Eine echte Perspektive sehen sie für sich nicht, sonst wären sie wohl nicht zu professionellen Dieben geworden. […] In Köln zu Silvester sei auf dem Dom-Vorplatz eine Art „Freistil-Situation“ entstanden, in der die Grenzen zwischen diesen verschiedenen Lebensstilen ausgetestet worden seien. Dort hatten sich diejenigen versammelt, die sich eine besser organisierte Party in einer Kneipe, einem Club nicht leisten konnten, also vor allem junge Männer mit wenig Geld, und die womöglich auch keine Freunde haben, die sie zu einer privaten Party hätten einladen können. „Die wussten nicht, wohin sie sonst hätten gehen können. Und Bahnhofsvorplätze sind seit jeher die Orte, an denen ,Fremde’ zusammenkommen.“ […] Hier sei eine größere Gruppe junger Männer „in ein Niemandsland“ abgedrängt worden. „Es fehlte die zivilgesellschaftliche Mischung, die diese Dynamik hätte verhindern können.“

Dass sie es doch mal wieder nur gut mit migrantischen Männern meinen und nicht mit einheimischen, zeigen sie recht deutlich. Sie faseln davon…

Dass sie die Urangst des älteren weißen Mannes – die nehmen uns unsere Frauen weg – auf der Domplatte in der Silvesternacht ausagiert haben, war die größtmögliche Provokation einer Gesellschaft, die sie nicht aufnehmen will. […] Aber der Verlauf der Nacht hat genau die Urängste vor potenten, jungen, fremden, „wilden“ Männern geweckt, die nun im Mittelpunkt der Diskussion stehen.

Wenn man als Mann sexuelle Übergriffe missbilligt, kann das ja nur daran liegen.

4: Und dann gibt es noch einen erfrischenden Artikel auf der Welt „Frauen dürfen keinen Millimeter Freiheit abgeben“ von Inga Griese. Sie schreibt:

Also: Ich sag jetzt mal was zum arabischen, orientalischen, maghrebinischen – oder wie auch immer das politisch korrekt formuliert sein soll – Frauenbild. Und ich sage es am besten gleich: Ich will das nicht mehr. Ich will es nicht in meinem Europa. Und ich will mich nicht dafür entschuldigen müssen, dass ich es nicht will.

Uiuiui, bin ich jetzt mutig. Soll ich jetzt nicht doch besser hinterherschieben, dass ich nichts gegen Flüchtlinge und nichts gegen den Islam im Allgemeinen habe? […]

Auch das will ich nicht. Es ist zu abgedroschen. Und so wenig zielführend, wie zum Beispiel der Versuch von Politikerinnen wie Hannelore Kraft und Renate Künast in der Sendung „Hart aber fair“, die Kölner Vorkommnisse direkt in der großen Watte „sexuelle Gewalt im Allgemeinen“ zu versenken. […]

Wir sollten besser ruhig und ehrlich über religiös begründete Frauenfeindlichkeit sprechen und ihr mit aller Vehemenz entgegentreten. Ein altes Thema. Jetzt ist die Zeit, es selbstbewusst anzugehen, nicht in Bierzelte oder zu den Brüderles abzuschweifen, sondern dranzubleiben. Bedrückend genug, dass mehr oder weniger selbst ernannte neue Feministinnen das nicht vermögen.

5: Zur Kür des Wortes „Gutmensch“ zum „Unwort des Jahres“, gibt es einige kritische Kommentare, z.B. von Hugo Müller-Vogg, auf Sciencefiles.org und Schindluder und die Stuttgarter Nachrichten.

6: Auf der trotzkistischen Seite „Klasse gegen Klasse“ findet sich unter dem Titel „Bin ich Sexist oder was?“ Ja, bist du. 10 Tipps für linke Männer. eine Anleitung zur Selbstumwandlung in einen feministisch angepassten Mann aka kastrierten Wicht. Der gerät auch unfreiwillig komisch:

Beim Kongress eines reformistischen Jugendverbandes gab es ein Frauentreffen: Hier konnten weibliche Mitglieder unter sich diskutieren. Eine tolle, feministische Sache! Was haben die Männer währenddessen gemacht? Saßen in der Kneipe und tranken Bier. Nicht so toll. […]

Während eines Frauentreffens können Männer unter sich über Sexismus reflektieren – solche Diskussionen sind oft ergiebiger, als man erwarten würde. Alternativ können sich Männer in der Zeit mit Reproduktionsarbeit beschäftigen.

Fragt sich nur, wie die Männer in der freien Zeit das mit der „Reproduktionsarbeit“ auslegen.

Wenn das alles nötig ist, um kein Sexist zu sein, was Genossin Tabea Winter da so schreibt, dann bleib ich lieber Sexist.

Kurznachrichten vom 13.01.2016

1: Bei der FAZ gibt es einen süffisanten Kommentar dazu, wie Stefanie Lohaus, Mitherausgeberin der feministischen Zeitschrift „Missy Magazine“, vom Deutschlandfunk als Expertin für – ähm – nichts zu den Angriffen auf Frauen an Silvester in Köln interviewt wurde.

2: Hatte ich nicht vor zwei Tagen noch gemeint, das einzige, was noch fehlt in der Debatte, ist, dass die Frauen, die in der Silvesternacht Übergriffe erfahren haben, als Rassistinnen beschimpft werden? Das ist jetzt auch durch. Allerdings kam der Vorwurf nicht von Feministinnen, sondern anscheinend von Salafisten.

3: Kommentator „Teardown“ bringt bei Alles Evolution die Verlogenheit der Kampagne #ausnahmslos auf den Punkt:

Lackmustest für Feministinnen: Hätte es dieses hashtag auch gegeben, wenn Dutzende weisse Männer solche Übergriffe aus dem Mob organisiert hätten? Nach dem Motto: Ja das war schlimm, aber wir wenden uns gegen Gewalt gegen Frauen generell und müssen daher auch über gewalt von ausländischen Männern reden?

Na na na? Genau, völlig undenkbar.

4: Auf dem feministischen Blog gleichheitunddifferenz wurde ein durchaus vernünftiger Artikel mit dem Titel „(Sexuelle) Gewalt verharmlosen – eine Anleitung in 5 Schritten“ veröffentlicht. Ich habe die Anleitung um drei Schritte ergänzt:

Schritt 6: Bringen sie andere als Mittäter ins Spiel, die mit der Sache gar nichts zu tun haben

Die Täter gehören zu einer Gruppe, die Sie eigentlich beschützen möchten? Macht nichts! Andere, denen Sie lieber ans Bein pinkeln möchten, haben das doch sicher auch schon getan. Oder zumindest nicht in der Form, aber irgendwie halt. Hauptsache dass, wenn schon wer angeklagt werden soll, es dann doch die richtigen trifft! Starten Sie eine Kampagne, die das Blickfeld #ausnahmslos auf die neuen unbeteiligten Mittäter lenkt!

Schritt 7: Behaupten Sie, das sei alles nichts neues und das habe es schon immer gegeben

Vergleichen Sie den Vorfall mit zurückliegenden Vorfällen. Setzen Sie dabei die neuen Mittäter aus Schritt 6 ein und wenden sie ausgiebig Schritt 4 an. Übertreiben Sie die Anzahl der Taten beim Vergleichsfall. Setzen Sie auf absolute Zahlen, um zu verschleiern, dass 20 Fälle in zwei Wochen bei fast 6 Mio Besuchern ein bisschen weniger sind als 200 Fälle in einer Nacht bei max. 2000 Besuchern. Falls Ihnen irgendwer auf die Schliche kommt, ziehen Sie die Karte: Zahlen sind nicht so wichtig! Jeder Einzelfall zählt und ist einer zuviel!!!1!elf

Und schließlich ganz wichtig:
Schritt 8: Verdächtigen Sie die Opfer und ihre Fürsprecher

Bringen Sie unlautere Motive ins Spiel, die Sie den Opfern und ihren gesellschaftlichen Anwälten unterstellen. Standard-Vorwürfe wie Sexismus und Rassismus gehen immer.

5: Kaum ist #ausnahmslos gestartet, gibt es schon die ersten Parodien dazu, z.B. das Buch von petr@ müller_in, die den Satire-Twitter-Account @radarfurie betreibt: „weil ich* #ausnahmslos recht habe„.

Nachbemerkung: Ich lasse ab sofort meinen Usernamen hinter jeder Nachricht weg. Wenn kein Username aufgeführt wird, dann kann davon ausgegangen werden, dass die Nachricht vom Ersteller des Artikels ist.

Kurznachrichten vom 12.01.2016

1: Die Netz-Feministinnen Fraktion sieht nun langsam ein, dass sie mit dem Oktoberfest-Vergleich in Sachen Kölner Silvesternacht nun wirklich nicht weiter kommt. Selbst Renate Künast (Grüne), die gestern beim ARD-Talk „Hart aber fair“ einen wirklich schlechten Stand hatte, bemühte den Vergleich nicht mehr, sondern den weit passenderen mit den Vorgängen auf dem Tahrir-Platz in Ägypten. Immerhin. Dafür hat man jetzt eine neue Relativierungs-Kampagne aus dem Boden gestampft, inklusive passendem Hashtag: #ausnahmslos

Die üblichen Verdächtigen sind wieder dabei, angereichert mit einer ganzen Reihe von Musliminnen, man könnte also von #aufschrei 2.0 sprechen. Gepusht wurde er sofort von den politisch korrekten Leitmedien.

Selbstverständlich wurde der Hastag auch sofort wieder von Kritikern in Beschlag genommen. Das alles nachzulesen, überlasse ich Euch.

Mein Senf und asemann.de haben das bereits in Blogbeiträgen kommentiert. Ein wenig rustikaler geht der Blog Aufkreisch zur Sache.

2: Dazu passend gibt es einen hervorragenden Artikel von Samuel Schirmbeck in der FAZ über das Frauenbild in der muslimischen Welt. Zum Oktoberfestargument meint er:

Der Unterschied liegt darin, dass die sexuelle Gewalt in Nordafrika und im Nahen Osten zum Alltag gehört und dass in dieser Hinsicht dort permanent „Oktoberfest“ und „Karneval“ ist, denen sich keine Frau entziehen kann, indem sie diese Veranstaltungen meidet. Die Gewalt beginnt vor der Haustür auf der Straße. Nawel, eine algerische Mitarbeiterin, berichtete mir von regelmäßigen Übergriffen im Bus. Obwohl sie eigentlich die Verschleierung ablehnte, verhüllte sie sich für die Fahrt mit einem Hijab (Kopftuch). Das hielt Männer im Gedränge nicht davon ab, sich durch Reibung an Nawels Körper Befriedigung zu verschaffen. […]

Sexuelle Übergriffe sind in islamischen Ländern die Regel und nicht Ausnahmen. Eine Muslimin kann in Deutschland den Bus nehmen, ohne befürchten zu müssen, begrabscht zu werden, eine Europäerin in Nordafrika kann das nicht. Davon konnte ich mich während meines zehnjährigen Aufenthaltes in Algerien und Marokko überzeugen. Eine Muslimin kann in Deutschland auf den Markt gehen, ohne plötzlich Männerhände am Hintern zu spüren, eine Europäerin kann das in Nordafrika nicht. Westliche Frauen gelten bei vielen jungen Nordafrikanern als halbe Huren, weil „sie es ja schon vor der Ehe mit vielen Männern tun“. Selbst wenn sie mit ihrem siebenjährigen Sohn an der Hand – als Mutter sozusagen eine „heilige Kuh“ – weitab von allen Menschenmengen einen Spaziergang über eine Wiese machen sollte, dauert es nicht lange, bis junge Männer auftauchen, sich an sie drängen, nicht von ihr ablassen und ihr vulgäre Worte ins Ohr raunen. Die islamische Grundeinteilung der Welt in „Gläubige“ und „Ungläubige“ ermutigt den Übergriff auf „westliche“, gleich „ungläubige“ Frauen. Da hilft nur schnellste Umkehr und Verzicht auf jeden weiteren Spaziergang.

Zur Appeasement-Politik der linken, grünen und politisch-korrekten:

Die muslimische Dissidenz à la Necla Kelek, Seyran Ates, Taslima Nasreen, Hirsi Ali et cetera wurde von Linken und Linksliberalen in Deutschland kaum ernst genommen, wenn nicht sogar verhöhnt oder als „islamophob“ diffamiert. Meinungsfreiheit und Demokratie, so war zu lesen, seien nicht unbedingt Lebensformen, nach denen sich die arabische Welt sehne. Das gesamte linke und linksliberale Spektrum baute jedoch eifrig an einem Multikulti-Schutzprotektorat für das Kopftuch samt dahinter steckendem Frauenbild, den Hass auf den „Westen“, die Verschonung des Islams vor jeder Kritik. In diesem intellekt- und kritikfeindlichen Dunst konnten die Parallelgesellschaften aufblühen. Dieses Nicht-wissen-Wollen war unfassbar. Heute taucht diese Haltung im Zeichen der „Willkommenskultur“ und der „Der-Islam-gehört-zu-Deutschland“-Rhetorik wieder auf.

3: Die politische Debatte in diesen Tagen ist auch deswegen so interessant, weil alte Gewissheiten und Fronten komplett durcheinander gewürfelt werden. Die Rechten entdecken ihr Herz für Frauenrechte, die Linken entdecken, dass es so etwas wie Falschbeschuldigungen in Sachen Vergewaltigung gibt, aber natürlich nur, wenn die beschuldigten mutmaßlichen Täter Migranten sind. Und wenn man glaubt, es ist kaum noch zu toppen, entwickelt Alice Schwarzer Sympathien für PEGIDA.

 

 

Kurznachrichten vom 11.01.2016

1: Die Anzahl der Strafanzeigen in Köln ist inzwischen auf 516 gestiegen. Ca. 40 Prozent davon sind Anzeigen wegen Sexualdelikten. 200 sexuelle Übergriffe in einer Nacht, da müssen deutsche Lustmolche auf dem #oktoberfest schon lange für stricken. Ja, es stimmt, das hat es schon gegeben. In Ägypten, auf dem Tahrir-Platz. Aber nicht in Deutschland der letzten 50 Jahre. Wäre es so, wir wüssten davon, und die ersten, die es uns immer wieder aufs Brot schmieren würden, wären Feministinnen. /Aranxo

2: Ein neues Video von „Sargon of Akkad“ weist auf die Parallelen von Islamismus und Feminismus hin. Der Schlußsatz passt sehr schön zur aktuellen Beschwichtigungs-Diskussion und dem moralischen Desaster, das uns die Frontfrauen des modernen 3-Welle-Feminismus gerade vorleben: „It’s not rape, when a muslim does it“

In dieser Debatte fehlt nur noch, dass die Frauen, die in Köln belästigt wurden, als Rassistinnen bezeichnet werden, weil so ein bisschen Gegrapsche völlig überdramatisiert werde, wo doch die deutschen Männer die größeren Sexisten seien. Ich würde mich nicht wundern, wenn das auch noch kommt. /Aranxo

3: Heute auf Facebook fragte jemand:
„Warum sind Feministen jetzt schuld an den Taten in Köln?“

Meine Antwort:
„Das kann ich Dir sagen. Seit Jahr und Tag gibt es bei uns nur mickrige Integrationsbemühungen, und wenn überhaupt was getan wird, dann natürlich vorrangig für Frauen und Mädchen. Hör Dir doch die Schwesig an! Da wird immer sehr der Focus darauf gelegt, dass Frauen und Mädchen unbedingt in die deutsche Gesellschaft integriert werden müssten. Dafür ist Geld da. Jungs und Männer müssen sich wohl irgendwie selber integrieren, ohne große Hilfe. Wenn überhaupt mal Geld fließt, dann um ihnen gender-konform ihr konservatives Männlichkeitsbild abzutrainieren, und ihnen – wie den deutschen Männern auch – ein schlechtes Gewissen basierend allein aufgrund ihrer Existenz als Mann anzutrainieren, anstatt ein alternatives positives Männlichkeitsbild anzubieten. Dass das natürlich von mäßigem Erfolg gekrönt ist, ergibt sich von selbst. Da ist das alte Männlichkeitsbild dann doch attraktiver. Männliche Migranten haben in Deutschland die höchsten Schulabbrecherquoten und stellen die meisten ohne Schulabschluss (im Vergleich zu Migranten-Mädchen, einheimischen Jungs und einheimischen Mädchen) Die werden schlichtweg alleine gelassen, um die kümmert sich kaum jemand, weil ja trotz der inzwischen besseren Schulabschlüsse für Mädchen immer noch Mädchenförderung wie blöd betrieben wird. Jungsförderung? Fehlanzeige! Und dann kommt sowas wie Köln dabei raus.“

Selbstverständlich tragen die Hauptschuld natürlich immer noch die Täter selbst. Das will hier niemand relativieren. Aber eine Mitschuld würde ich schon dem zitierten Umstand geben. Und Politikern, die Polizeimittel kürzen und jegliche Bedenken wegen kultureller Unterschiede als Rassismus bezeichnen, wodurch erst das Klima des Wegsehens und der Leisetreterei entstanden ist. Die Kölner Silvesternacht ist eigentlich als das deutsche Rotherham zu werten.

Und bevor das hier falsch verstanden wird: Jedem, der Schutz sucht, muss Schutz gewährt werden. Solange er sich an die Regeln hält. Deshalb sind Willkommenskultur und Integration prinzipiell richtig. Aber nicht ganz so naiv, wie sie bisher betrieben wurden. /Aranxo

Kurznachrichten vom 10.01.2016

1: Der Anzeigenstand nach der Kölner Silvesternacht fühlt sich inzwischen so an:

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Aktueller Zwischenstand von 19:00 (ZDF heute) und 20:00 (ARD Tagesschau): 379.

Das ist ja fast dasselbe wie genau eine versuchte Vergewaltigung innerhalb von zwei Wochen bei 5,9 Mio Besuchern auf dem Oktoberfest von vergangenem Jahr.

2: Julia Schramm schießt mal wieder den Vogel ab:

3: Der Kommentator crumar erklärt bei Schoppe sehr eingänglich, wie es dazu kommt, dass Feministinnen wie Anne Wizorek und Anna-Mareike Krause keinerlei Unterschied sehen zu bisherigen sexuellen Übergriffen, die von deutschen Männern begangen wurden.

Wenn aranxo schreibt, Wizorek “leugnet (…) nicht nur die neue Dimension dieser Verbrechen sondern behauptet auch implizit, auch in Deutschland hätten sich vorher zu Dutzenden Männer zusammengerottet, um gezielt und verabredet massenhafte sexuelle Belästigung von Frauen zu begehen”, dann ist das nichts anderes als die logische Folge der Behauptung, in die Deutschland gäbe es, bzw. hätte schon immer eine “rape culture” gegeben.

Das aber heißt – in ihrer Ideologie zu – unterstellen, die Herstellung dieser rape culture ist “a conscious process of intimidation by which all men keep all women in a state of fear.” (Brownmiller)
Insofern kann es keine neue Qualität und keine “gezielte und verabredete” Form von sexueller Gewalt geben, denn das männliche Ziel der Etablierung von “rape culture” steht bereits fest. […]

D.h. damit werden die konkreten Täter von Köln lediglich zur temporären Exekutive klammheimlicher deutscher “Männerphantasien”. Also “Du willst es doch auch!” auf feministisch.

Oder anders: Wenn man sich die Überzeugung zusammen spinnt, alle Männer würden sich klammheimlich dazu verabreden, sexuelle Belästigungen bis hin zu Vergewaltigung zu tolerieren oder sogar zum Ziele der Unterdrückung der Frauen gutheißen, was nichts anderes ist als das, was der Begriff „rape culture“ unterstellt, dann sind die Taten von Köln tatsächlich nichts anderes als eine logische Folge dessen.

Crumar raunt von „Konsequenzen solcher generalisierenden Anschuldigungen“, die Feministen nicht verstünden, erklärt dies aber nicht. Dass man zunehmend Verbündete unter den respektvollen Männern verliert? Dass diese irgendwann keinen Grund mehr sehen, sich respektvoll zu verhalten oder Frauen zu helfen, da die Konsequenzen eh dieselben sind? Könnten die Vorgänge der Silvesternacht und die abstrusen Reaktionen der Feministinnen gar eine Initialzündung für die Männerechtlerszene werden, weil immer mehr Männer sehen, dass, egal wie anständig sie sich verhalten, sie dennoch von Feministinnen zu den Tätern gezählt werden?

Kurznachrichten vom 09.01.2016

1: Der Hamburger Grünen-Vize, Michael Gwosdz, befindet, alle Männer seien „potenzielle Vergewaltiger“. Und ich befinde, alle grünen Männer sind potenzielle Vollidioten. Gwosdz würde auch wunderbar zu den Pius-Brüdern passen, die Neigung zur Selbstkasteiung hat er ja schon. Diesen Müll muss man sich schon seit Jahren anhören. Das kann er ja gerne über sich selbst behaupten, aber ich ziehe mir diesen Schuh nicht an. Welcher Mann bei klarem Verstand glaubt eigentlich noch, grün wählen zu können? /Aranxo

2: Hamed Abdel-Samad fordert im Cicero eine offene Debatte über die konservative Sexualmoral im Islam. Seine These: Die massive Unterdrückung von Sexualität im Islam führt dazu, dass sie sich dadurch machmal komplett unkontrolliert Bahn bricht, was dann zu mehr sexuellen Belästigungen führt. Er macht das aber nicht alleine am Islam fest, sondern sieht das auch im hinduistischen Indien. Ich würde noch hinzufügen, dass es in früheren Jahrunderten auch im Christentum so war. Je rigider also die Sexualmoral, religiös begründet oder nicht, desto höher die Zahl der gewalttätigen sexuellen Übergriffe. /Aranxo

3: Die FAZ nimmt den Oktoberfest-Mythos der Netz- und Blog-Feministinnen von angeblich zehn Vergewaltigungen pro Jahr und einer Dunkelziffer von 200 auseinander. Die Zahlen der (wohlgemerkt: angezeigten, nicht verurteilten) Vergewaltigungen liegt seit Jahren deutlich unter zehn, und offizielle Dunkelziffern gibt es schlichtweg nicht, entspringen also allenfalls der Phantasie der Feministinnen. Hadmut Danisch berichtet auch darüber. Bereits einen Tag davor hat Don Alphonso das ins rechte Licht gerückt. /Aranxo

4: Bei Lucas Schoppes man-tau gibts auch eine Analyse davon, wie Anne Wizorek und Konsorten versuchen, das Narrativ festzuhämmern, die Vorgänge von der Silvesternacht seien gar nichts neues und das gäbe es in Deutschland schon immer. Im Klartext: Deutsche Männer würden sich also auch schon immer wieder zu Horden von mehreren Duzend zusammenfinden, um gezielt viele Frauen sexuell zu belästigen. Da hätte ich doch gerne einen einzigen Vorfall, der diese Beleidigung belegt. Den Wizorek sicher nicht bringen kann. Und damit nichts weiter als Relativierung betreibt, um die Schuld wieder den „richtigen“ in die Schuhe zu schieben, nämlich allen Männern, speziell den weißen. /Aranxo

5: Der „Mythen-Metzger“ war angeblich selbst am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht vor Ort. Hier sein Bericht:

/Aranxo

Kurznachrichten vom 05.01.2016

1: Der Spiegel berichtet über eine neue Verhütungsmethode für den Mann. Es besteht aus einem mechanischen Ventil für die Samenleiter. Das spannende daran: Im Gegensatz zu den bisherigen Meldungen über neue Verhütungsmethoden für den Mann ist es keine Zukunftsmusik für irgendwann vielleicht in ein paar Jahren, wenn denn Finanzierungen gesichert und klinische Tests durch sind. Es ist tatsächlich bereits im Einsatz, zumindest beim Erfinder selbst. Und noch besser: Durch einfaches Umlegen des Schalters an dem Samenleiterventil kann der Mann jederzeit selbst festlegen, ob er gerade fruchtbar oder unfruchtbar sein will. Es ist kein weiterer Eingriff eines Arztes mehr erforderlich. /Aranxo

2: Ebenfalls im Spiegel wird die Benachteiligung von Jungen in der Schule zum Mythos erklärt. Dass Jungs schlechter in der Schule sind, sei erstens eh schon immer so und zweitens liege es – gender-konform erklärt – selbstverständlich an den „veralteten“ Rollenbildern, denen Jungs nachhängen.

Als wichtigster Grund für die schlechteren Noten der Jungen gelten Rollenbilder, die das Verhalten prägen: Sich für die Schule anzustrengen, ist unter Mädchen akzeptiert, unter Jungen dagegen oft verpönt.

Zitiert wird selbstverständlich der berüchtigte Bildungsforscher Marcel Helbig, der immer wieder gerne herausfindet, dass Jungs einfach selber schuld sind, wenn sie in der Schule versagen. Man beachte hier die schwammigen Formulierungen wie

Als wichtigster Grund [..] gelten Rollenbilder

und

Sich für die Schule anzustrengen, vermuten die Forscher, gilt in Jungen-Cliquen häufiger als uncool. […]  Erfolg in der Schule […] passt offenbar nicht zum häufig vorherrschenden Männlichkeitsideal.

Mit anderen Worten: Das ist nichts weiter als ideologiekonforme Interpretation, Spekulation und Stochern im Nebel.

Wenn Schule für Jungs nicht so funktioniert, liegt es demnach nicht an den erwachsenen Lehrern und Lehrerinnen oder an den Bildungsplanern, sondern an den minderjährigen Jungs. Ist klar.

Mehr männliche Lehrer hält Helbig selbstverständlich für keine Lösung, denn die gäben Jungs genauso schlechte Zensuren. Und andere Gründe für mehr männliche Lehrer kann man sich schließlich nicht vorstellen. /Aranxo

3: Auf fisch+fleisch hat die Bloggerin „Lesespass“ ein hübsches Rührstück über Massentierhaltung verfasst, dabei die klare Rollenverteilung reproduziert und auch gleich ein wenig Männerbashing untergebracht. Das Opfer ist selbstverständlich weiblich (die Kuh) und die Täter sind männlich (Schlachthausmitarbeiter).

Ich finde auch, dass es ein Skandal ist, dass Frauen in Schlachthäusern völlig unterrepräsentiert sind. Wir sollten da eine Quote fordern, mindestens bis zu dem Prozentsatz, in dem Frauen Fleisch konsumieren!!!11!elf

Im Ernst: Es wird wohl nie aufhören, dass Frauen Männern gerne gewisse Drecksarbeiten überlassen, nicht nur in den Schlachthäusern, auch in den Armeen oder der Energieversorgung, davon genauso profitieren wie die Männer, dass diese Arbeiten erledigt werden, die Privilegien des Sich-Heraushaltens genießen, nur um die Männer hinterher als Brutalos an den Menschen und der Umwelt zu diffamieren und sich selbst als die empfindsameren Seelen zu stilisieren. Ich würde mich noch nicht mal wundern, wenn die Bloggerin „Lesespass“ ihr Männerbashing völlig unabsichtlich gemacht hat. Es gehört eben so zum Mainstream, dass es kaum noch auffällt. /Aranxo

4: Der OffTopic-Hinweis des Tages geht heute an die „Achse des Guten„, wo kleine Hinweise darauf gibt, woran es liegen könnte, dass das Vertrauen in die Mainstreammedien so gesunken ist. Wenn z.B. ein Massaker als Schießerei bezeichnet wird, obwohl nur eine Partei bewaffnet war. Wenn z.B. „schwere Krawalle nach einem rechten Aufmarsch“ (Merke: Rechte marschieren immer, auch wenn sie ganz normal gehen) stattgefunden haben, die Rechten an den Krawallen aber gar nicht beteiligt waren, sondern nur die linken Gegendemonstranten und die Polizei. Wenn dadurch verwischt wird, wer Täter und wer Opfer ist. Und vor allem, in welchen Fällen diese Verschleierung passiert und in welchen nicht. Denn die Verschleierung findet meist in den Fällen statt, in denen man die Täter aus ideologischen Gründen nicht so genau benennen will, weil es nicht ins Weltbild passt, z.B. um nur ja keinen Rassenhass oder „Islamophobie“ zu fördern. Ich für meinen Teil bevorzuge da lieber klare Meldungen, auch wenn sie mir nicht ins liebgewonnene Weltbild passen. /Aranxo

5: Das bemerkenswerte Ausbleiben eines #aufschreies aus dem feministischen Spektrum, wenn die Täter die falschen sind, also keine weißen heterosexuellen Männer, hat Birgit Kelle sehr schön kommentiert. /Aranxo

Nicht nur Männer sind Opfer von Gewalt

So jedenfalls könnte der Titel dieses Artikels lauten. Tatsächlich lautet er Frauen am Hauptbahnhof sexuell belästigt – Beinahe Massenpanik am Dom.

Keine Frage, eine schlimme Sache. Hervorheben möchte ich dabei, daß es sich hier nicht um Vergewaltiger, sondern um Räuber handelt. Der sexualisierte Aspekt war da meines Eindrucks nach nur Beiwerk, Männer in dieser Position würde halt geschlagen — auch in die Weichteile.

Was gibt es noch zu bemerken? Nun, es handelt sich um ein eher verwinkeltes Gebiet mit anschließender Rheinbrücke (Aussicht auf das Feuerwerk!) mit einem sehr schmalen Gang. Es war Silvester und das Gedränge maximal. Hunderttausende eher nicht nüchterne Partygänger. Männer kamen gewohnt Frauen zur Hilfe, und dies wohl unter dem Einsatz ihrer Gesundheit, wenn nicht gar ihres Lebens. Es gab laut Artikel 80 Körperverletzungen und diese gemeldete Zahl war sicherlich nur die Spitze des Eisbergs. Geschlecht der Opfer? Könnt Ihr selbst raten. Ich jedenfalls wäre nicht mal für viel Geld dort gewesen. Victim Blaming?

Halten wir also fest. Auch Frauen sind Opfer von Gewalt. Nur diese schafft es pointiert in die Presse. Der Rest ist egal. Männer sind Helfer und Beschützer von Frauen. Und MargretOnyx, falls Ihr mal wieder das Täterthema anrühren wollt: Die Täter waren wahrscheinlich Nordafrikaner. Ob Ihr nun sexistisch den Mann als Tätergeschlecht anprangern wollt oder rassistisch den Ausländer — es kommt auf dasselbe raus. Selten war es so offensichtlich wie hier.

http://www.ksta.de/koeln/sote-belaestigung-in-der-silvesternacht,15187530,33042472.html

http://www.ksta.de/koeln/-sexuelle-belaestigungen-sote-in-der-silvesternacht-,15187530,33047730.html?dmcid=sm_fb

PS: Bitte keine Migrantendiskussion unter diesem Artikel, Danke! Es gibt genug Bereiche wo dies diskutiert werden kann. Ggf sogar seriöse. Macht doch einfach einen anderen Artikel auf.

PPS: Wo ich bei Margret bin. HansGs Kommentare über Saudi-Arabien haben meine Aufmerksamkeit hier gelenkt. Saudi-Arabien exekutiert 47 Menschen an einem Tag. Frauen wurden nicht extra erwähnt? Das liegt dann wohl daran, daß keine Frauen dabei waren. Es sterben also entweder Frauen oder Menschen. Wie kann man auf die blöde Idee kommen, auch Männer würden in Saudi Arabien leiden?