Fundstück: Glaube an Verschwörungstheorie steht Erfolg im Wege

Klingt nach einer Selbstverständlichkeit, oder? Fügen wir doch ein wenig Kontext hinzu. Teardown schrieb bei Alles Evolution (Rechtschreibung angepasst):

Es gehört zu einem der größten Vorteile als Frau, immer im Moment des Scheiterns die Schuld bei Männern suchen zu können. Keine Karriere gemacht? Männer haben blockiert. Nicht Präsidentin geworden? Männer haben nicht gewählt.

Ist auch völlig egal, ob diese Einschätzung von allen geteilt wird, Frau selbst glaubt das und bewältigt so nie wirklich zu 100 Prozent eigenes Scheitern. Wie bequem ist’s doch, andere dafür verantwortlich zu machen.

Bei Männern ist’s vollkommen illusorisch. Jeder Mann scheitert als Mann und nicht, weil er Mann ist. Dieser Splitter ist so riesig im Feminismus. Das ist unfassbar. Jede Kritik an Frauen ist frauenfeindlich. Jedes Scheitern von Frauen ist frauenfeindlich. Jede kritische Darstellung von Frauen ist frauenfeindlich.

Feminismus ist Ausdruck hyperfragiler Feminität, die eben außer ihrer Geschlechtlichkeit, welche sie immer überbetont, nichts Identitätsstiftendes anbieten kann. Nichtfeministische Frauen sind gefestigter. Die beziehen ihre Identität z.B. aus sinnlicher Beziehung zu Männern oder z.B. durch Kinder. Feministinnen zeichnen sich durch die Abwesenheit dieser beiden Merkmale überwiegend aus.

Ihnen bleibt nichts als ihr Frausein. Und daher nimmt ihr Frausein auch so einen hohen Stellenwert ein. Es muss die die innere Leere füllen. Eigentlich traurig.

Ich finde, dass Teardown am Anfang des Kommentars unzulässig verallgemeinert. Was dort steht, gilt nur für die kleine Minderheit von Frauen, die an das Patriarchat glauben. Wenn man mit dieser bewussten Einschränkung im Kopf den Kommentar noch einmal liest, ist er jedoch sehr treffend.

Der „große Vorteil“ ist natürlich in Wirklichkeit ein riesiger Nachteil, um im Leben klarzukommen. Mit dem Glauben an Verschwörungstheorien wie das Patriarchat und dem Konstruieren von Dolchstoßlegenden ist man allgemein schlecht vorbereitet, um sich der Realität zu stellen, etwa um eigene Fehler zu analysieren. Das ist das Gegenteil von geistig starken Menschen, die die Verantwortung für Probleme nicht auf die Vergangenheit, andere Leute oder einfach abstrakt die ganze Welt schieben.

Es braucht daher auch keine mächtige, im geheimen operierende Gruppe, die gegen einen arbeitet: Wenn man davon ausgeht, dass man die Faktoren, die über Erfolg und Misserfolg entscheiden, nicht beeinflussen kann, wird man sich unbewusst selbst ausbremsen. Die schlechte Stimmung färbt außerdem negativ aufs Umfeld ab. Wer möchte mit jemandem arbeiten oder jemanden unterstützen, der ständig klagt, dass sich alle gegen ihn verschworen haben? Am Ende führt man den Misserfolg, den man sich selbst prophezeiht hat, selbst herbei, und wiederholt ihn immer wieder.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Wo es um Lieder zum Thema Verschwörungstheorien geht: Von Fefe empfohlen!

Mike Wagner: Chemtrails At Night

Fundstücke: Patriarchatssitzung, radikalfeministische Weltsicht und der leider doch misslungene Comic

Via Kommentar von gerks bei Erzählmirnix bin ich auf folgenden Comic gestoßen:

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(Quelle)

Da musste ich doch gleich an die Patriarchatssitzung denken, auf der ich folgenden kritische Frage stellte:

Wenn wir jede einzelne Frau (bzw. jeden einzelnen Menschen, der nicht weiß/heterosexuell/männlich ist) unterdrücken können und das bis in den Alltag von jedem durchdrücken können, wenn wir durch Rollenbilder in Werbung und Popkultur und abwertende Sprüche jede Frau auf Linie bringen können: Ja, warum gewöhnen wir als erstes einigen Frauen nicht das ständige Meckern ab? Das mögen wir Männer doch gar nicht. Wieso lassen wir das also zu?

Wie’s so ist, man schaut sich mal um nach weiteren interessanten Beiträgen und so fand ich dann eine Analyse des radikalfeministischen Blicks auf diese Welt:

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Quelle)

Ein dritter Comic, diesmal ursprünglich von Lauren Southern, zeigt allerdings sehr deutlich die Probleme von überzogener Satire:

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(Quelle)
Hier ist der Rassismus im Ergebnis doch deutlich zu erkennen: Eine rein WEISSE Fläche!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? „Ist denn die ganze Welt verrückt geworden?“ ist die passende Frage bei manchen Absurditäten, die durch die Medien geistern (und dann wenigstens zu solchen Comics inspirieren).

The Go-Go’s: The Whole World Lost Its Head

Fundstück: Was macht das coole Patriarchat für den einfachen Angestellten?

Der von mir als Gastartikel verwendete Kommentar von Leszek hat einige sehr interessante Kommentare ausgelöst. Ich hoffe, die Diskussion geht noch weiter!

Ein Punkt, der dort genannt wurde, waren gewaltfreie Aktionen, die mit wenig Aufwand viel Effekt erzeugen können. Dafür braucht man natürlich künstlerische Begabung und Kreativität.

Das bringt mich zum heutigen Fundstück. Evan Delshaw hatte ich bereits erwähnt. Vergangenen Monat hat er ein neues, gut gemachtes Video veröffentlicht:

Paying with Privilege

Keine zweieinhalb Minuten lang, mit Humor, gleichzeitig werden eine ganze Reihe Fakten genannt. Kein einfaches Abfilmen vor der Webcam, sondern mit Aufwand produziert.

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Es geht nicht darum, dass jetzt jeder solche Videos machen muss und darunter gar nichts geht. Ich freue mich erst einmal, dass solche schönen Sachen entstehen. Für die Frage, was ich selbst machen kann, ist es aber ein guter Denkanstoß, einmal verschiedene gute Aktionen zu sehen.

Was wäre denn die einfachste Folgeaktion? Deutsche Untertitel für diejenige, die des Englischen nicht so mächtig sind? Den Clip verbreiten über die üblichen Kanäle?

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Da gab’s doch mal ein Lied über Videos…

The Buggles: Video Killed The Radio Star

Fundstück: Evan Delshaw und das Universitäts-Orientierungs-Video für Männer

Ein Video nennt alarmierende Zahlen: 160% aller weiblichen Schüler und Studenten werden vergewaltigt! (*) Da Männer von Natur aus zu Vergewaltigungen neigen, muss man sie darüber aufklären, dass das nicht gut ist. Endlich gibt es ein Video, das männlichen Schülern und Studenten zeigt, wie sie sich zu benehmen haben!

University Orientation Video

Evan Delshaw war mir zuerst durch seine gut gemachte Anita-Sarkeesian-Parodie aufgefallen. Der junge Mann hat aber mehr in petto, so etwa eine Krisensitzung des Patriarchats (ähnlich wie seinerzeit bei Christian Schmidt). Er nimmt auch ein feministisches Podiumsgespräch auseinander oder präsentiert seine feministische Marketingagentur und ihre tollen Erfolge.

Schön finde ich, wie er die verquere Logik von Anita Sarkeesian auf die Schippe nimmt. Dabei ist er gut angezogen und gepflegt und hat offensichtlich technischen Aufwand getrieben, anstatt das Video einfach vor seinem Computer zu drehen:

Feminist Fails with Frequency – Delshaw Daily

Ab 1:22 zitiert er ihren astreinen Catch-22 aus einem ihrer frühen Videos: Sie behauptet sinngemäß, je mehr man glaube, von etwas nicht betroffen zu sein, desto mehr sei man betroffen. (Es ging um Einfluss von Medien auf das eigene Weltbild, also etwa Darstellung von Frauen als hilflos.) Mit der Logik lassen sich auch Hexenprozesse führen: Entweder man gibt es zu und die Schuld ist erwiesen, oder die Tatsache, dass man es nicht zugibt, zeigt, wie sehr man schuldig ist. „Je mehr man abstreitet, ein gefährlicher Massenmörder zu sein, desto wahrscheinlicher ist man einer.“

Gegen 3:59 weist er auf ein interessantes Dilemma hin: Würde man aus Anita Sarkeesians Leben ein Spiel machen – würde sich das nicht erst recht der Kritik aussetzen müssen, eine Frau einseitig und unnötig als hilfslos darzustellen?

Es erinnert an eine Frage, die ich über Dr. Matt Taylor gelesen habe: Hätte er sich ein Hemd machen lassen mit halbnackten Femen-Mitgliedern, wäre das dann sexistisch oder befreiend gewesen?

(*) Es hat ja niemand gesagt, dass die Zahlen stimmen müssen.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal ein Stück von der Band Feuerschwanz, deren Name bereits andeutet, dass sie unanständige Lieder machen. Ich habe sie Ende 2005 gesehen: Eine lebenslustige Truppe, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt, bei der Frauen mitmachen und den Zuschauern auch einfach mal Met in den Mund gegossen wird. Leider versteht nicht jeder soviel Spaß. Das hat zuletzt anscheinend dafür gesorgt, dass ein Auftritt abgesagt werden musste. Na, dann erwähnen wir das umstrittene Stück doch am besten!

Feuerschwanz: Wunsch ist Wunsch

Hat jemand das Patriarchat gesehen?

Angeblich leben wir in einem Patriarchat. Behaupten zumindest die Feministen. Was ist denn so ein Patriarchat? Nun, etymologisch ist es die Herrschaft des Vaters. Davon kann ich heutzutage beim besten Willen nichts entdecken. Was der Feminismus mit dem Wort meint ist auch etwas anderes, nämlich eine Gesellschaft die von Männern dominiert und beherrscht wird. Deswegen wird gelegentlich auch das zutreffendere Wort Androkratie benutzt.

Zwar haben wir heute eine Bundeskanzlerin, aber tatsächlich sind in unserer Gesellschaft die meisten mächtigen und einflussreichen Menschen Männer. Nur erschließt sich daraus noch nicht was am Patriarchat schlecht sein soll; immerhin wird der Begriff von Feministen fast immer in einer sehr abwertenden Weise gebraucht. Was dabei immer mitschwingt ist die Idee, dass Herrschaft und Dominanz der Männer Unterdrückung der Frauen bedeutet, also dass Männer ihre Macht zum Nutzen von Männern und auf Kosten von Frauen benutzen. Was außerdem mitschwingt ist, dass Frauen von der Macht ausgeschlossen werden.

Zunächst zu letzterem Vorwurf. Hierfür gibt es keinerlei Belege. Ganz im Gegenteil gibt es von staatlicher Seite zahlreiche Initiativen und Programme die dazu führen sollen, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. In einigen Fällen gibt es sogar explizite Quotenregeln die einen Mindestanteil von Frauen vorschreiben. Einfach auf die Frauenanteile zu zeigen und das als Beweis für Diskriminierung zu werten ist nicht zulässig, denn es gibt zahlreiche Unterschiede zwischen Frauen und Männern, so dass man ohne Diskriminierung keine paritätische Verteilung aller Spitzenposten erwarten sollte. Wenn es also offensichtliche Fälle von Frauenbevorzugung und keine soliden Hinweise von Männerbevorzugung gibt, ist es abstrus zu behaupten, Frauen (qua Frauen) würden von der Macht ausgeschlossen.

Nun zur Behauptung, Männer würden ihre Macht und ihren Einfluss benutzen, um Männern auf Kosten von Frauen zu helfen. Hier fehlt wiederum jeglicher Beleg. Es gibt a priori keinen guten Grund dafür anzunehmen, dass Männer andere Männer bevorzugt behandeln. Immerhin sind viele Männer mit Frauen verheiratet, haben Mütter, Schwestern, Töchter, Cousinen, Tanten und Nichten. Etwas anderes wäre es, wenn zum Beispiel eine bestimmte ethnische oder religiöse Gruppe eine dominante Rolle einnimmt. Da in der Regel die meisten Verwandten und Freunde der gleichen Religion oder Ethnie angehören werden, gibt es hier berechtigten Grund, sich über Bevorzugung von Mitgliedern der dominanten Gruppe Sorge zu machen.

Es gibt also a priori keinen guten Grund, von einer Benachteiligung von Frauen auszugehen. Wenn wir uns aber nun die Gesetze anschauen, sehen wir sogar das Gegenteil. In einigen Punkten sind Frauen bessergestellt. Mir ist kein einziges Gesetz in Deutschland bekannt, das Frauen gegenüber Männern benachteiligt. Auch in der Rechtsprechung und in der Umsetzung des Rechts sind mir keine Praktiken bekannt, die Frauen benachteiligen. Wohl aber welche die das Gegenteil tun. So gab zum Beispiel der deutsche Richter Ulrich Vultejus unumwunden öffentlich zu, er gestatte angeklagten Frauen in Strafverfahren einen „Frauenrabatt“ und seine Kollegen würden das auch ähnlich handhaben. Breite öffentliche Empörung? Fehlanzeige.

Um dann doch irgendwelche Benachteiligungen aufzuzeigen, werden immer abstrusere Argumente aufgefahren. Es werden statistische Unterschiede aufgezeigt bei denen Frauen schlechter abschneiden, beispielsweise die „Lohnschere.“ Warum das kein gutes Argument für Diskriminierung ist, wurde oben schon gezeigt. Man kann aber auch ohne Probleme Bereiche finden, in denen die Statistiken schlechter aussehen für Männer, beispielsweise die viel höhere Selbstmordrate von Männern oder die niedrigere Lebenserwartung. (Auch diese sind für sich genommen natürlich noch kein Beleg für Diskriminierung gegen Männer.)

In letzter Zeit auch sehr beliebt ist der Verweis auf unsere angeblich patriarchalische Sprache. Nun wird im Deutschen freilich häufig das generische Maskulinum benutzt. Das aber nun als Benachteiligung von Frauen aufzufassen ist schon ziemlich weit hergeholt. Wer sich über derartige „Probleme“ echauffiert, dem sind wahrscheinlich längst die wirklichen Argumente ausgegangen. Auch ist es meines Erachtens noch keinem Feministen gelungen, einen adäquaten Ersatz für das generische Maskulinum zu finden. Doppelnennungen („Bürgerinnen und Bürger“) sind langatmig und umständlich, das Binnen-I („BürgerInnen“) ist unästhetisch, widerspricht den traditionellen Regeln der Rechtschreibung und ist schwer aussprechbar. Von besonders absurden Kreationen wie „Bürgxs“ will ich lieber gar nicht erst sprechen. Es hat auch keine dieser Sprachkreationen einen besonders großen Rückhalt im Volk. Ob sie sich durchsetzen werden ist fraglich.

***

Aber schauen wir uns doch einmal das Problem von der umgekehrten Seite an. Nehmen wir an, es gäbe ein Patriarchat welches, wie der Feminismus befürchtet, sicherstellt dass die Macht in Männerhand bleibt und dass Männer auf Kosten von Frauen profitieren. Was würde ein solches Patriarchat tun?

Zunächst mal würde es gelten, Frauen von der politischen Macht auszuschließen, also aktives und passives Wahlrecht nur für Männer. Damals bei der Einführung des Frauenwahlrechts muss der Patriarchat wohl gerade nicht aufgepasst haben. Vielleicht ist die ganze Sache einfach untergegangen in dem ganzen Aufruhr den es damals gab wegen all den Patriarchen die im Ersten Weltkrieg gestorben waren. Wie man schon sieht, sind Männer offenbar ziemlich unfähig als Unterdrücker. Der unterdrückten Klasse freiwillig das Wahlrecht zu geben ist so ziemlich das dümmste was eine Unterdrückerklasse tun kann.

Es ist schon ziemlich erstaunlich, dass die Gruppe von Menschen die verantwortlich für die überwiegende Mehrheit aller wissenschaftlichen, technischen, künstlerischen und kulturellen Errungenschaften ist, nicht einmal die einfachsten Prinzipien der Unterdrückung zu verstehen scheint. Ein Dreijähriger könnte einen besseren Plan zu Unterdrückung der Frauen ausarbeiten.

Viel plausibler ist es, dass es kein Patriarchat in diesem Sinne gibt, und auch nie gegeben hat. Das Verhältnis der Geschlechter zueinander war schon immer komplex und kann nicht durch eine einfache Theorie der einseitigen Unterdrückung und Ausbeutung erklärt werden.

Das SCUM-Manifest von Valerie Solanas. Satire in Vollendung?

(Füllartikel. Der 9, ist noch frei. Meldet euch!)
Die wenigsten haben es gelesen. Die vielen die es tatsächlich kennen, stehen meist dem darin enthalten krassen Geschlechterrassismus nicht allzu fern. Trotzdem spielt es oft in Diskussionen rund um Geschlechterkampf oft eine Rolle.

Die Rede ist von der Schrift: „Manifest der Gesellschaft zur Vernichtung der Männer“ (Society for Cutting up Men, SCUM), das von einer Frau namens Valerie Solanas verfasst wurde. Diese Frau verübte einen Mordanschlag auf Andy Warhol weil sie „ihn zutiefst verachtet“.
Ihr Werk wurde von Sara Stridsberg ins Schwedische übersetzt und dort von vielen Feministas begeistert aufgenommen.  Ein Theaterstück das daraus 2010 gemacht wurde, erfreut sich großer Beliebtheit nicht nur in radikalfeministischen Kreisen in Schweden und auch außerhalb.
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Ein persönliches Wort noch. Ich halte SCUM nicht für Satire, sondern für einen, in eine Welterlösungsphantasie gegossenen, Hassschrei für den begangenen Seelenmord durch den Mißbrauch durch den Vater und für die damit verbundene geraubte Kindheit und Jugend. Eine innere Abrechnung mit dem ganzen Leid und dem Schmerz dem sie ausgesetzt war. Ich denke sie hat diese Schrift todernst gemeint.

Dieser Schrei, dieser Hass und dieser unendliche Schmerz ist in allen Missbrauchsopfern zu finden. Auch in den männlichen die von Frauen mißbraucht wurden. Manche schaffen es nach jahrzehntelangen Therapien sich ein wenig davon zu lösen. Und viele untherapierte Opfer von Männern, finden heutzutage im radikalen Feminismus und diesen Ideen die den Hassgefühlen Form, Inhalt und eine Art Rationalität verleihen, Erlösung aus diesem Wutstau.
Der Feind ist identifiziert. „Bildet Banden, macht sie platt!“,#killmostmen.  (Gebt mir ein Messer ich bring die Drecksau um, die mir das angetan hat)
Wenn sich alle weiblichen Überlebenden der Seelenmorde, alle Frauen die sexuellen Übergriffen ausgesetzt waren und sind, die von Männern verübt wurden und werden, in dieser Phantasie langsam zusammenfinden, dann wird es wirklich gefährlich. Der geballte Hass auf den Freund,  den Onkel, den Großvater, den Bruder,  den Vater.  Die Vernichtung des Patriarchats, Die Bestrafung der Täter, die Auslöschung aller Vergewaltiger. Der Versuch endlich Frieden zu finden. Nachdem die Schweine endlich das bekommen haben was sie verdienen. Denn alle Männer sind Schweine.
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Dies sind Auszüge aus der Schrift dieser Frau,

Das SCUM-Manifest

Das Leben in dieser Gesellschaft ist ein einziger Stumpfsinn, kein Aspekt der Gesellschaft vermag die Frau zu interessieren, daher bleibt der aufgeklärten, verantwortungsbewußten […] Frau nichts anderes übrig, als die Regierung zu stürzen, das Geldsystem abzuschaffen […] und das männliche Geschlecht zu vernichten.

Heute ist es technisch möglich, sich ohne Hilfe der Männer […] zu reproduzieren und ausschließlich Frauen zu produzieren. Wir müssen sofort damit beginnen.

Der Mann ist eine biologische Katastrophe: Das männliche y-Gen ist ein unvollständiges weibliches x-Gen […]. Mit anderen Worten, der Mann ist eine unvollständige Frau, eine wandelnde Fehlgeburt, die schon im Genstadium verkümmert ist.

Mann sein heißt, kaputt zu sein; Männlichkeit ist eine Mangelkrankheit, und Männer sind seelische Krüppel. Der Mann ist völlig egozentrisch, in sich selbst eingekerkert und unfähig, sich in andere hineinzuversetzen oder sich mit ihnen zu identifizieren, unfähig zu Liebe, Freundschaft, Zuneigung oder Zärtlichkeit. Er ist ein vollkommen isoliertes Einzelwesen, unfähig zu irgendwelchen Beziehungen mit anderen.
Seine Reaktionen kommen aus den Eingeweiden, nicht aus dem Gehirn; seine Intelligenz ist lediglich Werkzeug seiner Triebe und Bedürfnisse; er ist unfähig zu geistiger Leidenschaft, geistigem Kontakt […].

Er ist ein halbtoter, reaktionsloser Klotz, unfähig, Freude und Glück zu geben oder zu empfangen; so ist er bestenfalls ein altes Ekel oder ein harmloser Tropf […].

Der Mann ist irgendwo im Niemandsland zwischen Mensch und Affe stehengeblieben, wobei er noch schlechter dran ist als die Affen […].

Obwohl er ausschließlich physisch existiert, ist der Mann nicht einmal als Zuchtbulle geeignet […], unfähig, eine lustvolle, sinnliche Nummer zu schieben […], die körperliche Empfindung, die er aufzubringen mag, ist gleich Null, […] er versetzt sich nicht in seine Partnerin hinein, sondern ist von der Idee besessen, ob er einen erstklassigen Auftritt hinkriegt, ob er seinen Klemptnerjob gut hinter sich bringt.

Den Mann ein Tier zu nennen, heisst, ihn zu schmeicheln […].

Der Mann ist psychisch passiv. Er haßt seine Passivität, darum projiziert er sie auf die Frauen, definiert Männlichkeit als Aktivität und versucht dann, dies sich selbst zu beweisen […], vor allem beim Vögeln. Da er versucht, einen Irrtum zu beweisen, muß er diesen Beweis immer und immer wieder antreten. Das Vögeln ist für ihn ein zwanghafter Versuch zu beweisen, daß er keine Frau ist. Aber er ist passiv und will eine Frau sein […].

Der Mann muß ständig zwanghaft kompensieren, daß er keine Frau ist. Dadurch, und durch seine Unfähigkeit zu menschlichem Kontakt und zum Mitleid hat das männliche Geschlecht die ganze Welt in einen Scheißhaufen verwandelt.

Er ist verantwortlich für:

  • Krieg […]
  • Geld […]
  • Ehe, Prostitution, Arbeit […]
  • Vaterschaft […]
  • Angst, Feigheit, Schüchternheit, Unsicherheit, Demut, Passivität […]
  • Unterdrückung der Individualität […]
  • Unterdrückung der Intimität […]
  • Autorität, Regierung […]
  • Philosophie, Religion, Moral […]
  • Allgemeinbildung, Dummheit […]
  • Unterdrückung des Gesprächs und der Freundschaft […]
  • Kultur […]
  • Mißtrauen, Zensur […]

Wie die Menschen ein vorrangiges Lebensrecht gegenüber den Hunden haben, so haben die Frauen ein größeres Lebensrecht als die Männer. Die Vernichtung sämtlicher Männer ist daher eine gute und rechtliche Tat; eine Tat, die sich zum Wohl der Frauen und Segen aller auswirken würde.

Wie dem auch sei, diese moralischen Forderungen bleiben abstrakt, da die Männer sich mit der Zeit selbst eliminieren werden. […]
Aber SCUM ist ungeduldig […] und wenn die große Mehrzahl der Frauen SCUM wäre, dann würden sie innerhalb weniger Wochen die vollständige Kontrolle über dieses Land gewinnen […]. Zusätzliche Maßnahmen […] könnten darin bestehen, daß die Frauen das Geldsystem abschaffen, […], daß sie plündern und sich weigern, den beschissenen Gesetzen zu gehorchen […].

Sogar ohne die Männer zu verlassen, könnten die Frauen – wären sie sich nur über das Maß ihrer Überlegenheit und Macht über die Männer bewußt – die vollständige Kontrolle über das Ganze innerhalb weniger Wochen erobern und können die totale Unterwerfung der Männer unter die Frauen erreichen. In einer gesunden Gesellschaft würde der Mann folgsam hinter der Frau hertrotten […].

SCUM wird die Rundfunkmedien […] übernehmen und […] Ehe-kaputt spielen, sich zwischen gemischte (männlich-weibliche) Paare drängen und sie auseinanderjagen.

SCUM [wird] Dreckseminare einrichten, bei denen jeder männliche Teilnehmer seine Rede mit den Worten beginnen wird: „Ich bin ein Dreck, ein schmutziger, gemeiner Dreckskerl.“ […]

Einige Beispiele für die widerlichsten, schädlichsten Typen sind: Frauenschänder, Politiker […] miese Schlagerstars und Musiker […] Aufsichtsratsvorsitzende, Hausbesitzer […] Geizhälse […] Polizisten […] Lügner und Angeber, Diskjockeys […] Grundstücks- und Börsenmakler, Männer, die den Mund aufmachen, wo sie nichts zu sagen haben; Mänber, die faul auf der Straße rumlungern und die Landschaft mit ihrer Anwesenheit verschandeln […] alle Männer in der Werbebranche […].

Die Versuchung ist groß, auch die weiblichen […] Heuchler usw. zusammen mit den Männern zu beseitigen, aber das wäre undurchführbar, weil dann niemand mehr übrig bliebe […]

[…] Ist das Geld einmal abgeschafft, dann wird es nicht mehr nötig sein, die Männer zu töten; sie werden ihres einzigen Machtmittels über die psychologisch unabhängigen Frauen beraubt sein […].

Alle Frauen werden damit beschäftigt sein, die wenigen noch offenen Fragen zu lösen […]: Dazu wird eine völlige Neuordnung des Ausbildungssystems gehören, damit Millionen Frauen binnen weniger Monate für hochqualifizierte intellektuelle Arbeit ausgebildet werden können […]. Ferner werden Probleme um Krankheit, Alter und Tod gelöst […].

Die wenigen überlebenden Männer mögen ihre kümmerlichen Tage mit […] Drogen weiterfristen, als Travestiten in Frauenkleidern herumstolzieren oder passiv die superdynamischen Frauen in voller Aktion bewundern
[…] oder sie können gleich um die Ecke zum nächsten Selbstmord-Center gehen, wo sie unauffällig, schnell und schmerzlos vergast werden.

 

„cis-Männer sind machthungrig, besitzgierig und jederzeit zur Vergewaltigung bereit“

(Ich verwende hier das sprachlich generische Maskulinum.Warum erkläre ich hier. Der Grund ist ganz einfach. Gleichgewicht)
Ich denke, der Titel empört. „Wie kann @ZuerstMensch nur?“.  „Das ist ungeheuerlich“, „Was soll das heißen? Alle Männer sind Verbrecher?“.  Ja, es ist eine Grenzüberschreitung. Es geht jedoch hier nicht darum den Lieblingaller-Preis zu gewinnen, sondern um Aufmerksamkeit für ein Anliegen. Der Grund für die Provokation sollte bis zum Ende des Beitrags klar auf der Hand liegen, sonst war meine Mühe vergeblich.

Denn es geht um den Schutz unserer Menschenrechte.  Genauer gesagt, mir um Menschenrechte mit Schwerpunkt „zufällig männlich geboren“.  Männerrechte werden bereits, heute hier bei uns, mit Füßen getreten.  Es reicht einen Penis zu haben und sie haben in vielen Fällen vor Gericht die Täterkarte und die Frau die den Mann beschuldigt, die Opferkarte gezogen.  „Schuldig bei Verdacht“ oder Schuldvermutung kann man problemlos dazu sagen. Oder wie es in einem Tweet ausgedrückt wurde „nur 8% aller Vergewaltiger werden verurteilt„.  Darin, in diesem „Angezeigte sind auch Vergewaltiger“ drückt sich eine Misandrie aus,  ein Geschlechterbild, dass man eigentlich nur noch Geschlechterrassismus nennen kann. Solche Menschen legen die gleiche Gesinnung an den Tag, wie jene vor 100 Jahren bis heute, die voller Gewissheit waren und sind, dass eine andere Hautfarbe, eine andere Abstammung, ein anderer Geburtsort, also ein bestimmtes Geburtsmerkmal bedeutet, dass es sich um schlechte, minderwertige Menschen handelt muß und das sie selbst die Besseren sind.

Es ist eine. um es ganz deutlich zu sagen, faschistoide Gesinnung.  Und dieser Teil der sich im  Feminismus versteckt ist gefährlich.  Und daher kämpfe ich dagegen. Nicht gegen den  Feminismus, die Frauenbewegung ist nichts anderes als eine Menschenrechtsbewegung mit Schwerpunkt „zufällig weiblich“ und es gibt genügend Feministen die alle Menschen gleichwertig sehen, wenn sie auch primär nur für ein Geschlecht kämpfen. Dieser faschistoide Teil allerdings, die sich ihre Ideen offenbar aus der menschenverachtenden Idologie der Valerie Solanas und ihres Buches „SCUM“ holen, kann sich darin perfekt verbergen und ausbreiten. Schritt für Schritt.
Habe mal einen Spruch gelesen: „Der Faschismus wenn er wieder auftaucht wird dies nicht im alten Gewand tun, er wird ein neues Kleid anziehen, so dass man ihn nicht erkennt“.

Die nachfolgende Auflistung von Merkmalen des Faschismus ist weder wissenschaftlich, noch vollständig:

  1. Es ist wichtig, dass alle mit gleichem Merkmal sich als eine Gruppe verstehen, der man einredet dass sie die bessere ist, als die andere von der man sich absetzten möchte. Und dabei lässt man sich von nützlichen Idioten der anderen Gruppe unterstützen.
  2. Unwichtig ist, dass diese Gruppe mit den Angehörigen der minderwertigen Gruppe in der Gesellschaft vorerst eng zusammenlebt. Es ist nur wichtig, die andere Gruppe von der Eigenen mit pauschal negativen aufgrund des Merkmals zugeschriebenen Eigenschaften zu unterscheiden. Und der Eigenen positive zuzuordnen.
  3. Jede Kritik an dieser Ideologie die Menschen per unterscheidendem Merkmal in gut und schlecht teilt, muß lächerlich gemacht werden, alle Kritker als Idioten oder Querulanten gemarkt werden.
  4. Es müssen Gründe erfunden werden, den Hass plausibel machen und es muß dieser Hass überall publiziert werden wo immer es geht.
  5. Wichtig ist es die Masse der Gesellschaft gegen diese Anderen aufzuhetzen. Dazu ist es wichtig der Gruppe pauschal ohne Rücksicht auf individuelle Situation ein Vorteils- und Unterdrückungsverhalten vorzuwerfen. Reich sein in irgendwelchen Formen und angeborene Besitzgier.  “SIE sind für Not und Elend verantwortlich“,  “SIE haben die Krise verursacht” “SIE unterdrücken uns“. Das rechtfertigt dann auch die Vorbereitung von Gewalt gegen diese feindlich bezeichnete Gruppe.
  6. Es muß eine unsichtbar wirksame Konstruktion geschaffen werden, von der man behauptet das sie von der anderen Gruppe beherrscht wird, die aber nur für diejenigen klar erkennbar wird, die in die Erkennung dieses weltweiten  Unterdrückungssystems  geschult wurden. Dazu ist die Merkmalsideologie möglichst in alle Bildungseinrichtungen einzuschleusen.  Halte die andere Gruppe ab, weiter dort tätig sein zu können.
  7. Ständige Wiederholungen, dass (entgegen aller Fakten) ein Teil der Bevölkerung gesamt Opfer der Tätergruppe ist, fördern ein Bedrohungsgefühl für die eigene Gruppe.
  8. Über die demokratischen Institutionen dringt man in die Gesetzgebung vor und schafft Schutzmechanismen die in jedem Fall ohne Berücksichtigung von Faktoren die auch andere Erklärungen anbieten würden, die ganze Gruppe mit diesem einem Merkmal pauschal als gefährlich darstellt.
  9. Besonders wichtig ist die andere Gruppe klar als Feinde zu kennzeichnen und Zweifel an der angeborenen Bösartigkeit aufgrund dieses Merkmals sofort zu bekämpfen.
  10. Niemals darf erkennbar sein, dass es darum geht, die Gruppen mit gleichem Merkmal vollständig zu trennen. Es ist durch Verwendung aller Mittel soviel Hass aufzubauen, dass ein Zusammenleben immer weniger sinnvoll erscheint. Hilfreich dabei sind wieder Menschen die nur Gutes wollen. Ganz wichtig aber dabei ist, wird mit Täuschung gearbeitet, darf diese nicht mehr als solche erkennbar sein.
  11. Es müssen Bereiche aufgebaut werden,  in denen man die eine von der anderen Gruppe komplett trennen kann („Nur für …“) und dafür gesorgt werden, dass die andere keine solchen Exklusivräume mehr hat.
  12. Durch Gesetze die Kritik an der Merkmalsideologie unter Strafe stellen ist noch vorhandene Gegenwehr gegen die Entrechtung einzuschränken und auszuschalten.

Warum das Wort Geschlechterrassimus? Nichts unterscheidet eine Herabwürdigung einer Gruppe Menschen per Geschlecht und Sexualverhalten (cis-Mann), von der, bei der ebenfalls nur die Geburt ausschlaggebend war,  sei es wegen angeborener Hautfarbe, wegen eines Geburtsortes den man nicht frei wählen kann oder weil man von Eltern abstammte, die und alle ihre Vorfahren und Nachkommen per menschenverachtender Definition zu Untermenschen deklariert wurden.

Das Schicksal hat zuweilen eine sehr grausam ironische Art. Es wurde von den diesen Sympathisanten der SCUM-Lehre  ein verächtlicher Begriff für die Herabwürdigung aller heterosexuellen Männer gewählt, der sehr eigenartig vertraut klingt in unseren OhrenDas macht besorgt, mich zumindest. Aber ich bin auch leicht zu irritieren.