Warum ich mich über 400.000 Männer und 40.000 Frauen freue

Die Studie des BMFSFJ, Männer-Perspektiven: Auf dem Weg zu mehr Gleichstellung? (PDF), wurde unlängst bei Genderama zweimal und dann noch heute bei Alles Evolution zum Thema gemacht. Die zitierten Aussagen sind tatsächlich dazu geeignet, Hoffnung zu machen.

Der „engere Kern des Maskulismus“ mache aber nur etwa ein Prozent der männlichen Bevölkerung aus.

Arne Hoffmann kommt dadurch auf ca. 400.000 Männer – und das ist wohlgemerkt nur der harte Kern! Später werden noch 0,1% der Frauen genannt. Also kommen noch einmal 40.000 Frauen hinzu.

Der Fehler der Studie: Man wollte den Maskulismus kleinreden durch solche mageren Prozentangaben, übersah dabei aber, dass dabei immer noch große absolute Zahlen herauskommen. Ich erinnere mich an einen ähnlichen Fall, erwähnt in einem CCC-Video (ich meine mit Martin Haase… oder Fefe?). Regierung oder Geheimdienst wollte die Bevölkerung in Sicherheit wiegen mit der Angabe, 99% der Bürger in Deutschland würden ja nicht abgehört. Leider entspricht das noch immer einer komplett abgehörten Großstadt. Auch spätere Korrekturen (99,9% oder 99,99%) ergaben zu hohe Fallzahlen.

Gemeint war: Das sind ganz wenige! In Wahrheit ist das schon eine gefährliche Menge. 1% können sich übers Internet organisieren. Der Effekt für einzelne Versprengte kann sein: Oh, ich bin nicht der einzige.

Letzten Endes stünde auch die allergefälligste Studie vor dem Problem, das Doppeldenk im Weltbild der Auftraggeber zu bedienen: Einerseits gehört dazu „Jeder mit gesundem Menschenverstand ist für uns“, andererseits „Wir werden von Männerhorden bedroht, die uns auf offener Straße guten Tag wünschen.

Diese Männer sähen in der Gleichstellungspolitik nur ein Synonym für die unnötige Frauenförderung.

Das liegt nur daran, dass sie es bis jetzt gewesen ist. Ich würde statt „unnötig“ lieber „einseitig“ verwenden.

Genderstudien – also Studien, die sich mit gesellschaftlichen Rollenbildern von Frauen und Männern auseinandersetzen – würden von dieser Gruppe kategorisch als „pseudowissenschaftlich“ und „ideologisch“ eingestuft.

Herzlichen Glückwunsch, richtig erkannt! Es ist nichts gegen eine echte Geschlechterwissenschaft einzuwenden – sie muss nur wissenschaftichen Ansprüchen genügen, also in diesem Fall die Biologie als Grundlage, nicht als konkurrierende Lehre oder Irrglauben sehen und ohne ideologische Scheuklappen durchs Leben gehen.

Gleichzeitig begreift die Mehrheit der Männer das Thema „Gleichstellung“ symmetrisch: Aus ihrer Sicht muss Gleichstellungspolitik gleichgewichtig die Gleichstellung von Frauen wie die Gleichstellung von Männern in den Blick nehmen. Das verlangt, nicht einfach nur die verschiedenen Themen der Frauen-Gleichstellung auf Männer zu übertragen, zu spiegeln oder „männlich zu deklinieren“, sondern einen eigenen neuen Blick zu entwickeln für die Bedürfnisse und Anliegen von Männern in ihrer Vielfalt heute. So sind 60% der Männer der Auffassung, dass sich Gleichstellungspolitik noch nicht ausreichend mit den Anliegen der Männer befasst.

Beachtlich, dass diese Einstellung so klar gebracht wird. Das ist die Kernüberzeugung von dem, was unter Männerrechten und Maskulismus vertreten wird.

Am häufigsten äußern junge Männer (68 %; besonders stark 26 %) den Wunsch nach einer offensiveren, differenzierten und systematischen Gleichstellungspolitik für Männer. Hier zeigt sich ein Generationeneffekt: Von den älteren zu den jüngeren Altersgruppen steigt der Anteil derer, die eine Gleichstellungspolitik für die Anliegen der Männer fordern, von 47% auf 68 %.

Bonus: Gerade die jüngeren Männer sehen das so. Also kein „alte Männer“-Bashing möglich. Hier ist er, der neue Mann!

Überhaupt, dass sich 60% der Männer gegen Gleichstellung aussprechen, obwohl diese Position in den Massenmedien und dem öffentlichen Diskurs als „rückständig“ oder „nazigleich“ verkauft wird. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass das eine gefällige Studie sein sollte… man kann das zwar noch so drehen, dass plötzlich „60% der Männer rückständige Nazipositionen unterstützen, diese bösen Männer mal wieder“, aber es bleibt doch der Eindruck, dass diese Propagandaschlacht trotz Dauerbeschallung verloren wurde. Im übrigen: So sieht das aus, wenn die eigene Persönlichkeit kein zartes Pflänzchen ist, die sich vom Gerede der Umgebung beliebig formen läßt.

Die gute Nachricht lautet also: Selbst in Veröffentlichung des ideologischen Gegners läßt sich anscheinend nicht mehr verschweigen, dass es auch Leute gibt, die die Welt ganz anders sehen, und einige der Positionen werden sogar korrekt wiedergegeben.

Selbst solche Teilerfolge sind begrüßenswert: Als Erzählmirnix einen eher weniger gelungenen Comic veröffentlichte, führt das laut den Kommentaren bei Alles Evolution dazu, dass überhaupt einmal Leute auf Maskulismus aufmerksam wurden. Die neugierigen, offenen, vielleicht auch ein wenig unzufriedenen, geistig hungrigen Leute sind die, die man zuerst erreichen kann!
Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Egal, was die ganze Studie sagt – von diesen Ausschnitten habe ich gute Laune! Ich lass mir das Leben nicht verdrießen!

Nik Kershaw: I Won’t Let The Sun Go Down On Me

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Fundstücke: Adrian, Tristan Rosenkranz und Lucas Schoppe zu „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“ von Arne Hoffmann

Christian Schmidt hat bei „Alles Evolution“ Artikel zu verschiedenen Büchern veröffentlicht, in denen er Leser fragt, wie diese ihnen gefallen haben. Ich halte es für sinnvoll, einige der Besprechungen separat zu veröffentlichen, weil man sie dadurch leichter wiederfindet und auch direkt auf sie verweisen kann. Besprechung von einführender Literatur in ein Thema – übrigens ausdrücklich auch solche der „Gegenseite“ – hat ohnehin mehr Platz in den Blogs verdient.

Nachdem es letzte Woche um „Männerbeben“ ging, ist diesmal „Plädoyer für eine linke Männerpolitik, ebenfalls von Arne Hoffmann.

Adrian (Schwulemiker):
Männer, jetzt geht’s los!

Tristan Rosenkranz (Gleichmaß e.V.)

Ich hab das Buch auch gelesen und verbleibe mit wenigen Worten bei einer absoluten Empfehlung: faktensatt, extrem gut und weitläufig recherchiert, unaufgeregt und gerechtfertigterweise als Standardwerk zu bezeichnen. Wer meint, schon hinreichend über die Felder männlicher Benachteiligung zu wissen, wird mit diesem Buch noch zahlreiche Fakten dazu gewinnen.

Lucas Schoppe (man tau):

Auch ich hab das Buch gelesen, und auch ich finde, dass es ein Standardwerk von Geschlechterdiskussionen ist. Wer es nicht kennt, und wer sich damit nicht ernsthaft auseinandergesetzt hat, kann nicht für sich beanspruchen, auf dem Stand der Diskussion zu sein. (Das gilt also vermutlich für den größten Teil feministischer Gender-Anbieter.)

Das liegt einerseits an dem hier schon mehrfach erwähnten unendlichen Faktenreichtum. Anstatt (im Stile des Twitter-Feminismus à la Wizorek) einfach zu behaupten und um das eigene Selbstgefühl zu kreisen oder (im Stile des hermetisch-akademischen Feminismus à la Butler) abstrakt und losgelöst zu formulieren, belegt Arne alles, was er schreibt, vielfach – und dies mit einer weltweiten Perspektive. Gerade auch dieser ungeheure Faktenreichtum hat es mir übrigens sehr schwer gemacht, eine einzelne Rezension darüber zu schreiben.

Übrigens wäre das m.E. ein sehr sinnvolles Projekt, um das Buch zu unterstützen. Ein so extrem belegreicher Text braucht eigentlich dringend ein Register, um die Orientierung darin zu erleichtern und die Fakten auch leicht zugänglich und auffindbar zu machen. Vielleicht könnte man das auch in einer gemeinsamen Arbeit erstellen – wenn sich verschiedene Akteure jeweils ein Kapitel vornehmen. Ich würde jedenfalls gern auch in Vorleistung treten und für ein Kapitel schon einmal anfangen.

Das Buch hat noch einen zweiten Aspekt, der wichtig ist: nämlich einen tief traurigen. Arne tritt für einen integralen Antisexismus ein – eine geschlechterübergreifende Politik, die sich gegen Diskriminierungen von Frauen UND Männern richtet. Die Linke aber, die Bündnispartner für eine solche humane – und eben nicht nur: feministische – Geschlechterpolitik sein könnte, gibt es nicht mehr. Oder: Sie wird zumindest institutionell nicht mehr vertreten. Eigentlich hätten sich Politiker der Grünen, der Linken oder der Sozialdemokraten begeistert oder zumindest interessiert auf dieses Buch stürzen müssen, um damit die Diskussionen in ihren Parteien auf eine andere Grundlage zu stellen.

Stattdessen gibt es dort nur – wie ja gerade die Verleumdungen des Bundesforum Männer-Vorsitzenden Rosowski gegen den Gender-Kongress wieder zeigen – desinformierende Abwehrhaltungen.

Überhaupt hatte Leszek damals, als das Buch erschien, meiner eben formulierten Einschätzung dazu mit sehr guten Gründen widersprochen. Auch wenn die Bündnispartner in den Parteien fehlten, hätte die Formulierung einer linken Männerpolitik für die männerpolitischen Diskussionen selbst eine sehr wichtige Bedeutung gehabt. (…)

So oder so: Wer geschlechterpolitisch auf dem Stand der Diskussion sein will, kommt um das Buch wirklich nicht herum.

Lucas Schoppes ursprüngliche Rezension:
Warum Linke die Männerrechtler brauchen (aber Männerrechtler die Linken nicht)

Leszeks Erwiderung:
Über den Sinn linker Männerpolitik

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Ich finde dieses Lied sehr passend zum Buch, weil es sehr ernst klingt, aber auch einen hoffnungsvollen Unterton hat. Außerdem geht es um Unterstützung in schlechten Zeiten.

The Pretenders: I’ll Stand By You

Warum sogar mir Detlef Bräunig einmal sympathisch ist

Laut Massenmedien erodiert das Vertrauen in den Journalismus. Ich glaube denen kein Wort davon!

Über Cuncti wurde ich auf ein Lehrstück in Sachen Medienkompetenz aufmerksam. Detlef Bräunig alias Leutnant Dino, Betreiber des Männermagazins, wurde vom SWR2 zum Thema Männerrechtler interviewt. Um sich den Aha-Effekt nicht zu versauen, sollte man zunächst das gesamte, von Bräunig selbst mitgeschnittene Interview ansehen.

SWR-Sommerinterview mit Leutnant Dino aka Detlef Bräunig vom Männermagazin

Und danach kurz lesen, was der SWR2 daraus machte. Bräunig schildert seine Sicht der Dinge im Männermagazin: Die kleinen Tricks der Journalisten.

Ich finde das Interview aus mehreren Gründen erstaunlich: Zum einen kommt Detlef Bräunig deutlich sympathischer rüber, als ich ihn bisher wahrgenommen hatte. Bei Lucas Schoppe kam er nicht gut weg. (Anlass für die Erwähnung war ein Fernsehauftritt, bei dem sich die Einladenden darauf verlassen hatten, dass er polarisierend wirken würde.)

Artikel wie „Rassistenehe / Die binationale Ehe oder der Rassist“ sind für mich schauerlich. Ich kann da keine – wie im Interview angegebene – humorvolle Übertreibung erkennen. Es klingt für mich so, als sei das absolut ernst gemeint. Kurios, aber wahr: Ein Journalist, der Detlef Bräunig als Beleg für Poltrigkeit von Männerrechtlern nehmen will, bräuchte kein langes Interview zu führen in der Hoffnung, der Interviewte würde sich irgendwann verplappern. Er könnte einfach Textpassagen aus solchen Artikeln übernehmen.

In dem Video ist Bräunig jedoch freundlich, wägt seine Worte gut ab und behauptet auch nicht, die einzige wahre Sicht auf die Welt zu haben. Er wirkt wie ein Mann, der durchaus Enttäuschungen im Leben hinter sich hat und einige jüngere, vielleicht etwas naive Männer vor einigen Klippen warnen möchte. Von vielleicht mal zwei Stellen, wo er einmal etwas über „die Frauen“ sagt oder etwas begeisterter einen gröberen Spruch abläßt, gibt es eigentlich nichts, bei dem man ihm das Wort im Mund herumdrehen könnte. Bei einem ungeschnittenen Video ist das eine beachtliche Leistung, zumal es sich nicht um ein „Sommerinterview“ im Sinne von nur harmlosen Fragen handelt, sondern sehr ernste und schwierige (weltanschauliche) Themen angesprochen werden. Insgesamt entstand bei mir der Eindruck, dass man mit so jemandem ein Bier trinken gehen würde und auch wenn man ihm nicht in seinen Einschätzungen zustimmt, zumindest ein paar interessante Gespräche führen könnte.

Nebenbei ist mir aufgefallen, dass er für einen 49-jährigen doch beneidenswert schlank zu sein scheint und auf ein gepflegtes Äußeres Wert legt. So holt er sich seine Brillen in New York. Dieser Aspekt mag oberflächlich sein, ich finde ihn für die Außenwirkung (wie etwa bei Evan Delshaw) sehr wichtig.

Auf der anderen Seite erinnerte ich mich an gruselige Artikel, in den ausländische Frauen als Zierfische bezeichnet wurden, die besonders teuer im Unterhalt sind. Dazu der immer wieder ordinäre Tonfall.

Beim Stöbern fand ich heraus, dass er inzwischen über dasselbe Thema auch zwei Videos gemacht hat. Die klingen trotz ähnlichen Inhalts ein ganzes Stück besser. Zudem veröffentlichte er nach Folge 4 („Ist eine Frau aus dem Ausland die bessere Wahl?“), in der er wie in den Artikeln eigentlich vor der Enttäuschung warnt, eine Folge 5 („Der Import einer ausländischen Frau“), in der er Tipps gibt, wie man die Angebetete doch nach Deutschland bekommt. Ich finde seine Einschätzung nach wie vor ziemlich hart, aber zumindest scheint er den Leuten nicht vorschreiben zu wollen, welchen Weg sie zum glücklich werden gehen zu haben.

Was auch immer Detlef Bräunig für ein Mensch ist – er hat es verdient, anständig behandelt zu werden. Mit der Demonstration, was das öffentlich-rechtliche Radio aus einem Interview mit ihm macht, hat er einen klaren moralischen Sieg errungen.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Da im Artikel schon die Rede von Brillen war, hatte ich das folgende Lied im Kopf.

Corey Hart: Sunglasses At Night

Gastartikel: Leszeks Kritik an den Thesen zum Maskulismus

Auf „Alles Evolution“ sind gestern Thesen zum Maskulismus (von Lightyear) erschienen.

Der Stammkommentator Leszek, welcher sich nicht zu schade ist, in ellenlangen Kommentaren verschiedene Strömungen des Feminismus und Maskuslismus zu differenzieren, hat auch hierzu einen Kommentar geschrieben. Vom Autor des Blogs Meinungen und Deinungen kam die erste Reaktion: „Sehr schöne Zusammenfassung, hätte einen eigenen, verlinkbaren Blogpost verdient.“

Das läßt sich machen! Ich hatte ja ohnehin schon früher „angedroht“, eine „Wir zitieren Leszek“-Aktion zu machen, und nehme das als Anlass, dies in die Tat umzusetzen. Der Kommentar selbst hat natürlich ebenfalls Kritik und Kommentare verdient (er wurde ja auch bei Christian Schmidt diskutiert). Ich habe mir erlaubt, ein wenig Formatierung und bessere Verlinkung durchzuführen; inhaltlich bleibt es dasselbe.

“Was würdet ihr gegen Lightyears Thesen anführen?”

Die Thesen sind komplett unwissenschaftlich, ohne Kenntnis männerrrechtlicher Literatur, männerrechtlicher Strömungen und Theorien und der Männerrechtsbewegung nahestehender Organisationen.

“1. Im Maskulismus sind Männer immer Opfer”

Der Maskulismus lehnt die Auffassung ab, dass Männer eine privilegierte Klasse seien:

Die Ablehnung der Theorie von Männern als privilegierter Klasse als zentraler Ausgangspunkt maskulistischen Denkens

Er verweist auf Diskriminierungen, Benachteiligungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen, von denen Jungen und Männer betroffen sind (Männerbewegung, Was wir wollen, Rezension zu „Plädoyer für eine linke Männerpolitik“), versucht die Existenz dieser Mißstände zu belegen, ihre Ursachen zu erforschen, diese Mißstände in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und Mittel und Wege zu ihrer schnellstmöglichen Beseitigung zu finden.

Es gibt im linken und liberalen Maskulismus aber keine Theorie, nach der Frauen eine privilegierte Klasse seien analog zu der Auffassung, dass Männer eine privilegierte Klasse seien im vorherrschenden Feminismus. Dafür gibt es im linken und liberalen Maskulismus aber theoretische Ansätze, um zu versuchen Diskrimierungen, soziale Problemlagen und Menchenrechtsverletzungen bezüglich beider Geschlechter zu erfassen.

Der zentrale Vordenker der Männerrechtsbewegung Warren Farrell sprach von der bisexistischen Rollenverteilung, durch die beide Geschlechter diskrimimiert werden, der Philosoph David Benatar thematisiert gegen Jungen und Männer gerichteten Sexismus auf eine Weise, die sich gleichzeitig auch gegen Sexismus wendet, von dem Mädchen und Frauen betroffen sind, der Soziologe Christoph Kucklick analysiert Männerfeindlichkeit in ihrer historischen Dimension bei gleichzeitiger Kritik jeder Frauenfeindlichkeit, außerdem gibt es im linken Maskulismus das Konzept des integralen Antisexismus, das eine geschlechtsübergreifende Perspektive auf geschlechtsbezogene Diskriminierungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen anstrebt, welche Männer, Frauen, Intersexuelle und Transgender theoretisch, wissenschaftlich und politisch berücksichtigt.

Solche integrierenden Ansätze fehlen im zeitgenössischen Mainstream-Feminismus komplett, es gibt sie nur bei dissidenten Feministinnen aus dem Spektrum des liberalen Feminismus. Allerdings müssen diese integrierenden Ansätze im Maskulismus noch genauer ausgearbeitet werden, um sie stärker zur Geltung zu bringen.

“2. Maskulisten haben keine Praxis”

Der Männerrechtsbewegung nahestehende Organisationen wie MANNdat, Gleichmaß, Agens und Väteraufbruch für Kinder haben selbstverständlich eine Praxis.

Es trifft allerdings zu, dass es in der Männerrechtsbewegung in Deutschland im Gegensatz zu anderen sozialen Bewegungen leider bislang keine gewaltfreien Aktionsgruppen gibt, die mit Hilfe der potentiell sehr wirkungsvollen Methoden des zivilen Ungehorsams und der gewaltfreien direkten Aktion versuchen berechtigte männerrechtliche Anliegen in der Öffentlichkeit bekanntzumachen und Sympathie und Interesse für diese zu wecken. Die Durchführung von gewaltfreien Aktionen, die geeignet sind Sympathie und Interesse für männerrechtliche Anliegen in der Öffentlichkeit zu schaffen, wäre m.E. ein wichtiger nächster Schritt für die Männerrechtsbewegung.

“3. Maskulisten bashen Feminismus, haben sonst keine eigenen Ideen”

Das Schwerpunktthema des Maskulismus sind Diskriminierungen, Benachteiligungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen, von denen Jungen und Männer betroffen sind. Um diese bekannt zu machen und die falsche Auffassung, Männer seien eine privilegierte Klasse zurückzudrängen ist eine Kritik am heute in westlichen Gesellschaften vorherrschenden Feminismus (Radikal-/Gender-/Staatsfeminismus) unvermeidbar, da diese mit ihren medial, akademisch und politisch leider zur Zeit noch einflussreichen einseitigen und falschen Konzepten zu männlichen Diskriminierungen beitragen.

Allerdings ist der vorherrschende Feminismus nur einer von mehreren Aspekten, die zu männlichen Diskriminierungen beitragen. Nicht in den zentralen männerrechtlichen Büchern, aber auf manchen männerrechtlichen Blogs wird einer Analyse der Ursachen männlicher Diskriminierungen in multikausaler und intersektionaler Perspektive m.E. manchmal zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

“4. Maskulisten wünschen sich ihre Privilegien zurück, die vor 50 Jahren noch hatten.”

Männer waren auch vor 50 Jahren und davor keine privilegierte Klasse (Wehrpflicht, schwere und gefährliche Arbeiten als typische Männerjobs, Einschränkung der persönlichen Entfaltung und der freien Wahl der Lebensweise durch traditionelle Geschlechterrollen). Im linken und liberalen Maskulismus will niemand dahin zurück. Im konservativen Flügel der Männerrechtsbewegung gibt es auch Einzelpersonen, die traditionelle Geschlechterrollen bejahen, aber diese Leute sind irrelevant für die maskulistische Theorie.

Arne Hoffmann schreibt in seinem Buch “Plädoyer für eine linke Männerpolitik” zu den Nachteilen der traditionellen Geschlechterrolle für Männer:

„Diese Ablehnung (von traditionellen Geschlechterrollen als Leitbild) ist innerhalb der Männerbewegung allerdings keineswegs neu. Bereits im Jahr 1981 erklärte der amerikanische Männerrechtler Fredric Hayward in einer Rede, die er bei dem Nationalen Kongress für Männer hielt: „Wir dürfen die Frauenbewegung nicht umkehren, wir müssen sie beschleunigen. Die Befreiung der Männer ist kein Backlash, denn es gibt nichts an den traditionellen Geschlechterrollen, wozu ich zurückkehren will.“
Auch ich habe in meinen Veröffentlichungen immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass vielen von uns Männerrechtlern der Feminismus nicht zu weit gehe, sondern nicht weit genug. Der Rosenheimer Sozialpädagoge Wolfgang Wenger, einer der Pioniere einer linken Männerrechtsbewegung in Deutschland, vertritt eine ähnliche Haltung: „Persönlich beschäftigt mich noch die Frage nach der Ausgestaltung eines modernen Maskulismus“, verrät Wenger in einem Interview, „da mir einseitige und falsch verstanden altmodische Männerbilder ein Greuel, weil einengend sind. Mir geht es sehr darum, Männlichkeit und Jungenhaftigkeit in all seiner Vielfalt wahrzunehmen und zu akzeptieren und vor allem, diese Bilder positiv zu besetzen.“

In meinem im Frühjahr 2012 veröffentlichten Essay „Vergesst die Rechten!“ habe ich dazu schon Wesentliches ausgeführt. Aufhänger war dabei eine Diskussion, die ich auf Facebook mitverfolgt hatte. Einer der Teilnehmer, den ich seinem Profil nach dem Lager der Neuen Rechten zuordnen würde, ereiferte sich darüber, wie wenig es in unserer sichtlich zugrunde gehenden Kultur noch ganz normaler Konsens sei, dass ein Mann sein Leben gibt, um das einer Frau zu schützen. Neugierig geworden erkundigte ich mich danach, ob er damit meinte, dass eine Frau ein höheres Recht auf Leben als ein Mann habe. Ich erhielt zur Antwort, ja, so sei es, das wisse man doch schon von Schiffsunglücken, wo es „Frauen und Kinder zuerst“ heiße. Ich fragte nach, mit welcher Begründung denn eine Gruppe von Menschen ein höheres Recht auf Leben als eine andere genießen solle. Mein Gesprächspartner teilte mir mit, das sei doch offenkundig: Frauen würden „die Brut“ austragen und seien damit von wesentlich größerer Bedeutung als Männer für den Fortbestand der menschlichen Rasse (von der Nation vermutlich ganz zu schweigen). Ich hakte unverdrossen noch einmal nach und erkundigte mich, ob er dann auch der Ansicht sei, dass eine nicht mehr gebärfähige Frau ein geringeres Recht auf Leben habe als eine, die in der Lage ist, noch viele Kinder auszutragen. Mein inzwischen immer mürrischer gewordener Gesprächspartner grummelte etwas davon, dass ich allmählich auf den Trichter kommen würde zu kapieren, wie in einer gesunden Volksgemeinschaft die Hierarchie des Rechts auf Lebens geregelt sein sollte. Andere Männer aus seinem politischen Umfeld begannen ihm beizuspringen. Gegenwind bekam er außer von mir bezeichnenderweise nur von einer Frau, die seine Einstellung als so reaktionär bezeichnete, wie sie war: entweder weil diese Frau die Etablierung der hierarchiefreien Menschenrechte noch mitbekommen hatte, die für meinen Gesprächspartner wohl nur ein weiteres Verfallssymptom unserer Gesellschaft darstellten, oder weil sie witterte, dass mit dem angeblichen höheren Lebensrecht von Frauen, von dem man auf Facebook schnell daherschwadronieren kann, solange man nicht selbst in Todesgefahr schwebt, Regelungen verbunden sind, die für eine Frau im Jahr 2012 nicht nur von Vorteil sind. Wenn beispielsweise Taliban ihre Frauen nicht ohne Begleitung aus dem Haus gehen lassen, dann ganz sicher nur in dem wohlmeinenden Interesse, deren höheres Recht auf Leben so gut wie nur irgend möglich zu schützen…
Tatsächlich stellt das althergebrachte Männerbild eine gigantische Belastung dabei dar, sich für Männerrechte und gegen Männerdiskriminierung einzusetzen, denn eben dieser Anachronismus verlangt es von Männern, stark zu sein wie eine Eiche, zäh wie Leder und hart wie Kruppstahl. Jungen weinen nicht und Indianer kennen keinen Schmerz. Es wird im Verlauf dieses Buches noch zu zeigen sein, wie geschickt gerade auch viele Feministinnen diese überholten Rollenerwartungen immer wieder zu instrumentalisieren versuchen, um Männer, die über Opfererfahrungen sprechen, als „Jammerlappen“ und „Plärrer“ abzuwerten. Tatsächlich, macht der Soziologe und Geschlechterforscher Professor Walter Hollstein klar, ist nicht zuletzt unser tradiertes Rollenbild schuld daran, dass sich Jungen und Männer zigfach häufiger das Leben nehmen als Frauen und Mädchen: Sie töten sich lieber, als Schwäche zu zeigen. An eben jenem überholten Rollenbild liegt es auch, dass beispielsweise die Häufigkeit von Depressionen bei Männern massiv unterschätzt und selbst von Ärzten unterdiagnostiziert wird: ein Missverhältnis, das sich erst in den letzten Jahren, unter anderem nach der medialen Berichterstattung über die Selbsttötung des Nationaltorwarts Robert Enke zu ändern begann.

Einer der entscheidenden Pferdefüße der althergebrachten Männerrolle liegt darin, wie sehr sie dazu führte, dass nicht nur das Leiden, sondern auch das Leben von Männern gering geschätzt wird. Als etwa beim Bau des Panamakanals circa 25.000 Männer ihr Leben verloren und ziemlich genau null Frauen, kam kein Mensch auf die Idee, dies als Grundlage für eine Bewegung gegen die Diskriminierung von Männern zu verwenden. Wären die Geschlechterverhältnisse umgekehrt gewesen, hätten Feministinnen längst darauf aufmerksam gemacht.“

(Aus: Arne Hoffmann – Plädoyer für eine linke Männerpolitik, S. 75 f.)

Die Kritik an den Nachteilen der traditionellen Geschlechterrolle für Männer im linken und liberalen Maskulismus impliziert jedoch nicht, Männern und Frauen, die von sich aus gerne traditionell leben möchten vorzuschreiben, sie dürften dies nicht tun oder sie für diese Lebensweise abzuwerten. Über die eigene Lebensweise soll jedes Individuum selbst bestimmen. Eine konsequente Ablehnung von Geschlechterrollen als Leitbild bedeutet eben gerade: Keine normativen Rollenvorgaben.

Fundstück: Hin zu einer gleichberechtigten Filmkritik

Keine Frage, der Weg ist noch lang, bis Filme aus einer wirklich gesamtgesellschaftlichen Perspektive rezensiert werden, die die verschiedenen Sichtweisen und Bedürfnisse aller Gruppen berücksichtigt. Dazu ist es leider ab und zu notwendig, einige liebgewordene Klassiker noch einmal zu betrachten und kritisch zu hinterfragen, was man da eigentlich lange Zeit frenetisch bejubelt hat, obwohl es aus heutiger Sicht viel zu beanstanden gibt. Das soll keine Selbstgeißelung sein – man wusste es eben damals nicht besser, und umso weniger sollte man nun Hemmungen haben, noch einmal mit geschulten Augen auf das zu blicken, was seinerzeit als Unterhaltung gefeiert wurde.

Natürlich, die allumfassende Deutung wird uns hier nicht in einem kleinen Artikel gelingen. Aus gutem Grund heißt es „hin zu…“. Aber als ersten Schritt seien zwei verschiedene Deutungen erwähnt, die zu einer weiterführenden Diskussion einladen und um weitere Beiträge ergänzt werden können.

Die feministische Filmkritik

Der Film besteht nicht den Bechdel-Test und damit ist eigentlich schon alles wesentliche gesagt. Es tauchen keinerlei starke weibliche Charaktere auf. Stattdessen wird aus einer rein auf Männer konzentrierten Erzählperspektive geschildert. Der Mann als Macher, dem alle wesentlichen Szenen des Films gehören und der die Handlung gegen alle äußeren Umstände vorantreibt – angestaubter könnte eine Geschichte kaum sein. Hinzu kommt die starre Fokussierung auf Action-Szenen, um typisch männliche Medienkonsumgewohnheiten zu befriedigen. Ein Film, der von der ersten bis zur letzten Sekunde von antiquiertem Macho-Gehabe durchzogen ist und bei dem man sich ernsthaft fragt, wer so etwas jemals sehen wollte.

Die maskulistische Filmkritik

Selten hat man Warren Farrells Begriff des „entbehrlichen Mannes“ in einer solchen Reinform umgesetzt erlebt. Die plakative Botschaft des Films lautet von der erste Szene an: Männer kann man einfach auf den Müll werfen und sich auch noch über sie lustig machen. Empathie, so etwas haben gestrauchelte Männer eben nicht verdient. Welche Gefühle der Mann hat, was es für einer enormen Kraftanstrengung bedarf, um sich wieder hochzukämpfen, das spielt alles keine Rolle. Der Kampf des Mannes, um aus seinen unwürdigen Verhältnissen auszubrechen, wird verspottet und als zum Scheitern verurteilt dargestellt. Es gibt nur wenige Filme, die eine systemerhaltende Moral so stringend durchgezogen haben.

Der Film und seine zeitgenössische Rezeption

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal der Helenenmarsch. Fragt mich nicht, wie ich darauf gekommen bin, irgendwie hatte ich plötzlich die Musik im Ohr…

„cis-Männer sind machthungrig, besitzgierig und jederzeit zur Vergewaltigung bereit“

(Ich verwende hier das sprachlich generische Maskulinum.Warum erkläre ich hier. Der Grund ist ganz einfach. Gleichgewicht)
Ich denke, der Titel empört. „Wie kann @ZuerstMensch nur?“.  „Das ist ungeheuerlich“, „Was soll das heißen? Alle Männer sind Verbrecher?“.  Ja, es ist eine Grenzüberschreitung. Es geht jedoch hier nicht darum den Lieblingaller-Preis zu gewinnen, sondern um Aufmerksamkeit für ein Anliegen. Der Grund für die Provokation sollte bis zum Ende des Beitrags klar auf der Hand liegen, sonst war meine Mühe vergeblich.

Denn es geht um den Schutz unserer Menschenrechte.  Genauer gesagt, mir um Menschenrechte mit Schwerpunkt „zufällig männlich geboren“.  Männerrechte werden bereits, heute hier bei uns, mit Füßen getreten.  Es reicht einen Penis zu haben und sie haben in vielen Fällen vor Gericht die Täterkarte und die Frau die den Mann beschuldigt, die Opferkarte gezogen.  „Schuldig bei Verdacht“ oder Schuldvermutung kann man problemlos dazu sagen. Oder wie es in einem Tweet ausgedrückt wurde „nur 8% aller Vergewaltiger werden verurteilt„.  Darin, in diesem „Angezeigte sind auch Vergewaltiger“ drückt sich eine Misandrie aus,  ein Geschlechterbild, dass man eigentlich nur noch Geschlechterrassismus nennen kann. Solche Menschen legen die gleiche Gesinnung an den Tag, wie jene vor 100 Jahren bis heute, die voller Gewissheit waren und sind, dass eine andere Hautfarbe, eine andere Abstammung, ein anderer Geburtsort, also ein bestimmtes Geburtsmerkmal bedeutet, dass es sich um schlechte, minderwertige Menschen handelt muß und das sie selbst die Besseren sind.

Es ist eine. um es ganz deutlich zu sagen, faschistoide Gesinnung.  Und dieser Teil der sich im  Feminismus versteckt ist gefährlich.  Und daher kämpfe ich dagegen. Nicht gegen den  Feminismus, die Frauenbewegung ist nichts anderes als eine Menschenrechtsbewegung mit Schwerpunkt „zufällig weiblich“ und es gibt genügend Feministen die alle Menschen gleichwertig sehen, wenn sie auch primär nur für ein Geschlecht kämpfen. Dieser faschistoide Teil allerdings, die sich ihre Ideen offenbar aus der menschenverachtenden Idologie der Valerie Solanas und ihres Buches „SCUM“ holen, kann sich darin perfekt verbergen und ausbreiten. Schritt für Schritt.
Habe mal einen Spruch gelesen: „Der Faschismus wenn er wieder auftaucht wird dies nicht im alten Gewand tun, er wird ein neues Kleid anziehen, so dass man ihn nicht erkennt“.

Die nachfolgende Auflistung von Merkmalen des Faschismus ist weder wissenschaftlich, noch vollständig:

  1. Es ist wichtig, dass alle mit gleichem Merkmal sich als eine Gruppe verstehen, der man einredet dass sie die bessere ist, als die andere von der man sich absetzten möchte. Und dabei lässt man sich von nützlichen Idioten der anderen Gruppe unterstützen.
  2. Unwichtig ist, dass diese Gruppe mit den Angehörigen der minderwertigen Gruppe in der Gesellschaft vorerst eng zusammenlebt. Es ist nur wichtig, die andere Gruppe von der Eigenen mit pauschal negativen aufgrund des Merkmals zugeschriebenen Eigenschaften zu unterscheiden. Und der Eigenen positive zuzuordnen.
  3. Jede Kritik an dieser Ideologie die Menschen per unterscheidendem Merkmal in gut und schlecht teilt, muß lächerlich gemacht werden, alle Kritker als Idioten oder Querulanten gemarkt werden.
  4. Es müssen Gründe erfunden werden, den Hass plausibel machen und es muß dieser Hass überall publiziert werden wo immer es geht.
  5. Wichtig ist es die Masse der Gesellschaft gegen diese Anderen aufzuhetzen. Dazu ist es wichtig der Gruppe pauschal ohne Rücksicht auf individuelle Situation ein Vorteils- und Unterdrückungsverhalten vorzuwerfen. Reich sein in irgendwelchen Formen und angeborene Besitzgier.  “SIE sind für Not und Elend verantwortlich“,  “SIE haben die Krise verursacht” “SIE unterdrücken uns“. Das rechtfertigt dann auch die Vorbereitung von Gewalt gegen diese feindlich bezeichnete Gruppe.
  6. Es muß eine unsichtbar wirksame Konstruktion geschaffen werden, von der man behauptet das sie von der anderen Gruppe beherrscht wird, die aber nur für diejenigen klar erkennbar wird, die in die Erkennung dieses weltweiten  Unterdrückungssystems  geschult wurden. Dazu ist die Merkmalsideologie möglichst in alle Bildungseinrichtungen einzuschleusen.  Halte die andere Gruppe ab, weiter dort tätig sein zu können.
  7. Ständige Wiederholungen, dass (entgegen aller Fakten) ein Teil der Bevölkerung gesamt Opfer der Tätergruppe ist, fördern ein Bedrohungsgefühl für die eigene Gruppe.
  8. Über die demokratischen Institutionen dringt man in die Gesetzgebung vor und schafft Schutzmechanismen die in jedem Fall ohne Berücksichtigung von Faktoren die auch andere Erklärungen anbieten würden, die ganze Gruppe mit diesem einem Merkmal pauschal als gefährlich darstellt.
  9. Besonders wichtig ist die andere Gruppe klar als Feinde zu kennzeichnen und Zweifel an der angeborenen Bösartigkeit aufgrund dieses Merkmals sofort zu bekämpfen.
  10. Niemals darf erkennbar sein, dass es darum geht, die Gruppen mit gleichem Merkmal vollständig zu trennen. Es ist durch Verwendung aller Mittel soviel Hass aufzubauen, dass ein Zusammenleben immer weniger sinnvoll erscheint. Hilfreich dabei sind wieder Menschen die nur Gutes wollen. Ganz wichtig aber dabei ist, wird mit Täuschung gearbeitet, darf diese nicht mehr als solche erkennbar sein.
  11. Es müssen Bereiche aufgebaut werden,  in denen man die eine von der anderen Gruppe komplett trennen kann („Nur für …“) und dafür gesorgt werden, dass die andere keine solchen Exklusivräume mehr hat.
  12. Durch Gesetze die Kritik an der Merkmalsideologie unter Strafe stellen ist noch vorhandene Gegenwehr gegen die Entrechtung einzuschränken und auszuschalten.

Warum das Wort Geschlechterrassimus? Nichts unterscheidet eine Herabwürdigung einer Gruppe Menschen per Geschlecht und Sexualverhalten (cis-Mann), von der, bei der ebenfalls nur die Geburt ausschlaggebend war,  sei es wegen angeborener Hautfarbe, wegen eines Geburtsortes den man nicht frei wählen kann oder weil man von Eltern abstammte, die und alle ihre Vorfahren und Nachkommen per menschenverachtender Definition zu Untermenschen deklariert wurden.

Das Schicksal hat zuweilen eine sehr grausam ironische Art. Es wurde von den diesen Sympathisanten der SCUM-Lehre  ein verächtlicher Begriff für die Herabwürdigung aller heterosexuellen Männer gewählt, der sehr eigenartig vertraut klingt in unseren OhrenDas macht besorgt, mich zumindest. Aber ich bin auch leicht zu irritieren.

 

 

 

Warum ich mich mit Geschlechterthemen beschäftige und was ich damit zu erreichen hoffe

Christian hat zu einer Blogparade aufgerufen und ich möchte zumindest kurz antworten. Es war der Unterschied zwischen veröffentlichter Meinung und erlebter Realität, der bei mir ein Informationsbedürfnis ausgelöst hat. Ich hätte nie gedacht, dass ich unter Überschriften wie Maskulismus, Pickup, Männerrechte, MGTOW fündig werden würde. Gleichberechtigung und Feminismus kannte ich schon vorher zumindest dem Namen nach, aber auch hier habe ich viel dazugelernt.

Letzten Endes ist es bei mir eine Mischung aus Erklärungsbedarf, warum es an einigen Stellen im Leben einen großen Unterschied zwischen Worten und Taten gibt, und Neugier auf Modelle, die das bisherige Weltbild ergänzen. In erster Linie dient meine Beschäftigung damit also ganz egoistisch mir. Ich glaube aber, dass ich auch für andere Menschen nützlicher bin, wenn ich weiß, wie die Welt funktioniert, weil ich dann besser abschätzen kann, was ich tun sollte.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal einfach ein Lied, das ich mag und das die Zeit erstaunlich gut überstanden hat.

Linda Lyndell: What a Man