Warum ich den Begriff „Streik“ unangemessen finde

Es ist mir neulich noch einmal aufgefallen, als ich einen Blogartikel las, der mir ansonsten gut gefiel: Es war vom „Männerstreik“ die Rede. Damit war in etwa gemeint, dass sich Männer nicht den Forderungen fügen, die die Gesellschaft (zumindest laut veröffentlichter Meinung) an sie stellt. Ich habe noch einmal nachgedacht, warum ich das eigentlich als falsch empfinde (abgesehen davon, dass ein echter Streik der Männer nicht funktionieren kann): Es steckt eine sehr negative Bewertung darin, was das Verhalten „der“ Männer angeht. Denn was macht einen Streik aus?

  1. Er ist (für sich) „unvernünftig“ und wird gerne als „trotzig“ oder „uneinsichtig“ gebrandmarkt. Man denke daran, wie wenige Arbeitskämpfe es im internationalen Vergleich in Deutschland gibt und wie negativ diese in der Presse dargestellt werden!
  2. Er keine langfristige Möglichkeit, sondern muss irgendwann aufgegeben werden. Dieses Verhalten bietet keine dauerhafte Perspektive.
  3. Er ist nicht das eigentliche Ziel, sondern nur das Mittel dafür. Die Streikenden stellen Bedingungen, um wieder zu den gewohnten Verhältnissen zurückzukehren.

Was aber, wenn es in diesem Sinne gar kein Streik ist? Was, wenn sich ein Teil der Männer angesichts der vergifteten Debatte und den mageren Aussichten so weit es geht aufs Private zurückzieht und das beste aus seinem Leben macht? Viele könnten – jeder für sich, eben ohne die Notwendigkeit, sich als Gruppe abzusprechen – damit durchkommen. Denn hinter irgendwelchen Moralappellen à la „Verantwortung übernehmen“, die in Abwechslung zu latenter Abwertung von Männlichkeit (Trottel, Trampel, Täter) geäußert werden, steht keine echte Macht. Wenn das genügend Männer tun, ist die Party (die netto auf Kosten von Männern finanziert wird) für die Gesellschaft irgendwann vorbei.

Für den Fall, dass kein Verständnis für individuelle Entscheidungen von Männern herrscht, weil das gesamtgesellschaftliche Ergebnis daraus unbefriedigend auszufallen scheint, fällt mir ein Vergleich ein: Frauen in Deutschland den sogenannten „Geburtenstreik“ vorzuhalten, ist auch kein sinnvoller Beitrag zu einer vernünftigen Debatte. Jemandes Verhalten mit einem Streik gleichzusetzen ist keine Lösung, sondern verschleppt nur die Ursachenforschung.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Es ist der Abschied vom Packesel, der für gesellschaftliche (Miss-)Verhältnisse viel bedrohlicher ist als ein Streik:

erst das ständige Fordern vom Aufbrechen von Rollen in Kombination mit dem negativen Umdeuten aller bisheriger männlicher Rollen hat dazu geführt, dass viele Männer “aufwachen” und sich fragen, warum sie so weitermachen sollen.

The Rolling Stones: Beast of Burden

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Warum ich noch immer keinen Männerstreik am Horizont sehe

Vorab: Der Autor des Blogs Männerstreik hat eine andere Vorstellung von einem Streik der Männer als ich. Daher empfehle ich ausdrücklich, dessen Blog zu lesen, um zu erfahren, was andere unter diesem Stichwort verstehen. Ich gehe nicht davon aus, dass ich eine Mehrheitenmeinung vertrete, sondern erläutere nur meinen eigenen Standpunkt.

Ich spiele heute eine Runde „Wir hinterfragen Genderama-Meldungen“. Christian von „Alles Evolution“ hat es bereits vorgemacht, bei ihm ging es um die angeblich fast 50% jungen Männer, die über ungewollten Sex berichten. Mir war Ende März eine andere Meldung aufgefallen, die ich zunächst als Fundstück erwähnen wollte; dann habe ich mich jedoch dagegen entschieden und lieber abgewartet, bis ich wieder an der Reihe mit einem Artikel war.

Quellen

Zunächst erwähne ich die Quellen. Das ist ein Gebot der Redlichkeit. Es war mir überhaupt nur möglich, ansatzweise zu recherchieren, weil jeder Autor korrekt seine Quellen genannt hat. Egal, ob ich den Meinungen dieser Quellen zustimme oder nicht, es ist sehr wichtig, sie anzugeben.

1. Genderama: Kein Schwein ruft sie an

Dort erwähnt:
2. Stadtmensch-Chronicles: »Danke, Feminismus!«

Dort werden sowohl ein Youtube-Video als auch ein Artikel erwähnt, wobei in der Beschreibung des Videos auf den Artikel verwiesen wird:

3. Sandman: Canadian Beavers – MGTOW

4. Rejecting Modern Women: The Marriage Strike Hitting Women Hard, Why Men Arent Dating Women

Die Ausgangslage

Ich hatte mich in einem meiner ersten Artikel in diesem Blog kritisch mit dem Begriff „Männerstreik“ auseinandergesetzt: „Warum ich keinen Männerstreik brauche – aber mehr als nur ein Jahr des Mannes“.

In dem Abschnitt „Warum ein Männerstreik nicht funktionieren könnte“ habe ich ausgeführt, dass ein bewusstes Ablehnen von Ehe und Partnerschaft nicht funktionieren kann, weil es zu viele Männer gibt, die sich diese Dinge wünschen. Für diese Männer würde es sich lohnen, dem Streikaufruf nicht zu folgen.

Bei Genderama erschien hingegen mit dem Hinweis auf „die aktuellen Verschiebungen im Verhältnis der Geschlechter“ ein Text, der das Gegenteil andeutete. Anscheinend würden wirklich die bindungs- und heiratswilligen Männer knapp. Bei einer Singleparty sei das Verhältnis Frauen:Männer 150:3; eine konkrete sehr attraktive Frau gehe leer aus, nachdem sie zehn Männern ihre Telefonnummer gegeben habe.

Klar, mein erster Impuls war: Wo gibt es diese Probleme? Da ziehe ich hin! 🙂

Aber natürlich musste ich mich mit diesem Beitrag näher befassen, denn er widersprach mir fundamental. Sollte ich mich geirrt haben? Dann wäre Abbitte fällig! Und ich hätte etwas sehr wichtiges gelernt, das mein Weltbild veändert hätte… allein es blieh der persönliche Eindruck, dass in meiner eigenen Umgebung nichts von dieser angeblichen Veränderung zu spüren ist.

Was wirklich passiert ist

Genderama zitierte die Stadtmensch-Chronicles, wo wiederum einzelne Stücke aus einem Youtube-Video, einem Blogartikel und Kommentaren zum Artikel erwähnt werden. Es geht in dem Stadtmensch-Chronicles-Artikel jedoch nicht darum, den Männerstreik bezüglich Bindungsverweigerung zu belegen. Das ist wichtig, denn sonst könnte fälschlicherweise der Eindruck entstehen, ich würde Stadtmensch-Chronicles vorwerfen, Tatsachen zu verdrehen. Was zitiert wurde, findet sich auch so in den Quellen und ist in der Form der Verarbeitung nicht zu beanstanden. Gefährlich ist es jedoch, den Stadtmensch-Chronicles-Artikel wiederum weiterzuverwenden unter dem Motto „guckt mal, wie sich der Partnermarkt generell verändert“, denn das gibt er nicht her. Es wirkt auf mich wie das Stille-Post-Prinzip, bei dem über mehrere Stationen nur ein Teil der Nachricht weitergegeben wird und am Ende etwas herauskommt, was so im Original nie gesendet wurde.

Der ursprüngliche Artikel im Blog „Rejecting Modern Women“ ist schon ziemlich starker Tobak. Man findet dort völlig verquere Grundannahmen wie etwa, dass die meisten Frauen ihre Männer betrügen würden und dass Männer „die modernen Frauen“ ablehnen würden (siehe auch der Blogtitel).

Das alleine muss noch nichts bedeuten. Schließlich weiß ich, seit Serdar Somuncu aus „Mein Kampf“ vorgelesen hat, dass auch ein Werk von Adolf Hitler als Basis für einen lustigen Abend taugt.

Konkrete Beispiele fehlen jedoch in dem Artikel. Die beiden auf Genderama zitierten Fälle stammen denn auch ursprünglich aus dem Youtube-Video.

Der Autor „Sandman“ (ein Pseudonym! Dürfen dessen Beiträge überhaupt als Belege gegen mich verwendet werden? Schließlich bin ich angeblich unter Pseudonym doch ebenfalls nicht glaubwürdig genug! 😉 ) läßt sich seine Videos bezahlen. Insofern könnte ich „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ vermuten. Aber gehen wir genauer darauf ein, was er erzählt, und wie das mit dem Bild eines Männerstreiks zusammenpasst.

Beispiel 1: 150 Frauen kommen auf 3 Männer bei einer Singleveranstaltung. Das wird so tatsächlich im Original erwähnt. Allerdings sollte man auch die vielleicht nicht ganz nebensächliche Rahmenbedingung nennen: Es ging um Männer mit hohen 6-stelligen bis niedrigen 7-stelligen Einkommen in Kanadischen Dollars (CAD). Nehmen wir mal 1.000.000 CAD an, das wären aktuell ca. 657.000 EUR. (Natürlich war der Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der E-Mail, aus der das Beispiel stammt, ein anderer, aber ich weiß von keinen stärkeren Währungsschwankungen und es geht nur um ein Näherungsbeispiel.)

Launisch formuliert: Kennen Sie das nicht auch? Sie verdienen als Mann über 600.000 Euro im Jahr und wollen nichts mit Frauen zu tun haben, was Richtung Ehe geht? Ein Massenphänomen! 😉

Ok, ernsthaft: Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass diese Ausgangsbedingung nicht auf die breite Masse der Männer (in Deutschland) zutrifft. Ansonsten frage ich mich, warum so oft auf das Risiko, nach der Scheidung an der Armutsgrenze zu leben, hingewiesen wird (und warum ich dieses Szenario durchaus für realistisch halte).

Das Beispiel kann nicht als genereller Beleg für einen Männerstreik herhalten, weil es sich nur „weit oben“ abspielt. (Wenn so eine eingeschränkte Betrachtungsweise gegen Männer verwendet wird, wird das zurecht kritisiert. Stichwort Apex Fallacy / Gipfel-Trugschluss. Also sollte auch bei anderen Standpunkten darauf geachtet werden, diesen Fehler nicht zu begehen.)

Beispiel 2: Die sehr attraktive Frau, bei der sich von zehn Männern keiner meldet. Auch dieses Beispiel wird in der Tat so im Original erwähnt. Auch hier gibt es ein klitzekleines Detail, das man eventuell doch erwähnen sollte. Die Frau ist 38 Jahre alt.

Wir erinnern uns: Aus einem Artikel bei Alles Evolution: „Wie man sieht, geht es ab 38 steil bergab für die Fruchtbarkeit und steil nach oben mit der Unfruchtbarkeit.“

Das heißt, als Partnerin, um eine Familie zu gründen, ist die Frau einfach schon sehr alt, zumal wenn man noch einen gewissen Ehe-Anbahnungszeitraum ansetzt. Der Mann in dem Beispiel ist bereits 48, hätte aber – ungerechte Biologie! – immer noch die Chance auf eine Familie, wenn er denn wollte.

Wenn die Frau ernsthaft, so wie ausdrücklich erwähnt, heiraten und ein Kind haben will, dann ist das etwas spät. Die Antwort, dass sie vielleicht „die falschen Männer jagt“, halte ich für einen guten Hinweis. Männer, die in ihrem Alter oder älter sind und gleiche Absichten haben, werden sich nach jüngeren Frauen umsehen. Das ist nicht gemein, sondern realistisch. Wenn sie mit 38 „megaheiß“ aussieht, stellt sich auch die Frage: Was hat sie gemacht, als sie 25 war? (Zu ihrer Verteidigung: Es gibt eine Zwickmühle, auf die ich nachher noch eingehen werde.)

Leider kommt bei diesem Beispiel das übliche Vokabular („Feminazis“) vor. Es folgt eine Verallgemeinerung: „Diese Frauen bekommen genau das, was sie verdient haben. Sie dürfen niemanden beschuldigen außer sich selbst.“ – Hat diese konkrete Frau die Gesetze gemacht oder eingefordert? Ist sie ein Feminazi?

Beispiel 3: Noch eine erfolglose Singleveranstaltung. Sie konnte erst beim zweiten Versuch stattfinden, weil sich beim ersten Mal zu wenige Männer anmeldeten. Der Veranstalter rief für den zweiten Versuch Freunde an, unter anderem einen, der in Afghanistan ein Bein verloren hatte (die Frauen waren nicht beeindruckt; sein Wert war gesunken) und einen Blinden.

Wenn es – durch einen Streik der Männer – einen echten Männermangel geben würde, hätten die beiden Behinderten gute Chancen gehabt, eine Frau abzubekommen. Denn wenn ansonsten niemand zu haben ist, muss man sich mit dem begnügen, was geht. Offensichtlich geschieht das aber nicht, so dass es keinen ernsthaften Männermangel geben kann.

Dann wird noch erwähnt, dass Männer angeblich nicht bereit sind, bei Singleportalen zu bezahlen, um Frauen zu kontaktieren. Ist das tatsächlich so? Wird denn nicht sonst geschrieben, dass es Frauen dort soviel leichter hätten und in einer Flut von Nachrichten untergingen? Was ist denn nun richtig?

Beispiel 4: Ein Mann Mitte 40 hat Probleme, Frauen Anfang 30 zu treffen, die (finanziell) irgendetwas mit in die Ehe bringen würden. Er arbeitet im Finanzsektor (aha!) und musste für das Geld, das er hat, viele Opfer bringen (etwa z.B. Freizeit, um Frauen kennenzulernen?).

Als Ausweg wird vorgeschlagen, dass Frauen 500.000 CAD auf dem Konto haben und versprechen, nach der Geburt der Kinder wieder zu arbeiten und/oder dass der Unterhalt per Gesetz auf 50:50 festgelegt wird.

Und hier kommt die in Beispiel 2 angekündigte Zwickmühle: Gehen wir einmal davon aus, dass die Frauen fair spielen wollen und für die gutbezahlten Jobs genauso geeignet sind wie Männer. Also machen sie dasselbe und sind, wenn sie die 500.000 CAD zusammen haben, Anfang 40. Sie haben das Opfer gebracht, darauf zu verzichten, vorher so etwas wie ein Privatleben zu haben, und sind nun weit jenseits ihrer (biologisch) fruchtbarsten Jahre. Es hilft ihnen auch nichts, einen Mann Anfang 30 kennenzulernen. Also entweder auf gleicher Höhe spielen wie die hier erwähnten Männer oder Kinder haben – beides geht nicht! Daher hat es auch keinen Sinn, zum Beenden eines „Ehestreiks“ zu fordern, dass Frauen sich so verhalten wie Karrieremänner, damit die Männer keine finanziellen Einbußen befürchten müssen – außer, man schließt bei einer Ehe Kinder von Anfang an aus.

Damit ist das gesamte Bild, das in diesem Video entworfen wird, nicht haltbar. Solche Männer können keine Frauen finden, die durch eigene Hände Arbeit das gleiche Einkommen haben und noch jung und knackig sind. Der einzige Ausweg, der mir einfällt, wenn es um „gleiche Finanzen“ geht, wären reiche Erbinnen.

Beispiel 5: Der arme Frauenversteher (oder doch nicht?). Es geht schon gut los mit „Man kann Frauen entweder verstehen oder lieben“ – Super Spruch, damit macht man sich bestimmt viele Freunde! Es geht um einen Mann, der „die rote Pille nicht nehmen möchte“ und nach wie vor mit Frauen ausgeht. Und Hoffnung hat, dass es eine gute Frau für ihn gibt. (Dieser naive Narr! Offensichtlich in der Matrix gefangen!)

Er ist 35 Jahre alt, hat 400.000 CAD Ersparnisse, keine Schulden und führt einen bescheidenen Lebenswandel. (Kurze Gegenfrage: Wie viele Männer in Deutschland haben in diesem Alter etwa 263.000 EUR Ersparnisse? Klingt für mich nach einem Problem breiter Bevölkerungsschichten!) In Toronto fehlen Frauen mit ähnlichem Hintergrund; sie haben etwa 10-20.000 CAD an Ersparnissen, aber zigtausend CAD Schulden durch Kreditkarte und Studiengebühren nach 10 Jahren Berufserfahrung; also etwa 10-30.000 CAD insgesamt (Schulden? Guthaben?).

Frauen sind nicht an ihm interessiert. Allerdings möchte er „für sein Aussehen und seine Persönlichkeit geliebt“ werden… Vielleicht strahlt er nicht genügend finanzielle Sicherheit aus? Es wird nicht erwähnt, ob er sich zum Beispiel gut kleidet. Ein Flirtexperte würde ihm vielleicht dabei zustimmen, mit seinem Wohlstand nicht zu protzen, allerdings durchaus einwenden, dass er geordnete Finanzen und nicht etwa zu starke Sparsamkeit signalisieren sollte.

Geld soll für ihn eine oberflächliche Sache sein… warum hat er dann soviel davon? Er foltert Frauen, indem er ihnen (später) zeigt, wieviel Geld er hat und zerstört ihr Selbstbewusstsein, indem er ihnen zeigt, dass sie nicht gut genug für ihn sind… ist er jetzt doch Täter und nicht armer Narr, der die Realität nicht erkennen will? Vor allem ist es doch überflüssig, sich mit solchen Frauen abzugeben, die offensichtlich kein Interesse an einem haben.

Er beschämt sie dafür, dass sie wenig Geld haben, unter anderem weil sie durch die Welt gereist sind, gut essen gewesen und ein neues Auto gekauft haben. Sachen machen, die einem Spaß machen, klingt jedoch verdächtig nach dem Programm von „Men Going Their Own Way“ (MGTOW), das Sandman vertritt (siehe etwa den Titel des Videos). Ist es etwa plötzlich falsch, wenn Frauen dasselbe machen? Bzw. eigentlich wäre es dann doch ein Fehler der Männer, das nicht ebenso in frühen Jahren zu tun und dann finanziell auf demselben Niveau zu landen, anstatt dass am Ende der Mann „zu reich“ und die Frau „zu arm“ ist. Es wäre auch kein Horrorszenario, so wie es in dem Video angedeutet wird, dass sich die Frauen „mit einem armen Typen abgeben“ müssen. Vielleicht wäre das ja jemand, der einen ähnlichen Lebensstil hat und zu ihnen passt?

Als letztes wird die kanadische Immobilienblase ins Feld geführt. Ein ordentliches Haus sei nicht mehr zu bezahlen. 2003 habe eines 250.000 CAD gekostet, zehn Jahre später 750.000 CAD. Das sei von einem Mann mit einem Jahreseinkommen von 50-100.000 CAD nicht zu bezahlen. (Allerdings verdienen die Männer aus Beispiel 1 das Zehnfache… da würde die Argumentation also nicht mehr passen.) Ein Haus wäre also nur drin, wenn auch die Frau arbeiten ginge. Nun ist die Rede von einem Immobilienkartell, welches angeblich möchte, dass Leute heiraten und große Häuser kaufen. Ist das nicht unlogisch? Wäre es nicht praktischer, auf die Single-Männer abzuzielen, die die Kohle haben? Jetzt kauft ja angeblich niemand… was überhaupt nicht zur Blase passt.

Fazit

Nichts aus dem Video und den Artikeln deutet auf einen Männerstreik hin, der dazu führt, dass Frauen massenweise alleine bleiben, obwohl sie attraktiv als Ehefrau und Mutter wären. Für mich war es dennoch wichtig, diese Geschichte einmal genauer zu untersuchen.

Es lohnt sich, auch ein großes Blog wie Genderama, das viele interessante Meldungen bringt, ab und zu zu hinterfragen. Das mindert keineswegs die Qualität des Blogs.

Frei nach LoMi: Ich möchte lieber mit der gesunden Portion Restzweifel leben, dass ich mich irre, um Erfahrungen machen zu können, die meinem bisherigen Weltbild widersprechen.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Da es hier so oft ums Geld ging, ein passendes Lied dazu.

Depeche Mode: Everything Counts

Warum ich keinen Männerstreik brauche – aber mehr als nur ein Jahr des Mannes

Ich gestehe: Wahrscheinlich betreibe ich hier nur Wortklauberei. Dieser Text zeigt die Sicht eines männlichen Single-Junggesellen ohne Kinder unter 40.

Streik – was ist das?

Einen Streik kenne ich aus der Arbeitswelt: Die Arbeiter, jeder für sich zu unbedeutend, um etwas auszurichten, schließen sich zusammen und legen die Arbeit nieder. Typische Ziele sind höhere Löhne (als sie in Tarifverhandlungen angeboten wurden) oder Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Entscheidend ist, wie groß der Schaden für das Unternehmen ist, denn davon hängt ab, ob es sich lohnt, einzulenken. Wird nur in einem Werk gestreikt und kann der Ausfall woanders aufgefangen werden, ist ein Streik witzlos. Gleiches gilt, falls ein großes Heer an Arbeitswilligen zur Verfügung steht, das statt der Streikenden die Arbeit übernehmen will. Daraus ergibt sich, dass in einigen Branchen leichter gestreikt werden kann als in anderen.

Die Streikenden haben daher ein hohes Interesse daran, dass alle (oder so viele wie möglich) mitmachen, denn damit steht und fällt der Streik. Gewerkschaften versuchen möglichst viele Arbeiter unter sich zu vereinen, damit nicht einzelne ihrem persönlichen (eventuell nur kurzfristigen) Nutzen folgen und als Streikbrecher fungieren. Die Unternehmensführung könnte ja lukrativere Bedingungen für diejenigen in Aussicht stellen, die nicht streiken.

Männerstreik? Welcher Männerstreik?

Was habe ich alles unter dem Etikett Männerstreik gefunden! Etwa junge Männer, die nicht den höchsten und besten Bildungsabschluss anstreben, den sie erreichen könnten; Männer um die 30, die in absehbarer Zeit keine Partnerschaft und Heirat anstreben; Berufstätige, die nicht alle Mühe darauf verwenden, die Karriereleiter nach oben zu klettern, sondern lieber eine solide Stelle anzielen, bei der ihnen noch Zeit für Hobbys bleibt, oder irgendwann aus dem Arbeitstrott, den sie als Hamsterrad empfinden, ganz aussteigen.

Aber was ist denn daran ein Streik? Üblicherweise gehören dazu Demonstrationen und Protestaktionen mit Symbolwert und Medienaufmerksamkeit, die Sympathie bei anderen Bevölkerungsgruppen erzeugen und Druck auf die andere Seite ausüben soll. Wenn gestreikt wird und die Leute machen erst einmal eine schöne Reise, gehen zum Basteln in den Hobbykeller oder bringen einige lange vor sich hergeschobene Arzttermine hinter sich, wird das dem Ziel und den Mitteln des Streiks nicht gerecht.

Weder haben sich die angeblich streikenden Männer abgesprochen, noch haben sie Forderungen aufgestellt – und schon gar nicht gibt es einen Druck auf die Männer, dass alle so handeln sollen. In meinem Bekanntenkreis etwa heiraten die Leute und gründen Familien – vielleicht später als ihre Eltern, wahrscheinlich mit größerer finanzieller Unsicherheit, und sicherlich mit all den Schwierigkeiten, die ein Familienleben mit sich bringt. Aber sie tun es. Wer es kann und will, ohne sich völlig zu verrenken, der macht es.

Und diejenigen Männer, die das Wagnis Ehe eingehen, sind doch keine „Verräter an der Sache aller Männer“. Im Gegenteil, darüber freue ich mich! Homosexuelle Männer, die sowieso nicht im klassischen gesellschaftlichen Anforderungskatalog vorkommen, haben offensichtlich Spaß am Körperlichen, an der männlichen Sexualität. Sollen sie haben! Ist doch super!

Wenn ich dann noch lese, wie negativ die unter Männerstreik beschriebenen Phänomene interpretiert und lauthals beklagt werden, kann ich nur zu dem Schluss kommen: Entweder es gibt keinen Streik (ich habe noch keine Aufforderung erhalten), oder er schlägt kolossal fehl.

Warum ein Männerstreik nicht funktionieren könnte

Doch stellen wir uns einen Moment vor, ein Allgemeiner Männerbund würde sich gründen und alle Männer unter seinen Fittichen zum Streik aufrufen. Zwar hätte jeder das Recht, nach wie vor seinen Interessen wie oben beschrieben nachzugehen, aber einmal die Woche (oder im Monat) gäbe es Demonstrationen in großen deutschen Städten, man organisierte Leserbriefwellen, es gäbe Bücher der Vordenker (der Streik wäre zur Not auf viele Jahre ausgelegt) und Veranstaltungen noch und nöcher. Nur eines dürften die Männer nicht: Sich so verhalten, wie es bisher von ihnen eingefordert wurde.

Gehen wir davon aus, dass die Mitgliedschaft in diesem Allgemeinen Männerbund freiwillig wäre oder dass es zumindest die Möglichkeit gäbe, ihm nicht anzugehören, selbst wenn man dafür Nachteile in Kauf nehmen müsste (als unsolidarisch gelten, von anderen geschnitten werden, eventuell sogar einige Stellen nicht bekommen). Dann hätte ich persönlich einen hohen Anreiz, nicht mitzumachen. Ich könnte auch ohne diese Organisation tun, was ich will. Sollte durch den Streik jedoch tatsächlich ein eklatanter Mangel an Männern entstehen, könnte ich davon hervorragend profitieren: Ich könnte, wenn ich wollte, eine bessere Position im Berufsleben bekommen, ohne mich entspechend abzurackern (wenn es wenige Kandidaten gibt, die Stelle aber besetzt werden muss, muss man nehmen, wen man kriegen kann). Bei der Damenwelt würden meine Chancen beträchtlich steigen, ohne dass ich einen Fingerschnipp dafür tun müsste. Für jeden, der bei knapperer Verfügbarkeit von Männern gewinnen würde, würde es sich lohnen, auszuscheren. Damit würde der Streik sabotiert.

In der Spieltheorie nennt man so etwas ein Gefangenendilemma: Könnten sich die Spieler wirksam absprechen, würden alle Beteiligten mehr erreichen; weil sie es aber nicht können, handelt jeder nach seinem unmittelbaren Vorteil. Schließlich kann ein „unkooperatives Verhalten“ nicht geahndet werden. Die fehlende Sanktionsmöglichkeit für „nicht kooperiende“ Männer würde einen Streik aussichtslos machen.

Ich glaube auch, dass ein Appell an „männliche Solidarität“ wirkungslos verpuffen würde. Wie Christian bei Alles Evolution bereits treffend bemerkte, mögen Männer Männer weniger als Frauen Frauen. Männer mögen sich zwar in allen möglichen Organisationen zusammenschließen, insgesamt jedoch konkurrieren sie untereinander und haben wenig Interesse, alle Männer mitzuziehen.

Das ist alles normal – denn wir wollen es insgesamt nicht anders

Doch schauen wir noch einmal auf die erwähnten Phänomene. Probleme sind sie ja nur, wenn bei der gegebenen Lage mehr drin wäre. Aber was ist die Ausgangslage?

Die Reallöhne in Deutschland – einem der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt – sind gesunken. 2005 gab ein Artikel mit dem Titel „Generation Praktikum“ einem neuen Zustand einen Namen: Gut ausgebildete Leute, die dennoch (zumindest in den ersten Jahren) kein Bein auf den Boden bekommen.

Selbst bei der Sendung „hart aber fair“ gab es einen bemerkenswert ehrlichen Film: Moderator Frank Plasberg hatte auch ohne abgeschlossenes Studium kein Problem, eine sichere Stelle zu finden; die jungen Leute, die heute mit Abschluss in seine Fußstapfen treten wollen, erhalten befristete Verträge.

Das Gros der jungen Leute ist besser ausgebildet als ihre Elterngeneration, arbeitet härter, bekommt aber dafür weniger: Arbeitsleistung lohnt sich im direkten Vergleich weniger. Ob das gerecht ist, ob das die Zeiten so erfordern, ob schlaue Leute nicht einfach auswandern sollten – all das steht auf einem anderen Blatt Papier und soll hier nicht weiter interessieren.

Es gibt mindestens zwei Möglichkeiten, darauf zu reagieren: Wer im Beruf die primäre Erfüllung sieht, verzichtet weitgehend auf andere Interessen. Was ansonsten so an Leben stattfindet, muss nebenher laufen. Das Risiko besteht darin, dass man eines Tages den Job verliert und dann nichts anderes mehr hat, auf das die eigene Identität fundiert.

Viele Menschen sind jedoch risikoscheu. Für sie bietet sich ein anderer Weg an: Pfeif auf den Aufstieg, es ist ja bereits Karriere genug, nicht gefeuert zu werden und regelmäßig eine Gehaltserhöhung zu bekommen, die nicht durch die Inflation aufgefressen wird. Zum Ausgleich dafür, dass mehr Unsicherheit im Leben herrscht, muss auch mehr Freiraum für andere Interessen da sein.

Damit eng verknüpft ist jedoch die männliche Attraktivität. Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts. Insgesamt sind die Männer also automatisch unattraktiver geworden. (Es kommt wohl auch nicht von ungefähr, dass in den wirtschaftlich unsicheren Zeiten nach dem Zerfall der Sowjetunion die Selbstmordrate unter Männern stark anstieg, unter Frauen jedoch nicht, siehe folgendes PDF, Seiten 30-31)

Auch in dieser Hinsicht bieten sich wenigstens zwei Optionen: Entweder Partnerschaft, Ehe und Familie sind so wichtig, dass man doch in den sauren Apfel beißt und sich abrackert, um Karriere zu machen oder zumindest soviel Geld zu verdienen, um zum Ehemann und Vater zu taugen. Interessanterweise tauscht man hier bewusst eine Freiheit gegen die andere ein. Die Forderung, dass man „Frau und keine Karriere“ endlich unter einen Hut bringen können muss, klingt völlig abstrus. („Karriere“ ist denn auch weniger wie im klassischen Sinne ein steter Aufstieg, sondern eher ein solides Einkommen.)

Oder dem Fuchs sind die Trauben, die er nicht erreichen kann, zu sauer. Dann kann man sich jedoch wenigstens die Anstrengung sparen, das ganze Leben darauf auszurichten, ein attraktiver Heiratskandidat zu sein, und sich um seinen eigenen Kram kümmern. Für einige bedeutet das, an sich selbst zu arbeiten oder sich durch Frauen aufreißen die Hörner abzustoßen. Da die Wette darauf, dass man die Stelle behält und die Frau einen nicht verläßt, insgesamt unsicherer geworden ist, erreicht man wenigstens das Minimalziel, seinen eigenen Interessen nachgegangen zu sein.

Irgendwann ist vielleicht der Punkt erreicht, an dem man das lange genug gemacht hat. Dann kann man sich immer noch binden und wenn man inzwischen Geld angesammelt hat, umso besser. In den frühen Jahren nach Studium oder Ausbildung ist jedoch Illusion – das geht nicht mehr so wie vor noch ein oder zwei Generationen.

Und sollten Frauen und Männer in Deutschland aus welchen Gründen auch immer zu oft keine Lust mehr aufeinander haben – Globalisierung hilft! Dafür gibt’s doch den Latin Lover und die heiße Russin (eigentlich natürlich „den Südländer“ und „die Mittel- und Osteuropäerin“).

Zwischen diesen beiden Extremen gibt es jedoch Abstufungen. Die Leute heiraten ein paar Jahre später, gehen ein größeres Risiko ein, zu scheitern, setzen vielleicht weniger Kinder in die Welt als sie es ein oder zwei Generationen vorher gemacht hätten. Sie werden insgesamt betrachtet mit mehr Anstrengung weniger erreichen als ihre Eltern.

Das soll der Untergang des Abendlandes sein? Wie konnte sich das Abendland dann nur so lange halten?

Nach diesen Kriterien verhält sich ein Großteil der Männer äußerst vernünftig – ebenso wie ein Großteil der Frauen. Denn was hat man ihnen, sowohl Männern als auch Frauen, eingetrichtert?

Bindet Euch nicht zu früh! Stellt hohe Anforderungen an Euch selbst! Geht nicht zu schnell Kompromisse ein! Lebt lieber alleine als in einer unglücklichen Beziehung!

Es läuft darauf hinaus, dass man Entscheidungen trifft und mit ihnen lebt. Das ist das Verhalten eines modernen Menschen, der weniger durch vorgefertigte Bilder festgelegt wird als seine Vorfahren. Was ist daran schlecht?

Wenn wir gesamtgesellschaftlich – falls dieses „gesamt“ überhaupt möglich ist – etwas anderes wollten, müssten wir auch anders handeln, also anderes fordern. Doch wer möchte ernsthaft das Rad der Geschichte um einige Jahrzehnte zurückdrehen, um zurück zu den alten Verhältnissen zu kommen? Ich nicht und ich meine auch nicht, dass das geht. Von irgendeiner Gruppe zu verlangen, sie möge doch klein beigeben und sich mit weniger zufrieden geben, wird nicht funktionieren.

Und gesamtwirtschaftlich etwas ändern – dieses Fass möchte ich gar nicht aufmachen. Wenn wir das wollten und könnten, würden wir es tun. Da es nicht geschieht, kann der Leidensdruck insgesamt nicht so groß sein. Also wo ist das Problem?

Ein Jahr des Mannes? Dutzende!

2014 wurde als Jahr des Mannes angekündigt. Wenn ich mir durchlese, was unter diesem Stichwort erschienen ist, finde ich bisher „die üblichen Verdächtigen“ unter den Forderungen und Bewegungen.

Zwei grundlegende Erkenntnisse vermisse ich jedoch:
1. Das beste Rezept für ein Jahr des Mannes ist aus meiner Sicht ein Jahr, in dem ich als Mann mein eigenes Leben lebe. Politik, Gesellschaft, Welt… wenn ich das alles ändern muss, um glücklich zu werden, bin ich zum traurig sein verurteilt. Stattdessen sollte ich mich fragen, was mir gefällt und wie ich selbst aktiv und kreativ sein kann. Wenn ich das dann umsetze, muss das reichen. Das wird ja wohl mehr als nur mir selbst eine Freude bereiten, womit ich mir auch keine Sorgen um mich als soziales Wesen machen muss.
2. Wieso soll sich das nur auf ein Jahr beschränken? Der richtige Weg ist doch, in jedem Jahr Zeit für mich und meine Interessen zu haben.

Es gibt keinen ungeschriebenen Vertrag, nach dem ein Mann ohne jeden Grund Opfer bringen muss, und falls es das als gesellschaftlichen Konsens je gegeben hat, wurde dieser Vertrag gekündigt. Aber ohne Vertrag gibt es auch keine Pflicht zur Arbeit und damit keinen Grund zum Streiken.

Was vom „Streike“ übrig blieb

Vielleicht muss man manche Dinge unter dem Stichwort „Männerstreik“ bringen, damit sie Gehör finden. Ich mag solche (für mich falschen) Etikettierungen aber nicht. Und was wird unter anderem als Rezept angegeben?

„Hören Sie damit auf, Frauen die Tagesordnung bestimmen zu lassen, was die Themen Geschlechterpolitik, Beziehungen und Reproduktion angeht.“

Ein Mann, der das zuläßt, ist ein Waschlappen! Wie könnte der jemals streiken?

„Setzen Sie durch, dass Sie in Ihrer Partnerschaft besser behandelt werden. Sie müssen nicht grob werden, aber lernen Sie, Grenzen zu setzen. Wenn Sie Ihre Partnerin nicht respektiert, weisen Sie sie zurecht, auch vor Freunden. Frauen hassen es, öffentlich zur Rede gestellt zu werden.“

Ein Mann, der das… oh, ich wiederhole mich. Aber auch das hat nichts mit Streik zu tun, sondern mit modernem Leben.

„Und falls Sie von Ihrer Frau verlassen werden: Lassen Sie sich nicht von Ihrer Ritterlichkeit oder kulturell erzeugten Minderwertigkeitsgefühlen leiten, so dass Sie sich die Schuld am Scheitern Ihrer Beziehung geben. Es war die Entscheidung Ihrer Frau zu gehen.“

Entscheidungen und die damit verbundene Verantwortung… das hatte ich doch weiter oben schon. Also Frauen wie ganz normale Menschen behandeln. Klingt immer noch nicht nach Streik.

„Schützen Sie sich dagegen, unfreiwillig zum Vater gemacht zu werden.“

Mal abgesehen davon, dass jeder Verantwortung für Verhütung hat: Man denke, wie ich erst gestern schrieb, an die Kinder und was es wohl für ein „tolles“ Leben sein muss, wenn sie ohne vernünftiges Verhältnis zu ihrem Vater aufwachsen. Die Folgen der Vaterlosigkeit werden unterschätzt.

Also, so wie ich das sehe: Alles keine Streikmittel, sondern ganz normale Maßnahmen für ein verantwortungsvolles Leben!

Zusammengefasst: Männer steigen nicht aus der Gesellschaft aus, sondern machen richtig mit, indem sie unterschiedliche Wege gehen. Das Verhalten der jungen Generation ist den geänderten Lebensbedingungen geschuldet, auf die angemessen reagiert wird. Insgesamt wollen wir alle das auch so.

Ich glaube, dass es genug Frauen gibt, die mit solchen verantwortungsbewussten Männern zusammenleben wollen. Dafür braucht es keinen Kampf, nur eine vernünftige Suche, Offenheit und Neugier! 🙂

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Der Titel entspricht dem, was ich meine: Dass wir bekommen, was wir insgesamt auch gar nicht anders wollen (auch wenn es runtergebrochen auf eine einzelne Person immer fürchterlich ungerecht sein kann – aber es geht hier ja um das Gesamtbild). Gerade die erste Strophe, in der Michi Beck fragt, warum alles so doof ist, passt hervorragend – und nebenbei kann ich Bewegtbilder von einem Mann in Frauenkleidern mit pinkem Federschmuck in dieses Blog schmuggeln. 😉

Die Fantastischen Vier: Ernten was wir säen