Kurznachrichten vom 01.08.2016

1: Die Steinzeit wird jetzt auch gendergerecht. Der Prähistoriker Thomas Terberger will herausgefunden haben, dass es in der Steinzeit nicht die bisher angenommene klare Rollenverteilung zwischen Männern und Frauen gegeben hat, sondern dass Frauen sehr wohl sich genauso an der Jagd beteiligten und nicht nur die Kinder gehütet haben. Passt auch gerade wunderbar ins politisch korrekte Bild. Am Freitag gab es dazu eine Sendung auf NDRinfo.

Wenn man sich den Bericht aber genauer anhört, dann besteht er im wesentlichen nur aus Spekulationen. Der einzige Beleg, der für die These spricht, ist der Fund von verschieden langen Speeren in Gräbern am selben Grabungsort. So hat man Speere von 2,50 Meter Länge, aber auch nur von 1,80 Meter Länge gefunden. Also geht Terberger davon aus, dass die kürzeren Speere von Frauen verwendet wurden. Das wars.

Wirklich? Das ist der einzige Hinweis? Ich kann mir auf Anhieb mindestens fünf Gründe vorstellen, warum man Speere in verschiedenen Größen verwendet hat. Männer variieren schießlich auch in ihren Körpergrößen. Oder vielleicht mussten ja Jugendliche ab dem Alter von 12, 13 oder 14 schon mit auf die Jagd gehen. Oder dass ein 1,80 Meter-Speer viel leichter zu werfen ist als ein 2,50 Meter-Speer, der wahrscheinlich gar nicht zum Werfen, sondern zum Abstandhalten und Piken benutzt wurde. Und wie Terberger selbst zugibt, könnte es auch daran liegen, dass diese für verschiedene Tierarten verwendet wurden.

Und just gestern lief mir wieder der Text „Fempokalypse“ von Karen Straughan über den Weg, in dem sie behauptet:

Anthropologen haben darauf hingewiesen, dass die Neandertaler ausgestorben sind, weil sie eine egalitäre Aufteilung der Arbeit vorgenommen hatten, die nicht geeignet war, die Bevölkerung stabil zu halten und womöglich zu vergrößern: Sie haben alle Arbeiten, auch die, die mit Gefahren für Leib und Leben verbunden waren, gleichermaßen verteilt. Als die glücklosen Neandertaler auf moderne Menschen trafen (gemeint ist der homo sapiens), die wiederum eine Arbeitsteilung hatten, die sich an den tatsächlichen Möglichkeiten der Geschlechter orientierte, und der Sicherheit der Frauen Vorrang einräumte, war es mit den Neandertalern vorbei.

Terberger hat in dem Radiobericht allerdings nicht mitgeteilt, ob er da vielleicht ein Neandertalergrab ausgehoben hat.

2: asemann.de stellt die These auf, dass Angela Merkel im Gegensatz zu ihren Vorgängern Helmut Kohl und Gerhard Schröder von der Mainstreampresse nur deswegen so wenig kritisiert wird, weil dies aufgrund des feministischen Zeitgeistes einfach nicht opportun ist. Als Frau darf man derzeit einfach keine Niete sein, und wenn man es doch ist, wird es einfach nicht so laut ausgesprochen.

3: In einem neuen Beitrag auf idealismprevails.at analysiert Kaspar Gerhard noch einmal, wie viel Männerverachtung im islamischen Menschenbild steckt:

Männer sind diesem Gedankengut gemäß nicht als gleichwertige Menschen bezeichnet, sondern verkörpern bloß triebhafte Wesen, deren Reizbarkeit durch entsprechendes Verhalten und Kleidung durch Frauen eingedämmt werden könne. Es ist das islamische Konzept, Männer und Frauen so oft und so weit wie möglich geschlechtlich von einander zu trennen, damit der triebhafte Mann die Frau nicht begehrt und ihr auch nicht zu nahe kommt.

Insofern ist das Tragen eines Kopftuches die implizite Unterstellung an den Mann, dass er seine Triebe und Hormone nicht im Griff habe.

4: Die Clinton Foundation zahlt ihren männlichen Führungsangestellten im Schnitt 38% mehr Gehalt als ihren weiblichen Pendants. Der Republikaner und ehemaliger Sprecher des Repräsentantenhauses der Vereinigten Staaten Newt Gingrich verweist in einem Interview bei Fox News auf einen Artikel von „The Daily Caller“. Das Video habe ich auf Twitter gefunden und ist ohne Ton, leider habe ich keine bessere Version im Netz gefunden.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie Hillary Clinton weiter die These aufrechterhalten will, dass es auf Diskriminierung beruht, wenn Frauen weniger verdienen.

5:  Zum Abschluss mal wieder ein neue Comic von Jesus and Mo:

jesus_and_mo_2016-07-20

Update: Die Verlinkung auf den Cartoon hat den falschen herein gezogen. Eigentlich sollte ein anderer angezeigt werden. Habe das berichtigt.

Kurznachrichten vom 13.06.2016

1: Der Fall Gina Lisa Lohfink war einer der Aufreger der letzten Tage. Sie hat einen Strafbefehl über 24.000 Euro wegen falscher Verdächtigung erhalten, weil sie zwei Männer der Vergewaltigung bezichtigt hatte, und kämpft nun vor Gericht dagegen. Feministinnen spangen sofort bei und sangen beim Hashtag #TeamGinaLisa das Hohelied der Definitionsmacht. Und wiederholten wie immer den Nonsens, dass ein Nein nicht ausreiche, um wegen Vergewaltigung zu verurteilen. Ich kann nicht beurteilen, ob da wirklich eine Vergewaltigung stattgefunden hat, denn ich habe nicht mal das öffentlich zugängliche Video gesehen, geschweige denn die längere Form, die nur den Prozessbeteiligten bekannt ist.

Gut finde ich an dem Fall, dass das Thema Falschbeschuldigung und die Möglichkeit, dass eine solche auch ernsthafte Folgen haben kann, endlich einmal breit diskutiert wird. Blöd nur, dass das evtl. tatsächlich der falsche Fall dafür ist. So wie ich die bisherigen Infos bewerte, ist das beileibe nicht so komplett einvernehmlich abgelaufen. Die andere Frage ist natürlich, ob man das auch beweisen kann. Den Vogel abgeschossen hat für mich da aber Lohfinks Anwalt Burkhard Benecken mit der Aussage:

„Dass Gina mit ihrer Beschwerde vom Opfer zur Täterin gemacht wird, ist ein katastrophales Signal an jedes Mädchen, das eine Straftat anzeigen möchte“, sagt er. „Wenn du nicht einmal sagen darfst, wie du selbst eine Tat erlebt hast, wenn du deine eigene Wahrnehmung nicht schildern darfst, ohne zu riskieren, dafür angezeigt zu werden, dann werden künftig noch weniger Frauen zur Polizei gehen.“

Ähm, nein. Man kann nicht einfach rumlaufen und jedem, der es nicht hören will, verklickern, dass man von dem oder jenem vergewaltigt wurde, ohne dass man es beweisen kann. Wenn man jemand einer schweren Straftat bezichtigt und das nicht beweist, dann ist das Verleumdung und Rufschädigung. Da beißt die Maus keinen Faden ab und das sollte ein Anwalt auch wissen.

Wenn wir Männer bei einer solchen Angelegenheit etliche Jahre Knast riskieren, ist es nur recht und billig, wenn die Frauen da immerhin ein paar Tagessätze riskieren, die bei Frau Lohfink wohl auch ziemlich üppig ausgefallen sein dürften, was den doch ziemlich teuren Strafbefehl erklären würde.

In einem Punkt muss ich allerdings den Feministinnen beipflichten: Das bisherige Vorleben von Frau Lohfink mit Pornodrehs, Parties, diversen Liebhabern und sonstigem Lotterleben kann in keinem Punkt ein Argument dafür sein, ihr von vorneherein nicht zu glauben. Auch ein Halbwelt-Girl und Pornosternchen hat ein Recht darauf, eine Vergewaltigung anzuzeigen, wenn es denn eine war. Das sollte eigentlich selbstverständlich sein.

2: Seit einigen Tagen gibt es in München Ärger um ein überdimensioniertes Werbeplakat für Bademoden am Marienplatz. Für die SZ ist das natürlich Sexismus. Da das Plakat direkt gegenüber vom Rathaus steht, von dem aus man den freien Blick darauf hat, ist die Gleichstellungsbeauftragte besondern pikiert. Offensichtlich würde sie lieber die beschaulichen Bau-Container betrachten, die von dem Plakat verdeckt werden, weil dort gerade Hugendubel seine Filiale umbaut.

3: Allzu verhüllt will man es in Bayern dann doch nicht haben. Ärger gibt es nämlich auch um ein Burkini-Verbot im Schwimmbad Neutraubling. Und schon wird dem Bürgermeister Rassismus vorgeworfen. Bei der Welt setzt Hermann Weiß die beiden Ärgernisse in Zusammenhang und kommentiert, wie heldenhaft die Grüne Jugend das Recht von Frauen verteidigt, sich selbst unsichtbar zu machen.

4: Wir bleiben auch gleich beim Thema, aber um einige intellektuelle Level darüber: Einen überaus lesenwerten Essay von Magnus Klaue darüber, wie sich islamische und „antisexistische“ Prüderie derzeit die Hand geben, habe ich bei der Redaktion Bahamas gefunden. Ein Auszug:

Alle politischen Initiativen, die seither als Reaktion auf die Vorfälle von Köln angekündigt oder schon durchgesetzt wurden, dienen dieser Versöhnung: die Schaffung juristischer Grundlagen zwecks schnellerer Abschiebung „krimineller Asylanten“, was am allerletzten die Angehörigen des Kölner Mobs treffen wird, denen sich in den seltensten Fällen individuell Straftaten werden nachweisen lassen, sondern Gelegenheitsdiebe und andere Kleinkriminelle, die durch ihr gesellschaftlich völlig bedeutungsloses Fehlverhalten den Anspruch auf Hilfe durch die Volksgemeinschaft verspielt haben; die Verschärfung des Sexualstrafrechts, mit der sich gegen die Etablierung der Taharrush gamea auf europäischen Großstadtplätzen nichts ausrichten lässt, die aber jedem Migranten, der aus Unsicherheit oder Unwissen im Café oder in der Diskothek die falsche Frau zu früh an falscher Stelle berührt, die erhoffte bessere Zukunft zerstören kann; das geplante Verbot „sexistischer Werbung“, von dem sich schon gar nicht mehr sagen lässt, ob es eher antisexistischen oder islamischen Sittenwächtern gefallen will und das die letzten Spuren jener Liberalität aus dem öffentlichen Raum zu tilgen hilft, die nicht wenige Migranten überhaupt erst zur Einwanderung motiviert hat.

5: Arne Hoffmann durfe ja mal wieder im Fernsehen auftreten. Immerhin durfte er seine Positionen halbwegs unverfälscht darlegen. Aber wie auch bei dem berüchtigten SZ-Artikel hat man natürlich wieder ein abschreckendes Beispiel, eine schlechte Karikatur eines angeblichen Männerrechtlers namens „Manfred“ dagegenstellen müssen. Und selbstverständlich darf man einen Männerrechtler nicht einfach so reden lassen, ohne dass irgendwer die feministische Gegenposition vertritt und das alles für Unfug erklärt. Wie die Machtverhältnisse sind, erkennt man alleine schon daran. Dass man im deutschen Fernsehen immer dann, wenn eine Feministin ihre Positionen darlegt, gleich einen Maskulisten nach der Gegenposition befragt, ist schlicht unvorstellbar. Immerhin hat auch die Gleichstellungstante dem Klischee einer Feministin total entsprochen.

6: Reason TV nimmt die Vorstellung aufs Korn, dass alleine die Tatsache, dass Hillary Clinton eine Frau ist, schon ein Argument dafür sei, sie zu wählen.

7: Vorsicht, Parodie: Social Justice Warriors in a nutshell, erklärt in neun Sekunden:

8: Weitgehend OT: Angesichts des Massakers von Orlando macht sich Spiegel Online mal so richtig zum Horst. Erst steht da noch:

Der Kongressabgeordnete Adam Schiff – ein Demokrat, der im Geheimdienstausschuss sitzt und normalerweise nicht zu politischer Panikmache neigt – sagt auf CNN später, er habe gehört, der mutmaßliche Täter habe der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) einen Treueschwur geleistet. „Dies sieht aus wie radikaler Islam“, sagt auch sein republikanischer Kongresskollege Devin Nunes, der gut informierte Vorsitzende des Geheimdienstausschusses.

Nur um zwei Absätze später folgenden Satz rauszuhauen:

Warum der Täter – im Juni, dem „Gay Pride Month“ – einen Nachtklub für Schwule und Lesben wählte, bleibt unklar.

Man findet sicher wieder haufenweise Mäuse, die den Porzellanladen zerdeppern, wenn man den Elefanten einfach nicht sehen will.

9: Noch schnell ein Nachtrag: Eine Niederländerin bringt in Katar eine Vergewaltigung zur Anzeige. Stattdessen wird sie wegen wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs festgenommen. Noch keine Reaktion von feministischer Seite zu hören. Vermutlich will man der falschen Seite nicht in die Hände spielen.

Kurznachrichten vom 01.06.2016

1: Die neue Generalsekretärin der SPD, Katarina Barley, hat am Montag einen rätselhaften Tweet geschrieben, was zu einigem Widerspruch in der Maskulisten-Szene auf Twitter geführt hat:

Nun ist wirklich fraglich, was „daran arbeiten“ denn bedeuten soll. Ich vermute, so weit geht es nicht, dass Barley hier ernsthaft daran denkt, das gesetzlich regeln zu wollen. Ich würde dafür aber auch nicht die Hand ins Feuer legen wollen angesichts der abstrusen Ideen, die in Sachen Geschlechterpolitik seit Jahren aus der SPD kommen. Vermutlich geht es mehr um sanftes Drängeln, indem verpflichtender Kinderurlaub auch für Männer eingeführt wird etc. Die Empörung ist dennoch berechtigt, denn in dem Punkt hat sich die Politik einfach aus innerfamiliären Angelegenheiten herauszuhalten. Hier beispielhaft eine sarkastische Erwiderung:

Und Don Alphonso kommentiert das beiläufig am Ende eines Beitrags über die europäischen und hier speziell die italienischen Populisten:

Solche strategischen Genies hat die AfD nicht. Aber sie braucht das auch nicht, wenn die Generalsekretärin der SPD so eine Unterstellung an die Adresse ihrer Kernwählerschaft ins Netz schreibt, eine Hamburger Grüne Moscheen in jedem Stadtteil fordert, und Merkels Menschenrechtspartner Erdogan Geburtenkontrolle als Betrug am türkischen Volk bezeichnet.

2: In den USA gibt es ein wenig Aufregung über eine Kampagne zugunsten von Hillary Clinton unter dem Hashtag #ManEnough4Hillary, die sich aber offenbar als Fake herausgestellt hat.

3: Weil ja Feministinnen gerne behaupten, Männerrechtler seien Ultrarechte, forderte das Blog Phaislum die Männerrechtler-Szene auf Twitter dazu auf, den Selbsttest zu machen, der auf der Plattform politicalcompass.org schon seit Jahren online und ein Quasi-Standard ist.

Das aktuelle Zwischenergebnis von gestern Nachmittag spricht eine deutliche Sprache:

https://twitter.com/phaislum/status/737639487837241348

Wie man sieht, tummeln sich alle in der unteren Hälfte, sind also eher liberal bis libertär eingestellt statt autoritär. Und der weitaus größte Teil davon sogar auf der linken Hälfte des Spektrums. Der Median liegt ungefähr zwischen der Einordnung der GRÜNEN und der LINKEN. Da fragt man sich doch, warum ausgerechnet diese Parteien die Interessen von Männern so sträflich vernachlässigen. Meine Werte liegen übrigens noch ein Stückchen weiter in der linken unteren Ecke als der Median, nur für den Fall, dass mir wegen des nächsten Punktes mal wieder AfD-Nähe attestiert wird.

4: Off-Topic des Tages: Media.de berichtet in der gehypten Causa Gauland vs. Boateng darüber, wie man die „Entlarvung eines Rassisten“ konstruiert, und wie dabei unter den Teppich fällt, dass die eherne Regel, dass aus Hintergrundgesprächen zwischen Politikern und Journalisten nichts veröffentlicht wird, außer der Politiker genehmigt dies ausdrücklich, für Politiker, die man in die Pfanne hauen will, natürlich nicht gilt. Und dass unter „Aufzeichnung“ eines Gesprächs nun auch eine handschriftliche Mitschrift zählen darf.

Beim Landesverband Berlin-Brandenburg des Deutschen Journalisten-Verbandes (!) kommentiert man den Vorgang durchaus deftig:

Die FAS sorgt gleich selbst in Twitter für die nötige Empörung, und ohne auch nur eine Bestätigung von Gauland zu haben und bar jeglicher Beweise für diese Aussage stürzt sich gleich das ganze Netz inkl. der Pseudoqualitätsmedien wie Spiegel, Zeit und unzählige weitere auf die Jagdbeute Gauland. Journalistische Grundsätze werden mittlerweile über Bord geworfen, falls es gegen die AfD geht. Gleichzeitig zeigen sich die gleichen Medien völlig überrascht, dass sie immer öfters als „Lügenpresse” beschimpft werden. […]

Seriöse Journalisten hätten Gauland das Zitat aus dem Hintergrundgespräch zur Autorisierung vorgelegt. Die beiden Journalisten waren aber wohl froh, dass sie etwas Neues für das AfD-Bashing gefunden hatten und es stand nicht ein seriöser Bericht, sondern nur der Jagderfolg im Vordergrund. […]

Ob es um 15 Minuten Ruhm ging oder ob eine politische Kampagne gegen die AfD gezündet werden sollte, ist jetzt völlig egal. Die FAS/FAZ hat sich ganz schön vergallopiert und der langfristige Schaden ist kaum abzuschätzen.

Kurznachrichten vom 23.02.2016

1: Monika Ebeling, ehemalige Gleichstellungsbeauftrage von Goslar, startet eine Kampagne „Ein Herz für Männer“.

2: Transfrau Caitlyn Jenner hat es sich angeblich anders überlegt und will nun wieder Bruce sein, berichtet zumindest die Plattform mobilelikez.com. Aber da ich diese Plattform nicht kenne und ich keine Bestätigung finden konnte, könnte das auch Satire oder sonstiger Nonsens sein.

3: Bei Novo Argumente setzt sich Monika Frommel mit Hillary Clinton und deren strategischen Ausrichtung auf Feminismus auseinander und erklärt, warum das nicht so ganz funktioniert.

4: Als Gegensatz zu dem Browser-AddOn “Binnen-I be gone” , das sogenannte gensersensible Sprache aus Webseiten entfernt, gibt es auch ein JavaScript-Tool namens Alex, das schon beim Schreiben unsensible und taktlose Sprache beim Schreiben anmeckert.

Whether your own or someone else’s writing, alex helps you find gender favouring, polarising, race related, religion inconsiderate, or other unequal phrasing.

  1. boogeyman may be insensitive, use boogey instead
  2. slaves / master may be insensitive, use replica / primary instead
  3. he may be insensitive, use they, it instead
  4. cripple may be insensitive, use person with a limp instead
  5. Don’t use “nigger”, it’s profane
  6. policeman may be insensitive, use officer, police officer instead

Die beiden letzten Bespiele habe ich selbst ausprobiert. Immerhin werden nur Vorschläge gemacht und man darf immer noch schreiben, was man will.

5: Hadmut Danisch nimmt eine Studie auseinander, nach der bei GitHub Programmiererinnen diskriminiert würden, weil ihre Änderungen öfters von Projektleitern abgelehnt würden. Golem, die BBC und der Standard hatten eher unkritisch berichtet. Die Emma machte daraus sogar die steile These, dass Frauen die besseren Programmierer seien.

Das heißt, sie zählen einfach aus, wieviele Requests akzeptiert wurden, scheren sich aber überhaupt nicht darum, was Inhalt und Qualität der Änderungen war und warum sie abgelehnt wurden.

Es ist halt wie immer: Eine Korrelation ist noch keine Kausalität. Sowas muss man genauer untersuchten. Genauso gut (oder falsch) könnte man sagen, dass damit der Beweis erbracht wäre, dass Frauen schlechter programmieren können, denn ihre Bugfixes taugten ja nichts. […]

Da hätte man eben mal ihre Bugfixes anschauen müssen. Vielleicht waren die ja allesamt Murks. [Rachel Nabors] oder jemand gleichen Namens unterhält bei Github mehrere Repositories, aber nach Programmierkunst sehen die alle nicht aus. Scheint sich mehr auf Comic-Zeichnen zu verstehen und das Ziel zu verfolgen, Benutzerschnittstellen durch Comic-Animationen zu verschönern. Ich bekomme da so eine entfernte Ahnung, was die vielleicht unter Bugfix so versteht.

Unklar ist dabei auch, wieso sie eigentlich Github Pull Requests mit Programmieren gleichsetzen. Denn viele – vor allem feministisch motivierte – Frauen kümmern sich nicht um den Code, sondern um irgendwelche Texte, Übersetzungen, oder vielleicht Änderungen an User Interfaces, die aber eben auch nicht immer jedem gefallen. Funktionale Sachen sind da eher selten.

Gerade das sind aber typisch feministische Angriffspunkte, die wenig Sachkunde und Programmierfähigkeiten erfordern, einfach die Texte und Manuals auf political correctness zu trimmen und durchzugendern. Hat mit Programmieren nichts zu tun und wird natürlich oft abgelehnt.

6: In einem jahrelangen Dauerstreit zwischen der Sängerin Kesha und dem Pop-Produzenten Lukasz „Dr. Luke“ Gottwald, bei der sie ihm jahrelangen sexuellen Missbrauch vorwirft und er dies vehement bestreitet, hat Kesha eine Niederlage vor Gericht hinnehmen müssen. Dr. Luke wirft ihr im Gegenzug vor, dass sie den Vorwurf nur erhebe, um aus ihrem aktuellen Plattenvertrag mit seiner Firma heraus zu kommen, wonach sie verpflichtet wäre, sechs weitere Alben mit Dr. Lukes Label aufzunehmen. Die FAZ und der Rolling Stone berichten ebenfalls.

Kurznachrichten vom 18.02.2016

1: Nadia Shehadeh, die tatsächlich einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat, der im wesentlichen aus „hat gebloggt“ und „hat getwittert“ besteht, hat in der linken Zeitschrift „analyse & kritik“ eine durchaus amüsante Typifizierung von männlichen Feministen verfasst, und (unfreiwillig?) klargemacht, dass es für Männer im Feminismus absolut nichts zu gewinnen gibt. Den Beitrag sollte man vielleicht den Herren Herr und Speer unter die Nase reiben.

tl;dr: Männer, haltet einfach die Schnauze, wir Frauen wissen es sowieso besser als Ihr!

Sie sind ein Mann und Ihnen sind unliebsame Parallelen zu sich aufgefallen, als Sie diesen Text gelesen haben? Prima, das ist der erste Schritt in Richtung Besserung. Üben Sie sich zukünftig in Zurückhaltung und halten Sie öfter mal die Klappe, dann sind alle anderen schneller fertig. Sie können sich sinnvoll beteiligen, indem Sie feministische Arbeit durch Geldspenden, Care-Arbeit, Putzdienste und vor allem in den meisten Fällen durch eigene Unsichtbarmachung unterstützen.

Unsichtbarmachung? Der Terminus kommt mir bekannt vor. Ist das nicht normalerweise was ganz böses?

Bei solchen Aussichten kommt bei den Herren der Schöpfung wohl so richtig Freude auf. Wie nennt man das nochmal, wenn das eine Geschlecht sich ums Putzen und die Kinder kümmern und ansonsten die Fresse halten soll, damit das wichtige Geschlecht Zeit zum Schwadronieren hat?

2: Das Interview mit Shereen El Feki über Sexualität und Islam „Mohammed war in gewisser Weise Feminist“ auf Spiegel Online finde ich etwas zwiespältig. Sie sagt zwar einige richtige Dinge. Aber das hier finde ich dann doch ziemlich schräg:

Tatsächlich hat der Islam aber auch Potenzial für gleichberechtigtes Leben. Islamische Feministinnen weisen seit Jahren immer wieder darauf hin. […] Das geht zurück bis zum Propheten Mohammed, der von starken Frauen umgeben war. Er äußerte sich auch sehr klar zu Sex, sagte etwa, dass auch die Frau den Geschlechtsverkehr genießen solle. In gewisser Weise war er Feminist.

Solange sie Sex genießen darf – also den Sex, den ihr die Religion und ihre Familie erlaubt bzw. vorschreibt -, macht es ja auch nichts aus, wenn sie in einem Zelt herumlaufen muss.

Wobei – Islam und Feminismus haben doch wirklich viele Dinge gemeinsam: Irrationalität, Totalitarismus, Obskurantismus, wildes Daherbehaupten von Dingen, die es nicht gibt, Humorlosigkeit und ständiges Beleidigtsein wegen jeder Kleinigkeit, ein Männerbild vom Mann als triebgesteuertes Monster. Hab ich was vergessen? Ihr dürft die Liste gerne verlängern…

3: Das Magazin Spiked Online berichtet über einen eher weniger beachteten Pay Gap, nämlich den „Sexuality Pay Gap“. Demnach verdienen lesbische Frauen im Schnitt ca. 9% mehr als Hetero-Frauen. Erklärt wird das damit, dass lesbische Frauen weniger Kinder bekommen und dass sie aufgrund der Erwartung, auch keine Familie in der Zukunft zu haben, von vorneherein besser bezahlte Jobs suchen. Ums mit fefe zu sagen: Das hätte jetzt auch wirklich niemand vorausahnen können!

4: Apropos fefe: Der weist gerade auf eine Aussage von Hillary Clinton hin:

If we broke up the big banks tomorrow….would that end racism? Would that end sexism?

Und ich dachte immer, die Zerschlagung des Kapitalismus sei die Voraussetzung für die Zerschlagung des Patriarchats. Allerdings, wenn ich es mir recht überlege, hat sie auch wieder recht. Rassismus und Sexismus werden nie enden. Dafür gibt es zuviele Leute, die an deren Bekämpfung verdienen.

5: Dr. Stevie Meriel Schmiedel, Vorkämpferin von Pinkstinks, klärt uns in einem Gastkommentar für die HAZ mit dem Titel „Macht rosa Spielzeug krank?“ darüber auf, wie böse die Farbe rosa ist. Wer nach dem Intro…

Prinzessin Lillifee und Lego Friends sind nur vordergründig harmloses Mädchenspielzeug. Sie sind eine bedenkliche Antwort auf die Emanzipation der Frauen und können Einstiegsdrogen zu weiblichen Suchtkrankheiten sein. Was tun also, wenn kleine Mädchen pinkfarbene Püppchen lieben?

…nicht schon ermüdet abwinkt, darf gern weiterlesen.

6: Wo wir gerade bei Kinderspielzeug sind: Die Rettung naht aus Australien und wird gerade auf Facebook gehypt: Sonia Singh stellt ungeschminkte Puppen her. Ist der Trend jetzt neu oder gabs das nicht schon alles einmal?

7: Lucas Schoppe hat den schönen Brauch seines Monatsrückblicks wieder aufgenommen.

8: In Bremen untersuchte eine Studie, warum in dem Bundesland die Verurteilungsrate bei Vergewaltigungsverfahren mit 5,5% signifikant unter dem Bundesdurchschnitt liegt. Das Ergebnis: Eine Verschärfung des Strafrechts würde nichts ändern, denn die Fehler liegen schon im Ermittlungsverfahren. Man will deshalb die Vernehmungen der Opfer von besser geschultem Personal durchführen lassen und sie aufzeichnen. Außerdem:

Ein weiterer Punkt, der künftig anders gehandhabt werden soll, sind Ermittlungen im Umfeld des Tatverdächtigen. Sie sollen intensiviert werden, wo es sinnvoll und mit der Unschuldsvermutung vereinbar erscheint.

9: Bei einem gemeinsamen Vortrag von Milo Yiannopoulos und Christina Hoff Sommers an der University of Minnesota haben Feministen und SJWs mal wieder gezeigt, was sie von Free Speech halten:

Kurznachrichten vom 08.02.2016

1: Der „Schwulemiker“ Adrian und Gideon Böss von der WELT kümmern sich noch einmal um den „postheroischen Mann“, dem vorgeworfen wird, sich nicht mehr für seine Frau zu prügeln.

2: Lucas Schoppe analysiert auf seinem Blog „man tau“ ebenfalls das Youtube-Video „36 Fragen an Männer“, das ich die letzten Tage auch hier auf diesem Blog kommentiert habe.

3: Uepsilonniks analysiert die Doppelmoral der EMMA, wenn es um das Thema Prostitution geht. Die EMMA veröffentlichte eine Kritik über den halbdokumentarischen Film „Paradies: Liebe“, der am 3.2. auf ARTE gezeigt wurde. In dem Film geht es um Frauen, die zum Sexkauf nach Kenia reisen. Während die EMMA ja Prostitution am liebsten ganz verbieten möchte, natürlich nur die, die Männer in Anspruch nehmen, hat sie für Frauen, die Sex kaufen, vollstes Verständnis:

Eine deutsche Filmförderung habe die Unterstützung des Films abgelehnt, weil das Projekt „frauenfeindlich“ sei, erzählte Seidl in einem Interview. Größer könnte das Missverständnis nicht sein. […] In seiner Paradies-Trilogie geht es immer um die Sehnsucht der Frauen. Um die Sehnsucht, wahrgenommen und geliebt zu werden. […]

Ein Film ganz dicht an den Menschen, an ihren Ängsten und Hoffnungen

Mir kommen die Tränen vor Rührung. Die Emma weiß ganz genau:

Denn Frauen haben gelernt, Begehren vorzuspielen, Männer hatten das nie nötig. Auch nicht, wenn sie so arme Schweine sind wie diese Schwarzen, die sich für ihren Lebensunterhalt prostituieren.

Gekaufte Männer verachten ihre Kundinnen dafür – gekaufte Frauen werden von ihren Kunden verachtet.

Das wissen sie deshalb ganz genau, weil sie auch jeden Freier hier und jeden männlichen Prostituierten in Kenia darüber befragt haben. Oder so. Der nächste Film, der männliche Freier über ihre Motive interviewt, ist für die EMMA ganz sicher nicht „ganz dicht an den Menschen, an ihren Ängsten und Hoffnungen“. Uepsilonniks kommentiert sinnigerweise:

Es ist also so, dass Sexkauf nicht generell abgelehnt wird – der Beweis, dass es an Sexarbeit auch aus feministischer Sicht nichts auszusetzen gibt.

4: Die Liste der Männer, die wegen eines falschen Satzes den Job verloren haben, ist wieder um einen länger. Der serbische Verteidigungsminister Bratislav Gasic wurde nach massivem Druck von Frauenverbänden durch eine Abstimmung des Parlaments entlassen, nachdem er vor zwei Monaten den Satz gesagt hatte: „Ich liebe diese Journalistinnen, die so leicht auf die Knie gehen“. Ich bin mir nicht sicher, ob dieser Satz ausreichen sollte für eine Kündigung, darüber kann man geteilter Meinung sein. Ich bin mir aber sicher, dass ein ähnlicher Satz einer Ministerin über Männer in den Mainstream-Medien noch nicht einmal groß bemerkt werden würde.

5: Twitter hat am Donnerstag den Account von Kolja Bonke, einem deutschen Autor, unter anderem auch von Pick-Up-Büchern, ohne Angabe von Gründen gesperrt. Bonke hatte sich in letzter Zeit deutlich kritisch gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung geäußert, allerdings sind den letzten Tweets keine Unflätigkeiten oder Beleidigungen zu entnehmen, zumindest nicht herausragend aus dem Twitter-üblichen Maß. Nutzer haben dazu den Solidaritäts-Hashtag #solidaritätmitkolja eingerichtet.

6: Wo wir gerade bei der Unterdrückung unliebsamer Meinungen sind: Der Landesvorstand Bayern der Piratenpartei hat gestern die Seite des Ortsverbandes Neu-Ulm aufgrund eines Beitrags des dortigen 1. Vorsitzenden Hajo Betz komplett vom Netz genommen, die Seite anschließend wieder freigeschaltet, allerdings den entsprechenden Artikel entfernt, da er angeblich „im Widerspruch zum Programm und den Grundsätzen der Piratenpartei“ stehe. Betz hatte in dem Artikel sowohl die Einwanderungspolitik kritisiert als auch offen maskulistische Positionen vertreten:

Auch der Versuch von interessierten Kreisen, die Übergriffe gegen Frauen in Köln und anderswo als Männergewalt gegen Frauen zu titulieren und so aus der Verhaftung zwischen ethnischen und kulturellen Ursachen zu lösen, ist fadenscheinig, kommt doch der überwiegende Teil der Täter von Köln aus Ländern, in denen Frauen als Menschen zweiter Klasse gehalten werden, oder gar, wie zum Beispiel in Saudi-Arabien, als Eigentum des Mannes angesehen werden, über das er frei verfügen kann (weibliche Familienangehörige in Saudi-Arabien werden i.d.R. in die Reisepässe ihrer Ehemänner, Väter oder Brüder eingetragen).

Aber weil nicht sein kann, was nicht sein darf, und im Sinne der geltenden Political Correctness Asylanten, Zuwanderer und Migranten die Opfer sind und die Deutschen allenfalls als Täter in Frage kommen, scheint es für manche angemessen, die ethnisch-kulturellen Zusammenhänge zu ignorieren und die Vorkommnisse als Männergewalt gegen Frauen darzustellen.

Auch hier gilt: Frauen sind immer in der Opferrolle, Männer sind immer die Täter – wenigstens, wenn es nach der vorherrschenden politisch-korrekten Meinung geht.

Dass es umgekehrt ebenso Frauengewalt gegen Männer und institutionelle Benachteiligung von Männern gibt, kann seit einer Pilotstudie des Bundesministeriums für Familien, Soziales und Gleichstellung nicht von der Hand gewiesen werden.

Aber auch hier gilt, dass alles, was nicht ins politisch-korrekte Bild passt, ausgeblendet wird. Die entsprechende Pilotstudie kann auf der Homepage des Ministeriums nur gefunden werden, wenn man den genauen Titel kennt. Die in der Pilotstudie angeregte Vollstudie zur Untersuchung des Themenkomplexes ist auch zehn Jahre nach der entsprechenden Empfehlung nicht einmal in Angriff genommen worden.

Der komplette Text findet sich an mehreren Stellen im Netz. Statt des Artikels wurde eine Diskussionsseite eingerichtet. Welcher Passus des Artikels genau dem Programm und den Grundsätzen der Piratenpartei widerspricht, darüber schweigt sich der Landesvorstand bisher aus.

7: Feministin Gloria Steinem unterstellte in einem Interview mit Bill Maher jungen Frauen, sie würden nur deswegen statt Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton ihren Konkurrenten Bernie Sanders unterstützen, um junge Männer zu beeindrucken, die mehr zu Sanders tendieren. Talkmaster Maher witzelte daraufhin, wenn er das gesagt hätte, hätte sie ihm wahrscheinlich eine Ohrfeige verpasst, denn die politische Einstellung von jungen Frauen mit ihrem Bedürfnis, Jungs zu treffen, in Verbindung zu bringen, sei wohl ein wenig sexistisch.

Hier das ganze Interview: