Kurznachrichten vom 02.03.2016

1: Im Belästigungsfall im Kieler Einkaufszentrum Sophienhof hat die Polizei jetzt zurück gerudert. So dramatisch scheint die Situation doch nicht gewesen zu sein. Genderama berichtete bereits gestern. So wie es sich jetzt darstellt, war das nicht mehr als ein Anbaggerversuch, die umstehenden anderen Männer hätten nicht eingegriffen und seien allenfalls Schaulustige gewesen. Vielleicht sollten wir die Auswertung der Überwachungskameras abwarten, um das beurteilen zu können.

2: In der FAZ philosophiert man mal wieder unter dem Titel „Wo sind die echten Männer?“ über die Krise der Männlichkeit. Mit durchaus ein paar richtigen Gedanken.

Man kann aber auch noch einmal an jene Nacht in Köln denken, als, wie man in den Kommentaren lesen konnte, das deutsche Weichei mit einer „archaischen Männlichkeit“ konfrontiert war. Dass junge Männer, die sich zusammenrotten, um Frauen zu betatschen, zu begrapschen und sexuell zu belästigen, dafür bestraft werden müssen, wenn man sie identifiziert, ist ja eh klar. Darf man aber an diese Feststellung noch die Frage knüpfen, wie unglücklich, unbefriedigt und einsam jemand sein muss, dessen Silvesternacht auf solche geraubten und erzwungenen Berührungen hinausläuft? Wenn das die archaische Männlichkeit ist, dann möchte man doch ausdrücklich lieber das moderne Weichei sein.

3: Der Deutschlandfunk interviewt Miriam Tariba Richter, die 500. Frau, die über das Bund-Länder-Professorinnenprogramm an eine Professur gekommen ist. Dabei grübeln sie und ihr Interviewer Manfred Götzke darüber, warum trotz der Mehrzahl an weiblichen Abiturienten und der höheren Abschlussquote von Frauen an den Unis immer noch so wenige in den Führungsstellen ankommen. Tja, woran kann das nur liegen? Selbstverständlich an noch zu wenig Frauenförderung! Und dass es im akademischen Mittelbau fast nur noch befristete Stellen gibt, benachteiligt natürlich Frauen ganz besonders, weil

das ist natürlich sehr unattraktiv für Menschen, die auch eine gewisse Sicherheit brauchen, sei das jetzt eine standortgebundene Sicherheit oder auch eine finanzielle Sicherheit.

Was für Männer ja Ü-BER-HAUPT kein Problem ist, wie wir wissen.

4: Die Unkenrufe über Addyi, das „Viagra für Frauen„, scheinen sich ein halbes Jahr nach der Einführung zu bestätigen.

Aus der Einnahme der Pille resultierte durchschnittlich nur eine befriedigende sexuelle Erfahrung mehr innerhalb von zwei Monaten […] Als Nebenwirkung der „Pink Viagra“ genannten Pille verzeichneten sie einen deutlichen Anstieg von Schwindel, Schläfrigkeit, Übelkeit und Erschöpfung. […] Die Tablette muss täglich eingenommen werden. Alkohol sollte über die gesamte Einnahmedauer nicht konsumiert werden, weil die Nebenwirkungen dadurch noch verstärkt werden. […] Der Preis […] liegt je nach Krankenkasse zwischen 30 und 75 Dollar (26 bis 66 Euro) pro Monat.

Fazit: Teuer, mickrige Wirkung, heftige Nebenwirkungen. Klingt ziemlich nach ’nem Flop.

5: Reina Gattuso klärt uns über den „orgasm gap“ auf und Schuld ist wie immer: The Patriarchy! Diese bringt den Männern bei, beim Sex nur an den eigenen Spaß zu denken. Schlimm, schlimm, schlimm. Aus eigener Erfahrung weiß ich allerdings, dass das beileibe kein männliches Monopol ist.

You roll off of me, get up, take the condom off/pee/do whatever it is people with penises do in the bathroom immediately after they’ve come (world’s great, great mysteries), put your pants on, come back into bed, and fall asleep. Sex is now over. Sex is now over because you have decided it is over. You have decided sex is over because you are a man, and because this choreography that favors men with penises — man becomes erect, man penetrates woman, man ejaculates — is what we have been told sex is.

Das ist natürlich traurig, aber ist das nicht dieses „yes means yes“-Prinzip? Haben nicht Feministinnen gefordert, jegliche sexuelle Handlungen jederzeit einseitig abbrechen zu dürfen, wenn sie nicht mehr wollen? Wäre dieses Einfordern von weiteren sexuellen Zuwendungen nicht mindestens „Entitlement“, wenn nicht sogar „rape culture“?

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Kurznachrichten vom 24.02.2016

1: Heute geht es fast nur um die merkwürdigen Dinge, die Feministen so fabrizieren. Los geht’s mit Julia Schramm, die in der Jungle World in einem eher wirren Pamphlet anhand der Bundeskanzlerin beweisen will, dass Frauen in Machtpositionen ihre Weiblichkeit unterdrücken müssen. Schon im dritten Satz liegt Schramm ganz kräftig daneben:

Auch menschliche Gefühle werden ihr nicht zugetraut, ­geschweige denn Irrationalität, Schwärmerei und Verliebtheit.

Da muss Schramm wohl die letzten Monate Flüchtlingsdebatte komplett verschlafen haben. Da hat man Merkel genau das vorgeworfen, was Schramm ihr nicht zugetraut sieht. Und weiter das übliche:

Sexuell aktive Frauen werden bis heute als Schlampen beschimpft. Eine Schlampe als Kanzlerin? Wenn schon eine Frau als Kanzlerin, dann bitte eine anständige!

Hier wird (wie üblich) mit einem Passiv verschleiert, wer eigentlich Frauen als Schlampen beschimpft. Ein „von Männern“ einzufügen, hat Schramm wohlweislich vermieden, denn dann wäre die Wahrheitsverdrehung zu offensichtlich. Denn die Bezeichnung „Schlampe“ kommt m.E.n. weitaus häufiger von anderen Frauen.

Sie trug damals zur Eröffnung der Oper in Oslo ein tief ausgeschnittenes Kleid und gab der ganzen Welt einen Ausblick auf ihren Busen. Tagelang köchelte der Skandal vor sich hin

Welcher Skandal? Da wurde vielleicht ein wenig diskutiert, und auch mehr so in der Yellow Press, ansonsten hat das kaum wen gejuckt. Aber Schramm ist wohl die einzige, die das als Skandal betrachtet.

Dann würde mich doch interessieren, was Schramm über Politikerinnen sagt, die ihre Weiblichkeit nicht verstecken, sondern gezielt einsetzen, wie z.B. Manuela Schwesig oder Katja Suding. Aber die sind deswegen ja auch grandios gescheitert, wie wir alle wissen. So kann das ja nichts werden mit der Karriere.

2: Wie Genderama gestern berichtete, scheint bei Fefe die rote Pille langsam zu wirken. Fefe ist normalerweise mehr linksliberal, (ehemals?) Piraten-freundlich, und als solcher findet man ja normalerweise Feminismus eher leicht unkritisch einfach super. Das scheint vorbei zu sein:

Manchmal frage ich mich ja, ob es eigentlich auch positive Aspekte am Feminismus gibt.

3: Stephanie Wurster von der ZEIT hat einem Workshop zu Sprachveränderung bei Profx Lann Hornscheidt teilgenommen. Und wiederholt dann so Schmonzenz wie:

Die Macht der Sprache ist groß. Selbst Menschen, die wenig bis keine Literatur lesen und im Internet auch nur das Kurze, wissen das, und sie haben offenbar Angst davor, dass die Sprache, so wie sie sie kennen, verändert wird. Sprache wird als quasi gottgegeben wahrgenommen. Dabei wurde sie durch viele Tausend Jahre des Patriarchats geformt.

Ja, Sprache ändert sich immer wieder evolutionär. Das ist aber was anderes, als wenn sie von oben aufgedrückt wird. Das ist dann Herrschaftssprache und immer ein Zeichen von Totalitarismus. Aber wenn man natürlich glaubt, die bisherige Sprache sei auch von oben aufgedrückt worden, ist Gendern eben Widerstand. Und wer sieht sich nicht gern als Rebell?

4: Die FAZ interviewt die Komikerin Carolin Kebekus. Die

liebt derbe Sprüche und bezahlt Männer dafür, dass sie die Drecksarbeit erledigen: So geht Feminismus!

Wenn das ein Kriterium für Feminismus ist, dann gibt’s den schon seit Jahrtausenden. Außerdem meint sie:

Kebekus

…und dass Männer gefälligst zu unterlassen haben, was Frauen nicht passt. Hat sie vergessen zu erwähnen. So viel zum Thema, dass Feminismus ja nur „Gleichberechtigung“ bedeutet. Die Passage nochmal ausführlicher:

Würden Sie sich selbst als Feministin bezeichnen?

Ja. Aber Feminismus hat so einen schlechten Ruf. Das klingt so unrasiert und ungebumst. Dabei bedeutet es doch nur, dass eine Frau machen kann, was sie will. Ich frage mich: Wie kann man kein Feminist sein? Aber es macht viele Leute aggressiv. Wir haben mal eine Sendung gemacht in „Die Anstalt“ zum Thema Feminismus. Da gab es einen Shitstorm. […]

Wie erklären Sie sich die Aufregung bei dem Thema?

Das ist mir ein Rätsel. Nach der Sendung saß ich mit dem Gastgeber Claus von Wagner zusammen, und wir waren fassungslos.

Vielleicht haben manche Männer das Gefühl, dass sie ins Hintertreffen geraten?

Nee, das glaube ich nicht, das stimmt doch auch nicht.

Ja, so ist das, wenn man glaubt, alles zu verstehen, aber in Wirklichkeit nichts versteht, weil man alles durch die Ideologiebrille sieht.

5: Zu Abwechslung was wirklich lustiges:

Fragt sich, wer da konfus ist…

Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Klingt wie: „If you claim to be an atheist and you’re not feminist, you’re absolutely confused on what atheism is.“ Eines von den Dingen, die ich noch nie verstanden habe, ist diese merkwürdige Einstellung von Leuten, dass wenn man in Thema A einer bestimmten Ansicht ist, müsste man in Thema B auch einer bestimmten Ansicht sein, obwohl beide Themen so gut wie nichts miteinander zu tun haben.

6: Dass ca. 80% der Obdachlosen von Männern gestellt werden, wissen wir hier ja. In den USA hat man sich eine besondere Methode einfallen lassen, um Obdachlosigkeit zu „verhindern“, wie Janet Bloomfield zeigt:

https://twitter.com/AndreaHardie/status/701945785273950208

7: Prostitution ist ja immer wieder ein Thema für innerfeministische Konflikte, so auch angesichts eines in der kommenden Woche in Hamburg stattfindenden Kongresses zur Sexarbeit, der vom Pro-Sexarbeit-Flügel veranstaltet wird und von der Feministischen Partei scharf angefeindet wird. Man wehrt sich gegen die Einmischung wie folgt:

Besonders besorgniserregend finde ich, dass hier unter dem Label „Feminismus“ nicht nur das Grundrecht der Forschungsfreiheit eingeschränkt werden soll sondern auch Räume abgeschafft werden, in denen sich Forscher*innen, Sozialarbeiter*innen und Sexarbeiter*innen in einem geschützten Raum austauschen können. Das halte ich persönlich aus feministischer und demokratischer Sicht höchstproblematisch. Wenn wir solche Forderungen bei Sexarbeit akzeptieren, sehe ich nicht, was in Zukunft davon abhalten soll, auch Veranstaltungen zu anderen Bereichen von Sexualität zensieren zu lassen.

Ich bin mal gespannt, wie hoch man die Forschungsfreiheit noch hält, wenn man Prof. Ulrich Kutscheras neues Buch aus feministischer Warte rezensiert. Und bei Zensur von anderen Bereichen von Sexualität denke ich als erstes an die Werbeplakat-Verordnung im Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, aber das ist hier sicher nicht gemeint.

8: Der Kampf gegen die Prostitution treibt manchmal auch seltsame Blüten. In den USA gibt es eine merkwürdige Koalition aus der Homeland Security Behörde, radikalen Feministen und evangelikalen Christen, die versuchen, jede Form von Prostitution als erzwungen zu labeln. So bittet z.B. die Homeland Security Hotels, ungewöhnlichen Verbrauch von Kondomen in ihren Zimmern an die Behörde zu melden. Websites, die Anzeigen von Prostituierten schalten, werden massiv gestört, auch wenn das Werben für Sexarbeit völlig legal ist. Es werden zahlreiche Razzien veranstaltet, wobei aber Zwangsprostitution selten nachgewiesen wird und eher Mädchen unter 18 gefunden werden, die es zwar freiwillig tun, was aber in dem Alter natürlich nicht legal ist. Stattdessen werden dann die Kolleginnen im selben Etablissement mal eben wegen Menschenhandels angeklagt. So kann man die Statistiken in Sachen „sex trafficking“ natürlich auch hoch treiben. Das Video dazu:

9: Prostitution und ganz normales Dating-Verhalten haben ja so manche kleine Schnittmengen. Markus und Rachel diskutieren das Ende ihrer Beziehung und sie findet, dass Geld doch wirklich nicht so wichtig ist – solange es seines ist, das ausgegeben wird. Die Facebook-Gruppe „Das ist schmutzig, falsch und moralisch höchst verwerflich. Bin dabei.“ hat das festgehalten, aber lest selbst, was er ihr antwortet.

Fundstück: 10 Jahre Genderama

Genderama wird 10 Jahre alt und Arne Hoffmann nutzt die Gelegenheit, um daran zu erinnern, dass in den angelsächsischen Ländern schon eine Menge männerrechtlicher Aktionen laufen, während hierzulande immer noch lieber diskutiert als gehandelt wird. Ich hatte in meinem letzten regulären Beitrag sozusagen mein Leib- und Magenthema gefunden und mir überlegt, Politiker anzuschreiben.

Gestern hatte Arne Hoffmann noch auf den 3. Wissenschaftlichen Männerkongress hingewiesen und heute einen Bericht als Gastbeitrag veröffentlicht. Beim Durchlesen der 11 Forderungen an die Politik fand ich direkt „mein“ Thema wieder:

„Zwei wesentliche Gründe für die Unterdiagnostizierung von Depression bei Männern sind die Angst vor Stigmatisierung bei den Betroffenen und ein geschlechterbezogener Verzerrungseffekt in der Depressionsdiagnostik zugunsten weiblicher Symptome. Depressivität kann sich bei Männern jedoch auch unter der Tarnkappe von Aggressivität, Suchtmittelmissbrauch, Hyperaktivität oder Risikoverhalten manifestieren.“

Also, Schluss mit dem Zögern – wann, wenn nicht jetzt, und wer, wenn nicht wir? Ich habe daher eine E-Mail aufgesetzt und an sämtliche 37 Mitglieder des Ausschusses für Gesundheit geschrieben:

„Betreff: Depression und Suizidprävention

<Anrede>

am 10. September war der Welttag der Suizidprävention. Wenige Tage davor ist zum selben Thema ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erschienen. (1) Aufmerksamkeit erregte das Thema nur kurz zuvor durch den Selbstmord des Schauspielers Robin Williams. Ihm kann niemand mehr helfen – jedoch gibt es noch viele unbekannte Fälle.

Laut Forschung stehen 90% aller Selbstmorde in Zusammenhang mit einer Depression. Gleichzeitig ist die Selbstmordrate von Männern um ein Vielfaches höher als die von Frauen. (2) Es wird davon ausgegangen, dass Depressionen bei Männern seltener erkannt werden, etwa weil sie andere Symptome aufweisen, und andererseits noch gesellschaftliche Tabus darüber bestehen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. (3) Zwar ist etwa ein spezieller Männergesundheitsbericht mit dem Schwerpunkt auf der psychischen Gesundheit erschienen; dieser ist jedoch – im Gegensatz zum Frauengesundheitsbericht – nicht kostenlos zu beziehen. (4)

Nun mag es auf den ersten Blick der Intuition widersprechen, das Augenmerk verstärkt auf Depression und Suizidprävention bei Männern zu richten. Allerdings betrifft jeder Selbstmord im Schnitt sechs andere Menschen. (5) Ein toter Mann fehlt als Ehemann, Vater, Sohn, Bruder, Freund. Aus volkswirtschaftlicher Sicht geht wertvolle Arbeitskraft verloren, die unter dem Strich ins Gesundheitssystem einzahlt.

Sie sind Mitglied des Ausschusses für Gesundheit. Mich interessiert daher Ihre Meinung zu folgenden Fragen:

Ist ein kostenlos erhältlicher Männergesundheitsbericht ein vernünftiger erster Schritt zu mehr Allgemeinbildung zu den Themen psychische Störungen? (Man kann es auch als Schritt zu Gleichberechtigung sehen, da ein entsprechender Bericht für Frauen wie erwähnt existiert.) Falls ja, wie läßt sich das in die Wege leiten, das heißt, was kann ein einzelner Bürger wie ich dazu beitragen? Falls nein, was wäre Ihr Alternativvorschlag?

Angesichts der erdrückenden Zahlen in der Suizidstatistik: Was sind aus ihrer Sicht geeignete Schritte, um die Problematik speziell bei Männern zu entschärfen? Ist es aus Ihrer Sicht sinnvoll, der Erkennung und Behandlung von Depressionen bei Männern mehr Aufmerksamkeit zu widmen?

Mich würde allgemein ihre Ansicht über die Themen Depression und Suizid interessieren. Das sind keine leichte Themen, aber da es um den Unterschied zwischen Leben und Tod geht, auch sehr sinnvolle. Vielleicht ist es für Sie abseits der Tagespolitik interessant, sich dazu zu äußern.

Freundliche Grüße

<Vorname Nachname>

Quellen:
(1) http://docs.dpaq.de/7819-who_world_suicide_report_embargo.pdf
(2) http://gleichmass.wordpress.com/2014/01/31/fachbeiratin-prof-dr-a-moller-leimkuhler-im-interview-uber-mannliche-depression/
(3) http://www.klinikum.uni-muenchen.de/Klinik-und-Poliklinik-fuer-Psychiatrie-und-Psychotherapie/de/forschung/psysozio/schwerpunkte/gender/index.html
(4) http://www.stiftung-maennergesundheit.de/start/hauptnavigation/projekte/aktuelle-projekte/maennergesundheitsbericht-2013.html
(5) http://www.suizidpraevention-deutschland.de/informationen/kurzinfo-suizid.html

(Ich habe absichtlich keinen Bezug auf den Männerkongress genommen. Als Namen und Adresse habe ich die Daten eines Bekannten verwendet, der sich freundlicherweise damit einverstanden erklärt hat.)

Klar, die E-Mail hätte ich auch an sämtliche Stellvertreter schicken können. Und an die Mitglieder des Ausschusses für Forschung sowie deren Stellvertreter. Und gezielt an die Abgeordneten aus meinem Wahlkreis (wegen Heimatbezug). Und je nach Partei etwas anders formulieren können.

Und ganz ehrlich, natürlich ist das Internetaktivismus. Das wird die Welt nicht ändern. Das wird eine Nachricht unter vielen sein, wenn sie überhaupt durch den Spamfilter geht. Um in der Politik etwas zu erreichen, muss man Lobbyarbeit betreiben oder mit vielen Wählerstimmen sprechen.

Aber andererseits: Vielleicht hat wirklich ein Abgeordneter Interesse, liest sich das durch und antwortet. Und selbst wenn nicht: Dann hätte ich wenigstens ein Skandal-Thema für den nächsten Artikel… in diesem Sinne: Es gibt viel zu tun, packen wir’s an!

Und für all die Besserwisser und Perfektionisten da draußen: Sagt mir, was Ihr geschrieben hättet und an wen Ihr eine E-Mail richten würdet! Dann kann ich wenigstens etwas lernen – und eine Konkurrenz von Ideen soll ja zu besseren Ergebnissen führen.

Warum ich noch immer keinen Männerstreik am Horizont sehe

Vorab: Der Autor des Blogs Männerstreik hat eine andere Vorstellung von einem Streik der Männer als ich. Daher empfehle ich ausdrücklich, dessen Blog zu lesen, um zu erfahren, was andere unter diesem Stichwort verstehen. Ich gehe nicht davon aus, dass ich eine Mehrheitenmeinung vertrete, sondern erläutere nur meinen eigenen Standpunkt.

Ich spiele heute eine Runde „Wir hinterfragen Genderama-Meldungen“. Christian von „Alles Evolution“ hat es bereits vorgemacht, bei ihm ging es um die angeblich fast 50% jungen Männer, die über ungewollten Sex berichten. Mir war Ende März eine andere Meldung aufgefallen, die ich zunächst als Fundstück erwähnen wollte; dann habe ich mich jedoch dagegen entschieden und lieber abgewartet, bis ich wieder an der Reihe mit einem Artikel war.

Quellen

Zunächst erwähne ich die Quellen. Das ist ein Gebot der Redlichkeit. Es war mir überhaupt nur möglich, ansatzweise zu recherchieren, weil jeder Autor korrekt seine Quellen genannt hat. Egal, ob ich den Meinungen dieser Quellen zustimme oder nicht, es ist sehr wichtig, sie anzugeben.

1. Genderama: Kein Schwein ruft sie an

Dort erwähnt:
2. Stadtmensch-Chronicles: »Danke, Feminismus!«

Dort werden sowohl ein Youtube-Video als auch ein Artikel erwähnt, wobei in der Beschreibung des Videos auf den Artikel verwiesen wird:

3. Sandman: Canadian Beavers – MGTOW

4. Rejecting Modern Women: The Marriage Strike Hitting Women Hard, Why Men Arent Dating Women

Die Ausgangslage

Ich hatte mich in einem meiner ersten Artikel in diesem Blog kritisch mit dem Begriff „Männerstreik“ auseinandergesetzt: „Warum ich keinen Männerstreik brauche – aber mehr als nur ein Jahr des Mannes“.

In dem Abschnitt „Warum ein Männerstreik nicht funktionieren könnte“ habe ich ausgeführt, dass ein bewusstes Ablehnen von Ehe und Partnerschaft nicht funktionieren kann, weil es zu viele Männer gibt, die sich diese Dinge wünschen. Für diese Männer würde es sich lohnen, dem Streikaufruf nicht zu folgen.

Bei Genderama erschien hingegen mit dem Hinweis auf „die aktuellen Verschiebungen im Verhältnis der Geschlechter“ ein Text, der das Gegenteil andeutete. Anscheinend würden wirklich die bindungs- und heiratswilligen Männer knapp. Bei einer Singleparty sei das Verhältnis Frauen:Männer 150:3; eine konkrete sehr attraktive Frau gehe leer aus, nachdem sie zehn Männern ihre Telefonnummer gegeben habe.

Klar, mein erster Impuls war: Wo gibt es diese Probleme? Da ziehe ich hin! 🙂

Aber natürlich musste ich mich mit diesem Beitrag näher befassen, denn er widersprach mir fundamental. Sollte ich mich geirrt haben? Dann wäre Abbitte fällig! Und ich hätte etwas sehr wichtiges gelernt, das mein Weltbild veändert hätte… allein es blieh der persönliche Eindruck, dass in meiner eigenen Umgebung nichts von dieser angeblichen Veränderung zu spüren ist.

Was wirklich passiert ist

Genderama zitierte die Stadtmensch-Chronicles, wo wiederum einzelne Stücke aus einem Youtube-Video, einem Blogartikel und Kommentaren zum Artikel erwähnt werden. Es geht in dem Stadtmensch-Chronicles-Artikel jedoch nicht darum, den Männerstreik bezüglich Bindungsverweigerung zu belegen. Das ist wichtig, denn sonst könnte fälschlicherweise der Eindruck entstehen, ich würde Stadtmensch-Chronicles vorwerfen, Tatsachen zu verdrehen. Was zitiert wurde, findet sich auch so in den Quellen und ist in der Form der Verarbeitung nicht zu beanstanden. Gefährlich ist es jedoch, den Stadtmensch-Chronicles-Artikel wiederum weiterzuverwenden unter dem Motto „guckt mal, wie sich der Partnermarkt generell verändert“, denn das gibt er nicht her. Es wirkt auf mich wie das Stille-Post-Prinzip, bei dem über mehrere Stationen nur ein Teil der Nachricht weitergegeben wird und am Ende etwas herauskommt, was so im Original nie gesendet wurde.

Der ursprüngliche Artikel im Blog „Rejecting Modern Women“ ist schon ziemlich starker Tobak. Man findet dort völlig verquere Grundannahmen wie etwa, dass die meisten Frauen ihre Männer betrügen würden und dass Männer „die modernen Frauen“ ablehnen würden (siehe auch der Blogtitel).

Das alleine muss noch nichts bedeuten. Schließlich weiß ich, seit Serdar Somuncu aus „Mein Kampf“ vorgelesen hat, dass auch ein Werk von Adolf Hitler als Basis für einen lustigen Abend taugt.

Konkrete Beispiele fehlen jedoch in dem Artikel. Die beiden auf Genderama zitierten Fälle stammen denn auch ursprünglich aus dem Youtube-Video.

Der Autor „Sandman“ (ein Pseudonym! Dürfen dessen Beiträge überhaupt als Belege gegen mich verwendet werden? Schließlich bin ich angeblich unter Pseudonym doch ebenfalls nicht glaubwürdig genug! 😉 ) läßt sich seine Videos bezahlen. Insofern könnte ich „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ vermuten. Aber gehen wir genauer darauf ein, was er erzählt, und wie das mit dem Bild eines Männerstreiks zusammenpasst.

Beispiel 1: 150 Frauen kommen auf 3 Männer bei einer Singleveranstaltung. Das wird so tatsächlich im Original erwähnt. Allerdings sollte man auch die vielleicht nicht ganz nebensächliche Rahmenbedingung nennen: Es ging um Männer mit hohen 6-stelligen bis niedrigen 7-stelligen Einkommen in Kanadischen Dollars (CAD). Nehmen wir mal 1.000.000 CAD an, das wären aktuell ca. 657.000 EUR. (Natürlich war der Umrechnungskurs zum Zeitpunkt der E-Mail, aus der das Beispiel stammt, ein anderer, aber ich weiß von keinen stärkeren Währungsschwankungen und es geht nur um ein Näherungsbeispiel.)

Launisch formuliert: Kennen Sie das nicht auch? Sie verdienen als Mann über 600.000 Euro im Jahr und wollen nichts mit Frauen zu tun haben, was Richtung Ehe geht? Ein Massenphänomen! 😉

Ok, ernsthaft: Ich denke, wir können uns darauf einigen, dass diese Ausgangsbedingung nicht auf die breite Masse der Männer (in Deutschland) zutrifft. Ansonsten frage ich mich, warum so oft auf das Risiko, nach der Scheidung an der Armutsgrenze zu leben, hingewiesen wird (und warum ich dieses Szenario durchaus für realistisch halte).

Das Beispiel kann nicht als genereller Beleg für einen Männerstreik herhalten, weil es sich nur „weit oben“ abspielt. (Wenn so eine eingeschränkte Betrachtungsweise gegen Männer verwendet wird, wird das zurecht kritisiert. Stichwort Apex Fallacy / Gipfel-Trugschluss. Also sollte auch bei anderen Standpunkten darauf geachtet werden, diesen Fehler nicht zu begehen.)

Beispiel 2: Die sehr attraktive Frau, bei der sich von zehn Männern keiner meldet. Auch dieses Beispiel wird in der Tat so im Original erwähnt. Auch hier gibt es ein klitzekleines Detail, das man eventuell doch erwähnen sollte. Die Frau ist 38 Jahre alt.

Wir erinnern uns: Aus einem Artikel bei Alles Evolution: „Wie man sieht, geht es ab 38 steil bergab für die Fruchtbarkeit und steil nach oben mit der Unfruchtbarkeit.“

Das heißt, als Partnerin, um eine Familie zu gründen, ist die Frau einfach schon sehr alt, zumal wenn man noch einen gewissen Ehe-Anbahnungszeitraum ansetzt. Der Mann in dem Beispiel ist bereits 48, hätte aber – ungerechte Biologie! – immer noch die Chance auf eine Familie, wenn er denn wollte.

Wenn die Frau ernsthaft, so wie ausdrücklich erwähnt, heiraten und ein Kind haben will, dann ist das etwas spät. Die Antwort, dass sie vielleicht „die falschen Männer jagt“, halte ich für einen guten Hinweis. Männer, die in ihrem Alter oder älter sind und gleiche Absichten haben, werden sich nach jüngeren Frauen umsehen. Das ist nicht gemein, sondern realistisch. Wenn sie mit 38 „megaheiß“ aussieht, stellt sich auch die Frage: Was hat sie gemacht, als sie 25 war? (Zu ihrer Verteidigung: Es gibt eine Zwickmühle, auf die ich nachher noch eingehen werde.)

Leider kommt bei diesem Beispiel das übliche Vokabular („Feminazis“) vor. Es folgt eine Verallgemeinerung: „Diese Frauen bekommen genau das, was sie verdient haben. Sie dürfen niemanden beschuldigen außer sich selbst.“ – Hat diese konkrete Frau die Gesetze gemacht oder eingefordert? Ist sie ein Feminazi?

Beispiel 3: Noch eine erfolglose Singleveranstaltung. Sie konnte erst beim zweiten Versuch stattfinden, weil sich beim ersten Mal zu wenige Männer anmeldeten. Der Veranstalter rief für den zweiten Versuch Freunde an, unter anderem einen, der in Afghanistan ein Bein verloren hatte (die Frauen waren nicht beeindruckt; sein Wert war gesunken) und einen Blinden.

Wenn es – durch einen Streik der Männer – einen echten Männermangel geben würde, hätten die beiden Behinderten gute Chancen gehabt, eine Frau abzubekommen. Denn wenn ansonsten niemand zu haben ist, muss man sich mit dem begnügen, was geht. Offensichtlich geschieht das aber nicht, so dass es keinen ernsthaften Männermangel geben kann.

Dann wird noch erwähnt, dass Männer angeblich nicht bereit sind, bei Singleportalen zu bezahlen, um Frauen zu kontaktieren. Ist das tatsächlich so? Wird denn nicht sonst geschrieben, dass es Frauen dort soviel leichter hätten und in einer Flut von Nachrichten untergingen? Was ist denn nun richtig?

Beispiel 4: Ein Mann Mitte 40 hat Probleme, Frauen Anfang 30 zu treffen, die (finanziell) irgendetwas mit in die Ehe bringen würden. Er arbeitet im Finanzsektor (aha!) und musste für das Geld, das er hat, viele Opfer bringen (etwa z.B. Freizeit, um Frauen kennenzulernen?).

Als Ausweg wird vorgeschlagen, dass Frauen 500.000 CAD auf dem Konto haben und versprechen, nach der Geburt der Kinder wieder zu arbeiten und/oder dass der Unterhalt per Gesetz auf 50:50 festgelegt wird.

Und hier kommt die in Beispiel 2 angekündigte Zwickmühle: Gehen wir einmal davon aus, dass die Frauen fair spielen wollen und für die gutbezahlten Jobs genauso geeignet sind wie Männer. Also machen sie dasselbe und sind, wenn sie die 500.000 CAD zusammen haben, Anfang 40. Sie haben das Opfer gebracht, darauf zu verzichten, vorher so etwas wie ein Privatleben zu haben, und sind nun weit jenseits ihrer (biologisch) fruchtbarsten Jahre. Es hilft ihnen auch nichts, einen Mann Anfang 30 kennenzulernen. Also entweder auf gleicher Höhe spielen wie die hier erwähnten Männer oder Kinder haben – beides geht nicht! Daher hat es auch keinen Sinn, zum Beenden eines „Ehestreiks“ zu fordern, dass Frauen sich so verhalten wie Karrieremänner, damit die Männer keine finanziellen Einbußen befürchten müssen – außer, man schließt bei einer Ehe Kinder von Anfang an aus.

Damit ist das gesamte Bild, das in diesem Video entworfen wird, nicht haltbar. Solche Männer können keine Frauen finden, die durch eigene Hände Arbeit das gleiche Einkommen haben und noch jung und knackig sind. Der einzige Ausweg, der mir einfällt, wenn es um „gleiche Finanzen“ geht, wären reiche Erbinnen.

Beispiel 5: Der arme Frauenversteher (oder doch nicht?). Es geht schon gut los mit „Man kann Frauen entweder verstehen oder lieben“ – Super Spruch, damit macht man sich bestimmt viele Freunde! Es geht um einen Mann, der „die rote Pille nicht nehmen möchte“ und nach wie vor mit Frauen ausgeht. Und Hoffnung hat, dass es eine gute Frau für ihn gibt. (Dieser naive Narr! Offensichtlich in der Matrix gefangen!)

Er ist 35 Jahre alt, hat 400.000 CAD Ersparnisse, keine Schulden und führt einen bescheidenen Lebenswandel. (Kurze Gegenfrage: Wie viele Männer in Deutschland haben in diesem Alter etwa 263.000 EUR Ersparnisse? Klingt für mich nach einem Problem breiter Bevölkerungsschichten!) In Toronto fehlen Frauen mit ähnlichem Hintergrund; sie haben etwa 10-20.000 CAD an Ersparnissen, aber zigtausend CAD Schulden durch Kreditkarte und Studiengebühren nach 10 Jahren Berufserfahrung; also etwa 10-30.000 CAD insgesamt (Schulden? Guthaben?).

Frauen sind nicht an ihm interessiert. Allerdings möchte er „für sein Aussehen und seine Persönlichkeit geliebt“ werden… Vielleicht strahlt er nicht genügend finanzielle Sicherheit aus? Es wird nicht erwähnt, ob er sich zum Beispiel gut kleidet. Ein Flirtexperte würde ihm vielleicht dabei zustimmen, mit seinem Wohlstand nicht zu protzen, allerdings durchaus einwenden, dass er geordnete Finanzen und nicht etwa zu starke Sparsamkeit signalisieren sollte.

Geld soll für ihn eine oberflächliche Sache sein… warum hat er dann soviel davon? Er foltert Frauen, indem er ihnen (später) zeigt, wieviel Geld er hat und zerstört ihr Selbstbewusstsein, indem er ihnen zeigt, dass sie nicht gut genug für ihn sind… ist er jetzt doch Täter und nicht armer Narr, der die Realität nicht erkennen will? Vor allem ist es doch überflüssig, sich mit solchen Frauen abzugeben, die offensichtlich kein Interesse an einem haben.

Er beschämt sie dafür, dass sie wenig Geld haben, unter anderem weil sie durch die Welt gereist sind, gut essen gewesen und ein neues Auto gekauft haben. Sachen machen, die einem Spaß machen, klingt jedoch verdächtig nach dem Programm von „Men Going Their Own Way“ (MGTOW), das Sandman vertritt (siehe etwa den Titel des Videos). Ist es etwa plötzlich falsch, wenn Frauen dasselbe machen? Bzw. eigentlich wäre es dann doch ein Fehler der Männer, das nicht ebenso in frühen Jahren zu tun und dann finanziell auf demselben Niveau zu landen, anstatt dass am Ende der Mann „zu reich“ und die Frau „zu arm“ ist. Es wäre auch kein Horrorszenario, so wie es in dem Video angedeutet wird, dass sich die Frauen „mit einem armen Typen abgeben“ müssen. Vielleicht wäre das ja jemand, der einen ähnlichen Lebensstil hat und zu ihnen passt?

Als letztes wird die kanadische Immobilienblase ins Feld geführt. Ein ordentliches Haus sei nicht mehr zu bezahlen. 2003 habe eines 250.000 CAD gekostet, zehn Jahre später 750.000 CAD. Das sei von einem Mann mit einem Jahreseinkommen von 50-100.000 CAD nicht zu bezahlen. (Allerdings verdienen die Männer aus Beispiel 1 das Zehnfache… da würde die Argumentation also nicht mehr passen.) Ein Haus wäre also nur drin, wenn auch die Frau arbeiten ginge. Nun ist die Rede von einem Immobilienkartell, welches angeblich möchte, dass Leute heiraten und große Häuser kaufen. Ist das nicht unlogisch? Wäre es nicht praktischer, auf die Single-Männer abzuzielen, die die Kohle haben? Jetzt kauft ja angeblich niemand… was überhaupt nicht zur Blase passt.

Fazit

Nichts aus dem Video und den Artikeln deutet auf einen Männerstreik hin, der dazu führt, dass Frauen massenweise alleine bleiben, obwohl sie attraktiv als Ehefrau und Mutter wären. Für mich war es dennoch wichtig, diese Geschichte einmal genauer zu untersuchen.

Es lohnt sich, auch ein großes Blog wie Genderama, das viele interessante Meldungen bringt, ab und zu zu hinterfragen. Das mindert keineswegs die Qualität des Blogs.

Frei nach LoMi: Ich möchte lieber mit der gesunden Portion Restzweifel leben, dass ich mich irre, um Erfahrungen machen zu können, die meinem bisherigen Weltbild widersprechen.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Da es hier so oft ums Geld ging, ein passendes Lied dazu.

Depeche Mode: Everything Counts