Land Sachsen-Anhalt verteilt Fördergelder für gender-feministische Wissenschaft

In Zusammenarbeit mit der „Koordinierungsstelle Genderforschung&Chancengleichheit“(KGC), einer Organisation, die die Arbeit von Gleichstellungsbeauftragten vernetzt und rechtlich irgendwo zwischen Regierung, linken Parteien, Universitäten und Frauenverbänden angesiedelt ist (Rechtsexperten bitte vor!) spendiert das Landesministrium für Justiz und Gleichstellung Sachsen-Anhalt bis zu 1500€ für Dissertationen/Habilitation bzw. Master- oder Staatsexamensarbeiten die Feminismus und Genderideologie stützen.

Aus der Ausschreibung (PDF):

Ausgezeichnet werden hervorragende Abschlussarbeiten (Masterarbeiten, Staatsexamensarbeiten, Dissertationen und Habilitationen) sowie wissenschaftliche
Publikationen, die die Genderperspektive einbeziehen und in angemessenem Umfang bearbeiten. Der Preis richtet sich explizit an Arbeiten aus allen Fachdisziplinen.

In der Ausschreibung ist nur davon die Rede, dass Publikationen gefördert werden, die „die Genderperspektive einbeziehen“, was man gutwillig noch so interpretieren kann, dass allgemein Arbeiten gefördert werden, die einen geschlechtersoziologischen Aspekt haben – also unabhängig vom politischen Standpunkt. Das wäre ok, da politisch neutral. Doch angesichts dessen, dass es sich bei der beteiligten Organisation KGC um eine rein feministische Organisation handelt, die keinen Hehl daraus macht, dass sie Feminismuskritik und Maskulismus für gefährliches antidemokratisches Teufelszeug hält und für die Frauenförderung, „Gleichstellung“ und „Antisexismus“ unhinterfragbare Dogmen sind, ist klar, dass hier ausschließlich linientreue Arbeit honoriert werden wird. Die Preise werden also aller Voraussicht nach nicht aufgrund der Wissenschaftlichkeit einer Arbeit vergeben werden sondern nach politischen Kriterien. Das wäre wie eine staatliche Preisauschreibung darüber, wer am besten den Islam kritisieren und die christlichen Werte verteidigen kann, anstatt eine Ausschreibung wer die beste religionswissenschaftliche Arbeit-unabhängig von der politischen Verortung- macht.

Diese kleinen Femi-Förderpreise sind zwar sehr geringfügig aber nichts desto trotz Steuergeld mit dem politische Einflussnahme auf die Wissenschaft ausgeübt wird.

Advertisements

Kurznachrichten vom 27.05.2017

1: Serdar Somuncu findet Promi-Frauen nervig, die sich zum Feminismus bekennen, um ihren Marktwert zu steigern.

2: Don Alphonso greift noch einmal die Übergriffe in einem Tübinger Kulturzentrum auf und stellt diese in einen größeren Zusammenhang.

3: Zwei Tage nach dem Attentat von Manchester hat eine Journalistin das größte Problem unserer Gesellschaft entdeckt, nämlich mal wieder Männer, die sich in der U-Bahn breitbeinig hinsetzen (sog. „manspreading“). Und natürlich machen das Männer nicht, um bequem zu sitzen, sondern um Dominanz und Macht auszustrahlen. Ja nee, is klar. Haben ja auch ein paar Gender-„Forscher“ gesagt. Dann muss es ja stimmen.

4: Auch die Jusos Berlin nutzen den Vatertag/Christi Himmelfahrt, um Männer als „root of all evil“ hinzustellen:

vatertag

So ein wenig Aufruf zur Straftat ist auch ganz schick, wenn es um die gute Sache geht. Wo da allerdings „gesellschaftliche Strukturen und Machtverhältnisse“ zelebriert werden, wenn ein paar junge Männer sich voll laufen lassen, ist mir ziemlich unklar. Wenn junge Frauen pöbeln, wie bei Femen oder auf dem 2. Deutschen Gender-Kongress, dann ist das natürlich gerechtfertigter Protest.

5: Eine Frau hat sich mit 9 Jahren in einen Bahnhof verliebt und fühlt sich seitdem mit ihm verheiratet. Kann mir mal eben jemand sagen, welches Gender das ist? Ich hab das grad nicht parat.

6: Die Vulgäre Analyse, der Doktorant und die „Übermenschen“ Dorian und Imp diskutieren zwei feministische Artikel nämlich:

Recht spaßig gemacht, manchmal ein wenig abgleitend in pubertären Humor, aber dennoch ok und ganz lustig.

7: Noch mal ernst und tatsächlich ein wenig Off Topic, aber dennoch will ich auf den m.E. ausgewogenen Artikel von Lucas Schoppe über den islamistischen Terroranschlag in Manchester und die Verantwortung von muslimischen Mitbürgern hinweisen.

Kommentator Gereon meint dazu gleich im ersten Kommentar:

Ach Herr Schoppe.
Jetzt auch Nazi?
Willkommen im Club.

Das bringt es leider auf den Punkt. Wer sich der herrschenden Anordnung widersetzt, nämlich Ruhe bewahren, hinnehmen, Kerzen anzünden und nationale Symbole beleuchten, ansonsten aber schulterzuckend weitermachen wie bisher, wer sich erlaubt auf den Elefanten im Raum hinzuweisen, den von den „Guten“ niemand sehen will, der ist ganz schnell ein Rassist und Nazi.

 

Warum ich jetzt auch mein eigenes Gender will

Jeder sollte sich einmal die Gender-Liste durchlesen und inzwischen erschienene weiter Gender – inklusive Mehrfachauswahl (via Genderama). Da kommt man aus dem Staunen nicht heraus!

Kekistan

Dann erfuhr ich von Kekistan. „Kekistani“ ist eine erfundene Ethnie, die die Angabe „Jedi“ als Religion bei der Volkszählung an Skurrilität übertrifft. Der spezielle Unsinn bei der Bevölkerungserfassung in Großbritannien ist, dass es für die Angabe „Ethnie“ angeblich keinerlei objektive Kriterien gibt, sprich: Jeder darf das selbst definieren, wie er mag, und bei hinreichend vielen Nennungen wird eine Angabe irgendwann relevant. Das lädt ein zu einer Trollerei auf hohem Niveau.

Die Kekistani sind eine selbstdefinierte Ethnie. Wenn immer wahr ist, was jeder von sich selbst behauptet, wie kann dann jemand sagen, das sei Quatsch? Tja, so sieht die Welt aus, wenn „ich identifiziere mich als“ und „ich fühle so“ die entscheidenden Kriterien sind!

Eine der absurdesten Konsequenzen: Das kann plötzlich Förderwürdigkeit in Diversity-Programmen erzeugen, denn als Kekistani ist man in Großbritannien Mitglied einer Minderheit – im Gegensatz zum Feindbild weißer Mann, versteht sich.

Aber es kommt noch besser: „Trollen ist Teil der kekistanischen Kultur, darf also nicht unterdrückt werden.“ Nebenbei wird auch noch das hirnverbrannte Konzept der kulturellen Aneignung („cultural appropriation“) abgefrühstückt: Jetzt kann man beliebig herumtrollen und dasselbe auch noch anderen (also Nicht-Kekistani) verbieten.

Selbst ist der Mann, äh, irgendwas!

Und da kam mir doch die Idee, auch die Liste der Gender ad absurdum zu führen, indem ich sie um einige Einträge erweitere:

  1. erratogender: es ist immer ein anderes Gender, als Du annimmst
  2. voldemortgender: das Gender, dessen Name nicht genannt werden darf
  3. paradoxogender: es ist und es ist nicht
  4. sui-genere-gender: ein Gender, das kein Gender ist
  5. loriot-liberal-gender: ein Gender, für das Gender nicht nur Gender ist
  6. sine-explicatione-gender: das Gender, das auf keinen Fall erklärt werden darf

Zu den korrekten Pronomen, die ja eine eigene Liste bilden: Die zusätzlichen Pronomen werden in einer Mischung aus Klingonisch und Elbisch geschrieben (beide nicht Teil von Unicode) und verwenden in der Aussprache Plosive (wie im Georgischen) sowie Klicklaute aus afrikanischen Sprachen. So, und wehe, das spricht jetzt einer falsch aus oder schreibt es anders, als es sich gehört!

Weitere Vorschläge gerne in den Kommentaren!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Tja, der Titel kommt mir auch in den Sinn, wenn ich mir Gender- und Pronomenlisten anschaue…

Supergrass: What Went Wrong (In Your Head)

Warum ich auf den 2. Deutschen Genderkongress hinweise

Kurz und knapp: 2. Deutscher Genderkongress, 13.05.2017, Nürnberg. Die Tagesordnung inklusive den Namen der Referenten erschien vor wenigen Tagen bei Genderama. Auch Alles Evolution hatte auf den Kongress hingewiesen.

Aktualisierung:: Alleine dafür, dass abends der Film „The Red Pill“ gezeigt wird, lohnt sich schon die Teilnahme. Wie konnte ich das nur vergessen zu erwähnen!

Ich ärgere mich schwarz, dass ich an dem Wochenende schon anderweitig verpflichtet bin. Warum ich dennoch einmal gesondert auf den Kongress hinweisen möchte:

Alle halbe Jahre kommt eine Diskussion im Sinne von „Was tun?“ auf. Das Programm dieses Kongress liest sich wie eine Antwort auf „Die Aktiven vs. die Blogger“, denn dort erscheinen eine ganze Reihe Leute, die einerseits aktiv sind und die andererseits bloggen.

Ich finde es geschickt, den Begriff „Gender“ durch so eine Veranstaltung zu kapern. Außerdem ist das ein hervorragender Beitrag für die Aktion „eine Brille für Schwesig„, denn hier wird ein bunter Strauß an Themen angeboten, die Jungen, Männer und Väter betreffen. Die Brille könnte in diesem Fall sogar von einer SPD-Politikern selbst überbracht werden, die im Programm aufgelistet wird – falls sie nicht vorher wieder absagt.

Jetzt zeigen sich auch die Vorteile davon, all die Hetze und Behinderungen aus der Vergangenheit überstanden zu haben: Was soll jetzt noch kommen? Insofern haut Arne Hoffmanns mit seinem Kommentar unter dem Programm genau in die richtige Kerbe.

Aktualisierung: Auch Emannzer empfiehlt die Teilnahme.

Meta

Wer dieses Blog regelmäßig liest, der weiß, dass seit einigen Monaten keine Pingbacks mehr verschickt werden. Eigen-Pings und Pingbacks von anderen Blogs sind hingegen kein Problem. Eine Anfrage beim WordPress-Support wurde sofort scheinbar ausgeblendet oder vom Administrator geschlossen. Allerdings ergab sich ein Hinweis darauf, dass Akismet irrtümlich zu stark filtert. Das würde bewirken, dass es zu Schwierigkeiten kommt – auch beim Kommentieren in anderen Blogs. Ich habe eine Anfrage an Akismet gestellt; mal sehen, was sich ergibt. Vielleicht haben andere Leute ja dasselbe Problem und nun eine Ahnung, was der Hintergrund sein könnte. So geht’s:

Solange du das Fehlverhalten beim Akismet Support nicht anzeigst, wirst du immer wieder Probleme beim Kommentieren auf WordPress Blogs oder hier im Forum haben. Die Prozedur dazu ist relativ einfach:

Akismet Kontaktformular aufrufen
Den Text „All of my comments are being marked as spam“ eingeben
Die Option I think Akismet is catching my comments by mistake anklicken
Die Formularfelder ausfüllen und fertig 🙂

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? J.B.O. kommen aus Erlangen, das ist ja quasi um die Ecke…

J.B.O.: Ein guter Tag zum Sterben

Kurznachrichten vom 08.09.2016

1: Die Nazi-Hatz der Amadeo Antonio Stiftung treibt immer seltsamere Blüten. Kurze Durchsage an alle Eltern: Wenn Sie eine Tochter im Kindergartenalter haben, die auch noch blond ist: Flechten Sie ihr auf gar keinen Fall Zöpfe und schicken Sie sie nicht mit langen Röcken in die Kita! Sonst könnte es Ihnen passieren, dass eine übereifrige Betreuerin Sie zweifelsfrei als rechtsextrem, mindestens jedoch als strenggläubige Evangelikale identifiziert. Und ausgerechnet die ansonsten kreuzbrave Apotheker-Zeitung „Baby & Familie“ macht bei diesem Unfug auch noch mit. Alexander Wallasch hat sich das bei Tichys Einblick genauer angeschaut:

„Kinder rechter Eltern sind nicht unbedingt anders als Kinder anderer Eltern. Sie fallen manchmal erst nach längerer Zeit auf, zum Beispiel, weil sie sehr still oder sehr gehorsam sind.“ Oh je, achten Sie also darauf, dass ihre Kinder möglichst ADHS haben und färben sie deren blonden Haare schwarz – dazu aber später noch. […]

Es ist furchtbar, wenn sie dann als Fachfrau weiter erklärt, „akkurat geflochtene Zöpfe und lange Röcke“ wären so ein Warnsignal und Hinweis auf rechte Eltern. Weiter: Kinder solcher Eltern würden keine amerikanischen Schriftzüge auf ihrer Kleidung tragen.

So geht es über Seiten weiter. Es braucht hier alle Geduld und Ruhe, Ihnen als Leser das weiter zu schildern, was einem hier den Mageninhalt so zielgenau nach oben befördern möchte. […]

Lieber schwadroniert man weiter, wie diese Adolfs und Evas ihre stillen gehorsamen Kindchen in die Kita schleusen, um dann selbst über ein Elternengagement für die nächsten tausend Jahre das Kita-Zepter zu übernehmen: „Die Eltern sind nett und engagiert. Sie bauen persönliche Beziehungen auf und übernehmen gerne Ämter im Elternbeirat.“ erzählt die Soziologin Köttig. Ja, das ist tatsächlich schlimm. […]

Der Artikel ist durchillustriert […] mit Frauen und Mädchen mit geflochtenen blonden Zöpfen. Also: blond, blöd, böse. Hier wird nun wirklich kein rassistisches Klischee mehr ausgelassen. So hochqualitativ die Illustration, so widerlich rassistisch die Intention dahinter.

Ein Kommentator unter dem Artikel fasst es so zusammen:

Die Amadeu-Antonio-Stiftung wird bekanntlich dafür bezahlt, dass sie Rassismus und Hetze findet. Irgendwie hat man aber offensichtlich versäumt, ihnen zu sagen dass sie dafür nicht außer Haus gehen brauchen.

2: Auf der Achse des Guten beschreibt der Biologie-Dozent Axel Robert Göhring, was er so in einem Gender-Seminar für Universitätsdozenten erlebt hat. Sehr amüsant zu lesen, allerdings schon etwas älter. Die Erstveröffentlichung war schon im Mai, auch bei Tichy.

3: Auch schon ein wenig älter, aber dennoch noch interessant: Ausgerechnet der Groß-Philosoph Peter Sloterdijk hat einen Roman geschrieben, der sich mit Erotik beschäftigt und speziell mit dem Orgasmus der Frau. So wirklich erotisch scheint das laut der Kritik auf der Website von N24 nicht geraten zu sein, aber zumindest hat sich Sloterdijk offensichtlich nicht um Political Correctness geschert.

4: Eine Studie der Michigan State University will herausgefunden haben, dass entgegen bisheriger Annahmen häufiger Sex nicht gesund ist, sondern dies nur für Frauen gilt. Bei Männern dagegen, die einmal die Woche Sex haben oder öfter, sei das Risiko für Herzinfarkte und andere Herz- und Kreislauferkrankungen ab dem 50. Lebensjahr signifikant erhöht.

“Strikingly, we find that having sex once a week or more puts older men at a risk for experiencing cardiovascular events that is almost two times greater than older men who are sexually inactive,” said Liu. “Moreover, older men who found sex with their partner extremely pleasurable or satisfying had higher risk of cardiovascular events than men who did not feel so.” […]

Ultimately, while moderate amounts of sex may promote health among older men, having sex too frequently or too enjoyably may be a risk factor for cardiovascular problems, Liu said. “Physicians should talk to older male patients about potential risks of high levels of sexual activity and perhaps screen those who frequently have sex for cardiovascular issues.”

Nicht nur je mehr man(n) Sex hat, sondern auch je mehr man(n) Spaß daran hat, desto gefährlicher lebt man(n). Ah ja. Und rausgefunden haben das nicht etwa Ärzte, sondern Hui Liu, eine Professorin für Soziologie.

Gehts noch? Ich glaub davon kein Wort. Haben die sich da ein Gender Studies U-Boot eingefangen, wo mal wieder vorher feststand, was rauskommen soll? Wollen die uns jetzt den Sex vermiesen? Ich denke, es kommt ja wohl immer noch darauf an, wie stressig das übrige Leben ist, speziell das Arbeitsleben, und natürlich auch, wie gut man im Training ist. Man könnte sich da diverse andere Erklärungsmöglichkeiten vorstellen. Z.B. dass Männer, die allgemein aktiver sind, einfach auch beim Sex aktiver sind und dementsprechend mehr haben. Oder dass Männer, die mehr arbeiten und einen stressigeren Job haben, Sex gerne als Ausgleich benutzen, und ihn deshalb auch mehr brauchen und suchen. Ich fürchte, da ist mal wieder aus einer Korrelation eine vermeintliche Kausalität gezogen worden.

Und selbst, wenn das alles wahr wäre: Hey, no risk, no fun! Wozu länger leben, wenn man dabei keinen Spaß hat?!

5: Intensiv diskutiert wird im Netz gerade ein Artikel der laut eigener Aussage mit Bestnote promovierten Geisteswissenschaftlerin Britta Ohm, die sich mit prekären befristeten Jobs an der Uni und schlecht oder gar nicht bezahltem Engagement in ihrem Fach herumschägt und nun ihre Erlebnisse auf dem Arbeitsamt (ähm, „Jobcenter“ natürlich) zum besten gibt. Erschienen zuerst bei den Blättern für deutsche und internationale Politik, dann auf Telepolis, bei letzterem nach zwei Tagen schon mit mehr als 1000 Kommentaren. Dabei beklagt sich die Autorin, dass ihr das Arbeitsamt beim besten Willen keinen Job anbieten kann, der ihrer Qualifikation gerecht wird. Stattdessen werden ihr nur Aushilfsjobs (Erdbeerpflücken) oder eine Umschulung zur kaufmännischen Fachkraft angeboten. Schuld an der Misere sind der Staat, der Neoliberalismus, die Exzellenzinitiative, der Umbau der Universitäten, die Hartz IV-Gesetze. Nicht schuld ist die eigene Studienfachwahl, wie Hadmut Danisch in, nun ja, gewohnt rustikaler Art kommentiert. Vom Ton her finde ich Danisch teilweise extrem pauschal, inhaltlich macht er aber einige Punkte. Und ich stimme mit ihm überein, dass die Autorin zumindest in Sachen Exzellenzinitiative absolut berechtigte Kritik anbringt.

Dennoch klingt mir der Beitrag von Ohm extrem nach dem Anspruch, einen Job im studierten Fach bekommen zu können. Da liegt sie aber falsch. Nur weil der Staat die freie Fachwahl erlaubt, heißt das noch lange nicht, dass man hinterher auch Anspruch auf einen Job an der Uni hätte. Die einzige Alternative, um die Schwemme an nicht benötigten Geisteswissenschaftlerinnen in den Griff zu bekommen, wäre die Einführung eines rigorosen Numerus Clausus. Aber will man das wirklich?

6: Das Bundesfamilienministerium macht weiter Propaganda mit dem angeblichen 21% Gender Pay Gap. Wer sichs anschauen mag:

Auch hier wieder wird nicht mehr von „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ geredet. Die offizielle Sprachregelung ist inzwischen „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“. Wer bestimmen soll, welche Jobs gleichwertig sein sollen, wird aber nicht gesagt.

Und ich dachte immer, der Wert einer Sache bemisst sich danach, was jemand anderes bereit ist, dafür zu zahlen. Mit anderen Worten, gleichwertige Jobs sind genau die, für die das gleiche bezahlt wird. Sprich: Der Satz „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ ist eigentlich eine Tautologie. Problem gelöst! Aber wahrscheinlich ist das viel zu naiv gedacht von mir unwissendem Dummerchen.

Kurznachrichten vom 07.03.2016

 

In den letzten Tagen hatte ich wenig Zeit und Lust zum Schreiben, also hat sich einiges angesammelt. Dann mal los…

1: Christian von Alles Evolution weist auf einen Aufruf der Süddeutschen Zeitung per Twitter hin, nach dem Material zum Thema „Gleichberechtigung“ gesammelt wird.

Christian hat gleich mal ein paar Links geschickt. Wir dürfen es ihm nachtun.

2: Hadmut Danisch ist auf einen Wettbewerb des NRW-Emanzipationsministeriums mit Namen #netzheldin gestoßen, den dieser Beitrag gewonnen hat, und den Danisch gebührend kommentiert.

3: Der Studierendenrat der Universität Halle hat mal eben 8000 Euro studentischer Mitgliedsbeiträge dafür übrig, um Erstsemester mit veganen Verhüterli zu beglücken.

4: In der Rubrik: „Das sanfte Geschlecht“ gibt es heute wieder zwei hübsche Beiträge. Hier der erste:

Am Dienstagabend schlug eine Frau in der Notfallambulanz des Stendaler Johanniterkrankenhauses so heftig auf einen Mann ein, dass die Polizei gerufen werden musste.  Eine 32-jährige Frau schlug fortwährend mit einem Rucksack auf einen 29-jährigen Mann ein, während dieser in Behandlung war. […] Zum Motiv wurde bekannt, dass die Frau vor einigen Tagen Geburtstag hatte und der Mann nicht gratulierte.

Im zweiten Fall ist nicht nur das sanfte Geschlecht, sondern mit ihm in Personalunion auch die Religion des Friedens beteiligt:

Hinweise verdichten sich, dass die Messerattacke eines Mädchens auf einen Bundespolizisten einen islamistischen Hintergrund hatte. Die 15-Jährige hatte vor einer Woche in Hannover dem Beamten mit einem Küchenmesser in den Hals gestochen und ihn schwer verletzt. […] Bereits als Siebenjährige hatte sie Kontakt zu dem Salafistenprediger Pierre Vogel. In einem Video mit ihm rezitierte sie Koranverse. Ob die 15-Jährige selbst zur Salafistin wurde, ist unklar.

5: In einem lesenwerten Beitrag stellt sich Thorsten Barnickel auf den Seiten des Humanistischen Pressedienstes (hpd) zwischen biologistischen Essentialismus von klerikal-konservativen Kräften einerseits und kulturalistischen Gendertheoretiken andererseits und plädiert stattdessen für ein „uneingeschränktes Ja zum Wissenschaftsprinzip in Schule, Unterricht und Lehrerbildung“ und die Einbindung der „Erkenntnisse der Evolutionsbiologie bezüglich wesentlicher Aspekte menschlichen Sozialverhaltens einschließlich derer bezüglich Geschlechterfragen“.

Im Hinblick auf die Unvereinbarkeit mit dem, was die Biologie zu Geschlechterfragen zu sagen hat, stehen sich kulturalistische Formen der Gendertheorie und christlich-religiöse Vorstellungen vom „Schöpfungsplan“ Gottes für den Menschen bzw. Mann und Frau in nichts nach. Würden Schüler im Biologieunterricht angemessen über die evolutionsbiologischen Grundlagen der Zweigeschlechtlichkeit, über die Vielfalt der in der Natur beobachtbaren direkten und indirekter Reproduktionsstrategien im Allgemeinen und den Bedeutungsgehalt des beobachtbaren Geschlechtsdimorphismus beim Menschen im Speziellen informiert, würde von der Vorstellung, allein die lebenslange und rein monogame Ehe zwischen Mann und Frau, wie sie die Kirchen im Blick haben, entspräche der „natürlichen Schöpfungsordnung“ des Menschen, genau so wenig übrig bleiben wie von der besagten Form der Gendertheorie.

Zu wünschen wäre das m.E., ich halte das aber leider für sehr optimistisch. Bis dahin ist noch ein langer steiniger Weg.

6: In einem weiteren Beitrag beim hpd behauptet der Journalist Kaan Göktas, dass die Genitalverstümmelung von Jungen („Beschneidung“) nichts mit dem Islam zu tun habe, weil sie mit dem Koran nicht begründet werden könne. Dies sei ein weit verbreiteter Irrtum. Der Prophet Mohammed und die ersten Muslime seien nicht beschnitten gewesen.

Es gibt keinen Eintrag über Beschneidungen im Koran. Ganz im Gegenteil, im Koran steht: “Gott hat den Menschen vollkommen erschaffen und er darf nicht verändert werden.”

Wenn sich das in der muslimischen Gemeinde herumsprechen würde, wäre es sicher ein Fortschritt. Ich fürchte nur, es wird als Einzelmeinung angesehen werden und viele Imame werden weiterhin die Beschneidung propagieren.

7: Wo wir es gerade über Gender und Islam haben: Mo von „Jesus and Mo“ entdeckt gerade seine weibliche Seite:



8: In den USA ist an der University of Kansas eine weitere Professorin unter den Beschuss von Studenten der PC- und SJW-Fraktion geraten. Ihr Vergehen: Sie hat das böse N-Wort benutzt, zwar nur als Zitat, aber selbst das reicht aus, damit sich Studenten dort uncomfortable fühlen. Ein weiteres Vergehen von ihr war, zu Bedenken zu geben, dass Studenten eventuell für ihr Scheitern selbst verantwortlich sein könnten.

Quenette’s use of the n-word, however, was not her students’ only complaint. She also suggested that students were dropping out of KU not because they were victims of racism or felt threatened on campus, but because of their low grades. Uh oh.

9: Passend dazu ein netter Sketch vom Mitchell und Webb, der ein wenig das SJW-Denken aufs Korn nimmt:

10: OT-Beitrag des Tages: Die angebliche Analyse des baden-württembergischen Wahlprogramms der AfD der Piratin Katharina Nocun (Spitzname „Kattascha“) schwirrt nun ja schon seit längerem viral durchs Netz. Allerdings entpuppt sich das bei näherem Hinsehen als eine manipulative Effekthascherei, in der sie die AfD-Aussagen größtmöglich negativ interpretiert. Kattascha verdreht die Aussagen so, dass sie möglichst Nazi-mäßig klingen. Das haben ihr bereits zwei Blogs nachgewiesen, die mal genauer als sie selbst im AfD-Programm nachgelesen haben und die wohlgemerkt betonen, dass sie selbst nicht gerade AfD-Fans sind. Die Blogs sind seidwalk und Huhn meets Ei. Wer nur Zeit für einen Beitrag hat, der von „Huhn meets Ei“ ist m.E. einen Tick besser.