Fundstück: So stellt man eine minimale Garderobe zusammen

Ich habe ja schon öfters darüber geschrieben, was ich einem eigentlich ganz okayen, aber irgendwie unzufriedenen jungen Mann empfehlen würde, gerade nicht mit dem Ziel „ich reiße 1000 Frauen auf“, sondern „ich möchte glücklicher in meinem Leben werden“. Neben abnehmen und Tanzen lernen gehören zu diesen Tipps auch Kleidungsstücke wie eine Lederjacke und schwarze Lederschuhe.

Ich habe in den letzten Jahren immer mehr Gefallen gefunden an dem Thema „Mode für Leute, die keinen Bock auf Mode haben und einfach nur gut aussehen wollen“. Letzten Endes läßt sich hier mit ein paar einfachen Schritten viel erreichen, was einen als Mann deutlich zufriedener durchs Leben gehen läßt.

Dazu passt auch das heutige Fundstück: Brett McKay (der gesunden Menschenverstand zurückbringen will) präsentiert bei The Art of Manliness (von dort stammen die Warnsignale beim Flirten), „wie man eine minimale Garderobe zusammenstellt“:

Brett McKay, „The Art of Manliness“: Building a Minimal Wardrobe

(Am Anfang ist Werbung, daher die ersten 45 Sekunden überspringen! Ich hoffe, der Tipp von Mario funktioniert und das Video startet ab der Zeitmarke.)

Die Grundidee: Man braucht nicht 1000 komplette Outfits, sondern ein paar solide Kleidungsstücke, die sich miteinander kombinieren lassen.

Man soll sich Klamotten aussuchen, die dem Lebensstil entsprechen. Gemeint ist aber vor allem die Art der Arbeit, also Bürojob vs. körperliche Arbeit.

Die grundsätzlichen Dinge soll zuerst anpacken, also z.B. einen Anzug kaufen, bei dem man dann Jacke wie Hose separat tragen kann. Dunkle Jeans lassen sich nicht nur zu T-Shirts tragen, sondern können auch Teil einer eleganteren Kombination werden. Dann kommt noch die Empfehlung, Sachen von der Stange von einem Schneider anpassen zu lassen. Wer’s mag…

Interessant ist die Regel, einen Kleidungs-Darwinismus einzuführen, bei dem man gnadenlos aussortiert. Kriterien dabei sind: Was hat man nicht mehr getragen? Braucht man es nicht mehr, mag man es nicht mehr, passt es nicht mehr zum Rest? Das führe man zweimal pro Jahr durch und gebe die aussortierten Stücke in die Kleidersammlung.

Als Ergänzung wird folgender Artikel von Antonio Centeno empfohlen: How to Build an Interchangeable Wardrobe

A key wardrobe concept for any man is interchangeability.
(…)
An interchangeable wardrobe is one with fewer specific pieces, but many possible clothing combinations.
(…)
A single good piece of clothing that works with almost everything in your closet is worth more than two or three single-use items that you can only work into one or two outfits.

Danach nennt er eine Liste von Stücken, die jeder Mann haben sollte. Da kommt es natürlich wieder auf den persönlichen Stil und die Lebenslage an, aber als Anregung zu gebrauchen.

Speziell für den Sommer hatte Brett McKay außerdem noch ein paar Tipps, wie man seine Sommergarderobe aufmotzt. Das Video ist deutlich kürzer und weniger umfassend, zeigt aber sehr schön, wie stark ein paar kleine Änderungen wirken:

Easy Ways to Upgrade Your Casual Summer Style

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Wenn es schon um Kleidung geht, darf dieses Lied nicht fehlen…

David Dundas: Jeans on

Nostalgie-Fundstück: Die Erste Allgemeine Verunsicherung über Männer, die sich für Frauen ändern

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal geht es um nichts anderes – und wieder um die Erste Allgemeine Verunsicherung (EAV).

EAV: Oh Bio Mio

EAV: An der Copacapana

Die beiden Lieder „Oh Bio Mio“ und „An der Copacabana“ erzählen dabei eine ähnliche Geschichte: Ein Mann verliebt sich in eine Frau, doch die will angeblich einen Partner mit einem ganz bestimmten Lebenswandel. Der Mann krempelt daraufhin sein gesamtes Leben um, nur um festzustellen, dass die Frau inzwischen mit einem anderen zusammen ist – der dem ursprünglichen Typen des lyrischen Ichs entspricht.

Und die Moral von der Geschicht‘ – sich ändern lohnt sich nicht? Zumindest nicht so radikal. Denn was die Protagonisten da besingen, grenzt nicht mehr an Selbstverleugnung, es ist bereits diese. Anstatt zu akzeptieren, dass die jeweilige Frau offenbar nicht auf sie steht und eine entsprechende Ausrede bringt, glauben sie tatsächlich, Anziehung deterministisch herbeiführen zu können.

Der Mann in „Oh Bio Mio“ hätte weiterhin sein Leben mit Auto, Schnitzel, Kneipenbesuch usw. genießen und das, was ihm Freude bereitet, verwenden können, um über die vergeblich Angebetete hinwegzukommen. Und der Mann im Stück „An der Copacabana“ wiederum hatte offensichtlich keinen Spaß am Körperkult – dann hätte er sich den Aufwand sparen können.

Einen wahren Kern haben die Lieder: Wenn Du an einer Frau interessiert bist und sie Dir erzählt, es müsse ein ganz besonderer Typ bei ihr sein, dem Du nicht entsprichst, dann versuche nicht auf biegen und brechen, dieser Typ zu werden. Ich würde ergänzen, dass es mindestens zwei Alternativen gibt:
a) such eine andere Frau zum Flirten.
b) flirte trotzdem mit der Frau, vielleicht wird es eine „eigentlich stehe ich gar nicht auf solche Typen, aber“-Situation.

Warum ich abnehmen empfehle

Den heutigen Artikel wollte ich schon lange schreiben. Wie ich schon früher feststellte:

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wieviele Rädchen es gibt, an denen man drehen kann, und wie wenige das tatsächlich tun. Etwa abnehmen, um sich selbst wieder wohl in seiner Haut zu fühlen.

Normalgewicht ist gut für einen selbst. Und gut für die Wirkung auf andere, womit die positive Wirkung auf einen selbst noch einmal verstärkt wird.

Fettlogik für Hetero-Männer: „Frauen achten bei Männern nicht so stark aufs Aussehen!“

Das ist die große Wahrheit, die überall herumgetragen wird und die man offiziell aussprechen kann, ohne anzuecken. Leider hilft das für die persönliche Entwicklung überhaupt nicht weiter.

Daher ein Denkanstoß: Selbst wenn „nicht so stark“ stimmt, ist das nur relativ, und im Vergleich zu „ist eines der wichtigsten Attraktivitäsmerkmale“ kann das immer noch „ist wichtig“ bedeuten.

Je nach Kontext kann diese Fettlogik, etwa wenn sie von einer Frau gegenüber einem befreundeten Mann geäußert wird, auf „soziale Erwünschtheit“ zurückzuführen sein: Die Frau glaubt, dass es allgemein als oberflächlich gilt, auf gutes Aussehen zu stehen. Es kann auch eine Aussage sein, „um einen nicht zu verletzen“ – insbesondere, wenn man glaubt, dass man wenig an seinem Gewicht ändern kann.

Wäre Frauen Aussehen egal, gäbe es für die Schönlinge unter den Schauspielern, Musikern und Sportlern keinen Markt. (Hier als Alternativerklärung eine Verschwörungstheorie über „die Verschwulung der Welt“ einfügen.)

Eine Studie bei OK Cupid ergab zudem eine interessante Erklärung: Frauen stuften 80% der Männer als „unterdurchschnittlich“ bezüglich ihres Aussehens ein. Wenn das allgemein stimmt, dann bedeutet eine Aussage, Frauen achteten nicht so sehr aufs Aussehen, vor diesem Hintergrund nur, dass man nicht zu den bestaussehendsten 20% zählen muss. Und damit ist die Realität wieder hergestellt.

Oder wie es in der Gegenüberstellung „Die üblichen gesellschaftlich anerkannten Flirttipps vs. Game“ recht deutlich wird: Natürlich spielt das Aussehen eine Rolle! Man sollte sich von Sprüchen à la „Sei Du selbst“ nicht davon abbringen lassen, zu erkunden, was man denn noch alles werden kann.

60% Übergewichtige in Deutschland

Soweit sind wir inzwischen gekommen. Das bedeutet aber auch: Man gehört schon zu den schlanksten 40%, wenn man Normalgewicht erreicht. Mit einer einzigen Aktion so viel zu erreichen – das ist doch mal eine effektive Investition in sich selbst.

Nun ist Gewicht nicht gleich Aussehen. Was mir aber auf den zahlreichen Vorher/Nachher-Fotos im „Fettlogik überwinden“-Blog aufgefallen ist: Man sieht insbesondere die Gesichtskonturen viel deutlicher, wenn die Leute schlank sind. Ich finde, dass gerade ein freundliches Lächeln viel ausdrucksstärker wirkt, wenn das Gesicht scharfe Kanten hat.

Gerade bei einem Mann kann ein schlanker Körper auch ausstrahlen: Ich habe mich selbst im Griff. Ich stelle an mich selbst Anforderungen – und erfülle sie. Ich warte nicht ab, was mir so passiert, sondern nehme mein Leben selbst in die Hand. Ich übernehme Verantwortung für meine Gesundheit.

Auf sich selbst hören

Nadja Hermann alias erzählmirnix macht es vor: Sie merkt geringe Schwankungen, achtet auf ihr Körpergefühl. Letzteres sollten Männer ebenfalls tun, auch wenn sie gelernt haben, Signale zu ignorieren. Wie sie außerdem in den Kommentaren sehr treffend schreibt:

„Für mich persönlich war am Ende der Sprung zwischen hohem Normalgewicht/leichtes Übergewicht und dem Gewicht jetzt nochmal mit der größte, vom Körpergefühl her.“

Das sollte ein Ansporn sein, auch abzunehmen, wenn es „nur ein paar Kilos“ weniger sein sollten. Auszustrahlen, dass man sich wohl in seiner Haut fühlt, trägt natürlich auch zur Attraktivität bei. Mal abgesehen davon, dass einem enge, körperbetonte Klamotten stehen. Man sollte nicht unterschätzen, wieviele Frauen da gerne hingucken – und all das wieder eine positive Rückkopplung gibt. Oder wie es „ein Mann mit Idealkörper“ berichtet:

[A]uf Besuche im Freibad, Sauna oder Strand freue ich mich mehr. Oder einfach nur in Figur-betonter Kleidung durch die Fußgängerzone oder zum Einkaufen zu gehen, macht schon Spaß.
(…)
Klar, Selbstvertrauen und Selbstwert darf und kann gar nicht nur über die Optik kommen; aber sich selbst als attraktiv zu empfinden, hilft, ein gesundes Selbstwert-Grundgerüst weiter auszubauen.

Fremde nehmen mich anders wahr:

  1. gucken mir hinterher (passiert einem als Mann recht selten)
  2. bekomme regelmäßig Komplimente, auch von Frauen (passiert noch seltener)
  3. Die meisten Menschen wundern sich, wenn sie erfahren, dass ich Software Entwickler bin. Passt mal so gar nicht ins Klischee.

Mal abgesehen davon, dass man rein optisch dynamischer wirkt: Vielen erfolgreichen Abnehmern fällt erst im Nachhinein auf, wieviele Aktivitäten sie mit Übergewicht gar nicht, nur ungern oder mit weniger Freude unternommen haben. Mehr Optionen zu haben und diese mehr zu genießen ergibt natürlich auch mehr Möglichkeiten, andere Menschen kennenzulernen.

Wenn es um den Partnermarkt geht, finde ich folgende Einsicht auch sehr hilfreich: Man kann verlangen, was man selbst zu geben bereit ist.

Erfolgsgeschichten von Männern:

  1. Long Way Down
  2. Jochen bekommt sein Fett weg
  3. Der Fettlogik-Knick
  4. … als mein Mann mit Volldampf Richtung Normalgewicht davonrauschte …
  5. Feeling oder Fakten? Das ist die Frage…
  6. Wie lebt man(n) mit Idealkörper?
  7. Entscheidungen, die doch meine sind
  8. „Das hätte ich auch gerne!“
  9. Den letzten Kilometer ruhig auslaufen

Die Motivation zur Serie

Angenommen, ich schreibe für einen eigentlich ganz okayen, aber irgendwie unzufriedenen jungen Mann. Welche niedrigschwelligen Tipps würde ich ihm geben, gerade nicht mit dem Ziel „ich reiße 1000 Frauen auf“, sondern „ich möchte glücklicher in meinem Leben werden“?

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Irgendwie kommt mir bei diesem Thema immer das Bild von Thomas D. beim Fitness-Training hängengeblieben, bei dem er eine Arbeitsversion des folgenden Liedes hört:

Thomas D.: Fighter

Fundstück: Die extrem schwankende Attraktivität von Männern

Bei Alles Evolution antwortet david in einem Kommentar auf marenleinchen (Hervorhebungen von mir):

Es ist so: als Frau kennst du deinen Marktwert wahrscheinlich ziiiemlich gut. Du weißt auch, wie du ihn nach oben oder unten manipulieren kannst, indem du etwas mehr oder weniger Aufwand betreibst. Da ist natürlich auch bei Frauen Spiel drin.

Als Mann hast du nur einen ganz ungefähren Näherungswert, wirklich wissen tust du es nicht und das eigene Spiegelbild ist eh nicht objektiv. Zum Einen bekommst du in der Regel sehr viel weniger, zumindest weitaus subtileres Feedback, selbst wenn du attraktiv bist. Zum Anderen ist deine erlebte Attraktivität derart heftigen Schwankungen ausgesetzt, dass dir schon in der Pubertät hören und sehen vergeht. Weil sie schlicht in höchstem Maße von Kontext, Macht und deinem (v.a. selbstsicherem) Verhalten, Humor etc abhängig ist. Ja, und auch (suggeriertem Status). Es gibt Lebensphasen oder Situationen, da verändert sich dein Auftreten und dein Erfolg bei Frauen wie Tag und Nacht, das Aussehen bleibt aber doch wohl ziemlich gleich. Und zwar macht das nicht nur einen Unterschied darin, ob du „sympathisch“ bist, sondern im Extremfall ob ein und dieselbe Frau bei deinem Anblick die Nase rümpft oder sie sich dich einverleiben möchte wie ein Dessert.

Ich hab ja mit dir schon häufig gegen die Pickup-Weisheiten von Christian andiskutiert die oft mit hohem Bullshit-Faktor daherkommen, aber die Wahrheit liegt dann schon mindestens dazwischen.

Gerade in den hervorgehobenen Stellen fand ich mich doch sehr wieder. Ich fand das in jungen Jahren sehr verwirrend, wenn auf einmal alles lief, obwohl ich doch scheinbar nichts anders gemacht hatte. Natürlich war es umso schlimmer, wenn ich nach einer Phase, in der ich anscheinend als sehr attraktiv wahrgenommen wurde, plötzlich aus allen Wolken fiel und ich keine Ahnung hatte, wie ich aus dem Tief wieder herauskommen konnte. Vor allem fragte ich mich dann, was ich getan hatte, um dieses Ergebnis, „nicht mehr attraktiv zu sein“, verdient zu haben. Da steckte der falsche Glauben dahinter, der eigene Erfolg oder Misserfolg sei vollkommen steuerbar und damit geschehe das, was einem passiere, auch immer irgendwie recht.

Heute weiß ich (auch auf andere Lebensbereiche bezogen), dass es einfach Umstände geben kann, unter denen man kaum eine Chance hat. Das entbindet einen nicht etwa von Verantwortung und Veränderungswillen im eigenen Leben – es macht sie erst akzeptabel. Fehler und Verbesserungsmöglichkeiten bei sich selbst zu suchen, kann man dann in produktivere Bahnen lenken, als ständig zu grübeln.

Es freut mich sehr und hat mich auch berührt, zu lesen, wie stark männliche Attraktivität schwankt. Das ist etwas, das ich gerne jungen Männern als Erklärung und Beruhigung mitgeben würde. Es gibt Durststrecken im Leben und am besten nutzt man diese Phasen, indem man sich nicht kirre machen läßt, sondern sich auf eigene Stärken und Interessen konzentriert (kreativ sein, neue Fähigkeiten erlernen, den Bekanntenkreis erweitern, reisen). Wenn dann wieder eine gute Phase kommt, hat man die Zeit davor gut genutzt und ist ein viel interessanterer Mensch geworden.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Anziehungskraft mag keine Wahl sein, aber seltsam ist sie manchmal auf jeden Fall.

The Cure: Strange Attraction

Fundstück: Was zeichnet geistig starke Menschen aus?

In einer Diskussion bei Alles Evolution zitiert Lutz Bierend / fatherleft, der hier schon mehrfach in positivem Zusammenhang erwähnt wurde, eine Liste von Lebenstipps namens 13 Dinge, die mental starke Menschen nicht tun:

  1. Sie verschwenden keine Zeit mit Selbstmitleid
  2. Sie geben ihre Verantwortung nicht ab *
  3. Sie scheuen sich nicht vor Veränderung
  4. Sie verschwenden keine Energie für Dinge außerhalb ihrer Kontrolle
  5. Sie versuchen nicht, es jedem recht zu machen
  6. Sie fürchten sich nicht vor kalkulierten Risiken
  7. Sie verlieren sich nicht in der Vergangenheit
  8. Sie machen nicht dieselben Fehler wieder und wieder
  9. Sie nehmen anderen Menschen Erfolg nicht übel
  10. Sie geben nicht nach dem ersten Scheitern auf
  11. Sie fürchten sich nicht vorm Alleinsein
  12. Sie glauben nicht, die Welt würde ihnen etwas schulden
  13. Sie erwarten keine sofortigen Ergebnisse

* hier steht im Original „Macht“ aber wie Lutz Bierend völlig richtig anmerkt, ergibt sich aus der Beschreibung, dass „Verantwortung“ gemeint ist.

Nun habe ich im allgemeinen eher eine Abscheu gegenüber „fühl Dich gut“- und „voll die Weisheiten“-Listen entwickelt, die im Internet herumgereicht werden. Allerdings ist Lutz Bierend jemand, der in seinen Artikeln immer sehr geerdet und ohne Firlefanz wirkte.

Und tatsächlich finde ich diese Liste nicht schlecht. Wie oft der Weg zum Erfolg etwa mit Niederlagen gepflastert ist! Und wie wichtig es ist, die Verantwortung für Probleme nicht auf die Vergangenheit, andere Leute oder einfach abstrakt die ganze Welt zu schieben.

Interessant finde ich die Überzeugungen auch, wenn man sie auf das Feld „Flirten und Attraktivität“ anwendet.

Wenn es mit dem bisherigen Setting nicht klappt, etwa weil man meint, nicht sehr viele neue (interessante) Leute kennenzulernen, ist es Zeit für Veränderung – ob an den Rahmenumständen oder an sich selbst.

Es ist auch wichtig, es aushalten zu können, dass einen nicht jeder mag. Leute, die einem krampfhaft gefallen wollen, kommen extrem unangenehm herüber.

Aber besonders klingt bei mir „ich halte es aus, allein zu sein“ nach. Lieber solo durchs Leben gehen als in einer Beziehung unglücklich sein. Ich fand es schon immer merkwürdig, dass Leute ihr Leben (und das ihres Parners) damit verschwendet haben, sich nicht gemeinsam wohlzufühlen.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Es gab mal dieses Lied mit Lebensratschlägen namens „Everybody´s Free (to wear sunscreen)“. Davon gab es auch mindestens zwei Versionen auf Deutsch. Bei dieser ist die Übersetzung nicht immer astrein, wird aber von der Synchronstimme von Bruce Willis gesprochen…

Faktor 7 (feat. Manfred Lehmann) – Sonnenschutz

Fundstück: Freakonomics über Partnersuche via Internet

„Freakonomics“ hatte ich schon einmal erwähnt. Zum ersten Mal war mir der Name jedoch in ganz anderem Zusammenhang über den Weg gelaufen: Ein Beitrag befasst sich mit Ökonomie bei der Partnersuche übers Internet. Ja, es heißt nicht umsonst Partnermarkt… praktischerweise werden auch einige Tipps gegeben und Gesetzmäßigkeiten erklärt.

Man beachte, was sich zwischen der ursprünglichen Sendung (Textversion) und der Wiederausstrahlung (Textversion) verändert hat!

Einige Details, die zum Teil altbekannte Überzeugungen bestätigen:

  1. Bei Frauen ist Aussehen wichtig, bei Männern Einkommen.
  2. Bei Männern gibt es ein starkes Ungleichgewicht, was das eigene Aussehen angeht. Die besten 10% und noch einmal die besten 5% heben sich deutlich vom Rest ab.
  3. Man sollte sich klar überlegen, was man sucht, und sein Profil entsprechend darauf ausrichten, um passenden Partnern die richtigen Signale zu senden. Bei einer großen Menge von potentiellen Kandidaten lohnt es sich, sein Profil umso klarer auszurichten, damit man leichter als „besonders gut passend“ identifiziert wird.
  4. Absolut unverhandelbare Dinge sollte man sofort nennen. Entweder es geht oder es geht nicht.
  5. Für Männer, die eine feste Partnerschaft wollen, lohnt es sich, zu signalisieren, dass sie etwas festes suchen. Für einen Flirt sind die meisten zu haben, aber nicht alle sind zu mehr bereit.
  6. Entsprechend lohnt es sich für solche Männer, Stabilität und Verlässlichkeit auszustrahlen (und natürlich „andere Frauen fühlen sich in seiner Gegenwart wohl“).
  7. Einem konkreten 28-jährigen Mann wird geraten, bei der Wahl der Frauen wählerisch zu sein. Er sei in einem guten Alter und habe noch Zeit.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Vielen Dank für den Vorschlag, aranxo!

Chic: Le Freak

Warum ich Tanzen lernen empfehle

Hans schrieb bei Alles Evolution einen sehr praktischen Hinweis (Rechtschreibung leicht angepasst von mir), den er zwar an eine konkrete Person richtete, der aber für viele Männer taugen kann:

Ohne dich zu kennen, gebe ich dir den Tipp, tanzen zu lernen (in einer Tanzschule: klassisch / latein oder halt Tango, Salsa). Und zwar ergebnisoffen: Also gerade nicht mit dem Ziel, jemanden abzuschleppen.

Da gibt es noch festgeschriebene Protokolle und alleine das positive Erleben und die Kooperation miteinander ist mit Sicherheit ein Faktor, der

a) dein Weltbild positiv verändern könnte
b) dir ein besseres Gefühl vermitteln könnte

Zudem gibt es einem eine starke Sicherheit durch die strikten Protokolle und klaren Grenzen. Und wenn du dabei bleibst „Social Proof“, usw. usf.

Und als letztes ist „Führen lernen“ auch generell praktisch, um zum „Patriarchat“ dazuzugehoöen😉.

Denn wenn es das Patriarchat schon unbedingt geben „muss“, dann kann man(n) es ja wenigstens positiv ausleben.🙂

In diesem Kommentar steckt soviel drin – positiv sein, für sich selbst etwas ausprobieren, die Welt nicht ständig so ernst nehmen. Den Tipp kann ich empfehlen, auch wenn ich selbst nie besonders gut bei Paartänzen war.

Ich habe das so erlebt, seit ich ein junger Mann war: Genügend Frauen sind völlig hingerissen von guten Tänzern, sehen glücklich mit ihnen aus und schwärmen auch vor anderen darüber. Das gilt sogar dann, wenn die Männer ansonsten nicht besonders attraktiv sind, was Aussehen oder Redegewandheit angeht. „Mit drei Dingen kann man bezaubern: Musizieren, Kochen, Tanzen.“, wie ein lebenserfahrener Bekannter von mir einmal sagte.

Wie ich schon beim Thema „Freundlichkeit“ schrieb:

Eine gewisse Eleganz ist natürlich altmodisch – also nichts von wegen „alte Rollen aufbrechen“, sondern im Gegenteil althergebrachtes galantes Verhalten wiederentdecken ist angesagt.

Das Ziel soll aber gerade nicht sein, andere zu beeindrucken. Für einen selbst sind es die Körperbeherrschung und die Freude an der Bewegung, die ein Hochgefühl erzeugen können. Man ist in einem positiven Kontext unter Menschen und simuliert nicht, ein soziales Wesen zu sein, man ist. Das halte ich für viel wichtiger, um glücklich zu werden.

Die Motivation zur Serie

Angenommen, ich schreibe für einen eigentlich ganz okayen, aber irgendwie unzufriedenen jungen Mann. Welche niedrigschwelligen Tipps würde ich ihm geben, gerade nicht mit dem Ziel „ich reiße 1000 Frauen auf“, sondern „ich möchte glücklicher in meinem Leben werden“?

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Lieder übers Tanzen gibt es viele, aber dieses fiel mir zuerst ein.

David Bowie: Let’s Dance