Gastartikel: Beschämend

Es folgt ein Gastartikel von Frank Mehding.

Es ist beschämend, in einem Land zu leben, wo man einen Antrag auf ein Menschenrecht stellen muss, damit man ein gleichberechtigter Vater sein darf.
Es ist beschämend, in einem Land zu leben, wo man sich bei jedem Kind erneut rechtfertigen muss, dass man als Vater nicht kindeswohlgefährdend ist.

Wenn dein Flieger zu spät ist, kannst du Schadensersatz verlangen. Wenn sich dein Zug verspätet, bekommst du Fahrpreiserstattung. Aber Du lebst in einem Land, wo man Dir nach Belieben Dein Familienleben klauen darf und die Täterin als Belohnung auch noch Unterhalt von dir kassiert.

Wenn du dich beschwerst, sagt man dir, du bist wehleidig oder selber schuld. Wenn du Hilfe suchst, verplempern Gerichte und Jugendämter die Lebenszeit von dir und deinen Kindern. Wenn du dich an die Medien wendest, wirst du ignoriert oder als Einzelfall dargestellt. Wenn du eine Petition schreibst, antwortet dir die Ministerin, es gäbe keine Entschädigung „für legislatives Unrecht“.

Die Politik entscheidet eiligst und regelmäßig, wenn es um Mütter und Unterhalt geht, aber schleppend oder gar nicht, wenn es um Kinder und Väter geht. Kein Land wird häufiger vom EuGH und EGMR wegen Verletzung der Menschenrechte ermahnt wie Deutschland. Es hat Jahrzehnte gedauert, bis die UN-Kinderrechtekonvention anerkannt wurde und bis ledige Väter ein Sorgerecht erhielten.

Autor unbekannt.
Redigiert: Frank Mehding
Vaeter-Netzwerk.de e.V.
Nürnberg

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Gastartikel: 3 Jahre Elternzeit – ohne Kinder

Es folgt ein Gastartikel von Frank Mehding.

Erster Fall in Deutschland: Ein Vater nimmt drei Jahre Elternzeit, die Mutter arbeitet in Vollzeit – und gibt das Kind in Fremdbetreuung. Sie verweigert dem Vater das Kind, aus rein finanziellem Interesse: Unterhalt.

Ein Mann zieht bei einer Frau in die Wohnung ein. Nach 2 Jahren kommt ein Kind zur Welt. Der Vater nimmt sich drei Jahre Elternzeit, um sich um das Kind zu kümmern. Die Mutter arbeitet in Vollzeit. Nach 8 Monaten wechselt die Mutter das Türschloss aus und unterbindet den Umgang des Vaters mit seinem Kind. Und lässt das Kind fremdbetreuen.

Dann verklagt die Mutter den Vater auch noch auf Unterhalt. Das Gericht setzt für den Vater – obwohl er wegen Elternzeit gar kein Einkommen hat – ein fiktives Einkommen an und verpflichtet ihn, sogar rückwirkend zu zahlen.

Unglaublich? Aber exakt so passiert, Urteil vom 5.4.2017, Az. 6F47/17, Amtsgericht Erlangen, Richterin Frau Kotzam-Dümmler.

In der Politik und den Medien wird häufig über die Verantwortung der Väter in der Kinderbetreuung geschrieben. Vielfach jedoch scheint die Schuld nicht bei den Vätern zu liegen sondern bei den Müttern. Wenn sich ein Vater um seine Kinder kümmern möchte, wird es ihm oftmals von der Mutter verweigert.

Fazit: So lange im deutschen Familienrecht einer alles bekommt und der andere alles verliert, wird die Arbeit an den Gerichten nicht weniger. Das Wechselmodell muss kommen.

Frank Mehding
Vaeter-Netzwerk.de e.V.
Nürnberg