Schleswig-Holstein und Frankreich

Hallo liebe Freunde der gepflegten Hatespeech und patriarchalischen Strukturen, ich bin gerade noch über 2 Sachen gestolpert die einen beitrag wert wären, aber leider hab ich heute und die nächsten Tage überhaupt keine zeit zu schreiben. Deshalb nur ein paar schnell hingepfuschte Zeilen dazu. vielleicht möchte sich jemand anderes intensiver mit den Fällen auseinandersetzen. es handelt sich:

1. um die Wahlniederlage des schleswig-holsteinschen Amtsinhaber Torsten Albig dem, so vermuten einige Medien, eine „sexistische“ Aussage zu Fall gebracht hat:

https://www.gmx.net/magazine/politik/einevielleicht-verhaengnisvolle-homestory-32313272

zitat gmx-news (ein durchschnittlicheres Medium als man denkt):

„Über seine Nochehefrau sagt Albig: „Die Trennung von meiner Frau war für mich ein sehr schwerer Schritt. Mir war diese Ehe wichtig. Wir haben uns ja mal sehr geliebt.“

Dann kommt die entscheidende Passage: „Aber leider haben wir beide nicht genügend auf uns aufgepasst. Irgendwann entwickelte sich mein Leben schneller als ihres. Wir hatten nur noch ganz wenige Momente, in denen wir uns auf Augenhöhe ausgetauscht haben. Ich war beruflich ständig unterwegs, meine Frau war in der Rolle als Mutter und Managerin unseres Haushalts gefangen.“ Dies werfe er, Albig, sich insbesondere selbst vor“ [zitat gmx ende]

das haben dann einige als macho-mäßig etc pp aufgefasst…

 

2. Frankreich

Die Zeit berichtete darüber welche sozialen Gruppen wen gewählt haben und ups: Die bösen Männer haben den guten Macron gewählt und die guten Frauen die böse Le Pen.

http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-05/wahlanalyse-frankreich-praesidentschaftswahl-wahlbeteiligung

wär es andersrum gewesen, hätte man die Erklärung gehört, dass die angry-white-man mal wieder gnadenlos zugeschlagen haben wie bei Trump. Aber diesmal?

Außerdem erinner ich mich noch an einen putzigen Artikel in der Bild der Frau … äh… ich meine bei Edition F, der sich vor der Wahl mit dem Dilemma auseinandersetzte, dass man in Frankreich leider den, also naja… diesen (triggerwarnung!) -Mann- wählen muss:

https://editionf.com/Frankreich-Wahl-Marine-Le-Pen

viel spaß

 

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Fundstück: Lucas Schoppe über Sexismus in der Macron-Debatte

In der Diskussion um Emmanuell Macron und seine Frau schreibt Lucas Schoppe einen sehr schönen Kommentar:

Ob Macron nun keine andere abbekommen hat (danach sieht er nun wirklich nicht aus), oder ob er in seine Frau einfach verliebt war, oder sonst noch was ganz anderes – das finde ich völlig egal.

Interessant ist die Wahrnehmung von außen. Carline Mohr schreibt bei Spiegel-Online:

„Aber die Aufregung über das Alter von Brigitte Macron nervt mich. Warum? Weil bei einer deutlich älteren Ehefrau mehr gestaunt und gelästert und analysiert wird als bei einem deutlich älteren Ehemann. Es ärgert mich, weil dem die Annahme zu Grunde liegt, dass Frauen jung und schön sein müssen, um für einen Mann begehrenswert zu sein.“
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/felix-baumgartner-ivanka-trump-kim-kardashian-feminismus-auf-twitter-und-co-kommentar-a-1144981.html

Da geht es nun darum, dass Macron noch deutlich minderjährig war, als die Beziehung zu seiner Frau begann, und dass er obendrein ihr Schüler war – aber Mohr macht daraus im „Wutanfall“ klar, dass auch hier die Gesellschaft Frauen benachteilige.

Sie macht das wider besseren Wissen – direkt unter der Passage verlinkt sie eine Focus-Meldung, der es unmissverständlich klarstellt, worum es eigentlich geht. Interessiert die Feministin Mohr nur nicht. Pffff, was ist schon sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen, wenn es dabei um Jungen geht.

Sie tut einfach mal so, als ob es alle Menschen völlig normal finden würden, wenn ein männlicher Lehrer eine Beziehung mit seiner fünfzehnjährigen Schülerin beginnt. Umgekehrt ist es natürlich richtig: Dass sie eine Frau ist, und er ein Junge war, hat sie geschützt.

Ich habe bei Alles Evolution ebenfalls mehrfach kommentiert, möchte aber noch einen anderen Beitrag empfehlen: Der Lotosritter äußerte sich ebenfalls zu dem Fall.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Dazu ein wenig französische Popmusik!

Alizée: Moi Lolita