Fundstück: „Mehr Vater wagen“

Das Grußwort zum Zweiten Deutschen Gender-Kongress, auf den ich bereits hingewiesen hatte, hat es in sich:

Ein halbes Jahrhundert nach Willy Brandts legendärer Aufforderung an uns alle, „mehr Demokratie zu wagen“, würde er uns heute vermutlich dazu auffordern, „mehr Vater“ zu wagen. Gerade mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl und die fortschreitende Männerdiskriminierung. Wer sich nur in den Echokammern seines immer gleichen Meinungsumfeldes aufhält, wird niemals das genießen, was unsere Demokratie ausmacht: „Meinungsvielfalt und Meinungsfreiheit“.

Na, das ist doch mal ein knackiger Spruch: Mehr Vater wagen.

Das drückt in wenigen Worten aus, was wirklich anliegt. Genügend Männer wären bereit, Verantwortung zu übernehmen – der Staat macht es ihnen nur unnötig schwer bis unmöglich, das auch zu tun. Vater Staat ist ein schlechter Ersatzvater.

Hier wird genannt, was Lutz Bierend bei fatherleft und als Superlutz immer wieder angeführt hat. Auch Lucas Schoppe hat es ständig auf der Tagesordnung.

Es passt zur FDP, die das Wechselmodell als Standard fordert. Es spricht aber auch SPD-ler alter Schule an, die sich wehmütig daran erinner, für was ihre Partei mal unter Willy Brandt stand.

Und ganz nebenbei wird auch noch angesprochen, wo wir wirklich mehr „Diversity“ benötigen: Bei den Meinungen! Das ist immer noch das beste Rezept gegen eine postfaktische Gesellschaft.

Also, das wäre auch etwas zum Hingucken für Manuela Schwesig. Wenn sie denn wollte.

Das Grußwort steht derzeit bei www.genderkongress.org und vaeter-netzwerk.de. Dauerhaft wird es bei Genderama nachzulesen sein.

Aktualisierung: Lucas Schoppe zum selben Thema.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Wenn es um Väter geht, die (wieder) am Leben ihrer Kinder teilhaben…

John Williams: Father and Son Reunited

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Warum ich auf den 2. Deutschen Genderkongress hinweise

Kurz und knapp: 2. Deutscher Genderkongress, 13.05.2017, Nürnberg. Die Tagesordnung inklusive den Namen der Referenten erschien vor wenigen Tagen bei Genderama. Auch Alles Evolution hatte auf den Kongress hingewiesen.

Aktualisierung:: Alleine dafür, dass abends der Film „The Red Pill“ gezeigt wird, lohnt sich schon die Teilnahme. Wie konnte ich das nur vergessen zu erwähnen!

Ich ärgere mich schwarz, dass ich an dem Wochenende schon anderweitig verpflichtet bin. Warum ich dennoch einmal gesondert auf den Kongress hinweisen möchte:

Alle halbe Jahre kommt eine Diskussion im Sinne von „Was tun?“ auf. Das Programm dieses Kongress liest sich wie eine Antwort auf „Die Aktiven vs. die Blogger“, denn dort erscheinen eine ganze Reihe Leute, die einerseits aktiv sind und die andererseits bloggen.

Ich finde es geschickt, den Begriff „Gender“ durch so eine Veranstaltung zu kapern. Außerdem ist das ein hervorragender Beitrag für die Aktion „eine Brille für Schwesig„, denn hier wird ein bunter Strauß an Themen angeboten, die Jungen, Männer und Väter betreffen. Die Brille könnte in diesem Fall sogar von einer SPD-Politikern selbst überbracht werden, die im Programm aufgelistet wird – falls sie nicht vorher wieder absagt.

Jetzt zeigen sich auch die Vorteile davon, all die Hetze und Behinderungen aus der Vergangenheit überstanden zu haben: Was soll jetzt noch kommen? Insofern haut Arne Hoffmanns mit seinem Kommentar unter dem Programm genau in die richtige Kerbe.

Aktualisierung: Auch Emannzer empfiehlt die Teilnahme.

Meta

Wer dieses Blog regelmäßig liest, der weiß, dass seit einigen Monaten keine Pingbacks mehr verschickt werden. Eigen-Pings und Pingbacks von anderen Blogs sind hingegen kein Problem. Eine Anfrage beim WordPress-Support wurde sofort scheinbar ausgeblendet oder vom Administrator geschlossen. Allerdings ergab sich ein Hinweis darauf, dass Akismet irrtümlich zu stark filtert. Das würde bewirken, dass es zu Schwierigkeiten kommt – auch beim Kommentieren in anderen Blogs. Ich habe eine Anfrage an Akismet gestellt; mal sehen, was sich ergibt. Vielleicht haben andere Leute ja dasselbe Problem und nun eine Ahnung, was der Hintergrund sein könnte. So geht’s:

Solange du das Fehlverhalten beim Akismet Support nicht anzeigst, wirst du immer wieder Probleme beim Kommentieren auf WordPress Blogs oder hier im Forum haben. Die Prozedur dazu ist relativ einfach:

Akismet Kontaktformular aufrufen
Den Text „All of my comments are being marked as spam“ eingeben
Die Option I think Akismet is catching my comments by mistake anklicken
Die Formularfelder ausfüllen und fertig 🙂

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? J.B.O. kommen aus Erlangen, das ist ja quasi um die Ecke…

J.B.O.: Ein guter Tag zum Sterben

Warum ich dieses donnernde Schweigen zum Thema mache

MANNdat spricht an, dass das „Bundesforum Männer“ sich bislang nicht zum drohenden Aus der Gewaltschutzwohnung für Männer in Thüringen geäußert hat. Es reit sich damit ein in die allgemeine öffentliche Gleichgültigkeit.

Nun wäre der etwas naive Leser vielleicht verwundert: Moment mal, hat das Bundesforum Männer nicht ein beachtliches Budget und wäre dem Namen nach für die Anliegen von Männern verantwortlich? Ja, dem Namen es – der Praxis nach ist es eine Alibiorganisation, die vor allem dafür sorgt, dass keine andere offizielle Vertretung für die Probleme und Notlagen von Männern hochkommen kann, denn „es gibt doch bereits eine“. Ansonsten geht das Bundesforum Männer immer schön beiseite, wenn Aktivitäten oder zur Sprache bringen in irgendeiner Form Anliegen von Frauen in einem Sachverhalt eine niedrigere Priorität einräumen würde.

Wie Genderama neulich oder Lucas Schoppe schon vor drei Jahren schrieb: Donnerndes Schweigen hat Tradition.

Diese unglaubliche Stille, dieses „sich nicht einsetzen“, diese notwendigen Dinge, die nicht geschehen – sie sind nur schwer sichtbar zu machen, weil es ja nichts gibt, das man zeigen könnte. Deswegen muss das sozusagen „über die Bande“ geschehen: Ein Bedarf, eine Organisation, die eigentlich dafür da werde – und dann die ausbleibende Reaktion.

Insofern ein weiterer Treffer für MANNdat, wenn auch ein bitterer. Ich reihe diesen Sachverhalt ein in die Aktion „Eine Brille für Schwesig„.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Unsichtbare Männer – da fällt mir nur ein Lied ein, das mir ein wenig bessere Laune bereitet.

Queen: Invisible Man

Fundstück: Eine Brille für Schwesig

MANNdat haut in letzter Zeit ordentlich Artikel raus und gibt sich dabei einerseits bissig, liefert andererseits aber auch Fakten. Gute Mischung!

Die neueste Aktion heißt „Eine Brille für Schwesig„. Der Sinn dahinter:

Warum sieht die deutsche Geschlechterpolitik nur Frauen? Vielleicht ist es nur eine Sehschwäche des politischen Establishments. In der Kampagne „Eine Brille für Schwesig“ wollen wir vom Internationalen Frauentag bis zur Bundestagswahl 2017 regelmäßig Denkanstöße liefern, die den Blick auf das unsichtbare Geschlecht immer ein Stückchen weiter schärfen. Die Kampagne können Sie auch auf Facebook oder Twitter verfolgen.

Und so muss man es wohl auch machen: Eigene Inhalte anbieten und gleichzeitig in den sozialen Medien präsent sein.

Der Witz ist: Natürlich braucht Manuela Schwesig keine Brille – was da geschieht, ist alles volle Absicht einer Überzeugungstäterin. Und natürlich wird Schwesig all die Ausführungen nicht lesen – ebensowenig wie sonst jemand vom BMFSFJ. Aber es wird genügend Leute auf der Galerie geben, die all das wahrnehmen werden, inklusive dem Ignorieren durch Ministerin und Ministerium. Insofern hat MANNdat auch eine gute Antwort gefunden auf all die desillusionierten Kritiker, die bemängeln, Aktive würden zu naiv an die Sache gehen.

Mal sehen, was noch unter dem Stichwort bei manndat.de oder dem Hashtag #EineBrilleFürSchwesig bei Twitter erscheint!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Sogar Buddy Hollys Brille hat man in der Zwischenzeit wiedergefunden – da kann es mit einer für Schwesig doch nicht so schwer sein!

Die Ärzte: Buddy Hollys Brille