16 Dinge, die in jeder Sexismus-Debatte immer wieder gleich verlogen sind

1. Disclaimer

Jeder Mann, der sich zur Debatte äußern will, hat erst einmal den Bückling zu machen und zu beteuern, dass er sexuelle Belästigung selbstverständlich in jedweder Form verabscheut, und Vergewaltigung ja sowieso. Meine Güte. JA. WAS. DENN. SONST?! Glaubt irgendwer, irgendein ernstzunehmender Mensch würde das heute nicht? Nur, es wird ihm nichts nützen, denn jede Stimme, die sich nicht vorbehaltlos in den digitalen Lynchmob einreiht, wird sowieso der „Relativierung“ geziehen werden.

2. „Sexismus“

Ohne diese Totschlagvokabel geht es natürlich nicht. Früher war Sexismus mal, wenn sich Männer per se Frauen gegenüber überlegen gefühlt haben, weil sie eben Männer sind. Oder umgekehrt Frauen sich Männern gegenüber überlegen gefühlt haben. Heute ist Sexismus jedes Verhalten von Männern, das irgendeiner Frau nicht gefällt. Ganz egal, ob er sich überlegen fühlt oder nicht. Und Frauen können laut Definition von Radikalfeministinnen gar nicht mehr sexistisch sein, egal wie widerwärtig sie sich Männern gegenüber benehmen.

Vor ein paar Jahren hat man noch für Vorkommnisse, die allenfalls unter schlechtes Benehmen fallen, die Variante „Alltags-Sexismus“ benutzt. Bis Feministinnen offenbar gemerkt haben, dass das Wort eine Kennzeichnung dafür ist, dass es eben doch nicht so wirklich richtiger Sexismus ist. Was dem Vorhaben der Skandalisierung von Nichtigkeiten entgegenstand. Also ist der „Alltag“ ist jetzt auch weitestgehend weggefallen.

Das Ergebnis haben wir jetzt: Der Begriff Sexismus ist so verwässert und ins Unendliche gedehnt worden, dass er schlicht unbrauchbar geworden ist, und nicht nur Männer inzwischen gähnend und achselzuckend abwinken, wenn sie ihn hören.

3. Debatte? Welche Debatte?

Im Grunde ist die Bezeichnung dieses Vorgangs als „Debatte“ schon ein Euphemismus. Um etwas ernsthaft als Debatte bezeichnen zu können, müsste es zwei gleichberechtigte Parteien geben, die ihre Standpunkte fair austauschen dürfen. Davon sind wir weit entfernt.

Wir haben auf der einen Seite Frauen, die sich aufs hohe moralische Ross des Opfertums setzen, die fordern, ihnen müsse bedingungslos geglaubt werden, und jeder, der ihre Anschuldigungen für nicht ganz so schlimm betrachtet oder sogar bezweifelt, ist ein Sexist, dem nur an der Perpetuierung des Patriarchats gelegen sein kann.

Auf der anderen Seite haben wir Männer, die pflichtschuldigst das Büßerhemd anzuziehen haben, alleine schon aus Kollektivschuldgründen, und zu beteuern, wie schrecklich sie das alles finden. Diejenigen Männer, die sich diesem Ritual verweigern, werden zu den öffentlichen Diskussionen gar nicht erst eingeladen und sind auf Anwältinnen wie Birgit Kelle oder gar Verona Pooth angewiesen.

Debatte ist was anderes.

4. „Endlich trauen sich Frauen“

Endlich, endlich trauen sich Frauen einmal, über ihre schlimmen Erlebnisse zu sprechen. Endlich das erste Mal – seit der letzten Kampagne vor zwei Jahren, und der vor vier Jahren, der vor sechs, der vor acht usw. Ich kann mich eigentlich an keine längere Periode in meinem Leben erinnern, in der es nicht ständige feministische Kampagnen gab, in der der Mann als das Übel der Welt schlechthin gebrandmarkt wurde. Das geht seit mindestens den 70er Jahren so zu, quasi permanent. Also lasst das mit dem „Endlich-trauen-sich-Frauen“-Quatsch doch bitte mal!

Also dann, bis zum nächsten „Schweigen brechen“ in zwei Jahren…

5. Frauen = Opfer, Männer = Täter. Basta.

Wenn die Sache mal so richtig schön am Rollen ist, will man sich von Quertreibern nicht das mit groben Strichen gemalte Bild versauen lassen. Wenn da also ein paar Männer zaghaft den Finger heben und darauf hinweisen wollen, dass es da durchaus nicht wenige Männer gebe, die ähnliches erlebt haben und daher die Rollenverteilung nicht ganz so eindeutig sei, wird das schnell als „Whataboutism“ nieder gemacht. Jetzt seien endlich mal die Frauen dran, ihr Wort zu erheben, – also endlich mal seit der letzten Kampagne vor zwei Jahren etc., wir hatten das oben schon. Kann es sein, dass mit dieser Einseitigkeit nicht nur Männer als Opfer unsichtbar gemacht werden sollen, sondern vor allem Frauen als Täterinnen?

6. Das omnipräsente „Tabu-Thema“

Es wirkt wie der Hohn, dass uns die neueste Kampagne wieder einmal als „Tabu-Bruch“ serviert wird, obwohl seit Jahrzehnten das Thema permanent in der Öffentlichkeit präsent ist und breit debattiert wird. Ohne Unterlass wird seit den 70ern eine „Keine Gewalt gegen Frauen“-Kampagne nach der anderen durchs Dorf gejagt, quasi andauernd wird darüber getratscht, und Ihr wollt uns immer noch erzählen, das sei ein Tabu-Thema? Wenn es wirklich ein Tabu-Thema gibt, über das bisher allenfalls ein paar Experten und dann noch so ein paar merkwürdige Männerrechtler reden, dann die Gewalt von Frauen, begangen an Männern.

7. Unschuldsvermutung? In die Tonne damit!

Wie sich das so in einer anständigen Moralpanik, die sich zu lynchjustizartiger Hysterie steigert, gehört: Es wird nicht lange gefackelt. Schuldig aufgrund Anklage ist das Motto der Stunde. Erst wird geschossen und hinterher nichtmal mehr gefragt. Wer was konkret gemacht hat, ob es überhaupt strafwürdig nach dem Gesetz ist, wenn ja, ob es verjährt ist, ob der Delinquent es zugibt oder sich gegen Anschuldigungen wehrt, es ist alles egal. Frau fand vor dreißig Jahren mal was unangenehm? Das muss doch reichen, um einen Mann mindestens beruflich zu ruinieren.

8. Definitionsmacht

Immer wieder sind so Sätze zu lesen wie etwa dieser: „Einzig und alleine die Frau kann selbst entscheiden, was sie als Belästigung empfindet, das darf ihr niemand absprechen und das muss respektiert werden.“ Ja und? Meinetwegen! Nur: Das bedeutet noch lange nicht, dass das irgendwer anders auch so sehen müsste, weder der direkte Gegenpart, noch das geneigte übrige Publikum. Man kann und sollte sich auch aus Höflichkeit danach richten und sich entsprechend verhalten, aber man ist nicht gezwungen, die Sichtweise der Anklägerin zu übernehmen. Und schon gar nicht ein Gericht, denn das braucht zweierlei Dinge, um Recht sprechen zu können, erstens einen klaren Straftatsbestand, d.h. eine Definition dessen, was strafrechtlich relevant ist, und zweitens klare Beweise. Da ist, mit Verlaub, das Empfinden einer Person reichlich dürftig. Wenn die sogenannte Definitionsmacht zur Grundlage von irgendwas gemacht werden soll, dann ist es allenfalls die Grundlage von Willkür.

9. Alles in einen Topf werfen, Teil I

Wie immer in solchen Debatten wird keinerlei Unterschied gemacht zwischen Straftaten, Dinge, die zwar straffrei sind, aber der Anstand verbietet, und eher lässlichen Sünden wie Blicken, nicht ganz jugendfreien Sprüchen oder missglückten Annäherungsversuchen. Alles wird unter dem beliebten Oberbegriff „Übergriff“ zusammengefasst. Ein Begriff, der für die Intentionen der Interessierten wie gemacht ist. Wenn es ihn nicht gäbe, man müsste ihn erfinden, suggeriert er doch automatisch schlimmeres, auch wenn in der konkreten Situation gar niemand zugegriffen hat. Da werden auch zu lange Blicke oder ein schlüpfriges Wort unter „Übergriff“ subsumiert, natürlich mit der Absicht, auch kleinste Vergehen zu skandalisieren.

All das geschieht, um die Grenzen sowohl zwischen Strafbarkeit und Unanständigkeit wie auch zwischen Unanständigkeit und Kavaliersdelikten, die vielleicht für die ein oder andere unangenehm sein mögen, aber im normalen Leben zu tolerieren sind, zum einen verschwimmen zu lassen und zum anderen in Richtung autoritärer Rigidität zu verschieben.

Man hätte in einer rationalen Debatte natürlich darüber diskutieren können, welche konkreten Verhaltensweisen in welche der drei Kategorien gehören sollten. Aber das passiert nicht, weil das auch gar nicht beabsichtigt ist. Beabsichtigt ist, dass es eben keine klaren Kriterien gibt, sondern alleine das Gefühl der Frau entscheiden soll, also letztendlich Männer unter die Willkür und damit Macht von Frauen gestellt werden. (Siehe: Definitionsmacht)

10. Alles in einen Topf werfen, Teil II

Wo man schon mal dabei ist, kann man ja auch alle anderen feministischen Dauerbrenner und auch den ein oder anderen Ladenhüter aufs Tapet bringen. Da soll auf einmal inkommodes, unziemliches oder auch strafbares, aber individuelles (Fehl-)Verhalten von Männern etwas mit Gehaltseinstufungen (Gender Pay Gap) oder mit Geschlechterquoten in Vorständen und Parlamenten zu tun haben. Das gipfelt dann in so Behauptungen, dass der „Sexismus“ aufgrund unterschiedlicher „Machtstrukturen“ bestehe, und nur damit bekämpft werden könne, dass Frauen zu gleichen Teilen an der Macht beteiligt wären. Als ob, wenn nur in den Vorständen der Firmen 50% Frauen sitzen würden, Männer aufhören würden zu versuchen, sich Frauen anzunähern, oftmals mit untauglichen Mittel und damit scheiternd. Wers glaubt, wird selig.

11. Machtstrukturen

Nur die ominösen Machtstrukturen, die immer angeführt, aber nie näher erläutert werden, sind daran Schuld, dass sich Männer daneben benehmen. Denn sexuelle Belästigungen haben natürlich nichts mit Sex zu tun, weswegen sie ja auch so heißen. Männer sind in überlegenen Machtpositionen, die sie über diese „Übergriffe“ an Frauen ausnutzen wollen. Der sprichwörtliche Bauarbeiter, der der Zeit-Online-Journaktivistin nachpfeift, ist ihr gegenüber selbstverständlich privilegiert und in einer Machtposition. Und man sieht ja auch, wie der machtvolle FDP-Spitzenkandidat Rainer Brüderle die kleine Journalistin Laura Himmelreich regelrecht fertig gemacht hat, so dass sie sich ins Privatleben zurückziehen musste, während er Chefredakteur eines, naja, mehr oder weniger angesehenen Online-Dienstes geworden ist und weiterhin durch die Talkshows der Republik tingelt. Oder hab ich da jetzt was durcheinander gebracht?

Mal im Ernst: Wenn man sich anschaut, wie im Moment die Karrieren und Lebensläufe von Männern alleine aufgrund Anschuldigungen vom Kaliber „Hat mir mal ans Knie gefasst“ (Michael Fallon) oder „Hat nen Witz über Frauen erzählt“ (Tim Hunt) reihenweise kaputt gehen, wie kann man da im Ernst noch die Mär vom machtlosen scheuen Rehlein erzählen, ohne die eigene kognitive Dissonanz massiv verdrängen zu müssen?

12. Moderne Frauen, zurückgebliebene Männer

Immer wieder wird uns der Gegensatz zwischen den ach so modernen Frauen, die die Zeichen der Zeit erkannt hätten, und den Neandertalern von Männern, die immer noch in ihrem altertümlichen Patriarchatsgehabe verharren, vorgehalten.

Das ist ist eine Chimäre. Denn was soll an einer immer rigider werdenden Sexualmoral eigentlich modern sein? Für mich sieht das eher sehr deutlich nach einer gezielten Rückabwicklung der sexuellen Revolution aus, die im Zuge der 68er die Geschlechterverhältnisse befreite. Mich erinnert das immer mehr an meine Kindheit in einer bayerischen Kleinstadt in den 70ern, als noch katholische Nonnen mitbestimmten, was als Moral zu gelten hat. Dieser Mief zieht jetzt wieder ein, nur unter anderem Namen. Wenn die Zeiten schwierig sind, ist das immer Wasser auf die Mühlen der Reaktion. Ja, genau, Reaktion! Das, was Ihr da macht, hat nichts mit Fortschritt zu tun.

13. „Nicht jeder Mann ist…“

Danke für Eure geheuchelte Nachsichtigkeit, mit der Ihr uns doch tatsächlich zugestehen wollt, dass es auch ein paar wenige nette und anständige Männer gibt. Das sind wohl dann die, die sich als Feministen deklarieren? In Wirklichkeit wollt Ihr nur implizieren, dass die meisten Arschlöcher sind. Obwohl Ihr genau wisst, dass es eigentlich „So gut wie kaum ein Mann ist…“ heißen müsste. Aber auf ein paar schwarzen Schafen kann man ja auch keine Moralpanik aufbauen, um in deren Fahrwasser weitere Frauenbevorzugungsmaßnahmen zu fordern.

14. „Kommt in allen Gesellschaftsschichten vor“

Auch gerne in der Variante „Ist nichts neues, hat es schon immer gegeben.“ Diese Floskel stimmt zwar, ist aber ein Verschleierungsversuch, um nicht darüber reden zu müssen, dass sog. Übergriffe in bestimmten Gesellschaftsschichten signifikant häufiger und signifikant brutaler vorkommen als in anderen. Speziell natürlich, wenn es um den Elefanten geht, den keiner sehen will, nämlich der, der am Kölner Silvester besonders ausgiebig im Porzellanladen getanzt hat. Sehen will man nur weiße Männer, die ja an allem Schuld sind, auch wenn sie im Schnitt zivilisierter sind. Ich kann mich jedenfalls an keinen weißen Mann erinnern, der seine Frau an einem Seil hinter seinem Auto hergezogen hat.

15. Aufforderung zu Buße und Einkehr

Sorry, meine Damen, aber das kommt bei mir nicht an. Ich lehne es ab, mir irgendeine patriarchale Erbsünde andichten zu lassen. Ich bin für die Dinge verantwortlich, die ich verbockt habe, und in dieser Hinsicht habe ich mir nichts vorzuwerfen und insofern ein reines Gewissen. Wenn sich eine Frau von mir unziemlich behandelt gefühlt haben sollte, möge sie es mir bitte zeitnah mitteilen, damit ich mich auch entsprechend entschuldigen kann – sofern ich es für entschuldigungsbedürftig ansehe. Wenn allerdings jemand noch 20 Jahre später damit ankommt: Nein, tut mir leid, schon längst verjährt, interessiert mich nicht mehr. Buch es ab unter Lebenserfahrung!

16. Aufforderung zu Sozialkontrolle und Eingreifen

Für andere Männer und deren Verhalten bin ich nicht zuständig, außer in einem akuten Fall benötigt eine Frau tatsächlich meine Hilfe. Aber auch dann würde ich nur einschreiten, wenn es gewalttätig wird oder die Frau mir eindeutige Zeichen zusendet, die als Hilferuf zu identifizieren sind. Alles andere wäre nämlich sexistisch, denn mir steht es nicht zu, starken Frauen paternalistisch die ihnen durchaus mögliche Selbstverteidigung abzunehmen oder selbst besser zu wissen, wann sich eine Frau gefälligst belästigt zu fühlen hat.

Ach, und nur so ne Frage: Was würdet Ihr Frauen davon halten, wenn Männer Euch dazu aufrufen würden, über andere Frauen zu wachen und einzuschreiten, wenn diese sich nicht genug männerkompatibel benehmen? Was? Davon haltet Ihr gar nichts? Dachte ich mir.

 

 

 

Advertisements

Kurznachrichten vom 11.05.2016

So, nach langen Wochen, in denen ich einfach mal was anderes lieber gemacht habe, raffe ich mich mal wieder auf, einen Überblick über aktuelle Artikel und Ereignisse zu geben.

1: Jan Fleischhauer vom SPIEGEL stellt die These auf, #aufschrei und die mediale Vernichtung von Rainer Brüderle wäre der Kulminationspunkt und Startschuss für die rechte soziale Gegenbewegung gegen die ausufernde Political Correctness gewesen.

Die einzige Gruppe von Menschen, über die man herziehen darf, bis die Schwarte kracht, sind die Zurückgebliebenen, die im Verdacht stehen, mit Leuten wie Petry oder Trump zu sympathisieren. Das sind die Hinterwäldler, die mit der Moderne nicht zurechtkommen und deshalb an überkommenen Vorstellungen kleben. Dass sich niemand gern von neunmalklugen Dies-und-das-Studenten sagen lässt, er habe den Anschluss verpasst, sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Komischerweise gehört Einfühlungsvermögen nicht zu den stärksten Seiten der Antidiskriminierungsexperten.

Richtig. Ausgerechnet die, die „Emphathie“ wie einen Mercedesstern vor sich her tragen, beweisen immer wieder, dass sie so gut wie Null davon haben und stattdessen selbstverliebte Narzissten sind. Danisch kommentiert das so:

Wobei ich den „Rechtsruck” ja schon lange nur für eine Art Notwehr gegen linke Diktatur halte, nicht für Ausdruck rechter Positionen. Würde aber meine These stützen, dass das Anwachsen des rechten Flügels keineswegs von Rechten oder dem vielbeschworenen „Rechtspopulismus” verursacht wird, sondern eine schiere Abstoßungs- oder Abwehrreaktion gegen die überkochende linke totalitäre Meinungsdiktatur und Hetzjagd ist.

2: In der ZEIT beklagt Elisa Gutsche – haltet Euch fest – zuwenig Feminismus in der SPD.

Jedoch sollte sich die SPD nicht nur allein auf Geschlechtergerechtigkeit im Berufsleben konzentrieren, sondern auch auf andere Themenbereiche. So sind die Grünen und die Linken weitaus konsequenter und progressiver beim Thema sexuelle und reproduktive Rechte von Frauen. Das Feld hier den Grünen und Linken zu überlassen wäre fatal.

Wenn es nach ihr ginge, müsste den jungen Frauen das Leben so leicht wie nur irgend möglich gemacht werden. Dass das manchmal auch bedeutet, den Männern das Leben schwerer zu machen, interessiert sie nicht. Oder ist ihr vielleicht sogar recht. Macht nur weiter so, wenn Ihr auch die letzten Männer noch vergraulen wollt!

3: Der Tech-Blogger Sascha Pallenberg (MobileGeeks), auch bekannt geworden durch das sogenannte #fappygate, hat mal wieder Ärger mit Feministinnen, weil er einen kritischen Artikel über das Sponsoring der re:publica 2016 durch die Firma Eyeo GmbH, die den Werbeblocker AdblockPlus herstellt, geschrieben hat. Angeblich blockt AdblockPlus nämlich Werbung, auf die freie kleine Bloggingportale dringend angewiesen sind, was denen die Einnahmen wegbrechen lässt, andererseits soll Werbung doch durchgelassen werden, wenn der Werbetreibende nur genug an Eyeo bezahlt. Klingt nach einer windigen Sache und hat mit Freiheit im Netz, für das ja angeblich die re:publica stehen will, wirklich nichts zu tun. Ganz im Gegenteil.

Das Pikante daran ist nun, dass Laura S. Dornheim, bekannte Feministin und m.W. Mitinitiatorin von #aufschrei jetzt neuen Chef-Lobbyistin der Eyeo GmbH ist und den Deal mit der re:publica eingefädelt hat. Das anzuprangern reicht schon, um sich den Unmut der Allies zuzuziehen, denn eine Frau zu kritisieren, das geht ja nun mal gar nicht.

Fefe hat das dann auch nochmal gebührend kommentiert.

4: Es wurde ja bereits mehrfach berichtet, dass Ronja von Rönne, die letztes Jahr mit ihrem Rant „Warum mich der Feminismus anekelt“ Furore gemacht hat, den Axel-Springer-Preis dafür bekommen sollte und diesen abgelehnt hat. Es wurde auch gemunkelt, sie sei reumütig zum Feminimus zurückgekehrt, bzw. wollte nicht als Galeonsfigur der Antifeministen gelten. Was allerdings fehlte, war ihr eigenes Statement, das m.W. kaum einer beachtet hat. Das sei hiermit nachgeholt.

5: Vor einigen Tagen versuchte eine Gruppe von erfahrenenen Wikipedia-Autoren, einen Artikel über „Gender Biomedizin“ in der Wikipedia zu platzieren und stieß dabei aber auf den harten Widerstand der Genderfeministinnen in der Wikipedia, worauf der Artikel noch am selben Tag als angeblich irrelevant zur Löschung freigegeben wurde. Die durchaus rennomierte Dawkins-Foundation dokumentiert den Artikel und den Vorgang.

6: Der ehemalige Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, hat auf einer Abschlussfeier der University of Michigan die absurde Safe-Space-Kultur angeprangert.

7: Im Tagesspiegel gab es letzte Woche einen Artikel über die Antifa Demo in dem 300-Seelen-Dorf, in dem der thüringische AfD-Chef Björn Höcke wohnt. Den Antifas wurde letztlich verboten, direkt vor Höckes Haus zu demonstrieren. Um das Thema geht es mir gar nicht, sondern mehr um eine Skurrilität am Rande in diesem Artikel, über die ich gestolpert bin, eine Aussage des thüringischen Innenministers:

Ein Missbrauch dieses Grundrechts werde durch die Thüringer Polizei nicht toleriert werden. „Unsere Beamtinnen und Beamtinnen sind auf alles vorbereitet“, versicherte Poppenhäger – und unterstützte ausdrücklich die Position von Ramelow.

Jetzt frage ich mich: Hat der das wirklich so gesagt? Oder hat sich der Journalist da vertan? Und warum fällt sowas beim Korrekturlesen gar nicht mehr auf? Gibts da überhaupt wen, der Korrektur liest? Aber eigentlich ist es nur ein Zeichen dafür, dass diese Phrasen so dermaßen in Fleisch und Blut übergegangen sind, dass wirklich niemand mehr genau hinschaut.

Ach ja, um dann doch mal Off-Topic zu werden: Die Antifa hat auch was verlautbart:

Stephan Maßdorf vom Anti-Demonstrationsbündnis hatte in einem Interview mit der „Jungle World“ erklärt, die Linkspartei und die AfD würden nur „sehr wenig“ unterscheiden. […] „Beide können sich mit dem Gemeinschaftskult, der hier herrscht, ganz gut arrangieren.“ Die Linkspartei habe mit ihrem Ost- und Regionalkult den Nährboden geschaffen für die AfD.

Alles Nazis, auch die Linken! Da hab ich eigentlich keine Fragen mehr.

8: Zum Abschluss mal wieder ein wunderbarer Comic von Jesus and Mo, halb On-, halb Off-Topic:

Warum ich diese drei Skandale bemerkenswert finde, Teil 1

Mit der Nachsilbe „-gate“ lockt man heutzutage keinen Hund mehr hinter dem Ofen hervor. Sie wird inzwischen für alles verwendet, was zwischenzeitlich im Internet für (seien wir ehrlich: durchaus willkommene) Aufregung gesorgt hat.

Dennoch gibt es drei „Gates“ des Jahres 2014, an die ich noch einmal erinnern möchte. Sie sind drei Beispiele dafür, wie es nicht gelungen ist, die radikalfeministische Sichtweise durchzusetzen. Das finde ich beachtlich angesichts der Aussichtslosigkeit, mit der bisher – in der medialen Öffentlichkeit – bei Debatten stets diejenige Haltung gewann, die als „feministisch“ ausgegeben wurde, so zumindest meine Wahrnehmung. Der so präsentierte Standpunkt war dann modern, gut und damit alternativlos, alles andere Ressentiments von Ewiggestrigen oder herumheulenden Verlierern, die mit der heutigen Realität nicht Schritt halten konnten.

Zwei Einschränkungen an den Lesewert der folgenden Ausführungen möchte ich gleich vorweg machen: Es handelt sich weder um eine tiefgreifende Analyse noch um ein irgendwie empirisch unterlegtes Werk, sondern einzig um meine Einschätzung und gegebenenfalls Meinung. Außerdem ergibt sich darauf nicht automatisch ein Kochrezept, wie man in Zukunft vorgehen sollte, denn längst nicht alles ist von der eigenen Handlung abhängig, sondern knüpft an Vorbedingungen an, die entweder erfüllt sind oder nicht.

Ich fange an mit dem kleinsten der dreien. Beim Schreiben des Artikels wurde es soviel Text, dass ich schließlich mein ursprüngliches Ziel, alles in einem Rutsch abzuhandeln, aufgeben musste.

Fappygate – und Sascha Pallenberg

Die Ganzkurzfassung: Yasmina Banaszczuk alias FrDingens und Sascha Pallenberg haben sich auf Twitter wegen einer Nichtigkeit gefetzt. Dabei ging Frau Dingens, die den Streit auch vom Zaun gebrochen hatte, irgendwann verbal unter die Gürtellinie, was Pallenberg mit gleichen Mitteln konterte. Das wollte Banaszczuk als Skandal verkaufen und forderte Solidarität (für sich) und Sanktionen (für den Gegner). Das klappte jedoch nicht, so dass sie schließlich ihr Twitterkonto löschte.

Zum selben Thema die etwas längere Diskussion:

Zwei Leute streiten sich im Internet – und das auch noch bei Twitter! Also damit konnte ja wohl niemand rechnen! Dagegen sieht die Meldung „Sack Reis in China umgefallen“ wie die nächste Titelschlagzeile aus. Die ganze Geschichte wäre auch nicht weiter erinnernswert, wenn sie nicht ein größeres Nachspiel gehabt hätte.

Das F in Feminismus steht für Freiheit.

(Anne Wizorek: Weil ein Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute, S. 312; Fettschrift im Original)

Es ist bei einem Streit für Außenstehende meistens klüger, sich nicht auf eine Seite zu stellen. Dennoch finde ich Sascha Pallenbergs Reaktion souveräner. In seinem Kommentar – Yasmina Banaszczuk und die Hetzjagd der “Femtrolle” dokumentiert er den Streit (ich gehe hierbei davon aus, dass dies korrekt geschieht).

Aufschrei-Initiatorin Anne Wizorek nahm diesen Artikel zum Anlass, zu fordern, man möge Sascha Pallenberg keinen Platz mehr auf der re:publica geben. Das ist eine für sie sehr wichtige Konferenz (siehe o.g. Buch, S. 230), bei der sie stolz war, eine Feministin untergebracht zu haben (siehe o.g. Buch, S. 238; gemeint ist „re:publica 2011 – Jaclyn Friedman – How Feminist Digital Activism Is Like the Clitoris“; der Vortrag bei Youtube).

Nun teile ich Anne Wizoreks Haltung zu Hollaback nicht und ich habe bereits zwei perfide Stellen in ihrem Buch analysiert. Hier erlebt man jedoch in Reinform, wie sie sich Freiheit in den Farben des Feminismus vorstellt: Es geht darum, die Kritiker zum Verstummen bringen zu lassen (gut dokumentiert etwa mit genau diesem Beispiel bei Don Alphonso).

Sascha Pallenberg hatte in seinem Artikel, den Anne Wizorek offenbar verdammenswert findet, Aufschrei als wichtige Aktion bezeichnet. Er nahm auch den Sexismus-Vorwurf persönlich und führte aus, wie er Frauen auf techniklastigen Veranstaltungen auf die Bühne gebracht habe (ergänzt darum, dass diese Frauen später recht erfolgreich in ihrem Beruf geworden sind). Er lud seine Kontrahentin in eben jenem Beitrag ein, bei der nächsten re:publica aufzutreten. Er ergänzte in seinem nachfolgenden Beitrag „Kommentar: Diskussion anstatt Eskalation – Letzte Anmerkungen zu #fappygate„, wie er seit Jahren gegen Sexismus kämpfe, den etwa seine Firmenmitgründerin erlebe. Das entspricht nicht dem Sexisten aus dem Lehrbuch oder dem vom Sexismus ahnungslosen Mann, sondern klingt wie jemand, der sich der Problematik bewusst ist und sich aktiv dagegen einsetzt.

Und ausgerechnet dieser Mann sollte nun auf einer Konferenz keinen Platz mehr haben, auf die er seine Gegnerin in der Sache ausdrücklich eingeladen hatte? Da fiel er doch aus allen Wolken. Er war, völlig überraschend, nicht besonders angetan von Anne Wizoreks Buch und schrieb eine entsprechende Rezension. Im Rahmen der Diskussion über das Buch gab er via Facebook Einblicke, wie sich seine Wahrnehmung durch die Reaktion auf das „Fappygate“ verändert hat:

leider erweist diese Filterblase einer wichtigen Bewegung einen Baerendienst. Diese ganze Geschichte ist eher ein Paradebeispiel fuer narzisstische Persoenlichkeiten. Das ist alles sehr sehr schade, denn die damalige #aufschrei Kampagne hatte ich damals in aller Konsequent unterstuetzt. Leider habe ich viel zu spaet erkannt, in welcher bunten Welt Wizorek und Co. leben.

Der Streit von vor ein paar Wochen war rueckblickend Augen oeffnend.

Nach meinen Erfahrungen mit Frau Dingens, die selbstverstaendlich nun abermals wie Phoenix aus der Asche aufsteigt (im Rahmen meiner Recherche habe ich da relativ schnell ein bekanntes Schema erkennen koennen) und versucht subtil gegen mich nachzutreten, ist das was die „Zeugen Wizoreks“ auffuehren leider sehr vorhersehbar.
Die Rethorik, die verzweifelten Versuche den ueberschaubaren Mob zu mobilisieren…. all dies durfte ich ganz persoenlich waehrend der #Fappygate Geschichte erfahren.

Nur mich wirft sowas nicht aus der Bahn. IM Gegenteil, ich finde es durch motivierend sich einer derartig hasserfuellten und radikalisierten Sub-Bewegung entgegenzustellen. Die Menschen beim Namen zu nennen, die einem „die Beine brechen“ oder auf den „Kopf scheissen“ wollen.

Anne Wizoreks damalige Reaktion, sprich dafuer zu sorgen dass mich Veranstaltungen wie die re:publica mich nicht mehr einladen, zeigt ganz einfach wessen Geistes Kindes sie ist. Ein zur Selbstreflektion unfaehiges Maedchen, das in der #aufschrei Luftblase ihre finale Chance sah endlich was auf den Weg zu bringen, was sich auch finanziell auszahlt.

Was Sascha Pallenberg gerettet hat? Ich kann es nicht beurteilen. Vielleicht ist er wirklich eine so große Persönlichkeit in der Szene (die ich nicht kenne) und zu bekannt und vernetzt, als dass man ihn jetzt nebenbei brandmarken und entsorgen konnte. Vielleicht war Frau Dingens eine Nummer zu klein und er eine Nummer zu groß – absolut oder im Verhältnis zueinander. Beachtlich finde ich, dass er glaubhaft und ganz elegant vorweisen konnte, wie er sich selbst gegen Sexismus eingesetzt hat und dass er mit Kritikern lieber redet. Für eine Verurteilung durch den Radikalfemininus spielte das zwar keine Rolle, aber für einen unbeteiligten Zuschauer muss es doch absurd gewirkt haben, auf wen da eingedroschen werden sollte.

Das Fappygate ist aus der Rückschau denn auch in zweierlei Hinsicht interessant:
Zum einen wurde hierbei der Bann gebrochen, dass „die Feministen“ immer Recht bekommen (bzw. diejenigen, die sich als solche bezeichnen und als Vertreter der reinen Lehre auftreten). Zum anderen wurde dabei jemand, der von den ursprünglichen Aktionen überzeugt war und es von dem eigentlichen Ziel nach wie vor ist, nachhaltig von der Gruppe der Radikalen abgeschreckt, so dass er inzwischen gegen sie auftritt. Interessant auch, dass Sascha Pallenberg auf Facebook dann Hinweise von Arne Hoffmann entgegennahm und sich etwa einen Artikel von Lucas Schoppe durchlas, dem er zustimmte.

Abschließend möchte ich Pallenberg noch aus seinem zweiten Blogeintrag zitieren. Da sagte er etwas, das zu einem Fundstück, in dem es um die Wahl der Mittel geht, sehr gut passt:

Wir koennen nicht Toleranz fuereinander einfordern, wenn wir uns selbst wie die intolerantesten Trottel verhalten.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Dieses Lied passt aufgrund seines Hintergrundes zum Auslösers des „Skandals“.

Cyndi Lauper: She Bop

Warum ich diese beiden Stellen in Anne Wizoreks Buch perfide finde

An meinem regulären Tag hatte ich keinen Artikel veröffentlicht, sondern nur ein Fundstück zur Filmkritik, das aber offensichtlich nicht besonders interessant war. Deswegen folgt nun ein längerer Text.

Ende September ist Anne Wizoreks Buch „Weil ein Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute“ erschienen. Es hat in den ersten Tagen bereits jede Menge Rezensionen gegeben (bei Amazon tobte eine wahre Schlacht). Ich hatte damals keine Zeit, um es so schnell zu lesen. Geschafft habe ich es überhaupt nur, weil ich nach den ersten paar Dutzend Seiten meinen ursprünglichen Plan über Bord warf, jede diskutierenswerte Stelle zu vermerken und Notizen zu machen. Da es bereits viele Texte über das Buch insgesamt.gibt, möchte ich stattdessen in einer losen Serie immer wieder einzelne Aspekte oder Stellen herausgreifen und besprechen.

Das hat den Vorteil, dass ich einzelne Teile genauer betrachten kann. Stoff dafür bietet das Buch genug. Außerdem sind die einzelnen Kapitel so unterschiedlich, dass man das auch machen kann, ohne eine längere Argumentation aus den Augen zu verlieren.

Warum dieses Buch?

Natürlich gibt es auch Argumente gegen ein solches Vorgehen. Mir fallen sofort ein: 1. Anne Wizorek ist doch nur eine einzelne Frau, die ist überhaupt nicht repräsentativ für Feministinnen allgemein! 2. Das Buch ist gar nicht so wichtig, daran kann man doch nicht den Feminismus an sich festmachen! 3. Eine zu intensive Beschäftigung misst sowohl der Autorin als auch ihrem Buch mehr Bedeutung zu, als sie tatsächlich haben.

Dazu sei gesagt: Anne Wizorek hat den Grimme-Preis für den Aufschrei bekommen. Der Titel des Buches spielt auch auf diese Aktion an. Sie ist eine Person, die mediale Aufmerksamkeit bekommt. Sie spielt also für das, was in Deutschland derzeit unter dem Stichwort Feminismus passiert, eine große Rolle. An ihr lassen sich nicht, das sei ausdrücklich gesagt, alle Feministinnen messen oder „die typische/durchschnittliche“ Feministin festmachen.

Ich bin mehrfach dieses Jahr angeblafft worden mit dem Hinweis, ich solle doch mal lieber ein feministisches Buch lesen. Dem bin ich hiermit nachgekommen. Ab jetzt kann ich zumindest insofern mitreden. Ich halte es ohnehin für eine gute Vorgehensweise, die Bücher eines vermeintlichen oder tatsächlichen ideologischen Gegners zu lesen.

Und zuletzt kann aus dem Internet alles wieder verschwinden. Was in einem Buch steht, das bleibt. Es ist dann schwerer öffentlich zugänglich für alle, aber es kann bei Diskussionen wieder hervorgeholt werden von denen, die es haben.

Ich hatte in meinem Artikel über Hollaback bereits einmal das Buch erwähnt. Im folgenden möchte ich jedoch auf die beiden schlimmsten Stellen des gesamten Buches eingehen. Sie sind mir beim Lesen sofort unangenehm aufgefallen und sind für mich das Schlechteste, was dieses Buch zu bieten hat.

Der Fall Elliot Rodger

„Als am 23. Mai 2014 bekannt wurde, dass ein junger Mann namens Elliot Rodger in Isla Vista, Kalifornien, sechs Menschen getötet und 13 weitere in einem Amoklauf verletzt hatte, bekam ich dies wieder mal zuerst über Twitter mit. Es kursierte bereits ein Blogpost, der die Tat mit der Männerrechtsbewegung und Pick-up-Artist-Szene in Verbindung brachte.“

(Anne Wizorek, S. 303; im Original steht die URL des Artikels bei den Quellangaben, auf die jeweils via Zahl verwiesen wird)

Für mich ist das ein Paradebeispiel für „mit der Wahrheit lügen“. Es stimmt, dass im erwähnten Artikel behauptet wird, Elliot Rodger habe mit der Männerrechtsbewegung und Pickup zu tun. Was aber nicht genannt wird: Es gibt überhaupt keinen Beleg dafür – weder in dem Artikel selbst, noch in einer späteren Quelle. Das liegt daran, dass die Behauptungen nicht stimmen. Mit Männerrechten hatte Elliot Rodger überhaupt nichts am Hut. Angeblich soll er Geld für eine Pickup-Schulung ausgegeben haben, die aber bei ihm nicht funktionierte, so dass er später Zeit in Anti-Pickup-Foren verbrachte.

Nun könnte das einfach ein peinlicher Recherchefehler sein. Diese Behauptungen machten die Runde, um Belege kümmerte sich da niemand mehr. Wenn es so viele Leute schreiben, wie kann das denn falsch sein? Wie kann die Berichterstattung an so vielen Stellen versagen und ungeprüft solche Falschmeldungen übernehmen? Es waren doch Quellen, denen die Autorin eventuell sonst auch immer vertraute.

Das wäre schlimm genug. Blogartikel kann man schnell korrigieren, Bücher erst in der nächsten Auflage. Anne Wizorek müsste sich hier vorwerfen lassen, ihre Quellen nicht genügend geprüft zu haben.

Ich glaube jedoch nicht, dass das ein Versehen war, sondern gehe davon aus, dass das in voller Absicht geschehen ist. Die Stelle im Buch ist genau so geschrieben, dass man sie nicht als „an sich falsch“ kritisieren kann. Wäre Anne Wizorek tatsächlich davon überzeugt gewesen, dass die Quelle stimmte, dann hätte sie etwas schreiben können in der Form „er war ein Männerrechtler und betrieb Pickup“, also kurz und knapp und deutlich. Das hätte man leicht anfechten können. So messerscharf an dem zu bleiben, was man schreiben kann, aber alles wegzulassen, was die Behauptungen als ungerechtfertigt entlarvte (und das ist im Prinzip jede Quelle, die diese genauer untersucht hat) – das erscheint mir zu sauber ausgeführt, um das Ergebnis eines Zufalls zu sein.

Falls Anne Wizorek jedoch wusste, dass beide Behauptungen nicht stimmten (oder bisher nicht belegt worden sind), dann wäre es nur redlich gewesen, das klarzustellen – oder sie überhaupt nicht erst zu erwähnen. Und hier beginnt die Täuschung der Leser, die nicht mehr über den Fall wissen: Natürlich geht man implizit davon aus, dass kein Autor Vorwürfe erwähnt, an denen nichts dran ist, insbesondere dann, wenn keine Abwägung über ihre Glaubwürdigkeit erfolgt und keine weitere Information. Selbst in eine Frage verpackt, die scheinbar erst einmal gar nichts behauptet (fiktives Beispiel: „War Anne Wizorek beteiligt am Beschädigen einer Apotheke?“) und genauer besehen mit Sicherheit mit „nein“ beantwortet werden kann, wirkt das: Denn wenn es völlig aus der Luft gegriffen wäre, würde doch redlicherweise niemand die Frage stellen… das ist ein beliebtes Prinzip des Boulevard-Journalismus, mit nichts in der Hand etwas schreiben zu können und dabei ganz nebenbei den Ruf von Personen zu beschädigen.

Und genau davon gehe ich auch in diesem Fall aus: Anne Wizorek kann ganz nebenbei die Männerrechtsbewegung und Pickup-Verfechter in schlechtes Licht rücken, indem sie sie mit einem mehrfachen Mörder in Verbindung bringt – und das, ohne das direkt zu behaupten und damit angreifbar zu sein! Das finde ich perfide.

Wenn man schon im Mai/Juni in dieser Blogblase mitgelesen hat, dann weiß man, dass an den Vorwürfen nichts dran ist. Außerdem ist dieser Trick, wie erwähnt, durchaus aus der Presse bekannt. Der zweite Fall ist hingegen noch schlimmer.

Der Fach Jörg Kachelmann

„Als ich vor ein paar Jahren einer Bekannten riet, dass sie den sexuellen Übergriff anzeigen sollte, von dem sie mir gerade erzählt hatte, deutete sie nur auf den Fernseher, der im Hintergrund lief und die neuesten Bilder vom Kachelmann-Prozess zeigte. „Damit mir dann auch niemand glaubt? Nein danke.“ Ich hatte keine Antwort für sie – und habe sie bis heute nicht.“

(Anne Wizorek, S. 112)

Dröseln wir das erst einmal sauber auf. Jörg Kachelmann ist von dem Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen worden. Dabei kamen dasselbe Prinzip zur Anwendung wie überall sonst: Der Angeklagte gilt als unschuldig, solange seine Schuld nicht hinreichend bewiesen ist. Die Unschuldsvermutung gehört zum Fundament des Rechtsstaates. Es spielt dabei keine Rolle, ob jemand beliebt oder ein Außenseiter ist, ein anständiger Bürger oder ein Charakterschwein.

Natürlich steht es jedem frei, zu glauben, was er will. In der Öffentlichkeit bestimmte Dinge über andere Personen zu behaupten, kann jedoch je nach Rechtslage negative Konsequenzen nach sich ziehen. Jörg Kachelmann hat eine ganze Reihe Unterlassungsklagen gegen diejenigen gewonnen, die das vergessen hatten oder einfach mal austesten wollten.

Was lesen wir in diesem kurzen Abschnitt? Da ist eine Frau offenbar Opfer eines Verbrechens geworden, scheut jedoch vor einer Anzeige zurück, weil sie davon ausgeht, dass in einem prominenten Fall die Klägerin ebenfalls Opfer eines Verbrechens wurde und ihr niemand glaubt. Anne Wizorek fällt dazu angeblich nichts ein.

Das Perfide an dieser Schilderung ist: Anne Wizorek kann ganz nebenbei die Ansicht vertreten, Jörg Kachelmann sei in Wirklichkeit schuldig gewesen. Sie stellt diese Behauptung ja nicht selbst auf, sondern erzählt sie aus dem Mund einer Freundin.

Dass sie diese Ansicht vertritt, läßt sich recht leicht mit ein wenig Logik belegen. Gehen wir einmal vom Gegenteil aus: Da wird ein Unschuldiger in einem rechtstaatlichen Verfahren freigesprochen, eine Bekannte glaubt jedoch, die Klägerin sei tatsächlich sein Opfer gewesen und traut sich deswegen nicht, ein ihr widerfahrenes Verbrechen anzuzeigen. Dazu soll man dann nichts zu sagen wissen. Das ergibt überhaupt keinen Sinn. Deswegen muss unter der Annahme, dass Anne Wizorek grundsätzlich etwas Sinnvolles schrieb, davon ausgegangen werden, dass sie Jörg Kachelmann für schuldig hält. Dann bekommt der zitierte Absatz einen Sinn – auf fatale Weise, wie ich noch zeigen werde.

Doch zunächst zurück zum Szenario, bei dem man von der Unschuld des Freigesprochenen überzeugt ist. Was wäre das erste, was man der Freundin sagen könnte? Etwa „das ist etwas ganz anderes, der Mann ist unschuldig“ oder „das zeigt doch nur, dass Recht und Gesetz funktionieren, das sollte Dich eher ermutigen“. Auf keinen Fall würde man sie im Glauben lassen, sie habe keine Chance mit einer Anzeige, wenn sie sich auf einen Fall beruft, bei dem man der Überzeugung ist, er sei richtig entschieden worden und anders gelagert.

Gehen wir nun einen Schritt weiter. Nehmen wir (fiktiv!) an, Jörg Kachelmann sei tatsächlich schuldig. Was hätte man dann der Freundin sagen können? „Es wird immer Fehlentscheidungen geben, aber das darf Dich nicht entmutigen“ oder „Das ist doch ein ganz anderer Fall, lass uns mal lieber überlegen, was für Beweise und welche Zeugen es für das gibt, was Dir geschehen ist“.

Egal, was man also über den Fall Kachelmann glaubt – es gibt so oder so etwas, das man einem Menschen sagen kann, der laut eigener Aussage einen Übergriff erlebt, diesen noch nicht angezeigt hat und seine Zweifel mit dem Fall Kachelmann begründet. Anne Wizorek stellt das jedoch als gigantisches Problem dar. Sie, die Aufschrei-Mitinitiatorin, Feminismus-Aktivistin, Talkshowteilnehmerin und Buchautorin, ist von Sprachlosigkeit betroffen. Obwohl selbst ich mit zwei Minuten Nachdenken auf einige vernünftige Vorschläge komme, findet sie bis heute nicht die passenden Worte.

Dass ein Angeklagter in einem Vergewaltigungsprozess freigesprochen wird, wirkt also so lähmend auf Opfer von sexuellen Übergriffen und Leuten, die den Opfern helfen wollen, dass bereits die Anzeige dieser Verbrechen verhindert wird. (Ich bin hier ganz nebenbei davon ausgegangen, dass die Freundin die Wahrheit sagt. Sonst würde es noch komplizierter.) Die Unschuldsvermutung sorgt also nicht nur dafür, dass „im Zweifelsfalle für den Angeklagten“ gilt, sondern nebenbei auch, dass die Ahndung offensichtlicher, womöglich leicht beweisbarer Verbrechen nicht geschieht.

Es muss sich also entschieden werden zwischen „ein paar Unschuldige über die Klinge springen lassen“ und „Massen von Opfern im Stich lassen“. Mit derselben Logik hat man auch schon Folter und außerrechtliche Gefängnisse im Kampf gegen den Terrorismus gerechtfertigt. Da der Rechtsstaat dem Rechtsstaat im Wege steht, müssen wir auf den Rechtsstaat verzichten, weil wir sonst keinen Rechtsstaat mehr haben.

Das ist keine Einzelmeinung, sondern war insbesondere im Fahrwasser des Kachelmann-Prozesses häufig zu hören. Das sei angemerkt, damit es nicht so wirkt, als stehe Anne Wizorek mit ihrer Haltung im luftleeren Raum. Über die Hintertür zu behaupten, Jörg Kachelmann sei schuldig und so zu tun, als stehe der Rechtsstaat der Verfolgung sexueller Übergriffe im Weg, das ist doppelt perfide.

Fazit

Es sind, wie eingangs erwähnt, die beiden schlimmsten Stellen in Anne Wizoreks Buch; der Rest sieht glücklicherweise anders aus. Schade, dass sie im Einsatz für ein (ihr) hehres Ziel auf solche Mittel zurückgreift.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal ein Lied, das auf dem Amoklauf einer Schülerin basiert. Wenn wir Geschlechterrollen ausbrechen wollen, kann es ja nur sinnvoll sein, sich auch diese Fälle in Erinnerung zu rufen.

The Boomtown Rats: I Don’t Like Mondays

Alles nur ein Missverständnis?

Ich war mal einer von den Guten, zumindest habe ich das geglaubt. Wenn ich zurück blicke, kann ich gar nicht mehr genau sagen wann sich das geändert hatte. Denn diese Änderung dauerte eine ganze Weile. So etwas geht nie von jetzt auf gleich. Ich kann mich aber noch genau an den Zeitpunkt erinnern, an dem es kein Zurück mehr gab: es war der 19. Juni 2013, etwa 3 Uhr in der Früh.

Eine schwüle Sommernacht, ich saß auf der Veranda mit einem Glas Laphroaig Single Malt in der einen, und einer Zigarre in der anderen Hand. Ich mache das nicht oft, das war vielleicht die 10. Zigarre meines Lebens. Aber in dieser Nacht hatte ich guten Grund dazu, denn nur wenige Stunden zuvor kam unser zweites Kind zur Welt. Eine turbulente Geburt, aber das ist eine andere Geschichte. Es war auch ein guter Grund über die Zukunft nachzudenken, über die Welt, in die unsere Kinder hineingeboren wurden. Über Dinge, die sich meiner Meinung nach ändern sollten, damit die Zukunft für unsere Kinder besser wird.

In dieser Nacht habe ich beschlossen, die Deckung zu verlassen und meine Kritik an der Familien- und Frauenpolitik, die ich bis dahin immer verschwiegen hatte, öffentlich zu machen. Unter meinem vollen Namen, für jeden nachzulesen den es interessiert. Und so wenige sind das gar nicht.

Ich begann mich in die feministische Theorie einzulesen, amüsierte mich unter anderem köstlich über die Definition von Sexismus auf feminismus101.de, und begann nebenbei ein bisschen zu twittern. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass es dort tatsächlich Menschen gibt, die auf einem Auge so blind sind, dass sie diese Definition für bare Münze nehmen.

Der #Aufschrei war gerade im vollen Gange. Das was sehr praktisch, denn dadurch war es leichter, Feministen auf Twitter zu finden. Mich interessierte einfach, was diese Menschen für ein Weltbild haben. Es war wie bei einem Autounfall: ein faszinierend erschreckender Anblick.

Ich konnte einfach nicht mehr wegsehen.

Was mir aber am Meisten auffiel, war die mehr oder weniger gut kaschierte Verachtung für alles männliche, die immer wieder zwischen den Zeilen und Tweets durchblitzte. Natürlich ging es beim #Aufschrei ausschließlich um die Schilderung von Alltagssexismus durch Betroffene, durch survivors, also durch Überlebende – was irgendwie nach bürgerkriegsähnlichen Zuständen klingt. Schon schlimm, unsere Gesellschaft. Und es war selbstverständlich keine Aktion, die alle Männer pauschal unter Verdacht stellte oder vorsorglich schon mal vorab als potentielle Gewalttäter verurteilte. Denn schließlich wurde das immer und immer wieder von „offizieller Seite“ betont.

Warum aber hatte ich dann das Gefühl, dass genau das passierte? War alles nur ein Missverständnis, hatte ich da etwas falsch verstanden? Aber warum war ich dann nicht der einzige, der das so empfunden hatte?

Es sollte schon bald darauf etwas mehr Licht in die Sache kommen. Denn ich war dabei in ein Wespennest zu stechen, indem ich auf diesen Tweet

#ichbrauchefeminismus weil es die Bewegung ist, die sich für ALLE einsetzt!

folgendes antwortete:

und DAS ist leider ausgemachter Blödsinn.

Im Schatten des #Aufschrei fiel es mir tatsächlich schwer, überhaupt Anhaltspunkte zu finden, die mich glauben ließen, dass sich der Feminismus für irgend etwas anderes einsetzte als für die vermeintlichen Interessen von – ausschließlich – Frauen. Einige Aktivisten waren und sind ja nicht mal dazu gewillt, ihre Verachtung gegenüber Männern zu verbergen. Und ausgerechnet diese Menschen wollten auch die Interessen von Männern glaubhaft vertreten?

Man muss auf einem Auge blind und dem anderen kurzsichtig sein, um das zu glauben.

Es entbrannte eine Diskussion, die sich über mehrere Dutzend, hundert Beiträge erstreckte. Danach war ich schlauer: ich hörte von meinen Privilegien als weißer, heterosexueller Mann, lernte dass ich ein Mansplainer bin, dass ich zwar zu antworten hätte wenn ich etwas gefragt wurde – aber selbst kein Anrecht auf Antworten hatte (wo kämen wir denn da hin), dass ich als Mann sowieso ganz vorsichtig sein musste was ich wie sagte – kurz: ich lernte einen mir völlig neuen Diskussionsstil kennen. Der nicht selten mit Beleidigungen und Blocks endete. Also eigentlich gar kein Diskissionsstil war, sondern ein ich-diskutier-nicht-Stil. Irgendjemand schrieb sogar einen Blog-Beitrag darüber, ich fühlte mich geadelt.

Und plötzlich hatte ich auch einen neuen Namen: Masku. Plötzlich war auch ich einer von den Bösen, obwohl ich das nie geglaubt hätte. Einer dieser Breivik-Fans.

Schließlich blieb genau dieses Gefühl bei mir hängen, das ich seither mit dem #Aufschrei verbinde: offene Verachtung, allein aufgrund des Geschlechtes. Aufgrund des männlichen Geschlechtes. Ausgerechnet von den Menschen, die sich den Kampf gegen Sexismus auf die Fahnen geschrieben haben. Ach ja, ich vergaß – die nehmen ja für bare Münze, dass es Sexismus gegen Männer gar nicht geben kann. Also ist ja alles gut, nur ein Missverständnis. Mein Fehler.

Spulen wir ungefähr ein Jahr nach vor, sonst ufert dieser Beitrag noch ins Endlose. Springen wir auf…

Heute.

Selbe Situation, anderes Land: die Amerikaner haben unter dem Hashtag #YesAllWomen ihren eigenen #Aufschrei gestartet. Mit den selben Auswüchsen wie damals bei uns: mehr schlecht als recht verdeckte Verachtung, Überheblichkeit und Bigotterie, durchwachsen von Beiträgen, die tatsächlich gerechtfertigt sind. Ja, die gibt und gab es auch. Aber teilweise wird so stark mit verschiedenem Maß gemessen, dass es zum Himmel schreit. In sich selbst widersprüchliche Beiträge, was bei einer Länge von maximal 140 Zeichen schon bemerkenswert ist. Grotesk verzerrte Statistiken, Halbwahrheiten und längst als falsch enttarnte Lügen, immer wieder neu aufgegossen. Es ist absurd, bedenklich, fanatisch. Einfach widerlich.

Eine fantastische Inspiration.

Manchmal zeichne ich Comics, wenn mir danach ist. Das heißt: wenn ich überhaupt die Zeit dazu habe, was nicht leicht ist mit zwei Windelkindern. Und wenn mich die Muse küsst, mir wieder etwas einfällt wie man diesen femi-masku-Hickhack auf die Schaufel nehmen könnte, ohne dabei den Humor zu verlieren und dennoch einen ernsten Hintergrund wahren kann.

Seit #YesAllWomen (und der Begleiterscheinung #AllMenCan) schreiben sich die Comics praktisch von allein. Ich muss fast nur noch Tweets rein kopieren, so genial dämlich sind viele Beiträge dort. Die eine oder andere Unterhaltung in den Comics hatte ich – in leicht geänderter Form – sogar selbst.

Ich hoffe, dass ich damit ein paar Menschen zum nachdenken bringen kann, indem ich sie mit der Nase auf Widersprüche stosse, die ihnen sonst vielleicht entgangen wären. Ich hoffe auch auf möglichst viel Publicity für #YesAllWomen, denn die hat den gleichen Effekt wie es die Publicity für den #Aufschrei hatte: es werden mehr Menschen auf diese verquerte Form des Kampfes für die Gleicherberechtigung aufmerksam. Die bilden sich dann selbst ein Urteil, abseits jeder indoktrinierten Meinungshoheit.

Und ein Teil dieser Menschen wird dadurch, vielleicht, selbst zum Feminismuskritiker. Weil sie, vielleicht, zum selben Schluss kommen wie ich: dass das mit der Männerfeindlichkeit, mit dem Sexismus der Sexismusbekämpfer, mehr ist als ein Missverständnis.

Wer will kann die Comics überall verteilen, drucken, abzeichnen – ist mir alles recht. Solange es vielleicht mit einem Schmunzeln geschieht.

Nur damit wir uns nicht missverstehen.

Dog'n'Cat - No matter what you do...Dog'n'Cat - We still have moral high ground