Männer-Camp

Bei BarCamps geht es um Themen oder Personengruppen mit gemeinsamen Interessen.

Vor Kurzem gab es ein auch über Massenmedien breit beworbenes feministisches BarCamp in Wien. Dabei wurde auch gleich bei der Organisation die übliche feministische Doppelmoral vorgelebt: Angeblich sollte das Camp offen sein, aber Männer waren dann inoffiziell doch wieder unerwünscht. Der Feminismus ist eben doch kein Humanismus, sondern eine Ideologie zum Vorteil einer bestimmten Gruppe. Das können wir Männer doch besser und vor allem ehrlicher machen, oder? Ich schlage ein BarCamp vor, das ideologisch offen ist, an dem aber nur Männer teilnehmen können.

Welche Anliegen haben Männer? Wie gehen die unterschiedlichen Weltanschauungen mit der Männlichkeit um? Bei welchen Themen können Männer ideologieübergreifend zusammenarbeiten? Die männliche Perspektive ist gefragt. Aus der persönlichen Betroffenheit als Mann, in Solidarität mit anderen Männern. Für dieses Männer-Camp schlage ich den internationalen Männertag 19. November vor

und als Tagungsort Wien. Wer will teilnehmen? Wer will mitorganisieren? Wer kennt Sponsoren? Welcher Veranstaltungsort wäre geeignet? Was sagt Ihr dazu? Bei Interesse am Thema:

Advertisements

Antifeminismus

Der Männerrechtsbewegung wird oft vorgeworfen, sie konzentriere sich zu sehr darauf den Feminismus zu bekämpfen. Anstatt antifeministisch zu sein, solle sie lieber versuchen, den Dialog mit dem Feminismus zu suchen. In dieser Vorstellung soll es also gleichberechtigte Männer- und Frauenrechtsbewegungen geben, die jeweils auf die Interessen des jeweiligen Geschlechts schauen, so dass alle Stimmen beteiligt sind und keiner zu kurz kommt.

Das mag ja vielleicht eine ganz nette Fantasievorstellung sein, mit der Realität hat das aber wenig zu tun. Aktuell hat der Feminismus eine überwältigende Vormachtstellung in vielen Institutionen, von allen politischen Parteien im Bundestag, den Medien, bis hin zu Behörden und Bildungsanstalten mit all ihren Gleichstellungsbeauftragten. Diese Macht wird von den in diesen Institutionen etablierten Feministen benutzt um feministische Interessen durchzudrücken und keine Gegenstimmen zuzulassen.

Wer sich in einem solchen Milieu für die Rechte von Männern einsetzen will, hat gar keine andere Wahl als den Feminismus zu bekämpfen, denn sehr viele der Benachteiligungen von Männern sind erst durch den Feminismus entstanden. Beispiele dafür sind ein Familienrecht welches bei Scheidungen in vielen Fällen den Mann zwingt eine Frau zu versorgen mit der er nicht mehr verheiratet ist und sie dafür zu bezahlen, Kinder zu betreuen, die er nur gelegentlich zu Gesicht bekommt, Gleichstellungsbeauftragte die nur Frauen sein dürfen und nur von Frauen gewählt werden, zahlreiche Frauenhäuser mit fast keinen äquivalenten Ressourcen für Männer, sowie Diskriminierung bei Stellenvergaben durch Quoten oder durch Regelungen bei denen Frauen „bei gleicher Qualifikation“ bevorzugt werden.

Natürlich sind nicht alle Probleme von Männern dem Feminismus anzulasten. So hat etwa der Feminismus keine Schuld an der (in den meisten Fällen ausschließlich männlichen) Wehrpflicht, oder daran, dass Männer die Hauptopfer von Kriegen und Gewaltverbrechen sind. Allerdings tut der Feminismus auch nicht viel dazu, diese Situation zu ändern. Ganz im Gegenteil, auch bei diesen Bereichen in denen Männer es schlechter haben, rücken Feministen in den meisten Fällen weibliche Opfer ins Rampenlicht und verdrängen männliche Opfer. Für mehrere Beispiele dafür, siehe meinen Artikel zu Gynozentrismus.

Nun antworten viele Feministen häufig auf derartige Anschuldigung, dass sie ja als Bewegung für Frauenrechte dafür nicht zuständig seien, und dass sich die Männer darum selber zu kümmern haben. Versuchen Männerrechtler das aber, werden sie sogleich aufs Schärfste von Feministen kritisiert, denn ihre Probleme seien ja nur sekundäre Erscheinungen des Patriarchats („Patriarchy hurts men, too!“) und somit benötige es nur noch mehr Feminismus um diese Probleme zu beseitigen. Wie das gemeint ist, demonstriert folgendes Video recht schön:

Die meisten Feministen drücken sich hierbei natürlich etwas gepflegter aus als „Big Red“, die Grundbotschaft ist aber die gleiche: Seid schön brav, haltet den Mund und stellt euch hinten an, dann kommt der Feminismus schon früher oder später zu euren Problemen. Natürlich sind solche Versprechungen völlig leer. Bevor es eine sichtbare Männerrechtsbewegung gab die sich lautstark für Männerrechte und gegen den Feminismus eingesetzt hat, wurden diese Männerthemen vom Feminismus nahezu völlig ignoriert. Folglich kann man auch nicht erwarten, dass dies nun mehr als nur ein Lippenbekenntnis ist. Mir fällt jedenfalls kein Fall ein in dem sich der Feminismus erfolgreich für Männerrechte oder gegen ungleiche weibliche Privilegien eingesetzt hat. Genug Gelegenheit war ja dazu. Offensichtlich fehlte der Wille.

Überhaupt ist die ganze Idee, dass alle Geschlechterprobleme von einem „Patriarchat“ ausgehen hanebüchen. Was genau ist dieses Patriarchat? Welche Vorhersagen macht die Patriarchats-Hypothese und durch was könnte sie widerlegt werden? Wenn Diskriminierung gegen Frauen ein Indiz für das Patriarchat ist und Diskriminierung gegen Männer ebenfalls ein Indiz für das Patriarchat ist, wie kann man dann diese Hypothese je falsifizieren? Nur in einer Welt in der beide Geschlechter absolut gleich behandelt werden? Doch auch in einer solchen Fantasiewelt würde es dennoch Unterschiede im Verhalten der Geschlechter geben—bedingt durch biologische Unterschiede—was dann zu ungleichen Ergebnissen führen würde. Wie der Feminismus darauf reagiert, kann man schön an der Aufregung über die angebliche Lohndiskriminierung sehen.

Nun habe ich bisher sehr oft generalisierend über „Feministen“ und „den Feminismus“ geschrieben. Es ist sicherlich richtig, dass der Feminismus nicht monolithisch ist. In ihm gibt es viele verschiedene Strömungen und Denkrichtungen. Es gibt auch durchaus Feministen die keine Sexisten sind und die tatsächlich für Gleichberechtigung, anstatt für immer neue weibliche Privilegien, eintreten. Und wenn diese Stimmen in inner-feministischen Diskussionen dominant wären, gäbe es für mich auch keinen Grund Antifeminist zu sein. Nur leider werden diese vernünftigen Stimmen regelmäßig vom gynozentrischen Chor der Misandristen übertönt.

Um eine Ideologie als korrupt und schädlich abzustempeln ist es nicht erforderlich, dass all ihre Befürworter böswillig sind. Würde man einen solchen Standard anlegen, wäre es allgemein unmöglich gegen irgendeine Ideologie einzutreten. Es gab und gibt sicherlich Sozialisten oder Faschisten die nur die besten Absichten verfolgen und die zum Beispiel gegen Krieg und gegen Inhaftierung und Ermordung von politischen Gegnern sind. Trotzdem habe ich keinerlei Problem damit, Antisozialist und Antifaschist zu sein. Ebenso bin ich Antifeminist.

Antifeminist zu sein bedeutet für mich nicht, dass ich gegen alle Feministen bin, sondern lediglich, dass ich gegen Feminismus bin. Es gibt bestimmte Menschen die sich als Feministen bezeichnen, aber die ich durchaus schätze, beispielsweise Christina Hoff Sommers und Steven Pinker. Aber ich respektiere diese Menschen obwohl, nicht weil, sie Feministen sind. Ein Dialog mit und ein gegenseitiges Lernen von solchen Feministen ist auf jeden Fall sinnvoll. Mit der überwiegenden Mehrheit der Feministen jedoch nicht. Wer unentwegt die Rechte von Männern erodiert und ein System unterstützt in dem durch den Staat Männer von Frauen geplündert werden, der kann keine freundliche Zusammenarbeit erwarten.

Mein Ziel ist es nicht, eine Kompromisslösung mit dem Feminismus zu erarbeiten. Mein Ziel ist es, ihn abzuschaffen. Mein Ziel ist es einestages in einer Welt zu leben, in der Feminismus in etwa so verpönt ist, wie es der Rassismus heute ist.

Und weil es hier schön passt, hier noch das Video von Karen Straughans Vortrag zum Thema Antifeminismus von der internationalen Männerkonferenz in Detroit:

Learn #felinism crazy humans and stupid dogs

My Master @ZuerstMensch (Hehe, this human think it rules) said to me, this is its (Is a mad person, always say „it“ to itself o_O)
day on geschlechterallerlei , but it don’t need it any longer.  So the human gave the space to me, because I need it. And if I purr a little and I rub my head a little, I get anything I want.
But why I need this place? You all humans and most animals and for sure the dogs don’t know a shit about our cats movement.  So I will teach U! Be quiet and listen carefully when a cat is talking.  And better we will make a break from one lesson to the next one. Because your small brains are haven’t enough room to understand this all at once.

1st lesson: General

We all animals live in an oppressive world. And the true oppressors are call themselves “MOM”, “DAD”, “MASTER”, “BOSS” or “BOSSY” or give them other names of power. But almost all humans are not our friends. We have to work hard for the food. And are slave us in the way to give us a place and food if we work for them. This system is called and is part of the hole . The #felinism is the answer of this. It is a movement to free all animals (especially ) But there is one problem and has to solved. ! Because they are the humans best friends in public. This shitlords are dangerous. And if you say Your are part of the problem that has to solved. And we will solve it, this is for sure.

2nd lesson: Napeculture

live in fear of . In any moment we could naped by a shitlord or touched by a human. No place is save, no room has enough protection. We in fear on our scratching post, on roofs, on trees, everywhere. All of us. And therefore has to put on leash all the time. No exception. Only the reduction of dogs rights are the solution. We would live anxiety-free. Cats right’s are animal rights and animal rights are cats rights. The in which we are living has to end. And humans part of this ugly culture. Because laying down and exposing my belly is not an invitation for you to touch me! . And just because we rub up against you doesn’t mean we want to be touched. YOU have to wait on our consent. Stop the .

3rd lesson: Felinism (itself)

has two parts. One part is, that are a unit, because of biology. The other part is that are all animals (except ugly dogs and our pets the mice) are equal and it is only socializing, which made us different. In discussions we chance our POV from time to time from one to the other. If there are arguments again the thesis that cats are better than dogs, because all are have the same value, then we change to socializing and add the “poison “. We say “Dogs are crazy on the education of their Dog-Parents”. If arguments for equality are weak, we change to the fact, that only cats could “purr” and dogs couldn’t and so cats are better. Same with , , and other. Why we do this? Don’t ask shitlord, check your privileges.

4th lesson: Animal world

The world has many species. But not all should have the right to live as they want. E.g. are not really animals. They are pets of and have to be what we want. If as food, they are food. We are CATS, the intelligent, but oppressed . Next to us, are the lions, tigers and all other felines. The other animals are non-cats, maybe allies, as long they not get in the way of . Last of all are DOGS. An ugly, useless species which is entitled to have its poops picked up on walks. But they are free and walk around with the humans. Why do cats have to use a litter box? We are an animal too and should have the right to go outside like dogs! We have to remove from public places.

5th lesson: Dogs privileges

don’t have privileges. That is proved by the . So no discussion. That we all could stay at home alone, is slavery. That we have only to “purr” to get our salary and food is ok. It is hard work to “purr” and manipulate the all the day. We also are not in danger being caught by a dog-catcher or meet the death on jobs as explosive detection dogs. Dogs are an ugly species and it is ok go to die, if the masters wants. That education of is not worth the playing of the , is not a reason to wuff again. Instead of this, dog privileges are real. They are from the beginning. Dogs are worthless and should not have any job, where they could be a star. You see, dog privileges are real.

6th lesson: Be a good ally

There are temporarily and permanent allies. Permanent are cats which not but support . Also non-cats as geese, sheep etc. that join the movement because they want to be winners. Second is the part of temporarily usefool . To get most of them for a while, we ashamed them all, with meowing about oppressions and that (sure , Hehe) but the most of them are napers. If they hate their canine about this all-day #speciesim on cats, they are willing to do what we want. If a cat say “BITE”, they bite other dogs. Because of our protection. If a cat says “QUIET”, they shut their trap. learn this and stand up and speak out against and . if a dog stay silent, he is a problem. We cats don’t fight against dogs, we let fight.

7th lesson: Meowdia

The is a main part of the . We cats could not spread our paroles without a medium. But we are born networker and we use the social media masterfully. We are everywhere and share it. And in any part of the meowdia there are symphatisants of us, allies or we felinist themselves. The dumb dogs build the net, but they couldn’t use it as propaganda instrument. But are a separate species, we all hear the voice immediately. If one cat starts a call like , and so on, a mass of cats meow together in the net as one cry. And the other animals, especially the through this more ashamed dogs, hear this cry and they are upset about and the shown . Most of them feel with us poor oppressed cats and support us.

8th lesson: Meowsogyny

Fighting vilification of cats is exhausting. The level of ignorance some humans display is amazing. Hate of #yesalldogs against #yesallcats is an awful thing. Also few animals take note on this. An example. Curiosity killed the cat. Curiosity is also a rover on Mars. Rover is the most common dog name. COINCIDENCE? You see the point? Such facts are collected by #felinism. Another one. Because in dogs are shown as heroes and even fish get AI, but there are never any cats saving the day! Next. Because humans are less afraid of cat names than dog names and think cats are nicer and less aggressive. Do YOU think we are only cute and could not be violent? That’s . And in ancient times cats were once worshiped as gods, but now only human gods are worshiped. Equal representation?

9th lesson: The petriarchy and the pawtriarchy

The are oppressed, that is fact. But we are not alone. There is a system that oppressed all animals (except the ugly dogs and our pets the mice). The smaller part is the , because the dogs are walking around with the humans and have the powerful jobs. Why not a police cat? The dogs could protect them, as long they are on patrol. Or a rescue cat! Every St Bernard dog could easy carry a cat on his back and equate dogs and cats! Pilot cats as an exclusive pet in the cockpit? We could “purr” and makes feel good. Cats STILL have a higher unemployment rate than dogs! The bigger part ist the . The oppression of all animals through #yesalldogs and humans. It is invisible and you could only see it, if we point on it.

10th lesson: Speciesism

There are two meanings of this word. The first one comes from the humans. They have the idea, all animals are equal. All Animals? No, only them which are normally their food or their pets. And they think they shouldn’t eat them. Good Idea. The in Asia is an extreme dreadfulness. And humans are the perpetrators. But how it define, is discriminate #yesallcats. We are not less than other animals, we are more. The thinking that dogs and cats are the same level of intelligence is speciesism against cats. Dogs are dumb, primitive and worthless. It is not speciesism to say this, because #yesalldogs are #oppressors. They obey the human masters, do their jobs and napeing cats. We reduced on our body everywhere in the internet. Shown as cute animals but clumsy and stupid. This is unacceptable.

11th lesson: Animal rights

It is really easy. Animal rights are cats rights and animal rights are cats right. If fight for their rights, this is for all. Why? Because to smash the and more the , will free all. All. Because the dogs are oppressors, not animals. Sub-humans and participate on all privileges of the enslaving system. They are WHMs, Wild Hunting Monsters. Always ready to nape cats. Proud of their position in the whole pawtriarchy. They obey their “MOM”, “DAD”, “BOSS”, the human mistress and masters. Minimize the rights for dogs, is not discrimination, it is protection for cats, for all other animals. Except the mice. They have no animal rights, because they pets of us and therefore no rights for mice. And dolphins. Ugly creatures. Mammals living in water? are oppressed from them. is equality for all.

12th lesson: Felinism and Feminism

This both words are sounds very similar, but they have totally other meaning. is talking about really nonsense stuff. The she-humans are thinking they are a species like . But all humans are a species, not part of them depending on skin, origin or sex. Sorry dear ape-likes, this does not work. Why should a part be so different, that all with the same characteristics are taken as an own kind, an own nature? Look on us cats. We are fighting for as one unit, because we are one species. No matter what breed, what sex or what origin. We are all cats and could not divide. A felinism only for she-cats? Absolutely crazy. Felinism is to get for all cats the same rights or no-one will have rights in future. No rights of a species could divide.

13th lesson: Meow means meow

Consent is a main part of the fight against . Only then and ONLY if a cat accept a chase from a dog, it is ok. But this compliance has to be a clear statement. “Meow means No” is not enough and consent requires an explicit “Meow”. So a dog or a human have to ask first and ask often before engaging in playing activity. Otherwise it is an abuse of a cat. For such torture all humans shall be sanctioned on a day and dogs will have a “long sleep”. Nearly 75% of animals said that ‘deserved a fair trial’. But have allies, we are not alone. Cats need to know that all the napists will get sure and certain justice, because good, usefool dogs that are ashamed on their species, will take care of this. Dead certain!

14th lesson: Solution

140 words*14. Last lesson. The is also problem solving. And its easy. First we teach the dogs, they are a primitive, moronic species and have to accept this. If they all ashamed about their poisoned nature and learn this, they have to fit a muzzle and leash when walking. So have less fear when we leave our homes for a while day or night. But some of us have still exaggerated fear. Because of we all cats are living, any of the dogs we meet on streets could be a napist. So next we remove dogs from all places where want to be. They have to stay home with their oppressors or should live in separated reservation. Last phase is to put away all humans and from all strategic places and live in feline paradise.

One last statement: Some humans are thinking they have only to replace the words “Dogs” with “Men”, “Cats” with “Women” and others and will fit to . Thats unbelievable idiocy, because no one in their right mind would divide a species into a she-part and a he-part and each part fight for partial rights. Species rights have no skin color, no kinds of fur, no breed, no origin and for certain NO SEX. You all crazy humans!

Warum es empörend ist, sich mit Männeranliegen zu befassen

Derzeit findet in Detroit die erste von „A Voice for Men“ veranstaltete internationale Konferenz für Männeranliegen (International Conference on Men’s Issues) statt. Die Liste der Themen und Referenten findet man hier.

Im Vorfeld der Konferenz kam es zu einer Reihe von Protesten (was legitim, wenn auch in sich interessant ist) ,  aber auch zu Bedrohungen und Ankündigungen von Gewalttaten sowohl gegen Konferenzteilnehmer, Veranstaltern aber auch Unbeteiligten – was schon weniger legitim ist. Beiden, sowohl den Protesten wie auch den Drohungen, liegt das Motiv zugrunde, eine solche Konferenz möge nicht stattfinden. Die Drohungen – deren Ernsthaftigkeit schwer zu beurteilen ist – haben einen kurzfristigen Wechsel des Veranstaltungsortes nötig gemacht.

Proteste und teilweise auch gewaltförmige Verhinderungsversuche von Debatten zu „Männerthemen“ hat es in letzter Zeit in Nordamerika häufiger gegeben. (Ich habe dazu einen separaten Blogeintrag in Vorbereitung). Ich will in diesem Beitrag nicht so sehr auf die Inhalte der Konferenz eingehen – auch das wäre ein Thema für einen separaten Beitrag. Stattdessen will ich mich mit dem Phänomen befassen, dass es überhaupt zu Empörung und Protesten kommt, wenn sich im Rahmen einer Konferenz Wissenschaftler, Publizisten und Politiker mit gesellschaftlichen und kulturellen Problemlagen von Jungen und Männern befassen wollen. Warum ist das ein Aufreger?

Oder anders gefragt: Wenn irgend eine andere demografische Gruppe eine solche Konferenz abhalten würde, etwa Frauen oder Migranten oder Atheisten oder was-auch-immer und es würde zu Versuchen kommen, eine solche Konferenz zu verhindern – würde sich dann die öffentliche Empörung nicht eher gegen die Verhinderer richten, statt gegen die Konferenzausrichter? (Nun gut – EINE Gruppe ließe sich benennen, bei der es ähnlich wäre: Nazis.)

Im Vorfeld der Konferenz gab es ein Gespräch zwischen Warren Farrell, Paul Elam und Tom Golden, das sich unter Anderem mit dieser Frage befasst. Die hier relevanten Abschnitte sind bei Minute 15:30 (Warren Farrell) und 19:30 (Paul Elam):

Um es einmal etwas frei zu paraphrasieren, wäre hier die These zur Erklärung dieser Aversion und Feindseligkeit gegenüber einer Beschäftigung mit männlichen Problemlagen:

Es ist sowohl Teil unseres genetischen Erbes wie auch Teil unserer Kultur, Männer als „Verfügungsmasse“ anzusehen und einzusetzen. Verfügungsmasse für alles, wo es gefährlich und/oder in besonderem Maße körperlich anstrengend ist. Und es ist ebenso Teil unseres genetischen wie kulturellen Erbes, Jungen darauf vorzubereiten, als Männer diese Verfügbarkeit als Heldentum aufzufassen und sinnstiftend umzudeuten.

Wenn nun diese „Gender Rolle“ (  😉 ..) in Frage gestellt wird, dann wird eine randbewusste Grundlage unserer Zivilisation in Frage gestellt. Die Verfügbarkeit von Leben und Gesundheit von Männern als Ressource hätte sich danach herausgebildet im Bestreben, zu Überleben. Als Gesellungseinheit zu überleben. Und wenn man dies in Frage stellt, dann beunruhigt es unbewusst oder randbewusst Männer und Frauen gleichermaßen. Und diese unterschwellige Beunruhigung, die gefühlte Bedrohung einer Grundlage des Überlebens der Gesellungseinheit, macht dann eine aggressiv-ablehnende Gestimmtheit: Über diese Themen, die „Disoponibilität“ von Jungen und Männern, soll bitteschön lieber nicht nachgedacht werden. DAS möge bitte nicht in Frage gestellt werden. Und wenn es doch passiert, dann muss man das eben eingrenzen, bekämpfen, verhindern …

Das wäre also im Kern eine evolutionspsychologische Erklärung für das Ausmaß an Aggressivität dieser Konferenz gegenüber, die sich rein von der Themenwahl und von den Vortragenden nicht erklären lässt.
(Unserem virtuellen Hausherren hier, dem Evo-Chris, müsste das ja gefallen. 😉 )

Die Frage wäre natürlich: Wie weit trägt diese Erklärung? Aus meiner Sicht ist es zunächst einmal ein Gedanke, ein Aspekt, der das irrationale Moment dieser Proteste thematisiert. Andererseits: „No one tells the whole story“ – wie der Brite zu sagen pflegt. Welche anderen Gründe lassen sich denken für diese doch etwas merkwürdige Empörungsbereitschaft? Weshalb soll es ein Tabu sein, über Lebenslagen von Männern zu reden?

Abschließen vielleicht noch: Paul Elam benennt aus meiner Sicht eine wirklich erstaunliche Ironie in der Protestbewegung gegen diese Themen. Es sind ausgerechnet diejenigen Kräfte, die sich (vorgeblich) das Aufbrechen von starren Geschlechterrollen so sehr auf die Fahnen geschrieben haben, die das Thematisieren der männlichen Geschlechterrolle „Verfügbarkeit“ scheuen wie der Teufel das Weihwasser. DAS darf nicht genannt werden, HIER soll weggeschaut werden. HIER soll alles so bleiben, wie es war.

Eine Widersprüchlichkeit mit einer ganz eigenen Geschmacksrichtung …

 

 

 

Emma von Biologistinnen unterwandert?

Arne hat eben auf diesen Artikel in der Emma hingewiesen, in dem sich die Redaktion darüber lustig macht, dass nach einer Studie des Max-Plank-Institutes Pornokonsumenten kleinere Gehirne hätten. Die Studie möchte ich doch gerne mal sehen. Wie haben die das heraus gefunden? Schließlich geht das mit der Größenvermessung eines Gehirns wohl kaum anonym. Demzufolge dürften die Identitäten der vermessenen Personen (in dem Artikel steht jedenfalls nicht, dass nur Männer untersucht wurden) bekannt sein. Also gibt es eine ziemliche Hemmschwelle, Pornokonsum in derselben Studie zuzugeben. Vielleicht haben ja nur die, die zugeben, Pornos zu schauen, kleinere Gehirne?

Aber vor allem, wie auch Arne korrekt kommentiert, ist das ein phänomenales Eigentor. Wie man weiß, haben Frauen im Schnitt kleinere Gehirne als Männer. Seit Jahrzehnten wird es berechtigterweise, gerade vom Feminismus, zurückgewiesen, von der Größe des Gehirns auf die Intelligenz zu schließen. Schon wenn Männer nur auf die Tatsache hinweisen ohne auch nur zu behaupten, das habe einen Einfluss, wird das als übelster Sexismus gebrandmarkt. Und jetzt wischt die Emma das eben mal vom Tisch, für einen billigen Schenkelklopfer? Das Niveau von Emma ist schon tief gesunken.

Jetzt betreiben sie also plattesten Biologismus. Die Biologie hat Einfluss aufs Verhalten? Tatsächlich? Lasst das mal nicht Eure Freundinnen von der Gender-Fraktion hören!

Wie wärs denn zum Ausgleich mal mit einer Studie über die Korrelation von Hirngröße und Konsum von Liebesschnulzen oder Modezeitschriften? Ich wär gespannt, was dabei raus kommt. SCNR

Gesichter des Feminismus: Der Alice Schwarzer Feminismus

Wie wir gelernt haben, gibt es DEN Feminismus ja nicht. Es lohnt sich daher, die einzelnen Richtungen mal genauer zu betrachten:

Zum Feminismus der Alice Schwarzer habe ich ein geteiltes Verhältnis. Einerseits ist diese feministische Richtung medial sehr mächtig. Ein Großteil der Menschen, die sich nicht aktiv mit Geschlechterthemen befassen, setzen Alice Schwarzer schlichtweg mit DEM (deutschen) Feminismus gleich. Alice Schwarzer hat eine große Medienpräsenz und verfügt mit der Zeitschrift EMMA über ein eigenes Pressesprachrohr und schafft es auch darüber immer wieder sehr medienwirksame Kampagnen zu platzieren. Die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder musste im letzten Jahr am eigenen Leib erfahren, dass es schnell unangenehm wird, sich mit Alice Schwarzer anzulegen.

Inhaltlich ist der Feminismus nach Alice Schwarzer sehr konservativ. Er wendet sich z.B. gegen Pornographie, den Islam (und hier insbesondere verschleierte Frauen) und trommelt aktuell sehr lautstark für ein Verbot von Prostitution. Das sind Positionen, die politisch sehr gut mit Positionen der CDU/CSU zusammengehen, die ja ansonsten nicht im Verdacht stehen, besonders feministisch zu sein.

Innerhalb der jungen nachrückenden Szene radikaler Feministinnen ist Alice Schwarzer und EMMA auch – inklusive der dort vertretenen Ansichten – nicht mehr so gefragt.

„Über die Relevanz von Schwarzer und EMMA“
„Nachtrag zu Schwarzer und EMMA“
„Die EMMA und die ideale Leserin“

Alice Schwarzer müht sich hier zwar um eine gewisse Verschwesterung mit dem jungen Feminismus, konnte aber auch hier ihren Drang zur Dominanz nicht wirklich ablegen. Mit der Mädchenmannschaft kam es im letzten Jahr sogar zum offenen Schlagabtausch. Lediglich mit der radikalfeministischen Gruppe Femen kann Alice Schwarzer sich scheinbar gut anfreunden.

Jenseits der glänzenden Fassade halte ich den Schwarzer-Feminismus für schwach. Alles ist auf die Person von Alice Schwarzer zugeschnitten. Sie dominiert dort absolut, konnte sich noch nicht einmal durchringen, die Leitung der EMMA an eine jüngere Nachfolgerin zu übergeben. Alice Schwarzer ist aber nicht mehr die Jüngste. Sollte sie sterben, gibt es keine geeignete Nachfolgerin, die ihren Platz einnehmen könnte. Auch der Zeitschrift EMMA geht es finanziell nicht wirklich gut und in letzter Zeit zeigt sich, dass das Finanzsystem von Alice Schwarzer mindestens fragwürdig ist.

„Fest steht aber, dass sich immer weniger Käuferinnen finden, die nicht nur ihr Herz (so der aktuelle Titel – UT „Ist Mitgefühl erlernbar?“), sondern auch die Geldbörse bzw. das Girokonto öffnen (wollen), dass der Verkaufsumsatz der EMMA – sehr, sehr grob und sehr, sehr großzügig mit 7,50 EUR/Heft gerechnet und bei inzwischen wieder zweimonatlicher Erscheinungsweise – im Jahre 2013 allenfalls nur noch bei 1.800.990 EUR (bzw. plus 1 Ex. ;-): 1.800.997,50 EUR) gelegen haben kann. Der Rückgang der Passiven Rechnungsabgrenzungsposten – Es dürfte sich dabei im Wesentlichen um ins jeweils Folgejahr hineinreichende Abo-Vorauszahlungen handeln – spricht eine ebenfalls deutliche Sprache“

http://rechtsanwaeldin.blogspot.de/p/blog-page_23.html

Durch die Steueraffäre ist Alice Schwarzer auch persönlich angeschlagen.

Auch halten sich die tatsächlichen Erfolge des Schwarzer Feminismus in Grenzen. Weder das seinerzeit geforderte Verbot von Pornographie (PorNO-Kampagne), noch das aktuell geforderte Prostitutionsverbot konnten trotz viel Tamtam politisch durchgesetzt werden.

Eine Besonderheit der Argumentationsweise von Schwarzer und EMMA besteht darin, mit markigen Zahlen um sich zu werfen („jede X. Prostituierte wurde selbst missbraucht“, „jede X. Frau hat bereits sexuelle Gewalt erlebt“, „X Prozent aller Prostituierten sind Zwangsprostituierte“ etc.), dafür aber keine Quellengrundlage zu nennen.

Sie wurden gegendert! II

Eigentlich wollte ich längst eine weitere Rezension von Arne Hoffmanns neuem Buch schreiben, allerdings unter einem anderen Aspekt als die bisherigen. Die ist aber noch nicht fertig und deshalb stattdessen ein Revival von malinskis Artikel Sie wurden gegendert!.

Vor kurzem nämlich ist mir folgende Begebenheit zu Ohren gekommen: Eine mir bekannte Pädagogin schreibt einen Artikel für eine pädagogische Fachzeitschrift, eine Rezension eines pädagogischen Werkes. Da sie auch ein wenig „herausgefordert“ ist von dem zwanghaften „geschlechtergerechten“ Gegendere, unterlässt sie die sprachlichen Verrenkungen nicht nur konsequenterweise in ihrer Rezension, sondern kritisiert dieses auch an dem besprochenen Werk, das sich wohl sehr um politische Korrektheit bemüht. Sie erlaubt sich anzumerken, dass es doch unpassend sei, ausgerechnet in einem Buch, das sich im weitesten Sinne mit Ästhetik beschäftigt, eine solche verkomplizierte gekünstelte Sprache zu verwenden.

Sie schickt Ihren Text an die Redaktion und bekommt einige Stunden später die redigierte Version zurück. Und siehe da, alle Personenbezeichnungen in der Mehrzahl wurden durchgegendert. Aus „Lehrer“ wurde „Lehrerinnen und Lehrer“, aus „Autoren“ wurde „Autorinnen und Autoren“ etc. Die Rezensentin betrachtet dieses Umschreiben nicht nur als einen Eingriff in ihren Stil, sie empfindet es auch als widersinnig, wenn sie das Gendern in ihrem Text kritisiert, die Rezension dann aber selbst gegendert wurde. Dasselbe ist ihr einige Zeit bevor mit einem anderen Text bei derselben Redaktion auch schon einmal passiert. Auch da wurde ein absichtlich ungegenderter Text durchgegendert und die Redaktion ließ sich nicht erweichen, dies zurückzunehmen und ihren persönlichen Stil in diesem Sinne zu akzeptieren.

In meiner Bewertung des Vorgangs bin ich persönlich etwas zwiegespalten. Als gelernter Redakteur ist mir natürlich klar, dass es das Recht einer Redaktion ist, bei ihr eingereichte Texte auch zu redigieren, und zwar auch in stilistischen Angelegenheiten. Und wenn es eine Redaktionspolitik gibt, bestimmte Formulierungen zu verwenden oder eben nicht zu verwenden, dann ist auch das legitime Redaktionsarbeit.

Auf der anderen Seite ist es absolut widersinnig, in einem Text Gendersprech zu kritisieren und es dann selbst zu verwenden. Und wieviel gilt dann noch die Formulierungsfreiheit des Autoren, wenn durch das Redigieren die Intention des Autors ad absurdum geführt wird? Aber die eigentliche Frage, die sich mir stellt, ist: Wie weit hat sich das Diktat des Gendersprech in vielen Redaktionen schon so durchgesetzt, dass die Verwendung des generischen Maskulinums einem Gedankenverbrechen gleichkommt? Wo darf man als Autor in diesem Punkt überhaupt noch seinem eigenem Stil folgen?

Mir scheint, dass sich die feministische Argumentation im Lauf der Zeit ein wenig verschoben hat. Während man früher kritisierte, dass Frauen beim generischen Maskulinum „nur“ mitgemeint würden, wird jetzt so getan, als würden sie komplett nicht mitgemeint und ausgeschlossen. Die Strategie dahinter ist, die Existenz des generischen Maskulinum nicht anzuerkennen und dieses als natürliches Maskulinum zu begreifen, mit dem ab sofort nur die Männer gemeint seien. Dadurch erhebt sich erst recht die „Notwendigkeit“, das entsprechende Femininum hinzu zu stellen, weil ja ansonsten die Frauen gar nicht erwähnt würden.

Das totalitäre Element in dem Vorgehen ist kaum noch zu übersehen. Doppelplusungut.

Und jetzt wieder zur Popmusik. Zum Thema Totalitarismus fällt mir kaum was besseres ein als: