Rasiert Gillette seine Dislikes auf YT?

Eine Ergänzung zur Gillettepanne (Die Firma Gillette wirbt mit einem männerverachtend-feministischen Video, das massenweise Empörung hervorruft; näheres bei Genderama):
Als ich mir heute das YT-Video angeschaut habe (do 17:30) war ich einigermaßen erstaunt über die vielen Likes (ca. 400 000 Likes zu 800 000 Dislikes; also immerhin ein Drittel Likes!) und bin daher skeptisch geworden. In den Kommentaren fand ich dann sehr viele Beschwerden darüber, dass Gilette offenbar die Likes und Kommentare fleißig rasiert. Hier einige Beispiele:
„Eric Wilkinson
vor 3 Minuten
DANNYBOY73 The only thing gillette is shaving, is the numbers off their dislikes … every time I come back to this video my dislike is gone“
„Trollita
vor 59 Minuten
As of now, over 112,000 comments have been deleted by Gillette, per social blade analytics.“
„Loru Y
vor 20 Minuten
They’re also deleting the likes on comments. I’ve had my likes, on specific comments, deleted.“
„ɴ̅I̅ ̅ ̅ s̅ı̅Ͻ̅
vor 10 Minuten
@Loru Y Same here. When I wrote my comment within 2 mins I had 8 likes, at 3 mins it was at 12, the next 4hrs I came back it stayed at 12, yesterday morning was up to 17, this morning 11. Don’t know if they wiped out the likes completely and started over or just taking off a few at a time. And my comment wasn’t even that bad imo.“
„PositronicReflex
vor 7 Minuten
I’ve disliked this video 4 times already. 425k likes my foot. Manipulated numbers.“
„Hurin Thalion
vor 30 Minuten
Heavy manipulation of likes. In two days it’s gone from a like/dislike ratio of 1:10 to 1:2. Seems legit.“
„NPC; trollingtowakeyouup4253
vor 2 Tagen
Removing them just as quickly, mines been removed like 12 times. Keep coming back just to check.“
…und weitere. Einer der zitierten Kommentatoren spricht von einem Like:Dislike-Verhältnis von 1:10 vor zwei Tagen. Auch bei Genderama und AllesEvolution wird dieses Verhältnis genannt, das sich dann offenbar rasant geändert hat. Der Verdacht der Manipulation der Likes ist also äußerst naheliegend. Ich kann allerdings nicht mit letzter Sicherheit beurteilen, ob das stimmt (und ob das überhaupt möglich ist, Likes oder Dislikes zu entfernen), weil ich davon nicht viel verstehe. Mein eigener Dislike blieb bisher stehen. Kann jemand mit Ahnung dazu seine Meinung sagen?

 

Werbeanzeigen

Bye, bye, #Gillette

Ist es albern, sich wegen einer „mißglückten“ Werbung von einem Produkt zu trennen, das man jahrelang gerne verwendet hat? Vielleicht, aber als moderner Mann muß man auch mal albern sein. Veralbert wird man sowieso, also ist das die Konsequenz, DIE haben schließlich angefangen. Ich habe keine Lust, mich zum schnöden Zweck der Umsatzsteigerung von einem Unternehmen belehren zu lassen, wie ich als Mann zu sein habe. Sonst auch nicht und erst recht nicht aus einem solch niederen Grund. (Wer nicht weiß, um was es geht, soll googeln oder bei Arne vorbeischauen).

Kennt Ihr noch an die verlogene „Dove“-Werbung mit den leicht moppeligen Frauen? Balsam für die geschundene Frauenseele, die sich sonst stets mit dem Schlankheitsdiktat konfrontiert sieht. Es gibt die Kampagne immer noch, wie ich gerade auf der Homepage des Herstellers feststelle. So ist das … die Frauen werden unterstützt, die Männer belehrt. Bestenfalls. Ansonsten sind sie in der Werbung ja auch meist die Deppen, im Gegensatz zu den cleveren, gewitzten Frauen, die alles besser können.

Und daher: Ich werde mir mal andere Rasierer anschauen. Ernsthaft. Nennt mich ruhig Mimose. Soll der Schuß ruhig mal nach hinten los gehen. Schlechte Werbung = schlechte Umsätze. Ich hoffe, viele andere tun es mir gleich.

 

Kurznachrichten vom 11.01.2019

Arne ist noch in der Winterpause und ich habe schon lange nichts mehr geschrieben, also…

1: Eine Studie der Uni Rostock hat ergeben, dass Männer nach einer Trennung diese besser verkraften, wenn sie – Trommelwirbel! Tusch! – ihre Kinder noch sehen dürfen. NDR-Info hat dazu ein Radio-Feature. Bei dem Beitrag weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll. Zum einen entfahren einem ständig loriotekse „Ach!“, „Ach was!“, „Da seid ihr jetzt auch schon drauf gekommen?“, zum anderen ist man ja schon froh, wenn solche Themen überhaupt mal im Mainstream-Radio stattfinden, und das sogar durchgängig positiv im Interesse der Väter, mit einem Plädoyer für das Wechselmodell. Und ohne feministisches Dazwischengrätschen.

2: Eine Leserzuschrift bei Michael Klonovskys Acta Diurna hat angesichts der Attacke auf den AfD-MdB Frank Magnitz eine interessante Feststellung zu Geschlechterrollenverteilung gemacht, die ich mir erlaube, hier fast komplett wiederzugeben:

Von linker Seite hört man jetzt Argumente wie: Gewalt gegen ‚Nazis‘ die Hass schüren sei legitim oder wer Hass sät, wird Hass ernten oder ähnliches wie, eine andere Sprache verstünden diese Leute nicht usw. Jetzt also, wenn es in ihrem Sinn passt, dann ist Gewalt ok, richtig und legitim.

Aber, gehen wir mal davon aus, dass die Angreifer höchstwahrscheinlich männlich waren. Ist das dann am Ende nicht ein Eingeständnis, für das Grobe, für die Drecksarbeit auf Männer angewiesen zu sein? Ohne Männer kann also Kampf gegen ‚rechts‘ in ihrem Sinne nicht stattfinden. Grüne, Feministen und Buntisten sind auf Männer, hinlangende, Brutalität anwendende Männer angewiesen. Wenn es ihren Zwecken dient, dann ist Gewalt von Männern wieder gut und nützlich.

Und weils gerade zum Thema passt, Hadmut Danisch hat zum selben Thema, aber in einem anderen Lebensbereich ähnliche Beobachtungen gemacht.

TV-Nachlese: Grayson Perry, die „Abrissbirne der männlichen Vorherrschaft“, bei #arte #tracks

And now to something completely different, möchte man da sagen. Da ich mich auch für Kunst interessiere und ich finde, dass auch Geschlechterallerlei mal etwas Kultur vertragen kann, verweise ich auf die arte-Sendung Tracks vom 14.12.2018, die auch bei Youtube zu finden ist (hier klicken). Ich kannte Grayson Perry (Jahrgang 1960) vorher noch nicht, in Großbritannien ist er ein mittlerweile etabliertes „enfant terrible“, das gerne auch mal in extravaganten Frauenkleidern die Öffentlichkeit sucht. Seine Person zieht sich wie der rote Faden durch die britisch-fokussierte Sendung. Ich will seine Aussagen gar nicht groß „auseinandernehmen“, sondern so wirken lassen, wie sie geäußert wurden. Hier die Stellen im Video, in denen er zu Wort kommt (wer sich nicht das ganze Video komplett ansehen möchte). Ich füge teilweise unterhalb der Videolinks Zitate von Grayson Perry ein.

Am Anfang, ab Sekunde 6 bis 1:54

Ab 3:00 bis 9:35

14:44 bis 17:23 mit folgenden Zitaten:

Grayson Perry: Gewalt ist hauptsächlich Männersache. Sie werden darauf getrimmt, Probleme mit Gewalt zu lösen. […]

Jungs werden dazu ermutigt zu handeln, statt einfach zu sein. Sie werden nicht gelobt, weil sie hübsch und liebenswert sind, sondern wenn sie Fußball spielen und ausrasten. ‚Oh, seht ihn euch an, ein wahrer Junge‘ […]

Ich finde, Männer müssen sich selbst hinterfragen. Es ist immer so: Männer haben Angst, dass man sie auslacht. Frauen haben Angst, dass man sie umbringt …

27:02 bis 32:41

Grayson Perry: Das Schönste daran, ein Transvestit zu sein, und das entgeht anderen Männern, ist angeschaut zu werden. Weil männliche Kleidung ist […] langweilig. Niemand wird sich nach ihnen auf der Straße umdrehen, sicher nicht. Mich hingegen sehen viele an. Wenn man Aufmerksamkeit möchte, bekommt man sie auch. Es hat große Auswirkungen auf die Erfahrung, die du jeden Tag aufgrund deines Geschlechts machst. Frauen sind Objekte, Männer die Subjekte. Ich finde die Art, wie Männer sich kleiden, hat etwas Feiges an sich. Sie wollen sich in ihren Kleidern verstecken, und daraus hervorlinsen – wie Vogelbeobachter. ‚Seht mich nicht an, ich habe nichts falsch gemacht.‘ […]

Es hat Vorteile, das Geschlecht zu wechseln. Männer sehen das nur als Verlust. Sie sehen den Verlust von Macht, Status, Privilegien. Aber es hat Vorteile. Und das sind: seelische Gesundheit, gute Beziehungen, Intimität. All diese Dinge, die sie haben könnten, wenn sie ihre Rolle aufgeben würden. Denn es ist nur eine Rolle. Wir spielen unser Geschlecht. Das kann man ändern, aber es ist sehr schwierig, weil es so tief in uns verwurzelt ist. Bis sich die Geschlechterrollen ändern, braucht es noch viele Generationen. Das ist nichts, was man liest und nächste Woche umsetzt. Deshalb frustriert mich die Intoleranz der ‚Aufgeklärten‘ so. Sie stehen der Unbeholfenheit des Wandels sehr unversöhnlich gegenüber. […]

[Über sich uns seine Freunde in den 80ern:] Uns war alles egal. Wir wußten nicht, was im Nachbarort passierte oder gar im Nachbarland. Wir haben einfach gemacht, was in unseren Augen lustig war und für unsere Freunde, die wir im Club trafen. ‚Diese Woche trage ich Schuhe mit Stahlkappen und einen BH und sonst nichts, weil ich das witzig finde.‘ Und jetzt gibt es diesen globalen Brei. Das ist eine andere Art von Kultur, aber originell zu sein und sich abzuheben ist echt schwer. Weil alle sagen ‚ach ja, das kenne ich schon, das habe ich neulich auf Instagram gesehen. Echt interessant, ja … hast du das auch in blau?‘

38:05 bis 40:50

44:55 bis 45:58

Grayson Perry: Wir glauben immer, wir seien im Recht. Und wenn jemand dasselbe macht wie wir, aber nicht auf genau dieselbe Art, dann ist es so … fast wie eine Assoziation, als würde uns dieses Verhalten beschmutzen. […] Das machen auch viele Weiße im Moment. ‚Das da sind die bösen Weißen, das sind die Rassisten. Ich will nicht von denen in den Dreck gezogen werden.‘ Es sind immer die Anderen. Wie mit den Männern. Viele Männer beschuldigen andere Männer. ‚Du bist sexistisch, weil ich es nicht bin, bist du es.‘ Und so weiter. ‚Du bist ein Snob, ich bin ein guter Snob, du bist ein schlechter.‘ Alle machen es. Ständig. Ich liebe es.

Soviel zu Grayson Perry. Ich wollte erst noch etwas über die anderen Beiträge schreiben, aber die sind für eine Kulturausgabe von Geschlechterallerlei zu langweilig-feministisch und berechenbar (z.B. über das verlogene „Free the pimple“, bei denen Frauen mit Akne zum Opfer des Schönheitsdiktats stilisiert werden. Wer es sehen möchte, ab 32:41). Einzig interessant in der Sendung noch das Portrait / Interview mit dem Schauspieler Malcolm McDowell (ab 17:25).

#Jusos und #Abtreibung: Gott schütze uns vor einer ideologisierten Jugend

Ich bin nicht religiös im Sinne einer traditionellen Standardreligion. Die Überschrift ist daher als Metapher zu verstehen, was es braucht, um ideologisierte junge Leute von ihrem Tun abzuhalten. Gottlob (sorry, schon wieder …) hat Sabrina Simmons von den Jusos keine Macht, um irgendwas zu tun. Sie kann nur reden. Und ich hoffe, dass sie aufgrund ihrer Rede auf Lebenszeit verschissen hat, in die Reichweite von irgendeiner politischen Macht zu kommen. Ich hoffe, dass ihr ihre Rede vorgehalten wird, sollte es um Positionen mit entscheidender Bedeutung gehen.

Exkurs. Diktatoren und Regimes haben sich schon immer gerne die Kinder in ihrer Gesellschaft geschnappt, um deren Hirne früh mit ihrer Ideologie aufzufüllen. Kein Mensch ist vernagelter, verbohrter und für andere Gedanken verschlossener, als ein Mensch, der schon in ganz jungen Jahren beigebracht bekam, was „richtig“ und was „falsch“ ist. Mit missionarischem Eifer brennen sie für ihre Ideen, ordnen diesen alles unter. Selbst die Menschlichkeit. Unter diesem Einfluß haben schon Kinder ihre Eltern an die Obrigkeit verraten und sie ins Zuchthaus gehen lassen, weil es ja um „höhere Ziele“ geht, als um individuelle Bindungen.

Zurück zu Sabrina Simmons von der Jung-SPD. Sie ist vermutlich nicht unter einem Diktator oder in einem Regime groß geworden, jedoch wohl im Bann einer großen Ideologie, dem heutigen Feminismus. Sie brennt für ihre Ideen und wird vor diesem Redebeitrag (ab 2:19) mit Gejohle von ihren Fans begrüßt.

Jetzt kommt Eine, die es richtig drauf hat. Und die nicht so luschig ist, wie die vorherigen Rednerinnen, die sich gar dafür einsetzen, dass Ungeborene nicht noch im 9. Monat abgetrieben werden können.

Vermutlich würde es Sabrina Simmons nicht mal beeindrucken, wenn man ihr ein totes, blutiges Baby auf das Rednerpult legen würde, eins, das lebensfähig gewesen wäre, aber jemand hatte erst sehr spät entschieden, dass es nicht ins eigene Lebenskonzept passt. Ideologen lassen sich nicht durch solche Tricks manipulieren, es geht schließlich um das große Ganze: Frauenselbstbestimmung über alles in der Welt. Da geht man über Leichen.

Aber dumm sind immer nur die Anderen. Schwarz oder weiß, für oder gegen die Ideologie. Die Menschenverachtung, die die Rede an den Tag legt, kann sich jeder selbst im verlinkten Video ansehen. Die Inbrunst, mit der andere Ansichten als störende Einwände im Kampf für die einzig richtige Sache vom Tisch gewischt werden.

Wenn es keinen Gott gibt, wer schützt uns dann vor Ideologen, die dazu noch im Gewand einer „guten Sache“ daherkommen? Nun, unser gesunde Menschenverstand, der immun sein sollte gegen Ideologien, egal von welcher politischen oder religiösen Seite sie kommen. Nachdenken, über den Tellerrand schauen, anderen zuhören, menschlich sein und vor allem: Selbstreflexion üben. All das, was Ideologen abhanden gekommen ist, in ihrem Wahn.

In hoffe, dass die Rednerin eines Tages bereut, was sie gesagt hat und dass sie sich für ihre heutigen Ansichten schämen wird. Falls nicht, soll sie gerne für ihre Verblendung den politischen Tod sterben, den jeder Ideologe als ehrenvoll empfindet.

CDU-Parteivorsitz für Geschlechterkampf instrumentalisiert

Es ist kurz nach 11 Uhr am 07.12.2018, als ich beginne, diesen Text zu schreiben. Der Bundesparteitag der CDU mit der mit Spannung erwarteten Wahl zum Parteivorsitz hat begonnen.

Gestern eine der letzten Talkshows zum Thema, Maybritt Illner im ZDF. Zu sehen hier: Youtube-Video. Mit dabei: Schriftstellerin Jana Hensel. Sie hat an diesem Abend eine Mission: Es sollte eine Frau sein, die den Parteivorsitz übernimmt. Natürlich verpackt sie diese Forderung geschickt.

Sie spricht beispielsweise ab Minute 21:28. Ich zitiere aus diesem längeren Redebeitrag:

[…] Ich hab das Gefühl gehabt, die CDU hat eigentlich nur einen Markenkern in den letzten Wochen gehabt, nämlich … das ist der konservative Markenkern. Die CDU hat viel mehr Wähler an die Grünen verloren seit der Bundestagswahl als ans rechte Lager, und trotzdem habe ich das Gefühl, man richtet sich ausschließlich an diese rechte Mitte, was immer das sein soll, ich weiß es nicht genau. Volkspartei zu sein bedeutet doch eben nicht, alte Zeiten zu beschwören, sondern bedeutet doch, Angebote an viele Gruppen der Gesellschaft zu machen … ich hab das von keinem einzigen der Kandiaten gehört … man muß sich an die Frauen wenden, man muß sich an die Migranten wenden, man muß sich auch an die Ostdeutschen wenden. Ich bin so viel unterwegs im Land, wissen sie [an die anderen Gesprächsteilnehmer gerichtet], wie wichtig Angela Merkel für die Frauen in diesem Land gewesen ist? Welche hohe emotionale Bindung viele Frauen an sie haben? Und ich hab das Gefühl von den Regionalkonferenzen geht das Signal aus „es darf bloß nicht passieren, dass eine Frau eine Frau beerbt“.

Aha, also hat auch Annegret Kram-Karrenbauer wohl im Wesentlichen die konservative Karte gezogen, um für sich auf den Regionalkonferenzen zu punkten („habe das von keinem Kandidaten gehört“). So stellt es jedenfalls Jana Hensel dar. Trotzdem verweist sie auf die Wichtigkeit des Geschlechts für die weibliche Wählerschaft, und dass man sich daher um diese Gesellschaftsgruppe kümmern muß. Und zwar in Form einer weiteren weiblichen CDU-Vorsitzenden und nicht wegen der politischen Inhalte, die jemand vertritt. Motto: Frauen halten sowieso zusammen. Eigentlich ein Armutszeugnis, was Hensel da den wählenden Frauen ausstellt, handeln sie doch aus einem schwesterlichen Gefühl und kümmern sich nicht darum, welche politischen Überzeugungen ein Kandidat / eine Kandidatin hat. Leider wird die Wahlentscheidung -insbesondere bei Frauen- wohl aus dem Bauch heraus und nach Sympathie getroffen und orientiert sich nicht an den Zielen, die ein Kandidat / eine Kandiatin vorgibt zu haben. Ich danke für die Bestätigung durch Frau Hensel. Im Übrigen: Kümmern sich männliche Politiker etwa nicht um weibliche Belange? Wer Wahlen gewinnen will, muß das doch tun. Mehr als andersherum, denn männliche Probleme stehen meist nicht auf der Agenda, wie wir alle wissen.

Ihre Mission verliert Frau Hensel nicht aus dem Blick, den zurechtgelegten Satz, den sie unbedingt unters Volk (und an die Deligierten des Parteitages) bringen will, wiederholt sie ab Minute 47:58.

[…] Als Signal an die Gesellschaft … einfach zu sagen „es darf im Prinzip nicht passieren, dass eine Frau einer Frau nachfolgt“, zumal dann …

Sie wird dabei unterbrochen vom CDU-Mann Franz-Josef Jung, leider kann ich nicht genau verstehen, was er sagt, er richtet sich aber gegen diese Inszenierung, es dürfe auf Angela Merkel keine weitere Frau folgen, und verweist darauf, dass -sollte die Phrase stimmen- AKK nicht die Chance hätte, die sie hat (bezogen auf die Wahl zum Bundesvorsitz).

Hensel erwidert darauf mit einem “ … dass sie das abstreiten müssen, ist doch klar“.

Merke: Wenn man für unbewiesene Aussagen kritisiert wird, nicht von der Marschrichtung ablenken lassen und den Kritiker bezichtigen, genau die unbewiesene Agenda zu verfolgen. Kritik ist der Beweis für die Richtigkeit der eigenen Aussage.

Es ist jetzt 12.15 Uhr, der Parteitag läuft noch. Man darf gespannt sein, wer den Parteivorsitz übernimmt. Und falls es nicht AKK wird, was von feministischer Seite aufgefahren wird an Gründen, woran das lag.

Das Geschlecht mit der größeren sexuellen Macht ist nicht benachteiligt

Es folgt ein Gastartikel von Matthias Rahrbach, Autor des Buches „Warum Frauen eben doch nicht benachteiligt sind: Eine Abrechnung mit dem männerfeindlichen Radikalfeminismus“. Das Buch behandelt natürliche Geschlechtsunterschiede, den feministischen Umgang damit und die Situation von Männern. Rahrbach ist Diplombiologe dessen Schwerpunkt männliche und weibliche (Verhaltens-)biologie ist. Rahrbachs Werk hat beim namhaften (und umstrittenen) Biologieprofessor der Uni Kassel Ulrich Kutschera äußerst lobende Worte gefunden.

Die Meinung des Autors spiegelt nicht notwendigerweise meine Sicht wieder. Ab hier Rahrbach:

Vor kurzem brachte ich die E-Book-Version meines bereits 2016 veröffentlichten Buches „Warum Frauen eben doch nicht benachteiligt sind – Eine Abrechnung mit dem männerfeindlichen Radikalfeminismus“ heraus. Ich wollte, dass mein Buch eine größere Verbreitung findet. Also suchte ich nach Werbemöglichkeiten, denn ohne eine umfangreiche Werbeaktion schafft es kein Buch in die Bestsellerlisten, wird nicht „sichtbar“ auf Amazon, sondern bleibt unbekannt.

Bei GMX hatten mir Werbefachleute dazu geraten, mit der „Inbox ad“ Werbung zu machen, einer Art Werbemail. Ich fühlte mich dort gut beraten und erstellte nun Werbematerial. Doch als ich damit bereits fertig war, kam eine Absage. Für Bücher zu solchen Themen könne ich nicht bei ihnen werben. Die entsprechende Richtlinie sei neulich noch verschärft worden. Fragen zur Richtlinie wurden mir nicht beantwortet.

Ein anderer E-Mail-Anbieter (Mail.de) sagte inzwischen ebenfalls ab, da das Thema „zu heikel“ sei.

Vor mir hatten bereits einige andere feminismuskritische Autoren die Erfahrung gemacht, dass Verlage feminismuskritische Bücher nicht auflegen wollten und dass die Medien sie totschweigen. Anfeindungen erlebten sie auch. Im Zeitalter des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes wurde Kritik an der Genderideologie z.B. auf Facebook zensiert, was ich auch selbst mehrfach erlebte. Es reichte dafür bereits aus, der Meinung zu sein, dass es „nur“ zwei Geschlechter gibt. Gemäß biologischer Definition gibt es auch nur zwei Geschlechter, aber mittlerweile wird Biologie eben auf Facebook zensiert.

An dieser Stelle sollten wir uns einmal fragen, was am Fach Biologie eigentlich so schlimm ist, dass es in einem modernen, hochtechnisierten Erste-Welt-Land zensiert wird, und was an Feminismuskritik eigentlich so schlimm ist, dass sie mit Werbe- und Medienboykott belegt wird, unter die Zensurkeule kommt und kaum ein Verlag sie vermarkten will.

Seit Jahrzehnten hört man kaum etwas anderes, als dass Frauen benachteiligt seien, von Männern ausgebeutet würden und durch sie Gewalt erlitten. Nicht nur in der Dritten Welt, wo Frauen und Mädchen vielerorts tatsächlich unterdrückt und völlig rechtlos sind, nein, auch hierzulande seien sie insgesamt das benachteiligte Geschlecht. In den vom Feminismus stark geprägten Mainstreammedien ist von Gleichberechtigung und Gleichstellung meist so die Rede, als wäre es dasselbe. Männer sollen ihre Geschlechterrolle hinterfragen und bloß nicht ihre Schwierigkeiten im Leben thematisieren, schon gar nicht als Opfer der Frauen erscheinen.

Die Mainstreammedien sind die Sprachrohre von „denen da oben“, sie sind leider die eigentliche Macht im Staat. Sie vertreten die, die de facto über dem Staat stehen. Sie sind nicht die vierte Macht im Staate, sondern anscheinend die eigentliche Macht, was sie gar nicht sein dürften. Sie tun alles dafür, uns das eigenständige Denken zu verbieten und den freien Meinungsaustausch zu unterbinden. Natürlich erlauben sie nicht einem Dissidenten, sein nicht mainstreamkonformes Buch zu bewerben, das ihre jahrzehntelangen Kampagnen zu dem Thema von Grund auf in Frage stellt.

Von den öffentlich-rechtlichen Medien gab es schon vor ein paar Jahren den Versuch, die Männerrechtlerszene mit dem Massenmörder Breivik in Verbindung zu bringen. Mittlerweile kommt Genderpropaganda im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, geschickt verpackt in Wissenschaftssendungen wie „Quarks“ oder „Planet Wissen“, während in Schulen und Hochschulen ebenfalls Genderpropaganda betrieben wird, ja selbst die biologische Fachwelt massiven Unterwanderungsversuchen durch Vertreter der Genderideologie ausgesetzt ist.

Wir sollten uns nicht das Denken abgewöhnen lassen. Es ist an der Zeit, pauschale feministische Annahmen nicht nur im Detail auf den Prüfstand zu stellen, so z.B. hinsichtlich der Frage, wie oft häusliche Gewalt von Frauen ausgeht, sondern auch einmal grundsätzlich zu untersuchen, ob die Behauptung, Frauen seien das benachteiligte Geschlecht, das über weniger gesellschaftliche Macht verfüge, so überhaupt stimmen kann.

Einen interessanten Aspekt, der bisher bei dem Thema stark vernachlässigt wurde, möchte ich hier herausgreifen. In meinem Buch ist er eines der zentralsten Themen, da es aus meiner Sicht in der Debatte viel zu wenig darum geht. Es handelt sich um das Geschehen auf dem Partnermarkt. Auch diesbezüglich wird beklagt, Frauen hätten es bei der Partnersuche schwerer als Männer, die über die besseren Möglichkeiten verfügten. Kann das sein?

Allgemein bekannt ist, dass Männer trotz Emanzipation auch heute noch in aller Regel auf Frauen zugehen müssen, um eine Chance auf eine Partnerin zu haben. Der Mann muss agieren, die Frau reagiert. Es ist nur logisch, dass diejenigen, die für gewöhnlich „angebaggert“ werden, mehr Auswahl auf dem Partnermarkt haben als die, die „anbaggern“ müssen.

Auch ein Blick in die Tierwelt lohnt sich: In Tierfilmen – diese werden noch nicht zensiert – sieht man manchmal, wie in der jeweiligen Paarungszeit z.B. zwölf männliche Feldhasen hinter einem weiblichen herlaufen, wie acht männliche Buckelwale neben einem Weibchen herschwimmen, wie sieben männliche Teufelsrochen ein Weibchen verfolgen oder wie mehr als ein Dutzend männlicher Fische sich in dem Moment auf einen weiblichen stürzt, wenn dieser gerade ablaicht. Diese Beispiele veranschaulichen, dass „das Weibchen eh einen Partner abbekommt“, wie es im Biologiestudium gelehrt wird, das Männchen aber darum zu kämpfen hat.

In der Tat kämpfen Männchen in der Natur auf unterschiedliche Art und Weise um Weibchen, und das bei fast allen Arten. Die Anpassungen des männlichen Geschlechts an diese Konkurrenz ist aus biologischer Sicht eine der großen Ursachen für Geschlechtsunterschiede in Körperbau und Verhalten. Zugleich ist die Konkurrenz der Männchen um die Weibchen eine der Hauptursachen dafür, dass das Verhältnis der Geschlechter zueinander stark konfliktträchtig, aus verhaltensbiologischer Sicht sogar ein einziges Dilemma ist.

Die Konkurrenz der Männchen um die Weibchen beim Menschen lässt sich zudem sowohl im Hinblick auf die evolutive Vergangenheit des Menschen als auch im Hinblick auf seine Gegenwart in einer modernen westlichen Industrienation klar nachweisen.

Schauen Sie sich Online-Partnerbörsen, Swingerclubs oder die offizielle Heiratsstatistik an! Oder bestimmte DNA-Analysen, psychologische Studien, das Phänomen der „Absoluten Beginner“, die vom jeweils anderen Geschlecht noch unberührt sind, und andere Indizien und Beweise, die ich Ihnen zusammengetragen habe.

Mein Buch ist eigentlich gar nichts Böses – darin stehen nur ein paar Wahrheiten, die offenbar keiner wissen soll: über die Konkurrenz der Männchen um die Weibchen bei Tier und Mensch, Geschlechterkonflikte, Auswahlkriterien bei der Partnerwahl, biologische Grundlagen der Geschlechterrollen usw. – eine umfassende biologische Analyse. Dazu enthält es Informationen über männliche Benachteiligungen, sowohl solche, die es auch ohne den Feminismus gibt, als auch solche, die wir ohne den Feminismus nicht hätten. Das Buch enthält ferner Informationen über die radikalen und auch die lächerlichen Inhalte des Feminismus und natürlich über die Genderideologie.

Wer das Buch haben will, sollte es sich kaufen, solange es noch legal erhältlich ist.

Auf meiner Homepage gibt es nach wie vor die Möglichkeit der versandkostenfreien Bestellung der originalen Printversion (26,90€):

Die E-Book-Version (regulärer Preis: 9,99€, Preis bis zum 30.11.2018: 3,99€) gibt es zurzeit exklusiv auf Amazon.