Homoehe: Katrin Göring-Eckardt kann’s nicht lassen

Die Grünen knüpfen mögliche Rgierungsbeteiligungen nach der BT-Wahl 2017 an die Bedingung der Anerkennung der Homoehe, was ich vor kurzem schon hier thematisiert habe. Zuvor bezeichnete die grüne Kanzlerkandidatin Göring-Eckardt Kritiker der Homoehe per se als Arschlöcher. Dass die Grünen und andere Parteien die „Ehe für alle“ fordern, ist nichts neues. Dass sie aber eine zukünftige Regierung von dieser Nebensächichkeit abhängig machen wollen ist – naja – streitbar. Jetzt legt KGE noch mal nach und versucht, genau das in einem Gastbeitrag in der Zeit zu verteidigen. Wie viele stichhaltige Argumente für diese schwerwiegende Entscheidung werden jetzt wohl kommen? Wer hätte es gedacht; genau null:

„Argument“ Nr. 1 ist….. (Trommelwirbel): „Because it’s 2017

Yeah, 2017! Cool! Mit demselben Argument hätte Hitler den Überfall auf Polen legitimieren können. „Bikos itz neunzehnhundeRRtneununddRReißig!!!“

„Argument“ Nr. 2: „es gibt keinen Grund, warum die Liebe der einen nicht genau so viel zählt wie die Liebe der anderen.“

Nein, Frau Eckardt. Thema verfehlt. Es geht hier nicht um Liebe, sondern um Eherecht.  Und selbst wenn: Das rechtfertigt nicht, die Homoehe zur Bedingung für eine Koalition zu machen.

„Argumente“ 3-5:

„Weil das so überfällig ist“ – siehe Hitler

„weil es so einfach ist“ – dachte Hitler auch

„Argument“ 6: „und weil die große Koalition diese Änderung in den vergangenen vier Jahren sage und schreibe 30 Mal vertagt hat“ – Ja. Und warum wurde das immer wieder vertagt? So weit ich das beurteilen kann deswegen, weil das Parlament dem Thema verständlicherweise eine geringere Priorität gibt und daher andere Gesetzvorhaben Vorrang haben. Insofern kann auch das keine Rechtfertigung sein.

„Argument“ 7 ist der Klassiker: „Wie wichtig die Ehe für alle auch in diesem Wahlkampf ist, zeigt schon das aktuelle Urteil des Verfassungsgerichts, was einen Antrag auf Bundestagsabstimmung über die Ehe für Schwule und Lesben abgelehnt hat.“

Bei diesem verlinkten Urteil handelt es sich übrigens um dasselbe Thema wie bei Nr. 6.  KGEs Argument ist das typische „wenn andere dagegen sind, zeigt das nur die Relevanz und Richtigkeit der eigenen Sache und dass wir jetzt um so vehementer darum streiten müssen!“ (Nur mit dem Unterschied, dass das BVG nicht dagegen ist, sondern einfach nur festgestellt hat, dass der BT solche Entscheidungen vertagen kann.) Egal wie man zur Homoehe steht, man muss seine Position argumentativ verteidigen. Aber das was KGE hier abliefert ist keine Argumentation. Sowas ist einfach nur peinlicher identitätspolitischer Kindergarten. Und noch mal zur Erinnerung: Sie ist Kanzlerkandidatin und Fraktionsvorsitzende.

Kurznachrichten vom 01.10.2016

1: In Österreich wurde ein 1. Online-Männerkongress organisiert, der heute beginnt und bis zum 10. Oktober andauern soll. Jeden Tag kann man ab 18:00 Uhr online zwei Vorträge anschauen und evtl. auch mitdiskutieren. Dazu gibt es auch ein Video von NICHT-Feminist, bei dem der Initiator Christian Peherstorfer interviewt wird:

2: Gestern hat Sophia Thomalla mit folgendem Tweet einen riesigen Shitstorm ausgelöst:

https://twitter.com/ThomallaSophia/status/781924621390057476

Später hat sie das mit folgendem Tweet relativiert:

Dennoch fühlt sich die Gutmenschenfraktion extrem getriggert. Ich bin schon ziemlich erstaunt, was so ein harmloses Witzchen an blankem Hass in der ach so zivilisierten Political-Correctness-Fraktion auslösen kann, bis hin zu unverhohlener Frauenverachtung. Nur so ein paar Beispiele:

https://twitter.com/favefugee/status/781946944411299840

https://twitter.com/goia/status/781932544812019712

Immerhin bewahrt der Account der neuen Kampagne #NichtEgal gegen „Hate Speech“ Contenance:

Auch andere bewahren einen kühlen Kopf, z.B.:

3: Pampers stellt die Werbung für geschlechtsneutrale Kindernamen ein, nachdem über 13.000 Bürger eine Online-Petition auf der eher bürgerlichen Petitions-Plattform citizen go unterschrieben haben.

4: Der Blogger Fefe kommentiert das neueste Urteil im Fall Kachelmann, in dem das erste Mal ein Gericht festgestellt hat, dass die Beschuldigerin Claudia Dinkel die angebliche Vergewaltigung fingiert hat, wie folgt:

Herzlichen Glückwunsch, lieber Feminismus! Das habt ihr ja schön hingekriegt, dass sich selbst überführte Falschbeschuldiger noch als Opfer fühlen, denn auf der anderen Seite stand ein weißer Mann. Opfer eines „Justizskandals“ und einer Verschwörung des Patriarchats. Lügnerinnen nicht unbesehen zu glauben ist ein Zeichen von Frauenfeindlichkeit. Soweit sind wir inzwischen.

5: Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq ist in Berlin mit dem Frank-Schirrmacher-Preis ausgezeichnet worden. Die NZZ dokumentiert seine Dankesrede. Ein Auszug:

Mit den von Philipp Muray angekündigten neuen Zeiten ist ganz einfach die Rückkehr des Matriarchats in neuer Form gemeint, in Staatsform. Die Bürger werden in einem Zustand fortgesetzter Kindheit unterhalten, und der erste Feind, den unsere westliche Gesellschaft auszurotten versucht, ist das männliche Zeitalter, ist die Männlichkeit selbst.

In diesem Sinn hat die Entwicklung der französischen Gesellschaft seit Philippe Murays Tod und insbesondere seit der Rückkehr der Sozialisten an die Macht seine Prophetien in atemberaubendem Ausmass bestätigt, und mit einer Rasanz, die ihn selbst, glaube ich, erstaunt hätte. Die Tatsache, dass Frankreich nach Schweden das zweite Land der Welt sein könnte, das die Kunden von Prostituierten bestraft, das, so glaube ich, wäre selbst Philippe Muray schwergefallen zu glauben, er wäre entsetzt zurückgeschreckt vor der Perspektive. Nicht so früh. Nicht so schnell. Nicht in Frankreich.

Die Prostitution abschaffen heisst, eine der Säulen der sozialen Ordnung abzuschaffen. Das heisst, die Ehe unmöglich zu machen. Ohne die Prostitution, die der Ehe als Korrektiv dient, wird die Ehe untergehen, und mit ihr die Familie und die gesamte Gesellschaft. Die Prostitution abzuschaffen, das ist für die europäischen Gesellschaften einfach ein Selbstmord.

Die Rede enthält auch noch den ein oder anderen weiteren spannenden und ungewöhnlichen Gedanken, ist aber ziemlich lang.

6: Die US-amerikanische Schachmeisterin Nazi Paikidze-Barnes will die Weltmeisterschaft im kommenden Februar im Iran boykottieren, weil die Spielerinnen gezwungen werden sollen, beim Spielen einen Hijab zu tragen.

7: Derweil werben Islamisten wie folgt für das Kopftuch:

kopftuchwerbung

Wen die Fliegen darstellen sollen, könnt Ihr Euch sicher denken.

8: Und wo wir grade wieder mal dabei sind, von Jesus and Mo gibts wieder was neues, das dazu passt:

Geschlechterallerlei: Umverteilung bei den Autoren?

Einige Autoren schaffen es zeitlich nicht mehr, zu festen Zeiten etwas zu schreiben, wenn ich auch hoffe, dass dennoch von ihnen gelegentlich ein Artikel einegstellt wird.

Dadurch ist die Liste etwas am Anfang des Monats doch etwas dünn geworden.

Am schönsten wäre es natürlich, wenn man das mit neuen Autoren aufüllen könnte, wer also jemanden kennt, der hier in Betracht kommt, der sollte ihn/sie mal vorbeischicken. Wer selbst etwas schreiben will, und noch nicht registriert ist, kann sich natürlich auch gerne melden.

Ansonsten würde ich vorschlagen, dass wir die Autorentage etwas umverteilen.

Und da gegenwärtig genug Tage vorhanden sind: Haben bestehende Autoren vielleicht Lust, mehr feste Tage zu übernehmen? (Natürlich kann jeder Autor eh so viele Artikel einstellen wie er möchte, aber mitunter ist etwas Druck ja auch nicht schlecht).

An die Autoren bei Geschlechterallerlei

„Alter Knabe“ hat gerade erklärt, dass er aussteigen will, was auch vollkommen okay ist, es ist ja durchaus ein Blog, der einen Einstieg in die Blogwelt bieten soll und Leuten erlauben soll, auch mal was in dieser Richtung auszuprobieren oder einfach bestimmte Gedanken in Artikelform darzulegen.

Allerdings schreibt Aranxo auch zurecht:

Und leider dünnt sich dieser Blog nach einem halben Jahr auch schon wieder ziemlich aus. Ich geb zu, ich war die letzte Zeit auch nicht allzu pflichtbewusst und habe meinen Datumsplatz ein wenig verwaisen lassen, dafür aber zwischendrin mal was geschrieben.

In der Tat fehlen einige Beiträge, wenn man sich die Monate so anschaut:

Bei momentan 15 eingetragenen Autoren mit festen Tagen sollten wir eigentlich auch zumindest 15 Artikel pro Monat haben. Es mag sein, dass da für einige die Urlaubszeit dazwischen gekommen ist, wobei ich da noch einmal darauf verweise, dass es sehr einfach ist, Artikel vorzuschreiben und für einen bestimmten Tag einzustellen. Ein Blog lebt von regelmäßigen Artikeln. Nur wenn immer wieder interessantes neues eingestellt wird, dann bildet sich auch eine entsprechende Leserschaft, die dann auch wieder die Freude am bloggen erhöht.

Immerhin stimmt es mich froh, dass der September bisher gut gestartet ist.

Ich bitte alle Autoren sich mal kurz zu melden, damit wir auch die Liste aktualisieren können.

Verbesserungsvorschläge für den Blog sind natürlich auch gerne willkommen.

Auch eine gute Gelegenheit für neue Autoren, um einzusteigen. dazu bitte in den Kommentaren melden