KGE und der Aufstand der grünen Männchen

Die Qualitätsmedien sind auf dem grünen Auge blind

Bei Alles Evolution war es letztens erst Thema: Noch nicht einmal die Grünen finden genug Frauen, die politisch arbeiten wollen.  Der grüne Wahlzettel und die grünen Vorstellungen von Demokratie sind so absurd, daß in Folge  Katrin Göring-Eckardt als Wahlgewinnerin schon feststand, da es zwar drei männliche Kandidaten, aber keine Gegenkandidatin gab.

Und da erwartet man doch Ergebnisse, die denen der einzig anderen Demokratur auf deutschem Boden entspricht, oder?

Falsch erwartet. (hier SpOn über die Ergebnisse):

33.935 gült.Stimmzettel

KGE = 23.967 Stimmen

Cem Özdemir = 12.204 Stimmen

Robert Habeck = 12.129 Stimmen

Anton Hofreiter = 8886 Stimmen

(Nebenbei: Annett Meiritz zitiert als Wahlergebnis ihren eigenen Tweet.)

Nochmal: Wir haben 34.000 Stimmen. Davon bekommt KGE 24.000. 10.000 Wahlberechtigte kreuzen zwar einen Mann an, aber unterlassen das Kreuz bei KGE. Ich würde das als schallende Ohrfeige bezeichnen. Wie deutlich kann man denn noch „Nicht mein Spitzenkandidat“ ausdrücken? Ein Politiker mit Format hätte seinen Rücktritt bekannt gegeben. Nicht so KGE.

Andersrum. Ca 60% der Grünen sind Männer. Nimmt man der Einfachheit an, dass ganz überwiegend Männer KGE den Rückhalt aktiv verweigert haben, so haben die Hälfte aller grünen Männer diesen passiv-aggressiven Schritt getan und absichtlich das Kreuz hinter der Frau unterlassen. Grüne müßten jetzt von Sexismus in der eigenen Partei sprechen. Angesichts dessen, dass dieses Wahlergebnis weder innerhalb noch außerhalb der Grünen thematisiert wird,  sollte man hier von grünen Männchen sprechen. Nicht Manns (und auch nicht Frau) genug, diesen Sexismus mal zur Sprache zu bringen.

 

 

 

Eine Kreuzung aus Goebbels und Gundel Gaukeley oder warum die Korrespondentin ein feuchtes Höschen hat

Eine Kreuzung aus Nero und Dagobert Duck“ betitelte Sonia Mikich, die Unterzeichnerin bei pro quote ist, ihren Kommentar in der Tagesschau.

Das ist nun genauso reisserisch wie dümmlich, denn dass Trump in 2000 Jahren genauso erinnert wird wie Kaiser Nero heute ist äusserst fragwürdig und vor(!) seinem Amtsantritt nun wirklich nicht absehbar. Auch Dagobert Ducks wirksamste Eigenschaft ist nicht sein Geld ,sondern vielmehr sein Geiz. Die zweitwichtigste Eigenschaft Dagobert Ducks ist jedoch, daß hinter seinem ruppigen Auftreten doch immer eine liebevolle Person hervortritt. Dagobert Duck ist ein echter Sympathieträger trotz all seiner Macken.

Die genannten Personen haben nun so dermaßen wenig mit Donald Trump gemein, dass ein Vergleich mit Donald Trump noch bizarrer wäre als würde man eine Tagesschaukorrepondentin als eine Kreuzung aus Goebbels und Gundel Gaukeley bezeichnen. Was ich selbstverständlich nicht tue, auch wenn bei letzterem wenigstens eine ordentliche Alliteration dabei wäre.

„Nein, wer das ganze Interview liest, erlebt Widersprüche, Angeberei, verbale Erektionen und eine Gedankentiefe von höchstens 140 Zeichen.“

Köstlich, Frau Mikich, gar köstlich haben Sie dies formuliert. Oliver Kalkofe wird gerade neidisch. Obwohl — habe ich da gerade „verbale Erektionen“ gelesen? Nun, ich mag meine Erektionen. Prima Sache und auch bei den mir bekannten Damen immer höchst willkommen, wenn ich den Anblick darauf geteilt habe. Eigentlich haben die sich auch immer geschmeichelt gefühlt.

Frau Mikichs Konnotation von Erektionen ist hingegen negativ. Das tut mir leid für sie. Das wäre ja nicht so schlimm, aber da ist etwas was mir bei Feministinnen ständig auffällt. Und eine Unterzeichnerin von Pro Quote wird sich sicher nicht beleidigt fühlen, wenn man sie als Feministin bezeichnet. Ich erwarte nun wirklich (und diese Erwartungshaltung wird regelmäßig enttäuscht), dass sich Genderbewegte auch halbwegs gendersensibel ausdrücken.

Aber mal angenommen, jemand hätte öffentlichkeitswirksam formuliert, dass Frau Mikich beim Gedanken an die Quote ein feuchtes Höschen bekomme, dann wäre der nächste Shitstorm nur noch eine Sache von Stunden. Aus dem Munde eines Menschen im zB öffentlichen Rundfunk und der Job wäre weg.

Bei mir jedenfalls ist die Schere schon im Kopf, ich formuliere bewußt vorsichtig und lasse Frau Mikichs Namen lieber aus dem Titel raus. Auf eine anwaltliche Auseinandersetzung mit dem finanzstarken WDR habe ich jedenfalls keine Lust. Selbst wenn eine potentielle Klage niedergeschlagen würde, so wäre der reisserische Titel „Frauenfeind Gerhard P. von WDR wegen sexistischen Kommentars verklagt“ schon allein genug um meine Karriere stoppen zu können. Von der finanziellen Katastrophe ganz zu schweigen.

 

Warum müssen Frauen Fußballspiele kommentieren?

Dafür brauch ich Feminismus

–irgendein Kommentar auf Facebook

Es hat wohl eine Frau ein wichtiges EM-Spiel kommentiert und es gab entrüstete Kommentare. Sogar sexistische. Ui. Wobei es sexistische Kommentare gab, die das Geschlecht der Kommentatorin beleidigten, es aber natürlich total sexistisch war, überhaupt eine Frau zu kritisieren. So mein Eindruck.

Aber überlegen wir uns das von vorne. Frauen dürfen natürlich alles außer Papst werden. Und sobald man eine Frau kritisiert, ist man sexistisch. Männern wird ja oft vorgeworfen, sie wären nicht emotional genug. Oder halt nicht so emotional wie Frauen. Dann denke ich immer an Fußball. Männer, die weinen. Die sich begeistern. Die wie kleine Kinder sind. Klar, auch Frauen finden Fußball toll. Meist Männerfußball. Trotzdem ist es meines Eindrucks nach eine sehr männliche Domäne. Gespielt von Männern.

Und ich denke da ist ein Unterschied ob eine Frau Trainerin ist oder Kommentatorin. Der Kommentator ist der hörbarste Ausdruck von Leidenschaft und Emotion. Und er ist echt laut. Kann man es da vielen Männern nicht verdenken, daß sie einen Mann hören wollen? Ist es ein Geburtsrecht von Frauen immer und auf jeden Fall alles zu tun was ein Mann macht? Ja,auch wenn der umgekehrte Fall eher nicht gesehen wird. Muß man, muß Mann und Frau unbedingt immer und überall eine Frau akzeptieren? Ich denke nein. Männliche Hebammen werden auch nicht akzeptiert. Da kommt merkwürdigerweise kein Aufkreisch.

#unerwünscht: Schwänze, Fotzen, @anked: Ableismus, Intersektionalität, Derailing, gegendertes Recht, Sexism. +männl followerinnen, Katzenbilder

[Triggerwarnung: Feministische Sprache]

Der Titel, aus seinem 140-Zeichen-Korsett befreit geht übrigens so:

#unerwünscht: Schwänze und Fotzen, @anked und der Fail in Sachen Ableismus, Intersektionalität, Derailing, gegendertes Recht und sowieso Sexismus. Bonus: männliche followerinnen sowie Katzenbilder.

Was ich von Leuten erwarte, die vorgeblich Geschlechtergerechtigkeit propagieren ist, daß sie beim Thema Exhibitionismus zuallererst darauf hinweisen, daß dies ein gegenderter Tatbestand ist. Daß dieses Gesetz sexistisch ist. Daß Femen ExhibitionistInnen sind. Was wirklich kommt? Verlogenheit. Wie immer.

Aranxos Kurznachrichten vom 18.1. haben mich auf Stefanolix‘ Kommentar zu #unerwünscht aufmerksam gemacht. Ich schließe mich dem an. Und ich finde es beschämend wie weit der Niveaulimbo unserer Netzfeministinnen runtergeht. Das wäre dann wohl Ableismus in Radfemsprache. Oder auch Intersektionalität. Derailing sowieso.

Aber es geht noch weiter. Domscheit-Berg fragt im initialen Tweet explizit Frauen.

Erst auf Nachfrage räumt sie großzügig ein, daß auch Männer mitmachen dürfen.

Alles andere als selbstverständlich. Mantau hat #ausnahmslos, den ministeriellen Rohrkrepierer gewohnt exzellent komplett zerlegt und geht dabei auch auf #Aufkreisch ein:

Als bei der Aufschrei-Kampagne der Initiatorinnen vor einigen Jahren auch Männer von Erfahrungen sexueller Belästigung zu berichten versuchten, wurde ihnen dies als „Derailing“ ausgelegt, als Ablenkung vom Wesentlichen.

Wir bekommen also wunschgemäß erstmal hauptsächlich Wortmeldungen von Frauen. Naja, von Followerinnen. Nicht FollowerInnen. Genaugenommen sogar „weibl. followerinnen“, was sogar die männlichen followerinnen ausschließt. Sicher ist sicher. Eingesprenkelt einige wenige Männer. Erst denken, dann tweeten sollte prinzipiell auch für Radfems möglich sein. Domscheit-Berg hat es also schon beim Aufschlag verkackt. Oder steckt da Berechnung hinter? Wunschergebnis heimfahren wollen und dabei so tun als ob Opfer jedweden Geschlechts aufgerufen wurden?

Weiterhin kann man bei Domscheit-Berg eine gewisse Gliedfixiertheit beobachten. Penis/Vagina. Pillermann/Muschi. Pimmel/Möse. Schwanz/Fotze.

Ich habe letztens von Euch Kritik einstecken müssen, als ich das F-Wort benutzt habe. Wozu ich immer noch stehe. Könnte mal bitte jemand @anked auf Twitter fragen, ob sie schon mal ungefragt eine Fotze gezeigt bekommen hat? Aber Schwanz geht? Und das von den GralshüterInnen der sensiblen Sprache? Die, die die Wirklichkeit formt?

Ach ja. Domscheit-Berg wollte wissen, ob es Männer gibt, die ungefragt ihren Penis zeigen. Sicher. Ich schätze, das sind sogar zu 100% Männer. „Also habe ich gefragt“? Werden Fallzahlen jetzt auf Twitter ermittelt? Kann mal bitte jemand anzweifeln, daß es entsorgte Väter gibt? Männer als Opfer von Gewalt? Frauen, die in der Öffentlichkeit ihre Brüste zeigen? Kindsmörderinnen? Wißt Ihr was, zweifelt doch einfach die Existenz von Katzenbildern an. Ich frag dann mal auf Twitter.

Männerbashing geht immer. Drag Kings in der Süddeutschen

„‚Mich ekelt mein Drag-Charakter gerade richtig an‘, sagt Linda. Ich kann sie verstehen.“

Ehrlich gesagt, ich verstehe es nicht. Warum muß Mannsein so herablassend geschildert werden?

Es ist wie bei Hunden: Wenn du dem Blick standhältst, bist du das Alphamännchen“.

Doch allein der Gedanke, dass ein Teil der Gesellschaft vielleicht wirklich so oder so ähnlich durchs Leben geht, wie wir es gerade üben – und das auch noch für selbstverständlich hält – ist verstörend.

Doch allein der Gedanke, dass ein Teil der Gesellschaft wirklich so abfällig über Männer denkt, und daß diesem Männerhaß großflächig Raum in einer großen Tageszeitung eingeräumt wird — ist verstörend.

Es gibt Studien, dass Frauen dazu neigen, Männern auf der Straße auszuweichen.

Meine ganz persönlichen Studien besagen, daß mich insbesondere Frauen anrempeln. Männer gehen höflich miteinander um, allein schon weil man als Mann auch recht schnell eine geklatscht bekommt.

Wir sollen uns vorstellen, dass alles, was wir anfassen oder betreten, sei es der Boden oder ein Stuhl, uns gehört. Und dass wir den anderen überlegen sind

Überrascht stelle ich fest, dass kein Mensch mir Beachtung schenkt. Weder die Riege von Macho-Kerlen, die mir gegenüber sitzt, noch die Betrunkenen am Kottbusser Tor.

Und wahrscheinlich liegt es genau daran, daß Männer die weitaus meisten Opfer von Gewalt sind. Weil sie ja oh so unsichtbar sind.

PS: Aufgrund der Kritik einiger habe ich beschlossen diesen Artikel nicht in der von mir neugeschaffenen F-Wort Kategorie einzuordnen. Aber berechtigt fänd ich das schon.

Männerbashing geht immer. Der Idiotentest in der Zeit.

Ehrlich mal. Das ist so voller Scheiße, ich überlasse es Euch die besten Scheißeperlen zu finden. Aber klar, Frauen sind einfach toll. Sie sind studiert, sie sind vornehm, ihre Gründe zum Idiotentest zu müssen sind echt irgendwo entschuldbar, auch wenn sie natürlich keinesfalls nie, niemals ihre Strafe anzweifeln. Männer kommen direkt aus der Steinzeit, sind einfach nur doof und außerdem knallen sie grundsätzlich mit Überschallgeschwindigkeit über’n Kudamm.

Auf der Metaebene funktioniert der Artikel allerdings ganz gut. Wer so dermaßen damit beschäftigt ist, alle Männer aufs denkbar schlimmste zu zeichnen, der hat ein Problem. Hier kommt dämlich von Dame.

http://www.zeit.de/2015/47/idiotentest-fuehrerschein-flensburg-autofahren-verkehrssuender/komplettansicht

Und wenn eine vorgeblich seriöse führende Tageszeitung so etwas tatsächlich abdruckt und nicht etwa im Blog der Mädchenmannschaft erscheint, so sagt das genausoviel über die Zeit aus.

PS: Ich habe eine neue Kategorie eingeführt. Schien mir passend.

Was am Fön sexistisch ist

Alles ist sexistisch wenn man eine feministische Berufsquerulantin ist. Jetzt hat es IBM erwischt, ein feministisches Shitstörmchen bekommen und Eierlos den Schwanz eingezogen. Womit die Messlatte für feministische Aufregerthemen mal wieder ein Stückchen tiefer gehängt wurde. Sexismus-Vorwurf: IBM stoppt Werbeaufruf zum Fön-Hacken.

Da weiß man gar nicht wo man anfangen soll. IBM macht ein wirklich sehenswertes Video um mehr Frauen für MINT zu begeistern und direkt geht das Genöle los. Was stimmt denn nun hier nicht? Ich schätze, ein Fön wird zu mindestens 80% von Frauen genutzt. Liegt es mal wieder am bösen Patriarchat, das den Frauen den vorzeitigen Haarausfall nicht gönnt? Müssen Krebsforscherinnen kurzhaarige Lesben sein?

Ich weiß es. Sexistisch ist es, allein ein bestimmtes Geschlecht auszuwählen und es zu umwerben. Sexistisch ist es, die freie Wahl im Schnitt bei Frauen nicht zu respektieren, die darauf hinausläuft, daß es weniger Frauen in der IT gibt. Sexistisch ist es auf das brachliegende Potential zu verzichten, nur weil die nichtumworbenen das falsche Geschlecht haben.