Feminismus: von der Bewegung zum Apparat

Im folgenden recycle ich drei Forenkommentare, die ich zu dem von Bettina und Alexander Hammer verfassten Telepolis-Artikel Rolling-Stone-Journalistin wegen böswilliger Verleumdung verurteilt gepostet habe, zu einem kurzen Artikelchen (auf Blogs sollte ich nicht immer nur Fußlappen publizieren). Dies darum, weil sie aufgrund knapper Nachfragen des heise-Forenten FautduJour inhaltlich vertiefend aufeinanderfolgen und mir ermöglicht (bzw. mich dazu genötigt) haben, ein zentrales Argument ausnahmsweise einmal knapp zu fassen. 🙂

Ausgangspunkt war, dass Bettina und Alexander Hammer im Text des Artikels den Kommentar des für sein ideologisches Hardlinertum berüchtigten heise-Forenten demon driver ausschnittsweise zitiert hatten.

Weiterlesen „Feminismus: von der Bewegung zum Apparat“

Der Weg des Jack Donovan. Teil 3: »Becoming a Barbarian«

Im folgenden Blogpost beschließe ich meine Trilogie zu Jack Donovan mit einer Darstellung seines jüngsten Buches, Becoming a Barbarian, sowie einer ausführlichen Diskussion der politisch rechtsstehenden Anklänge, die insbesondere diese Schrift enthält. Dabei werde ich die einzelnen Abschnitte, deren Inhalte ich zusammenfasse, zugleich unter Bezugnahme auf Texte der intellektuellen Neuen Rechten interpretierend kommentieren, um den von Donovan aufgespannten thematischen Bogen nur einmal abschreiten zu müssen, anstatt Darstellung und Deutung in zwei geschlossenen Blöcken unterzubringen. Auf diese Weise sollte auch der Rahmen, in den ich Donovan mit meiner Interpretation stelle, zu einem frühen Zeitpunkt erkennbar werden. Alle Seitenangaben ohne zusätzlichen Titelverweis beziehen sich auf Becoming a Barbarian. Da ich in der Arbeit an diesem Blogpost auch für mich persönlich eine theoretisch unterfütterte, grundsätzliche Stellungnahme zur politischen »Links-Rechts«-Unterscheidung erarbeitet habe, hat mich dieser Post deutlich mehr Zeit gekostet, als ich erwartet hatte. Ich habe nicht versucht, alle losen Enden, die der Text noch aufweisen mag, zusammenzuknüpfen, da er auch so schon lang genug ist.

Popmusik gibt es diesmal zur Einstimmung schon am Anfang: »Goj, Rode, Goj« von »Arkona« – barbarengerechtes, heidnisches Metall aus dem Reich des Bösen!

(Teil 2: »The Way of Men«)

Weiterlesen „Der Weg des Jack Donovan. Teil 3: »Becoming a Barbarian«“

Der Weg des Jack Donovan. Teil 2: »The Way of Men«

(Teil 1: »Androphilia«)

In »The Way of Men« unternimmt Donovan den Versuch, nachzuliefern, was er seit Erscheinen von Androphilia als Desiderat wahrgenommen hatte: eine positive Definition dessen, was er unter »Männlichkeit« versteht. »Positiv« nicht nur im Sinne einer Wertung (die lag schon in Androphilia vor), sondern im Sinne einer detailliert begründeten Definitionssetzung. Dazu bestimmt er einen elementaren Situationstyp, auf den »Männlichkeit« anthropologisch zugeschnitten ist, und entfaltet sodann eine Beschreibung von Merkmalen, die Männer zur Bewältigung von Situationen dieses Typs entwickelt haben. Dazu erinnert er daran, dass die ursprüngliche Lebensform des Homo Sapiens darin bestand, sich in kleinen, relativ isolierten Sippenverbänden und mit nur temporären Lagerplätzen in Abhängigkeit von Witterung und Nahrungsangebot über die Erde zu bewegen. Eine elementare Situation des Mannes bestand also darin, auf dem Marsch und beim Lagern einen Sicherheitsbereich der Gruppe gegen die Umwelt abzustecken sowie diesen zu überwachen und bei Bedarf zu verteidigen.

Weiterlesen „Der Weg des Jack Donovan. Teil 2: »The Way of Men«“

Der Weg des Jack Donovan. Teil 1: »Androphilia«

Im Folgenden beginne ich eine dreiteilige Artikelreihe, die sich mit dem maskulistischen Denken von Jack Donovan befasst, einem amerikanischen Autor der »alternativen Rechten« und bekennenden Homosexuellen. Dass ich einem dezidiert »rechten« Autor hier Raum und Gehör einräume, hat verschiedene Gründe. Der wichtigste Grund ist eine persönliche Irritation: auf der einen Seite (a, zeitlich früher liegend) ist Donovan ein Autor, dessen Kritik der (amerikanischen) Schwulenszene ich sehr plausibel finde und die über weite Strecken der Kritik parallelisiert werden kann, die Männerrechtler an der feministischen Ideologie üben. Diesen Teil werden wir zuerst kennenlernen. Auf der anderen Seite (b, zeitlich später liegend) ist Donovan ein Autor, der sich Plattformen wie »American Renaissance« als Redner zur Verfügung stellt, auf denen kaum verhohlen das Gedankengut eines weißen Suprematismus sowie rassenbiologische Theorien propagiert werden. Diesen Teil werden wir später kennenlernen. Mein Anliegen ist es, herauszufinden, wie man von (a) nach (b) gelangt, welche Weichenstellungen der Autor auf diesem Weg vorgenommen hat und welche Alternativen an den Punkten dieser Weichenstellungen möglich gewesen wären.

Weiterlesen „Der Weg des Jack Donovan. Teil 1: »Androphilia«“

»Weil der Feminismus nicht euer Problem ist.« Eine Erwiderung auf gleichheitunddifferenzens »Appell an Männerrechtler«

gleichheitunddifferenz hat auf ihrem Blog einen »Appell an Männerrechtler« veröffentlicht, in dem sie kritisiert, dass Männerrechtler sich die falschen Gegner wählen, wenn sie ihr Hauptaugenmerk auf eine Kritik des Feminismus legen:

»Was genau bringt es euch, wütend und oft offen neidisch auf „den Feminismus“ und Mädchen- bzw. Frauenförderung einzudreschen?
Ihr verausgabt euch, vergebt euer ganzes Potential, weil ihr euch in sinnlosen Schattenkämpfen abarbeitet.«

Der Blogpost deutet an, dass der Feminismus im Wesentlichen mit der Menge seiner »Graswurzelprojekte« identisch sei:

»Mädchenprojekte werden deshalb gefördert, weil sich Frauen hingestellt haben und genau das gefordert haben, weil sie sich in Vereinen, in Gremien, in Ausschüssen politisch und außerpolitisch dafür eingesetzt haben. (…) Die weibliche Rolle ist deshalb nicht mehr ganz so starr, weil sich nun bereits weit über ein Jahrhundert mutige Frauen (und Männer) dafür engagiert haben, dass sie geöffnet wird. (…) (D)as alles kam nicht von selbst, sondern es wurde laut gefordert und in jahrzehntelanger Kleinarbeit erkämpft.«

Aus diesem Grund empfiehlt sie der Männerbewegung, diese Strategie einer Graswurzelbewegung in größerem Rahmen als bisher zu adaptieren und den Angriff auf die feministische Ideologie als Energieverschwendung und Wahl des falschen Gegners zu erkennen.

»Weil der Feminismus nicht euer Problem ist. Sondern starre, traditionelle Vorstellungen von Männlichkeit.«

Ich denke, dass diese Ansicht nicht nur unzutreffend ist, sondern obendrein einer der Gründe, warum es tatsächlich einer ideologiekritischen Männerrechtsbewegung bedarf. Und zwar darum, weil sie trotz ihrer in den Details konzilianten Aussagen repräsentativ für eine öffentliche Meinung steht, die bezüglich der Probleme von Männern in grundsätzlichen Hinsichten ignorant bleibt.

Weiterlesen „»Weil der Feminismus nicht euer Problem ist.« Eine Erwiderung auf gleichheitunddifferenzens »Appell an Männerrechtler«“

Njasch-mjasch – die Krim hat eine hübsche Generalstaatsanwältin!

Diesmal habe ich es – zum Teil erkältungsbedingt – nicht geschafft, rechtzeitig zu meinem Termin einen Blogpost fertig zu stellen. Daher lenke ich heute das geschätzte Publikum in populistischer Weise von meinem Versäumnis ab, indem ich ein munteres Liedlein über die ausnehmend gutaussehende amtierende Generalstaatsanwältin der Krim, Natalja Wladimirowna Poklonskaja, verlinke. Da ich damit – obwohl sie zwischendurch ihre Beine in russischen Schaftstiefeln versteckt – höchst mutmaßlich den Tatbestand der sexistischen Ausbeutung eines weiblichen russischen Staatsbeamten erfülle, bin ich hinsichtlich zu erwartender ruppiger Attacken und Kommentare seit heute Morgen teilmobilisiert und voll abwehrbereit!

Außerdem kann ich euch nicht jedes Mal in den Siebenmeilenstiefeln des Begriffs durchs Theoriegestrüpp jagen.
Weiterlesen „Njasch-mjasch – die Krim hat eine hübsche Generalstaatsanwältin!“