Quo Vadis, Geschlechterallerlei

Huch, ein neuer Beitrag. Ja, aber leider nichts wirklich Substantielles. Wenn ich mich nicht verzählt habe, liegt der letzte „richtige“ Beitrag auf Geschlechterallerlei jetzt 6 1/2 Wochen zurück. Die interne Statistik zeigt wider erwarten eine treue Leserschar von 140-180 Besuchern pro Tag. Leser, der Du hier Tag für Tag vorbeischaust, Du bist nicht allein!

Warum gibt es keine neuen Beiträge? Ich kann nur für mich sprechen: Ermüdung und Ernüchterung, was die Thematik anbelangt. Weshalb soll ich mich weiter an diesem Quatsch aufreiben und abarbeiten, der sich offenbar nicht ändern läßt? Die tumbe Mehrheitsmasse erreicht man eh nicht. Man erreicht nur die, die ohnehin schon auf der eigenen Seite sind. Und so schreiben in unzähligen Blogs Leute vor sich hin und erreichen wenig bis gar nichts. Beschäftigungstherapie für Unzufriedene, die dadurch aber auch nicht weiter die Gesellschaft stören, die sie ignoriert.

Ich glaube, man würde nur über ein (Massen-)Medium wirklich was erreichen: Das Fernsehen. Das ist aber leider in fester Hand des Mainstreams (was die öffentlich-rechtlichen Sender angeht) oder zeigt nur Unterhaltungszeug, über das sich Werbung gut verkaufen läßt (private Kommerzsender).

Meinungen dazu?

PS: Bitte mit Urteil darüber, ob man nach einer gewissen Zeit diesen Beitrag samt Kommentare löschen sollte.

 

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21 Kommentare zu „Quo Vadis, Geschlechterallerlei“

  1. Was mich betrifft, so blogge ich entsprechende Artikel auf https://auschfrei.wordpress.com.
    Aber auch da ist es derzeit ziemlich ruhig.
    Kaum aktuelle, interessante Themen, die ich nicht schon (teils mehrfach) behandelt habe, wenig Zeit (da andere Prioritäten), eine gewisse Resignation und Ernüchterung, ..

    PS: Stehenlassen. Auch Meta-Einträge sind relevant für die Dokumentation.

  2. Ich denke der Weg in die Medien geht über die Köpfe der dort arbeitenden.
    Je mehr Moderatoren, Journalisten, freie Mitarbeiter/Texter solide recherchierte feministmuskritische Blogbeiträge lesen desto eher wird sich deren Berichterstattung langsam umfärben.
    Und je mehr Zuschauer nachvollziehbar feminismuskritische Blogbeiträge lesen um so mehr werden diese Inhalte auch in Comments gefordert und im Bekanntenkreis der Medienmitarbeiter präsent.
    So lassen sich in manchen Mainstreammedien bereits offenere Berichte über z.B. Häusliche Gewalt und das Scheidungs-/Unterhaltsrecht finden…
    Also vergebens ist eure Blogarbeit nicht! 👍

  3. Das ist etwas, was ich mittlerweile bei immer mehr BLOG’s erlebe, die ich z.T. schon seit zig Jahren lese.
    Es ist tatsächlich so. Die, die es verstehen wissen mittlerweile umfangreich Bescheid und könnten wahrscheinlich selber einen BLOG aufmachen.
    Wenn ich alle Kommentare, die ich seit Jahren unter diversen BLOG Beiträgen geschrieben habe, nur alleine aus meinem WordPress Feed nehmen würde, könnte ich damit auch eine initial Befüllung hinbekommen. 😉
    Aber wozu?
    Es ist wie ein Drehen im Kreis, da die Erkenntnisphase abgeschlossen ist.
    Nicht nur, was den Feminismus angeht, sondern über viele politische Themen.
    Unter anderem hat auch einer meine absoluten Lieblingsblogger, genannt „Killerbee“ seinen BLOG vor ein paar Wochen geschlossen, aus denselben Gründen.
    Das ist sehr schade, Er hatte ein sehr umfangreiches Portfolio.
    Ich bin mittlerweile, auch aus eigener Erfahrung mit den meisten Mitmenschen aber davon überzeugt, daß es die absolute Mehrheit niemals kapieren wird.
    Selbst wenn wir die Fernsehsender kapern würden und Wochenlang senden würden, es würde Nichts ändern.
    Ich habe da eine persönliche Evolutionsbiologische Theorie entwickelt, die mit unserer Artverwandtschaft zu den Menschenaffen zusammenhängt, die es erklären könnte.
    Sollte die stimmen, gäbe es allerdings nur eine Möglichkeit, den ganzen Unsinn zu beenden, und das auch noch global.
    Das würde dann so ähnlich ablaufen wie im letzten der drei Ur. Starwars Teile.

    1. „.. Es ist tatsächlich so. Die, die es verstehen wissen mittlerweile umfangreich Bescheid und könnten wahrscheinlich selber einen BLOG aufmachen.

      Wenn ich alle Kommentare, die ich seit Jahren unter diversen BLOG Beiträgen geschrieben habe, nur alleine aus meinem WordPress Feed nehmen würde, könnte ich damit auch eine initial Befüllung hinbekommen ..“

      Nun, warum machen sie dann keinen „eigenen Blog“ auf? Und warum läuft deine konjunktive „initial Befüllung“ so dermaßen ins Leere?

      „.. Ich habe da eine persönliche Evolutionsbiologische Theorie entwickelt ..“

      Na, ganz fein. Und kein Mensch wird sie jemals in Erfahrung bringen, ganz einfach, weil du keinen Bock zu haben scheinst, auch nur ansatzweise darüber zu schreiben. Ist es Angst vor einer möglichen (feindlichen) Reaktion?

      Entweder du stehst zu deiner These und multiplizierst sie – oder du lässt es halt! Das ist nicht bös‘ gemeint.

  4. Wenn man ein Thema bereits aufgegriffen hat…. dann greife es nochmal auf!

    Wenn man eine Sache einmal erörterte und sie dann im Strom des Diskurses untergehen lässt, entfaltet sie keine Wirkung. Die immer gleichen, feministischen Lügen werde auch ständig wiederholt. Dieser Debatte gilt es sich entgegenzustellen mit einem eigenen Diskurs, der dann stetig in den Mainstream einfließt, eine lebendige Erörterung der Thematik. Zu erwarten, dass es einmal reicht, eine Lüge zu widerlegen und dann widerlegt bleibt, ist trügerisch.

  5. Wie du sagst, es wurde schon so gut wie alles diskutiert und die Absurditäten in der Geschlechterdebatte immer wieder stichhaltig widerlegt. Neue Argumente oder gar mal Beweise für z.B. die soziale Konstruktion von Geschlechter, dem Gender Pay Gap oder der Frauendiskriminierung in gut bezahlten Bereichen mit hoher Männerquote gibt es nicht. Die Wahrheit interessiert nicht und das Frauen nicht diskriminiert werden, was ja eigentlich eine gute Nachricht ist, das wollen Feministinnen gar nicht hören. Man hat sich hier jetzt nur noch darauf festgelegt die Lügen möglichst oft zu wiederholen, irgendwann glauben es die Menschen dann einfach. Und die Feministinnen haben die Mittel dazu. Jede große Zeitung bietet ihnen eine Plattform, die Politik unterstütz begegeistert und ARD und ZDF stehen bereit jede neue feministische Aktion medial zu pushen. So sieht es aus in dem feministischen Establishment dieser revolutionären Bewegung.

    1. Guten Tag,

      nun, eine Feministin mag ihr Weltbild nicht unbedingt widerlegt sehen, wie alle anderen Menschen auch. Dass es absurd und irreal ist, stört in heutigen Zeiten genau so wenig wie früher – früher waren allerdings die Techniken und Methoden der Desinformation auch deutlich geringer.

      Der intersektionale Feminismus basiert auf einer Opferhierarchie, an deren Spitze zu stehen auch zwangsläufig die drei wichtigsten Dinge beinhaltet: Meinungshoheit, Geld und Aufmerksamkeit. Das gibt man nicht gerne her, vor allem nicht durch sowas wie Realität, Logik oder gar menschlichem Verhalten gegenüber anderen Menschen mit anderer Meinung. Jemanden mit so einer betonharten Ideologie zum Meinungsaustausch oder gar der Überprüfung der eigenen Ansichten zu bewegen ist ermüdend und nicht zielführend.

      Aber meiner Meinung, um auf die Frage oben einzugehen sind diese Blogs alle wichtig. Es passiert immer skurrileres, und wenn diese Blogs nicht schon als Chronologie für später, wenn der Karren an der Realität zerschellt ist dienen dann doch zumindest, um eine gewisse Bandbreite zu erreichen, die nicht so leicht zu diskreditieren ist. Würden alle Blogger auf nur einem Blog schreiben, dann könnte der leicht als „rechte Mimimis“ abgekanzelt und dann einfach durch die Nutznießer und Überzeugten des Feminismus und ihre gleichgeschalteten Peergroups ignoriert werden. So aber ist der Druck auf die Gesellschaft, die sich nur sehr langsam und schwerfällig verändert gleichmäßiger und breiter aufgestellt.

      Was man machen könnte wäre aber eine Zusammenarbeit der Blogger. Ähnlich wie alles Mögliche über die APA und DPA verteilt wird, könnte man Vorkommnisse und die fast täglichen Ereignisse verteilen – die Technik dafür ist heute da. Nur so als Gedankenexperiment.

  6. also umsonst ist die Arbeit sicherlich nicht. Damals 2016 habe ich gezielt nach feminismuskritischen Blogs etc. gesucht. Wenn ich mir nun vorstelle, dass ich da nichts gefunden hätte, hätte ich 1. den Glauben an die Gesellschaft komplett verloren und hätte mich wie ein Alien gefühlt und 2. wären mir dann viele Dinge, die mit dem Thema zusammenhängen auch gar nicht bewusst geworden.

    Was die Leserschaft bzw. Öffentlichkeit angeht: Wenn man regelmäßig bloggt, steigt die Leserschaft langsam aber sicher an. Ich hatte in letzter Zeit leider nicht so viel Energie zum schreiben.
    Den Leuten in meinem Umfeld (Studenten Mitte 20er) wird die Thematik auch immer stärker bewusst, weil ich das immer mal anspreche. Ohne die Bloggerei hätte ich gar nicht das Rüstzeug dazu.

    „Man erreicht nur die, die ohnehin schon auf der eigenen Seite sind. “

    naja, auch innerhalb der Bloggerszene gibt es ja sehr unterschiedliche Meinungen. Ich finde diese Diskussionen meist sehr fruchtbar.

  7. Ich finde das Betreiben dieses (und der anderen männerrechtlichen) Blogs ungemein wichtig. Es muss eine Anlaufstelle geben, wo man die Gegendarstellungen zur feministischen Dauerpropaganda finden kann.

    Ich selbst muss zu meiner Schande gestehen, dass ich sehr viele feministische Märchen früher selber geglaubt habe. Irgendwann ließen sich aber meine eigenen Wahrnehmungen der Welt beim besten Willen nicht mehr mit den feministischen Erzählungen in Einklang bringen. Ich wurde misstrauisch und begann mich einzulesen. So fand ich hierher und würde mich inzwischen als überzeugter Antifeminist (nicht Frauenfeind) bezeichnen, denn diese Ideologie schadet Männern und Frauen.

    Den Artikel? Stehen lassen.

    1. Ich würde es auch gut finden, wenn der Artikel stehen bleibt. Jeder hat mal keine Bock, ist gefrustet, hat das Gefühl, dass die Gegenseite aufgrund schierer Größe immer mächtiger sein wird und sich nichts ändert. Da sage ich nur David gegen Goliath. Dauert halt länger.

      Ja, auch zur Anlaufstelle, vor allem wenn es um solche ewigen Frustthemen geht. Erkenntnisgewinn ist eine gute Sache, das Gefühl zu haben, nicht alleine zu sein und obendrein die Möglichkeit zu haben, sich seinen Frust von der Seele schreiben zu können, ohne Gefahr zu laufen, dumm dafür angemacht zu werden, ist ebenso eine sehr wertvolle Sache.

      Darüberhinaus habe ich die Lektüre vieler Blogs zu all diesen politisch besetzten Themen häufig wie eine Art Therapie erfahren, einfach weil ich erkennen konnte, woher die meisten meiner Probleme ihren Ursprung haben. Das gibt Kraft, weiterzumachen, sich Wege außerhalb der zig „Sozial“programme zu suchen.

      Und wie ein Kommentator weiter oben geschrieben hat, dass er in seinem Umkreis die Probleme immer wieder mal häppchenweise anschneidet, so mache ich das auch. Immer mal hier, mal dort, in einem Nebensatz, ohne groß auf Konfrontation zu gehen und mich auf Diskussionen einzulassen. Die Grünen, die New Ager, die Agenda 21-Verbreiter haben auch ganz klein angefangen.

  8. Löschen sollte man ihn auf keinen Fall. Eine solche Diskussion dazu ist doch immer interessant und bietet auch eine Gelegenheit zu solchen Blogs zu reflektieren.

    Ich hatte ja damals die Idee, dass man einen Blog macht, bei dem Leute bestimmte Tage haben, weil ich weiß, wie schnell man im anfänglichen Elan beschließt zu bloggen und dann aber, wenn es auch andere gibt und man selbst keine feste Zeit hat, es schnell immer wieder aufschiebt, einfach weil das Leben so schnell dazwischen kommt, weil man meint es noch nicht hinreichend bedacht zu haben, weil man keinen wirklich wichtigen Aufhänger hat.

    Ein fester Tag ist dabei gut, wenn man sich zwingt ihn einzuhalten. Ich würde das auch hier schreibenden Autoren empfehlen. Einfach einen Tag (in der Woche/alle Zwei Wochen/im Monat) zu dem eigenen erklären und dann komme was dort wolle dort einen Artikel veröffentlichen. Es gibt immer ein aktuelles Thema, welches gerade zu einer kurzen Reflexion geeignet ist.

    Ich glaube Geschlechterallerlei hat auf jeden Fall seine Berechtigung. Einfach weil es Leuten ermöglicht einfach mal mit dem bloggen anzufangen, ohne das man gleich bei Null starten muss. Selbst wenn mal eine zeitlang nichts kommt, vielleicht will dann jemand doch wieder einsteigen. Wir hatten nach ruhigen Monaten ja auch immer wieder mal Monate, wo dann plötzlich über einen gewissen Zeitraum sehr viele Artikel erschienen sind.

    Vielleicht muss man mal wieder mehr darauf hinweisen um neue Autoren zu gewinnen.

  9. Unsere Blogs sind unheimlich bequem – und zwar für die Mainstream-Vertreter. Die Kritiker des Mainstreams sind mit bloggen und kommentieren beschäftigt, im Verborgenen. Das stört nicht, daß tut keinem weh. „Vorne“ über die Hauptkanäle der Medien wird das verbreitet, was alle hören und denken sollen. Blogs nützen? Sie sind eher Beschäftigungstherapie für die, die man als einzelne Spinner abtun kann. Von daher wäre ein Zusammenschluss ein erster wichtiger Schritt. Was wollen wir als Langfristziel? Gesellschaftliche Veränderung oder weiterhin das Aufzählen femistischer Stilblüten?

    1. Das eine schließt das andere doch nicht aus. Aber wie ich schon hier sagte:
      https://allesevolution.wordpress.com/2016/01/10/die-aktiven-und-die-bloggenden-echte-arbeit-vs-sinnloses-rumdiskutieren/

      Wisst ihr, was Leute anzieht? Wenn schon viele Leute dabei sind und man immer wieder darauf stößt.

      Wisst ihr, wonach Politiker den Einfluss einer Gruppe beurteilen? Danach, wie viel Aufmerksamkeit sie generieren können.

      In den beiden Bereichen versagt ihr, wenn ihr das Internet nicht nutzt. Wenn ihr so tolle praktische Arbeit macht, dann müsst ihr eben auch die Zähne auseinander bekommen. Wenn ihr 300 Mitglieder habt, dann wissen die, wenn ihr nichts erzählt, vielleicht von eurer Arbeit. Wenn ihr euch damit beschäftigt, eine Social Media Präsenz aufzubauen, und über Twitter, Facebook und eine Internetseite von euren Taten redet (und zumindest 50 eurer Mitglieder sich ebenfalls einen Twitter- und Facebookaccount und eine Internetseite zulegen, sich darum bemühen, Interessierte auf sich aufmerksam zu machen und dann eure Beiträge verlinken, dann wissen es 10.000.

      #Aufschrei wurde unter anderem deswegen ein Phänomen, weil eine kleine Anzahl von Feministinnen sehr viele Tweets geschrieben hat, um die Sache ins Laufen zu bringen und weil sie entsprechend mit Multiplikatoren vernetzt waren. Feministinnen können Forderungen durchsetzen, weil sie mit einem Shitstorm drohen können, der ein höhes Potential an Leuten mobilisiert und von einigen sehr aktiven zusätzlich geschürt werden wird. Auf Shitstormniveau muss man sich dazu gar nicht bewegen, aber wenn deutlich wird, dass man jemand ist, bei dem 10.000 Leute angepisst sind, wenn etwas sexistisches offengelegt wird, dann überlegt man eben als Politiker eher, ob man dieser Gruppe zuarbeitet und spricht ihr Bedeutung zu. Wenn man weiß, dass allenfalls 100 Vereinsmitglieder was davon erfahren und dann eine Email von deren Vorstand kommt, dann kann man das weitaus eher ignorieren.

      MANNDat hat beispielsweise angegeben, dass sie im Internet aktiv sind und auf Diskriminierungen hinweisen wollen. Ich sehe aus der Richtung ehrlich gesagt nicht viel.

      Wie diese Arbeit voranschreitet sieht man beispielsweise auch auf ihrem Twitteraccount.

      Es ist schön, dass ihr einen Kongress ausgerichtet habt und Politiker dazu Grußworte geschickt haben, also immerhin diesen Bereich anerkannt haben. Es ist gut und sinnvoll, dass ihr persönlichen Kontakt zu Politikern aufbaut. All das und die damit zusammenhängende Arbeit will ich gar nicht abwerten. Nur analysieren Politiker eben auch die Stimmungen, schauen, wie viel Prozent der Leute dahinter stehen und dazu sind aktive Internetseiten, Kommentare unter Artikeln in der Zeitung etc alles wichtige Anzeichen.

      Ein wichtiges Beispiel ist etwa Milo auf Twitter. Er hat Platz in Talkshows erhalten, nicht weil er aktive Arbeit macht und auf Politiker zugegangen ist, sondern weil er sich auf (soziale) Medien versteht und darauf einen Kult um sich zu generieren. Er hat damit 130.000 Follower aufgebaut, was jeden Auftritt von ihm gleichzeitig schon dadurch erfolgreicher sein lässt, weil er auf seinen Medien dafür wirbt.

      Nun kann man von Agens und Co nicht erwarten, dass sie den Milo machen, dass würde nicht passen. Aber wenn sie sich mit passender Arbeit auf 5.000+ Follower bei Twitter hocharbeiten würden, dann würden sie auch in diversen Medienübersichten auftauchen, dann würden sie ggfs ebenso wie Marthadear zu bestimmten Punkten eher um Interviews gebeten werden, weil sie sie bereits kommentiert haben, dann hätte Kritik Gewicht über die Follower, die diese aufnehmen und verstärken. Man merkt dann, dass es einer Vielzahl von Leuten nicht gefällt und diese bereit sind, dass auch kundzutun. Dann wüßten auch mehr Leute, dass es sie gibt und was sie konkret machen.

      Kurzum: Die Aktiven haben das Internet und die Öffentlichkeitsarbeit verschlafen. Statt sich zu freuen, dass sie im Internet eine Basis haben, werten sie diejenigen, die ihnen da den Einstieg erleichtern ab. Es ist vielleicht einfach mal Zeit von dem hohen Ross herunterzukommen.

      Blogs sind nicht nur Sammelpunkte für andersdenkende, sie sind auch Gegenöffentlichkeit, wo leute ihre Gedanken ausformuliert finden und weitere Fakten finden, auf die verwiesen werden kann.

      Natürlich wäre eine größere Öffentlichkeit besser. Etwa Fernsehauftritte oder ein Politiker, der sich dazu öffentlich bekennt. Und Chapeau für jeden der das macht.

      Gesellschaftliche Veränderung muss aber immer irgendwo ansetzen. Es muss deutlich werden, dass Leute das wollen. Es muss sich eine Szene etablieren. Es müssen Leute Argumente kennen und weiterentwickeln. Leute müssen Argumente ausprobieren können und „Mächtige“ müssen sehen können, dass es da eine Szene gibt.

      Wie willst du denn Veränderung erreichen ohne eine Form von Medienarbeit?

    2. @Lionosys: Mit Deinem Beitrag sprichst Du mir aus der Seele. Auch ich vertrete schon seit längerer Zeit die Ansicht, dass man mit Blog-Aktivismus nicht besonders viel erreichen wird, außer, dass man die Leute erreicht, die ohnehin politisch interessiert sind und sich bereits eine eigene Meinung zu dem Thema gebildet haben. Ich stimme zwar mit der Auffassung der anderen Kommentatoren hier überein, dass Blog-Beiträge prinzipiell wichtig sind, aber aufgrund der geringen Reichweite würde es wohl noch Jahrhunderte dauern, bis man mit diesem Mittel eine kritische Masse an Menschen mobilisieren kann, um auf parteipolitischer und/oder palamentarischer Ebene etwas konkretes zu erreichen.
      Insofern stimme ich Dir zu, dass wir uns politisch besser organisieren müssen, um beispielsweise im Rahmen einer außerparlamentarischen Opposition mit eigenen Kampagnen in sozialen Netzwerken eine größere Reichweite zu erzielen und Druck auf die etablierten politischen Kräfte auszuüben.
      In dieser Hinsicht plane ich momentan auch eine Verkürzung meiner wöchentlichen Arbeitszeit, um mehr Raum für ein derartiges politisches Engagement zu erhalten. Da wir offensichtlich ähnliche Ziele verfolgen, würde ich mich freuen, wenn wir diesbezüglich in engeren Kontakt treten könnten, um der Männerrechtsbewegung gemeinsam neue Impulse zu geben.
      @An Alle: Wer Interesse hat: einfach auf meinen Kommentar antworten. Dann können wir gerne gezielt Kontaktdaten austauschen.

  10. „Man erreicht nur die, die ohnehin schon auf der eigenen Seite sind“

    gestern kamen hierher 124 Leute über Googlesuchanfragen. Das sind doch schon einige neue. Und es ist natürlich auch gut, wenn die merken, dass es da eine Vielzahl von Blogs gibt, eine Szene sozusagen.

  11. Da liegt der (übrigens verständliche) Grundfehler der ganzen Denke:

    „… Ich kann nur für mich sprechen: Ermüdung und Ernüchterung, was die Thematik anbelangt. Weshalb soll ich mich weiter an diesem Quatsch aufreiben und abarbeiten, der sich offenbar nicht ändern läßt …“

    Dieses Gefühl kennen wir als Blogger fast alle, denke ich mal. Aber da liegt auch der Kern allen ‚Übels‘: Sich aufgeben, hängen lassen, nicht mehr daran glauben und tausende andere, Verzeihung bitte, Ausflüchte. Man hat ja nun die ultimative Ausrede und diese heißt: Bringt doch eh nichts.

    Und das ist der Irrtum Nummer Eins. Denn welchen Druck hast du denn nun, als „lionosys“, der sich anfänglich mit vielen Beiträgen reingehängt hat? Und warum fällt dir nun auf, dass momentan keiner schreibt? Warum motivierst du diese Leute nicht aktuell, sondern wirfst dich fast davor in den Sand („kann gelöscht werden“)?

    Mann, du hast doch mal angefangen hier zu schreiben und stellst dir – und anderen, nun resignierend ein Bein, indem du der Welt mitteilst: Bringt doch Alles nichts! Toll, das also soll nun andere zum Schreiben motivieren oder dich irgendwie selbst (nicht)?!

    Was meinst du wohl, woher irgendwelche „Mind-Changes“ kommen? Aus dem Mainstream, oder aus den Tasten engagierter Menschen, welche sukzessive und mit Penetranz für Öffentlichkeit gesorgt haben. Oder denkst du, dass das schrittweise Umdenken bei Vielen irgendwo aus dem Nirvana heruntergeflattert kam, wie bei Batman, der es der Cat-Women nun mal ordentlich gezeigt hat?

    Viele Fragen, ich weiß- und irgendwie bestimmt ganz dolle mit „Micro-Aggressions“ versehen
    (Auch so ein Kunstwort).

    Aber frag dich doch bitte mal selbst:

    – Warum ist Beiersdorf nach seinem Weihnachtsspot zurückgerudert und hat via Vatertag korrigiert?
    – Weshalb bekam Gillette in den letzten Monaten massive Problem und richtige Umsatzeinbußen?
    – Wie kann es passieren, dass beim Jugendamt eine Frau(!) Ex klar macht, dass 2000 lange vorbei ist?

    Und, als kleiner Tipp, beschäftige dich eventuell mal mit „Herrschende Meinung“ und wie man diese korrigiert.

    PS: Gib nicht auf – und lösche nicht devot vorauseilend deinen wichtigen Diskussionsanstoß hier.
    Deine Meinung ist nicht von der Meinung anderer Kommentatoren abhängig – und Punkt!

  12. Ich habe dieses Blog soeben erst zufällig entdeckt. Sie beschreiben HAARGENAU meine Gefühle, die mich zeitweilig zur Aufgabe des Bloggens veranlasst hatten. Ich habe dann den Ausweg über meine Stil-Blogs gefunden (die selbstverständlich auch irgendwie politisch sind, vor allem was die Rolle der Frau in der Gesellschaft angeht).
    https://evilstylequeen.blogspot.com/
    https://boesestilmutter.blogspot.com/
    Machen Sie bitte weiter!
    Oh! Und ja, lassen Sie diese Post stehen.

  13. „Weshalb soll ich mich weiter an diesem Quatsch aufreiben und abarbeiten, der sich offenbar nicht ändern läßt? Die tumbe Mehrheitsmasse erreicht man eh nicht. Man erreicht nur die, die ohnehin schon auf der eigenen Seite sind.“
    Aw, oder man erreicht die festgefahrenen Gegner/innen, aber so geht es uns Veganer/innen und Antinatalist/innen auch. Doch wir nehmen uns zum Missvergnügen unserer Gegner/innen keinen Strick, sondern nutzen Pausen zur Reflexion, wodurch wir neue Taktiken und gar Strategien entwickeln um die Welt ethischer zu machen. Warum? weil uns was an den Schicksalen der Verstorbenen, der aktuell ungerecht Behandelten und Sterbenden liegt und natürlich an Gleichgesinnten. Ist das nicht auch für dich Motivation genug, deiner Sache nachzugehen und sie auszuweiten?
    Und Fernsehen? Da will ich mich in Zeiten von Streaminganbietern siehe Netf*cks und Self-Made Unternehmen aber nicht verschlucken am Lachen!
    Es gibt immer mehrere Weg, aber leider wird die niemand für dich raussuchen und gehen.
    Dank deiner Erzeuger für und der pronatalistischen Gesellschaft ;* bussi

  14. Ich bin gerade per Zufall auf diese Seite gestoßen, habe ein paar Beiträge und Kommentare gelesen, und wundere mich über die Aufforderung, dass jegliche „sachliche“ Beiträge erwünscht seien, egal aus welcher Perspektive.
    Ich lese jedoch nur Beiträge, in denen der „Feminismus“ und „Emanzen“ aus allen Perspektiven diffamiert und kritisiert wird.
    Dass „Feminismus“ hier das große Feindbild ist, habe ich verstanden, nicht jedoch die Gründe dafür.
    Wer genau entscheidet hier, was „sachlich“ ist und was nicht, was „wahr“ ist und was nicht?
    Woran ist das zu erkennen?
    Vom „Mainstrem“ ist die Rede (was genau ist das?), welche gesellschaftliche Veränderung soll erreicht werden?
    Meiner Ansicht nach wird „Feminismus“ hier sehr undifferenziert gesehen, denn „den einen Feminismus“ gibt es schon lange nicht mehr, und die verschiedendsten Leute mit den verschiedendsten Vorstellungen nennen sich heutzutage Feminist oder Feministin, innerhalb des Feminismus gibt es zu verschiedenen Themen Lager, die sich geradezu unerbittlich gegenüber stehen.
    Also ist mir nicht ganz klar, wogegen genau sich hier ausgesprochen wird und was genau hier bekämpft werden soll.
    Wird sich nur über Feminismus und seine „schädliche Ideologie“ (was immer diese sein mag) Gedanken gemacht, oder beispielsweise auch über die schädlichen Wirkungen von patriarchalen Strukturen?

    1. schön, dass hier mal jemand aus dem feministischen Lager mitreden möchte. Dieser Blog ist für feministische Beiträge offen. Wenn du willst, kannst du hier einen (Gast-)Beitrag veröffentlichen. Dass es hier bisher keine feministischen Beiträge gibt, sondern nur maskulistische bis antifeministische, liegt wahrscheinlich daran, dass Feministen in der Regel nicht gewillt sind, mit ihren Kritikern zu diskutieren und sich lieber in ihre Filterblase zurückziehen. Außerdem hat das feministische Lager ja schon die linkslastigen Mainstreammedien als Plattform und braucht daher solche kleinen Blogs wie den hier nicht.

      Ich selbst bin übrigens Antifeminist und halte den heutigen Feminismus lagerübergreifend tatsächlich für eine im Kern widerwärtige, menschenverachtende und gefährliche Ideologie, vergleichbar mit den totalitären Ideologien des 20. Jahrhunderts. Dass es verschiedene feministische Strömungen gibt, die man nicht über einen Kamm scheren kann ist dabei nicht von Belang. Unter den Kommunisten gab und gibt es auch verschiedene Strömungen, die sich bekämpft haben, trotzdem hatten sie gemein, dass sie die bürgerliche Gesellschaft zerstören, die wirtschaftliche Freiheit abschaffen und die Demokratie einschränken wollten. Du kannt das alles anders sehen. Zu genau diesem Meinungsaustausch ist dieser Blog da.

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