Erfahrungsbericht: Eine unerwartete Begegnung bei der Frauentagsdemo

Zurzeit wohne ich im schönen Halle an der Saale, eine Stadt die übrigens viel besser ist als ihr Ruf. Eine der schönen Seiten: Wenn man durch den eher überschaubaren Stadtkern spaziert trifft man immer wieder zufällig Bekannte. So auch gestern Abend, als ich zum Marktplatz gegangen bin um mir die feministische Demo anlässlich des sog. „Frauentages“ aus der Nähe anzusehen. Die Menschenansammlung ist erstaunlich groß. Halle ist eine Universitätsstadt, die meisten Demonstranten sind linke bis linksradikale Studenten.

Wie ich ein Stück am Rand der Menschenansammlung entlanglaufe komme ich an einen Obdachlosen vorbei. Teilnahmslos starrt er auf das bunte, laute Treiben direkt vor ihm, wo privilegierte wohlhabende Akademikerinnen über Lautsprecher vom „Patriarchat“ und ihren Luxusproblemen schwadronieren. Ich überlege schon, mich demonstrativ neben den armen Kerl zu setzen, aber ich lasse es bleiben.

Ich sehe mir die Demonstranten an. Ca. 30 – 40% Männer. Darunter entdecke ich auch zwei Studenten, die ich noch aus der Zeit kenne, als ich noch Kontakte zu Linken hatte. Sie gehören der Antideutschen pro-israelischen Linken an, die aus irgendwelchen Gründen in Halle besonders stark ist. Auch eine große Israel-Fahne sehe ich. Die Linken nutzen halt jeden Vorwand, um ihre Agenda ins Zentrum zu rücken, egal, ob es pro-israelische oder anti-israelische sind. Im späteren Verlauf der Demo werde ich auch eine Rednerin hören, die u.a. gegen das Kopftuch anredet (Ja, das gibt es in Teilen der Linken noch).

Ich gehe ein Stück weiter. Dann erblicke ich am Rand der Menschenmenge bekannte Gesichter, die ich auf einer Frauentagsdemo nun so gar nicht erwartet hätte: Syrische Flüchtlinge. Über Studium, Arbeit und Freundschaften kenne ich viele Syrer persönlich und verstehe mich mit ihnen sehr gut. Nun stehen dort am Rand der Menschenmenge fünf syrische Männer, drei davon Bekannte von mir. Ich gehe auf die Gruppe zu, begrüße sie und stelle mich dazu. Nach ein bisschen Smalltalk folgt das folgende Gespräch, das ich hier sinngemäß, auf das wesentliche vereinfacht und in korrektem Deutsch, wiedergebe. Die Namen und unerhebliche Details sind abgeändert, doch inhaltlich hat das Gespräch tatsächlich so stattgefunden:

Ich: Was macht ihr hier?

Mahmud: (kann am besten Deutsch und dominiert daher das Gespräch): Wir sind hier jede Woche in der Nähe für einen Sprachkurs. Die Lehrerin meinte, um wirklich gut Deutsch zu lernen, lernt man am besten eine deutsche Frau kennen.

Khaled: Sie meinte, eine gute Gelegenheit dafür ist die Demo zum Frauentag. Deswegen sind wir hergekommen. Und wir dachten schon, das ist wieder eine ausländerfeindliche Demo.

Ich: (lache) Nein, das ist diesmal keine ausländerfeindliche Demo.

Mahmud: Ist das von irgendeiner Partei? Ich habe so eine Fahne gesehen.

Ich: Ja, die linken Parteien, SPD, Linke und Grüne sind hier bestimmt dabei. Die Linken sind in Deutschland feministische Parteien und das hier ist eine feministische Demo.

Mahmud: DAS SIND FEMINISTEN !?

Ich: Ja, was hattest du denn gedacht? Du solltest dir hier lieber keine Freundin suchen, da wirst du keine Freude mit haben.

Mahmud: Na, dann weg hier! (Er wendet sich schon zum gehen)

Usama: Was ist los?

Mahmud: (erklärt ihm auf Arabisch kurz die Lage, dann schaut er auf die Demo). Ja, du hast recht. Auf dem Plakat da hinten steht ‚feminism‘.

Mahmud: Wofür demonstrieren sie? Haben Frauen hier nicht gleiche Rechte wie Männer?

Ich: Ja, die Feministen reden von „gleichen Rechten“, aber sie wollen in Wahrheit Sonderrechte.

Khaled/Mahmud: Ja richtig, Sonderrechte.

[Anmerkung: Das Frauen bei uns mehr Rechte haben, scheint bei den Syrern weit verbreitetes Wissen zu sein. Hin und wieder haben syrische Freunde solche Bemerkungen gemacht. Dazu eine kleine Anekdote: Ich helfe einem syrischen Freund öfters beim Papierkram. Mir ist aufgefallen, dass der Schriftverkehr (Miete, Sozialhilfe etc..) immer über den Namen seiner Ehefrau geht, die sich aber ganz gewiss nicht um solche Sachen kümmert und kaum Deutsch kann. Ich habe ihn gefragt, warum er das so macht. Er wollte erst nicht mit der Sprache rausrücken, also hakte ich nach. Dann erklärte er, er habe gehört, dass Frauen in Deutschland bevorzugt werden, also hat er sich gedacht, dass er Vorteile bekommt (Anträge schneller bearbeitet werden etc..), wenn er unter dem Namen seiner Frau auftritt. Er sagte das ohne Vorwurf oder Hohn; es ist halt einfach so; andere Länder andere Sitten. Ich lache und sage, dass er damit vielleicht sogar richtig liegt. Dann fälscht er in aller Seelenruhe die Unterschrift seiner Frau, die währenddessen in der Küche nebenan das Essen zubereitet.]

Weiter im Text:

Ich: Gerade eben spricht die Rednerin über das Abtreibungsrecht, weißt du was Abtreibung ist?

Mahmud: Ja. Aber warum interessiert die das? Das sind doch Lesben, oder? Die werden doch gar nicht schwanger.

Ich: Nicht alle Feministinnen sind Lesben.

Mahmud: Ach so. Und ist Abtreibung erlaubt in Deutschland?

Ich: Nicht so richtig, aber Frauen können es problemlos machen. Es ist nur an Bedingungen geknüpft.

Mahmud: Ja, es gibt eine Frist von vier Monaten oder so. [er ist gut über das Thema informiert, weil er in einem Krankenhaus arbeitet.]

Abdullah: Bei uns dürfen die Frauen das nicht.

Mahmud: Aber ich finde es gut, dass es erlaubt ist. Der Staat sollte sich da nicht einmischen.

[Man könnte meinen, dass das für Muslime eine ungewöhnliche Meinung ist. Tatsächlich aber haben sehr viele Syrer eine politische Haltung, die man in unseren Begriffen als klassisch liberal bezeichnen kann. Sich in fremde Familienangelegenheiten (den „Harem“) einzumischen, ist in der konservativen arabischen Gesellschaft generell ein Tabu (also eben „haram“) – das gilt insbesondere für die Familienangelegenheiten fremder Konfessionen und traditionellerweise hat sich auch der islamische Staat an diese Sitte zu halten. Ein staatliches Familienrecht gibt es in diesem Sinne im Orient herkömmlicherweise nicht.]

Ich: Ja das schon, nur wollen manche Feministen z.B. das Abtreibungsrecht bis zum 9. Monat.

Mahmud: Aber das ist doch ein Mensch dann!

[Zwei der Syrer haben es auf einmal sehr eilig, ob das was mit dem Thema zu tun hat, kann ich nicht beurteilen. Sie verabschieden sich und rennen schnell zur Straßenbahn, die gerade ankommt. Dass sie um ca. 18:30 noch schnell irgendwo hin müssen bezweifle ich. Dass Araber ohne Not rennen, ist eher ungewöhnlich.]

Mahmud: Ich habe gehört, dass Frauen in Deutschland weniger Geld für die gleiche Arbeit bekommen. Wenn das stimmt, ist das wirklich ungerecht. [Anmerkung: Die Deutschbücher, mit denen die Flüchtlinge lernen, enthalten manchmal feministische Propaganda als Übungstexte.]

Ich: Für die gleiche Arbeit, verdienen sie gleich. Für unterschiedliche Arbeit verdienen sie unterschiedlich.

Mahmud: Aber mir wurde gesagt, für die gleiche Arbeit verdienen sie weniger.

Ich: Das ist eine Lüge der Feministen.

Mahmud: Ach so.

Khaled: Ich denke, die Mitarbeiter im Jobcenter verdienen alle gleich.

Ich: Die werden nach gesetzlichem Tarif bezahlt, da gibt es keine Unterschiede.

Khaled: Nur bei privaten Firmen gibt es unterschiedlichen Lohn.

Ich: Genau. Der Lohn wird individuell ausgehandelt.

Mahmud: Aber der Chef sagt nicht z.B., ‚du bekommst weniger Lohn, weil du eine Frau bist‘.

Ich: Nein, ich glaube nicht, dass es so etwas gibt. Aber Frauen arbeiten weniger, Männer machen mehr Überstunden und so, daher verdienen sie mehr.

Mahmud: Ja natürlich, wenn ich Chef wäre, würde ich auch lieber Männer einstellen, weil sie mehr arbeiten. Eigentlich ist es mit egal, aber die Frauen kümmern sich mehr um die Kinder.

Ich: Soweit ich weiß, verdienen Frauen manchmal sogar mehr für die gleiche Arbeit. Manchmal müssen Unternehmen oder Ämter eine Quote erfüllen. Sie sollen so und so viele Frauen einstellen, aber es gibt zu wenige Frauen und deshalb müssen sie den Frauen mehr Gehalt zahlen, glaube ich.

Khaled: (aufgeregt) Ja, tatsächlich, ich habe davon gehört!

Mahmud (Auf die Demo im Hintergrund zeigend, die mittlerweile den Marktplatz verlässt und in die Leipziger Straße abzieht): Wir müssen hier eigentlich stehen und für unsere Rechte kämpfen. Die Frauen nehmen uns die Arbeitsplätze weg (lacht).

Ich: … Naja, jedenfalls bin ich hierher gekommen, um mir diese Demo anzuschauen. Ich bin gegen die Feministen. Ich finde diese Leute gefährlich.

Mahmud: Gefährlich? Warum?

Ich: Z.B. wollen sie die Demokratie einschränken. Sie fordern ein Gesetz, dass weniger Männer zur Bundestagswahl kandidieren, verstehst du?

Mahmud: Ja, natürlich.

[Wir wechseln das Thema und sprechen über ein paar leichtere Dinge. Mahmud, Khaled und der dritte Verbliebene, der zu dem Thema nichts gesagt hat, weil er sprachlich nicht folgen konnte, wollen nach Hause. Die Demo ist abgezogen. Wir verabschieden uns. Ich mache mich auf den Weg, um sie weiter zu verfolgen, erlebe dabei aber nichts interessantes mehr.]

Dass eine Frauenquote für das Parlament (Paritätsgesetz) eine Einschränkung der Demokratie darstellt, schien den beiden Syrern unmittelbar einzuleuchten, ohne dass ich es irgendwie erklären musste. Zwei ca. 30-jährige Ausländer ohne juristische Ausbildung, die das GG noch nie von innen gesehen haben und aus einem Land ohne freie Wahlen kommen, in dem jegliche Regierungskritik seit Jahrzehnten mit Folterknast, Polizeiwillkür und (Massen-)Mord verfolgt wird, verstehen die Grundprinzipien der liberalen Demokratie und der allgemeinen Handlungsfreiheit offenbar besser als unsere Justizministerin Barley und große Teile von Parteispitzen, Parlament und linker Presse. Und warum? Nicht etwa weil die beiden klüger oder gebildeter wären, sondern einzig und allein, weil sie ehrlicher sind und ihnen aufgrund ihres kulturellen Hintergrundes, die alberne, verklemmte Scheu davor, den Feminismus zu kritisieren und Frauen – wenn notwendig – Grenzen aufzuzeigen, komplett fremd ist. Ähnliche Erfahrungen habe ich auch schon vorher mit Syrern gemacht. Ein so unbekümmertes Gespräch wäre mit Deutschen außerhalb der feminismuskritischen Blase so gut wie unmöglich. Vielen Dank an dieser Stelle an die wackeren Demonstranten, die dieses Gespräch überhaupt erst möglich gemacht haben. As-Salamu alaykum wa Rahmat Allah!

Autor: Jonas

Student der Geistes- und Sozialwissenschaften mit Fokus Nahost

15 Kommentare zu „Erfahrungsbericht: Eine unerwartete Begegnung bei der Frauentagsdemo“

    1. Hätte ich mir die Story einfach aus den Fingern gesaugt, hätte ich sie definitiv glaubwürdiger dargestellt. 😉 Wäre ich an deiner Stelle, hätte ich wahrscheinlich auch meine Zweifel. aber was soll ich machen, das Gespräch fand halt so statt.

  1. @Adrian
    Wenn ausgedacht, finde ich sie besser als die Relotiusromane.
    Alles ist plausibel und gerade die Holprigkeit gibt Autentizität.
    Die Syrer kommen glaubwürdig rüber, deren Verhalten was beschrieben wird, deckt sich mit Erfahrungen die ich bei Kontakten mit denen machen konnte.

  2. „Dass eine Frauenquote für das Parlament (Paritätsgesetz) eine Einschränkung der Demokratie darstellt, schien den beiden Syrern unmittelbar einzuleuchten, ohne dass ich es irgendwie erklären musste. “

    Deine „Erklärung“ lautet nach deinen eigeenn Worten:

    „: Z.B. wollen sie die Demokratie einschränken. Sie fordern ein Gesetz, dass weniger Männer zur Bundestagswahl kandidieren, verstehst du?“

    Auch als abslouter Gegner von Quoten und speziell diesem Paritätsgesetz muss ich sagen, das ist mindestens einseitig, um nicht zu sagen manipulativ.
    Es ist eine Halbwahrheit, und ich stehe zu meiner Auffassung, dass Halbwahrheiten zu den gefährlichsten Unwahrheiten gehören.

    Es ist richtig, dass das von dir beschriebene eine Konsequenz dieses Gesetzes ist, aber es ist nicht das nominell vorgegebene Ziel. Das Ziel ist die Gleichstellung von Frauen – was ich als falsch empfinde, weil das Ziel gleichberechtigung sein sollte und das bereits gegeben ist. Und genau das hättest du auch erklären müssen.
    Als Beispiel könnte ich auch feststellen, dass das Gesetz dazu führen wird, dass weniger Frauen aus den Parteien der Grünen und Linken ins Parlament einziehen dürfewn, weil bei denen der gegenwärtige Frauenanteil in der Fraktion über 50% liegt.

    „Sie fordern ein Gesetz, dass weniger Frauen der Grünen und Linken zur Bundestagswahl kandidieren.“
    Wenn dir einleuchtet, dass es eine schräge und irreführende Beschreibung ist, wenn man sie als EINZIGE Erklärung liefert, dann solltest du meinen Einwand gegen Deine Beschreibung auch verstehen können.

    Das Problem dabei ist, dass jemand, der diese „Erklärung“ vorgesetzt bekommt und später nachrecherchiert und erkennt, dass es grundsätzlich darum geht, Parität herzustellen und nicht primär darum, Männer rauszuschmeißen, dann wird er deine Darstellung als manipulativ wahrnehmen und dich unglaubwprdig machen.

    1. „das ist mindestens einseitig, um nicht zu sagen manipulativ.“

      Danke für die Kritik. Ich gebe dir in der Sache recht. Meine Erklärung des Paritätsgesetzes ist natürlich sehr verkürzt und einseitig und ich hätte das an der Stelle gerne ausführlicher erläutert, aber da hatte ich leider nicht die Möglichkeit dazu, weil da das Thema gewechselt wurde. Trotzdem meine ich, dass die beiden schon verstanden haben worum es geht, weil ihnen das Konzept der „Gleichstellungs“politik und die Ideologie dahinter vertraut zu sein schien.

      „Es ist richtig, dass das von dir beschriebene eine Konsequenz dieses Gesetzes ist, aber es ist nicht das nominell vorgegebene Ziel.“

      Ja das „nominell vorgegebene Ziel“ ist Parität. Aber was ist die eigentliche Intention und ideologische Motivation hinter dem Gesetz? Ich meine: Dass generell einfach weniger Männer im Parlament sitzen. Ich glaube nicht so wirklich, dass die Paritätsbefürworter ein Problem damit hätten, wenn im Parlament z.B. nur 30% Männer sitzen. Wahrscheinlich wäre das dann sogar auf einmal ein Zeichen von ganz toller Fortschrittlichkeit. Ich habe in meiner Erklärung daher die offizielle Darstellung halt übersprungen und bin gleich zu dem gekommen, was ich für das eigentlich wesentliche halte.

      „Das Problem dabei ist, dass jemand, der diese “Erklärung” vorgesetzt bekommt und später nachrecherchiert […]“

      Ja schon, das gilt aber nur für jemanden der grundsätzlich eine (unterschwellig) wohlwollende Haltung gegenüber Gleichstellungspolitik hat. Das war bei den beiden Syrern aber eher nicht der Fall. Aber wie schon gesagt, eine ausführlichere Erklärung wäre besser gewesen, ging aber nicht.
      Syrer recherchieren übrigens im allgemeinen nicht so gerne irgendetwas gezielt nach, schon gar nicht in deutschen Medien. Sie hören sich an, was die Leute so reden (und sie hören extrem viel!) und bilden sich auf der Grundlage ihre Meinung.

  3. „Die Lehrerin meinte, um wirklich gut Deutsch zu lernen, lernt man am besten eine deutsche Frau kennen.“

    Aber natürlich doch. Es gibt in Deutschland ja auch satt und genug Frauen. Wir blöden einheimischen Männer brauchen ja keine.

    Bei den Lebendgeburten kommen in etwa 105 bis 106 Jungen auf 100 Mädchen. Infolgedessen gibt es unter den jungen Menschen und denen mittleren Alters Männerüberschüsse. Da wir einen stetigen Geburtenrückgang haben und da sich Paare zwischen Männern und Frauen bilden, bei denen die Männer im Durchschnitt etwa drei Jahre älter sind, konkurrieren die 105 bis 106 Jungs nicht um die 100 Mädels desselben Jahrgangs, sondern eher um etwa 95 Mädels, die im Schnitt drei Jahre jünger sind.

    Hinzu kommt, dass ohnehin schon – also auch bei geschlechterverhältnisse von 1:1 – die Männer um die frauen konkurrieren, also im Erfolg bei den Frauen die größere Varianz haben als umgekehrt. Dieses Problem wird immer größer, weil die lebenslange Einehe immer mehr auf dem Rückzug ist.

    Wenn jetzt noch männliche Überschüsse zuwandern, wird das ganze nicht besser. Hier Zahlen dazu:

    https://www.verlag-natur-und-gesellschaft.de/data/uploads/maennerueberschuesse-auf-dem-partnermarkt.pdf

    Mich ärgert vor allem, dass es regelrecht propagiert wird, dass sich deutsche Frauen auf eine Liäson mit Zuwanderern einlassen sollen.

    Herr Schäuble sprach sogar davon, eine Vermischung wäre gut, um Inzucht zu vermeiden – dabei ist die in einer so großen Population mit einem immer überregionaleren Partnermarkt ohnehin noch seltener als früher.

    Dann kam im KIKA diese Lovestory, für die irgendein Mohammed in „Dia“ umbenannt wurde, damit sein Name nicht so abschreckt. In der „Sendung mit der Maus“ kam auch ein Propaganda-Beitrag, der sich an Kinder richtete, und Reklame für die interkulturelle Liebesbeziehung machte.

    Früher hatte sich eine Obrigkeit das Ziel gesetzt, solche Vermischungen zu verhindern, heute hat sie sich das Ziel gesetzt, sowas herbeizuführen. Dabei sollte das alleine von den einzelnen Männern und Frauen entschieden werden, mit wem sie in die Kiste hüpfen, und der Staat und die Medien sollten diesbezüglich in gar keine Richtung Propaganda betreiben.

    Der Staat sollte aber soziale Probleme im Auge behalten – also z.B. Veränderungen auf dem Partnermarkt, die destruktiv für uns alle sind, wie z.B. den Einbruck von Ehe und Familie auf Populationsebene und die Geburtenraten, ebenso das Thema „Männerüberschüsse“.

    Mehr zum Thema bei mir

    https://www.verlag-natur-und-gesellschaft.de

    1. Kann dich beruhigen: Die meisten Syrer sind an einer ernsthaften Beziehung mit einer Deutschen eher nicht interessiert. Die meisten wollen eigentlich auch nicht hier bleiben, sondern zurück nach Syrien, wenn dort das Assadregime weg wäre. Außerdem gibt es verstärkten Zuzug von syrischen Frauen (Familiennachzug).
      Dazu noch eine kleine Anekdote: Ein syrischer Freund hat mir erzählt, dass er sich verloben will und er auch schon weiß mit wem. „Eine Deutsche?“ habe ich gefragt. „Nein!“, hat er mit leicht empörten Unterton gesagt, „eine Araberin“. Nachdem er von ihr erzählt hat, habe ich ihn gefragt, ob er sich auch vorstellen könnte, eine Deutsche zu heiraten. „Nee“, sagte er. „Warum?“ fragte ich. Rate mal was seine Antwort war… 😉

      1. Das kann sogar sein – ich habe den Punkt in meinem Buch auch mitberücksichtigt, dass Ausländer oft unter sich bleiben – und dann halt Parallelgesellschaften bilden. Es gibt auch den Fall, dass männliche Muslime mit deutschen Frauen nur was kurzfristig anfangen und beim heiraten nur eine Muslima nehmen.

        Unabhängig davon: Dass ausgerechnet im Kinderfernsehen sowas propagiert wird, ist ein Ding der Unmöglichkeit.

        „Eine Deutsche?“ habe ich gefragt. „Nein!“, hat er mit leicht empörten Unterton gesagt, „eine Araberin“. “

        Hier könnte man unterstellen, dass er nach dem Motto verfährt: „Eine Deutsche? Nein, igitt, also sowas heirate ich nicht!“

        „Nachdem er von ihr erzählt hat, habe ich ihn gefragt, ob er sich auch vorstellen könnte, eine Deutsche zu heiraten. „Nee“, sagte er. „Warum?“ fragte ich. Rate mal was seine Antwort war… 😉“

        Was seine Antwort war? Keine Ahnung. Weil es aus seiner Sicht eine „Ungläubige“ ist? Weil sie sich ihm nicht unterordnen will und kein Kopftuch tragen wird?

      2. „Weil es aus seiner Sicht eine „Ungläubige“ ist? Weil sie sich ihm nicht unterordnen will und kein Kopftuch tragen wird?“

        Muslimische Männer können nicht-muslimische Frauen heiraten (umgekehrt geht es aber nicht). Solche Ehen sind aber selten. Die unterschiedlichen Wertvorstellungen sind dafür wahrscheinlich der Hauptgrund. Aber der Grund, den mein Freund angegeben hat war (sinngemäß zitiert) folgender:

        „Weil ich von anderen Arabern und anderen Ausländern gehört habe, dass sie eine Deutsche geheiratet haben, die sich dann von ihnen scheiden ließ. Nach der Scheidung haben sie dann ihre Kinder nicht mehr sehen dürfen. Das ist wegen dem Rassismus!“

        Was ich ihm daraufhin erklärt habe, kannst du dir wahrscheinlich denken 😉

      3. „Muslimische Männer können nicht-muslimische Frauen heiraten (umgekehrt geht es aber nicht). “

        Was sind da wohl die Hintergründe? Dem Islam wird viel unterstellt, eine Eroberungs-Religion zu sein. Genau dieser Punkt spricht dafür, dass es wirklich so ist. Die Eroberer dürfen also die Frauen des eroberten Landes/Volksstammes heiraten, aber zugleich dürfen die Frauen der Eroberer nichts mit Männern des eroberten Volkes anfangen.

        Ich will damit nicht behaupten, dass das alles Eroberer sind, sondern dass dieser Grundregel eine Eroberungs-Logik zugrundeliegen könnte, sofern das nicht noch andere Hintergründe hat.

        In der Geschichte der Menschheit haben Männer viel andere Männer/Clans/Stämme/Völker überfallen, umgebracht und ihnen die Frauen weggenommen. Menschen sind genau daran immer noch evolutiv angepasst.

        „„Weil ich von anderen Arabern und anderen Ausländern gehört habe, dass sie eine Deutsche geheiratet haben, die sich dann von ihnen scheiden ließ. Nach der Scheidung haben sie dann ihre Kinder nicht mehr sehen dürfen. Das ist wegen dem Rassismus!““

        Das ist natürlich nicht wegen irgendeinem rassismus, sondern wegen dem Radikalfeminismus, und das trifft einheimische Männer auch.

        „Was ich ihm daraufhin erklärt habe, kannst du dir wahrscheinlich denken“

        Wahrscheinlich das, was ich gerade geschrieben habe?!? Aber keine Ahnung.

      4. @Matthias

        „Wahrscheinlich das, was ich gerade geschrieben habe?“

        ja natürlich. genau das. Da hat er große Augen gemacht. Ich habe ihm danach noch ein bisschen davon erzählt, was in Deutschland passiert, wenn man sich für Männerrechte stark macht. Seine Reaktion: „Ha ha, wie in Syrien“.

        Die Eroberer dürfen also die Frauen des eroberten Landes/Volksstammes heiraten, aber zugleich dürfen die Frauen der Eroberer nichts mit Männern des eroberten Volkes anfangen.

        Ja so ist es. Diesen Hintergrund sehe ich bei dieser Regel auch. Krieg und Eroberung sind für diese Regel aber noch nicht mal eine notwendige Voraussetzung. Ganz allgemein würde ich einfach sagen, dass diese Regel einfach eigennützig ist. Der Stamm will so viele Frauen wie möglich haben und so wenig Frauen wie möglich verlieren. Warum auch nicht? Unter den Umständen einer tribalen Gesellschaft ist das sinnvoll.
        Im Zuge der islamischen Bewegung ab dem 7. JH. haben die verschiedenen arabischen Stämme dann quasi einen „Überstamm“ bekommen, nämlich das Kalifat. Das tribale Denken hat sich dann t.w. darauf verlagert.

        Aber wie gesagt, soweit ich das beurteilen kann, sind Araber in aller Regel nicht daran interessiert, eine deutsche Frau zu heiraten und dass das Frühmittelalter vorbei ist, ist ihnen bewusst.

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