Kurznachrichten vom 05.02.2019

1: Große Aufregung über eine angeblich sexistische Werbung des Discounters Lidl auf Facebook:

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Das Vergehen von Lidl: Sich nicht gewahr darüber sein, dass der Spruch von Männern des öfteren benutzt wird, um deutlich zu machen, dass eine Frau für Sex nicht unbedingt hübsch sein, und man sich auch nicht gleich emotional engagieren müsse. Lidl hat die Werbung angeblich schon wieder zurückgezogen und sich halbgar entschuldigt. Donuts sind jetzt also sexistisch, während es ok geht, das gesamte andere Geschlecht pauschalisierend anhand der übelsten Klischees darzustellen (Gilette). Ich fürchte, da geht einigen wohl etwas die Phantasie durch. Andere müssen das dann auf die Spitze treiben:

2: Das neue „Paritätsgesetz“, das den Parteien für den Landtag Brandenburg eine quotierte Landesliste vorschreibt, wie nun auch von dem Juristen Alexander Hobusch von der Universität Düsseldorf auseinander genommen.

3: Bei Tag 24 gibt es einen schönen Rant von Autor Uwe Schneider, warum er jetzt zum alten, weißer Mann geworden und das auch gern ist. Der Titel lautet: „Tempolimit, Sexismus, Rauchen: Hört endlich auf, mich ständig zu belehren! Eine Polemik“. Nur eine Schwäche hat der Text: Schneider würde am liebsten „den ihm ständig entgegen gestreckten erhobenen Zeigefinger mitleidslos“ brechen. Cooler wäre allerdings, einfach mit dem nächsten zurück zu grüßen.

4: Lena Jäger, ihres Zeichens Projektleiterin, also quasi Chefin der Initiative „Frauenvolksbegehren“ in Österreich behauptete ernsthaft, die jüngste Häufung von Frauenmorden in Österreich durch zugewanderte Täter liege am noch stark wirksamen Patriarchat in Österreich. Wörtliches Zitat: „Die Ausländer kommen nach Österreich und schauen sich offensichtlich von den Österreichern das Morden ab.“