Kälte ist sexistisch

Letztens war es kalt. Sehr kalt. Und die Überschrift über diesem Zeit-Artikel lautet „Frieren Frauen etwa stärker als Männer?“ Da könnte man einen x-beliebigen Mann fragen wie das denn so letzte Woche war, als die Holde ins Ehebett gekommen ist und einfach mal mit „Ja“ antworten.

Man könnte auch einen Biologen fragen, der aufgrund seines Wissens um unterschiedliche Hautbeschaffenheit, erhöhten Fett- und niedrigeren Muskelanteil mit „Ja“ antworten würde.

Oder einen Physiker, der mit dem ungünstigeren Verhältnis von Oberfläche zu Volumen bei kleineren Körpern mit „Ja“ antworten würde.

Man könnte die Entscheidung, ob das Spiel stattfindet, auch einfach mal den Verantwortlichen überlassen. Das sind nämlich verschiedene, je nachdem, ob es sich um Männer- oder Frauenfußball handelt.

Man könnte auch zur Kenntnis nehmen, dass es sich bei dem Verantwortlichen für Frauenfußball um eine Frau handelt. Sollten alle Entscheidungen von Frauen über Frauenkörper nicht respektiert werden oder so ähnlich?

Man kann da aber natürlich ganz ironiefrei ein Genderdings draus machen.

Männer und Junioren haben mit der Kälte und dem Zustand des Platzes erst mal keine Probleme? Frauen dagegen frieren so sehr, dass sie erst gar nicht spielen sollen?

Diese Konstellation sorgte am Wochenende für Häme und heftige Diskussionen.

Ich bitte ganz herzlich darum, nur noch gemischte Teams aufzustellen. Wegen 4000 Jahren Patriarchatsfußball könnten sich zwecks Gerechtigkeit auch gerne mal alle Männervereine auflösen und zu den Frauen gehen. Dann gibt es auch kein Geheule mehr. Naja, die Quotendiskussion wird jedenfalls lustig. Und die Gleichstellungsbeauftragte darf dann das Abseits dekonstruieren.

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6 Kommentare zu „Kälte ist sexistisch“

  1. Die Physik ist rassistisch, sexisistisch und frauenverachtend.
    Wir sollte sie abschaffen und wieder in der Steinzeit leben.

    Dann gelten für alle die gleichen Bedingungen und zum Jammern hat niemand Zeit.
    Frauen werden zwar abseits des Feuers weiter und intensiv frieren, aber was macht das schon, wenn man ideologisch gewonnen hat?

    1. Wie passend! Zumal ich bei Kälte aussehe, als ob ich gerade aus dem Altkleidersack gesprungen wäre. Von wegen Sexy.

  2. „Wegen 4000 Jahren Patriarchatsfußball könnten sich zwecks Gerechtigkeit auch gerne mal alle Männervereine auflösen und zu den Frauen gehen.“

    Und riskieren, nicht reingelassen zu werden, so von wegen „Women Only“ und so, während Frau überall per Gesetz mit dabei sein soll? Nee.

    1. War auch nur so hingerotzt. Aber überleg mal, wenn es keine geschlechtergetrennten Fussballteams mehr gibt, wird der FC Bayerin ein 100%ige Männerquote abliefern.

      1. Wenn der FC Bayern nicht verseucht ist mit dem Virus „politische Korrektheit“, dann kann ich mir das gut vorstellen. Und wieso auch? Wieso sollen Männer nicht unter sich sein dürfen?

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