Gridgirls — Mehr Eier bitte!

Zwar bin ich in letzter Zeit deutlich stiller geworden, aber ich lese weiterhin viel mit. Danke an alle für ihre Beiträge, insbesondere natürlich an Christian und Arne.

 

Es ist viel geschrieben worden über die Gridgirls und die Bilder- und Gedichtestürmerei. Zwar wird auch allenthalben Kritik immer lauter, aber in unseren Qualitätsmedien herrscht immer noch die Einheitsmeinung, dass Frauen irgendwie objektifiziert werden und dass alles ganz böse ist. Die Diskussion spart die Fragestellung, ob und wie Männer objektifiziert werden natürlich komplett aus. Das ist übrigens bei der Debatte um Prostitution ganz dasselbe.

In meiner Lebenswirklichkeit spiegelt sich das jedoch nicht wider. Männer sehen hübsche, leichtbekleidete Frauen gern. Und Frauen ebenfalls. Frauen haben kein Problem mit Gridgirls. Was sie eher nicht sehen wollen sind Slutwalks, denn da kommt der Fremdschämmoment. In meinem Umfeld steigt die Wut der Frauen, dass eine weibliche Minderheit dafür sorgt, dass Frauen als unselbstständig, prüde und behindert wahrgenommen werden (Metoo, Quoten, mehr Zeit in Prüfungen etc.).

Ich sehe eine Parallele zum kirchlichen Tanzverbot, wo einige wenige, aber umso mächtigere Kirchenleute anderen das Tanzen verbieten. Keiner zwingt Katholiken, am Freitag in Bars und Clubs zu gehen, es kann sie gar nicht stören, aber sie verbieten es nichtsdestotrotz anderen, weil sie den Gedanken nicht ertragen.

Widerstand war noch nie so einfach. Schaut Euch schöne Bilder von Frauen an. Von Männern. Liked sie auf Facebook. Sprecht es einfach aus. Macht den Scheiß nicht mit.

Wir brauchen mehr Männer und Frauen mit Eiern.

 

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2 Kommentare zu „Gridgirls — Mehr Eier bitte!“

  1. „In meinem Umfeld steigt die Wut der Frauen, dass eine weibliche Minderheit dafür sorgt, dass Frauen als unselbstständig, prüde und behindert wahrgenommen werden..“
    Na ja, der Fairness halber ist zu ergänzen, daß die von mindestens genauso bekloppten Männern ( ebenfalls ohne Eier ) geradezu angehimmelt und massiv unterstützt werden.

    Ansonsten mache ich mit in letzter Zeit regelrecht einen Spaß draus, Damen zu zeigen, daß ich sie gerade in ihrer Weiblichkeit wahrnehme, ihnen die Tür aufzuhalten und was man sonst noch so in der Richtung tun kann. Eine sprach mich vor kurzem direkt darauf an und selbstverständlich habe ich ihr sofort erklärt, daß ich mir mein Laben lang gar keine Gedanken darüber gemacht habe und auch Männern ( z.B. wenn sie kurz nach mir in’s Haus wollen, oder gerade zwei Plastiktüten in der haben ) die Tür aufhalte, daß ich es aber mittlerweile als ganz direktes politisches Statement betrachte. Fand die ( eher aus der Femi-Ecke kommende Soziologin und Mutter, die ständig mit blauer Haarsträhne herumläuft ) nach kurzer Überlegung gut und richtig.

    V.dh. denke ich, ist es gerade das seit ein paar Jahren medial bis zum Irrwitz gepushte Hysterisieren, welches viele, die ursprünglich ziemlich von irgendwelchem Femikram beeinflusst waren, langsam zum Nachdenken bringt.

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