Kurznachrichten vom 23.01.2018

1: Der Regisseur Dieter Wedel ist aufgrund der #metoo-Vorwürfe als Intendant der Bad Hersfelder Festspiele zurückgetreten. Laut Bild ist er sogar mit einer Herz-Attacke ins Krankenhaus eingeliefert worden. Allerdings findet sich diese Information nirgendwo sonst.

Zuvor hat er auf der Website der Festspiele eine Erklärung veröffentlich, die es in sich hat.

Ich höre von Menschen, denen fünfstellige Beträge für Aussagen gegen mich angeboten wurden. Sie haben den Eindruck, dass mit enormem Aufwand Recherchen durchgeführt werden, deren Ergebnis aber von vornherein feststeht, denn als sie sich positiv über mich geäußert haben, wurden sie nicht zitiert. Andere vermeintliche Zeuginnen haben in den letzten Tagen versucht, mich zu erpressen. Wenn ich ihnen nicht eine noch höhere Summe anböte als Verlage oder Zeitungen, von denen sie angesprochen wurden, würden sie mich sofort – unabhängig vom Wahrheitsgehalt – belasten.

Wieder andere berichten mir, wie ihnen von den recherchierenden Journalisten Sätze in den Mund gelegt wurden, die sie so nicht erklärt und gemeint haben.

Wenn das stimmt, dann ist das der moralische Bankrott für #metoo. Wenn man die Kampagne nicht schon vorher schon für moralisch äußert fragwürdig hielt, natürlich. Weiter gehts mit:

In diesem Klima der Vorverurteilung, der sogenannten „Verdachtsberichterstattung“, die auf keine erwiesenen Fakten gestützt sein muss, kann ich den Kampf um meine Reputation nicht gewinnen – weder mit juristischen Mitteln noch mit medialen Stellungnahmen. Es gibt belastende Hinweise, die die Glaubwürdigkeit vermeintlicher Zeugen erschüttern. Es haben sich bei mir und meinem Anwalt Menschen gemeldet, die dafür einstehen wollen, um dem Gemisch aus Gerüchten, Unterstellungen, Vermutungen und Anschuldigungen Substanzielles entgegenzusetzen. Doch was bringt es am Ende? Außer vielleicht der Erkenntnis, dass inzwischen auch nach Eintritt der Verjährung allein schon der Verdacht genügt, um jedermann zu jedem beliebigen Zeitpunkt an den medialen Pranger zu stellen.

Dummerweise outet sich Wedel schon vorher als Maskulist, und zwar mit dem Satz:

Ich verabscheue jede Form von Gewalt, gegen Frauen ebenso wie gegen Männer.

Dieter, so geht das nicht! Weißt Du denn nicht, dass der Satz heißen muss: „Ich verabscheue jede Form von Gewalt gegen Frauen. Punkt.“? Weißt Du denn nicht, dass Gewalt gegen Frauen das schlimmste und verabscheuungswürdigste ist, was es auf dieser Welt gibt? Und Gewalt gegen Männer, naja, irgendwie egal? So wirst Du ganz sicher nicht bei Feministinnen punkten, wenn Du einfach Dinge miteinander vergleichst, die niemals miteinander verglichen werden dürfen!

2: Beim letzten Mal habe ich ja ganz vergessen, die ziemlich schräge Nachricht zu bringen, dass L’Oreal jetzt mit einem Hijab-Girl wirbt – für Shampoo! Macht Sinn. Vielleicht wirbt ja Fielmann demnächst mit nem Typen mit aufgesetztem Motorradhelm. Gibts eigentlich noch die blaue Ersatzflüssigkeit bei Damenbinden, ich schaue schon lange nicht mehr Werbung.

Nun gibt es aber eine neue Entwicklung, denn irgendwer hat ausgegraben, dass sich just dieses Model, Amena Khan, vor knapp vier Jahren auf Twitter sehr israelfeindlich bzw. m.E. auch antisemitisch geäußert hat (Absprechen des Existenzrechtes Israels sollte m.E. reichen für die Bezeichnung Antisemitismus)

loreal_tussi

Aufgrunddessen rudert sie jetzt zurück und sülzt was von „diversity“, „harmony“ und „inclusivity“. Klingt für mich nach dem üblichen Kübra-Geblubber. Ob das jetzt Taqiyya ist, dürft Ihr selbst entscheiden.

3: Die FH Potsdam will die aktuellen Trends nicht verschlafen und bietet ein „Social Justice und Diversity Training“ an, als Fortbildung für schlappe 2.240 €. Für uns hier besonders interessant:

Modul 7: Gender / Queer (Sexismus/ Heterosexismus)
Wie werden aus Kindern Mädchen und Jungen? Wie werden aus Mädchen Frauen und aus Jungen Männer und gibt es nur zwei Geschlechter?

Also, für die erste Frage hätte ich da so nen Hint, aber ich fürchte, das meinen die anders. (via Fefe)

4: Laut einer Studie sei das Stresslevel der US-amerikanischen Bevölkerung seit dem Amtsantritt von Donald Trump so hoch wie noch nie. Und natürlich soll Trump selbst daran Schuld sein, zumindest legt das der ZEIT-Redakteur nahe.

Nun ja, wenn die Demokraten in den USA mit ihrer Schneeflöckchenkultur aus dem Hyperventilieren und dem Dauer-Getriggert-Sein über ihre Wahlniederlage gar nicht mehr herauskommen und dem Land ständig einreden wollen, wenn Trump noch zwei Wochen im Amt wäre, käme der Weltuntergang aber wirklich, wirklich ganz, ganz sicher, dann braucht man sich auch nicht zu wundern, wenn der Stresslevel bei diesen Leutchen ziemlich hoch ist. Sie reden sich den Quatsch ja selber ein. Ich kann da nur raten, mal runter zu kommen und sich ein wenig in Frustrationstoleranz zu üben. Das scheint den regressiven Linken völlig abzugehen.

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13 Kommentare zu „Kurznachrichten vom 23.01.2018“

  1. Tja aranxo, da sind wir bei dem großen Kulturkampf wohl wieder auf gegensetzlichen Seiten. Ich würde dich bitten, das Islam-Thema hier bei Geschlallerlei nur dann zu behandeln, wenn es etwas mit Geschlechterfragen zu tun hat; und dieser Shampoo-Irsinn und die politischen Ansichten dieser Khan sind hier wirklich irrelevant. Aber da du es schon aufgeworfen hast, muss ich jetzt widersprechen, weil es nicht sein kann, dass du in SJW-Manier irgendwem, der dir nicht passt, „Antisemitismus“ vorwirfst, nur weil dir das in manchen Medien so vorgemacht wird.

    Das Existenzrecht Israels zu verneinen ist selbstverständlich nicht antisemitisch. Warum zur Hölle sollte es? Khan argumentiert mit dem Völkerrecht und nicht mit Rassentheorien oder dergleichen. Und wer die Geschichte Israels kennt (so wie ich) weiß, dass dieser Staat 1948 ohne völkerrechtliche Grundlage per Krieg und Massenvertreibung von Arabern entstanden ist. Die völkerrechtliche Legitimation kam erst im Nachhinein, und zwar über die Köpfe der kolonisierten Araber hinweg. Niemand ist daher gezwungen dieses verbrecherische brutale Kolonialprojekt als legal anzusehen. Und komm mir jetzt bloß nicht mit „aba die Hamas is auch imma voll gemein!“; denn es geht hier NICHT darum, wer der größere Verbrecher ist.
    Falls es dir jetzt auf den Fingern brennt: Ich selbst erkenne dieses politische Gebilde namens „Israel“ aus pragmatischen Gründen an, weil die israelischen Verbrechen leider nicht mehr rückgängig zu machen sind und die jüdische Bevölkerung Palästinas vor der arabischen Rache geschützt werden muss. Meine Anerkennung reicht allerdings nur bis zur grünen Linie von 1967 und damit bin ich auf Linie der internationalen Gemeinschaft (abgesehen von den USA, seitdem dieses Land von einem islamfeindlichen Israelfanatiker regiert wird).
    Wenn du jetzt nicht weißt, was das alles heißt und jetzt erst nachgooglen musst, sei dir gesagt, dass du dich aus der Debatte um den Nahostkonflikt lieber raushalten solltest, bevor du in deinem Unwissen Leute des Antisemitismus zu bezichtigst. Hexenjäger. #Youtoo

    Ich werd mit dir jetzt übrigens nicht über diesen Konflikt diskutieren. Deine Meinung dazu kannst du behalten und die Hamas darfst du weiterhin böse und Israel weiterhin ok finden. Mein Post hat nur den Zweck, dir klarzumachen, dass du nicht mit solchen schweren politischen Vorwürfen hantieren sollst.

    Nein, mit Taqiyya hat das nichts zu tun. Und was Taqiyya ist und was nicht, entscheidet auch nicht die Internetcommunity sondern entweder islamische Gelehrte oder Islamwissenschafter.

    1. Was genau hat es nicht mit Geschlechterfragen zu tun, wenn wieder ein Konzern vor der ach so bunten Kopftuchpropaganda in die Knie geht und dabei auch noch diese Absurdität produziert, dass das, was man bewirbt bzw. dessen Effekt, gar nicht zu sehen ist?

      Wie kommst Du auf SJW-Manier? Sorry, für mich heißt Antisemitismus Judenhass, und dass muss nicht unbedingt eine rassistische Grundlage haben, es reicht auch einfach eine religiöse. Die Du problemlos im Koran nachlesen kannst. Antizionismus ist ein Euphemismus für Antisemitismus, und wer das Existenzrecht Israels in Frage stellt, ist für mich ein Judenhasser, also ein Antisemit. Da lasse auch auch nicht mit mir diskutieren.

      Massenvertreibungen von 70 Jahren waren unrecht? Territorien, die seit über 50 Jahren so bestehen, weil Israel einen Verteidigungskrieg gewonnen hat, will man wieder revidieren? Hey, warum fragen wir nicht mal bei den Polen nach, ob sie uns Pommern und Schlesien wiedergeben möchten, und solange sie sich weigern, beschießen wir sie eben ständig mit Kleinstraketen, finanziert durch üppige Hilfsgelder der EU. Ist sicher extrem förderlich für den Frieden in der Region.

      Man kann sich ja wohl schlecht hier über die Schlesier- oder Sudetendeutschen-Verbände lustig machen, die als Ewiggestrige bezeichnen, bei denen längst Leute im Vorstand sitzen, die Schlesien nur aus den Erzählungen ihrer Altvorderen kennen und nie dort gelebt haben, aber hey, die Palästinenser sind ja voll unterdrückt und denen wurde das Recht auf Heimat genommen, wobei in Wirklichkeit auch bei denen nur noch ein Bruchteil die ehemalige Heimat jemals gesehen hat. Die palästinensische Bevölkerung ist ja auch die einzige, die es geschafft hat, trotz eines „Genozids“ ständig zu wachsen. Also gibt es da jetzt vor allem junge Menschen.

      Und noch besser ist ja, dass es sehr wohl Palästinenser/Moslems gibt, die in Israel als israelische Staatsbürger mit den Juden friedlich zusammen leben. Es gibt palästinensische Universitätsprofessoren und sogar palästinensische Knesset-Abgeordnete in Israel. Das Geschwafel von der „Apartheid“ in Israel ist vollkommener Humbug. Jeder Palästinenser, der friedlich mit den Juden zusammen leben will, kann das tun. Wer das nicht will, lebt eben im Gaza-Streifen oder in der Westbank und macht einen auf Opfer, um internationale Hilfsgelder zu aquirieren, mit denen dann Waffen statt Bildung bezahlt werden. So siehts aus!

      Und was Taqiyya ist und was nicht, entscheidet auch nicht die Internetcommunity sondern entweder islamische Gelehrte oder Islamwissenschafter.

      Ehrlich gesagt, es geht mir am Allerwertesten vorbei, was irgendwelche Geisterbeschwörer entscheiden oder nicht. Ich will davon nur möglichst nicht behelligt werden.

      1. „wenn wieder ein Konzern vor der ach so bunten Kopftuchpropaganda in die Knie geht“

        welche KT-propaganda? der Konzern hat sich ein unpassendes Maskottchen ausgesucht, um einen auf Diversity zu machen. Er vermarktet also anscheinend den Diversity-Hype. Das hat was mit Kapitalismus zu tun aber wenig mit Propaganda.

        „Antizionismus ist ein Euphemismus für Antisemitismus“

        Dann bin ich nach deinen Kriterien also Antisemit, ohne was gegen Juden zu haben. An dieser Stelle wirds einfach nur noch dumm. Viele Juden sind und waren übrigens auch Antizionisten. Ich vermute mal, du weißt nicht, was Zionismus heißt. Es bedeutet (heute), die nationalistisch motivierte jüdische Kolonisierung Palästinas. Jeder Antinationalist ist daher (theoretisch) auch Antizionist. Ist vielleicht auch Antifeminismus ein Euphemismus für Frauenfeindlichkeit? Oder Islamkritik ein Euphemismus für Rassismus? Oder sonst noch irgendwelche abgefahrenen SJW-Logiken, die du gern los werden möchtest?

        Antisemitismus bezeichnet rassisch oder völkisch begründeten Judenhass. religiös begründeten Judenhass oder einfach Gegnerschaft zum Judentum nennt man Antijudaismus. Bist du Jude? Lehnst du das Judentum ab? (zum Beispiel weil die an ein altes Buch glauben, anstatt an die modernen Wissenschaften)? Dann bist du eine Art Antijudaist. Ist das was Schlimmes? Der Koran bewegt sich ebenfalls auf antijudaistischer Ebene, allerdings konfessionalistischer (->politischer) Natur. Antisemitismus ist dem Koran selbstverständlich fremd, denn Antisemitismus ist eine Entwicklung der europäischen Moderne.

        „Jeder Palästinenser, der friedlich mit den Juden zusammen leben will, kann das tun.“

        Das erzähl mal den Nachkommen der Vertriebenen im Libanon, Jordanien oder Deutschland, die hier „einen auf Opfer machen“. Die palästinensischen Knesset-Abgeordneten sind in der Regel Antizionisten. Ihr Land/ bzw. das Land ihrer Vorfahren wird seit 1948 geraubt; so ist es aus ihrer Sicht. Und aus meiner ebenfalls; wer diese Sicht per se als Antisemitismus brandmarken will, bewegt sich eindeutig auf Maas-Niveau. Eine andere Sicht hingegen kann man gerne haben, wenn man das historisch begründen kann.

        „Ich will davon nur möglichst nicht behelligt werden.“

        In dem Fall würde ich dir raten, solche Debatten nicht aufzumachen. Bleib bei den Dingen, von den du was verstehst oder äußere dich vorsichtig; das ist die Regel jeder zivilisierten Debatte.

      2. „Welche KT-Propaganda?“
        Je mehr Kopftücher in der Werbung gezeigt werden, desto mehr wird verbreitet, das sei auch im Westen etwas ganz normales. Ist es aber nicht, und ich will auch nicht, dass es normal wird. Und da gehe ich sicher mit einigen Frauen aus muslimischen Ländern konform, die genau aus solchen Gründen zu uns geflohen sind.

        „Antizionismus“
        Ich hab da mal gegoogelt, und schwupps, schon als zweiter Link fällt da folgende Seite raus:
        https://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/service/lexikon/a/antizionismus
        Das ist eine Seite vom STERN unter Mitwirkung unserer heißgeliebten Antonio-Amadeo-Stiftung, also sicherlich eine rechter Tendenzen unverdächtige Seite. Ich darf mal so ein bisschen zitieren:

        Des Antisemitismus neue Kleider

        Antisemitismus hat sich seit jeher als sehr wandlungs- und lernfähig erwiesen, dies spiegelt sich auch im besonderen Maße in seiner Ausprägung als Antizionismus wieder. Der Antizionismus argumentiert vordergründig, im Gegensatz zum alten Antisemitismus, scheinbar nicht rassistisch, sondern antirassistisch. Er bringt Menschenrechte und antirassistische Einstellungen für sich gegen den Staat Israel in Stellung und vergleicht regelmäßig Israel mit Nazideutschland – dadurch ist er in der Lage breite Gesellschaftsschichten anzusprechen. So gibt der Antizionismus vor, den Staat Israel zu bekämpfen, da dieser per Definition alleine durch seine Existenz als „jüdischer Staat“„rassistisch“ und „nationalistisch“, wenn nicht gar „nationalsozialistisch“ sei und nur durch seine Auflösung oder Vernichtung dieser Rassismus und Nationalismus bekämpft werden könne. […]

        Im Jahr 1948 wurde der Staat Israel gegründet. Fortan äußerte sich der Antisemitismus vermehrt in Form von Antizionismus. Israel wird beispielsweise als „künstlicher“ Staat bezeichnet, der ja nicht wie andere Nationen „natürlich“ gewachsen sei. Angenommen wird damit, dass Nationen schon immer da waren, also eben „natürlich“ seien und nicht einfach so gegründet werden könnte. Dabei sind alle Nationen „künstlich“ und menschengemacht.

        Jüdischer Antizionismus

        Als Argument, dass Antizionismus nicht antisemitisch sei wird oft von vor allem nichtjüdischen AntizionistInnen darauf verwiesen, dass es auch antizionistische Juden und Jüdinnen gibt. Sehr religiöse Juden und Jüdinnen lehnen den Staat Israel z.B. nicht aus antisemitischen Motiven ab, sondern weil sie glauben, dass erst wenn der Messias wieder auf Erden ist, dieser den Staat Israel ausrufen darf. Es ist jedoch ein wesentlicher Unterschied, ob nichtjüdische Menschen Jüdinnen und Juden das Recht auf einen Staat absprechen oder ob Juden und Jüdinnen darüber streiten.

        Seh ich genauso.

        „[Zionismus]: Es bedeutet (heute), die nationalistisch motivierte jüdische Kolonisierung Palästinas.“
        Kolonisierung ist so ein hässliches und wertendes Wort, ich würde Besiedelung bevorzugen. Um mal zu meinem Vergleichsbeispiel zurückzukehren: Würdest Du die Besiedelung von Pommern und Schlesien durch die Polen nach dem zweiten Weltkrieg auch als Kolonisierung bezeichnen? Es handelt sich m.E. um denselben Akt. Territorium wurde erobert und dann besiedelt.

        Auf dieses Beispiel bist Du natürlich null eingegangen, weil Du da auch schlecht dagegen argumentieren kannst. Ich werde Dir sagen, warum ich darauf rumreite. Ländergrenzen sind nicht für alle Ewigkeiten in Stein gemeißelt, sie ändern sich ab und zu, vor allem durch verlorene Kriege. Nachdem das passiert ist, lässt man meistens ein paar Jahrzehnte ins Land gehen, aber wenn keine Revision bis dahin erreichbar war, dann arrangiert man sich irgendwann. Ganz einfach, weil alle sich dran gewöhnt haben, nur noch die wenigsten der ehemaligen Bewohner noch leben und weil ein Bestehen auf eine Änderung wieder Krieg bedeuten würde. Überall macht man das so. Nur bei den Juden nicht. Denen gönnt man nicht das Schwarze unter den Fingernägeln. Und jetzt darfst Du dreimal raten, woran das liegt.

        „Jeder Antinationalist ist daher (theoretisch) auch Antizionist.“
        Mag sein, aber erstens bin ich kein Antinationalist, weil ich (National-)Staaten für absolut sinnvoll halte, denn ohne Staat gibt es weder Rechtsstaat noch Sozialstaat. Zweitens, würde Israel seinen Nationalismus aufgeben und einen auf Multikulti machen, dann wäre das ziemlich bald das Ende von Israel. Und drittens und hier am wichtigsten: Wie würdest Du denn das Ansinnen der Palästinenser, unbedingt ihr altes Territorium wieder haben zu wollen, möglichst ohne einen einzigen Juden darauf, bezeichnen? Ich das etwa nicht nationalistisch? Und sogar ziemlich rassistisch? Antisemitismus ist ja nach Deiner Definition rassistisch oder völkisch begründeter Judenhass… Check!

        „Antisemitismus ist dem Koran selbstverständlich fremd“
        Judenhass allerdings nicht, und das ist das Entscheidende. Wie mans dann letztlich nennt, naja…
        Aber ok, nehmen wir an, Muslime hassen Juden nur wegen ihrer Religion, nicht wegen ihrer Rasse. Dann könnten wir auch ein Gedankenspiel machen: Wenn jetzt alle Juden in Israel sich von einem auf den anderen Tag zum Islam bekennen würden, wäre damit der Nahostkonflikt auf einen Schlag beendet? Würden die Palästinenser auf ihr ehemaliges Land verzichten und die Juden freudig in der Umma willkommen heißen? Könnte der Staat Israel jetzt einfach so bleiben wie er ist, mit den eroberten Gebieten, ohne Anfeindungen von Palästinensern und anderen Arabern? No way, im Leben nicht! Ganz einfach, weil Araber nicht minder nationalistisch sind.

        „Das erzähl mal den Nachkommen der Vertriebenen“
        Womit wir wieder bei der Analogie Schlesien und Pommern wären.

        „Ihr Land/ bzw. das Land ihrer Vorfahren wird seit 1948 geraubt; so ist es aus ihrer Sicht. Und aus meiner ebenfalls; wer diese Sicht per se als Antisemitismus brandmarken will“
        Natürlich ist es teilweise so, dass ihnen das Land geraubt wurde. Nur brandmarkt diese Sicht niemand als Antisemitimus. Den Fehlschluss, daraus folge, dass die Israelis kein Recht auf ihren Staat hätten, das ist Antisemitismus. Das ist jetzt nämlich 70 Jahre her. Wie gesagt, mit dem selben Recht könnten wir Pommern und Schlesien zurück verlangen, wenn wir noch ein paar Jahre zurückgehen auch noch Nordschleswig, Danzig und das Elsaß. Demnächst will Erdogan irgendwelche Gebiete zurückerobern, die vor 300 Jahren dem Osmanischen Reich gehört haben. Solche Revisionismen sind ständig die Ursache für irgendwelche Kriege. Und wenn wir 2000 Jahre zurückgehen, sind lustigerweise wieder die Juden im Recht. Die haben genau da Jahrtausende gelebt, bis sie von den Römern vertrieben wurden. Nach ihrer Geschichtsschreibung sogar deutlich länger als sie nicht dort gelebt haben. Also haben sie mindestens so viel Recht, da zu leben, wie die Palästinenser. Hiermit habe ich meine andere Sicht historisch begründet, das wolltest Du doch.

        „In dem Fall würde ich dir raten, solche Debatten nicht aufzumachen. Bleib bei den Dingen, von den du was verstehst oder äußere dich vorsichtig; das ist die Regel jeder zivilisierten Debatte.“
        Erstens, Du hast hier das große Fass aufgemacht, nicht ich. Ich habe nur die Bemerkung fallen gelassen, dass ich das Absprechen des Existenzrechtes Israels für antisemitisch halte, mehr nicht. Wozu ich nach wie vor stehe. Ich habe auch zweimal ein „m.E.“ hinzugefügt, was Dich aber dennoch nicht davon abgehalten hat, Dich massiv getriggert zu fühlen.
        Und zweitens würde ich Dir raten, hier andere Diskutanten nicht so von oben herab zu behandeln, als hättest nur Du die Erleuchtung und andere seien doof und hätten keine Ahnung, bloß weil Du vielleicht mal ein (ggf. tendenziöses) Buch über das Thema gelesen hast. Das ist auch eine wesentliche Regel in jeder zivilisierten Debatte.

      3. @aranxo

        Ich bezweifle, dass es eine signifikante Menge arabischer Frauen gibt, die hierher geflohen sind, weil sie kein Hijab tragen wollen. Das trifft nur auf Frauen zu den von radikalen Gruppen (z.B. Hamas oder IS) etwas aufgezwungen wird, des Weiteren trifft es auf iranische Frauen zu. Hier sind solche Gruppen/Staaten aber nicht aktiv; trotzdem tragen die (z.B.) Syrerinnen meist Hijab. Warum wohl? Weil sie so erzogen wurden und es richtig so finden.

        Und warum sollte ich jetzt diesen PC-Käse von Stern und AA-Stiftung als autoritativ ansehen? warum siehst du es so? einfach nur deswegen, weil 1948 nach deiner Sicht schon „verjährt“ ist und du es nicht akzeptieren kannst, dass andere (z.B. die Opfer) das anders sehen?
        Du kannst von Israel-Palästina halten was du willst, aber bitte sehe ein, dass Antisemitismus grundsätzlich nur rassisch/völkisch begründeter Judenhass ist und sonst nichts. Das ist ganz einfach der Begriff; und dieser wichtige Begriff darf nicht durch den Zionismus vereinnahmt und verwässert werden. Dass es auch antisemitische Tendenzen innerhalb des westlichen und palästinensischen Antizionismus gibt, bestreite ich nicht, aber das alles über einen Kamm zu scheren ist einfach dumm. Als Maskulist (oder dergleichen) musst du diese Praktik doch zur Genüge satt haben; stattdessen machst du einfach denselben Mist.

        ‚Kolonisierung‘ ist hier als neutrales Wort zu verstehen. ‚Besiedlung‘ ist nur die deutsche Übersetzung.

        Zur Frage der Ostgebiete:
        Ja, die Sowjets haben meinen Vorfahren die Heimat geraubt. Ich hoffe deinen nicht. Ich forder keine Gebiete in Polen zurück; meine Vorfahren hätten aber durchaus dieses Recht (sie nehmen es aber nicht in Anspruch). Die Legitimation des Staates Polen oder auch nur dessen Grenzen sind von dieser Frage aber nicht berührt, insofern hat das mit Palästina wenig zu tun.

        Die Araber, die 1948 vertrieben wurden leben heute zum großen Teil in eher schlechten Verhältnissen im Exil; ihren legitimen Anspruch auf ihr angestammtes Land haben viele bis heute nicht aufgegeben; warum sollten sie? Israel macht doch weiter wie zuvor; wozu also 1948 verzeihen? Und deren Meinung wird sich auch nicht ändern, weil du mir irgendwas von Pommern erzählst.

        „Wenn jetzt alle Juden in Israel sich von einem auf den anderen Tag zum Islam bekennen würden, wäre damit der Nahostkonflikt auf einen Schlag beendet?“

        nein, wie kommst du darauf? Es geht hier um Landraub und nicht darum, dass die Araber mit der jüdischen Religion irgendein Problem hätten. Was der Koran zu den Juden sagt könnte in der Palästina-Frage eigentlich irrelevant sein, wenn es nicht von islamistischen Scharfmachern und Islamkritikern gerne herangezogen werden würde. Der Konflikt wurde unnötigerweise islamisiert. Und zwar nicht, weil die Muslime halt so sind, sondern eher, weil die Zionisten eine nationalreligiöse Bewegung waren (und sind) und es eine nationalreligiöse arabische Antwort gab.

        Ich hab über das Thema nicht nur irgendein tendenziösen Buch gelesen sondern Fachliteratur studiert, Vorlesungen besucht und Hausarbeiten geschrieben. ich habe den ganzen Mist studiert, mein lieber Freund. Und an deinen Ausführungen habe ich nun einmal sofort erkannt, dass du keine Expertise hast aber trotzdem große Reden über „Antisemitismus“ schwingst. Und ja, diese Demagogie auf Kosten eines ganzen Volkes „triggert“ mich massiv; ebenso wie mich Demagogie auf Kosten eines ganzen Geschlechts „triggert“.

        Mein letztes Wort zu diesem Thema: Ich mach dir den Vorschlag, dass wir uns auf folgenden Satz einigen:
        „Dem realen Staat Israel das Existenzrecht abzusprechen ist nicht per se antisemitisch oder auch nur antijudaistisch, sondern nur, wenn eine entsprechende Argumentation vorliegt. Bei Khan liegt eine solche Argumentation nicht erkennbar vor. Dem jüdischen Volk grundsätzlich eine Staatsgründung zu verweigern, ist antisemitisch oder in inakzeptabler Form antijudaistisch.“
        ist das ok?

    2. @Jonas:

      »Ich werd mit dir jetzt übrigens nicht über diesen Konflikt diskutieren.«

      Ich werde aber trotzdem meine Meinung dazu äußern. Denn mit Deinem Vorwurf mangelnder Geschichtskenntnisse bewegst Du Dich auf sehr dünnem Eis.

      »Und wer die Geschichte Israels kennt (so wie ich) weiß, dass dieser Staat 1948 ohne völkerrechtliche Grundlage per Krieg und Massenvertreibung von Arabern entstanden ist. Die völkerrechtliche Legitimation kam erst im Nachhinein, und zwar über die Köpfe der kolonisierten Araber hinweg.«

      Die völkerrechtliche Grundlage des Staats Israel ist das Völkerbundmandat von 1922. Der UN-Teilungsplan für Palästina von 1947 stellt eine weitere, ebenfalls nicht »nachträglich« zustandegekommene völkerrechtliche Legitimation dar. Der Krieg von 1947/48 kam zustande aufgrund der arabischen Weigerung, eben diese völkerrechtliche Grundlage des Teilungsplans anzuerkennen. Insofern ist Deine Behauptung völlig absurd und Dein Anspruch, »die Geschichte Israels zu kennen«, entsprechend hohl.

      Erst in den Besetzungen des Sechstagekriegs und vor allem in dem Entschluß, das Westjordanland nicht wie den Sinai als politisches Faustpfand zu verwenden, sondern stillschweigend zur Besiedlung freizugeben, wird Israel dauerhaft zum Völkerrechtsverletzer (episodisch bereits in der Suezkrise von 1956).

      Wenn man sich nicht einmal auf diesen Minimalstandard verständigen kann, sollte man sich daher über die Antisemitismusvokabel nicht wundern.

      Ich kann zwar den Wunsch nachvollziehen, die Themenauswahl auf »Geschlechterallerlei« eher restriktiv zu handhaben – andererseits passt der Verweis auf das »Hijab-Girl« in die Rubrik »Moralische Doppelstandards unter SJWs« und ist m. E. insofern thematisch nicht abwegiger als eine Diskussion um den Kölner Silvester.

      (Edit: Link und Typo)

      1. „Die völkerrechtliche Grundlage des Staats Israel ist das Völkerbundmandat von 1922.“

        das ist definitiv falsch. 1922 sieht keinen Staat vor. Die Staatsgründung war nicht einvernehmlich mit GB, verstieß aber auch nicht gegen GBs Willen. GB übergab Palästina der UN. UN arbeiteten den Teilungsplan 47 aus. Der Plan (PLAN!) wurde von arabischer Seite abgelehnt, weil er den Juden überproportional viel und den Arabern zu wenig Land gab. die Zionistische Seite nahm den Plan (einseitig!) an; rief (einseitig!) den Staat Israel aus und erklärte damit den Arabern automatisch den Krieg. Die Zionisien gewannen den Krieg und die Massenvertreibung begann.

        Das was Israel 1967 zum Völkerrechtsbrecher machte; begann also schon 1948. Damit ist Israel rein völkerrechtlich betrachtet illegitim. So wie viele andere Staaten der Welt auch. Nicht besonders also.

      2. Was Du mal eben vergessen hast zu erwähnen, ist, dass dieser Plan in der UN-Vollversammlung in einer Abstimmung mit 33 zu 13 Stimmen angenommen wurde (Resolution 181) und Israel erst ein halbes Jahr später gegründet wurde. D.h. die Staatsgründung hatte sehr wohl eine klare Legitimation.

      3. @Jonas:

        »1922 sieht keinen Staat vor.«

        Das Mandat hat einerseits von einem »National Home for the Jewish People« gesprochen, um den Staatsbegriff zu vermeiden. Andererseits schloss es ausdrücklich auch das Ziel ein, der ansässigen Bevölkerung Hilfestellungen zur Staatsgründung zu leisten – genau darauf haben sich die Palästinenser auch berufen, um britische Unterstützung für einen arabischen Staat Palästina zu fordern. Insofern war die Idee einer eigenständigen Staatlichkeit auch im damaligen Mandat schon enthalten.

        »Der Plan (PLAN!) wurde von arabischer Seite abgelehnt, weil er den Juden überproportional viel und den Arabern zu wenig Land gab. die Zionistische Seite nahm den Plan (einseitig!) an; rief (einseitig!) den Staat Israel aus und erklärte damit den Arabern automatisch den Krieg.«

        Das ist mal ein schönes Beispiel für selektive Wahrnehmung! Die Disproportionalität des Teilungsplans (wovon freilich ein großer Teil auf die Negev-Wüste entfiel) betrifft nur einen Teil der Motive für die Ablehnung. Ein radikaler Teil der Araber wollte nicht nur keinen jüdischen Staat, sondern überhaupt keine jüdische Siedlung in Palästina. Hier kommt die Geschichte des arabischen Antisemitismus vor 1947 ins Spiel, die ideologisch wesentlich durch den Mufti von Jerusalem, Amin el-Husseini, geprägt wurde, der nach seiner Flucht aus Palästina von Berlin aus im originalen Stürmer-Stil gegen das Judentum hetzte.

        Zudem hätte er, wenn Rommel es geschafft hätte, Ägypten und Palästina zu erobern, analog zum ukrainischen Hilfspersonal in den Vernichtungslagern arabisches Personal zur Unterstützung der Judenvernichtung vor Ort durch eine entsprechende Einsatzgruppe (die bereits in Vorbereitung war, als Rommel vor El Alamein stand) rekrutiert und mit Sicherheit auch gefunden. Insofern gibt es nicht nur einen mittelbaren (»Opfer der Opfer«), sondern auch einen unittelbaren Zusammenhang zwischen der nationalsozialistischen Judenvernichtung und dem arabischen Antisemitismus.

        Denn neben den grundsätzlich kompromissbereiten Arabern gab es immer schon auch die Radikalen, die damals wie heute »die Juden ins Meer treiben« wollten. Und das war den jüdischen Zeitgenossen auch bewusst – Husseini wurde nach dem Krieg nur darum nicht der Prozess als Kriegsverbrecher gemacht, weil die Franzosen ihn aus Rücksicht auf die Stimmung in ihrer eigenen Kolonialbevölkerung laufen ließen.

        Insofern kann man Deinen Satz auch andersherum formulieren: es waren die Araber, die den Teilungsplan »einseitig!« abgelehnt haben und die Juden damit zur einseitigen Proklamation zwangen. Denn diese hatten eben erst die Erfahrung gemacht, dass solche Vernichtungsdrohungen nicht nur rhetorisch sind, sondern ganz praktisch umgesetzt werden, und sie hatten über Husseini und die arabischen Radikalen einen nicht nur hypothetischen, sondern ganz konkreten Bezug zum europäischen Holocaust, mit dessen arabischer Fortsetzung sie rationalerweise rechnen musten.

        Man muss diesen Kontext (weil seit längerem bekannt und nachlesbar) schon mutwillig ignorieren, um für 1947 eine Allein- oder Hauptschuld der Juden/Israelis zu unterstellen und selektiv nur auf den Teilungsplan als solchen zu schauen.

      4. @djadmoros

        deine Argumentation lautet zusammengefasst: Die Juden mussten sich in der brenzligen Situation in Palästina nunmal schützen und dieser Schutz war eben durch den jüdischen Staat gewährleistet.

        Das ist soweit richtig. Nur rechtfertigt das nunmal keine einseitigen Staatsgründungen auf Kosten der Mehrheitsbevölkerung, keine Eroberungskriege und Vertreibungen; und schon gar nicht rechtfertigt das, Andersdenkende als „Antisemiten“ abzukanzeln (worum es ja her eigentlich geht). Da könnten die Araber ja mit derselben Masche kommen. Die Zionisten konnten den Mund nicht voll kriegen und wollten unbedingt arabische Gebiete annektieren. Die Großmächte haben diesen Kolonialismus akzeptiert, denn sie haben ja dasselbe in ihren Kolonien/eroberten Gebieten gemacht. Das völkerrechtliche Prinzip des „Selbstbestimmungsrechts der Völker“ gilt zwar theoretisch seit 1918, jedoch waren Araber für die Großmächte anscheinend kein vollwertiges Volk, wahrscheinlich weil sie „unaufgeklärt“ waren oder die Haut zu dunkel war oder weil sie zu viel „Kopftuchpropaganda“ gemacht aben oder sowas 😀 Da kann man dann natürlich ihren Willen schon mal schlicht übergehen. Wären sie und die Zionisten bescheidener vorgegangen, wäre jetzt sicher Frieden.

      5. „Weil sie so erzogen wurden und es richtig so finden.“ Klar, deshalb finden sie auch die Genitalverstümmelung richtig . Mal ganz egal ob es Gott gibt, oder ob Eltern ein Recht haben, ihren Kindern eine Religion aufzuzwingen.

  2. Moin, Ihr Zwei,
    kann es sein, daß Ihr Euch hier in Grundsatzpositionen ereifert, die beide längst in präjudikativen Aspekten gefangen sind, welche Ihr rückwärtsschließend zu Prämissen gestaltet habt?

    Selbstverständlich kann man, nach trockener Theorie, nicht aus dem Existenzrecht eines Staates, resp. dessen Nichtanerkennung direkt auf einen religiösen Hass schließen.
    Im konkreten Fall ist derselbe aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit mindestens als ( mindestens latenter ) Hintergrund anzunehmen, rein pragmatisch betrachtet, was Jonas ja letztendlich auch zähneknirschend indirekt zugibt.

    Die akute Situation in den Palästinenserrestgebieten hat damit allerdings direkt auch erstmal nix zu tun. Obwohl es natürlich auch da ganz praktische Aspekte zu beachten gibt.

    Am seltsamsten finde ich aber die Vorgehensweise eine Diskussion mit der Ansage zu beginnen, dieselbe gerade NICHT zu führen.
    Ich denke, wer sich mit den Methodiken der Geschlechterkriegsführung beschäftigt, sollte derartige Kampfrhetoriken erstens als solche erkennen und bestenfalls einfach nicht nötig haben.

    Genauer habe ich keine Lust den Kurzdisput aufzuschlüsseln, schon allein, weil Eure beiden Kommentare reichlich lang sind und weit aneinander vorbeigehen. Das wäre mir einfach zuviel Aufwand bei zwei Leuten, deren intellektuelle Fähigkeiten, soweit ich sie überhaupt beurteilen kann, hoch genug sind, um vorauszusetzen, daß Ihr selbst reflektieren könnt, wo es hakelt, so Ihr das wollt.

    Notfalls kann ich aber gern den einen oder anderen Punkt en Detail zerpflücken, falls Ihr es allein nicht geregelt bekommt.

  3. In Wirklichkeit ist das Stresslevel unter Trump gar nicht höher sondern niedriger als unter Obama, die Mehrheit der US-Amerikaner scheinen da grecht gelassen:

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