Feminismuskritik heilt Tourette-Syndrom! – Der kuriose Wandel des Shlomo Finkelstein und die gruppenbildende „Anti-SJW-Identität“

Heute hab ich endlich das zwei-stündige Video „Ursachen der Flüchtlingskriminalität“ von den beiden Youtubern ‚Doktorant‘ und ‚Shlomo Finkelstein aka Die Vulgäre Analyse‘ zu Ende geschaut. (ist schon vom 21.07.) Zunächst eine gewisse Einführung in die Thematik und wer die beiden sind:

Doktorant ist das Pseudonym eines anonymen Biologen, der sich insbesondere dadurch hervorgetan hat, dass er mit Youtube-Videos Feminismus, Gendertheorie und Identitätspolitik aus (evolutions-)biologischer und politisch linksliberaler Sicht kritisiert. Er zeichnet sich dabei durch einen betont neutralen, wissenschaftlichen und sehr Statistik-lastigen Stil aus. Dabei schafft er es aber meistens, äußerst geistreich und anschaulich zu argumentieren. Er hält sich mit seinen Urteilen grundsätzlich zurück, wenn ihm die Faktenlage nicht klar ist. Seine Lieblingswörter sind „Daten“ und „anschauen“. Manche seiner Videos haben inhaltlich den Wert von wissenschaftlichen Arbeiten, wie sie im akademischen Bereich Standard sind (bzw. sein sollten). Zum Thema Flüchtlinge und Islam hatte sich Doktorant vor dem Video mit Finkelstein noch nicht geäußert.

Shlomo Finkelstein aka DVAist das Pseudonym eines anonymen Youtubers, dessen Markenzeichen ist, dass er vor allem Islam, Feminismus und „Gutmenschentum“ bzw. „Social Justice Warriors (SJWs)“ in maximal beleidigender Form in den Dreck zieht, Schweinespeck auf dem brennenden Koran grillt, Andersdenkende regelmäßig als wertlose Vollspastis ansieht und inhaltlich auf eher bescheidenem Niveau argumentiert. Dumm ist er nicht, auch kein klassischer Neurechter etc. doch das rhetorische Niedermachen des Andersdenkenden und -glaubenden steht bei ihm definitiv im Vordergrund. Er verkauft sich nicht durch Seriösität und Intellekt sondern; ähnlich wie z.B. Akif Pirinçci; durch exzessiv zur Schau getragene politische Unkorrektheit und massig Fäkalsprache. Wie Pirinçci kommt er mir als wütender gekränkter Narzisst daher. Finkelsteins Lieblingswörter sind „ich“ und „fick“. Seine Videos haben daher einen gewissen Unterhaltungswert (wenn man Tourette-Patienten und Mein Kampf lustig findet, wird man auch mit ihm seinen Spaß haben). Manchmal können sie auch zum kritischen Nachdenken anregen oder sind sehr origineller witziger Spott auf dümmliche Diversity-Ideologen. Doch abgesehen davon sind sie nach wissenschaftlichen Standards wertlos und nach journalistischen Standards meist hochgradig tendenziös. Sie sind oft der Prototyp von dem, was Heiko Maas als „Hatespeech“ verbieten möchte.

Beide Youtuber sind also sehr unterschiedlich. Das einzige, was sie verbindet ist ihre ablehnende Haltung zur Identitätspolitik der „SJW“-Bewegung und insbesondere zum zeitgenössischen Feminismus. Und genau dies hat sie nun zusammengebracht. Beide hatten ein beliebtes Opfer; nämlich den öffentlich-rechtlich finanzierten Youtube-Kanal „Jäger&Sammler“, bei dem auch die völlig verblödete aber um so mehr von sich selbst überzeugte Feministin Suzie Grime und der dusselig-nervige „Antirassismus“-Aktivist Tarik Tesfu zu Wort kommen, dessen Qualität vor allem darin besteht ein schwarzer schwuler Hipster zu sein. Des Weiteren gibt’s da noch Nemi el-Hassan, deren wichtigste Lebenswerke sind, dass sie ein Kopftuch trägt aber trotzdem emanzipiert ist und diskriminiert wird aber trotzdem hübsch lächeln kann und dann noch weitere Gestalten, die ich nicht kenne und wahrscheinlich auch nicht kennen muss. Das Programm soll politische Aufklärung für Jugendliche darstellen, ist aber meist nur oberflächliches Political Correctness und Diversity-Kasperletheater für die Kids. Dieses Youtube-Projekt hat nun – wie das nun mal so ist, wenn man die Leute GEZ-finanziert für dumm verkaufen will – ein großes Problem mit „Hatespeech“ (also anderen Meinungen) und ist daher auf die selbstgerechte Idee gekommen, den bösen Nazis, die sie immer in den sozialen Medien haten eine „Hass-Therapie“ anzubieten. Dafür boten die Neger&Gammler den drei Youtubern, die sie „für den meisten Hass verantwortlich machen“, ein Gespräch in Berlin an, um die Welt endlich ein Stück weit vom grausamen Joch des Meinungspluralismus zu „therapieren“. Diese fiesen Oberhater, die dafür eingeladen wurden, waren nun Doktorant, Shlomo Finkelstein und noch ein Dritter namens Dorian, der hier jetzt keine Rolle spielt.

Das Gespräch kam leider nicht zu Stande. Warum, ist jetzt nicht wichtig. Wichtig ist, dass durch die ganze Aktion der Jäger&Sammler zwei Charaktere zusammenkamen, die kaum zueinander passen und sich unter normalen Umständen wohl eher aus dem Weg gehen würden. Doch diese haben nun bereits drei Videos zusammen gemacht und eines davon ist das oben verlinkte „Ursachen der Flüchtlingskriminialität“. In dieser Youtube-Diskussion zwischen dem Doktorant und Finkelstein geht es um die Frage, ob die häufigen Sexualstraftaten von muslimischen Einwanderern in Deutschland direkt mit dem Islam zu tun haben. Finkelstein meint, „ja“, kann dies aber nicht ausreichend begründen und Doktorant meint „weiß nicht“, weil er keine ausreichende Begründung sieht. Das war’s eigentlich schon. Inhaltlich ist das Video daher nicht so super spannend, auch weil beide bei dem Thema auch nur Zeitungsleser sind. Doch sehenswert ist es aus einem anderen Grund: Weil dort ein kleines Wunder geschehen ist.

Shlomo Finkelstein wurde plötzlich von seinem aufgesetzten Tourette-Syndrom geheilt und konnte während des gesamten zwei-stündigen Videos ganz normal reden. Und das obwohl es in dem Dialog um sein absolutes Lieblingsthema geht; nämlich den kausalen Zusammenhang zwischen Islam und Widerwärtigkeit. Nur ganz selten musste er unbedingt mal „Fick“ sagen (was sollen sonst die Leute denken, schließlich hat er viele Fans zu verlieren) aber ansonsten argumentierte er ruhig und sachlich. Niemand wurde schwer beleidigt, sämtliche Koranexemplare in greifbarer Nähe wurden verschont. Er konnte sogar – aufpassen! – seine eigene islamfeindliche Position in Frage stellen und verschiedene Sichtweisen abwägen. Hammerhart! Und das, obwohl der Doktorant eine Sicht auf muslimische Flüchtlinge offenbarte, die Finkelstein höchstwahrscheinlich als „schwachsinnige naive SJW-Fotzen-Scheiße“ und „Leck-mich-am-Arsch-Islamfaschismus-Fick-Relativierung“ oder dergleichen gelten würde, wenn sie jemand aus dem linken politischen Lager geäußert hätte. Doch nun kann er auf einmal seine penetrant nervige ultra-arrogante „dass ich Recht hab ist absolut klar und wer das nicht einsehen will ist Abschaum“-Attitüde komplett ablegen. Wie kommt das? Spontaner Sinneswandel? Ist Finkelstein kurz vor dem Gespräch Gutmensch geworden? Macht er heimlich ’ne „Hasstherapie“ mit Nemi el-Hassan, die ihn solange anlächelt und ‚Islam ist Frieden‘ sagt, bis er hypnotisiert und zu Tränen gerührt in ihre Arme fällt?

Leider nein; es gibt andere Gründe. Er ist Narzisst. Und die etablierten linken Meinungsmacher, die ihn und seinesgleichen als boshafte Nazi-Ketzer ansehen und mit ihrer aufdringlichen Verlogenheit seinen Geschmack beleidigt haben, haben ihn schwer gekränkt. Und so geht’s vielen. Nur beherrschen sich die meisten halt trotzdem. Aber nicht Finkelstein. Er will Rache. Und die schweren Beleidigungen, mit denen er seine Videos ausschmückt, sind eben nicht einfach nur vulgär-polemische Überspitzung seiner Meinung, sondern sie erfüllen genau diese Funktion. Mit ihnen zahlt er es den politisch-korrekten SJW-Beknackten heim. Aber warum sollte er sich am harmlosen Doktorant rächen? Ich verwette meinen fucking islamophilen Arsch darauf, dass der Dok sogar dann ungefickt geblieben wäre, wenn er explizit gesagt hätte, dass er eine Mitschuld des Islams an der Flüchtlingskriminalität ausschließt. Denn seinen Bruder fickt man eben nicht.

Was lernen wir draus? Je nachdem mit welcher Seite Finkelstein gerade redet, passt er seine Rethorik, seinen Stil und sogar seine Meinung an. Denn nur so ist erklärbar, weshalb sich Finkelstein im Dialog mit Doktorant nicht kämpferisch geben musste. Schließlich musste er sich ja hier nicht mit den verfeindeten SJWs messen, sondern nur mit einem „Gleichgesinnten“ von der anscheinend „eigenen Seite“, der halt nur eine etwas andere Meinung vertritt.

Ferner wurde durch die Aktion „Hasstherapie“ der J&S eine problematische Gruppenidentität geschaffen, die es möglich machte, dass ein lösungsorientierter Wissenschaftler wie Doktorant mit einem islamfeindlichen Schwadroneur wie Finkelstein zusammen Videos zu macht. Beide gehörten nämlich in Folge der unnötigen und eben polarisierenden Auseinandersetzung mit den selbstgerechten Linken von J&S der „Anderen Seite“ an, nämlich dem Lager der „politisch-Unkorrekten“ – den „Anti-SJWs“. Beide saßen im selben Boot. Und als die Bootsfahrt eigentlich zu Ende war, sind sie einfach drin sitzen geblieben und noch mal rausgefahren. Die Tatsache also, dass Doktoant und Finkelstein u.a. die Feminismuskritik teilen und daher vermeintlich eine Gruppe bilden, hat letzteren von den nervösen vulgären Ausfällen seines vorlauten Mundwerks befreit.

Wieso ist mir dieser blöde Finkelstein so wichtig, dass ich so einen langen Artikel darüber schreibe? Weil ich glaube, dass Finkelsteins Lagerdenken ein anschauliches Beispiel für ein tiefliegendes Problem der Anti-SJW-Bewegung ist. Wie harmlos wäre Finkelstein, wenn er sich in all seinen Videos nicht dem entmenschlichten SJW-Zeitgeist gegenübersehen würde, sondern einfach nur gleichrangigen Mitbürgern, die halt eine andere Meinung haben als er? Was wäre, wenn er sich nicht dauernd im destruktiven Lagerdenken des Finkelstein vs. SJW-Modus befinden würde, sondern konsequent im konstruktiven Finkelstein vs. Doktorant-Modus? Es würde garantiert kein Koran gegrillt werden und keine Fotze müsste gefickt werden, weil sie die falsche Meinung vertritt.

Jeder, der das hier liest, fasse sich an bzw. in die eigene Nase und prüfe, wie groß der Finkelstein ist, der in ihm steckt. Denn dieser identitätspolitische Popel ist ein generelles Problem aller, die sich vom herrschenden politisch-korrekten linken Diskurs abgestoßen fühlen. Wie würden wohl unsere Meinungsäußerungen und Argumentationen aussehen, wenn wir uns nicht einem wahnsinnigen quasi-entmenschlichten übermächtigem Feind gegenübersehen würden (z.B. dem Staat, den Medien, dem linken Zeitgeist, Dem „System“ oder der „Islamisierung“), sondern ganz normalen Mitbürgern, die halt einfach eine andere Meinung haben? Man könnte einfach seine Ansichten austauschen, zu einer Lösung kommen oder am Ende einsehen, dass man eh keine Ahnung hat und fertig. Das ganze kann man natürlich leicht weiter spinnen: Pegida-Demonstranten müssten sich keine Volksverräter und Lügenpressen, die das deutsche Volk austauschen wollen, herbei phantasieren, dauerrasende Berserker wie Hadmut Danisch könnten mal ’ne Woche Urlaub nehmen und in sich gehen, bevor sie heißlaufen wie ein MG im Grabenkrieg und WikiMANNia bräuchte sich kein Frauenbild zusammenbasteln, das an nationalsozialistische Rassentheorien erinnert. Sie alle müssten es nur schaffen, sich der Anti-System oder Anti-SJW-Identität zu verweigern. Dann würde es keinen Krieg der Vorwürfe, sondern einen Austausch der Ansichten geben. Selbiges gilt natürlich für die „andere Seite“.

 

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Autor: Jonas

Student der Geistes- und Sozialwissenschaften mit Fokus Nahost

16 Kommentare zu „Feminismuskritik heilt Tourette-Syndrom! – Der kuriose Wandel des Shlomo Finkelstein und die gruppenbildende „Anti-SJW-Identität““

    1. dass ich Danisch als dauerrasenden berserker bezeichne ist nicht besonders abwertend zu verstehen. Es bezieht sich vor allem darauf, dass er massenweise veröffentlicht. er hat einfach eine wahnsinnsenergie wenns darum geht, nachzuweisen dass wir in einem korrupten gender-system oder dergleichen leben und kommt mir dann etwas tendenziös und übereilt daher. ich finde danisch deswegen aber nicht unbedingt schlecht, der gibt auch immer wieder gute hinweise.

      1. Was denn nun?

        Berserker ist kein Schimpfwort? Rassend, gar Dauerrassend auch nicht? Ernsthaft? Willst Du mich verarschen?

        Die haben dem Danisch seinen Beruf zerschossen ! 1!

        Die haben dem Danisch rechtliches Gehör verweigert ! 2 !

        Der Danisch ist meines Wissen einer der GANZ wenigen, die über feministische und Genderveranstaltungen persönlich berichten !3!

        Und Du blöder Ar*** nennst den Mann einen !!!“Dauerrassenden Berseker? !!!“

        Denk mal drüber nach

    2. ein paar beispiele:

      http://www.danisch.de/blog/2017/08/07/der-pluenderungsstaat-rette-sich-wer-kann/

      aus einer ökonomischen schieflage, wird ein plünderungsstaat und ein „systematisches an die wand fahren“ geschustert und das dann noch irgendwie mit flüchtlings- und gleichstellungspolitik und geisteswissenschaften zusammengerührt. ich halte das für panikmache.

      oder der mist hier:
      http://www.danisch.de/blog/2017/08/10/der-informationsmuell-der-tagesschau/

      er stellt interessante weiterführende fragen zu einer studie und tut so als ob die ARD einem „informationsmüll“, „propaganda“ und sonstwas auftischen will, weil sie diese fragen nicht stellt. gehts nicht ne nummer kleiner? nein um gottes willen! schließlich muss man ja nachweisen, dass die ARD böse böse lückenpresse ist, damit man seine anti-system-identität pflegen kann.

      Oder was genau soll uns dieser beitrag hier sagen?
      http://www.danisch.de/blog/2017/08/10/arbeitslose-obdachlose-geringverdiener-alte-kranke-alleinerziehende-studenten-steuerzahlende/

      öh schweinerei, der staat investiert in wohnraum für flüchtlinge und das obwohl der knapp ist! aber nieeeeeeeeeeeemals würde der staat in wohnraum für einheimische sozial schwache gruppen investieren. drecks-system, wer wählt sowas blablabla….

      solche beiträge meine ich, wenn ich davon rede, dass der mal Urlaub machen sollte und anschließend seine intelligenz und seinen Elan konstruktiver und besonnender einsetzen sollte. und der haut halt am laufenden band sowas raus. diese ständigen übereilten und einseitigen betrachtungsweisen machen den unseriös. aber wie gesagt, er macht auch viele gute aufklärende sachen.

      1. Was hast Du denn schon im Gegensatz zu Danisch geleistet?

        Wo kann man Dich kritisieren?

        Es gibt da nix? Glaub ich nicht, Du warst doch sicher schon auf einer Femiveranstalung und hast eine persönlichen Bericht geliefert? So als Held, weißt Du doch auch von ganz persönlichen Begegnungen mit Journalisten zu berichten!?

        Du bist dem Danisch doch voll überlegen …:-)

  1. Einerseits bereitet mir bei Shlomo die Bücherverbrennung auch Bauchschmerzen. Aber ich verstehe sie andererseits als Provokation, die sich nicht mit dem ausgestreckten Mittelfinger aufhält, sondern den auch noch gleich ins Auge steckt.
    Wenn man sich vors noch unversehrte Auge führt, dass der Islam umgekehrt Schriftstellern (z.B. Ruschdie) regelmäßig mit dem Tode droht oder sie gleich erschießt (Charlie), dann bekommt die Verbrennung fast schon etwas poetisches.

    Ich glaube Shlomos Lieblingsschimpfwort ist nicht „fick“, sondern „verfickt“ 🙂
    Im direkten Gespräch in Livestreams ist er soweit ich das mitbekommen habe regelmäßig zurückhaltend mit Beschimpfungen, nicht nur beim Doktorant.

    Solange unsere GEZ Gebühren für sowas wie Shusi Grimm ausgegeben werden finde ich sowohl den Doktorant als auch Shlomi sinnvoll, außerdem ist er unterhaltsam, wie z.B. hier, bei Wieso, weil ich eine Frau bin?

    1. „Aber ich verstehe sie andererseits als Provokation, die sich nicht mit dem ausgestreckten Mittelfinger aufhält, sondern den auch noch gleich ins Auge steckt.“

      ja so seh ich die Koranverbrennung auch. ich denke, es ist sogar weniger eine kampfansage an den islam, sondern eher an die political correctness. deshalb kommt das ja auch in videos vor, die gar nichts mit islam zu tun haben, wie z.B. dem verlinkten. aber ich finde es trotzdem völlig gedankenlos und unverantwortlich.

      „dass der Islam umgekehrt Schriftstellern (z.B. Ruschdie) regelmäßig mit dem Tode droht oder sie gleich erschießt“

      das tut der islam nicht. das tut noch nicht mal der islamismus. natürlich gibt es im modernen Islam einige ernste probleme, aber koran verbrennen wird hier mit sicherheit keine hilfe sein sondern das gegenteil. denn der moderne Islam krankt insbesondere am unterlegenheitsgefühl gegenüber dem Westen und glaubt, dass ihm der westen tendenziell feindlich gegenüber ist. und dann sehen muslime heutzutage sowas und ihr (gar nicht mal so) verqueres weltbild ist bestätigt.

      „Im direkten Gespräch in Livestreams ist er soweit ich das mitbekommen habe regelmäßig zurückhaltend mit Beschimpfungen, nicht nur beim Doktorant.“

      ja weil er da immer mit leuten redet, die er nicht auf der „anderen Seite“ vermutet oder? und gings in diesen Gesprächen auch um Islam?

      „außerdem ist er unterhaltsam, wie z.B. hier, bei Wieso, weil ich eine Frau bin?“

      ja manchmal kann er sehr unterhaltsam sein. aber auch dieses video enthält unnötige unwitzige beleidigungen und ist inhaltlich einseitig.

      1. Der ganze Islamkram ist nicht so mein Thema, das mit den Geschlechtern ist schon heiss/umstritten genug, aber:

        „dass der Islam umgekehrt Schriftstellern (z.B. Ruschdie) regelmäßig mit dem Tode droht oder sie gleich erschießt“
        das tut der islam nicht. das tut noch nicht mal der islamismus.

        Hmm? Gibt es nicht eine Fatwa gegen Salman Ruschdie, die ernst genug genommen wird, dass er immer noch versteckt und unter Schutz lebt? Oder meinst Du es ist falsch von „dem“ Islam zu reden? Da stellt sich die Frage, wie viele Muslime weltweit welche Werte vertreten, wozu „Rechte“ oder Sceptics regelmäßig Statistiken verbreiten.

        ja weil er da immer mit leuten redet, die er nicht auf der „anderen Seite“ vermutet oder?
        Ich kann mich an einen Livestream erinnern mit einem seiner Kritiker, in dem er sicher nicht nett, aber auch nicht beleidigend war.

      2. „Hmm? Gibt es nicht eine Fatwa gegen Salman Ruschdie, die ernst genug genommen wird, dass er immer noch versteckt und unter Schutz lebt? Oder meinst Du es ist falsch von „dem“ Islam zu reden?“

        mir ging es bei salman ruschdie eher um das wort „regelmäßig“.
        tatsächlich gab es hier eine ziemlich große front gegen den autor, mordanschläge, offizelles kopfgeld durch den Iran etc.. aber ich weiß jetzt nicht wie geschlossen die Front tatsächlich war. Irgendwie ist es dazu gekommen, dass Rushdie zum ultimativen Feind des Islams aufgeblasen wurde. Inwiefern dieser hype wirklich mit den islamischen lehren zu tun hatte und nicht vielmehr mit islamistischen „o gott, unsere politische Identität ist in Gefahr!“-Wahn und mit Stimmungsmache durch Khomeini (der sich durch rushdie womöglich persönlich angegriffen fühlte) kann ich nicht beurteilen. auf jeden fall aber ist der Fall Rushdie was ziemlich einzigartiges und nichts regelmäßiges.

        Terroranschläge wie auf charlie hebdo werden von einer kleinen minderheit begangen. sie werden nicht von breiter front unterstützt. selbst islamistische gruppen lehnen sie mehrheitlich ab. der IS hat ein äußerst schlechtes image bei der mehrheit der muslime. und auch auch solche anschläge/terrorgruppen haben nur indirekt eine religiöse legitimiation, denn sie speisen sich in erster linie aus dem vulgär-antiimperialistischen kampf gegen den bösen bösen westen, der immer die armen muslime fertig machen will.
        es handelt sich daher weniger um den Islam, der solche untaten verübt und hexenjagden betreibt, sondern vielmehr um islamisierte moderne verschwörungstheorie. und diese antiwestlichen verschwörungstheorien sind insbesondere im Nahen Osten extrem verbreitet. die beliebteste unter ihnen: der IS und al-qaida sind PR-aktionen der CIA/Israel/Satan mit dem ziel, den islam zu diskreditieren. und ich wette, dass salman rushdie auch zum „agenten der USA“ oder dergleichen erklärt wurde.

      3. mir ging es bei salman ruschdie eher um das wort „regelmäßig“.
        Ok, ich habe zumindest bei einer kurzen Suche jetzt keine Liste gefunden.

        Mir geht es eher um Religion allgemein als Machtinstrument, die sich wunderbar dafür eignet um die Kontrolle zu behalten. Im Vergleich zu dem was ich an Gewaltaufrufen gegen Männer(rechtler) beklage, spielt die Gewalt die durch Religion in der Vergangenheit und heute weltweit ausgeübt wird in einer ganz anderen Liga.
        Und soweit ich das mitbekommen habe spielt der Islam heute regelmäßig um den Spitzenplatz. Die Gewalt die wir hier in Europa erleben ist ja nur ein müder Abklatsch dessen, was z.B. in Indien schon seit Jahrzehnten Alltag ist.
        Sicher, wir hatten hier in Europa durch das Christentum zig Jahre Krieg – gerade deshalb sollten wir aber gelernt haben, das Religion eine Schlechte Idee™ ist (engl: Bad Idea™).

  2. Jeder, der das hier liest, fasse sich an bzw. in die eigene Nase und prüfe, wie groß der Finkelstein ist, der in ihm steckt.
    Berechtigte Prüfung. Aber: wenn mann sich beklagt wird man verspottet. Wenn mann seinen Ärger zum Ausdruck bringt, ist man ein „angry white (old) man“. Wenn mann (zurück-)schimpft, wird man mit Anti-Hass Gesetzen verfolgt, gelöscht, vor Gericht gezerrt.
    Aber Gewaltaufrufe wie gegen James Demore sind voll ok…
    Was bleibt einem denn dann?

    1. „Was bleibt einem denn dann?“

      na trotzdem immer bei der wahrheit bleiben, versuchen die gegenseite zu verstehen und vor allem: seinen ärger nicht gegen diejenigen richten, die nichts dafür können. also z.b. wenn man sich über ein dummen tendenziösen „fritz“-beitrag über „sexismus“ aufregt, muss man dann gleich noch den Koran verbrennen? in welcher Sure steht, dass „sexismus ist, wenn männer mich beim einparken beobachten“?

      1. Bei der Wahrheit bleiben – definitiv.
        Sagt Shlomo (zu Sexismus, Gender, etc. – mein Thema) die Unwahrheit?

        muss man dann gleich noch den Koran verbrennen?
        Das könnte ich jetzt umdrehen und Verstehen für Shlomo einfordern – LOL.
        Versuche nicht mit Bösartigkeit zu erklären, was man auch mit Faulheit erklären kann, in diesem Fall vielleicht: Vorhandenes Theme im Kanal.

        Im Genderbereich die Gegenseite zu verstehen und den Ärger nicht gegen jene richten die nichts dafür können ist ein hehrer Ansatz, ich neige inzwischen mehr zu keine Toleranz für Intoleranz gegenüber weissen, alten Männern. Die Genderseite wird denke ich nicht damit aufhören den Intoleranten zuzujubeln, solange sie keine „Schmerzen“ verspürt – siehe auch https://scheidendegeister.wordpress.com/2017/02/08/was-die-maennerrechtsbewegung-jetzt-tun-sollte-2-teil/comment-page-1/#comment-438

  3. So, und zuletzt, die im vorbeigehen Danisch Kritik finde ich hier zu fehl am Platze – das wäre eher einen eigenen Artikel wert. Bei ihm gäbe es jede Menge zu kritisieren, z.B. habe ich bei ihm den Eindruck, dass er selbstverständlich davon ausgeht dass andere gefälligst passiv kritikfähig sein sollen, egal wie wenig er sich um aktive Kritikfähigkeit bemüht – letzteres hat etwas damit zu tun so zu kritisieren, dass Kritik auch angenommen werden kann…

    Und Danisch ist wohl das krasseste Beispiel eines Besserwessis wo gibt – siehe z.B. http://www.danisch.de/blog/2017/08/07/neues-puzzlestueck-quantenkryptographie/
    wo er erzählt dass er in der Physiknebenfachprüfung dem Physikprof erzählte dass Physiker pfuschen…
    Hat natürlich eine ironische Seite, da Physiker gerne auf Ingenieure herabsehen und denen vorwerfen sie würden pfuschen. Aber indirekt so tun als würden Informatiker niemals „pfuschen“, im Sinne von pragmatische Abkürzungen nehmen, das ist schon ein starkes Stück.

    1. wenn du ein grundsätzliches problem mit Danisch hast und dich mit ihm viel auseinander gesetzt hast, würde ich einen eigenen artikel dazu auf jeden fall sehr begrüßen. schließlich ist er ein ziemlich einflussreicher Blogger in der feminismuskritischen anti-SJW bewegung. wie wärs mit einem gastartikel? 😉

      1. Hmm, ich will mal nichts versprechen. Wenn ich Danisch kritisiere schüttet er mich wahrscheinlich mit dutzenden Artikelen zu, angefangen mit einem für jeden Schreib- über Grammatikfehler… 😀

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