Rastavati und die alltägliche Verneinung von männlichen Leistungen, Bedürfnissen und fehlender Empathie mit dem falschen Geschlecht

Christian hat gerade wieder einen interessanten Artikel aus SpOn gefischt. Dort wischt eine Autorin mal eben mit Ansage alle Statistiken und Zahlen zum Thema Jungenbenachteiligung in der Schule vom Tisch und ersetzt sie durch ihre eigene anekdotische Betrachtung ihrer eigenen Töchter, die dann natürlich viel größere Probleme haben. Die Kommentatoren rücken ruckzuck die Sache ins rechte Licht, aber es wundert mich immer wieder, wieviele einseitige Artikel in unseren „Qualitätsmedien“ problemlos veröffentlicht werden können.

Während ich nun über einen anderen Artikel in SpOn schreibe, haben die Kommentatoren auf SpOn ausnahmsweise anscheinend versagt. Und doch ist der Artikel mal wieder ein Paradebeispiel wie sehr Männer- und hier Väterfeindliche Betrachtungen problemlos abgesondert werden können. 1964 bringt eine weiße Deutsche nach einem One Night Stand mit einem Schwarzen eine Tochter zur Welt. Erst 2012 findet diese mit Hilfe ihrer eigenen Tochter ihren Vater. Ein schöner Artikel über ein spätes Kennenlernen, gespickt mit Anekdoten und natürlich einigen rassistischen Erfahrungen. Die Männerfeindlichkeit erschließt sich mit aller Geballtheit wenn man sich den Artikel mal genauer anschaut. Was ich hiermit tun möchte. Triggerwarnung: Es wird traurig. Spuren von Wut könnten beim Leser hinterlassen werden. Lest ihn Euch am besten erstmal selbst durch.

Helga ist seit einem ONS mit einem Schwarzen alleinerziehende Mutter in den 60ern. Sie weiß vom Vater nicht mal den Namen, er nichts von seinem Glück.

Mit ihrem Temperament eckte Juttas Mutter Helga Nielsen damals überall an, auch bei der Witwe, in deren Villa sie zur Untermiete wohnte. Um nicht samt Tochter auf der Straße zu landen, beschloss die 21-Jährige, ihr Leben in geordnete Bahnen zu lenken.

Was beschließt Helga? Eine Ausbildung, eine eigene Wohnung, einen Beruf? Den unfreiwilligen Vater zu informieren, daß er die Chance bekommt seine Tochter kennenzulernen oder wenigstens seiner Verantwortung (sprich: monatliche Unterhaltszahlung) nachzugehen?

Ein Ehemann musste her. Für eine Alleinerziehende mit dunkelhäutigem Kind keine leichte Aufgabe. Doch sie wurde fündig: Hans, weißblondes gescheiteltes Haar, türmte als Inhaber von Lebensmittel Lüdemann jeden Morgen akkurat seine Südfrüchte zu Pyramiden auf.

Noch jemand, der die tapfere Alleinerziehende ob ihrer schweren Aufgabe bedauert? Ihren pragmatischen Ansatz und ihre geschickte Lösung bewundert? Sicherlich nicht die Vielzahl von Alleinerziehenden, die einen schweren aber eigenverantwortlichen Weg gefunden haben, sich ihren eigenen Lebensentscheidungen zu stellen.

Mit Jutta zog Helga Nielsen in seine Wohnung und wurde, was sie niemals sein wollte: eine Hausfrau. Abends sahen sie gemeinsam die „ZDF Hitparade“, spazierten am Wochenende in Sonntagskleidern durchs Städtchen.

Die arme, vom Patriarchat unterdrückte Frau. Hitparade! Welch perversen Gelüste ihres Mannes sie doch befriedigen mußte. Und das alles für das bisschen Vollversorgung. Prostitution scheint nicht nur im Gegensatz hierzu ein ehrenwertes Geschäft zu sein. Mit handfesten Vorteilen für beide Vertragspartner. Und keine Prostituierte ist gezwungen, sich die Hitparade anzuschauen. Sie hätte sogar sorgen- und kondomfrei Party feiern und rumvögeln können! Man bemerke, von solch lapidaren Dingen wie Liebe ist bisher und auch im folgenden keine Rede. Man kann jedoch aus der Geschichte schließen, dass sie zumindest beim Stiefvater groß war. Neben den typisch toxischen männlichen Eigenschaften wie Verantwortungsübernahme und Opferbereitschaft.

Selbstverständlich sei sie die Mutter, versicherte Helga Nielsen der Tochter, gestand aber auch, wer ihr leiblicher Vater sei: ein Mann aus „Tschömeika“, der „Oin“ heiße und begnadeter Saxofonspieler sei. Sie habe ihn nur einmal in einer Bar mit seiner Rock’n’Roll-Band spielen hören und sei dann noch mit ihm um die Häuser gezogen. Mehr wisse sie auch nicht. Nicht mal seinen Nachnamen.

..und ignoriert das Recht ihres Kindes auf Identität und Wissen um ihren Vater und ihre Abstammung konsequent. Und natürlich die Rechte des leiblichen Vaters. Was kümmert mich mein Fick von vor 10 Jahren?

Der hasste nichts mehr, als von irgendwelchen Leuten auf die Hautfarbe seiner Tochter angesprochen zu werden. Dann brummte er nur, seine Frau habe in der Schwangerschaft eben „zu viel Lakritz gegessen“.
Es waren die frühen Siebzigerjahre. Was „sich gehörte“ und was nicht, war streng geregelt. Ledige Frauen waren „sitzen geblieben“, Verheiratete hatten ihre Männer zu bewirten, Väter stellten die Regeln auf und Kinder keine Fragen.

Er hasste es. Er war wahrscheinlich froh, wenn er auf der Straße auf Bekannte traf, die wußten, daß seine Frau ihm keine Hörner aufgesetzt hat. Aber dieser Aspekt der Siebziger fällt natürlich unter den Tisch. Verheiratete hatten ihre Männer zu bewirten. Insbesondere dann, wenn der Mann das Geld ranschafft wäre das das mindeste. Hätte Helga gleichberechtigt zum Familieneinkommen beigetragen, wäre das im Artikel erwähnt. Goldenes Patriarchat, in der die Väter die Regeln aufstellen. Dumm nur, daß schon in den Siebzigern, im Himmelreich des Patriarchats diese Regeln doch eher den Frauen zugute kommen.

Zu dieser Zeit verdrängten neuartige Supermärkte die kleinen Lebensmittelgeschäfte. Auch der Stiefvater musste seinen Laden schließen und wurde Vertreter für Nylonstrumpfhosen. Seinen Frust ertränkte er im Alkohol und brüllte zu Hause immer öfter herum.

Man bemerkt, weiterhin keine Rede von der Berufstätigkeit des Opfers der Mutter. Seinen für Qualitätsmedienjournalistinnen anscheinend nicht nachvollziehbaren Frust verarbeitete er nicht indem er Frau und Stieftochter sitzen läßt und sich in Indien ein bequemes Leben macht. Indem er einfach nur für sich selbst sorgt. Nein, er macht weiter trotz Frust und wird alkoholkrank.

Mit der Pubertät wuchs die Sehnsucht nach ihrem leiblichen Vater. Gern stellte Jutta ihn sich auf der fernen Karibikinsel vor, pfeifend in einer Hängematte zwischen Palmen – und hoffentlich kein dauerbekiffter Rastafari. Ein paar Mal noch fragte sie ihre Mutter, aber die blockte ab. Irgendwann hörte Jutta auf zu fragen, auch weil sie Angst hatte, ihren zunehmend cholerischen Stiefvater zu kränken.

Ein weiterhin völlig verantwortungslose Haltung auf Seiten der Mutter, die natürlich nicht kritisch hinterfragt wird. Die Erwähnung des im Text ansonsten sehr farblos bleibenden Stiefvaters beschränkt sich auf negative Eigenschaften. Aber was soll er auch sagen? Immerhin war er nicht dabei als sie gezeugt wurde.

Zum Abschied machte ihr der Stiefvater eine kuriose Offenbarung. Er gestand, auch wenn das womöglich etwas hart für sie sei: „Ich bin nicht dein richtiger Vater!“

Der saufende Choleriker, der Hitparadenperverse Stiefvater hat all die Jahre zu seiner Tochter gestanden. So sehr, daß er es fast selbst geglaubt hatte. so sehr, daß er sich anscheinend nie als etwas anderes als ihr richtiger Vater gefühlt hat und ihr nun etwas beichten muß.

Mit bald 50 Jahren dachte sie nur noch selten an ihren Vater: so aussichtslos, ihn jemals zu finden. Ihre Kinder jedoch interessierten sich brennend für den unbekannten Opa, begeisterten sich für Rastafari-Kultur und Reggae, spielten Saxofon oder flochten sich die Haare zu Rastazöpfen.

Ob sie noch an ihren Stiefvater dachte? Ob sich die Kinder auch für ihren echten, ihren Stiefopa interessierten? Wir werden es nicht erfahren, denn dieser Teil der Geschichte um arme Mütter und diskriminierte Farbige ist für die Autorin komplett irrelevant. Schade.

Jutta Weber aber beschlich das gute Gefühl: Ihre Eltern hatten in jener Nacht im Jahr 1963 letztlich alles richtig gemacht.

Nun ja. Sie haben es miteinander getrieben. Ob der leibliche Vater gerne die Chance gehabt hätte, etwas richtig zu machen? Wieviel die Mutter in der Folgezeit richtig gemacht hat?

Es hätte eine schöne Geschichte werden können. Ein Kennenlernen zwischen Vater und Tochter nach 50 Jahren. Eine schwierige Kindheit als Farbige in den spießigen Siebzigern. Aber auch eine romantische Liebe zwischen Mutter und Stiefvater, trotz vielleicht ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten, trotz widriger Umstände, unfreundlichen Zeitgenossen und wirtschaftlichen und gesundheitlichen Problemen. Liebe die auch zwischen der Tochter und ihrem sozialen Vater gedeihen kann. Eine klassische Ende-Gut-alles-gut-Geschichte wie aus einem Frauenroman.

oder wie es ein Kommentator im SpOn-Forum formuliert:

6. Viel zu wenig
wird auf die überragende und selbstlose Lebensleistung des deutschen Stiefvaters eingegangen, der sich der endlosen Lebensaufgabe ein fremdes Kind aufzuziehen in typisch männlicher Selbstaufgabe hingegeben hat. Und das obwohl sie offensichtlich nicht seines sein konnte. Das ist das eigentlich rührende an der Geschichte. Viel zu wenig auf den kaltherzigen Egoismus und die Dummheit der Mutter. Wieso werden solche Geschichten immer so falsch erzählt?

Advertisements

9 Kommentare zu „Rastavati und die alltägliche Verneinung von männlichen Leistungen, Bedürfnissen und fehlender Empathie mit dem falschen Geschlecht“

  1. kann deine kritik überhaupt nicht nachvollziehen und find den artikel auf SpOn gelungen und keineswegs „männerfeindlich“:

    „Was beschließt Helga? Eine Ausbildung, eine eigene Wohnung, einen Beruf? Den unfreiwilligen Vater zu informieren, daß er die Chance bekommt seine Tochter kennenzulernen oder wenigstens seiner Verantwortung (sprich: monatliche Unterhaltszahlung) nachzugehen?“

    wozu denn? was hast du dagegen, dass sie sich einen ehemann sucht um sich von ihm finanzieren zu lassen während sie sich um kind und haushalt kümmert? hast du was gegen hausfrauen und das ernährermodell an sich einzuwenden oder was soll hier der kritikpunkt sein?

    „Den unfreiwilligen Vater zu informieren, daß er die Chance bekommt seine Tochter kennenzulernen oder wenigstens seiner Verantwortung (sprich: monatliche Unterhaltszahlung) nachzugehen?“

    du weißt doch selbst, dass sie den vater nicht kennt, wozu jetzt also diese vorwürfe? außerdem scheint der vater zu dem zeitpunkt ja selbst keinerlei interesse an dem kind zu haben. also bleibt sie eh auf dem kind sitzen.

    „Die arme, vom Patriarchat unterdrückte Frau.“

    sowas wird in dem artikel überhaupt nicht thematisiert. es wird lediglich gesagt, dass sie eigentlich keine hausfrau werden wollte. tja.. ziemlich dumm, wenn sie sich doch dazu entschieden hat. und jetzt? was ist der kritikpunkt?

    „Seinen für Qualitätsmedienjournalistinnen anscheinend nicht nachvollziehbaren Frust“

    meine güte, krieg dich ein. es geht halt nicht um die sorgen und nöte des stiefvaters. das ist schlicht und ergreifend nicht das thema des artikels. und das die autorin den frust dieses mannes nicht nachvollziehen kann, ist doch überhaupt nicht gesagt!

    1. „hast du was gegen hausfrauen und das ernährermodell an sich einzuwenden oder was soll hier der kritikpunkt sein?“

      Nein. Aber es wird als ihr Verdienst geschildert. Es ist seiner. Und wie beschrieben ist es vielleicht einfach schlicht Liebe. Aber im Text kommt nur ihre Opferbereitschaft vor, sich die Hitparade anzuschauen. Wow.

      „es geht halt nicht um die sorgen und nöte des stiefvaters.“

      Genau das stört mich. Oftmals ist Schweigen dröhnend laut, so wie hier. An anderen Stellen unserer Qualitätsmedien geht um die Mädchen, die von Boko Haram entführt wurden. Und dann fehlt da was….

      Der fehlende Teil in der Geschichte wurde von zitierten Spiegelkommentator ganz gut zusammengefasst.

      Und die Sache mit dem Patriarchat wird nicht nur an vielen Stellen implizit, sondern an einer Stelle auch ganz explizit erwähnt:

      „Es waren die frühen Siebzigerjahre. Was „sich gehörte“ und was nicht, war streng geregelt. Ledige Frauen waren „sitzen geblieben“, Verheiratete hatten ihre Männer zu bewirten, Väter stellten die Regeln auf und Kinder keine Fragen.“

      1. „Nein. Aber es wird als ihr Verdienst geschildert. Es ist seiner. Und wie beschrieben ist es vielleicht einfach schlicht Liebe. Aber im Text kommt nur ihre Opferbereitschaft vor, sich die Hitparade anzuschauen. Wow.“

        das kann ich aus dem artikel nicht rauslesen. da steht nichts davon, wer sich nun *mehr* für das kind aufgeopfert hat. diese alberne erwähnung der Hitparade im Artikel reicht mir wirklich nicht als Beweis dafür aus, dass die Autorin das alles als Verdienst der Frau darstellt. Sie redet einfach nicht über dieses Thema weil es nun mal um etwas ganz anderes geht.

        „Genau das stört mich. Oftmals ist Schweigen dröhnend laut, so wie hier. An anderen Stellen unserer Qualitätsmedien geht um die Mädchen, die von Boko Haram entführt wurden. Und dann fehlt da was….“

        Stell dir vor, jemand schreibt einen Artikel über religiöse Aspekte des Syrienkonflikts und dann kommt ein maskulist und bemängelt, dass in diesem artikel nicht explizit erwähnt wird, dass die meisten Opfer dieses Krieges Männer (und nicht Frauen) sind, nur weil der Autor in einem Nebensatz erwähnt, dass es in diesem Krieg zu Vergewaltigungen von Frauen durch Islamisten kommt. Und ziemlich genau dieser jemand bist du gerade, oder?

        „„Es waren die frühen Siebzigerjahre.[…] Kinder keine Fragen.““

        ja stimmt, hier wird das Patriarchatsargument explizit. Diesen Seitenhieb auf das fiese Patriarchat find ich hier auch unangemessen, da dadurch indirekt gesagt wird, dass die Mutter hier nur Opfer vom System und der Stiefvater Mitverschwörer des Patriarchats ist. die Autorin fällt hier auf den klassischen denkfehler rein, dass sie vom Allgemeinen (in den 70ern wurden die Frauen immer voll fertig gemacht…) auf den einzelfall (…und deswegen muss das im Falle der Webers auch so gewesen sein) schließt. aber das ist im artikel trotzdem nur ein seitenhieb, der relativ zusammenhangslos in den artikel eingestreut wurde und ich habe diesen satz weniger gelesen als „und deswegen ist die leistung des stiefvaters nix wert“, sondern ich habe ihn in erster linie gelesen als „und weil das damals alles fiese sexisten waren, waren sie halt auch rassisten und die erziehung war autoritär, weil das hängt ja immer alles voll zusammen“. Ich denke, so war das auch vor allem gemeint. aber trotzdem kann ich an dieser stelle deine Kritik verstehen, denn an dieser stelle wird dem stiefvater wirklich (indirekt) unrecht getan. aber eben auch *nur* an dieser Stelle und die aussage des artikels insgesamt, ist von diesem einzigen Satz keineswegs abhängig. Und als eindeutiger beweis für „Männer- und hier Väterfeindliche Betrachtungen“ reicht mir dieser Satz auch nicht aus, denn es handelt sich hierbei nur um eine kleine plumpe Polemik gegen das Ernährermodell, die leider auf kosten eines Mannes geht.

      2. Nu wird’s drollig. Gerhard schreibt:
        „„Nein. Aber es wird als ihr Verdienst geschildert. Es ist seiner. Und wie beschrieben ist es vielleicht einfach schlicht Liebe. Aber im Text kommt nur ihre Opferbereitschaft vor, sich die Hitparade anzuschauen. Wow.““

        Jonas schreibt:
        „das kann ich aus dem artikel nicht rauslesen. da steht nichts davon, wer sich nun *mehr* für das kind aufgeopfert hat.“

        Ähhmm, Jonas, offenbar kannst Du aus Gerhard’s Kritik auch nicht herauslesen, daß es ( im Artikel, wohlgemerkt ) nicht um die Opferbereitschaft ggü. dem Kind geht, sondern um die Aufopferung der Frau an sich ggü. dem Patriarchat.
        Du erinnerst Dich an die Erklärung dazu, die besagte, daß in den frühen 70ern angebl. die Väter ( als Patriarchen ) die Regeln des Familienlebens aufgestellt hätten? Du weißt noch, daß er ja als saufender, tobender Choleriker geschildert wird?
        Du erkennst also trotzdem nicht den Zusammenhang, welcher impliziert, daß sie ein armes unterdrücktes Mäuschen ist, welches sogar die schreckliche Heck-Show sehen mußte, um ihm keine Gelegenheit zu bieten, zum Hulk zu mutieren?

        Und die soll ihn aus Liebe geheiratet haben? Wohl kaum an dieser Konstellation ablesbar, oder? Es soll damit ganz klar ein „aus Not geborener Pakt mit dem Teufel“ zusammengedichtet werden.

        Gerhard schreibt:
        „Was beschließt Helga? Eine Ausbildung, eine eigene Wohnung, einen Beruf? Den unfreiwilligen Vater zu informieren, daß er die Chance bekommt seine Tochter kennenzulernen oder wenigstens seiner Verantwortung (sprich: monatliche Unterhaltszahlung) nachzugehen?“

        Jonas schreibt:
        „wozu denn? was hast du dagegen, dass sie sich einen ehemann sucht um sich von ihm finanzieren zu lassen während sie sich um kind und haushalt kümmert? hast du was gegen hausfrauen und das ernährermodell an sich einzuwenden oder was soll hier der kritikpunkt sein?“

        Einzig möglicher Kritikpunkt ist, daß Helga Namen und Adresse des Vaters möglw. nicht ermitteln konnte, da begibt sich Gerhard auf wackeligen Boden. Daß sie sich aber nicht auf eigene Füße stellt, merkt er zu Recht an.
        Und was machst Du? Outest Deine Ideologie, die es völlig richtig findet, sich in die Hausfrauenprostitution zu begeben. Was Gerhart gegen diese Einstellung hat, braucht er nicht erklären, denke ich. Soweit ich das recht verstehe, ist Geschlechterallerlei ein Blog, der als Feminismuskritisch betrachtet werden kann, da kann man wohl voraussetzen, daß die Mitleser und -kommentatoren sich zumindest soweit mit der Materie befasst haben, daß sie wissen, was gegen eine solche Mißbrauchsmenthalität einzuwenden ist. Und von einer solchen kann man in dem Fall auch ausgehen, sonst wäre es sinnvoll gewesen, zum Ausdruck zu bringen, daß die Heirat der beiden nichts dem Kind zu tun hätte. Ergo ist es so, wie Du selbst ja schreibst:
        „dass sie sich einen ehemann sucht um sich von ihm finanzieren zu lassen “

        Natürlich darf sie das und ebenso natürlich ist es kein Zeichen von Intelligenz sich für derartiges instrumentalisieren zu lassen. Aber wenn man schon irgendwelche schwarz-weiß-Zuschreibungen anstellt, dann muß hier klar sein, daß sie sich gerade von der Opfer- auf die Täterseite begeben hat, wodurch der Versuch mittels des Hitparadenvergleichs die Rollen umzukehren zur hirnrissigen Absurdität verkommt.
        Ganz nebenbei ist ja auch keineswegs auszuschließen, daß sie den Dieter-Thomas sehen wollte und er deshalb Rücksicht auf sie nahm. Nur kommt der unbedarfte Mitleser bei dieser Darstellungsweise sicherlich kaum auf diesen Dreh. Und warum nicht? Weil er nicht soll!
        Warum Du ein „Ernährermodell“ hier ad hominem einfügst, ist auch klar. Um Dich selbst als vermeintlich „durchaus feminismuskritisch“ hinzustellen. Dummerweise kann das so aber nicht gelingen, da erstens Gerhard nicht das angeführte Modell als solches in’s Spiel gebracht hat, sondern Du.
        Und das im doppelten Umkehrschluss.
        Nach der Methode: Ein Masku hat das klassische Rollenmodell zu verteidigen, kann es also nicht kritisieren.
        Und genau das kann nicht funktionieren. Denn zweitens wird das klassische Ernährermodell von den Feminismuskritikern, besonders in der Variante der Hausfrauenprostitution deutlich häufiger und fundierter kritisiert, als von Feministen.
        Der Kritikpunkt ist also eindeutig: Sie sucht sich einen Sugardaddy! Ist also an Emanzipation nicht im geringsten interessiert.
        ( Ich halte das nicht für ganz sicher, aber das ist hier irrelevant. Der Punkt ist klar und ihn als nicht erkennbar zu hinterfragen entweder ein Zeichen galloppierender Ignoranz, oder eine billige rhetorische Taktik der Gesprächsverzerrung, um den Gegenüber unter negativen Zugzwang zu setzen. )
        Zusammengefasst: Entschließen sich zwei erwachsene Menschen, ein „Ernährermodell“ zu fahren, so ist grundsätzlich davon auszugehen, daß das bei freier Entscheidung beider deren Privatsache ist und fertig.
        Sich einen Sugardaddy zu suchen ist allerdings schon eine sehr fragwürdige Sache.
        Die Frau, die sich auf eine solche solche Suche begibt, dieselbe auch erfolgreich abschließt, dann aber zum Opfer hochzustilisieren, wie es die Autorin des Artikels unzweifelhaft tut, ist schlichtweg eine durch nichts gerechtfertigte Feindbildzuweisung mittels politischem Rollentausch.

        Gerhard schreibt:
        „Die arme, vom Patriarchat unterdrückte Frau.“

        Jonas:
        „sowas wird in dem artikel überhaupt nicht thematisiert. es wird lediglich gesagt, dass sie eigentlich keine hausfrau werden wollte. tja.. ziemlich dumm, wenn sie sich doch dazu entschieden hat. und jetzt? was ist der kritikpunkt?“
        Eigentlich überflüssig zu wiederholen, oder?
        Der ganze Artikel dreht sich um fast nichts anders als „Die arme, vom Patriarchat unterdrückte Frau.“
        Und der dazugehörige Kritikpunkt wurde ja gerade von mir nochmal erläutert.

        Jonas:
        „diese alberne erwähnung der Hitparade im Artikel reicht mir wirklich nicht als Beweis dafür aus, dass die Autorin das alles als Verdienst der Frau darstellt. Sie redet einfach nicht über dieses Thema weil es nun mal um etwas ganz anderes geht.“
        Wie oben erklärt, geht es nicht um einen Vergleich der Verdienste, sondern um die lächerliche Rollenzuweisung als Opfer. Und doch, die Autorin redet über das Thema, sonst hätte sie den Müll mit der Hitparade ja nicht geschrieben. Eben um zu vertuschen, daß es aus vernünftiger Betrachtungsweise um ganz andere Dinge gehen müßte, bspw. um ihre persönlichen Defizite, die die Autorin aber mehr oder weniger subtil dem Stiefvater unterzujubeln versucht. Denn genau über die verliert der Artikel kein einziges direktes Wort. Und das kritisiert Gerhard logischerweise zu Recht.

        „Stell dir vor, jemand schreibt einen Artikel über religiöse Aspekte des Syrienkonflikts und dann kommt ein maskulist und bemängelt, dass in diesem artikel nicht explizit erwähnt wird, dass die meisten Opfer dieses Krieges Männer (und nicht Frauen) sind, nur weil der Autor in einem Nebensatz erwähnt, dass es in diesem Krieg zu Vergewaltigungen von Frauen durch Islamisten kommt. Und ziemlich genau dieser jemand bist du gerade, oder?“

        Nee, Du, Jonas. Gerhard wählte das Beispiel Boko Haram. Und führte an, daß da ( in der Berichterstattung ) etwas fehlt. Und Du versuchst es lächerlich zu machen, indem Du die Vergewaltigung, Folterung, Zerstückelung, Verbrennung von Jungen zum unzulässigen Relativismus erklärst.
        Es geht hier nicht, wie von Dir unterstellt, um zufällige Nebensätze, wie: „Es wurden auch ein paar Frauen vergewaltigt“.
        Es geht um das gezielte Verschweigen von hunderten zu Tode gequälter Kinder, um einen anderen schrecklichen Vorfall zum einzigartigen Skandal hochzustilisieren.
        Nur falls es wer noch nicht wußte: Boko Haram hat über einige Jahre viele hundert Jungen erschossen, zerhackt, bei lebendigem Leibe verbrannt. Davon ist praktisch nichts in der deutschen Medienlandschaft zu finden. Mädchen und Frauen wurden im gleichen Zeitraum meist einfach freigelassen, oder als Dienstboten versklavt. Erst als die Mädchen einer Schule entführt wurden, wurde ein Riesenskandal daraus gestrickt, der in dem Aufruf endete: Bring our Girls back home!
        Der größte Teil der Opfer wurde also weiterhin bewußt und mit üblem Vorsatz unter den Teppich gekehrt.
        Nicht Gerhard relativiert hier ( noch dazu total überzogen ), sondern Du. Einmal zum Thema islamistischer Terror, und zum anderen im direkten Vergleich zum Artikel über Weber’s Buch.

        „die Autorin fällt hier auf den klassischen denkfehler rein, dass sie vom Allgemeinen (in den 70ern wurden die Frauen immer voll fertig gemacht…) auf den einzelfall (…und deswegen muss das im Falle der Webers auch so gewesen sein) schließt.“
        Nicht nur, daß Du hier der Autorin „beschützende Dummheit“ attestierst, sondern auch Dir selbst, finde ich dreist. Dazu formulierst Du ( trotz sauschlechter Rechtschreibung ) einfach zu gut.
        Wären in den 70ern Frauen „immer voll fertig gemacht“ worden, wäre es zulässig, das auch in einem Einzelfall zunächst als am wahrscheinlichsten anzunehmen.
        Kurz gesagt: Du übst Scheinkritik, um im Endeffekt eine Lüge zu verteidigen, indem Du sie zur allgemeinen Wahrheit verklärst, die hier lediglich im Einzelfall nicht ausreichend überprüft wäre.
        Zu Deiner Information:
        Von den 70ern bis heute ist, soweit mir bekannt, kein signifikanter Unterschied in der Durchschnittsintelligenz oder den sozialen Fähigkeiten der Durchschnittsbürger der westlichen Welt festgestellt worden.
        W.h.: Frauen wurden derzeit logischerweise eher seltener „voll fertig gemacht“ als heute, einfach weil es derzeit noch gar keinen Geschlechterkrieg gab in Europa, Feministen wurden i.d.R. als menthale Exoten betrachtet, was i.Ü. sogar für eine höhere soziale Kompetenz des Durchschnitts spricht.

        „aber das ist im artikel trotzdem nur ein seitenhieb, der relativ zusammenhangslos in den artikel eingestreut wurde und ich habe diesen satz weniger gelesen als „und deswegen ist die leistung des stiefvaters nix wert“, sondern ich habe ihn in erster linie gelesen als „und weil das damals alles fiese sexisten waren, waren sie halt auch rassisten und die erziehung war autoritär, weil das hängt ja immer alles voll zusammen“.“

        Grundlage und Seitenhieb sind aber zwei völlig unterschiedliche paar Schuhe, Jonas.
        Zusammenhanglos mit der Realität ja, aber Basis des Artikels, also konkrete Grundlage und kein Seitenhieb.
        „ich habe diesen satz weniger gelesen als „und deswegen ist die leistung des stiefvaters nix wert“, “
        Steht da ja auch gar nicht, sondern: Sie ist Opfer!
        M.a.W.:
        „sondern ich habe ihn in erster linie gelesen als „und weil das damals alles fiese sexisten waren, waren sie halt auch rassisten und die erziehung war autoritär, weil das hängt ja immer alles voll zusammen“. Ich denke, so war das auch vor allem gemeint. aber trotzdem kann ich an dieser stelle deine Kritik verstehen, denn an dieser stelle wird dem stiefvater wirklich (indirekt) unrecht getan. aber eben auch *nur* an dieser Stelle und die aussage des artikels insgesamt, ist von diesem einzigen Satz keineswegs abhängig. “

        Du hast den Satz also schon ganz richtig verstanden, nur sortierst Du ihn irgendwohin, wo er nicht hingehört, nämlich unter „lustige, aber unwichtige Randbemerkung“.
        Nochmal, es geht um die Basis des Artikels, welche den Tenor trägt: Das böse Patriarchat ist Schuld!
        Und nein, das ist keineswegs die einzige Stelle, wo der Stiefvater mindestens durch gezieltes Verschweigen in ein besonders schlechtes Licht gerückt wird. Die Beispiele wurden hier ja schon genannt, Wiederholung ist also überflüssig, weshalb es reicht hier zu betonen, daß diese Unterstellung einfach blödsinnig ist.
        Natürlich hängt ein Artikel von seinen Grundlagen ab!

        „Und als eindeutiger beweis für „Männer- und hier Väterfeindliche Betrachtungen“ reicht mir dieser Satz auch nicht aus, denn es handelt sich hierbei nur um eine kleine plumpe Polemik gegen das Ernährermodell, die leider auf kosten eines Mannes geht.“

        Nun gut, ein einzelner Artikel, der Männer als patriarchale Schweine, Frauen als deren Opfer produziert, ist für Dich nichts weiter als eine „kleine plumpe Polemik“, der nicht zu verübeln ist, daß die Täterin hier zum Unschuldslamm in einer „Täterwelt“ verkehrt wird. Und eigentlich kritisiert die Autorin, Deiner Angabe nach, ja „nur“ das klassische Modell „Er zahlt, sie gehorcht“, nicht wahr?
        Nur, daß das nie „das Modell“ war.
        Nur, daß auch hier nichts darauf hindeutet, daß es so gewesen sein könnte, außer den offenen und unterschwelligen Zuweisungen der Autorin.
        Nur, daß dieses Modell hier gar nicht kritisiert wird, sondern, daß es um nix als eben diese Zuweisungen durch Dritte geht.
        Nur, daß es nicht zufällig „leider auf Kosten eines Mannes“ geht, sondern ganz sorgfältig gezielt und mit billigen Tricks aufgebauscht.
        Nur, daß die einzig mögliche Täterrollenzuweisung mittels absurdester Kapriolen ( auch von Dir, Jonas ) unter den Teppich gekehrt wird. Sie wird nicht mal entkräftet, sondern einfach als „unmöglich ernst zu nehmen“ ignoriert, oder gleich den Männern in die Schuhe geschoben. Nicht einem Mann, allen Männern!
        Gut, für Dich „kein Beweis“ ….

        Okay, meine persönliche Meinung ist, daß man hier niemandem irgendwelche eindeutigen Rollenmuster zuweisen kann, dazu ist die Datenlage einfach viel zu dünn.
        Genau das ist aber leicht erkennbar Zweck des Artikels. Das Ding ist dermaßen polarisierend, daß nur ein Pro o. Contra bestimmter Stereotypen dabei herauskommen kann. Und eben das zeugt in meinen Augen von der Unseriosität dieses Machwerks.
        Tja, Jonas, und Dein Verdienst hier ist es, Dich in diesen Polaritäten dermaßen zu verheddern, daß Du meinst Gerhard pauschal fragen zu müssen, was er denn gegen das „Ernährermodell“ haben könne, noch dazu ohne den Aspekt der freien Entscheidung in Eigenverantwortung überhaupt auch nur anzudenken.
        Ein Modell, das Gerhard hier gar nicht als solches angesprochen hat ( wohl aber den Mißbrauch desselben, auf den Du, Jonas, wiederum mit keiner Silbe eingehst ).

  2. „meine güte, krieg dich ein. es geht halt nicht um die sorgen und nöte des stiefvaters. das ist schlicht und ergreifend nicht das thema des artikels. und das die autorin den frust dieses mannes nicht nachvollziehen kann, ist doch überhaupt nicht gesagt!“
    Doch und nochmal doch! Der SPON-Artikel ist schon von den rhetorischen Propagandatricks her grottenschlecht und durchsichtig.
    Man sieht es an einfachsten an den familien-u. besonders männerfeindlichen Attributierungen, die die Autorin verwendet.
    Anfangs werden die Mutter und ihr Gatte als „die Eltern“ bezeichnet, der Vater aber als „leiblich“ ( diffamierende Attributierung ) angeriffen.
    Als der Gatte angebl. anfängt zu saufen und zu meckern, wird er dann aber doch schnell zum Stiefvater ( in eindeutig negativer Konnotation ) umgestrickt. Und am Ende der Schuss Intersektierertum: Plötzlich ist der Vater dann doch der Vater, aber nur, weil er ja ein „netter PoC“ ist. Ein systematisch unzweideutiger Verlauf.

    Nebenbei scheint die Autorin ihre Ahnungslosigkeit zum Thema 70er aus dem Katalog dümmster Klischees kompensiert zu haben. Jedenfalls scheint mir hier die beliebte Version: „Damals in der Patriarchalen Steinzeit“ zum Einsatz gekommen zu sein.

    Mir drängt sich da die Frage auf, warum in dem Artikel kein Wort darüber verloren wird, ob der Stiefvater den nun offiziell einer war oder nicht. Schon die Verschweigung dessen scheint mir darauf hinzudeuten, daß er das Kind adoptiert hat, diese Tatsache der Autorin aber wohl unpassend erscheint, weil zu positiv. Oder die Mutter hat die absurde deutsche Spezialregelung des „ehelichen Vaters“ in üblicher Form mißbraucht, was aber heute so bekannt ist, daß es auch lieber verschwiegen wird.

    Und warum wußte der Stiefvater scheinbar jahrelang nicht, daß das Kind längst informiert war, daß „der blonde Hans“ ( in dem Kontext auch nicht gerade ein Lob ) nicht sein Vater ist? Aber das zu klären hätte ja einen Schatten auf die Mutter werfen können, nicht wahr?

    Nee, da würde ich lieber nochmal in „Roots“ nach Kunta Kinte forschen, als mir das Buch von Frau Weber zuzulegen, obwohl es wahrscheinlich kürzer, weniger komplex und somit flüssiger zu lesen sein dürfte. Kann natürlich sein, daß ich damit J. Weber Unrecht tue, aber die Rezension ist abschreckend, inhaltlich wie rhetorisch.

  3. „Schon die Verschweigung dessen scheint mir darauf hinzudeuten, daß er das Kind adoptiert hat, diese Tatsache der Autorin aber wohl unpassend erscheint, weil zu positiv. Oder die Mutter hat die absurde deutsche Spezialregelung des „ehelichen Vaters“ in üblicher Form mißbraucht, was aber heute so bekannt ist, daß es auch lieber verschwiegen wird.“

    ooooder, dies ist alles unwichtig, weil es nicht thema des artikels ist und der stiefvater nur ne randfigur ist.

    „blonder hans“, „leiblicher vater“ und „Stiefvater“ sind diffamierende Attributierungen? na bei dir hat die PC-Welle ja fruchtbaren Boden begossen.

    der Vorwurf der „rhetorischen Propagandatricks“ ist einfach nur unfair oder zumindest richtig dumm. hier wird nicht propaganda gemacht. was im artikel aller höchstens gemacht wird, ist unterschwellig und unbewusst die wahrheit zu verzerren (und soweit ich das sehe, wird auch das nicht gemacht). aber propagandatricks werden grundsätzlich nur absichtlich angewandt.

    „Und am Ende der Schuss Intersektierertum: Plötzlich ist der Vater dann doch der Vater, aber nur, weil er ja ein „netter PoC“ ist.“

    nein. an keiner stelle wird der leibliche vater wegen seiner hautfarbe aufgewertet. dass er hier „vater“ genannt wird, liegt daran, dass es nun nicht mehr notwendig ist, ihn vom stiefvater abzugrenzen.

    ich hab ehrlich gesagt den deutlichen eindruck, du willst nicht den artikel verstehen, sondern du willst nur unbedingt nachweisen, dass er total „männerfeindlich“ ist, damit leute wie du und Gerhard sich über die fiesen leitmedien ausheulen können. ich hab auch nen problem mit einseitigen massenmedien, die ständig auf jeden neuen femi-trend aus Amerika reinfallen und mit vorliebe die wahrheit verzerren um männer für irgendwas anzuklagen. aber man kann mit solcher kritik auch echt übers ziel hinaus schießen.

    1. Och Jonas,
      das ist ja ne hünsche Strohpuppenfamilie, die Du da aufbaust, um vom Inhalt meines Kommentars abzulenken.
      Oder hast Du ihn wirklich nullkommagarnicht verstanden?

      Ich tranchiere Deine Erwiderung mal ein wenig:

      „„Schon die Verschweigung dessen scheint mir darauf hinzudeuten, daß er das Kind adoptiert hat, diese Tatsache der Autorin aber wohl unpassend erscheint, weil zu positiv. Oder die Mutter hat die absurde deutsche Spezialregelung des „ehelichen Vaters“ in üblicher Form mißbraucht, was aber heute so bekannt ist, daß es auch lieber verschwiegen wird.“

      ooooder, dies ist alles unwichtig, weil es nicht thema des artikels ist und der stiefvater nur ne randfigur ist.“

      … ooooder eben gerade nicht, denn er ist einer der drei wichtigen Funktionsträger in dieser Menagerie, schon vergessen? Die Übernahme der Rolle als direkte männliche Bezugsperson ist für das Kind total nebensächlich, Deiner Meinung nach? Und deshalb ist es auch egal, ihn ausschließlich negativ darzustellen? Sicherlich „nur unterschwellig“, die arme Schreiberine kann ja nix für ihre psychosozialen Defizite, nicht wahr?

      Nur falls Du es noch nicht erkannt hast, es geht in diesem Artikel, oder zumindest in dem Buch von Weber, ganz zentral um die Vaterrolle und Probleme, die auftreten, wenn dieselbe nicht in halbwegs normaler Form ggü. dem Kind ausgeübt wird, warum auch immer.

      „„blonder hans“, „leiblicher vater“ und „Stiefvater“ sind diffamierende Attributierungen? na bei dir hat die PC-Welle ja fruchtbaren Boden begossen.“

      Häh? Was ein Attribut ist, wann man es notwendigerweise verwendet und wann es zur Beschimpfung wird, sollte man schon wisen, wenn man dazu kritisch Stellung nehmen möchte, Jonas.
      „blonder Hans“, genauer „weißblonder Hans“, ist logischerweise keine Attributierung, sondern ein komplettes Klischeebild, welches in sich als „links“ und feministisch empfindenden Kreisen großteils mit „Bio-Deutscher“, „Arier“, „Nazi“ assoziiert wird, ergo im Umkehrschluss ( müßte hier eigentlich Rückprojektion heißen ) „frauenfeindlich“. Oder meinst Du, daß die Autorin hier in wirklich wahrer Wirklichkeit nur unterschwellig ihre Vorliebe für Hans Albers zum Ausdruck bringen wollte?

      „leiblicher Vater“ ist eine glasklare diffamierende Attributierung, was schon daran deutlich wird, daß sie bestenfalls völlig überflüssig ist. Überflüssige Attributierungen dienen i.d.R. nämlich nur einem Zweck, nämlich der ( meist emotionalen ) Wertung, egal ob positiv, o. negativ. Z.B.: „der schöne Sommerabend“ o. „das hässliche Entlein“.
      Was wird dem Vater hier wertend angehängt? Das er ja nur leiblich wäre, aber kein Vater.
      Denn zu welchem Zweck sind Attribute denn sinnvoll notwendig?
      Z.B. um Surrogate zu bezeichnen.
      Stiefvater z.B., meinst Du von mir als diffamierende Attributierung wahrgenommen zu haben.
      Du merkst vermutlich noch nicht mal, daß Du damit voll auf den Propagandatrick hereingefallen bist und selbst Vater und Stiefvater auf eine Ebene stellst, ja sogar meinst, ich hätte angeprangert, daß dem Stiefvater mit der korrekten Bezeichung irgendwie Unrecht geschehen wähe, stimmt’s?
      Tja, voll daneben, Jonas, Stiefväter sind nämlich nicht Väter, sondern werden lediglich mangels exakten Begriffs mit Vätern als ungefähr ähnlich eingeordnet und deshalb mit dem zutreffenden Attribut versehen, um sie von den Vätern abzugrenzen. Da ist nix diffamierendes dabei, denn die Mutter aller Kanonen ist keine Mutter, die Väter des Grundgesetzes sind kein Väter und Herbergseltern keine Eltern.

      Ein Vater hingegen ist immer leiblich, es gibt weder chemische, noch mechanische, noch ätherische Väter, sondern einfach nur Väter.
      Indem Du sie unnötig attributierst, stellst Du sie wertend auf die Ebene von Surrogaten.
      Du selbst hast es gerade in umgekehrter Richtung bewiesen, indem Du den Stiefvater zum „Vater auf Augenhöhe“ erhoben hast, der aber durch das Attribut „Stief“ ganz klar als Nichtvater gekennzeichnet ist.
      Würdest Du mit einer Mutter genau so verfahren?
      Übrigens bist Du nicht allein mit Deiner Sprachunkenntnis, Gerichte, Jugendämter und drumherum angelagerte Drittleister reden auch fast durchgehend von KV, KM, KE, u.s.w., was die gleichen Bedingungen aus den gleichen Gründen erfüllt.
      Ganz nebenbei folgst Du auch der Mode ( die ich widerlich finde ), das generische Neutrum in der Umgangssprache verschwinden zu lassen: “ … ich hab auch nen problem …“. „Einen Problem“ gibt es nicht, „’n Problem“ wäre richtig. Ich weiß ja, daß heutzutage rein nach Gehör zu schreiben sehr beliebt ist. Sonderlich kommunikationsfördernd ist das aber nicht, besonders wenn das Gehör nicht so richtig ausgebildet ist.

      Die PC-Welle, Väter unkritisch als maximal Ersatzfiguren wahrzunehmen, scheint also wohl eher über Dich hineggespült zu sein. Ergo, auch dieser Vorwurf fällt unter Umkehrprojektion.

      „der Vorwurf der „rhetorischen Propagandatricks“ ist einfach nur unfair oder zumindest richtig dumm. “
      Warum? Weil er Dir unangenehm ist? Wäre es angenehmer wenn Du ihn als Intelligenzleistung wahrnehmen könntest? Sich die Hand vor die Augen zu halten und zu sagen: „Ich sehe nix, also kann da auch nix sein“, ist aber auch nicht gerade Ausbund genialer Schlauheit.
      Es wäre noch nicht einmal unfair und dumm, wenn ich unfaire und dumme rhetorische Propagandatricks als unfair und dumm bezeichne. Aber auch das habe ich nicht gemacht. Sondern sie lediglich als Propagandatricks markiert, was sie ja nun auch sind. Daraufhin sich unsubstanziert in Beschimpfungen zurückzuziehen ist unfair und dumm.
      Denn es belegt Argumentlosigkeit.

      „was im artikel aller höchstens gemacht wird, ist unterschwellig und unbewusst die wahrheit zu verzerren (und soweit ich das sehe, wird auch das nicht gemacht)“
      Ach sooo, die Autorin genießt Welpenschutz, es wurde ihr also gar nicht bewußt, daß sie Müll produziert. Aber halt, im Klammern gibst Du dann doch schnell noch zu, daß das daran liegt, daß Du selbst die dumme Anmache gar nicht gesehen hast. Na, dann frage ich mich, wie Du sie dann bewerten zu können meinst.
      Und verfällst sofort wieder in Umkehrschlüssigkeit:
      „aber propagandatricks werden grundsätzlich nur absichtlich angewandt.“
      Also, weil Du meinst, daß Du von nix ’ne Ahnung hast, kann das auch gar nicht beabsichtigt gewesen sein. Was Du nicht erkennst, ist keine Propaganda, sondern maximal ein Versehen, hmmm?

      „„Und am Ende der Schuss Intersektierertum: Plötzlich ist der Vater dann doch der Vater, aber nur, weil er ja ein „netter PoC“ ist.“

      nein. an keiner stelle wird der leibliche vater wegen seiner hautfarbe aufgewertet. dass er hier „vater“ genannt wird, liegt daran, dass es nun nicht mehr notwendig ist, ihn vom stiefvater abzugrenzen. “

      Dohoch! Der Vater wird eindeutig erst zum Schluss Vater genannt, da gibt es nix dran zu bestreiten. Das hat mit der Nichtnotwendigkeit ihn dem Stiefvater als (un)gleich zu setzen, höchstens in umgekehrter Reihenfolge zu tun, Du fällst schon wieder auf den hier relevanten Propagandatrick herein. Zunächst wurde er per Attributierung bestenfalls gleichgesetzt, tatsächlich sogar herabgewürdigt, als lediglich „leiblicher“ ggü. „den Eltern“ ( falsch, da der Stiefvater eben kein Elternteil ist ). Am Ende wird die Zuschreibung umgekehrt, der Vater als Vater, der Stiefvater als Stiefvater bezeichnet ( was ja insofern korrekt ist ), aber eindeutig nur, weil er mit dem „netten Neger“ ( Musiker, somit Künstler, Buchhalter, locker, relaxed) konnotiert wird, nicht mit dem „versoffenen Weißen“ ( säuft, brüllt herum, ist zu nix nütze, akribisch, cholerisch ).
      Jetzt ( ! ) wird er abgegrenzt und zwar ohne nennenswerte Substanz. Vorher wurde er erhöht, nämlich als mindestens gleichwertig mit dem Vater. Als es um die „normative Beschreibung“ der Rolle ging.

      Das ist für Menschen, die sich ein paar Jahre lang intensiv mit den rhetorischen Taktiken der Gegner der normalen Vaterrolle befassen, m.E. eine oft gelesene und leicht erkennbare Formulierungsweise.
      Natürlich ist es so, daß es von Anfang an absolut notwendig und auch gerechtfertigt wäre Vater und Stiefvater eindeutig von einander abzugrenzen, nämlich als Vater und Stiefvater, resp. Ehemann der Mutter ( also prinzipiell zwischen Original und Surrogat zu unterscheiden ), aber genau das wurde nicht gemacht, resp. erst, als es für die gewünschte Rollenzuschreibung nützlich war. Also bestenfalls nach romatischen Wunschvorstellungen, nicht jedoch aus Sicht der besten Interessen des Kindes, oder wenigsten eindeutiger sprachlicher Zusammenhänge..

      „ich hab ehrlich gesagt den deutlichen eindruck, du willst nicht den artikel verstehen, sondern du willst nur unbedingt nachweisen, dass er total „männerfeindlich“ ist, damit leute wie du und Gerhard sich über die fiesen leitmedien ausheulen können.“

      Tja, mein lieber Jonas, hier geht es schließlich nur noch um Deine Wunschvorstellungen. Aber okay, kommentiere ich auch, warum denn nicht?
      Was ich will, oder auch nicht, kannst Du frühestens kommentieren, wenn Du davon irgendetwas weißt, was hier ganz sicher nicht der Fall ist, wie eben gerade dargelegt. Noch nicht, denn ich sage es Dir jetzt: Ich will hier ein paar gravierende Irrtümer Deinerseits korrigieren, die nebenbei auch noch recht aufschlussreich sind.

      Den Artikel verstehe ich ungefähr so, wie oben schon beschrieben, nämlich als Buchrezension, die aus einem ziemlich parteiischen Blickwinkel vorgenommen wurde. Ich habe zwar Verständnis dafür, daß Du das nicht nachvollziehen kannst, es verwundert mich auch nicht, da Du deine Scheuklappen recht gut erkennbar mitbeschreibst, aber eben drum macht es m.E. Sinn ein paar Anmerkungen aus etwas differenzierterer Sicht dazu zu machen. Nicht zuletzt denke ich dabei immer auch ein wenig an weitere Mitleser.

      Von Männerfeindlichkeit habe ich bis jetzt noch kein einziges Wort geschrieben, so what?
      Mir ging es um die gezielte ( wenn auch wohl zum Teil tatsächlich unterschwellige ) Diffamierung von Eltern durch taktisch angewandte sprachliche Verzerrungen. Noch dazu unter Beimengung von irgendwelchen „Rechts-Links-Klischees“ u. Rassismusanspielungen. Etwas womit „wir pösen Maskus“ – und am meisten wohl entsorgte Väter – täglich gewohnheitsmäßig zu tun haben. Und ja, es wird in diesem Text nicht deutlich, aber auch Männerfeindlichkeit wird mit den gleichen Mitteln von den gleichen Leuten transportiert. Kurz: hier bist Du – quasi präventiv – über’s Ziel hinausgeschossen.
      Was Du unter „Leuten wie ich und Gerhard“ verstehst, erkläre doch bitte mal ein wenig genauer, bis jetzt sehe ich da bei Dir noch keine brauchbare Kategorisierung.
      Hat Gerhard sich über „fiese Leidmedien“ ausgeheuelt? Ich schaue gleich noch mal nach.
      Habe ich irgendetwas zur Medienproblematik ( die es ja tatsächlich gibt ) geschrieben? Nö! Null! Nada! Nothing! Sorry, Jonas, aber wo hast Du das halluziniert?

      Soweit ich mich erinnere, sagte ich im Schlusssatz meines ersten Kommentars, daß ich die Rezension so scheiße finde, daß ich das Buch ( selbst wenn ich ein Budget für Literatur hätte, was nicht der Fall ist ) nicht kaufen würde.
      Wodurch ich weder das Buch, noch das den Artikel verbreitende Medium angegriffen habe, sondern lediglich die Autorin des m.E. grottenschlechten Artikels.
      Aber – und das gebe ich gern zu – SPON ist für jede Menge völlig feminismusunkritische Veröffentlichungen bekannt. Genug ausgeheult.

      Kann ich sonst noch was für Dich tun?

      1. „… ooooder eben gerade nicht, denn er ist einer der drei wichtigen Funktionsträger in dieser Menagerie, schon vergessen?“

        ja, er ist ein wichtiger funktionsträger in der familie, aber es geht im artikel trotzdem nicht darum, zu würdigen/abzuwerten was er alles geleistet/nicht geleistet hat, sondern es geht um ein schwarzes Kind in einer weißen gesellschaft, das seinen leiblichen vater sucht.

        und während die femi.. äh.. maskulistische Sprachpolizei noch auf mich eindrischt, weil ich nicht einsehe, dass „leiblicher vater“ diffamierend ist, kommt auch noch Fietes persönliche Duden-Eingreiftruppe und verpasst mir zwei Strafzettel weil ich „diffamierende Attributierungen“ statt nur „Diffamierungen“ gesagt habe und weil ich obendrein auch noch „nen“ sage. Wenn du dann auch noch meinen nachlässigen Umgang mit großbuchstaben anprangert hättest, dann wär ich sofort überzeugt gewesen, dass der SpOn-artikel offensichtliche misandrine Propaganda ist. aber das hast du leider versäumt; also müssen wir uns wohl weiter mit dieser nervigen erfindung namens „Argument“ rumschlagen. Steht das Wort in deinem Duden? schau mal gleich nach!

        „„weißblonder Hans“, ist logischerweise keine Attributierung, sondern ein komplettes Klischeebild, welches in sich als „links“ und feministisch empfindenden Kreisen großteils mit „Bio-Deutscher“, „Arier“, „Nazi“ assoziiert wird, ergo im Umkehrschluss ( müßte hier eigentlich Rückprojektion heißen ) „frauenfeindlich““

        nein. das ist nur DEINE krumme interpretation. und die wird im artikel nicht nahegelegt. es wird einfach nur erwähnt, dass der Mann weißblond ist, mehr nicht. aber allein die bloße erwähnung dieses wortes lässt bei sprachpolizisten wie dir die alarmglocken läuten und die wildesten assoziationen frei werden. lächerlich.

        „Was wird dem Vater hier wertend angehängt? Das er ja nur leiblich wäre, aber kein Vater.“

        ein leiblicher Vater ist ein Vater, so wie ein schöner Sommerabend ein Sommerabend ist und ein hässliches Entlein ein Entlein ist. nur mit dem unterschied, dass „leiblich“ nicht wertend, sondern beschreibend ist. Leiblich heißt „vom Körper kommend“ und spielt auf den Samen des Mannes an. Das Wort verwendet man in Abgrenzung zum Stiefvater. Soweit mein Duden. Was sagt deiner?

        „Stiefvater z.B., meinst Du von mir als diffamierende Attributierung wahrgenommen zu haben.“

        ja hab ich, weil du gesagt hast: „Stiefvater ( in eindeutig negativer Konnotation )“

        „selbst Vater und Stiefvater auf eine Ebene stellst“

        nein über sowas habe ich keine aussagen getroffen.

        „Stiefväter sind nämlich nicht Väter, sondern werden lediglich mangels exakten Begriffs mit Vätern als ungefähr ähnlich eingeordnet und deshalb mit dem zutreffenden Attribut versehen, um sie von den Vätern abzugrenzen.“

        ja kann man so sagen. und nichts gegenteiliges habe ich jemals behauptet.

        „Indem Du sie unnötig attributierst, stellst Du sie wertend auf die Ebene von Surrogaten.
        […]
        Übrigens bist Du nicht allein mit Deiner Sprachunkenntnis, Gerichte, Jugendämter und drumherum angelagerte Drittleister reden auch fast durchgehend von KV, KM, KE, u.s.w., was die gleichen Bedingungen aus den gleichen Gründen erfüllt.“

        nichts dergleichen habe ich gemacht. mir ist unklar, wie du darauf kommst. Fiete, ich bin nicht derjenige, der dir deine Kinder weggenommen hat. deine Wut richtet sich bei mir gegen den falschen.

        „„aber propagandatricks werden grundsätzlich nur absichtlich angewandt.“
        Also, weil Du meinst, daß Du von nix ’ne Ahnung hast, kann das auch gar nicht beabsichtigt gewesen sein. Was Du nicht erkennst, ist keine Propaganda, sondern maximal ein Versehen, hmmm?“

        es gibt aus meiner sicht keine vernünftigen gründe um der autorin absichtliche wahrheitsverzerrung zulasten des leiblichen oder des Stiefvaters vorzuwerfen. und du schaffst das auch nicht. das ist deshalb so dumm und unfair, weil es sich grundsätzlich nicht gehört, jemandem der (angeblich) fehler macht gleich „propaganda“ vor zu werfen. anstatt über angebliche „propaganda“ zu zetern, sag doch einfach ganz ruhig und sachlich, dass deiner meinung nach die autorin da und da diesen und jenen fehler macht und wenn die fehler so gravierend und offensichtlich in bösartiger absicht sind, kannst du immer noch von propaganda reden.

        „Am Ende wird die Zuschreibung umgekehrt, der Vater als Vater, der Stiefvater als Stiefvater bezeichnet ( was ja insofern korrekt ist ), aber eindeutig nur, weil er mit dem „netten Neger“ ( Musiker, somit Künstler, Buchhalter, locker, relaxed) konnotiert wird, nicht mit dem „versoffenen Weißen“ ( säuft, brüllt herum, ist zu nix nütze, akribisch, cholerisch ).“

        woher du dieses „eindeutig“ nimmst ist völlig schleierhaft. es handelt sich hier wieder nur um deine assoziationen. der schwarze ist in der story ein sypathieträger. na und? der stiefvater eher nicht, weil er anscheinend schwere persönliche makel hat. tja, wenns halt so ist? was ist hier dein problem?
        „Vater“, „Stiefvater“ und „leiblicher Vater“ sind alles korrekte wertfreie Begriffe, die je nach Situation angewandt werden um dem Leser immer eindeutig zu vermitteln von welchem der beiden Männer gerade die Rede ist. Die Begriffe werden im artikel nie wertend benutzt. die autorin hat halt keine rücksicht darauf genommen, dass du diese begriffe als wertende begriffe auffasst. warum sollte sie auch?

        „Man sieht es an einfachsten an den familien-u. besonders männerfeindlichen Attributierungen, die die Autorin verwendet.“

        „Von Männerfeindlichkeit habe ich bis jetzt noch kein einziges Wort geschrieben“

        nächstes thema.

        „Was Du unter „Leuten wie ich und Gerhard“ verstehst, erkläre doch bitte mal ein wenig genauer, bis jetzt sehe ich da bei Dir noch keine brauchbare Kategorisierung.“

        na halt leute, die überall „männerfeindlichkeit“ und „propaganda“ sehen wollen und bei bestimmten themen all zu gerne mit maximalvorwürfen kommen und in grundlose raserei verfallen. mein eindruck hat sich aber nicht bestätigt, weil Gerhard sachlicher argumentiert als du.

        „Habe ich irgendetwas zur Medienproblematik ( die es ja tatsächlich gibt ) geschrieben? Nö! Null! Nada! Nothing! Sorry, Jonas, aber wo hast Du das halluziniert?“

        wer bei lapalien wie diesem artikel gleich mit „propagandatricks“ kommt, bei dem ist erfahrungsgemäß die allgemeine verurteilung der leitmedien nicht weit entfernt. aber vielleicht lag ich ja auch falsch. es war nur eine einschätzung. freut mich, dass du nicht mit billigen verallgemeinerungen über „lügenpresse“ oder dergleichen kommst.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s