Kurznachrichten vom 20.05.2017

1: Eine 32-Jährige ehemalige Pädagogikstudentin wurde gestern vom Landgericht München I verurteilt, weil sie vor fast 9 Jahren ihren Freund beim von ihm erwarteten Liebesspiel mit einer Handkreissäge durch Schnitte in den Brustkorb und die Halsschlagader getötet hat. Ihr Freund war zu dem Zeitpunkt gefesselt und konnte aufgrund einer aufgesetzten, abgeklebten Taucherbrille nichts sehen. Die Strafe: Zwölfeinhalb Jahre Gefängnis wegen Totschlags.

Das Gericht konnte jedoch Mordmerkmale wie Heimtücke oder niedrige Beweggründe nicht erkennen.

Totschlag, das bedeutet: im Affekt, d.h. unkontrolliert und spontan. Das kann ich gut verstehen. Wer von uns hat nicht eine ans Stromnetz angeschlossene Handkreissäge griffbereit neben dem Bett liegen für spontane Sexspielchen oder Gewaltorgien?

Man stelle sich vor, wenn ein Mann seine Freundin auf diese Weise umgebracht hätte. Unter „Monster“, den man bis ans Lebensende einsperren muss, wäre er nicht weggekommen in unserer Presse. Ob das als Mord zu werten wäre, wäre nicht mal ansatzweise eine Frage.

2: Die schwedische Generalstaatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange ein. Seit fast fünf Jahren sitzt er deswegen in der ecuadorianischen Botschaft in London fest. Eigentlicher Hintergrund ist ein Auslieferungsgesuch der USA wegen Geheimnisverrats.

3: Frauke Petry hat ihr Kind bekommen, einen Sohn namens Ferdinand. Die Reaktion der toleranten Menschenfreunde auf Twitter war gewohnt empathisch:

4: Wieder einmal gab es sexuelle Übergriffe in einem linken Kulturzentrum, diesmal dem Epplehaus in Tübingen. Unter den Tätern sollen auch mehrere Schwarze gewesen sein.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) griff den Post der Fachschaft auf und schrieb auf seiner Facebook-Seite: „Was ist los im Epple?“ Zudem ermutigte er Opfer der Tatnacht, sich bei ihm zu melden und ihre Erlebnisse zu schildern. Das wollten die Fachschaftsvertreter nicht auf sich sitzen lassen: „Wir tolerieren es nicht, daß unsere Stellungnahme von Oberbürgermeister Boris Palmer und anderen Kommentierenden für politische und rassistische Zwecke mißbraucht wird.“ Dadurch werde das eigentliche Problem, nämlich der Sexismus, in den Hintergrund gedrängt.

Wie immer bei den Politkorrekten: Hat alles nichts mit Herkunft und Sozialisation zu tun. Männer generell sind einfach scheiße.

Boris Palmer veröffentlichte daraufhin einen Erlebnisbericht einer Besucherin, die auch auf die Veränderung des Klimas in Tübingen in den letzten Jahren hinweist.

Das einst friedliche Studentendörfchen in dem ich zu jeder Tages-und Nachtzeit mal mit einer, mal mit drei Weinschorlen intus heimgelaufen bin, hat sich zu einer Gefahrenzone entwickelt. Aufgrund von Verfolgungen, Übergriffen und Anmachen wird mein Alltag mittlerweile von anderen Menschen überdeterminiert, sprich wie ich wann wo wie gekleidet rumlaufe. Mein einst humanistischer Grundgedanke hat sich aufgrund von wiederholten Handlungen eines gewissen Phänotyps in ein Vermeidungsverhalten entwickelt.

Man kann natürlich auch die Augen vor alledem verschließen und das als „rassistische Hetze“ abtun. Aber wenn das so weiter geht, werden nicht nur die Frauen die Gearschten sein, sondern auch die Männer, die hier im Westen nicht nur durch 50 Jahre Emanzipation ganz anders sozialisiert wurden, ihre Lektion gelernt haben und damit deutlich zivilisierter sind (und mir ist es egal, wenn das irgendwer als rassistisch oder kulturimperialistisch auffasst).

Wenns dumm kommt, werden wir bald wieder lernen müssen, Frauen zu verteidigen, was mir jedenfalls in den letzten 40 Jahren nicht ein einziges Mal passiert ist. Und Primitivfeministinnen werden das Verhalten von zugezogenen Idioten als pauschalen Beweis für „Männergewalt“ nehmen bzw. tun es jetzt schon. Auf beides habe ich überhaupt keine Lust. Und wenn ich dran denke, dass ich mit meinen Steuern diese beiden Idiotengruppen auch noch querfinanziere, noch viel weniger.

5: Wo wir gerade bei frei flottierender Idiotie sind: „Freebleeding“ ist ja derzeit mal wieder der neueste (?) feministische Trend, der von den USA zu uns herüber schwappt. Angeblich will man das Tabu um die Monatsblutung brechen, das es zwar spätestens seit der Hippie-Bewegung Ende der 60er Jahre nicht mehr gibt, aber egal, denn viele Feministinnen leben mit ihrem Weltbild noch in den 50er Jahren und merken nicht, dass die Türen, die sie da einrennen wollen, schon lange offen sind.

Michèle Binswanger schreibt dazu beim Schweizer Tagesanzeiger:

Ist es nicht eine Freude? Nicht, dass wir bluten, natürlich, wer blutet schon gern aus einer Körperöffnung, noch dazu aus einer so unzugänglichen? Nein, das Schöne ist, dass wieder ein Tabu ausgegraben wurde, das nun auf dem Altar der Freiheit zerdeppert werden kann. Sich für Körperfunktionen schämen? Kommt gar nicht infrage. Und deshalb wird gefreebleedet, was die Unterhose hält. Menstruation steht ja für so vieles, das uns in unserem Alltag kleinhält – auch wenn mir der tiefere Sinn dieser Behauptung gerade entfallen ist.

Aber wer braucht Sinn, wenn er einfach sein Frausein zelebrieren kann? Die Freebleeder richten sich an alle, die sich noch immer vor unserem Blut ekeln und Menstruation als etwas Schmutziges betrachten. Dabei stehe sie doch für Fruchtbarkeit und sollte gefeiert werden. Doch so sehr ich für Befreiung bin – ich werde nie Freebleederin werden, wenn zu seinen Blutungen zu stehen, bedeutet, in ihnen herumzusitzen.

Aber wehe, ein Mann rülpst oder furzt, pinkelt im Stehen, oder setzt sich in der Straßenbahn bequem hin, da werden ihm aber schnell mores beigebracht. Von derselben Sorte Mensch.

6: Ein wenig Off-Topic, doch ein Dauerthema, mit dem auch wir als Männerrechtler uns ständig herumschlagen müssen, dem Niedergang des Journalismus. Da sind gerade zwei hervorragende Artikel dazu erschienen: „Man wird ja nochmal vermuten dürfen!“ von Thomas Rietzschel auf der Achse des Guten und als besondere Empfehlung „Journalismus im Kampfmodus: Hetzer, Idioten und Dumpfbacken“ von Heribert Seifert auf der Neuen Züricher Zeitung. Ich frage mich schon länger, warum man derart intelligente Analysen fast nur noch im Internet oder in Schweizer Zeitungen liest.

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20 Kommentare zu „Kurznachrichten vom 20.05.2017“

  1. „Wenns dumm kommt, werden wir bald wieder lernen müssen, Frauen zu verteidigen, was mir jedenfalls in den letzten 40 Jahren nicht ein einziges Mal passiert ist“

    Ich persönlich weigere mich, das zu lernen. Aber ich bin auch eh zu alt.

    Es wird spannend, ob die heutige männliche Jugend nach einem Leben voller Girl’s Days Lust hat, das zu wieder lernen. Das hängt vermutlich auch davon ab, ob die weibliche Jugend lernen wird, dass Hilfsbereitschaft nicht durch eine „Das steht mir zu!!“ Haltung gefördert wird.

    1. Schließe mich dir an: „.. Ich persönlich weigere mich ..“

      Wer mir seit Jahrzehnten erklärt, wie tough sie doch ist, wer mir die Mistigkeit meines Geschlechtes im ebengleichen Zeitraum unter die Nase reibt, wer mich zu Täter macht und sich selbst als Opfer stilisiert, der darf dann auch gerne zusehen, wie er mit der selbsterschaffenen Illusion, welche nun Realität ist, zurecht kommt.

      Ihr, werte Damen (und auch mancher Herr) habt diese Situation erschaffen, nun seht auch zu, wie ihr damit klar kommt. Meine ‚Rübe‘ gehört mir – und ich werde sie sicherlich nicht für euch hinhalten.

      „Damsel in Distress“ ist nun euer Thema, kommt damit klar!

      Wer über Dekaden spaltet, der darf sich nicht wundern, wenn er plötzlich einer Armee gegenüber steht. Und darf auch nicht darauf hoffen, dass die weißen Ritter wie einst die Kavallerie angeritten daher kommt …

      Mit mir nicht!

    2. Grundsätzlich stimme ich zu. Wenn die Damen heute alle ach so empowert sind, sollen sie sich selbst drum kümmern. Eine Ausnahme mache ich aber bei mir persönlich bekannten Frauen. Denen würde ich natürlich helfen. Das allerdings würde ich bei männlichen Freunden genauso.

  2. „Die schwedische Generalstaatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung gegen den Wikileaks-Gründer Julian Assange ein.“

    Und damit reiht er sich in die Reihe von Prominenten ein, die Opfer von Falschbeschuldigungen wurden. Das sollte man noch viel mehr betonen. Denn ein „wir können nichts beweisen“ bedeutet immer: Dann ist die verdächtigte Person nach den Regeln des Rechtsstaates unschuldig.

  3. Jemand ans Bett fesseln so das er sich nicht wehren kann und dann mit einer Handkreissäge aufsägen ist keine Heimtücke wenn der Täter eine Frau und das Opfer ein Mann ist. Wieder was gelernt.

    „Wer einem anderen eine laufende Handkreissäge zweimal gegen den Hals drückt, handelt mit absolutem Vernichtungswillen.“

    Ja, aber sie ist doch eine Frau. Irgendetwas muss ER doch gemacht haben!

    „Die Frage nach dem „Warum“ steht aber nach wie vor offen im Raum“, sagte Höhne. Der kleinste gemeinsame Nenner sei wohl ihre Unzufriedenheit mit der Beziehung gewesen und der feste Wille, nachhaltig etwas zu ändern.“

    1. Danke, an alle! Ich komme derzeit leider nur selten dazu, weil ich beruflich eingespannter bin als die letzten zwei Jahre. So eine Tagessammlung dauert manchmal vier Stunden zu schreiben (ok, mit Ablenkungen), das rumsurfen und finden und lesen vorher noch gar nicht mitgerechnet. Schließlich brauchts ja auch ein wenig Fleisch, sonst lohnt es sich nicht.

  4. „Totschlag, das bedeutet: im Affekt, d.h. unkontrolliert und spontan.“
    Nein, das ist zwar eine sehr verbreitete Meinung, aber leider trotzdem falsch. Totschlag ist die vorsätzliche Tötung eines anderen Menschen, ohne dass die Mordmerkmale erfüllt sind. „Geplant“ ist kein Mordmerkmal*. Mordmerkmale sind:
    “ Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,einen Menschen tötet.“
    Warum allerdings Heimtücke (und eventuell Grausamkeit oder sogar Befriedigung des Geschlechtstriebs) vom Gericht nicht bejaht wurde, ist mir nicht ersichtlich. Müsste man auf die Urteilsbegründung warten. Ansonsten, rechtskräftig ist da Urteil ja nicht. Ach ja, und der letzte Satz im SZ-Artikel ist wirklich ein Hammer:
    „“Die Frage nach dem „Warum“ steht aber nach wie vor offen im Raum“, sagte [Richter]Höhne. Der kleinste gemeinsame Nenner sei wohl ihre Unzufriedenheit mit der Beziehung gewesen und der feste Wille, nachhaltig etwas zu ändern.“ Nachhaltig etwas zu ändern, so kann man das auch nennen…

    * Geht sicherlich häufig mit Heimtücke einher muss aber nicht.

  5. Ach, und weil sich die Reform des §177 ja zum 20. Mal jährt: Schönes Interview bei „jetzt“, dem Jugendmagazin der Süddeutschen, auch auf deren Startseite verlinkt:
    http://www.jetzt.de/politik/anette-diehl-arbeitet-seit-30-jahren-beim-frauennotruf-und-spricht-ueber-den-straftatbestand-vergewaltigung-in-der-ehe

    Soviel hanebüchenen Unsinn schon im 11-zeiligen Vorspann unterzubringen, Respekt! War bisher das bizarrste, was ich zum dem Thema gelesen habe, bezeichnend, dass es das in die SZ schafft.
    (Die Reform des §177 StGB war übrigens gut und richtig aus vielerlei Gründen.)

    1. Ich wollte neulich, als es sogar die Tagesschau brachte, gegen „bis dahin konnte der Mann die Frau in der Ehe legal vergewaltigen“ argumentieren, fand aber keine Quelle, die einmal ordentlich (für den Laien) erklärte, was wirklich der Fall war. Hast Du eine?

      1. @Graublau
        Vergewaltigung und sexuelle Nötigung in der Ehe waren bis 1997 tatsächlich nicht als Vergewaltigung und sexuelle Nötigung strafbar, was schon schlimm genug ist. Allerdings konnten sehr wohl andere Straftatbestände dabei verwirklicht werden*, so unter anderem Körperverletzung ( §223 StGB sowie natürlich auch gefährliche und schwere KV sowie KV mit Todesfolge,§224,§226,§227) sowie Nötigung (§240 StGB). Davon ist nur die einfache KV ein Antragsdelikt, der Rest Offizialdelikte, musste also von Polizei und Staatsanwaltschaft bei Bekanntwerden ermittelt werden. Die Passage mit der Ruhestörung ist daher absoluter Quatsch und toppt alles, was mir dazu bisher zu Ohren gekommen ist.
        Vergleich §177 in der Fassung vor 1973-1997:

        (1) Wer eine Frau mit Gewalt oder durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben zum außerehelichen Beischlaf mit ihm oder einem Dritten nötigt, wird mit Freiheitsstrafe nicht unter zwei Jahren bestraft.
        (2) In minder schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren.
        (3) Verursacht der Täter durch die Tat leichtfertig den Tod des Opfers, so ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren.

        und der §240 in der Fassung von 1975-1995:

        1) Wer einen anderen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe, in besonders schweren Fällen mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
        4(2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist.
        (3) Der Versuch ist strafbar.

        (Der §240 ist mehr oder weniger unverändert).
        Man kann sich jetzt sicherlich an dem Begriff „rechtswidrig“ aufhängen, aber Nötigung mit Gewalt oder durch „Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben“ fallen sicherlich darunter, auch wenn da ein verirrtes Gericht mal etwas anderes entschieden haben mag. Dafür kenne ich allerdings keine Beweise.

        Andere Quellen: Einmal das StGB, lexetius.com hat auch alte Fassungen (Achtung, manchmal ändert sich der Straftatbestand und der alte ist jetzt unter einem neuen Paragrafen zu finden), speziell auch die Bundestagsdebatten zur Änderung des §177, da werden §223 und §240 oft erwähnt:
        Z.B. http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/073/1307324.pdf oder http://dip21.bundestag.de/dip21/btp/13/13175.pdf
        (einfach mal nach „240“ durchsuchen)

        * Prinzip im Strafrecht: Erfüllt eine Tat mehrere Tatbestände gleichzeitig, wird immer nur der schwerste angeklagt, also ein Faustschlag mit Tötungsabsicht nur Totschlag, nicht KV. Wenn also Vergewaltigung wg. Ehe nicht anwendbar war, ist

      2. Nachtrag: Natürlich war der Strafrahmen geringer, und auch die symbolische Wirkung der Beschränkung auf „außerehelich“ war fatal. Das aber Vergewaltigung in der Ehe nicht bestraft werden konnte, ist Unsinn. Interessant auch, dass das anscheinend 1997 den Befürwortern des Gesetzes durchaus noch klar war.

        Der zweite Punkt, der selten angesprochen wird (eigentlich nur von männerrechtlicher Seite): Mit der Änderung des 177 konnte das erste Mal ein Mann Opfer einer Vergewaltigung werden (und eine Frau bei vaginalem bzw. oralem Sex Täterin). Auch hier gab es allerdings Auffangtatbestände wie (sexuelle) Nötigung, Körperverletzung etc. Straffreiheit war also auch nicht gegeben. Öffentliche Wahrnehmung/Bewußtsein ist natürlich noch eine ganz andere, traurige Sache.

      3. Nachtrag 2: Mal ein paar mundgerechte Zitate aus der Gesetzesbegründung:

        In ihrer gegenwärtigen Fassung beziehen sich die §§ 177 bis 179 StGB nur auf außereheliche sexuelle Handlungen. Das Erzwingen sexueller Handlungen innerhalb der Ehe kann bisher nur nach §§ 223 ff., 240 StGB – die erheblich mildere Strafrahmen vorsehen – bestraft werden.

        und

        Andererseits sind auch nach dem geltenden Recht bereits Strafverfolgungsmaßnahmen wegen erzwungener sexueller Handlungen im ehelichen Bereich möglich. In aller Regel wird dabei der Tat-
        bestand des § 240 StGB erfüllt sein, bei dem es sich um ein Offizialdelikt handelt. Darüber hinaus
        hat die Staatsanwaltschaft bei dem Antragsdelikt des § 223 StGB die Möglichkeit, das besondere öffentliche Interesse an der Strafverfolgung zu bejahen und dann ebenfalls von Amts wegen zu er-
        mitteln (§ 232 StGB). Die Beweisschwierigkeiten, die sich bei Strafverfahren wegen Verletzung der
        sexuellen Selbstbestimmung innerhalb der Ehe ergeben können, unterscheiden sich nicht von den Beweisschwierigkeiten, wie sie auch sonst bei Strafverfahren wegen Taten nach den §§ 177 bis 179 StGB auftreten.

        http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/13/073/1307324.pdf

  6. Und dann war da noch die Geschichte einer Frau, die ihren Partner beim Geschlechtsakt ersticken wollte mit ihren Brüsten: „Ich wollte, dass er einen schönen Tod hat“

    Sie kam glimpflich davon, diese Empathin. Hatte sie doch Borderline …

  7. Endlich mal wieder Kurzmeldungen von Aranxo.

    „Aber wenn das so weiter geht, werden nicht nur die Frauen die Gearschten sein, sondern auch die Männer, die hier im Westen nicht nur durch 50 Jahre Emanzipation ganz anders sozialisiert wurden, ihre Lektion gelernt haben und damit deutlich zivilisierter sind (und mir ist es egal, wenn das irgendwer als rassistisch oder kulturimperialistisch auffasst).“

    Es ist natürlich wichtig, bei der Erforschung der Kriminalität von Migranten zwischen Migrantengruppen zu differenzieren.

    Dass aber manche Migrantengruppen bei bestimmten Deliktarten im Schnitt häufiger vertreten sind als Deutsche ohne Migrationshintergrund und als andere Migrantengruppen und dass dies auch etwas mit herkunftskulturellen Sozialisationsmustern zu tun hat, ist in der Kriminologie eigentlich bekannt und wurde noch vor einigen Jahren auch wissenschaftlich thematisiert.

    Zur Zeit können solche Themen zunehmend schwerer öffentlich erwähnt und diskutiert werden, weil man sich damit heute schnell den üblichen Vorwürfen der „linken“ Politisch Korrekten aussetzt.
    Der langfristige Effekt, den die Politisch Korrekten dadurch hervorrufen, kann m.E. allerdings nur der sein, mehr Menschen in die Arme rechter Parteien zu treiben, denn wenn soziale Probleme nicht öffentlich diskutiert werden können und wenn demokratisch-menschenrechtlich orientierte linke, liberale oder konservative politische Kräfte sich nicht um kontextspezifisch angemessene Lösungen für bestimmte soziale Probleme bemühen, gibt dies rechtspopulistischen, rechtskonservativen und rechtsradikalen Gruppen die Möglichkeit entsprechende Themen zu besetzen.

    Des Weiteren sind mehrere der Hauptursachen für bestimmte Formen von Kriminalität bei manchen Migrantengruppen dem Forschungsstand zufolge eigentlich mit klassisch-linken Themenfeldern eng verbunden, wie z.B. autoritäre und gewaltsame Erziehung und archaisch-traditionalistische Geschlechterrollensozialisation. Wer diese Dinge ignoriert, der muss also auch die Opfererfahrungen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Familien mit gewalttätigen Eltern ignorieren – und lässt diese Kinder und Jugendlichen damit im Stich. Was soll an einer solchen Ignoranz politisch links sein?

    Die antiautoritären linken Strömungen infolge der 68er-Bewegung haben – zu Recht – auf die negativen Folgen solcher Erziehungsformen (autoritäre und gewaltsame Erziehung, archaische Geschlechterrollensozialisation) aufmerksam gemacht und haben dadurch viele wissenschaftliche Studien inspiriert – und jetzt wollen uns zeitgenössische politisch korrekte postmoderne Linke auf einmal erzählen, dass solche Erkenntnisse nichts mehr wert seien, wenn man sie auch auf Migrantengruppen anwendet. Dann sei es auf einmal „rassistisch“ und „fremdenfeindlich“ auf etwas hinzuweisen, das aus antiautoritär-linker Perspektive stets allgemein anerkannt war: dass autoritäre und gewaltsame Erziehung und archaisch-traditionalistische Geschlechterrollensozialisation negative Auswirkungen auf die Psyche von Kindern und Jugendlichen hat.

    1. Endlich mal wieder Kurzmeldungen von Aranxo.

      Übrigens immer gerne – ich schreibe meistens dann, wenn kein Artikel eingeplant ist!

      Dass aber manche Migrantengruppen bei bestimmten Deliktarten im Schnitt häufiger vertreten sind als Deutsche ohne Migrationshintergrund und als andere Migrantengruppen und dass dies auch etwas mit herkunftskulturellen Sozialisationsmustern zu tun hat, ist in der Kriminologie eigentlich bekannt und wurde noch vor einigen Jahren auch wissenschaftlich thematisiert.

      Ja – und deswegen sollte man in der westlichen, aufgeklärten Gesellschaft auch keine Angst davor haben, das anzusprechen. Im Gegenteil, gerade durch diese Erklärung entkoppelt man mit sachlichen Befunden Kriminalität von Herkunft, Nationalität, Kultur, Hautfarbe… es wäre doch eine Erleichterung, der überwiegenden Mehrheit der nichtkriminellen Ausländer solche Argumente in die Hand zu geben.

      Zur Zeit können solche Themen zunehmend schwerer öffentlich erwähnt und diskutiert werden, weil man sich damit heute schnell den üblichen Vorwürfen der „linken“ Politisch Korrekten aussetzt.
      Der langfristige Effekt, den die Politisch Korrekten dadurch hervorrufen, kann m.E. allerdings nur der sein, mehr Menschen in die Arme rechter Parteien zu treiben, denn wenn soziale Probleme nicht öffentlich diskutiert werden können und wenn demokratisch-menschenrechtlich orientierte linke, liberale oder konservative politische Kräfte sich nicht um kontextspezifisch angemessene Lösungen für bestimmte soziale Probleme bemühen, gibt dies rechtspopulistischen, rechtskonservativen und rechtsradikalen Gruppen die Möglichkeit entsprechende Themen zu besetzen.

      Paradebeispiel Niederlande. Völlig überflüssig, das Problem, und hausgemacht: Toleranz der Intoleranz aus Angst, als intolerant angesehen zu werden.

      Des Weiteren sind mehrere der Hauptursachen für bestimmte Formen von Kriminalität bei manchen Migrantengruppen dem Forschungsstand zufolge eigentlich mit klassisch-linken Themenfeldern eng verbunden, wie z.B. autoritäre und gewaltsame Erziehung und archaisch-traditionalistische Geschlechterrollensozialisation. Wer diese Dinge ignoriert, der muss also auch die Opfererfahrungen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund in Familien mit gewalttätigen Eltern ignorieren – und lässt diese Kinder und Jugendlichen damit im Stich. Was soll an einer solchen Ignoranz politisch links sein?

      Was soll vor allem darin freiheitlich sein, Menschen aus anderen Ländern und Kulturen nicht die Freiheit zu vergönnen, nach westlichen Werten zu leben? Wenn ich als Migrantenkind (egal welches Geschlecht!) nicht in eine arrangierte Ehe möchte? Wenn ich homosexuell bin und Homosexualität in meiner Heimat als „abartig“ gilt? Wenn ich „einfach nur“ den autoritären Lebens- und Erziehungsziel meiner ehemaligen Heimat ablehne und frei und fröhlich leben möchte?

      Jeglicher Emanzipationsgedanke wird doch ins Gegenteil verkehrt, wenn Ausländer „so wie in ihrem Ursprungsland“ zu leben haben oder dortige Verhaltensweisen und Werte akzeptieren müssen. Und bekloppterweise bedeutet genau das, auf Nationalität und Herkunft fixiert zu sein – etwas, was die Linken doch einmal überwinden wollten.

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