Wie geht es Männern und Kindern nach ihrer Flucht hierher?

…fragt niemand. Der erste April ist übrigens vorbei.

Hier geht es NICHT um die Frage ob wir Flüchtlinge reinlassen sollen oder nicht und was Frau Merkel damit zu tun hat. Ich mache hier explizit das Thema auf, wie wir mit den Menschen umgehen, die hier sind. Wer die Flüchtlingsfrage(tm) diskutieren will, macht das bitte woanders. Ich behalte mir daher ausnahmsweise und explizit vor, entsprechende Kommentare nicht zuzulassen oder auch zu löschen. Danke für Euer Verständnis.

Jedenfalls hat mal wieder jemand gefragt, wie es weiblichen Flüchtlingen geht. Und natürlich den Kindern von Müttern. Es war Unicef und die Berliner Charité. Dargestellt in der Zeit und bei Spiegel Online.

Mir erschließt sich schlichtweg nicht, warum man hier nur die weiblichen Flüchtlinge sieht. Was übrigens eine Tradition ist, die so lange währt wie die Flüchtlingskrise. Schon früh wurde bemängelt, dass Frauen viel zu weit weg von Waschräumen untergebracht wurden. Dass man insbesondere Frauen helfen müsse.

Man könnte sich natürlich auch mal zu den geschlechtsspezifischen Problemen der 2/3 Mehrheit der Flüchtlinge machen, aber das wäre wohl zuviel der Gleichstellung, um die man sich in diesem Land doch sonst so sehr bemüht. Was würde rauskommen?

  • Männer bekommen wahrscheinlich grundsätzlich die schlechteren Unterkünfte.Sie werden ohne Rücksicht auf unterschiedliche Ethnien und Kulturen zusammengepfercht.
  • Männer werden stärker aus unserer Gesellschaft ausgegrenzt.
  • Männer werden bevorzugt auf die gefährliche Reise geschickt und unter Männern sind die meisten Todesopfer zu verzeichnen.
  • Männer haben den expliziten Auftrag, ihre zuhausegebliebenen Familien zu versorgen und verzweifeln im besonderen Maße daran ihn nicht erfüllen zu können.
  • Männer sind sicherlich nicht nur hier, sondern natürlich noch mehr in ihren Herkunftsländern von Gewalt bedroht und haben sie reichhaltig erlebt.
  • Wie steht es eigentlich mit dem Problem des sexuellen Missbrauchs von Männern?

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich angekotzt darüber, dass unsere Qualitätsmedien klaglos darüber berichten wie man die Hälfte der Menschen mal wieder vergisst. Nebenan bei Alles Evolution fragt Christian ob man Maskulist sei, wenn man findet, dass durch den Feminismus in unserer Gesellschaft die Männer systematisch benachteiligt und Frauen bevorzugt werden. Für das Frauenministerium ist man bei Bejahung ein fieses Maskunazischwein. Sowas aber auch.

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Warum ich dieses donnernde Schweigen zum Thema mache

MANNdat spricht an, dass das „Bundesforum Männer“ sich bislang nicht zum drohenden Aus der Gewaltschutzwohnung für Männer in Thüringen geäußert hat. Es reit sich damit ein in die allgemeine öffentliche Gleichgültigkeit.

Nun wäre der etwas naive Leser vielleicht verwundert: Moment mal, hat das Bundesforum Männer nicht ein beachtliches Budget und wäre dem Namen nach für die Anliegen von Männern verantwortlich? Ja, dem Namen es – der Praxis nach ist es eine Alibiorganisation, die vor allem dafür sorgt, dass keine andere offizielle Vertretung für die Probleme und Notlagen von Männern hochkommen kann, denn „es gibt doch bereits eine“. Ansonsten geht das Bundesforum Männer immer schön beiseite, wenn Aktivitäten oder zur Sprache bringen in irgendeiner Form Anliegen von Frauen in einem Sachverhalt eine niedrigere Priorität einräumen würde.

Wie Genderama neulich oder Lucas Schoppe schon vor drei Jahren schrieb: Donnerndes Schweigen hat Tradition.

Diese unglaubliche Stille, dieses „sich nicht einsetzen“, diese notwendigen Dinge, die nicht geschehen – sie sind nur schwer sichtbar zu machen, weil es ja nichts gibt, das man zeigen könnte. Deswegen muss das sozusagen „über die Bande“ geschehen: Ein Bedarf, eine Organisation, die eigentlich dafür da werde – und dann die ausbleibende Reaktion.

Insofern ein weiterer Treffer für MANNdat, wenn auch ein bitterer. Ich reihe diesen Sachverhalt ein in die Aktion „Eine Brille für Schwesig„.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Unsichtbare Männer – da fällt mir nur ein Lied ein, das mir ein wenig bessere Laune bereitet.

Queen: Invisible Man