Gastartikel: Leszeks Konzept des integralen Antisexismus und das Reden mit Linken

In der Diskussion zu Leszeks Kritik des sexualfeindlichen feministischen Zustimmungsprinzips wurden an Leszek die Fragen gerichtet, ob er seine anti-genderfeministische Haltung vertreten könne, wenn er sich in linken Kontexten bewege, und wie man dort auf ihn reagiere. Leszeks Antwort ist (mal wieder) einen Gastartikel in Form eines vollständigen Zitates wert:

Also, das kommt darauf an, mit was für Personen man es zu tun hat. Handelt es sich um politisch korrekte bzw. gender-feministische Dogmatiker, dann ist natürlich wie bei allen Dogmatikern eine rationale Diskussion in der Regel aussichtslos.

Die Mehrheit der Personen innerhalb der Linken sind aber nicht fanatisch politisch korrekt oder ideologisch überzeugte Anhänger des Gender-Feminismus, sie sind meist nur uninformiert und/oder stehen selbst – ob es ihnen bewusst ist oder nicht – unter dem Druck der postmodernen PC.

Ich mache häufig positive Erfahrungen in Diskussionen mit anderen Linken, wenn ich meine geschlechterpolitischen Ansichten erkläre. Um zu vermitteln, dass meine geschlechterpolitischen Auffassungen vernünftig und vor dem Hintergrund einer linken Weltsicht begründbar sind, braucht es aber oft zwei Voraussetzungen:

1. Es muss ausreichend Zeit dafür vorhanden sein bzw. es muss ausreichend Interesse am Thema bei dem Diskussionspartner vorhanden sein, denn manches muss ja eben auch genauer erklärt und begründet werden.

2. Es muss glaubwürdig vermittelt werden, dass ich kein Gegner der Gleichberechtigung bin, sondern dass ich den Gender-Feminismus (und andere radikale Formen des Feminismus) ablehne, weil ich für Gleichberechtigung bin und dass ich jegliche normativen Geschlechterrollen-Leitbilder ablehne – egal ob es sich um traditionalistische oder gender-feministische normative Geschlechterrollen-Vorstellungen handelt oder was auch immer.

Wenn ich dann im Laufe der Diskussion genauer erkläre, was ich unter integralem Antisexismus verstehe – eine geschlechtsübergreifende Perspektive auf geschlechtsbezogene Diskriminierungen, die darauf abzielt Diskriminierungen, soziale Problemlagen und Menschenrechtsverletzungen alle Geschlechter betreffend in wissenschaftlicher und geschlechterpolitischer Hinsicht zu berücksichtigen und ein paar Beispiele hierzu gebe, bei denen ich männerrechtliche Anliegen einbeziehe, bekomme ich oft Zustimmung.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Vom Livealbum „LeftRightLeftRightLeft“ – und handelt auch noch vom Reparieren…

Coldplay: Fix You

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11 Kommentare zu „Gastartikel: Leszeks Konzept des integralen Antisexismus und das Reden mit Linken“

  1. Verstehe mich nicht falsch, Graublau.

    Aber dieses ewige „Leszek“, „Popmusik“ und/oder Geschreibe über „Games“ nervt einfach nur noch. Das meine ich nicht böse – aber dennoch im Ernst.

    Es wirkt auf mich, als versuchst du, einen Hype künstlich am Leben zu halten und -für mich persönlich geht dieser Schuss nach hinten los. Ungeachtet deines Engagements: Aber wer ist Leszek, was haben Coldplay & Co. mit aktuellen Themen zu tun bzw. welche Relevanz haben solche Dinge denn wirklich gesellschaftspolitisch?

    Denn: Was macht es aus, welche Band mal irgendetwann mal geträllert hat – Und wen interessiert solches ‚Geplärre‘ überhaupt? Und, Zusatzfrage: Welche Relevanz haben Leszeks Betrachtungen in Kommentarspalten, die nur in der ‚Blase‘ gelesen werden?

    Und, nicht zuletzt: Wo sind all die „Mark E. Smiths“, „Jon Gunnarssons“, „Mirias“, „Aranxos“, „djadmoros'“ und andere „Elltedmedien“ hin?

    Es wirkt, wie ein totes Pferd, welches aber noch weiter geritten werden soll; dieses Blog. Das ist schade und bedauerlich. U.a., weil (mal wieder) auffällt, dass es Männer sind, die Alles hier am Leben erhalten. Aber so richtig verwundern tut mich das tatächlich auch nicht, Graublau.

    Auf mich wirkt es, Entschuldigung, wie ein Dahinsiechen, welches kaum einer mehr wahrnnimmt.

    Das meine ich nicht böse.

    1. Aber dieses ewige „Leszek“, „Popmusik“ und/oder Geschreibe über „Games“ nervt einfach nur noch.

      Nanu, wann habe ich denn über „Games“ geschrieben?

      Zu Leszek: Ich bin der Meinung, dass seine Ausführungen in Artikel gehören, nicht in Kommentare, weil meiner Erfahrung nach Kommentare deutlich weniger gelesen werden, schneller versanden und dann auch nicht wieder auffindbar sind. Dass das nicht jedem gefällt, ist mir klar.

      Die „Popkultur“ ist immer ein Teil, den ich in meine Artikel einfüge, so als Extra-Gimmick. Meistens geht es ja nur um eine Liedzeile oder den Namen der Band oder des Liedes, aufgrund derer ich auf das jeweilige Stück gekommen bin. Wenn das nicht gefällt – kein Problem! Umgekehrt kann es auch sein, dass einem der Artikel nicht gefällt, aber das Lied – dann hat man wenigstens ein Stück Popkultur gehabt. Wie ich aus einigen Rückmeldungen weiß, scheint diese Auflockerung am Ende ganz gut angenommen zu werden. Es ist auch immer ein letzter Zwinker, dass ich meine Artikel nicht Schaum vor dem Mund schreibe oder danach wütend auf den Tisch haue, sondern dass ich mir bewusst bin, dass es auch „nur“ ein Blogartikel ist.

      Es wirkt auf mich, als versuchst du, einen Hype künstlich am Leben zu halten (…) Aber wer ist Leszek, was haben Coldplay & Co. mit aktuellen Themen zu tun bzw. welche Relevanz haben solche Dinge denn wirklich gesellschaftspolitisch?

      Welchen Hype?

      Leszek ist jemand, den ich als Autoren von Texten sehr schätze. Wer jemand ist, das soll ja gerade nicht eine Rolle spielen – als bewusster Gegensatz zu identity politics, Identitären und in Erinnerung daran, dass im Ideal der Debatte das bessere Argument zählen soll.

      Zur Frage, ob Blogeinträge aktuelle Themen behandeln sollen oder nicht: Ich hinke den neuesten Themen zugegeben immer etwas hinterher; ich finde auch nicht jeden Tag die Zeit, um mir alles durchzulesen. Andererseits gibt es Dauerbrenner, die immer gültig sind (so wie kürzlich das gender empathy gap). Tagesaktuelle Aufreger und Themen bringen mehr Klicks, das ist ein Vorteil.

      Auf der anderen Seite unterstützt das auch die Tendenz, über jedes Stöckchen zu springen und immer einen neuen Sturm im Wasserglas der eigenen Blogblase auszulösen und immer nur zu reagieren anstatt eigene Themen zu setzen. Wieviel ist davon noch nach einigen Monaten lesenswert?

      Und, nicht zuletzt: Wo sind all die „Mark E. Smiths“, „Jon Gunnarssons“, „Mirias“, „Aranxos“, „djadmoros’“ und andere „Elltedmedien“ hin?

      Zu den erwähnten Autoren:
      Mark E. Smith schreibt inzwischen bei man-tau. Miria schreibt nach wie vor in ihrem eigenen Blog. Von Jon Gunnarsson und Elitemedium gab es seit Ende 2014 keinen neuen Artikel mehr in diesem Blog. Elitemedium hat aber ein eigenes Blog und da gibt es neue Beiträge. djadmoros hat sich zurückgezogen, um sein Buch zuende zu schreiben. Aranxo schreibt, je nachdem, wie er Zeit hat, zuletzt im Januar.

      Sprich, eine sehr unterschiedliche Entwicklung, wie ich sie auch erwartet habe. Gerade weil letzten Sommer so wenig neue Beiträge kamen, habe ich mal ausprobiert, wie lange es klappt, hier jeden Tag einen neuen Artikel zu veröffentlichen, und sei es nur ein Fundstück.

      Die Idee, hier dauerhaft Autoren mit festen Tagen zu haben, können wir aber inzwischen getrost abhaken. Dafür sind die Leute zu unterschiedlich aktiv und haben zu unregelmäßig Zeit.

      Was mich aber schon länger stört: Dieser Umstand ist nicht transparent. Ich hatte ja schon vorgeschlagen, die festen Tage abzuschaffen. Ich habe jetzt einmal diese Liste der Tage aus dem Menü entfernt und stattdessen die Kategorien eingefügt. Das ist ein erster Schritt; ich überlege mir, wie das noch besser geht.

      Aus dem Gemeinschaftsblog ist in den letzten Monaten fast eine „one man show“ geworden und wird so wahrgenommen. Es muss aber auch erkennbar sein, dass das jederzeit wieder in die andere Richtung gehen darf.

      1. Hey Graublau & gleich eines vorweg: Ich finde es klasse, dass du hier versuchst, dieses grundsätzlich gute und bemerkenswerte Projekt am Leben zu halten. Im Grunde hast du damit, wenn auch vermutlich ungewollt, „Geschlechterallerlei“ so zu deinem Blog gemacht. Aber nicht als Imperator, sondern als Autor, der sich bemüht, das Ganze am Leben zu halten:

        „Aus dem Gemeinschaftsblog ist in den letzten Monaten fast eine „one man show“ geworden und wird so wahrgenommen. Es muss aber auch erkennbar sein, dass das jederzeit wieder in die andere Richtung gehen darf.“

        Völlige Zustimmung dazu, von meiner Seite. Nur, so finde ich, fehlt auch dieser Einladungscharakter, den dieses Gemeinschaftsblog einmal hatte:

        „Mark E. Smith schreibt inzwischen bei man-tau. Miria schreibt nach wie vor in ihrem eigenen Blog. Von Jon Gunnarsson und Elitemedium gab es seit Ende 2014 keinen neuen Artikel mehr in diesem Blog. Elitemedium hat aber ein eigenes Blog und da gibt es neue Beiträge. djadmoros hat sich zurückgezogen, um sein Buch zuende zu schreiben. Aranxo schreibt, je nachdem, wie er Zeit hat, zuletzt im Januar.“

        Da fragt man sich, warum. Und einen Teil der Antwort hattest du ja auch schon selbst geschrieben: Das festgefügte Schema, welches anfänglich bestimmt seine Berechtigung hatte. Und vermutlich ist das der Grund, warum Mark E. Smith ausgewandert ist oder eine Miria ihr eigenes Ding durchzieht. Dazu gab es ja mal eine länger Diskussion hier.

        Vermutlich liegt es daran, so ginge es mir zumindest, dass sich solche Menschen nicht in ein Korsett zwängen lassen möchten, welches zwar gut gemeint sein mag, aber in dieser Form nun nicht mal durchzusetzen ist. Und, natürlich, schreiben die Leute dann, wenn sie etwas triggert oder sie meinen, dass ihr Thema nun eines ist, welches an die Öffentlichkeit gehört. Aber das geht nun mal nicht mit streng geordneten Deadlines, wie du zurecht schreibst und monierst.

        „Zur Frage, ob Blogeinträge aktuelle Themen behandeln sollen oder nicht: Ich hinke den neuesten Themen zugegeben immer etwas hinterher; ich finde auch nicht jeden Tag die Zeit, um mir alles durchzulesen. Andererseits gibt es Dauerbrenner, die immer gültig sind (so wie kürzlich das gender empathy gap). Tagesaktuelle Aufreger und Themen bringen mehr Klicks, das ist ein Vorteil.“

        Ich würde das nicht „hinken“ nennen. Eher als Versuch, lebenserhaltend (im Sinne eines Blogs) tätig zu sein. Und dazu benötigt es, aus meiner Sicht, zweierlei Dinge: Authenzität und Aktualität. Eben, weil dies den Bezug zur Realtität wieder herstellt, sozusagen „erdet“. Man kann nun sicherlich trefflich darüber streiten, ob jeder (auch ich) die Realität so(!) richtig wahrnimmt. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass man Bezüge zur erlebten Wirklichkeit herstellen muss, um die Menschen dort ‚einzufangen‘, wo sie nun mal gerade stehen.

        Wie oft hat man schon lesen müssen, wie (gerade in Kommentarspalten) Dinge theoretisiert, zerquasselt und niedergedröhnt werden. Und dazu zähle ich, u.a. auch Leszek. Nichts gegen seinen Intellekt – aber warum setzt sich diese Energie nicht in einem eigenen Blog oder hier als Autor durch? Weshalb macht z.B. „crumar“ nicht Ähnliches, sondern beschränkt sich auf ellenlange Kommentare, welche durchehend lesenswert sind, obwohl er doch viel mehr Leser erreichen könnte?

        Insofern verstehe ich, dass du solches hervorholst und positionierst. Aber wäre das nicht der Job der jeweiligen Kommentatoren, wie Leszek, crumar etc? Ich kann nicht immer irgendwelche Thesen in die Welt hauen und dann darauf hoffen, dass jemand ein Thema daraus macht …

        Letztendlich läuft es damit auf nichts anderes heraus, als eine Nische zu bedienen und Anderen die Arbeit abzunehmen. Aber bringt das wirklich Zugriff, Verständnis, Nachdenken, Reflektion? Das kann nur jeder für sich selbst entscheiden.

        Tja. Zur Musik am Ende: Ich habe nun von mehreren Leuten gehört bzw. empfinde es mittlerweile selbst so, dass Musik am Ende und unisono zu einem Ermüdungseffekt führt:

        https://emannzer.wordpress.com/2017/02/21/2017-what-a-beautiful-noise/

        Das war kein Seitenhieb, Graublau. Und letztendlich, was wäre mein nörgelnder Kommentar ohne Popmusik:

        😉

      2. @Emannzer:

        Also, damit habe ich genug Rückmeldung, um die festen Tage in die Tonne zu stampfen. Sie waren ja ohnehin dafür gedacht, dass nicht an einem Tag plötzlich drei Autoren etwas veröffentlichen und der früheste Artikel sofort nach unten rutscht. Allein dafür hat sich die Diskussion für mich schon gelohnt! 🙂

        Nur, so finde ich, fehlt auch dieser Einladungscharakter, den dieses Gemeinschaftsblog einmal hatte:

        Das steht als nächstes auf meiner Liste: Wie läßt sich das am besten signalisieren? WordPress hatte irgendwo die Möglichkeit, unter jeden Artikel noch etwas zu setzen – evtl. persönlicher Footer des Autoren? Ich hab’s gestern abend nicht wiedergefunden. Jedenfalls wäre ein Hinweistext unter jeden Artikel gut, so etwas lese ich bei anderen Blogs auch immer.

        Zum Zitieren von Leszek und crumar: Die Gefahr, anderen nur noch hinterherzulaufen, besteht und das hatte ich immer als Risiko im Kopf. Allerdings zitiere ich auch nur, was ich selbst interessant finde und damit sind die Texte bereits durch zwei verschiedene Filter gelaufen.

        Leszek verweist inzwischen in Diskussion auf Geschlechterallerlei-Artikel, in denen ich Grundsätzliches ausgeführt habe. Das bringt wiederum Besucher, also ein Erfolg, wie ich finde.

      3. „Nur, so finde ich, fehlt auch dieser Einladungscharakter, den dieses Gemeinschaftsblog einmal hatte:“

        Das steht als nächstes auf meiner Liste: Wie läßt sich das am besten signalisieren? WordPress hatte irgendwo die Möglichkeit, unter jeden Artikel noch etwas zu setzen – evtl. persönlicher Footer des Autoren? Ich hab’s gestern abend nicht wiedergefunden. Jedenfalls wäre ein Hinweistext unter jeden Artikel gut, so etwas lese ich bei anderen Blogs auch immer.

        Was ich inzwischen herausgefunden habe: Was unter den Artikeln steht, ist tatsächlich das Profil des jeweiligen Autoren. Das wäre eine Möglichkeit, ist aber zweckentfremdet und wird auch in anderen Kontexten (Kommentare, Bloggen woanders) angezeigt, wo es dann nicht hingehört. Abhilfe schaffen würde ein entsprechend allgemein formulierter Text, aber der wäre dann wieder schwammig. Ich müsste es so formulieren, dass es sowohl als Hinweis auf das Blog als auch allgemeine Erklärung passt.

        Aber, noch viel besser: Es gibt ein Widget namens „Text“, das sich ganz einfach in die Seitenleiste einbinden läßt. Da passt am ehesten eine generelle Erklärung rein, in der ich dann auch auf „Über“ und „Wie kannst Du mitmachen?“ verlinken kann.

        Ein großer Schritt weiter!

  2. Wie oft hat man schon lesen müssen, wie (gerade in Kommentarspalten) Dinge theoretisiert, zerquasselt und niedergedröhnt werden. Und dazu zähle ich, u.a. auch Leszek. Nichts gegen seinen Intellekt – aber warum setzt sich diese Energie nicht in einem eigenen Blog oder hier als Autor durch? Weshalb macht z.B. „crumar“ nicht Ähnliches, sondern beschränkt sich auf ellenlange Kommentare, welche durchehend lesenswert sind, obwohl er doch viel mehr Leser erreichen könnte?

    Insofern verstehe ich, dass du solches hervorholst und positionierst. Aber wäre das nicht der Job der jeweiligen Kommentatoren, wie Leszek, crumar etc? Ich kann nicht immer irgendwelche Thesen in die Welt hauen und dann darauf hoffen, dass jemand ein Thema daraus macht …

    Wenn ich mich mal kurz dazwischen drängeln darf: Ich finde gerade diesen Aspekt von Graublaus Tätigkeit sehr wertvoll. Wenn Leszek oder Crumar kein Bedürfnis haben, eigenständig Blogartikel zu verfassen (mancher bevorzugt halt die Diskussion und nicht den Monolog 😉 ), dann ist das erstmal deren Sache. Das ist allerdings, und da stimme ich Dir zu, sehr bedauerlich, weil viele interessante Beiträge im Rauschen der Kommentare bspw. bei allesevolution untergehen – ich lese dort z.B. nur noch sehr sporadisch, weil ein Großteil der Kommentare und Artikel mir zu oberflächlich sind, verpasse dann aber auch einige Perlen in der Kommentarspalte, die ich dann dank Graublau z.T. hier lesen kann. Wenn also Graublau interessanten Beiträgen eine stärker herausgehobene Plattform bereitet, ist das aus meiner Sicht ein perfektes Beispiel einer Zusammenarbeit, von der alle profitieren. Insofern, vielen Dank an Graublau, Leszek, Crumar und alle anderen.

    Was ich eher anregen würde: Die Frequenz der Beiträge etwas zurückfahren. Ich hatte geschlechterallerlei immer als den etwas ruhigeren, für längere Artikel und zivilisiertere Diskussionen gedachten Gegenpart zu den unser-täglich-Junkscience-gib-uns-heute-plus-Kommentareschlacht-Seiten empfunden. Ich habe den Eindruck, die täglichen Artikel tun dem Blog unter diesem Aspekt nicht gut. Die täglichen Nachrichten deckt halt auch genderama sehr gut ab.

    1. Wenn ich mich mal kurz dazwischen drängeln darf: Ich finde gerade diesen Aspekt von Graublaus Tätigkeit sehr wertvoll.

      Vielen Dank! So etwas höre ich nicht oft genug. 🙂

      Das ist allerdings, und da stimme ich Dir zu, sehr bedauerlich, weil viele interessante Beiträge im Rauschen der Kommentare bspw. bei allesevolution untergehen – ich lese dort z.B. nur noch sehr sporadisch, weil ein Großteil der Kommentare und Artikel mir zu oberflächlich sind, verpasse dann aber auch einige Perlen in der Kommentarspalte, die ich dann dank Graublau z.T. hier lesen kann.

      Genau das was meine Motivation! Schön, dass es zu klappen scheint.

      Was ich eher anregen würde: Die Frequenz der Beiträge etwas zurückfahren. Ich hatte geschlechterallerlei immer als den etwas ruhigeren, für längere Artikel und zivilisiertere Diskussionen gedachten Gegenpart zu den unser-täglich-Junkscience-gib-uns-heute-plus-Kommentareschlacht-Seiten empfunden. Ich habe den Eindruck, die täglichen Artikel tun dem Blog unter diesem Aspekt nicht gut.

      Die Kurznachrichten – egal ob hier oder bei Genderama – haben für mich immer den Nachteil, dass die einzelnen Themen schlechter wieder auffindbar sind. Das ist mir schon mehrfach so gegangen. Insofern finde ich sieben Fundstücke an sieben Tagen hilfreicher als einen Sammelartikel pro Woche.

      Davon abgesehen ist das eine sehr wertvolle Rückmeldung. Es ist ein Hinweis, dass nach dem „nur 3-4 Artikel im Monat“, wie es letzten Sommer war, nun das andere Extrem erreicht ist.

      Derzeit mache ich es so, dass ich meine Notizen durchgehe (ca. 140 Seiten) und ein Thema nach dem anderen „verblogge“. Ich kann mir aber gut vorstellen, die Taktzahl wieder etwas herunterzusetzen, wenn der größte Drang weg ist.

  3. @All

    Ich finde einen Gemeinschaftsblog eigentlich etwas sehr sinnvolles, weil ich denke, es kann Synergien und Ressourcen zusammenführen, die ein einzelner Blogbetreiber meist nur schwer aufbringen kann wie: thematische Vielfalt, ein gutes Design des Blogs, eine super Suchmaschinenoptimierung, ein gute Vernetzung zu anderen Blogs, Institutionen etc., ganz allgemein, dass der Blog bekannt wird und entsprechende Reichweite bekommt etc.
    Nur die Gefahr ist hier natürlich immer, dass zu viele Köche ab und an den Brei verderben; also man muss miteinander klar kommen, damit es klappt.
    Meine Devise ist hier eigentlich wie folgt: Jeder soll das machen, worauf er Lust und Spass hat, weil sonst wird er schnell nichts mehr machen.
    Ich hätte mir gut vorstellen können, hier auf „Geschlechterallerlei“ weiter zu schreiben, dies hätte jedoch geheißen, dass der Blog professioneller gestaltet und auch viel mehr Aufwand und Energie in die Reichweite gesteckt wird.
    Das scheint mir schon noch ein bisschen ein Problem zu sein, dass die Leute zu fest Einzelkämpfer sind und jeder am liebsten seinen eigenen Blog haben möchte und damit viel Energie in sein Projekt steckt.
    Ein gutes Beispiel für einen Gemeinschaftsblog ist „Geschichte der Gegenwart“: Vom Design her sicherlich sehr aufwändig gemacht, die Texte rein formal mit einer hohen Qualität und einer Vielfalt an Autoren. Inhaltlich finde ich den Blog natürlich nicht gut, weil auf der postmodernen und feministischen Schiene angesiedelt, aber ich denke, dieser Blog wird sich als feste Grösse in der Schweiz etablieren.
    http://geschichtedergegenwart.ch

    1. „Ich hätte mir gut vorstellen können, hier auf „Geschlechterallerlei“ weiter zu schreiben, dies hätte jedoch geheißen, dass der Blog professioneller gestaltet und auch viel mehr Aufwand und Energie in die Reichweite gesteckt wird.“

      Danke, das so klar zu schreiben. Das wusste ich bisher nicht.

      Blogs bei wordpress.com sind anpassbar, aber nicht völlig beliebig. Dafür braucht man eine eigene Domäne. Finanziell ist das kein Ding, aber es bringt dann wieder Aufwand wegen der Anonymität (keine Ahnung wie Lucas Schoppe das gelöst hat, es würde für mich aber erst einmal Recherche bedeuten).

      Auch bei der Reichweite sind mir persönlich Grenzen gesetzt: Ich weiß, wie wichtig Twitter ist, aber da noch einige Stunden abzuhängen, bringe ich nicht auf.

      Insofern kann ich Deine Entscheidung gut nachvollziehen und sie ist auch richtig. „man-tau“ muss deutlich mehr Reichweite haben als das Geschlechterallerlei: Selbst das alte Blog bei blogspot bringt noch einige Klicks hierher und das neue Blog bringt regelmäßig einige Besucher.

      „Das scheint mir schon noch ein bisschen ein Problem zu sein, dass die Leute zu fest Einzelkämpfer sind und jeder am liebsten seinen eigenen Blog haben möchte und damit viel Energie in sein Projekt steckt.“

      Es war auch eine Idee, durch so ein Gemeinschaftsblog Leuten die Möglichkeit zu bieten, einfach mal 1-2 Artikel zu schreiben, ohne dass sie gleich ein ganzes Blog aufsetzen müssen. Das läuft ja nach wie vor über die Gastartikel. Deswegen ist es auch nicht schlimm, wenn Autoren nach einiger Zeit ihr eigenes Blog aufmachen – Operation gelungen.

      Viele kleinere Blogs können auch dann laufen, wenn man sich gut vernetzt, also immer wieder mal zitiert oder aufeinander verweist. Dass seit einiger Zeit die Pingbacks von diesem Blog woanders hin nicht mehr funktionieren, wurmt mich sehr. Denn auch darüber bekommt man Besucher. Umgekehrt klappt es ja ohne Probleme.

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