Fundstück: Haben 3 Jahre Beziehung eheähnliche Konsequenzen in Neuseeland?

crumar schreibt bei Alles Evolution:

Interessant, dass der Feminismus auf die Heiratsunwilligkeit von Männern bereits juristisch reagiert hat, indem bloßes zusammen wohnen in Neuseeland bereits nach 2-3 Jahren einen Eigentumstitel auf die Hälfte der Wohnung/ des Hauses und des Hausrats generiert.

Wer als Mann also vorher stolzer Besitzer dieser Wohnung, dieses Hauses war und voll eingerichtet, wird im Trennungsfall feststellen, „Beziehung“ kann ein ebenso teurer Spaß werden wie „Ehe“.

Erstaunlich ist, niemandem fällt auf, wie abwertend das für Frauen und Männer in Beziehungen ist, was Feministinnen über sie denken: Die Frau hat eigentlich so wenig Interesse an diesem Mann, sie muss dafür materiell entschädigt werden, nur mit ihm zusammen zu sein.

Und wie wenig dafür spricht, dass Feministinnen Frauen wirklich für Menschen halten, die ein eigenständiges sexuelles Interesse (an Männern) haben.
Denn in letzter Instanz bedeutet die materielle Gratifikation von Frauen in diesem Kontext: Wenn schon Beine breit, dann wenigstens für Geld.

D.h. was Gesetz geworden ist, ist die feministische Ideologie selbst und was diese über die Beziehung von Mann und Frau denkt und von ihr hält.

Das wäre tatsächlich etwas, was ich so bisher noch nicht gelesen habe. Ein schnelles Überfliegen des PDFs „Living Together“ von der New Zealand Law Society scheint crumars Einschätzung aber zu bestätigen. Mein lieber Scholli, wieso geht unter solchen Umständen überhaupt noch irgendein männlicher Neuseeländer eine Beziehung ein? Oder irre ich mich und es ist alles ganz anders? Kommentare erwünscht!

Sehr treffend der zweite Teil des Kommentars: Es ist einer Frau gar nicht zuzumuten, „einfach so“ (oder gar „aus Liebe“!) mit einem Mann zusammen zu sein. Dafür muss sie schon entschädigt werden (sog. „emotionale Arbeit“ – plus „Care-Arbeit“, wenn die Frau etwa den Haushalt macht).

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10 Antworten zu Fundstück: Haben 3 Jahre Beziehung eheähnliche Konsequenzen in Neuseeland?

  1. aranxo schreibt:

    Was auf jeden Fall interessant ist: Gilt das nur, wenn die Frau in einem Haushalt mit dem Mann gelebt hat und damit in einer eheähnlichen Beziehung? Was heißt denn 2-3 Jahre? Ist das nicht ein sehr schwammiges Kriterium? Und auch, muss sie diese Zeit mit ihm zusammen gewohnt haben oder zählt auch die Zeit, bevor sie zusammen gezogen sind?
    Wenn der gemeinsame Haushalt ein wichtiges Kriterium ist, ist Männern anzuraten, niemals in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen.

    • Graublau schreibt:

      Laut dem PDF sind die Bedingungen „mindestens drei Jahre zusammenleben“. Das ist nur gut verteilt über das Dokument ausgedrückt (Seite 1, Seite 6).

      „Wenn der gemeinsame Haushalt ein wichtiges Kriterium ist, ist Männern anzuraten, niemals in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen.“

      Oder man darf nur noch eine Beziehung streng auf finanzieller Augenhöhe eingehen. Aber wer wird da zuerst den Verlust an Romantik beklagen, wenn man beim ersten Date gleich die privaten Finanzen offenlegen muss?

  2. Gereon schreibt:

    Das heisst, ich müsste die Frau alle 23 Monate vor die Tür setzen?
    Das wird noch mehr Beziehungen kaputt machen und verhindern.
    Gilt das auch für schwul/lesbische Beziehungen oder werden die materiell protegiert?
    (Ein Glück gilt das noch nicht für Haustiere, sonst müsst ich meinen Hühnern die Hälfte des Hofes abtreten, und die sich juristisch mit der Katze einigen.)

  3. aranxo schreibt:

    Ich hab eben mal in das PDF reingeschaut. Bei der Vaterschaft haben sie es sich ja auch extrem einfach gemacht:

    Paternity: The law presumes that a man who lives with a woman as her partner at any time between conception of a child and that child’s birth is the father of that child.

    Wenn Du also während der Schwangerschaft mit der Mutter zusammen wohnst, bist Du automatisch der Vater. Was passiert eigentlich, wenn zwei (oder mehr) Männer während der Schwangerschaft mit ihr zusammen gewohnt haben? Wie ist das mit WGs?
    Also der Rat ist: Zieh nie mit einer Frau in eine WG! Wenn sie schwanger wird, bist Du dran, ganz egal, ob Du wirklich der Vater bist.

    • Graublau schreibt:

      Es liest sich wirklich wie der verunglückte Versuch, Leute (auch Kinder!) außerhalb einer Ehe zu schützen, damit „Ehe“ nicht mehr privilegiert wird und die Menschen nicht mehr dahin gezwungen werden. Das Ergebnis ist jedoch, dass sich insbesondere gut ausgestattete Männer vom Zusammenleben mit einer Frau fernhalten sollten.

  4. Matze schreibt:

    Aufgrund der Hypergamie von Frauen ist es dann auch immer der Mann der blechen darf. Sobald sich das ändert und mehr Frauen mehr verdienen wie ihre Partner, ändert sich erfahrungsgemäß auch solch ein Gesetz.

    • Graublau schreibt:

      Die Probleme gut gebildeter Frauen sind ja längst da! Also, natürlich, wenn man „mindestens auf gleichem Niveau“ heiraten will.

      Die gesetzliche Regelung hat aber das Zeug, den Partnermarkt für alle Frauen gleichermaßen zu vermiesen: Die gut gebildeten haben sowieso Probleme, einen gleichwertigen Partner zu finden, und die mit weniger Bildung (falls sich das in den Verdienst übersetzt) wären für viele Männer ein unkalkulierbares Risiko. Realsozialismus für Frauen – es geht allen schlecht.

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