Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 12

MANNdat hat mit der Champions League des Sexismus eine reichhaltige Quellensammlung geliefert. Eine oft zitierte Aussage ist die von FDP-Politikerin Cornelia Pieper in der Zeitschrift „BUNTE“ (9/2007):

Während die Frau sich ständig weiterentwickelt, heute alle Wesenszüge und Rollen in sich vereint, männliche und weibliche, und sich in allen Bereichen selbst verwirklichen kann, blieb der Mann auf seiner Entwicklungsstufe stehen. Als halbes Wesen. (…) Er ist weiterhin nur männlich und verschließt sich den weiblichen Eigenschaften wie Toleranz, Sensibilität, Emotionalität. Das heißt, er ist – streng genommen – unfertig und wurde von der Evolution und dem weiblichen Geschlecht überholt.

Beachtlich finde ich hierbei die Vermengung zweier Kategorien, die so nichts miteinander zu tun haben: Zum einen wird die Evolution bemüht („Entwicklungsstufe“), zum anderen die persönliche Willensentscheidung („verschließt sich“). Auf der biologischen Ebene laufen Prozesse aber viel langsamer und allgemein ab, um gleichzeitig mit der Entwicklung, die auf persönlicher Ebene stattfindet, etwas zu tun zu haben.

Es ist aber ein beachtlicher Kniff: Endlich kann man unbeschwert auf die Frage „Liegt es an der Natur, dass Männer minderwertig sind, oder tragen sie selbst Schuld daran?“ mit „Beides!“ antworten.

Während der Weiße sich ständig weiterentwickelt, heute alle Wesenszüge und Rollen in sich vereint, schwarze und weiße, und sich in allen Bereichen selbst verwirklichen kann, blieb der Schwarze auf seiner Entwicklungsstufe stehen. Als halbes Wesen. (…) Er ist weiterhin nur schwarz und verschließt sich den weißen Eigenschaften wie Toleranz, Sensibilität, Emotionalität. Das heißt, er ist – streng genommen – unfertig und wurde von der Evolution und der weißen Rasse überholt.

So locker-flockig könnte man „weltgewandte“ Weiße als „höherwertig“ gegenüber Schwarzen verkaufen und denjenigen Schwarzen, denen es schlecht geht, gleichzeitig selbst die Schuld an ihrem Schicksal geben.

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

Fundstücke mit Quellangabe einfach in die Kommentare schreiben!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Irgendwie fällt mir gerade nur Michael Jackson ein…

Michael Jackson: Black or White

Werbeanzeigen

Fundstück: Galaxor und die Raupe

Zwei Kommentare unter dem Artikel „Jungen lesen anders“, die mich zum Lachen gebracht haben:

Matze:

Dann hier noch etwas sehr lustiges über die Unterschiede was Jungen und Mädchen in Geschichten interessant finden:

http://9gag.com/gag/aeN9oxm/men-are-from-mars-women-from-venus

Lucas Schoppe darauf:

Zum verlinkten Gag, in dem ein Junge und ein Mädchen sich mit einer Geschichte abwechseln. Ich mach das tatsächlich öfter mal in Klassen, zum Aufwärmen, dass ich die Schüler zu Beginn eine Geschichte erzählen lasse. Ich fange kurz an, jemand macht weiter, gibt dann wieder weiter etc. In der fünften Klasse war das Ergebnis, was die Geschlechter anging, zunächst wirklich phänomenal deutlich. Die Mädchen erzählten harmlose Geschichten, sobald ein Junge dran war, tauchten plötzlich Zombie-Armeen oder Panzer auf und Atombomben kamen ins Spiel – war wieder ein Mädchen dran, stellte sich plötzlich heraus, dass alles nur ein Traum war und dass alle Toten noch lebten – als der nächste Junge dran war, wurde plötzlich eine Atombombe gezündet etc.

Es war wirklich auffällig: Bei den Jungen ging regelmäßig alles kaputt, die Mädchen versuchten, alles wieder gut zu machen – und beide Seiten hatten jeweils das Gefühl, die anderen würden ihre Geschichte zerstören.

Mit der Zeit wurde der Unterschied dann weniger extrem, unter anderem deshalb, weil die Erzählstile einander anglichen. Außerdem hatte ich mit den Kindern gesprochen und ihnen gesagt, dass es das Erzählen Geschichten schwieriger macht, wenn nach ca. zwei Minuten alle Beteiligten tot sind. Oder dass man Spannung durch Andeutungen etc. aufbaut und nicht dadurch, das ständig und in jedem Moment irgendeine Zombie-Armee aufmarschiert.

Da musste ich sofort an folgende Stelle aus dem Film Otto – Der Außerfriesische denken, in der die Kindergärtnerin Otto bittet, die Geschichte von der Raupe und den zwei Lämmern zu erzählen… meiner Erinnerung nach „ab der Stelle, als die Raupe erzählt, in was sie sich verwandeln kann“:

Otto, der Außerfriesische: Im Kindergarten

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal mit einem Lied, das auch in erwähntem Film vorkommt (natürlich parodiert von Otto):

Michael Jackson: The Way You Make Me Feel

Fundstücke gesucht: Frauenverachtende Artikel?

sharkathotep schreibt in einem Kommentar auf den gestrigen Beitrag:

Irgendwie lese ich hier ständig tatsächlich zutiefst frauenverachtende Bemerkungen, aber die scheinen dir nicht aufzufallen … Bzw. scheinst du sie nicht so enthusiastisch anzuprangern.

Sie meint damit aranxo, aber letzten Endes kann sich jeder Autor dieses Blogs angesprochen fühlen. Frage an die Leser: Was sind Beispiele für zutiefst frauenverachtende Bemerkungen, die hier in den Artikeln im Blog fallen?

Die Kommentare halten wir tatsächlich recht offen. Hier ist jeder für seinen eigenen Grütz verantwortlich.

Aber auch da sei einmal in die Runde gefragt: Was waren zutiefst frauenverachtenden Bemerkungen, bei denen Ihr erwartet hättet, dass die Blogautoren einschreiten, kommentieren, was auch immer tun? Was wäre denn die richtige Reaktion gewesen?

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Wenigstens fallen mir langsam immer weniger Lieder zum Thema „Hass“ ein…

Erasure: Love To Hate You

Kurznachrichten vom 01.10.2016

1: In Österreich wurde ein 1. Online-Männerkongress organisiert, der heute beginnt und bis zum 10. Oktober andauern soll. Jeden Tag kann man ab 18:00 Uhr online zwei Vorträge anschauen und evtl. auch mitdiskutieren. Dazu gibt es auch ein Video von NICHT-Feminist, bei dem der Initiator Christian Peherstorfer interviewt wird:

2: Gestern hat Sophia Thomalla mit folgendem Tweet einen riesigen Shitstorm ausgelöst:

https://twitter.com/ThomallaSophia/status/781924621390057476

Später hat sie das mit folgendem Tweet relativiert:

Dennoch fühlt sich die Gutmenschenfraktion extrem getriggert. Ich bin schon ziemlich erstaunt, was so ein harmloses Witzchen an blankem Hass in der ach so zivilisierten Political-Correctness-Fraktion auslösen kann, bis hin zu unverhohlener Frauenverachtung. Nur so ein paar Beispiele:

https://twitter.com/favefugee/status/781946944411299840

https://twitter.com/goia/status/781932544812019712

Immerhin bewahrt der Account der neuen Kampagne #NichtEgal gegen „Hate Speech“ Contenance:

Auch andere bewahren einen kühlen Kopf, z.B.:

3: Pampers stellt die Werbung für geschlechtsneutrale Kindernamen ein, nachdem über 13.000 Bürger eine Online-Petition auf der eher bürgerlichen Petitions-Plattform citizen go unterschrieben haben.

4: Der Blogger Fefe kommentiert das neueste Urteil im Fall Kachelmann, in dem das erste Mal ein Gericht festgestellt hat, dass die Beschuldigerin Claudia Dinkel die angebliche Vergewaltigung fingiert hat, wie folgt:

Herzlichen Glückwunsch, lieber Feminismus! Das habt ihr ja schön hingekriegt, dass sich selbst überführte Falschbeschuldiger noch als Opfer fühlen, denn auf der anderen Seite stand ein weißer Mann. Opfer eines „Justizskandals“ und einer Verschwörung des Patriarchats. Lügnerinnen nicht unbesehen zu glauben ist ein Zeichen von Frauenfeindlichkeit. Soweit sind wir inzwischen.

5: Der französische Schriftsteller Michel Houellebecq ist in Berlin mit dem Frank-Schirrmacher-Preis ausgezeichnet worden. Die NZZ dokumentiert seine Dankesrede. Ein Auszug:

Mit den von Philipp Muray angekündigten neuen Zeiten ist ganz einfach die Rückkehr des Matriarchats in neuer Form gemeint, in Staatsform. Die Bürger werden in einem Zustand fortgesetzter Kindheit unterhalten, und der erste Feind, den unsere westliche Gesellschaft auszurotten versucht, ist das männliche Zeitalter, ist die Männlichkeit selbst.

In diesem Sinn hat die Entwicklung der französischen Gesellschaft seit Philippe Murays Tod und insbesondere seit der Rückkehr der Sozialisten an die Macht seine Prophetien in atemberaubendem Ausmass bestätigt, und mit einer Rasanz, die ihn selbst, glaube ich, erstaunt hätte. Die Tatsache, dass Frankreich nach Schweden das zweite Land der Welt sein könnte, das die Kunden von Prostituierten bestraft, das, so glaube ich, wäre selbst Philippe Muray schwergefallen zu glauben, er wäre entsetzt zurückgeschreckt vor der Perspektive. Nicht so früh. Nicht so schnell. Nicht in Frankreich.

Die Prostitution abschaffen heisst, eine der Säulen der sozialen Ordnung abzuschaffen. Das heisst, die Ehe unmöglich zu machen. Ohne die Prostitution, die der Ehe als Korrektiv dient, wird die Ehe untergehen, und mit ihr die Familie und die gesamte Gesellschaft. Die Prostitution abzuschaffen, das ist für die europäischen Gesellschaften einfach ein Selbstmord.

Die Rede enthält auch noch den ein oder anderen weiteren spannenden und ungewöhnlichen Gedanken, ist aber ziemlich lang.

6: Die US-amerikanische Schachmeisterin Nazi Paikidze-Barnes will die Weltmeisterschaft im kommenden Februar im Iran boykottieren, weil die Spielerinnen gezwungen werden sollen, beim Spielen einen Hijab zu tragen.

7: Derweil werben Islamisten wie folgt für das Kopftuch:

kopftuchwerbung

Wen die Fliegen darstellen sollen, könnt Ihr Euch sicher denken.

8: Und wo wir grade wieder mal dabei sind, von Jesus and Mo gibts wieder was neues, das dazu passt: