Fundstück: Junge und alte Männer im Umkleideraum

Matthew Inman veröffentlicht unter dem Titel „The Oatmeal“ Comics. Bei dem folgenden musste ich schmunzeln:

„Junge Männer im Umkleideraum im Vergleich zu alten Männern im Umkleideraum“
http://theoatmeal.com/pl/minor_differences2/locker_room

Soviel zum Thema Altersunterschied und Selbstsicherheit mit dem eigenen Körper…

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Beim Vergleich „alt“ und „jung“ kam mir dieser Klassiker in den Sinn, auch wenn der Inhalt damit wenig zu tun hat.

Billy Joel: Only The Good Die Young

Fundstück: „Die Prä-Personen“ von Philip K. Dick

Dirk M. Jürgens (DMJ) erwähnte bei Alles Evolution Philip K. Dicks Geschichte „Die Prä-Personen“ (The Pre-persons). Der äußerst erfolgreiche Science-Fiction-Autor, dessen Werke als Vorlagen für zahlreiche Filme verwendet wurden, lieferte damit Anfang der 1970er Jahre einen Beitrag zur Abtreibungsdebatte.

In der Geschichte sind postnatale Abtreibungen erlaubt, Begründung: Kinder seien ja noch keine ganzen Menschen. Eine Seele bekommen sie erst ab dem Alter von 12, weil sie dann in der Lage sind, Mathematikaufgaben von einer gewissen Komplexität zu lösen, was als Beweis für ihren Geist gilt.

Dick zog sich damit den „absoluten Hass“ von Joanna Russ zu. Dabei drehen sich viele seiner Geschichten um die Frage, was wirklich ist, und von der Frage „Ab wann ist es ein Mensch?“ zu „Was ist menschlich?“ (siehe etwa „Blade Runner„) ist es nicht weit.

Zu den Reaktionen auf die Geschichte siehe auch die Kommentare des Autors in diversen Ausgaben. Ein längerer Blogeintrag enthält eine Zusammenfassung und Analyse.

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Bei Blade Runner muss ich natürlich sofort an die Musik von Vangelis denken.

Vangelis: Blade Runner Blues

Franziska Schutzbach zum Ersten: „Ich will Arsch schauen“

von Mark E. Smith

Die Geschlechterforscherin und feministische Aktivistin Franziska Schutzbach beschäftigt sich in einem Blog-Beitrag mit dem „kulturell machtförmigen Blick“. Ausser Phrasen bzw. Plattitüden wird jedoch nicht viel Substanzielles geboten.

Ich habe mir vorgenommen, mich in der nächsten Zeit immer wieder einmal mit Publikationen von der Geschlechterforscherin und feministischen Aktivistin Franziska Schutzbach, die in Schweiz wohnhaft ist, auseinanderzusetzen bzw. abzuarbeiten. Dies u.a. deshalb, weil m.E. Schutzbach gegenwärtig in der Schweiz, was Genderthemen aus einer feministischen bzw. radikalfeministischen Perspektive anbelangt, am stärksten in die Öffentlichkeit drängt und immer wieder einmal als Expertin in den unterschiedlichsten Medien eine Plattform erhält.

In einem Blog-Beitrag mit dem Übertitel „Ich will Arsch schauen“ vom 28. Juni 2016 auf ihrem Blog „PRÄZIS UND KOPFLOS. Notizen zum Frau-Werden, Tier-Werden, Schwarz-Werden“ befasst sie sich insbesondere mit dem „kulturell machtförmigen Blick“. Der Blog-Beitrag ist eigentlich eine Kritik an einem anderen Blog-Beitrag, der sich seinerseits wiederum mit der Thematik beschäftigt, ob Männer Frauen in der Öffentlichkeit anschauen dürfen. In meinen nachfolgenden Ausführungen geht es mir nicht um diese Kritik von Schutzbach am Blogbeitrag von Reda el Arbi und ob diese berechtigt ist oder nicht, sondern ich konzentriere mich vollständig auf die Ausführungen von Schutzbach zum „kulturell machtförmigen Blick“.

Gibt es eine neutrale Sexualität?

Franziska Schutzbach schreibt:

„El Arbi legt dann aber nahe, es gäbe eine Art „neutrale“ Sexualität, eine, die sich jenseits von Machtverhältnissen abspiele – dazu gehören zum Beispiel Blicke. Dass es auch im ‚Blickverhalten’ Varianten gibt, schliesst er zwar nicht aus (auch er ist der Meinung, dass offensives Glotzen nicht angenehm ist), allerdings erkennt er darin keinerlei gesellschaftliche Schieflagen, sondern nur Effekte eines Fortpflanzungstriebes, bei dem Männer auf nackte Haut reagieren. Dass auch ‚Blicke’ als kulturelle Verhaltensweisen machtförmig sein können (nicht müssen), interessiert El Arbi nicht, dass auch Blicke Frauen zu Objekten machen können (aber nicht müssen), unterschlägt er.“

Schutzbach legt hier zumindest im ersten Satz nahe, dass es quasi keine „neutrale Sexualität“ gibt, Sexualität also quasi immer mit Machtverhältnissen gekoppelt sei. Leider begründet sie diese Aussage nicht! Wenn zwei erwachsene Menschen Sex haben, die beide mündig und urteilsfähig sind, kann man m.E. grundsätzlich einmal davon ausgehen, dass der Sex ohne irgendwelche Machtverhältnisse vonstatten geht. Selbstverständlich kann es Umstände geben, bei denen man Machtverhältnisse annehmen kann, wenn Drohung, Nötigung oder ganz allgemein Straftaten gegen die sexuelle Integrität vorliegen. Schutzbach schreibt nun von „Blicken, die kulturell machtförmig“ sein können, aber sie unterlässt es, genau zu begründen, wie sie auf diese Aussage kommt. Wie muss man sich einen solchen „kulturell machtförmigen Blick“ vorstellen? Was sind die objektiven Merkmale bzw. Indikatoren für einen solchen Blick? Wie wird er definiert und wie operationalisiert? Nehmen alle Menschen einen solchen kulturell machtförmigen Blick identisch wahr – also gibt es diesbezüglich einen Konsens, was ein „kulturell machtförmiger Blick“ ist? Ausserdem schreibt sie von „Blicken, die Frauen zu Objekten machen können“. Auch hier wieder: Was muss man sich eigentlich unter einem solchen Blick vorstellen? Gibt es eine konsensfähige Definition darüber, die dann eine zuverlässige Operationalisierung gewährleisten, sodass alle Menschen sofort einen solchen Blick erkennen können? Und was ist eigentlich damit gemeint, wenn sie davon spricht, dass Frauen zu Objekten gemacht werden? Wann genau wird eine Frau zum Objekt gemacht und wann genau nicht? Gibt es auch hier zuverlässige Indikatoren, die eine zuverlässige Abgrenzung gewährleisten oder ist dies quasi nur ein „subjektives bzw. gefühltes Konstrukt“? Und weshalb spricht sie nur von Frauen und nicht auch von Männern oder was bei ihr anzunehmen ist von weiteren Geschlechtern?

Was ist ein sexistischer bzw. machtförmiger Blick?

Franziska Schutzbach schreibt:

„Nicht jeder Blick ist sexistisch oder machtförmig. Darin stimme ich überein. Ich selber habe nicht grundsätzlich etwas dagegen, angeschaut zu werden. Es gibt viele Blicke, mit denen ich gut klar komme, die mir manchmal sogar schmeicheln. Viele Männer wissen ganz genau, wie das geht. Sie „glotzen“ nicht. Im Unterschied zu El Arbi habe ich offenbar eine bessere Meinung von Männern: Ich erfahre in der Regel respektvolle Blicke, die Gefallen ausdrücken, ohne zu objektivieren. Sowas geht, es ist überhaupt nicht schwierig. Und ja: Ich erlebe natürlich auch genau das andere: Blicke, bei denen ich mich unwohl und belästigt fühle.“

Leider weiss der Leser immer noch nicht, was denn nun genau ein belästigender, objektivierender, sexistischer oder machtförmiger Blick sein soll. Sie schreibt zwar, dass sie sich bei gewissen Blicken unwohl und belästigt fühlt, aber ob das einfach ihr subjektives Empfinden ist oder dies quasi alle Menschen so erleben würden wie sie, bleibt vollständig offen. Insbesondere sie ja auch nicht versucht, solche empirische Phänomene wie einen sexistischen Blick zu definieren und zu operationalisieren.

Der Blick bedarf einer Reflexion und ist Teil eines Machtregimes

Franziska Schutzbach schreibt:

„El Arbi weigert sich, sich ernsthaft mit diesem Unterschied zu befassen. Und legitimiert damit, dass alle Blicke letztlich okay, ja gar notwendig sind, selbst dann, wenn sie objektivieren. Zwar darf Frau sich wehren, vom ‚Schauenden’ fordert El Arbi aber keine Reflexion. Anhand der Fortpflanzungs-Biologie behauptet er, diese Blicke seien eine Art männliches ‚Muss’.“

Hier muss man sich einfach fragen, wie El Arbi überhaupt eine Differenzierung zwischen objektivierendem und nicht objektivierendem Blick vornehmen soll, wenn bisher noch überhaupt nicht geklärt wurde, was denn nun ein objektivierender Blick genau sein soll (Definition, Operationalisierung, Indikatoren etc.).

Franziska Schutzbach schreibt:

„Damit weigert er sich erstens zu reflektieren, inwiefern auch Blicke Teil eines Machtregimes sein können (nicht müssen!), in dem es durchaus um die Objektivierung des weiblichen Körpers gehen kann (was nicht heisst, dass Frauen dann automatisch ‚Opfer’ sind). Zweitens reduziert er Sexualität auf ein rein heterosexuelles Projekt: Sexualität entspringe dem ‚Fortpflanzungsdruck’. Diese enge Sicht auf Sexualität macht es El Arbi möglich, ein Konstrukt aufzubauen, in dem Blicke nach einem neutralen und deshalb nicht-kritisierbaren Programm ablaufen, in dem Männer keine Akteure sind, sondern gesteuert durch die Notwendigkeit der Natur. Ein (gefährliches) Argument, mit dem sich letztlich jede Praxis legitimieren lässt.“

Dass nun Blicke Teil eines Machtregimes sind, hört sich zumindest für mich sehr kryptisch an. Was ist eigentlich ein Machtregime? Gibt es hier eine Definition dafür? Und ist ein solches Machtregime empirisch fassbar: also gibt es Operationalisierungen und Indikatoren, um dies empirisch fassbar zu machen? Und wiederum: was ist genau mit einer Objektivierung des weibliche Körpers gemeint (Definition, Operationalisierung, Indikatoren etc.)? Dass die menschliche Sexualität wohl primär durch den „Zwang“ zur zweigeschlechtlichen Fortpflanzung entstanden ist, dürfte wohl zumindest für Biologen klar sein; natürlich wird Sex nicht nur deshalb praktiziert, um sich fortzupflanzen, aber der Ursprung geht sicherlich auf den „Zwang“ zur zweigeschlechtlichen Reproduktion zurück. Und weshalb geht es immer ‚nur’ um die Objektivierung des weiblichen Körpers und der männliche Körper bleibt vollständig aussen vor?

Blicke und ihre sexistische Anspruchshaltung

Franziska Schutzbach schreibt:

„Das heisst aber nicht, dass Blicke nicht auch objektivierend sein können. Vor allem dann, wenn sie überall sonst, aber nicht in die Augen gehen. In manchen Blicken schwingt eine sexistische Anspruchshaltung: ‚ich kann dich unverhohlen anglotzen, weil ich das Subjekt bin und du das Objekt‘.“

Also: Ein Blick auf das Haar, die Hände, die Nase, die Ohren, die Füsse, die Finger, die Beine, den Rücken etc. ist viel verdächtiger für eine Objektivierung der Frau als ein Blick in die Augen. Hmmm, warum, weshalb, wieso? Wenn Schutzbach wenigstens einmal etwas begründen würde, anstatt nur Behauptungen aufzustellen, dann könnte man sich wenigstens mit ihrer Argumentation auseinandersetzen, aber so…..?!

Blicke sind nicht verboten, aber ….

Franziska Schutzbach schreibt:

„Einmal abgesehen davon, dass auch dann gestarrt wird, wenn man mit einem Rollkragenpulli rumläuft: Natürlich sollen Blicke nicht verboten werden, aber sie können reflektiert werden, wie jede andere Handlung auch. Denn sie sind Teil von gesellschaftlichen Verhältnissen – wie jede andere Handlung auch.“

Blicke sollen also nicht verboten werden, aber sie sollen doch reflektiert werden, weil sie Teil von gesellschaftlichen Verhältnissen sind. Was aber genau bezweckt denn diese Reflexion des eigenen Blickes? Offenbar will Franziska Schutzbach die von ihr präferierten Verhaltensänderungen nicht durch „Repression“ (Verbot) erreichen, weil das würde sich ev. für den Feminismus nicht so gut machen (immer Verbote zu fordern, ist mit der Zeit nicht sooo sexy), sondern doch lieber durch internalisierten Selbstzwang: also keine Muss-Erwartung, aber doch eine Soll-Erwartung. Ergo: Man soll einen Arsch im öffentlichen Raum nur noch mit Selbstbeschämung anschauen dürfen oder doch besser überhaupt nicht, weil dann auch die Strafe der Beschämung wegfällt. Nun, dass Blicke ev. auch etwas mit gesellschaftlichen Verhältnissen zu tun haben, könnte durchaus sein, aber sie haben ev. auch viel mit der Ontogenese und ev. auch mit der Phylogenese der Menschen zu tun, was Franziska Schutzbach „selbstverständlich“ nicht erwähnt, weil man bekommt von ihr den Eindruck, dass nun wirklich alles einfach gesellschaftlich bedingt sein muss.

Schutzbach im Kaffee und dann passierts…

Franziska Schutzbach schreibt:

„Kürzlich sass ich in einem Kaffee, es kam ein mittelalterlicher Mann herein, ich sass an meinem Laptop und schrieb. Aus den Augenwinkeln sah ich, wie er sich direkt gegenüber von mir positionierte und mich dann taxierte. Er starrte in meinen (nicht sehr grossen) Ausschnitt, musterte mich unverhohlen. Ich nahm meine Sachen und setzte mich an einen anderen Platz, so dass zwischen mir und ihm eine Säule war. Der Mann aber lehnte sich einfach nach vorne und starrte an der Säule vorbei nach mir. Ich wurde wütend, und sagte, er solle aufhören. Worauf er entrüstet ausrief, das sei ja wohl eine Frechheit. Ich stand auf und ging. Was hätte ich anderes tun sollen? ich musste dringend einen Text abgeben, hatte keine Zeit für Auseinandersetzungen. Meine ‚persönliche Freiheit’ war zu gehen, obwohl ich eigentlich gern dort weiter gearbeitet hätte. Ich war also diejenige, die gehe musste, mein Bewegungsraum wurde durch die Blicke dieses Mannes direkt eingeschränkt.“

Offenbar hat sich Schutzbach durch den Blick des Mannes unwohl gefühlt. Jetzt kann man sich fragen, ob sie die Situation nicht viel anders hätte lösen können? Eine Möglichkeit wäre beispielsweise gewesen, wenn sie einfach den Mann vollständig ignoriert hätte, dann hätte sie auch nicht bemerkt, dass er sie offenbar längere Zeit anschaut oder beobachtet und das Problem wäre für sie gelöst gewesen. Sie hätte sich auch einen Platz im Kaffee aussuchen können, bei dem sie dem Mann den Rücken zudreht – also auch hier: „aus den Augen, aus dem Sinn“. Eine Möglichkeit wäre ausserdem gewesen, den Mann selbst anzustarren, sodass es ihm vermutlich unangenehm geworden wäre, wenn er sich bei seinem Anstarren auch angestarrt fühlt. Eine weitere Handhabe, um mit dieser Situation umzugehen, hätte darin bestanden, dass sie dem Mann auf eine freundliche Art und Weise mitgeteilt hätte, dass sie den Eindruck habe, dass er sie seit längerer Zeit anstarren würde und sie sich dabei sehr unwohl fühle und er dieses Verhalten doch freundlicherweise unterlassen solle. Man bekommt hier schon den Eindruck, dass sich Schutzbach unbedingt als Opfer inszenieren möchte, dem ein grosses Unrecht angetan wurde und dem als letzte Handlungsmöglichkeit nur noch die Flucht aus dem Kaffee bleibt.

Männer auch Opfer, aber bitte ohne gesellschaftlichen Kontext

Franziska Schutzbach schreibt:

„Auch Männer erfahren Sexismus, aber dabei kann einfach nicht von einer gesellschaftlichen Gesamtdynamik gesprochen werden, oder von einer einfachen Umkehrung. Wenn Männer auf ihre Sexyness reduziert werden, geschieht dies vor einem anderen kulturhistorischen Hintergrund, das heisst ihr Subjektstatus steht dadurch als Gruppe nicht ernsthaft infrage.“

Die Frage würde sich hier stellen, was Schutzbach damit meint, wenn sie behauptet, es könne nicht von einer gesellschaftlichen Gesamtdynamik gesprochen werden. Wenn z.B. 30% der Männer auf ihr sexy Aussehen reduziert würden, hätten wir dann eine gesellschaftliche Gesamtdynamik oder erst bei 100%. Und was nun der kulturhistorische Hintergrund für die Menschen in der Gegenwart zu tun haben soll, wenn sie auf ihre Körperlichkeit reduziert werden, ist m.E. nicht ersichtlich. Zum einen geht es einmal um den konkreten einzelnen Menschen: den Einzelfall. Das heisst, wenn beispielsweise ein Mann durch eine Frau eine Körperverletzung davon trägt, spielt es keine Rolle, ob dies nun kulturhistorisch ein Novum ist oder nicht; die Schmerzen und die ev. sonstigen Schädigungen werden dadurch nicht geringer. Zum Subjektstatus: Schutzbach will damit hoffentlich nicht behaupten, dass der Vorfall im Kaffee, den sie weiter oben geschildert hat, alle Frauen genau gleich erfahren/erleben und interpretieren würden wie sie selbst. Dieses Kollektiv-Singular „Frau“ – damit ist u.a. gemeint, dass quasi sämtliche Frauen ihre Lebenswelt identisch erfahren und interpretieren würden, ist ein Mythos. Selbstverständlich gibt es Frauen, die den Vorfall im Kaffee ähnlich erfahren und interpretieren würden wie Schutzbach, aber dies dürfte m.E. eine Minderheit der Frauen sein. Gewissen Frauen wäre der Mann überhaupt nicht aufgefallen, andere hätten ihn schlichtweg ignoriert und wieder andere hätten ihm den Rücken zugedreht und die Sache wäre vermutlich auch gegessen gewesen.

Die kulturhistorische Bedeutung des Blicks

Franziska Schutzbach schreibt:

„Sowieso unterschlägt El Arbi die kulturhistorische Bedeutung des Blicks und reduziert ihn auf ein rein biologisches Programm. Wie Laura Mulvey in ihrer Filmtheorie gezeigt hat, ist der aktive Blick „männlich“. Das heisst in den meisten Filmen wird die Kamera gemäss einer androzentrischen Ordnung geführt, in der Männer den sehenden Part haben und Frauen den Part des gesehen werdens. Kurz: Männer schauen, Frauen werden geschaut.“

Nun kann man sich natürlich fragen, ob man kulturhistorische Filmtheorie auf Begegnungen zwischen Frauen und Männer im öffentlichen Raum des 21. Jahrhundert eins zu eins übertragen kann und ob hier überhaupt ein Konnex besteht. Und man könnte sich dann auch gleich fragen, wer Frauen heute in den westlichen Industrienationen daran hindert, selbst einen aktiven Blick in den alltäglichen Begegnungen und im Film einzunehmen?! Auch hier entsteht wiederum der Eindruck, dass es Schutzbach vor allem darauf anlegt, Frauen als ewiges Opfer des Mannes zu zelebrieren, das von irgendwelchen ominösen Mächten daran gehindert wird, ein selbst gewähltes Leben zu leben.

Franziska Schutzbach schreibt:

„Das hat damit zu tun, dass historisch das Subjekt männlich konnotiert war: Mensch = Mann, Bürger = Mann (in der Schweiz durften Frauen erst ab den 1970er Jahren abstimmen). Natürlich hat sich seither vieles verändert.“

Es ist richtig, dass die Schweiz in Europa eines der letzten Länder war, das auf Bundesebene das Wahlrecht für Frauen einführte. In Deutschland war beispielsweise das Wahlrecht für Frauen bereits 1918 Tatsache geworden und auch ein beträchtlicher Teil der Männer hatte de facto erst zu diesem Zeitpunkt das Wahlrecht. Zumal vor 1918 ein grosser Teil der Männer auch vom Wahlrecht ausgeschlossen wurde: Im Jahre 1871 beispielsweise durften de facto nur 20% der Gesamtbevölkerung wählen; das bedeutet, dass 60% der Männer de facto nicht wählen durften.

Popkultur und die Frau für einmal kein Opfer, aber nur ganz kurz …

„Aber ein Blick in die Popkultur zeigt bis heute, dass Frauen oft Ausstattung, Dekoration, Sexobjekt sind (was sogar El Arbi in seinem Text bestätigt). Frauen sind oft dazu da (zum Glück nicht immer), um angeschaut zu werden.
Das heisst noch lange nicht, dass Frauen, die sich in eine solche Position begeben und ihren Ausschnitt in die Kamera halten oder im Minirock herumlaufen per se „Opfer“ sind, oder Unterdrückte. Natürlich sind sie Akteurinnen, die auch eine freie Wahl oder einfach verschiedene Stile haben. Aber die sexistische Grundlogik, nach der wir in einem System leben, das einen grossen Teil seiner Dynamik daraus zieht, Weiblichkeit in der Objekt-Position zu halten, bleibt auch dann bestehen, wenn Frauen diese Dinge freiwillig tun und damit manchmal gut Geld verdienen.“

Von der kulturhistorischen Filmtheorie über das Wahlrecht sind wir nun bei der Popkultur gelandet. Frauen sind also für Schutzbach nicht per se Opfer, weil sie ja frei wählen können, ob sie sich als Sexobjekt darbieten wollen oder nicht – das wäre ja schon mal eine gute Nachricht. Doch die Frau-als-Opfer-Rhetorik währt nur kurz und wird sogleich in den nachfolgenden Sätzen wieder eingeführt und zwar durch ein System, das Weiblichkeit in einer Objekt-Position hält. Folglich nichts mehr mit freier Wahl und so für die Frauen: Das System zwingt die Frauen in eine Objekt-Position! Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wer denn dieses ominöse System genau ist? Und vor allem auch, wie das System den Frauen diese Objekt-Position aufzwingt? Leider erfahren wir auch diesbezüglich nichts von Schutzbach.

Verhandlungsdemokratie und die ubiquitären gesellschaftlichen Verhältnisse

Franziska Schutzbach schreibt:

„Vielleicht noch dies: Wenn ich der Meinung bin, auch sexuell intendierte Blicke seien unterschiedlicher Art und müssten diskutiert werden, dann heisst das natürlich nicht, dass ich sexuelle Impulse allgemein unterdrücken will. Für mich bedeutet in einer Demokratie zu leben aber, dass alles, ausnahmslos alles verhandelbar ist. Auch Blicke. Auch Biologie. So zu tun, als gäbe es Felder, die jenseits von gesellschaftlichen Verhältnissen einfach ‚so sind’, wie sie sind, und zu unterstellen, darauf hätten Menschen keinen Einfluss, ist historisch wie aktuell falsch. Das Argument, es sei einfach Biologie, hat man schon vor 200 Jahren gebracht, als die Vagina noch als ein nach innen gestülpter Penis definiert war und Frauen folglich als ‚minderwertige Männer’.“

Schutzbach spricht von Felder, wobei überhaupt nicht klar wird, was sie überhaupt unter dem Begriff „Feld“ versteht. Tatsache dürfte sein, dass es nun mal rein biologische Phänomene gibt. Die Präferenz zur männlichen Homosexualität ist nun mal rein biologisch bedingt (Genetik plus hormonelle Einflüsse etc.) und gesellschaftliche Verhältnisse spielen bei der Entstehung dieser Neigung/Präferenz überhaupt keine Rolle. Ob diese Neigung dann beispielsweise eher in der Öffentlichkeit oder im Privaten ausgelebt wird, bestimmen selbstverständlich dann wiederum auch gesellschaftliche Verhältnisse.

Fazit, Resümee, Schluss

Zusammengefasst bekommt man vom Text von Schutzbach folgenden Eindruck: Es wird viel behauptet, ohne jedoch diese Behauptungen mit Begründungen zu versehen. Begriffe (Konstrukte) und gesellschaftliche Mechanismen werden nicht definiert bzw. erklärt, geschweige denn operationalisiert, sodass schlussendlich alles und nichts darunter verstanden werden kann und es vor allem von der subjektiven Einschätzung/Befindlichkeit der Autorin abhängt, wann ein Blick zum Anstarren wird, wann er machtförmig wird, welche Körperteile besonders dafür prädestiniert sind und von welcher Person dieser Blick ausgehen muss (der Blick eines Kindes, das glotzt oder starrt, würde vermutlich nach Schutzbach nicht unter einen „machtförmigen Blick“ subsumiert werden) und wie dies alles mit einer gesellschaftlichen machtförmigen symbolischen Ordnung zusammenhängen soll. Ein solch schwammiges und auf subjektiven Befindlichkeiten aufbauendes Konzept taugt jedoch sicherlich nicht dazu, um menschliches Verhalten konstruktiv zu regulieren: das Gegenteil ist der Fall, es befördert Willkür.

Opfer sind bei Schutzbach primär mal die Frauen. Wenn Männer Opfer sind, dann ist dies selbstverständlich weniger schlimm und sicherlich nicht in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext zu verorten, weil die gesamtgesellschaftliche symbolische Ordnung macht selbstredend nur Frauen zu Opfer; bei Männer handelt es sich vermutlich um tragische Einzelfälle. Merke: Wenn Frauen Opfer werden, dann ist dies immer strukturell bzw. gesellschaftlich bedingt, wenn Männer Opfer werden, dann handelt es sich um einen Einzelfall ohne jegliche Verbindung zum Gesellschaftlichen.

Quelle:
https://franziskaschutzbach.wordpress.com/2016/06/28/ich-will-arsch-schauen/

Kurznachrichten vom 09.10.2016

1: Don Alphonso untersucht bei der FAZ die diesjährigen Zahlen der angezeigten Sexualstraftaten auf dem gerade beendeten Oktoberfest. Schon deshalb, weil Netzfeministinnen in ihrer #ausnahmslos-Kampagne das Oktoberfest immer wieder gerne als Beispiel dafür hernahmen, dass Sexismus und sexuelle Übergriffe auch unter Bio-Deutschen gang und gäbe seien.

Nun, tatsächlich hat sich die Zahl der Anzeigen im Vergleich zum Vorjahr von 21 auf 31 erhöht, und das trotz niedrigerer Besucherzahlen. Aber:

Bei den festgenommenen Beschuldigten handelt es sich um 2 deutsche Staatsangehörige und 16 ausländische Staatsbürger (darunter 6 Asylbewerber).

Einer der beiden deutschen mutmasslichen Täter ist dem Vernehmen nach ein männlicher Busfahrer, der sich an einem betrunkenen Mann oral verging. […]

Seriös muss man sagen: Es gab 2016 nach bisherigem Stand der Ermittlungen bei einem 17 Tage dauernden Fest mit 5,6 Millionen Besuchern 1 einzigen festgenommenen deutschen, heterosexuellen, mutmasslich weissen Sexualstraftäter. Die grosse Mehrheit der Ermittelten stammt nicht aus Deutschland. In der einzigen Nacht auf der Domplatte liegen bei einer vierstelligen Menschenmenge mit überwiegend Migrationshintergrund 430 Anzeigen wegen Sexualstraftaten vor. Man kann es nicht vergleichen.

So sieht sie aus, die deutsche „Rape Culture“.

2: Die taz befindet, mit der Aussage

Außerdem müssen wir deutlich machen, dass die neuen Freiheiten in der Lebensgestaltung ein Angebot und keine Vorgabe sind. (…) Es geht darum, dass jeder nach seiner Fasson leben kann und nicht darum, traditionelle Lebensformen abzuwerten oder die Individualisierung ins Extrem zu treiben. Auf Individualismus darf nicht zum Egoismus werden, sonst wird gesellschaftlicher Zusammenhalt unmöglich. So ist und bleibt die klassische Ehe die bevorzugte Lebensform der meisten Menschen – und das ist auch gut so.

bediene sich

Winfried Kretschmann des klassischen Repertoires homophober Propaganda von rechts.

Die FAZ hält die Aussage immerhin nur für „gewagt“.

So ist das heutzutage: Wenn man darauf hinweist, dass Heterosexualität eben das normale Verhalten ist, ist das schon „homophob“, selbst wenn man Schwulen und Lesben gleiche Rechte zugestehen will.

3: Ebenfalls bei der taz:  Ein Bericht über die Kultur der Trigger Warnings, Safe Spaces und Microaggressions an amerikanischen Universitäten und wie diese Kultur langsam auch nach Deutschland kommt.

4: Eine eher amüsante Posse: Es gibt einen kleinen Wirbel um Umweltministerin Barbara Hendricks, die im Iran mit einem Mann verwechselt wurde. Die iranische Politikerin Massumeh Ebtekar hatte ihr bei einem Besuch in Deutschland die Hand gegeben. Fremden Männern die Hand zu geben ist in Iran für gläubige islamische Frauen, besonders für Spitzenpolitikerinnen, ein absolutes Tabu. Aufgrund von Videoaufnahmen war bei vielen Iranern der Eindruck entstanden, das sei so.

Wäre es eine Meldung wert gewesen, wenn Ebtekar tatsächlich auf einen Mann getroffen wäre? Während es hier im Westen regelmäßig für Aufregung sorgt, wenn sich ein muslimischer Politiker weigert, einer Politikerin die Hand zu geben, kräht im umgekehrten Fall kein Hahn danach. Auf den wirren Gedanken, dass man von Frauen dasselbe Verhalten verlangen könnte wie von Männern, kommen auch nur diese merkwürdigen Männerrechtler.

5: Wie die meisten wohl schon wissen, ist ein kompromittierendes, 11 Jahre altes Video von Donald Trump aufgetaucht, aufgrunddessen ihm Sexismus und sexuelle Belästigung vorgeworfen wird. Auf Alles Evolution wird darüber bereits diskutiert.

6: Ein Ausflug zur Kultur: Das wohl meistgespielte Stück in fränkischem Dialekt hat 40jährigen Geburtstag. Was das mit Männerrechten zu tun hat? Das sollte alleine aus dem Titel hervorgehen, der ist nämlich: „Schweig, Bub!

Es geht darin vordergründig um ein Familienfest, eine Konfirmationsfeier, die mehr und mehr aus den Fugen gerät. Eine gewisse Tragikomik entfaltet das Stück vor allem dadurch, dass es den erwachsenen Figuren um alles mögliche geht, nur nicht um den, um den es eigentlich gehen sollte, den Konfirmanden. Der wird nämlich nur zurückgewiesen und hat die Klappe zu halten. Insofern könnte man es auch als ein sozialkritisches Lehrstück über die Konditionierung von Jugendlichen betrachten.

Das Stück von Fitzgerald Kusz wurde inzwischen in 13 Dialekte übersetzt. Ich kann es nur wärmstens empfehlen, weil es sich eben nicht an die verlogenen Traditionen des klassischens Volkstheaters hält, sondern diese mit mehr Realismus durchbricht. Vom Stellenwert her in Franken dürfte man es inzwischen mit dem Analogon „Brandner Kaspar“ in Bayern vergleichen können.

Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 14

Ein Beispiel für eine ganz klassische männerfeindliche Argumentation zeigt der Stadtmensch in seinem Artikel „Ladenhüter Feminismus“ auf. Er zitiert und kritisiert den Artikel „Der Mann als Wille und Vorstellung“ von Selma Mahlknecht:

Der Feminismus beispielsweise kann per Definition nicht männerfeindlich sein. Er (…) bekämpft nicht den Mann als solchen. Der Feminismus, der eine Welt der Chancengleichheit und Partnerschaftlichkeit einfordert, unterstellt (…), dass Männer sehr wohl dazu in der Lage sind, in einer solchen Welt zu leben. Der Feminismus behauptet, dass Männer offene Haare und Miniröcke aushalten können, dass sie selbst nach Mitternacht und in dunklen Seitengassen fähig sind, Frauen, sogar schöne, unvergewaltigt ihrer Wege gehen zu lassen.

Das Schema dieser gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit lautet:
„Ich habe nichts gegen X, sie sollen sich nur nicht wie Xse verhalten“

Wie Christian Schmidt im gleichnamigen Artikel passend schreibt:

Und es wäre eben auch nicht weniger rassistisch, wenn man sagt, dass man „nichts gegen Schwarze hat, wenn sie eben nicht stehlen und vergewaltigen, sie könnten sich ja ändern“. Weil man eben eine Gruppe verurteilt und ihr bestimmte negative Eigenschaften unterstellt und nur den Einzelnen davon ausnimmt, wenn er sich exkulpiert.

Über diese Stelle musste ich immer lachen, denn sie erinnerte mich an einen Text, den ich vor fast 20 Jahren gelesen habe. Ein Team um Rainer Stenzenberger präsentierte eine Art Seifenoper im Internet mit Namen „Kleine Welt“: Heute mag es technisch trivial klingen, aber 1997 war es Pionierarbeit: Die Serie bestand aus den Texten aus der jeweiligen Perspektive des Charakters, passend bebildert mit Fotos von Schauspielern.

Aus der Riege der jungen Protagonisten stach einer hervor: Herr Schlüter, der Hausmeister. Seine Ansichten waren jenseits von Gut und Böse. Aus dem Gedächtnis heraus: Einmal gab es Krach in der Kneipe, weil sich einer in der Runde abfällig über Schwarze geäußert hatte. Schlüter hatte damals einen schwarzen Angestellten und schilderte, wie er seinem Kumpel fast eine geschallert hätte. Im Brustton der Überzeugung, dass er sich damit gegen Rassismus eingesetzt hätte, erzählte er, was er als Antwort gebrüllt hätte: Die Schwarzen könnten schließlich nichts dafür, dass sie dümmer seien als Weiße!

Es ist einfach ein wunderbares Beispiel für das Denkmuster „Ich habe eine positive Einstellung gegenüber Xsen, schließlich akzeptiere ich, dass sie minderwertig / von Natur aus böse sind“. Weitere Varianten bezogen auf Männer waren bei Alles Evolution zu lesen:

In Diskussionen, in denen es darum geht, ob Feminismus Männerfeindlichkeit ist, stelle ich häufig eine Frage:

Kannst du mir einen Artikel zeigen, der die positive Sicht des Feminismus auf Männer darstellt?
(…)
Tatsächlich habe ich aber als Reaktion hierauf noch keinen wirklich positiven Artikel gezeigt bekommen. Die Artikel haben eher den folgenden Inhalt:

  1. Wir hassen Männer nicht, wir glauben ja, dass Männer besser werden können.
  2. Wir hassen Männer nicht; einige Männer sind gut.
  3. Wir hassen Männer nicht; man kann sie umerziehen.
  4. Wir hassen Männer nicht; wir sind bereit, ihnen zu verzeihen, wenn sie hinreichend büßen und sich ändern.
  5. Mir persönlich bekannte Männer sind durchaus gut; leider sind nicht alle so.
  6. Männer sind nicht das Problem, sondern die Männlichkeit, also das Verhalten des typischen Mannes.
  7. Wie du als Mann aufhören kannst, ein schrecklicher Mann zu sein, indem du ein feministischer Ally wirst und deine Privilegien hinterfragst.

(Rechtschreibung und Zeichensetzung in der Liste leicht angepasst von mir.)

Es lohnt sich, hier einmal ungeschminkt die versteckten Grundannahmen (Präsuppositionen), die in diesen Aussagen enthalten sind, herauszuschreiben, ähnlich wie es Lucas Schoppe bei den „36 Fragen an Männer“ gemacht hat:

  1. Die meisten Männer sind schlecht.
  2. Männer einfach so – ohne Umerziehung – sind nicht zu ertragen.
  3. Männer als Gruppe haben Schuld auf sich geladen und können nicht so bleiben, wie sie sind.
  4. Wenn einzelne Männer gut sind, gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel.
  5. Männlichkeit / typisch männliches Verhalten ist schlecht.
  6. Männer müssen sich ausdrücklich von den anderen Männern im allgemeinen distanzieren.

Jedem Menschen einer demographischen Gruppe abzusprechen, dass er einfach so ok ist, wie er ist – das ist schon ein starkes Stück. Aber auch von denjenigen, die nicht pauschal verurteilt werden wollen für das, was sie sind, zu verlangen, sich von den anderen Gruppenmitgliedern abzugrenzen, bevor man überhaupt in Erwägung ziehen kann, sie zu akzeptieren, ist der Hammer.

Aus einem Buch über Nationalsozialismus ist mir die Erzählung eines Zeitzeugen in Erinnerung geblieben, wie über einen fahrenden jüdischen Händler gesprochen wurde: „Das ist der gute Jude. Er ist Jude, aber er betrügt die Leute nicht.“ Natürlich ist das antisemitisch. Wie auch der Zeitzeuge selbst urteilte: Die positive Darstellung des einen wird dazu verwendet, die Gruppe an sich negativ zu charakterisieren.

Wenn man das Eingangszitat umformuliert mit einem Platzhalter, was würde wohl allgemein von diesem „X-ismus“ gehalten?

Der X-ismus beispielsweise kann per Definition nicht fremdenfeindlich sein. Er (…) bekämpft nicht den Ausländer als solchen. Der X-ismus, der eine Welt von Zucht und Ordnung einfordert, unterstellt (…), dass Ausländer sehr wohl dazu in der Lage sind, in einer solchen Welt zu leben. Der X-ismus behauptet, dass Ausländer offene Haare und Miniröcke aushalten können, dass sie selbst nach Mitternacht und in dunklen Seitengassen fähig sind, Deutsche, sogar schöne, unvergewaltigt ihrer Wege gehen zu lassen.

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

Fundstücke mit Quellangabe einfach in die Kommentare schreiben!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Na, zumindest sind einige Lieder mit Hass im Titel sehr melodisch…

The Pretenders: Thin line between love and hate

Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 13

Matze wies in einem Kommentar auf einen Beitrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hin:

Erfahren Sie was Kaffee mit Gleichstellung zu tun hat
Kaffee für Männer 1,26€
Kaffee für Frauen nur 1€

Natürlich geht es um den Mythos Gender Pay Gap. Allerdings versteht das BMFSFJ hier auch das Gesetz der großen Zahlen falsch und folgert, eine angenommene Ungerechtigkeit im großen müsse sich auch als Ungerechtigkeit im kleinen zeigen, so dass man diese auch auf individueller Ebene „ausgleichen“ könne. Der Übergang von falsch verstandener Statistik zu offenem Lügen ist für mich hier schwer festzumachen.

Im Einzelfall läßt sich die angenommene Gerechtigkeit der Kaffeepreise schnell wiederlegen. Ich selbst würde das wie schon gesagt so machen:

Ich tauche mit einem Obdachlosen auf und frage nach, wieviel er gerechterweise für den Kaffee zahlen soll.

Auch schön, wie Thomas78 kommentiert:

Was die wohl gesagt hätten, wenn ich mich klargemacht hätte, dass jede Frau in der Runde vermutlich mehr verdient als ich mit Hartz IV…

Und wer würde folgendes gerecht finden?

Kaffee für Juden 1,26€
Kaffee für Arier nur 1€

Selbst wenn in irgendeinem Land Juden im Durchschnitt 26% mehr Geld hätten, wäre es doch abstoßend, von jedem einzelnen höhere Preise zu verlangen. Die Idee, dass alle Juden reiche Geizkragen seien, gehört zu den klassischen Elementen des Antisemitismus.

Wollte man die reichen Leute allgemein mehr zur Kasse bitten, wäre es dennoch falsch, alle Mitglieder einer reicheren demographischen Gruppe in einen Topf zu werden. Schließlich könnte es unter ihnen einige „sehr reiche, extrem erfolgreiche“ und viele „arme, mittellose“ geben.

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

Fundstücke mit Quellangabe einfach in die Kommentare schreiben!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal wieder Kaffee…

Blur: Coffee And TV

Kurznachrichten vom 06.10.2016

1: Silke Burmester tritt auf Twitter gegen Jörg Kachelmann nach und erntet einen kleinen Shitstorm. Zurecht.

2: Birgit Kelle kommentiert die Entscheidung des Weltschachverbandes, die WM an Iran zu vergeben und damit die Spielerinnen zum Boykott oder unter das Kopftuch zu zwingen.

3: 5Cs Thrive, eine Gruppe von Studenten am Claremont College, erklärt Makulinität zur psychischen Störung:

Masculinity can be extremely toxic to our mental health, both to the people who are pressured to perform it and the people who are inevitably influenced by it. We would like to encourage discussion on how to openly talk about our emotions and our wellbeing, and how to engage in masculine identities in a healthy way. Relevant to this discussion is how masculinity can harm our relationships with people and one’s ability to cope when relationships are difficult or end. We want to create a safe and open space where we can talk about masculinity and its various intersections with our identities and experiences.

Allerdings gibt es auch Widerstand dagegen:

It seems Thrive’s efforts were not entirely successful, as some students avoided the event out of concern that it would alienate men. “If masculinity is described as something negative—a mental illness—then this is sexism against men,” stated Will Gu (PO ’20) in an email to the Independent. “Safe spaces… are supposed to make everyone feel comfortable. Criticizing masculinity makes males who adhere to traditional gender norms uncomfortable.”

4: Winfried Kretschmann, grüner Ministerpräsident von Baden-Württemberg, übt in der heutigen Ausgabe der ZEIT deutliche Selbstkritik an den Grünen, was den Hardlinern der LGBTI-Fraktion von queer.de überhaupt nicht passt. Auszüge:

Die „kulturelle Hegemonie“ seiner Partei habe zum Aufstieg der Rechtspopulisten beigetragen. Angesichts einer umfassenden Modernisierung der Gesellschaft wachse bei vielen Menschen „das Gefühl der Überforderung zum Gefühl des Kontrollverlusts aus“, so der Ministerpräsident. Nun gehe es darum, deutlich zu machen, „dass die neuen Freiheiten in der Lebensgestaltung ein Angebot und keine Vorgabe sind“.

Darüber hinaus forderte Kretschmann seine Partei dazu auf, das „Moralisieren“ zu unterlassen: „Wir sind keine Heiligen und werden es auch dann nicht, wenn man uns dazu machen will“, heißt es in dem Beitrag für die „Zeit“. Anstatt Vorgaben für die individuelle Lebensgestaltung zu treffen, sollten die Grünen sich auf den Kampf für eine gute Ordnung der Dinge konzentrieren. […]

Gleichzeitig schränkt Kretschmann seinen Einsatz für LGBTI-Akeptanz jedoch ein: „Es geht darum, dass jeder nach seiner Fasson leben kann und nicht darum, traditionelle Lebensformen abzuwerten oder die Individualisierung ins Extrem zu treiben. Individualismus darf nicht zum Egoismus werden, sonst wird gesellschaftlicher Zusammenhalt unmöglich. So ist und bleibt die klassische Ehe die bevorzugte Lebensform der meisten Menschen – und das ist auch gut so.“

Darüber hinaus enthält Kretschmanns Artikel eine Passage, die man als Aufforderung an LGBTI-Aktivsten deuten kann, sich zurückzunehmen und verbal abzurüsten: „Auf der einen Seite erleben wir eine tendenziell übersteigerte politische Korrektheit, auf der anderen Seite das krasse Gegenteil: einen Verbalradikalismus und eine Verrohung der Sprache. Wir müssen eine neue Tonlage finden, getragen von Klarheit und Respekt. Auf diesem Boden kann unsere politische Kultur gedeihen.“

Kaum sagt ein Grüner mal was vernünftiges…

5: Und zum Abschluss ein Vortrag, der wunderbar in die Reihe Männerhass passt. Barbara Kirchner referiert über „Dämmermännerung. Neuer Antifeminismus, Alte Leier“. Bin dem vor nicht allzu langer Zeit über den Weg gelaufen. Vorsicht, Blutdruckgefahr…

Kurznachrichten vom 05.10.2016

1: Ein 43-Jähriger Mann ist in Oberfranken nach mehreren Jahrzehnten Isolation in seinem Elternhaus in ein Krankenhaus gebracht worden. Gegen die Eltern sind laut Polizeisprecher Ermittlungen wegen Körperverletzung durch Unterlassung und auch Freiheitsberaubung eingeleitet worden.

Ich bin mal gespannt, ob er auch durch alle Talkshows gereicht wird wie Natascha Kampusch oder ob das Thema nach drei Tagen keinen mehr interessiert.

2: Beim Tagesanzeiger fordert Christoph Fellmann ein Verbot des Herrenanzugs, weil:

Der Herrenanzug ist aber nicht nur ein Symbol für die Unterdrückung der ihn tragenden Männer. Der Herrenanzug ist gleichzeitig auch ein Symbol für die Unterdrückung der Frau. Er markiert und feiert die – statistisch belegbare – weibliche Untervertretung in Führungspositionen, in verantwortungsvollen und gut bezahlten Jobs. Der Herrenanzug ist das textile Zeichen männlichen Kastendenkens. Der Herrenanzug verhöhnt damit wichtige Grundwerte der westlichen Gesellschaft.

Das ganze entpuppt sich dann aber als eine mehr oder weniger verunglückte Glosse gegen das Burka-Verbot.

3: Auf Haiti wird die linke Aktivistin Amanda Kijera von einem schwarzen Mann mehrfach vergewaltigt. Die Schuld dafür gibt sie aber den weißen Männern.

“Women are not the source of their oppression; oppressive policies and the as-yet unaddressed white patriarchy which still dominates the global stage are,” she explained. She also went on to argue that it is up to the United Nations to support people who are forced to bear the brunt of black male aggression.

Kijera makes the outrageous claim that dependency on white people causes them to act out against them. She alludes that this was the reason for her attack.

4: Der Porno-Darstellerin Natalie Hot hat das Landratsamt Mühldorf am Inn das Strippen in der eigenen Wohnung vor der Webcam verboten, und zwar mit der Begründung, dass der Bebauungsplan eine gewerbliche Nutzung nicht vorsehe. Und der Schenkelklopfer:

Das Zimmer, in dem die Frau sich räkelt, sei als Kinderzimmer vorgesehen.

Sie zieht jetzt dagegen vor Gericht.

Ich vermute, die meisten Home Office-Arbeiter, die zuhause am Computer Texte schreiben, Grafiken erstellen oder programmieren, wissen noch nicht einmal, ob ihr zuständiger Bebauungsplan überhaupt eine gewerbliche Nutzung zulässt. Warum auch, es interessiert sich ja eh keiner dafür, weil es auch nicht stört. Wenn man sich aber vorm Computer nackig macht, scheint das sehr viele zu stören.

5: Nach einem Sexismus-Vorwurf müssen zwei tschechische Fußballer nun „zur Strafe“ mit Frauen trainieren.

Ich frage mich gerade, ob das nicht wieder Sexismus ist, wenn man es als demütigend betrachtet, mit Frauen trainieren zu müssen. Oder inwiefern das für die beiden nicht sogar eine willkommene Abwechslung ist. Ob sie danach auch zusammen duschen. Und was ihre Frauen dazu sagen.

6: Hadmut Danisch und Sciencefiles.org verarzten Christian Seidel, der in der ZEIT dazu aufgerufen hat, Männer zu ihrem Glück zu zwingen.

7: Beim hpd gibt es einen Vorabdruck eines Kapitels des neuen Buches von Andreas Altmann, einem bekannten und renommierten Reporter und Reisebuchautor. Darin hält er ein flammendes Plädoyer gegen die Beschneidung, allerdings mehr aus säkularer und weniger aus männerrechtlicher Sicht.

8: Das Innenministerium hat jetzt Zahlen zu Kinderehen von Flüchtlingen präsentiert. Registriert sind 1.475 minderjährig Verheiratete, 361 unter 14 Jahren. Jetzt warten wir alle auf den Riesen-#aufschrei der Netzfeministinnen. Noch ist nichts zu hören. Wahrscheinlich ist man zu beschäftigt, gegen Altherrenwitze und schlimmste traumatisierende Beleidigungen wie „süße Maus“ zu kämpfen.

9: Die Weltraumaffen analysierten am Montag in einem Sonderstream den Bericht des Europarates zur Bekämpfung sog. „sexistischer Hasssprache“. Das ist offensichtlich eines der Papiere, das eine Grundlage der „No Hate Speech“-Bewegung ist, wobei „Bewegung“ ein Euphemismus ist, denn es handelt sich eher um reines Astroturfing, sprich es handelt sich um eine lupenrein staatlich finanzierte Kampagne, die so tut, als wäre sie eine Bewegung von unten. Dabei kreieren die Weltraumaffen auch gleich noch das wunderbare Mem „Kein Wort ist illegal“. Empfehlenswert, wenn man wissen möchte, wo die Reise der EU hingeht in Richtung Verbot von antifeministischer Meinung und überhaupt jedweder Sprache, die Frauen verletzten könnte.

10: Noch ein Sendehinweis: Heute Abend ist um 22:15 Uhr bei phoenix das Thema in der phoenix Runde: „Kampf der Geschlechter – Die Sexismus-Debatte„. Dabei geht’s um das Thema Jenna Behrends und ihren Sexismus-Vorwurf an CDU-Parteifreunde. Einzige zum jetzigen Zeitpunkt bekannte Teilnehmerin ist Susanne Gaschke, die als Quereinsteigerin aus der ZEIT-Redaktion 2012 Kieler Oberbürgermeisterin wurde, dort schon nach 11 Monaten scheiterte und dies dem Männerklüngel in der SPD, insbesondere Ministerpräsident Torsten Albig und Parteichef Ralf Stegner, anlastete.

Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 12

MANNdat hat mit der Champions League des Sexismus eine reichhaltige Quellensammlung geliefert. Eine oft zitierte Aussage ist die von FDP-Politikerin Cornelia Pieper in der Zeitschrift „BUNTE“ (9/2007):

Während die Frau sich ständig weiterentwickelt, heute alle Wesenszüge und Rollen in sich vereint, männliche und weibliche, und sich in allen Bereichen selbst verwirklichen kann, blieb der Mann auf seiner Entwicklungsstufe stehen. Als halbes Wesen. (…) Er ist weiterhin nur männlich und verschließt sich den weiblichen Eigenschaften wie Toleranz, Sensibilität, Emotionalität. Das heißt, er ist – streng genommen – unfertig und wurde von der Evolution und dem weiblichen Geschlecht überholt.

Beachtlich finde ich hierbei die Vermengung zweier Kategorien, die so nichts miteinander zu tun haben: Zum einen wird die Evolution bemüht („Entwicklungsstufe“), zum anderen die persönliche Willensentscheidung („verschließt sich“). Auf der biologischen Ebene laufen Prozesse aber viel langsamer und allgemein ab, um gleichzeitig mit der Entwicklung, die auf persönlicher Ebene stattfindet, etwas zu tun zu haben.

Es ist aber ein beachtlicher Kniff: Endlich kann man unbeschwert auf die Frage „Liegt es an der Natur, dass Männer minderwertig sind, oder tragen sie selbst Schuld daran?“ mit „Beides!“ antworten.

Während der Weiße sich ständig weiterentwickelt, heute alle Wesenszüge und Rollen in sich vereint, schwarze und weiße, und sich in allen Bereichen selbst verwirklichen kann, blieb der Schwarze auf seiner Entwicklungsstufe stehen. Als halbes Wesen. (…) Er ist weiterhin nur schwarz und verschließt sich den weißen Eigenschaften wie Toleranz, Sensibilität, Emotionalität. Das heißt, er ist – streng genommen – unfertig und wurde von der Evolution und der weißen Rasse überholt.

So locker-flockig könnte man „weltgewandte“ Weiße als „höherwertig“ gegenüber Schwarzen verkaufen und denjenigen Schwarzen, denen es schlecht geht, gleichzeitig selbst die Schuld an ihrem Schicksal geben.

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

Fundstücke mit Quellangabe einfach in die Kommentare schreiben!

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Irgendwie fällt mir gerade nur Michael Jackson ein…

Michael Jackson: Black or White

Fundstück: Galaxor und die Raupe

Zwei Kommentare unter dem Artikel „Jungen lesen anders“, die mich zum Lachen gebracht haben:

Matze:

Dann hier noch etwas sehr lustiges über die Unterschiede was Jungen und Mädchen in Geschichten interessant finden:

http://9gag.com/gag/aeN9oxm/men-are-from-mars-women-from-venus

Lucas Schoppe darauf:

Zum verlinkten Gag, in dem ein Junge und ein Mädchen sich mit einer Geschichte abwechseln. Ich mach das tatsächlich öfter mal in Klassen, zum Aufwärmen, dass ich die Schüler zu Beginn eine Geschichte erzählen lasse. Ich fange kurz an, jemand macht weiter, gibt dann wieder weiter etc. In der fünften Klasse war das Ergebnis, was die Geschlechter anging, zunächst wirklich phänomenal deutlich. Die Mädchen erzählten harmlose Geschichten, sobald ein Junge dran war, tauchten plötzlich Zombie-Armeen oder Panzer auf und Atombomben kamen ins Spiel – war wieder ein Mädchen dran, stellte sich plötzlich heraus, dass alles nur ein Traum war und dass alle Toten noch lebten – als der nächste Junge dran war, wurde plötzlich eine Atombombe gezündet etc.

Es war wirklich auffällig: Bei den Jungen ging regelmäßig alles kaputt, die Mädchen versuchten, alles wieder gut zu machen – und beide Seiten hatten jeweils das Gefühl, die anderen würden ihre Geschichte zerstören.

Mit der Zeit wurde der Unterschied dann weniger extrem, unter anderem deshalb, weil die Erzählstile einander anglichen. Außerdem hatte ich mit den Kindern gesprochen und ihnen gesagt, dass es das Erzählen Geschichten schwieriger macht, wenn nach ca. zwei Minuten alle Beteiligten tot sind. Oder dass man Spannung durch Andeutungen etc. aufbaut und nicht dadurch, das ständig und in jedem Moment irgendeine Zombie-Armee aufmarschiert.

Da musste ich sofort an folgende Stelle aus dem Film Otto – Der Außerfriesische denken, in der die Kindergärtnerin Otto bittet, die Geschichte von der Raupe und den zwei Lämmern zu erzählen… meiner Erinnerung nach „ab der Stelle, als die Raupe erzählt, in was sie sich verwandeln kann“:

Otto, der Außerfriesische: Im Kindergarten

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Diesmal mit einem Lied, das auch in erwähntem Film vorkommt (natürlich parodiert von Otto):

Michael Jackson: The Way You Make Me Feel