Fundstück: Spaß mit Männerhass – Folge 8

Mit-Blogger djadmoros erwähnte in einem Kommentar zu seinem Artikel „1 : 750.000 oder Die Mutter aller Schlachten: Einhundert Jahre »Verdun«“:

Was Duve von sich gibt, ist einfach nur hanebüchen – nach dem Ersten Weltkrieg haben uns bücherschreibende Postkartenmaler die Welt zu erklären versucht, heute tun es bücherschreibende Taxifahrerinnen. Würde sie denselben Stuss über Schwarze oder Juden verzapfen, dann wäre sie aller Voraussicht nach als ein weiblicher Jo Conrad geächtet.

Das ist der Geist dieser Serie! Im Artikel selbst hatte er auf eine Rezension von Karen Duves „Macht“ verwiesen. Aber auch schon früher kam Karen Duve bei djadmoros vor. So geschehen bei diesen zwei Texten:

Es ist schon fast egal, welche Zitate oder Beschreibungen man sich heraussucht (Achtung, hier gehe ich davon aus, dass sie inhaltlich korrekt sind!) – da ist jeder Schuss ein Treffer:

Aus erwähnter Rezension von Julia Encke in der FAZ:

Die Männer sind böse, sind böse, sind böse: das ist die Botschaft von Karen Duves Roman „Macht“. Nicht unerheblich ist dabei, dass jene Männer, die im Roman auftauchen, alle auch besonders blöd sind, unwahrscheinlich blöd sogar. Es scheint Karen Duve in monotoner Einfallslosigkeit sehr viel Spaß gemacht zu haben, sie so blöd dastehen zu lassen.

Aus „Warum die Sache schiefgeht“ (S. 121 f.):

Die Kulturleistungen, die wir den dominanten Alpha-Männern zu verdanken haben, … sind nichts im Vergleich zu dem, was alles hätte sein können, wenn wir nicht Jahrhundert für Jahrhundert von den aggressivsten, egoistischsten, raffgierigsten und dabei nicht einmal besonders intelligenten Charakteren geleitet worden wären. Die, die immer wieder verhindert oder zunichtegemacht haben, was intelligentere oder sozialere Artgenossen uns hätten bieten können.

Oder S. 144:

Emotionale Minderbemitteltheit, ethische Leichtfertigkeit, Geldgier und Machtversessenheit wird man bei Männern viel leichter finden

Dieses Zitat eignet sich sich am besten für den Test, weil es so kurz und knackig ist. Zum Vergleich:

Emotionale Minderbemitteltheit, ethische Leichtfertigkeit, Geldgier und Machtversessenheit wird man bei Ausländern viel leichter finden

Emotionale Minderbemitteltheit, ethische Leichtfertigkeit, Geldgier und Machtversessenheit wird man bei Schwarzen viel leichter finden

Emotionale Minderbemitteltheit, ethische Leichtfertigkeit, Geldgier und Machtversessenheit wird man bei Juden viel leichter finden

Zur Erinnerung: die Spielregeln

Nur ein kleiner Test:

Was kommt dabei heraus, wenn ich in einem Text „Männer“ wahlweise durch „Ausländer“, „Schwarze“ oder „Juden“ ersetze?

Fundstücke mit Quellangabe einfach in die Kommentare schreiben!

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