Fundstück: asemann mit drei Erklärungen für Ungleichverteilungen

Beim vorherigen Artikel über den Mythos Gender Pay Gap ging es in der Diskussion u.a. darum, wie man den Sachverhalt erklärt.

Vor einiger Zeit nannte asemann die drei Erklärungen für Ungleichverteilungen (zwischen Männern und Frauen), die ich hier in eigenen Worten wiedergeben möchte:

  1. systematische Diskriminierung
  2. Ergebnis von Entscheidungen, die auf durchschnittlich unterschiedlichen Präferenzen basieren
  3. Zufall (statistisches Rauschen)

So kurz und knackig kann man es ausdrücken!

„Zufall“ ist gerade dann möglich, wenn die Unterschiede sehr klein sind und man nur sehr wenige Messungen hat. Das hat natürlich noch niemanden davon abgehalten, so etwas trotzdem als seriöse Statistik auszugeben! Man denke daran, wie etwa Wahlprognosen oder der Sonntagsfrage immer wieder Schwankungen von wenigen Prozentwerten als wichtige Ergebnisse verkauft werden, obwohl sie schlicht auf Ungenauigkeit basieren können.

Ansonsten bleiben noch zwei Möglichkeiten: Dass die Menschen davon abgehalten werden, gleich zu handeln, oder dass sie einfach andere Sachen wichtiger bewerten. Die Idee, dass Gruppen von Menschen im Schnitt verschieden sein können und deswegen unterschiedliche Entscheidungen treffen, scheint mit dem Weltbild einiger Leute nicht vereinbar zu sein. Schade, wenn die Welt nur heile sein kann, wenn alle Menschen gleich sind und nicht nur gleichwertig…

Popkultur

Was wäre ein Blogeintrag ohne Popkultur? Irgendwie scheint es auch nicht so schön zu sein, wenn die Leute überall gleich sind…

Morrissey: People Are The Same Everywhere

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